Der Schal, Poldi, Schweini and se Rest

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">


    Meine Antwort folgt aufgrund des Umstandes, dass es noch ein Leben außerhalb des Forums gibt, erst jetzt- dafür aber deutlich:
    Woher nimmt sich ein verbohrter Student der Politikwissenschaft wie Du das Recht, mir solch aus der Luft gegriffene Dinge an den Kopf zu werfen bzw. in den Mund zu legen? Ganz langsam Meister, denn so geht es nicht. Zeig mir in welchem meiner Beiträge ich auch nur im Entferntesten irgendwem, und sei es dem Zentralrat der Juden, das Recht zur Meinungsäußerung absprach. Ich warte gespannt und voller Vorfreude auf Deine Möglichkeiten der Interpretation...
    Zu Deiner Aussage, ich und einige andere dürften uns nicht hier im Forum äußern, da wir dem Zentralrat der Juden das Recht dazu absprechen. Hättest Du meinen Beitrag nicht durch Deine kaputte und nach linksaußen verrutschte Brille gelesen, wäre Dir aufgefallen, dass ich lediglich der Aussage Syboks zugestimmt habe, Frau Knobloch sollte sich aus derlei Angelegenheiten heraushalten. Und Frau Knobloch steht, auch als Präsidentin dieses Rates, nicht automatisch für dessen Ganzheit...
    Übrigens: Das Recht zu einer Äußerung in diesem Forum habe ich mit einer einfachen Anmeldung erworben und werde es mir von einem Hysteriker wie Dir nicht nehmen lassen.
    Mich auch nur irgendwie mit iranischen Präsidenten, DVU'lern oder NPD-Schwachköpfen in Verbindung zu bringen grenzt an Verleumdung und sollte das erste und das letzte Mal gwesen sein, dass Dir eine Bemerkung in diese Richtung, ich muss schon fast annehmen, in Deinem (G)eifer entfleucht ist .
    Ansonsten viel Spaß noch beim Posten von ellenlangen Artikeln ergrauter Historiker und Autoren...aber greif mich niemals wieder auf diese Art und Weise an, sonst kriegen wir zwei ein gewaltiges Problem miteinander.


    sybok alias " Die verbale Kanone":
    Den Spruch von den viel zu großen Kalibern und den Spatzen dürftest Du ja kennen...ein solcher Fall von Munitionsverschwendung dürfte angesichts der Beiträge unseres roten Freundes vorliegen ;-)</span><br>-------------------------------------------------------


    Mögen Deine Tage auf Erden lang sein, Revolvermann.

    0

  • @oskar


    Ich habe mal Deinen letzten Beitrag, um nicht zu sagen, Deine letzte Absonderung ,gelesen. Bei allem Verständnis: Paranoia in einem so fortgeschrittenen Stadium sollte man behandeln lassen. Aber bitte nicht von Frau Dr. Knobloch. Und wenn man hier jedem, der eine andere Meinung vertritt und es gar wagt, Zweifel an der Unfehlbarkeit israelischer Politik zu äußern -warum übrigens versuchst Du es nicht mal mit dem klassischen Katholizismus? Unfehlbarkeit wird da ganz groß geschrieben! - , pauschal Antisemitismus vorwirft, sollte man die eigene Fähigkeit zur Analyse mal wieder beim TÜV checken lassen. Natürlich sind wir auch noch alle strohdumm. Auch damit wäre ich vorsichtiger, wenn meine Beiträge vor Rechtschreibfehlern nur so strotzen, solange es nicht die in den Text kopierten Fremdzitate sind.
    Niemand leugnet, daß es in Deutschland - und sorry: überall auf der Welt - Antisemiten gibt. Sie sind aber -selbstverständlich mit Ausnahme der islamischen Welt- insbesondere in Deutschland zum Glück in einer so verschwindend geringen Zahl vorhanden, daß wahrscheinlich selbst der Ku-Klux-Klan mehr Sympathisanten hat (ach ja, ich erspare mir hier nähere Ausführungen zur Existenz der Problematik rassistischer Äußerungen gegenüber Schwarzen durch Juden...ja, Oskar, das soll es tatsächlich auch geben! Aber käme ich deshalb auf die grandios-blöde Idee, alle Juden als Rassisten zu bezeichnen?).


    Zuletzt frage ich aber : wieso lebst Du hier? In diesem Hort des Antijudaismus? Wo Du täglich bedroht wirst? In diesem unerträglichen Klima, in dem Faschisten und Antifaschisten gemeinsam nur einen Gegner verfolgen? Wie hältst Du das hier nur aus? Unter all uns Idioten?


    Oder bist Du geschickt, uns alle zu erlösen?


    Unfehlbar genug bist Du ja schon....

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Würde er tatsächlich in Israel antreten sind Repressionen für seine Familie sehr unwahrscheinlich. Glaubt jemand ernsthaft der Iran würde gegen die Familie eines deutschen Nationalspielers vorgehen, mit allen Folgen.</span><br>-------------------------------------------------------



    warum sollte ein land, dass sich bez. evtl. atomwaffen mit den USA anlegt, vor dem DFB angst haben??


    vielleicht wäre das den iranern sogar ganz recht, dann könnten die öffentlich ein exempel statuieren. wenn das groß rauskommt, dass die familie eines sportlers wegen einer teilnahme an einem absolut unwichtigen spiel grosse probleme bekommen hat, würde das so schnell kein anderer mehr tun.

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">
    du sagst wenn es ihm was bedeutet staatsbürger von deutschland zu sein! lol da muss ich lachen der spielt wohl für deutschland weil er sich dadurch besser verkaufen kann wie auch klose, poldi, asamoah.
    die heutigen sogenannten nm-teams sind für mich eh nix wert. wenn im deutschen nm team ein miroslav, gerald, kheidira...spielen. das ist nicht nur im deutschen team so sondern in den meisten.
    das ist nun mal meine meinung dazu.</span><br>-------------------------------------------------------


    :x


    Wenn diese Leute in Deutschland aufgewachsen sind, dort die Schule besucht haben, den deutschen Pass haben und "deutsch" denken, dann dürfen diese auch für die deutsche NM spielen. Da ist der Name oder die Hautfarbe egal. Ok, für dich nicht, das verstehen wir jetzt 8-)


    Was ich nicht gutheiße, ist das schnelle Einbürgern von Spielern wie Rink und Co.. Dass du jedoch das deutsche NM-Team als "nix wert" bezeichnest, wegen Spieler aus nicht deutscher Abstammung, ... wie ist bitte schön deine politische Neigung ? 8-)</span><br>-------------------------------------------------------
    ich habe ja erwähnt das es so bei den meisten nm ist, nicht nur bei deutschland. das ist halt meine meinung die ich vertrette. ich habe nix gegen einen klose, asamoah.....im gegenteil. nur sieht das zeug nicht nach ner nm aus. frankreich wohl das beste beispiel.

