WM Finale: Deutschland - Argentinien 1:0 n.V.

  • Bei Eriksson z.B. wäre ich guter Dinge.


    Oder bei Norbert Hauata (Tahiti). :D:D:D


    Nee, im Ernst...sind ja nicht alle Schiris schlecht...auch Mazic (Srb) oder Osses (Chl) hätte ich sofort genommen.


    Aber es gbit eben auch Schiris, bei denen weiß man schon a priori, dass man gegen 12 spielen muss...

  • Da musste ich auch lachen. Frage war nach dem argentinischen Papst, der den Gauchos Beistand von oben bringen soll. :D


    Dabei gibt es ja auch noch einen deutschen Papst. ;-)

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  • Hoffnung auf WM-Sieg: Adidas druckt deutsche Trikots mit viertem Stern


    Vom vierten WM-Titel trennt das deutsche Team noch ein Spiel. Ausrüster Adidas hat bereits Trikots mit einem zusätzlichen Stern gedruckt. Doch gewinnen wird der Sportartikelhersteller auch bei einem Triumph der Argentinier.


    Bundestrainer Joachim Löw spielte den Favoritenstatus Deutschlands sogar nach dem Triumph gegen Brasilien noch herunter, doch Adidas Chart zeigen stellt sich bereits auf den vierten Weltmeistertitel für Deutschland ein - und hat einige Trikots bereits mit einem zusätzlichen Stern bedruckt: "Wir haben immer an den vierten Stern geglaubt und uns bereits lange vor der Weltmeisterschaft auf unterschiedliche Szenarien vorbereitet", sagte ein Sprecher SPIEGEL ONLINE.


    Laut Firmenkreisen hat der Sportartikelhersteller einige Trikots bereits bedruckt, bei einem deutschen Sieg werden in den Fabriken in China weitere mit einem vierten Stern hergestellt.
    Adidas ist Ausrüster der deutschen Fußballnationalmannschaft und rechnet mit einem Absatz von acht Millionen Trikots in diesem Jahr, eineinhalb Millionen mehr als 2010. Deutsche Trikots machen ein Viertel der verkauften Trikots aus, obwohl Adidas insgesamt neun WM-Teams ausrüstet.


    Mit den frischen Weltmeistertrikots will Adidas den Verkauf in Deutschland noch einmal anheizen: "Wir sind für den Erfolgsfall vorbereitet. Erste Trikots mit dem vierten Stern sind bei einem möglichen Titelgewinn der deutschen Nationalmannschaft im Laufe der nächsten Woche im Handel erhältlich", sagte der Sprecher.


    Gewinnen wird der Herzogenauracher Konzern am Sonntag aber in jedem Fall: Auch das argentinische Team trägt Adidas-Trikots, die auch binnen weniger Tage mit einem dritten Stern bedruckt werden können.


    http://www.spiegel.de/wirtscha…ertem-stern-a-980518.html


    Hach ja, hoffentlich behalten sie recht und wir holen uns endlich das Ding :)

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  • Was für eine Farce. ADIDAS druckt doch auch argentinische Trikots mit dem dritten Stern. Wollen wir wetten, dass beide Teams schon alles an Fanartikel von ADIDAS geliefert bekommen haben für den Fall aller Fälle. Wollen wir wetten, dass die PR-Abteilung von ADIDAS schon Trailer am Start hat, um das Aushängeschild Messi zu feiern und somit wieder über CR7+Nike siegen zu können.
    Der PR&Marketing-Abteilung von ADIDAS ist der Sieg von Argentinien (oder besser Messi) garantiert wichtiger. Messi spielt mehr Kohle ein als die deutsche NM. Also die können sich den Mist an Propaganda sparen. :D

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  • Sehr guter Artikel von Michael Horeni in der heutigen FAZ bezüglich der zuvor bei früheren Turnieren von Löw so sträflich vernachlässigte Wertlegung in der Trainingsarbeit auf Standards


    Ich kopiere gerade mal eben die entsprechenden Passagen aus dem Artikel
    http:// http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball-wm/deutsches-team/weltmeisterschaft-drei-gruende-fuer-den-siegeszug-der-nationalelf-13038951.html


    Neue deutsche Standards


    Erstens: Standards. Seit 2006 war dieses Thema über Jahre hinweg der running gag im Nationalteam. Alles wurde trainiert und optimiert, verbessert und verfeinert - nur die klassischen Eck- und Freistoßsituationen fielen regelmäßig in der Vorbereitungszeit hinten runter. Von 2004 bis 2006 klagten Klinsmann und Löw, dass sie so sehr an den Grundlagen arbeiten müssten, dass dafür leider keine Zeit bleibe. Daran änderte sich in fast zehn Jahre nichts - bis kurz vor der WM. 2008 legte Löw den Schwerpunkt auf die taktische Arbeit. 2010 musste sich das junge Team ohne Ballack zusammenfinden. 2012 war die Vorbereitungszeit extrem zerrissen. Aber: Wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg. Und noch mehr als die Zeit fehlte der Wille.


