• Zumal USA und Frankreich nochmal eine andere Liga sind.

    Das hab eich auch gedacht: das war richtig, richtig guter Fußball, von beiden Teams. Da sind wir zZt sehr weit weg von; allerdings Holland und Schweden auch. Schade, das war wohl eigentlich wirklich das Endspiel.

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  • Ich hab nix gegen Frauenfußball und verfolge ja auch regelmässig die Spiele unserer Bayern-Frauen, aber dieses aktuell penetrant geäusserte Anspruchsdenken finde ich gleichermaßen unpassend wie anmaßend.


    Ich behaupte keine einzige Frauenabteilung der Männer-BuLi-Vereine ist auch nur ansatzweise rentabel. Das die Damen quer durch die Republik die hochmodernen Trainingsanlagen nutzen, professionell ausgestattet und medial präsentiert werden, Trainingslager im Ausland abhalten, etc ist samt und sonders für alle Vereine ein Zuschussgeschäft das man sich leisten können muss und will. In vielen anderen Randsportarten müssen die Aktiven ihre Ausrüstung, Reisen, etc komplett allein bezahlen wenn sie nicht gerade zur Weltspitze gehören und so vielleicht einen Sponsorenvertrag an Land ziehen.


    Trotz allem künstlichen Hype seit 2011 sind die Zuschauerzahlen der 1. und 2. Liga weiterhin erbärmlich. Die Akzeptanz für die Frauen-Abteilung endet in dem Moment, wo der dringend benötigte neue Stürmer für den Männerkader nicht verpflichtet werden kann, weil die Damen mit Summe X bezuschusst werden müssen. In Zeiten wo selbst der FC Bayern Spieler verkaufen muss um den Kader konkurrenzfähig zu halten, ist eine Frauenabteilung auf Bundesliganiveau purer Luxus.


    Etwas mehr Dankbarkeit und Demut würde der einen oder anderen Dame gut zu Gesicht stehen.

  • Keine Ahnung, ob sie dankbar sein müssen.


    Aber für mein Empfinden wird das Ereignis in ARD/ZDF zu sehr gehypt. Im Sinne einer falsch verstandenen Gleichberechtigung.


    Die Berichterstattung steht einfach in keinem nachvollziehbaren Verhältnis zum Interesse am Frauenfußball in Deutschland. Kommt mir jedenfalls so vor, wenn ich die Morgenmagazine der beiden Sender sehe.

  • Naja, bei den Turnieren sind die Quoten bei den Frauenspielen doch anscheinend ganz passabel und dann ist es auch ok, wenn darüber berichtet wird.



    Ist halt so wie beim Rudern, Fechten, Sportschießen und vielen anderen Randsportarten. Das interessiert im Alltag auch keinen, aber bei Großereignissen schauen es sich doch viele an und fiebern mit den Deutschen mit.




    Interessant wäre es, wenn es eine Sportschau für die Frauen-BL gäbe in der an einem attraktiven Sendeplatz Zusammenfassungen von allen Spielen gezeigt werden.


    Da wären die Quoten dann wohl eher mau (entsprechend dem "Alltaginteresse" an Frauenfußball). Aus dem Grund gibt es diese Sendung (zurecht) nicht.

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  • Wenn das medial entsprechend präsentiert wird, findet sich schon der eine oder andere, der sich das dann auch reinzieht. Quasi ´ne sich selbst erfüllende Prophezeiung.


    Ich find´s ein wenig unfair, anderen Sportarten gegenüber. Aber gegenüber meiner +1 darf ich das Thema nicht ansprechen... :D

  • Vielleicht sollten sich die Damen einfach mal mehr mit sich selbst beschäftigen statt bei jeder Gelegenheit den Vergleich zu den Männern zu suchen ("3. Plätze ist was für Männer" - wie wahr). Dass Frauen als weltweit größte Opfergruppe immer nur an den Männern scheitern ist ja nun seit Jahrzehnten gesellschaftlich akzeptiert. Und in der Opferrolle lebt es sich recht angenehm.

  • Vor allem sollte auch der bzw die letzte begreifen, dass Männer und Frauen Fussball im Grunde fast schon zwei verschiedene Sportarten sind. Den Vergleich muss man nicht suchen, aber erst recht nicht anstellen.

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  • Da ist was wahres dran. Verwunderlicherweise ist das aber ein reines Fußball-Phänomen. Im Handball kommt das so nicht vor und auch wird eine Angelique Kerber nicht mit Zverev verglichen.
    Im Gegenteil wird bei der Handball WM auch wieder die Opferrolle hinter "König Fußball" gesucht.


    Vielleicht sollte man sich einfach mal mehr auf sich konzentrieren, statt immer den Quervergleich zu suchen.

    Man fasst es nicht!

  • Diese Haltung entspricht doch voll dem Zeitgeist. Flüchte dich in die Opferrolle, schon bist du für alles Negative in deinem Leben nicht mehr selber verantwortlich, sondern immer das große gesichtslose "Böse". Wie überaus praktisch.