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">
    du sagst wenn es ihm was bedeutet staatsbürger von deutschland zu sein! lol da muss ich lachen der spielt wohl für deutschland weil er sich dadurch besser verkaufen kann wie auch klose, poldi, asamoah.
    die heutigen sogenannten nm-teams sind für mich eh nix wert. wenn im deutschen nm team ein miroslav, gerald, kheidira...spielen. das ist nicht nur im deutschen team so sondern in den meisten.
    das ist nun mal meine meinung dazu.</span><br>-------------------------------------------------------


    :x


    Wenn diese Leute in Deutschland aufgewachsen sind, dort die Schule besucht haben, den deutschen Pass haben und "deutsch" denken, dann dürfen diese auch für die deutsche NM spielen. Da ist der Name oder die Hautfarbe egal. Ok, für dich nicht, das verstehen wir jetzt 8-)


    Was ich nicht gutheiße, ist das schnelle Einbürgern von Spielern wie Rink und Co.. Dass du jedoch das deutsche NM-Team als "nix wert" bezeichnest, wegen Spieler aus nicht deutscher Abstammung, ... wie ist bitte schön deine politische Neigung ? 8-)</span><br>-------------------------------------------------------
    ich habe ja erwähnt das es so bei den meisten nm ist, nicht nur bei deutschland. das ist halt meine meinung die ich vertrette. ich habe nix gegen einen klose, asamoah.....im gegenteil. nur sieht das zeug nicht nach ner nm aus. frankreich wohl das beste beispiel.</span><br>-------------------------------------------------------


    Und was ist mit den Franzosen ?


    Nenn mir mal die Spieler, die in deinen Augen nicht zur franz. NM passen und nenn doch mal bitte den Grund.

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">
    du sagst wenn es ihm was bedeutet staatsbürger von deutschland zu sein! lol da muss ich lachen der spielt wohl für deutschland weil er sich dadurch besser verkaufen kann wie auch klose, poldi, asamoah.
    die heutigen sogenannten nm-teams sind für mich eh nix wert. wenn im deutschen nm team ein miroslav, gerald, kheidira...spielen. das ist nicht nur im deutschen team so sondern in den meisten.
    das ist nun mal meine meinung dazu.</span><br>-------------------------------------------------------


    :x


    Wenn diese Leute in Deutschland aufgewachsen sind, dort die Schule besucht haben, den deutschen Pass haben und "deutsch" denken, dann dürfen diese auch für die deutsche NM spielen. Da ist der Name oder die Hautfarbe egal. Ok, für dich nicht, das verstehen wir jetzt 8-)


    Was ich nicht gutheiße, ist das schnelle Einbürgern von Spielern wie Rink und Co.. Dass du jedoch das deutsche NM-Team als "nix wert" bezeichnest, wegen Spieler aus nicht deutscher Abstammung, ... wie ist bitte schön deine politische Neigung ? 8-)</span><br>-------------------------------------------------------
    ich habe ja erwähnt das es so bei den meisten nm ist, nicht nur bei deutschland. das ist halt meine meinung die ich vertrette. ich habe nix gegen einen klose, asamoah.....im gegenteil. nur sieht das zeug nicht nach ner nm aus. frankreich wohl das beste beispiel.</span><br>-------------------------------------------------------


    So so, das "Zeug" sieht also nicht nach einer Nationalmannschaft aus ja?
    Interessant. Und jetzt erklär doch mal, warum Frankreich dafür das beste Beispiel ist? Ich denke ich verstehe Deine Anspielung und kann Dir nur raten, Dich einmal über die Geschichte Frankreichs, verbunden mit der Kolonialpolitik, zu informieren.

  • oh oskar du kappierst es einfach nicht!


    erstens werden wir wohl niemals Freunde.


    zweitens hast du irgendo in meinen Beiträgen gelesen dass ich die Juden oder Israel vernichten möchte? dass ich Israels Existenrecht ablehne? dass ich irgendwie Hass oder Gewalt gegen Israel und Juden propagiere? dass ich die Araber oder Palästinenser voll unterstütze und alleine die Juden für die Situation in Nahost verantwortlich mache?


    ich kritisiere die Politik des Staates Israel und der meisten arabischen Staaten inklusive USA und EU! und nicht das Volk der Juden und Palästinenser!


    Ich frage dich nochmal: Warst du jemals in Israel? Kennst du überhaupt die dortigen Gegebenheiten? Hast du je persönlich jüdische und palästinensiche Israelis getroffen? dich mit ihnen unterhalten? einen Meinungsaustausch betrieben?
    Wenn Israel für dich unfehlbar ist dann konvertiere zum Judentum, dann bist du auch automatisch israelischer Staatsbürger, und mach dich auf den Weg zu einem der zahlreichen illegalen Siedlungen, wo bereits ein Grundstück und Startkapital auf dich wartet.


    schön dass du dir Mühe machst mit irgendwelchen Postings die ich schon kenne und die mich als Antisemit darstellen sollen. Wenn es heisst dass jegliche Kritik an Israel gleich Antisemitismus bedeutet dann bin ich gern und voller Stolz ein Antisemit. Mich schüchtern solche Worte nicht ein.


    hier mal ein paar links für dich zum lesen (und vielleicht nachdenken):
    arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_Israel_juedische/keller_adam_anfangen_schreien.htm
    arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_international/makdisi_krieg_kinder_gaza.htm
    arendt-art.de/deutsch/palestina/Stimmen_Israel_juedische/Reuven_Moskovitz_aufruf_29-10-2007.htm
    palaestina-portal.org/deutsch/palestina/Brief_Israel/brief_aus_israel_07-9-27.htm
    david.juden.at/kulturzeitschrift/61-65/64-BKA.htm
    tagesschau.de/ausland/israel2.html
    kibush.co.il
    profi-reporte.de/php/pr/include.php?path=content/articles.php&contentid=2774&PHPKITSID=822906c04636c448ddd9999e7a8da61a
    lebenshaus-alb.de/magazin/004632.html
    paxchristi.de/news/erklaerungen/news.er.38/index.html
    imeu.net/news/article006615.shtml
    nkuk.org/
    zmag.de/

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  • Vielleicht ist es an der Zeit die Luft aus der Sache etwas herauszunehmen. Du, Roter Oskar, hast Deine Kritik an einigen Usern und deren Arguementation sicher überzogen, die haben es Dir allerdings mit gleicher Münze zurückgezahlt.