    In den vergangenen Jahren erschienen Standards wie das ungeliebte Kind im schönen deutschen Fußball. Mit spielerischen Lösungen zum Erfolg zu kommen galt Löw als deutlich wichtiger und erstrebenswerter als über die schlichte, altdeutsche Variante. Allein dieser Begriff: ruhende Bälle. Das war etwas, was schon semantisch nicht ins Konzept passte, das die ständige Bewegung in den Mittelpunkt stellte, die kurzen Kontaktzeiten, die Beschleunigung. Und hatten der FC Barcelona und Spanien, die großen Vorbilder, nicht nahezu vollständig darauf verzichtet, eine Ecke hoch in den Strafraum zu schlagen? Ecke, Tor - das waren für Löw so etwas wie Tore zweiter Klasse. Lange Kerls, die durch den Strafraum fliegen und den Ball mit dem Kopf wie einen Kasten Bier ins Tor wuchten, versprachen keinen Gewinn, weder sportlich noch ästhetisch.


    Und so ließ Löw diese grundlegenden Dinge auch nicht trainieren. Man machte sich im Trainerteam daraus sogar einen Spaß, und Löw wettete irgendwann sogar gegen seinen Assistenten Flick um einen guten Rotwein, dass die deutsche Mannschaft aus Standardsituationen kein Tor erzielen werde.
    Profane Seite des Fußballs


    Aber irgendwann ließ sich die Erkenntnis nicht mehr leugnen, dass diese profane Seite des Fußballs auch eine unleugbaren Vorteil besitzt: Auch Tore der Economy Class zählen. Selbst auf höchstem Niveau. Carles Puyol etwa beförderte die Spanier gegen Deutschland mit einem Kopfball nach einer Ecke ins WM-Finale 2010. Drogba entriss dem FC Bayern die Champions League „dahoam“ 2012 auf diese Weise. Real Madrid zerlegte die Guardiola-Bayern vor wenigen Wochen nicht zuletzt durch Kopfball-Tore von Ramos nach Standardsituationen. Und nach dem Confed Cup 2013 kehrte auch Löws Chefscout Urs Siegenthaler mit der Analyse zurück, dass Standardsituationen zum Erfolgsrezept der Brasilianer gehörten.


    Flick, der selbsternannte Freistoß- und Eckenbeauftragte der deutschen Mannschaft, drang nun mit seinem Lieblingsthema leichter durch. Immer wieder habe er Löw auch vor dem Turnier an die Bedeutung der ruhenden Bälle erinnert, sagte der künftige DFB-Sportdirektor in diesen Wochen. Und irgendwann hörte man dann auch von Löw: „Das ist ein wichtiges Thema. Standards haben Gewicht.“ Flick leitete zunächst im Trainingslager in Südtirol die Spieler an der Taktiktafel an, dann wurde auf dem Platz geübt, geprobt und getestet. Aber selbst vor der WM war bei Löw eine gewisse Skepsis gegenüber ruhenden Bällen noch immer herauszuhören. „Wir haben das geübt und Trainingszeit dafür geopfert“, sagte der Bundestrainer. Aber er ließ Flick und die Spieler gewähren.
    Eigenständige Spieler


    Und die Profis hatten offenbar nicht das Gefühl, dass sie Zeit opferten, sie hatten bei der Entwicklung der Standards auch eine Menge Spaß - und die richtigen Leute. Sie machten daraus regelrecht Wettbewerbe um die besten Varianten. „Wir bringen unsere Ideen ein“, sagte Toni Kroos, der große Spezialist für ruhende Bälle (der verletzte Marco Reus wäre der andere Experte gewesen). Bei Freistößen wollten sie den Gegner durch unorthodoxe Varianten überraschen, das führte dann auch zum merkwürdigen Stolper-Trick von Thomas Müller gegen Algerien. Aber selbst im Nachhinein fand Müller diese missglückte Variante gut. Kroos hätte den Ball ein bisschen höher lupfen müssen, um die Mauer zu überwinden, sagte Müller. Nun sind Standards wieder eine deutsche Waffe. „Wir analysieren die Gegner gut. Es ist wichtig, dass unsere Standards fruchten. Das hat man heute beim 1:0 wieder gesehen“, sagte Klose nach dem 7:1 gegen Brasilien.


    Der Führungstreffer von Müller war schon der fünfte deutsche Treffer nach Standardsituationen bei der WM. Erst traf Hummels mit dem Kopf zum 2:0 beim Auftakt gegen Portugal, dann Klose zum 2:2 gegen Ghana und Müller zum 1:0 gegen die Vereinigten Staaten jeweils nach einer Ecke - und wiederum Hummels zum 1:0-Sieg im Viertelfinale über Frankreich nach einem Freistoß von Kroos. Der neue Wert der Standards ist damit das auffälligste Symbol für die neue Sachlichkeit, die das Team von Löw in Brasilien prägt.

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  • Las ich übrigens heute in der Zeitung. Wollte ich euch nicht enthalten:


    Oranje-Fan Marcel zieht deutsches Trikot an


    Marcel (30) aus Nieuwegein ist schon wieder rum. Die Enttäuschung ist vorbei, der Blick ist wieder auf die Zukunft. Das Finale steht an und Deutschland spielt, sein zweites Land. "Die Rivalität von früher verstehe ich nicht, aber vielleicht bin ich dafür auch zu jung. Schau mal wie Deutschland spielt. Das ist einfach toll!"


    Nun hat Marcel aber schon was mehr Zeit gehabt um sich als Deutschland-Fan zu zeigen, denn er führt der einzig echten niederländischen Fanclub von Bayern München seit einige Jahren. "Ich fliege regelmässig hin und her um meinen Verein spielen zu sehen. Vielleicht bin ich darum auch nicht objektiv, wenn es zum Thema deutsches Fußball kommt. Aber echt, schaut es Sonntag an, die Jungs werden wieder schönes Fußball spielen. Ich werde geniessen."