    Wo ich Dir allerdings recht gebe ist: Der millionenfache Judenmord der Deutschen ist mit keinem anderen Verbrechen an der Menschheit zu vergleichen (Hinweise auf die USA - Indianervernichtung und die russischen Vergehen helfen da nicht weiter). Die Juden wurden von den Deutschen nicht während kriegerischer Auseinandersetzungen getötet sonder willkürlich ermordet - das ist eine ganz andere Qualität des Verbrechens.


    Der deutsche Zeitgeist geht leider tendenziell in die Richtung pro Palästinenser und kontra Israelis. Gute Palästinenser, schlechte Israelis. Das ist sehr bedauerlich und ich wollte es wäre nicht so. Auch der Hinweis auf die dritte Generation nach dem Zweiten Weltkrieg, die mit den Verbrechen ja nichts mehr zu tun habe, ist ob der schwere des Verbrechens nicht angebracht, man könnte auch sagen nicht erlaubt.

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Vielleicht ist es an der Zeit die Luft aus der Sache etwas herauszunehmen. Du, Roter Oskar, hast Deine Kritik an einigen Usern und deren Arguementation sicher überzogen, die haben es Dir allerdings mit gleicher Münze zurückgezahlt.


    Wo ich Dir allerdings recht gebe ist: Der millionenfache Judenmord der Deutschen ist mit keinem anderen Verbrechen an der Menschheit zu vergleichen (Hinweise auf die USA - Indianervernichtung und die russischen Vergehen helfen da nicht weiter). Die Juden wurden von den Deutschen nicht während kriegerischer Auseinandersetzungen getötet sonder willkürlich ermordet - das ist eine ganz andere Qualität des Verbrechens.


    Der deutsche Zeitgeist geht leider tendenziell in die Richtung pro Palästinenser und kontra Israelis. Gute Palästinenser, schlechte Israelis. Das ist sehr bedauerlich und ich wollte es wäre nicht so. Auch der Hinweis auf die dritte Generation nach dem Zweiten Weltkrieg, die mit den Verbrechen ja nichts mehr zu tun habe, ist ob der schwere des Verbrechens nicht angebracht, man könnte auch sagen nicht erlaubt.</span><br>-------------------------------------------------------


    :D:D:D

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  • Spucken und Simulieren verboten
    Die deutschen Nationalspieler sind bei der EM 2008 in Österreich und der Schweiz auf und außerhalb des Platzes zu gutem Benehmen angehalten.
    Wie die "Bild" enthüllt, untersagen Joachim Löw und Team-Manager Oliver Bierhoff das Simulieren, Meckern, Spucken und Stinkefinger zeigen.
    Weiter wird in dem "Knigge" außerhalb des Platzes ein höflicher Umgang mit anderen Menschen, Pünktlichkeit sowie ein seriöses Leben erwartet.
    Laut "Bild" sind in der Broschüre die Regeln zum besseren Verständnis sogar mit Zeichnungen erklärt. :D:D:D

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  • Wenn man einen Mohrenkopf ( oooops... :-[ , meine natürlich eine mit Schokoladenguß überzogene Eischnee-Zucker-Süßware !!! ) auf einen Teller in die Mikrowelle stellt und das Gerät bei voller Leistung einschaltet, kann man genau das beobachten, was aus einem kleinen mückigen Zweizeiler aus nem DFB-Juniorentagesbericht und der ach so nützlich-wichtigen Reaktion ( und allen anderen folgenden) des Zentralmoralüberwachungsrates geworden ist.
    Ein geradezu klassisches Beispiel für die heutige Medien- und Politiklandschaft :
    Anstatt sich wirklich wichtigen Dingen zuzuwenden, werden aus Läusen Elefanten gebastelt und mit dem Anstrich der Hochmoral aufgeblasen und verziert...

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Wenn man einen Mohrenkopf ( oooops... :-[ , meine natürlich eine mit Schokoladenguß überzogene Eischnee-Zucker-Süßware !!! ) auf einen Teller in die Mikrowelle stellt und das Gerät bei voller Leistung einschaltet, kann man genau das beobachten, was aus einem kleinen mückigen Zweizeiler aus nem DFB-Juniorentagesbericht und der ach so nützlich-wichtigen Reaktion ( und allen anderen folgenden) des Zentralmoralüberwachungsrates geworden ist.
    Ein geradezu klassisches Beispiel für die heutige Medien- und Politiklandschaft :
    Anstatt sich wirklich wichtigen Dingen zuzuwenden, werden aus Läusen Elefanten gebastelt und mit dem Anstrich der Hochmoral aufgeblasen und verziert...</span><br>-------------------------------------------------------


    Shit...und wer putzt jetzt meine Mikrowelle??? :D

  • Holland in Not


    Von Christoph Biermann


    Die Stimmung ist miserabel im niederländischen Club-Fußball. Die jüngsten Niederlagen im Europacup sind ein Beleg für das Leistungstief. Ausgerechnet die Nationalmannschaft soll in den EM-Qualifikationsspielen für Entspannung sorgen - dabei steht das Team von Trainer van Basten selbst in der Kritik.


    Etwas trotzig wirkte es schon, als in dieser Woche das niederländische Fachmagazin "Voetbal International" auf seiner Titelseite verkündete: "Niederlande bleiben Topland." So viel Selbstlob war wohl notwendig, denn der holländische Fußball hatte eine harte Woche hinter sich. Im Uefa-Cup waren bis auf AZ Alkmaar alle Clubs ausgeschieden, so sind nun europäische Startplätze in Gefahr.


    Aber was ist noch top im niederländischen Fußball? Die Fußballzeitschrift wies etwas angestrengt darauf hin, dass es in den Niederlanden fast so viele Jugendfußballer gibt wie im viermal bevölkerungsreicheren Italien - und dass die Niederlande die achtmeisten Fußballerinnen der Welt haben.


    Gewichtigere Belege muss daher wohl die Nationalmannschaft liefern. In der Qualifikation zur Europameisterschaft könnte sie morgen schon beim direkten Konkurrenten in Rumänien und am Mittwoch gegen Slowenien den Platz in der Endrunde sichern. Doch auch um das Nationalteam ist die Stimmung nicht so toll. Eine Debatte um die Oranje Elftal löste der glückliche 1:0-Sieg in Albanien vor einem Monat aus. Danach hatte ebenfalls "Voetbal International" den Bondscoach Marco van Basten als "unverstandenes Genie" bezeichnet. Was so klang, als würden selbst die Spieler über den Trainer rätseln.


    Kritisiert wird die mangelnde Erfahrung des ehemaligen Weltklassestürmers, der zuvor nur als Jugendtrainer gearbeitet hatte. Seine taktischen Finten und Personalentscheidungen stoßen immer öfter auf Verwunderung. So nominierte van Basten mehr als ein Jahr lang den einzigen Niederländer nicht, der dieser Tage in die Endauswahl zum Weltfußballer des Jahres kam: Ruud van Nistelrooy. Erst Ende August kam der Mann von Real Madrid zurück ins Nationalteam, zuvor hatte er seit der WM in Deutschland nicht gespielt. Das war um so weniger erklärbar, weil die Mannschaft offensichtlich zu viele Chancen für Tore braucht.
    Anhänger des Hamburger SV indes werden sich wundern, dass Rafael van der Vaart im Nationalteam als Rechtsaußen eingesetzt wurde. Aber das hat auch damit zu tun, dass van Basten unbedingt mit drei Angreifern auflaufen will, von denen zwei als echte Außenstürmer agieren sollen. Der Trainer fühlt sich dem traditionellen niederländischen Stil verpflichtet, der vor allem von Johan Cruyff so donnernd gepredigt wird, als hätte der Fußballgott den Holländern aufgetragen für immer im 4-3-3-System zu spielen.


    Weil Siegelbewahrer Cruyff dafür gesorgt hat, dass van Basten überhaupt Nationaltrainer wurde, gilt der nun einigen als Marionette des Mannes aus Barcelona. Bekannt ist schließlich auch Cruyffs so exzentrisches wie beharrliches Leugnen der Qualitäten van Nistelrooys. Der bekannte niederländische Kolumnist Hugo Borst hatte daher von Nationaltrainer van Basten einen Akt der Emanzipation gefordert: "Van Basten muss ein für alle mal mit Cruyff brechen."


    Vorbild Deutschland


    Doch vielleicht wird dessen Bedeutung auch überschätzt, denn die Pragmatiker in den Niederlanden verteidigen den Bondscoach. Henk ten Cate, gerade als Trainer von Ajax Amsterdam zum FC Chelsea wechselt, sagt: "Denken die Menschen etwa, dass es mehr Spaß macht, sich Italien oder Frankreich anzuschauen? Das einzige Team, das momentan guten Fußball und Resultate kombiniert, ist Deutschland."
    Von der deutschen Mannschaft ist die niederländische derzeit numerisch sogar gar nicht so weit entfernt. Löws Team ist das beste in Europa, wenn man alle Partien seit der WM 2006 wertet, dann folgt schon Holland. Daher will der ehemalige Schalker Youri Mulder, der inzwischen als Analytiker beim Fernsehen arbeitet, auch gar nicht groß jammern: "In den letzten Jahren war es bei Oranje eigentlich immer ein Hängen und Würgen. Mit dem Unterschied, dass unter van Basten wenigstens die Ergebnisse stimmen."


    Auch die stets geforderte offensive Ausrichtung der Holländer stimmt, was handfestes Zahlenmaterial bestätigt. 16 Torschüsse gab die Nationalmannschaft im Schnitt der Spiele bei der EM-Qualifikation ab. Dieser Wert wurde nur von einem Team übertroffen, dem deutschen mit 16,4 Torschüssen. Bei den Bällen, die auch noch aufs Tor kamen und nicht vorbei gingen, liegen beide Mannschaften sogar mit jeweils 8,4 Torschüssen pro Spiel gleichauf - und Holland hatte nicht San Marino in der Gruppe. Und damit der Ball auch noch am Keeper vorbei ins Tor geht, dafür ist ja inzwischen wieder Ruud van Nistelrooy dabei.


    :D:D:D

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  • Botschafter Stein: "Deutschland hat mich enttäuscht"
    Er ist davon überzeugt, dass der Antisemitismus im Land zunimmt. Er behauptet, Berlin unternehme nicht genug gegen die iranische Bedrohung. Er befürchtet, dass die jungen Deutschen den Zusammenhang zwischen dem Holocaust und der Existenz des Staates Israel nicht verstehen. Der Israelische Botschafter in Deutschland, Schimon Stein, beendet seine Amtszeit in einem besorgten und pessimistischen Ton...


    Von Eldad Beck, Jedioth Achronoth v. 05.10.2007


    Sieben Jahre amtierte Schimon Stein als Botschafter Israels in Deutschland, und kurz bevor er Berlin verlässt, fasst er diese Jahre als „interessant, herausfordernd, produktiv und frustrierend“ zusammen. Warum frustrierend? „Weil unsere Bemühungen, der deutschen Öffentlichkeit zu erklären, was in Israel passiert und was die Gründe für unserer Reaktionen sind, nicht besonders erfolgreich waren.“


    Und Stein ist überhaupt nicht optimistisch. „Ich beobachte besorgt die Haltung der deutschen Öffentlichkeit zu Israel“, sagt er. „Wenn Meinungsumfragen eine Indikation für die Sinneshaltung sind, dann habe ich nur zu gut die Umfrage in Erinnerung, die die EU im Jahre 2003 durchführte. Deutschland zeichnete sich als das Land aus, das Israel und die USA als die Staaten betrachtet, die die größte Bedrohung für den Weltfrieden darstellen. Diese Umfrage deutete auf ein Symptom hin, das die Sinneshaltung der letzten Jahre zum Ausdruck brachte. Das Problem ist, auf welche Art Kritik an Israel geübt wird. In den letzten Jahren tauchte die Frage auf, ob der Staat Israel überhaupt legitim ist.“


    Der Pessimismus Steins kommt auch in einer Debatte zum Ausdruck, die vor einigen Wochen in Berlin stattfand und dem Dreieck der Beziehungen zwischen Deutschland, Israel und den USA gewidmet war. Die Äußerungen, die dort zu hören waren, sollten im Außenministerium in Jerusalem Alarm auslösen: Zum ersten Mal sei der Aufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen den beiden Staaten vor 42 Jahren, äußerten sich die Botschafter der beiden Staaten besorgt über die Zukunft dieser Beziehungen. „Die politischen Eliten in Deutschland erklärten im Verlauf der Jahre immer wieder ihre Verpflichtung zur Existenz und zur Sicherheit des Staates Israel“, sagt Stein. „Aber in der deutschen Öffentlichkeit gibt es ein großes Problem. Die Angehörigen der zweiten und dritten Generation, die nach dem Holocaust geboren sind, sehen keinen Zusammenhang zwischen der Existenz des Staates Israel und den Geschehnissen der Vergangenheit.“


    Auch der Deutsche Botschafter in Israel, Harald Kindermann, stellte eine große Diskrepanz zwischen der historischen deutschen Verpflichtung zu dem Kampf gegen Rassismus und Antisemitismus und dem Bewusstsein der deutschen Jugend für die Realität in Israel fest. „Für die Jugendlichen sind dies zwei Themen, die nichts miteinander zu tun haben. Dieser Zusammenhang ist verschwunden, und das ist ein Grund zur Sorge“, sagt er.


    Diese Äußerungen stellen die wiederholten Erklärungen der Entscheidungsträger in Jerusalem in Frage, die sagen, Deutschland sei der zweitwichtigste Verbündete Israels nach den USA und der beste Freund in Europa. Man sollte diese Erklärungen unbedingt einer erneuten Überprüfung unterziehen: Umfragen, die in den letzten Jahren in Deutschland veröffentlicht wurden, weisen auf eine konstante Verschlechterung der deutschen Öffentlichkeitsmeinung zu Israel hin. Um es noch genauer zu sagen: Die Meinung der Deutschen zu Israel ist heute eine der schlechtesten in ganz Europa. Über 50% der Deutschen werten Israel als die größte Bedrohung für den Weltfrieden, und über ein Drittel vergleicht zwischen den Aktionen Israels in den Gebieten und den Verbrechen der Nazis.


    Und was tut das israelische Außenministerium, um dies zu ändern? Nicht viel. Im Gegenteil: Man kann hier durchaus von Vernachlässigung und Versäumnissen sprechen: Hohe Ämter in der Botschaft in Berlin sind seit langem unbesetzt, da sich keine geeigneten Kandidaten finden lassen. Schon seit einem Jahr hat die Botschaft keinen Sprecher. Botschafter Stein verlässt Berlin nächste Woche, und sein Nachfolger, Yoram Ben-Ze’ev, wird sein Beglaubigungsschreiben erst in etwa zwei Monaten vorlegen. In der Botschaft gibt es keinen Verantwortlichen für Öffentlichkeitsarbeit. Die Schlussfolgerung lautet also, dass Israel Deutschland nicht ernst genug nimmt, und die Warnungen vor einer Verschlechterung unserer Position fallen auf taube Ohren.


    All dies lässt die siebenjährige Amtszeit Botschafter Steins in Deutschland mit einem Missklang enden. Stein diente in Berlin sowohl deshalb so lange, da sich kein geeigneter Nachfolger für ihn finden ließ, als auch wegen seiner ausgezeichneten Beziehungen zur deutschen Führung, vor allem zu Bundeskanzlerin Angela Merkel. Stein erkannte ihr Potenzial schon, als viele sie noch als ein Kurios betrachteten. Schon als sie als Oppositionsführerin fungierte, entwickelte er enge Beziehungen zu ihr, und Gerüchten zufolge trafen sich die Kanzlerin, ihr Mann und der Botschafter oft zu privaten Abendessen, bei denen sie selbst kochten.


    Diese Gerüchte wurden niemals offiziell bestätigt, aber es steht außer Frage, dass Merkel den Botschafter sehr schätzt, was sie auch bei dem Abschiedsempfang zum Ausdruck brachte, den sie vor kurzem ihm zu Ehren gab. Zahlreiche Vertreter der deutschen Politik und der Medien waren bei dem Empfang anwesend (Altbundeskanzler Gerhard Schröder glänzte durch Abwesenheit), es gab jedoch einige, die spöttisch bemerkten, viele seien nur deshalb gekommen, um sicherzustellen, das Stein auch tatsächlich geht. Im Verlauf seiner Amtszeit erregte er des Öfteren den Zorn von Politikern und Journalisten, dies wegen der Kritik, die er am Verhalten Deutschlands zu Israel übte. Deutschland hat es nicht besonders gerne, wenn man es kritisiert.


    Aber selbst die schärften Kritiker des erfahrenen, 59-jährigen Diplomaten, der seine Karriere in der Forschungsabteilung des Außenministeriums begann, schätzen seine brillante analytische Begabung. Sie geben auch zu, dass die Jahre, in denen er als Botschafter in Deutschland amtierte, nicht gerade einfach waren: Es waren Jahre des Hasses gegen Israel wegen der zweiten Intifada und des Libanonkrieges, Jahre des Antisemitismus, der sich wieder schamlos präsentiert, Jahre, in denen sich der neonazistische Strom einen Platz in der deutschen Öffentlichkeitsmeinung schuf. „Es fällt mir schwer, diese sieben Jahre zu verdauen“, sagt Stein.


    Glauben Sie, dass sich die negative Einstellung zu Israel auf eine vorübergehende Sinneshaltung stützt, oder handelt es sich um eine tiefer gehende Erscheinung?


    „Ich nehme an, dass wir Probleme zu erwarten haben, solange der israelischpalästinensische
    Konflikt der wesentliche Aspekt des Israelbilds in der deutschen Öffentlichkeit bleibt. Ich vergleiche Europa und Deutschland mit einer Insel, die von der Realität abgeschnitten ist. Deutschland lebt seit 60 Jahren in Frieden mit seinen Nachbarn und wertet den Krieg nicht mehr als Mittel, mit dem die Realität geändert werden kann. Deutschland trägt auch das Thema Menschenrechte in seinem Banner. Es fällt Deutschland schwer, sich in unsere Lage zu versetzen.


    Darüber hinaus gelten wir nicht überall als Teil des Westens. Nicht überall ist man sich bewusst, dass Israel eine Demokratie ist, die um ihre Existenz kämpft. Man ist auch schon müde, auf eine Lösung des Nahostkonflikts zu warten, die einfach nicht kommen will. Man entwickelt eine Denkweise über uns, die Anlass zur Sorge gibt. Wir müssen über neue Wege nachdenken, wie unser Dialog mit Europa in Zukunft gestaltet wird.“


    In Israel ist man über die deutsche Haltung zum iranischen Problem ziemlich enttäuscht. Das deutsche Außenministerium hat es nicht eilig, Sanktionen gegen den Iran zu verhängen, während andere deutsche Stellen die Investitionen dort nach wie vor fördern.


    Stein teilt diese Enttäuschung. „Bei dem Thema Iran geht es um das Resultat. Und das Resultat, dem wir alle verpflichtet sein sollten, lautet zu verhindern, dass der Iran nukleares Potenzial erhält. Ich glaube, es ist uns gelungen, den Deutschen das Gefühl zu vermitteln, dass es sich hier nicht um ein ausschließlich israelisches Problem handelt, sondern um eine globale Bedrohung. Das Problem ist, dass diese Bedrohung in Deutschland als theoretisch gewertet wird, und deshalb ist es schwierig, der deutschen Öffentlichkeit das Bewusstsein zu vermitteln, dass eine iranische Atombombe weit reichende globale Konsequenzen mit sich ziehen würde.“


    Die Reaktion Deutschlands auf die Holocaustleugnung Ahmadinedschads befriedigte Stein nicht. Die deutsche Regierung verurteilte die Äußerungen zwar, machte sich jedoch nicht die Mühe, den Botschafter aus Teheran abzuziehen. „Man hätte weitaus schärfere Verurteilungen erwarten können“, sagt Stein. „Ich erwartete auch konkrete Maßnahmen, die blieben jedoch aus.“


    Vielleicht trifft also die Annahme, Deutschland sei ein treuer Verbündeter Israels, gar nicht zu?


    „Die deutschen Regierungen der letzten Jahre erklären konsequent ihre Verpflichtung zur Existenz und Sicherheit Israels. Auch die Unterstützung, die wir in der EU von Deutschland erhalten, ist konstant. All dies wird jedoch von der Verschlechterung in der Öffentlichkeitsmeinung überschattet. In den letzten sieben Jahren setzt sich die abnehmende Tendenz in der Unterstützung Israels fort, die in den 80-er Jahren begonnen hat. Aber man sollte die Proportionen nicht verlieren: Was die Außenpolitik betrifft, gibt es immer eine Diskrepanz zwischen den Entscheidungsträgern und der Öffentlichkeit.“


    Muss jedoch nicht befürchtet werden, dass diese Diskrepanz die Politiker letzten Endes dazu verpflichten wird, die Linie der Öffentlichkeit zu übernehmen, die nicht mit Israel sympathisiert?


    „Diese Gefahr besteht. Sollte die Tendenz anhalten, wird die Politik sich anpassen müssen. Ich glaube, dass wir einen Dialog eröffnen müssen. Mein Gefühl ist, dass wir uns auf dem Weg von Monologen befinden, die eine Funktion verschiedener kollektiver Biographien sind. Es müssen Lehren gezogen werden, und man muss sich anpassen. Wir müssen weitaus aktiverer Aufklärungsarbeit betreiben. Wir investieren auf diesem Gebiet in Deutschland und Europa viel zu wenig. Wir müssen weitaus größere Bemühungen starten und viel mehr Mittel in Aufklärungsarbeit, in Kultur, Jugendaustausch und in die Beziehungen mit den Gewerkschaften und den Kirchen investieren. Der Dialog zwischen Staaten ist ein Dialog zwischen Generationen. Wenn wir nicht genug in die Entwicklung der Beziehungen zur jungen Generation investieren, dann war alles, was in den letzten Jahren getan wurde, umsonst. Die israelisch-deutschen Beziehungen sind keine automatischen, selbstverständlichen Beziehungen. Nicht alles, was einmal war, gilt auch für heute. Wir können die Beziehungen nicht weiterhin nur auf die Vergangenheit stützten. Wenn wir keine gemeinsamen Themen für die Zukunft finden, werden die Beziehungen ihre Besonderheit und ihre Bedeutung verlieren.“


    Vor Kurzem wurden in Deutschland Forderungen laut, die „besonderen Beziehungen“ in Frage zu stellen, die Deutschland aufgrund der Verantwortung für den Holocaust zu Israel entwickelt hat. Diese Forderungen, die sogar innerhalb der jüdischen Gemeinde laut werden, fanden ein starkes Echo. Unter anderem forderten intellektuelle Kreise, es den Deutschen „endlich“ zu ermöglichen, Kritik an Israel zu üben, ohne von Schuldgefühlen eingeschränkt zu sein. Stein hofft, dass diese Erscheinung nicht zunimmt und die Beziehungen zwischen den beiden Staaten erschüttert. „Unkraut gibt es in jeder Gesellschaft“, sagt er. „Auch in der jüdischen Gemeinde. Es gab schon immer umstrittene Haltungen zum Staat Israel. Deshalb würde ich nicht vom Beginn einer Tendenz sprechen. Die Haltungen von Randgruppen sollten uns nicht aus der Ruhe bringen.“


    Handelt es sich hier nicht um den Wunsch, sich von der Last der Vergangenheit zu lösen?


    „In der deutschen Gesellschaft gab es aufgrund der Vergangenheit eine Reihe von Themen, die tabu waren, und über diese Themen wurde nicht diskutiert. Viele dieser Themen, die unter dem Teppich gekehrt worden waren, traten nach der Wiedervereinigung Deutschland plötzlich ans Licht. Daneben gibt es natürlich den Prozess des Generationswechsels. Dennoch sehe ich nicht, dass sich die politische Elite von der Vergangenheit lösen will. Ich sehe den Versuch, Themen zur Diskussion zu bringen, wie z.B. das deutsche Leid während des 2. Weltkriegs oder die Vertriebenen aus dem Osten. Dagegen ist nichts einzuwenden. Das ist Teil der Diskussion, die die deutsche Gesellschaft führen muss, aber diese Diskussion muss in einem richtigen, historischen Rahmen stattfinden, und das ist nicht immer der Fall.“


    Was halten Sie von der Diskussion über das Recht der Deutschen, Kritik an Israel zu üben


    „Das ist eine künstliche Diskussion. Schon Ende der 60-Jahre wurde in Deutschland scharfe Kritik an Israel geübt. Es wurde sich mit diversen nationalen Befreiungsbewegungen identifiziert, darunter auch die palästinensische, und viele werteten Israel als Teil des westlichen Imperialismus. Kritik an Israel ist – auch in Deutschland- legitim, solange sie konstruktiv ist. Die Kritik verliert ihre Legitimität dann, wenn sie eine Dämonisierung Israels herstellt: Wenn sie die israelische Politik mit den Verbrechen der Nazis vergleicht; Wenn sie versucht, gewisse Maßstäbe für Israel und andere Maßstäbe für den Rest der Welt aufzustellen; wenn sie das Existenzrecht Israels als jüdischer Staat in Frage stellt. All das konnten wir leider in den letzten Jahren beobachten.“


    Es fällt schwer, in diesem Zusammenhang nicht den Begriff „Antisemitismus“ zu benützen.


    „Das ist richtig. Dies fällt unter den Begriff ‚Antisemitismus’, denn es wird hier zwischen der israelisch-jüdischen Öffentlichkeit und der anderen Öffentlichkeit differenziert. Diskriminierung auf rassistischer, politischer oder gesellschaftlicher Basis- das ist Antisemitismus.“


    Gibt es heute mehr Antisemitismus in der deutschen Gesellschaft als früher?


    „Es gab auch früher schon Umfragen, die ergaben, dass es in 20% der deutschen Gesellschaft latenten Antisemitismus gibt. Es handelt sich hier nicht um eine neue Erscheinung, sondern um die Fortsetzung einer Sinneshaltung. Die politischen Erfolge der Neonazis zeigen, dass die Erscheinung in den letzten Jahren zunimmt. Es gibt auch Umfragen, die darauf hinweisen, dass es in Teilen der deutschen Bevölkerung Stereotypen über die Juden gibt. Der Jude gilt als Agent der Globalisierung. In Zeiten der Angst, der Befürchtungen oder der Unklarheit sucht man stets nach einem Sündenbock. Der Antisemitismus ist Teil Europas und der westlichen Zivilisation. Und
    Deutschland wird wegen seiner Vergangenheit besonders scharf unter die Lupe genommen.“


    Und dennoch- die Neonazis sitzen heute in einigen Landtagen. Man nimmt an, dass sie in einigen Jahren auch im Bundestag vertreten sein werden.


    „Das ist tatsächlich sehr beunruhigend. Anti-demokratische Haltungen werden heute eher akzeptiert, und anti-demokratische Faktoren werden in die Parlamente gewählt. Die deutsche Gesellschaft muss sich fragen, wie es dazu kommen konnte und wie diese Tendenz gestoppt werden kann. Das letzte Wort ist noch nicht gefallen. In der Annahme, dass die Tendenz anhält, könnte es passieren, dass eine anti-demokratische Partei in den Bundestag einzieht. Das ist durchaus möglich. Wurde alles unternommen, um dies zu verhindern? Ich bin nicht sicher, aber es leuchten genügend Alarmsignale auf.“


    Sind Sie dafür, dass die NPD für verfassungswidrig erklärt wird?


    „Das ist eine intern-deutsche Angelegenheit und deshalb möchte ich nicht dazu Stellung nehmen, vor allem, da ich nicht sicher bin, ob dies das Problem lösen würde. Die Neonazis sind eine Erscheinung, die eine breit angelegte Wurzelbehandlung erfordert. Sie für verfassungswidrig zu erklären, sollte nicht der einzige Aspekt dieser Behandlung sein. Es gibt hier keine Zauberformel.“

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  • Und ich dachte schon, Dir wären die Zitate ausgegangen...so kann man sich täuschen.
    Wenigstens einen Vorteil gegenüber Deinen selbsterschaffenen Beiträgen haben die Zitate: Es gibt wesentlich weniger Rechtschreibfehler zu bemängeln... :D

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Und ich dachte schon, Dir wären die Zitate ausgegangen...so kann man sich täuschen.
    Wenigstens einen Vorteil gegenüber Deinen selbsterschaffenen Beiträgen haben die Zitate: Es gibt wesentlich weniger Rechtschreibfehler zu bemängeln... :D</span><br>-------------------------------------------------------


    Seit wann geht es in den Foren um Rechtschreibfehler? Wenn hier soviel Wert, darauf gelegt wird, bitte.


    Im Übrigen werden mir die Zitate niemals ausgehen. :D:D:D

    0

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Und ich dachte schon, Dir wären die Zitate ausgegangen...so kann man sich täuschen.
    Wenigstens einen Vorteil gegenüber Deinen selbsterschaffenen Beiträgen haben die Zitate: Es gibt wesentlich weniger Rechtschreibfehler zu bemängeln... :D</span><br>-------------------------------------------------------


    Seit wann geht es in den Foren um Rechtschreibfehler? Wenn hier soviel Wert, darauf gelegt wird, bitte.


    Im Übrigen werden mir die Zitate niemals ausgehen. :D:D :D</span><br>-------------------------------------------------------


    Eine fehlerfreie deutsche Rechtschreibung erleichtert das Lesen mancher Beiträge ganz ungemein und kann ein wenig über den Inhalt dieser hinwegtäuschen...


    Ich ahnte es...

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Wenn man einen Mohrenkopf ( oooops... :-[ , meine natürlich eine mit Schokoladenguß überzogene Eischnee-Zucker-Süßware !!! ) auf einen Teller in die Mikrowelle stellt und das Gerät bei voller Leistung einschaltet, kann man genau das beobachten, was aus einem kleinen mückigen Zweizeiler aus nem DFB-Juniorentagesbericht und der ach so nützlich-wichtigen Reaktion ( und allen anderen folgenden) des Zentralmoralüberwachungsrates geworden ist.
    Ein geradezu klassisches Beispiel für die heutige Medien- und Politiklandschaft :
    Anstatt sich wirklich wichtigen Dingen zuzuwenden, werden aus Läusen Elefanten gebastelt und mit dem Anstrich der Hochmoral aufgeblasen und verziert...</span><br>-------------------------------------------------------


    Es fängt mit Kleinigkeiten an, darum ist schon ein frühzeitiges Einschreiten notwendig:


    Aus der SZ vom 8.09.2007
    Messerattacke auf Frankfurter Rabbiner


    Charlotte Knobloch ist "schockiert und wütend"
    Ein südländisch aussehender Mann hat einen 42 Jahre alten Rabbiner in der Frankfurter Innenstadt niedergestochen. Der Zentralrat der Juden reagierte bestürzt.
    Der Messerangriff auf einen Rabbiner auf offener Straße in Frankfurt hat Bestürzung beim Zentralrat der Juden und intensive Ermittlungen der Polizei ausgelöst. Rund 24 Stunden nach dem Vorfall hat die Fahndung nach dem Täter noch keinen Erfolg gebracht. Man setze auf die Hilfe mehrerer Zeugen, sagte ein Polizeisprecher am Samstagabend. Zu Details wollte er sich nicht äußern.


    Der 42 Jahre alte Rabbiner der Frankfurter Jüdischen Gemeinde war am Freitagabend auf einem Gehweg in der Innenstadt im Ortsteil Westend von einem Unbekannten mit einem Messerstich in den Bauch verletzt worden. Der Täter habe den eine jüdische Kopfbedeckung tragenden Geistlichen mit arabisch klingenden Worten angesprochen. Als der Rabbiner die Worte nicht verstand und nachfragte, habe der südländisch aussehende Mann auf Deutsch eine Todesdrohung ausgestoßen.


    Nach Angaben der Polizei ist der Zustand des inzwischen operierten Rabbiners stabil. Lebensgefahr bestand laut Ärzten zu keinem Zeitpunkt. Die Polizei geht bisher nicht von einem gezielten Anschlag aus, sondern von einem "spontanen, zufälligen Zusammentreffen" zwischen Täter und Opfer.


    Der Verletzte schaffte es noch selbst zum nächsten Krankenhaus


    Der Rabbiner war mit zwei Bekannten in der Stadt unterwegs, als der Täter ihm mit zwei Begleiterinnen entgegentrat. Nach dem Angriff flüchteten der Messerstecher und die Frauen in unterschiedliche Richtungen.


    Der Verletzte konnte selbst ein nahe gelegenes Krankenhaus aufsuchen. Die Staatsanwaltschaft setzte am Samstag eine Belohnung von 2000 Euro für Hinweise zur Aufklärung der Tat aus.


    Hessens Ministerpräsident Roland Koch (CDU) nannte die Messerattacke eine "perfiden Tat, die wir nur mit Entsetzen und Empörung aufnehmen können und auf das Schärfste verurteilen". Zugleich äußerte der Regierungschef die Hoffnung, "dass der Rabbiner schnell und vollständig genesen möge und es gelingt, den Täter so schnell wie möglich zu fassen".


    Charlotte Knobloch reagierte bestürzt


    Die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, reagierte bestürzt. "Ich habe das Opfer bereits im Krankenhaus besucht und bin schockiert und wütend. Unsere Gedanken sind bei dem Verletzten und seiner Familie", sagte sie am Abend.


    Angesichts der sich häufenden Gewaltakte gegen Minderheiten hierzulande "muss man sich fragen, ob die Diskussion um No-go-Areas zwischenzeitlich nicht auch auf andere Teile in der Bundesrepublik als nur den Osten ausgeweitet werden muss".


    Der Vizepräsident des Zentralrats, Dieter Graumann, sagte: "Zwar lehnen wir einen pauschalen Generalverdacht gegen Muslime ab, denn die Mehrheit der Muslime in Deutschland verurteilt Gewaltakte im Namen des Islam. Aber führende Vertreter muslimischer Verbände müssen sich fragen lassen, was sie konkret gegen Hassprediger und die wachsende Radikalisierung unter jungen Muslimen hierzulande unternehmen." Graumann kommt ebenfalls aus Frankfurt. Die traditionsreiche jüdische Gemeinde in der Main-Metropole gehört zu den größten in Deutschland.




    Und noch ein Zitat:


    Der Trainer von Kirjat Schmone, Ran Ben Schimon besteht auf einer Trennung von Sport und Politik. Das sei die Grundidee der olympischen Spiele. Ben Schimon macht zwar die Einschüchterungskampagne des Iran und dessen Feindseligkeit gegen Israel verantwortlich. Doch bei einem Mitglied der Nationalmannschaft bei der Bundesliga hätten sportliche Motive überwiegen müssen. Seinem Kommentar in der Zeitung fügte er eine persönliche Anmerkung an: „Ashkan, ich heiße Ran, bin ein stolzer Jude, und bin bereit, jederzeit gegen Dich zu spielen, denn ich bin mit Menschenliebe aufgewachsen und nicht mit Hass.“

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">


    Es fängt mit Kleinigkeiten an, darum ist schon ein frühzeitiges Einschreiten notwendig </span><br>-------------------------------------------------------
    Stimmt, das hat Franz-Josef Strauß vor 30 Jahren auch schon bemerkt....


    Ansonsten kannst du mir (ohne Entschuldigung) mit deinen ellenlangen Litaneien vorerst gestohlen bleiben.
    Es gibt (und das habe ich glaube ich wirklich deutlich gemacht...) aus meiner Sicht keinen Grund, wg. der Dejagah-Story hier so nen Aufwisch zu machen und die Beweggründe für die Wichtigkeit des Zentralrates der Juden und die Bedeutung Israels für Deutschland und den Rest der Welt ermüdend aufzuführen; dies auch noch in einem thread über den DFB ...
    Mittlerweile mache ich mir aber keine Hoffnungen mehr, daß du das noch kapierst...


    Weiß nicht, wie die Kollegen das hier sehen, aber ich finde, das gehört in dieser Form nicht hier her; von mir aus gerne in nem eigenen thread.
    Da kannst dann auch mal mit Angehörigen des Weißen Ringes diskutieren, wer schon alles in Frankfurt niedergestochen wurde, ohne daß es Frau Knobloch und der Lügenkoch "schockierend" und "entsetzlich perfide" fanden...
    Trotzdem mein Mitgefühl und die besten Genesungswünsche für den bedauernswerten Rabbiner an dieser Stelle.
    Was den Täter betrifft :
    Die Tat geschah an meinem Geburtstag, den ich mit und unter Zeugen gefeiert habe.
    Brauchst mich also nicht zu verdächtigen.


    Ach nee.. stimmt gar nicht ... der Zeitungsartikel ist so datiert... die Tat also min. ein Tag vorher.
    Da hab ich aber Kuchen gebacken und vorgekocht; alleine *schwör*.

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">
    du sagst wenn es ihm was bedeutet staatsbürger von deutschland zu sein! lol da muss ich lachen der spielt wohl für deutschland weil er sich dadurch besser verkaufen kann wie auch klose, poldi, asamoah.
    die heutigen sogenannten nm-teams sind für mich eh nix wert. wenn im deutschen nm team ein miroslav, gerald, kheidira...spielen. das ist nicht nur im deutschen team so sondern in den meisten.
    das ist nun mal meine meinung dazu.</span><br>-------------------------------------------------------


    :x


    Wenn diese Leute in Deutschland aufgewachsen sind, dort die Schule besucht haben, den deutschen Pass haben und "deutsch" denken, dann dürfen diese auch für die deutsche NM spielen. Da ist der Name oder die Hautfarbe egal. Ok, für dich nicht, das verstehen wir jetzt 8-)


    Was ich nicht gutheiße, ist das schnelle Einbürgern von Spielern wie Rink und Co.. Dass du jedoch das deutsche NM-Team als "nix wert" bezeichnest, wegen Spieler aus nicht deutscher Abstammung, ... wie ist bitte schön deine politische Neigung ? 8-)</span><br>-------------------------------------------------------
    ich habe ja erwähnt das es so bei den meisten nm ist, nicht nur bei deutschland. das ist halt meine meinung die ich vertrette. ich habe nix gegen einen klose, asamoah.....im gegenteil. nur sieht das zeug nicht nach ner nm aus. frankreich wohl das beste beispiel.</span><br>-------------------------------------------------------


    Und was ist mit den Franzosen ?


    Nenn mir mal die Spieler, die in deinen Augen nicht zur franz. NM passen und nenn doch mal bitte den Grund.</span><br>-------------------------------------------------------
    trezeguet!!! beide eltern teile argentinier und ich glaube sogar er wurde auch in argentinien geboren.
    higuain hat die richtige wahl getroffen nicht für frankreich zu spielen sondern für argentinien. sollte eigentlich normal sein aber in der heutigen welt ist es leider nicht so.

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