Stimmungsthread

  • Ihr nehmt euch viel zu wichtig, ihr seid es nicht. Der lächerliche Brief oder die Aktion in Hoffenheim sprechen Bände.

    Was bildet ihr euch eigentlich ein?

    Ich weiss grad garnicht, wieso ich mich eigentlich auf eine Diskussion mit dir einlassen soll - ich mein, lies dir mal deine Wortwahl und Ausdrucksweise durch.

    Respekt? Fehlanzeige.

    Begegnet man nicht jedem, den man nicht im Ansatz kennt, nicht erstmal mit Respekt und Achtung?

    Hab ich zumindest so im Elternhaus und ebenso im Laufe meines Lebens gelehrt bekommen aber nungut, ich versuchs trotzdem mal.


    Du sprichst von "euch" und "ihr", wen meinst du genau damit?


    Sprechen Bände?

    Was genau suggeriert die Aktion in Sinsheim für dich?


    Von welchem Brief sprichst du?

  • Mich könnte die Kurve nicht weniger interessieren und ich finde Ultras im Allgemeinen häufig mehr als peinlich in ihrer Selbstdarstellung. Aber finde jetzt die Reaktionen gegen die ‚fehlbaren‘ Fans auch reichlich überzogen. Letzten Endes sind sie bloss dafür, dass wir mehr von unseren Einnahmen abgeben. Da kann man zustimmen oder anderer Meinung sein. Aber letztlich geht es nur um Fussball.


    Und was die visuelle Umsetzung anbelangt: Ich würde die Entrüstung verstehen, hätten sie einen KHR mit Fadenkreuz oder am Galgen gezeigt. Aber Kalle als Pipi Langstrumpf ist es jetzt also echt noch im Rahmen.

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  • Na das ist ja schnell eskaliert. Ich würde auch dringend die Finger davon lassen, Mitglieder oder Menschen, die im selben Block stehen wie die Mitglieder der aktiven Fanszene über einen Kamm zu scheren. Ich bin da definitiv nicht auf der Seite des Club Nr. 12 mit deren Statement zur Verteilung des TV-Gelder, aber man muss sich immer vor Augen halten, dass so etwas auch nicht alle gleichermaßen betrifft. Dennoch frage ich mich wirklich, was Menschen dazu bewegt, dem eigenen Verein ans Bein zu pissen und da dann auch noch stolz drauf zu sein. Meiner Meinung nach nimmt man sich dann wirklich zum Teil einfach zu wichtig! Kritik am eigenen Verein ist wichtig, damit überzieht man es aber ganz einfach. Allein die Aussage, man würde einen "Startvorteil von 100 Mio haben, um dann wieder mit weitem Abstand die Konkurrenz hinter sich zu lassen", ist an Frechheit und Dreistigkeit dem eigenen Verein gegenüber nicht zu überbieten! Muss diesen Menschen dann ja richtig Freude bereiten, einen Verein zu supporten, der durch finanzielle Vorteile Erfolge feiert. Woher diese finanziell positive Lage kommt, ist ja völlig egal, das hat ja quasi der liebe Herr im Himmel einfach über München regnen lassen. Das wir uns das über Jahrzehnte erarbeitet haben, geschenkt! Und ja, da spielen auch die TV Gelder mit rein, denn ohne den FC Bayern würde es diese Verträge für diese Bundesliga nicht geben! Ich würde gerne mal die Gesichter der Kritiker sehen, wenn wir mal in finanzieller Notlage wären und Vereine wie Schalke, Leverkusen oder Dortmund dabei nicht mit der Wimper zucken würden! Zum Thema Solidarität gibt es auch noch einiges zu sagen, Stichworte wie Pauli, Dortmund, Halle oder gar Lautern sollten aber vielleicht reichen. Ach und da gab es ja auch noch einen riesigen Corona-Millionenbetrag für andere Vereine vom FC Bayern, liegt aber schon wieder einige Monate zurück, also kann man das ja mal vergessen.

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  • Na das ist ja schnell eskaliert. Ich würde auch dringend die Finger davon lassen, Mitglieder oder Menschen, die im selben Block stehen wie die Mitglieder der aktiven Fanszene über einen Kamm zu scheren. Ich bin da definitiv nicht auf der Seite des Club Nr. 12 mit deren Statement zur Verteilung des TV-Gelder, aber man muss sich immer vor Augen halten, dass so etwas auch nicht alle gleichermaßen betrifft. Dennoch frage ich mich wirklich, was Menschen dazu bewegt, dem eigenen Verein ans Bein zu pissen und da dann auch noch stolz drauf zu sein. Meiner Meinung nach nimmt man sich dann wirklich zum Teil einfach zu wichtig! Kritik am eigenen Verein ist wichtig, damit überzieht man es aber ganz einfach. Allein die Aussage, man würde einen "Startvorteil von 100 Mio haben, um dann wieder mit weitem Abstand die Konkurrenz hinter sich zu lassen", ist an Frechheit und Dreistigkeit dem eigenen Verein gegenüber nicht zu überbieten! Muss diesen Menschen dann ja richtig Freude bereiten, einen Verein zu supporten, der durch finanzielle Vorteile Erfolge feiert. Woher diese finanziell positive Lage kommt, ist ja völlig egal, das hat ja quasi der liebe Herr im Himmel einfach über München regnen lassen. Das wir uns das über Jahrzehnte erarbeitet haben, geschenkt! Und ja, da spielen auch die TV Gelder mit rein, denn ohne den FC Bayern würde es diese Verträge für diese Bundesliga nicht geben! Ich würde gerne mal die Gesichter der Kritiker sehen, wenn wir mal in finanzieller Notlage wären und Vereine wie Schalke, Leverkusen oder Dortmund dabei nicht mit der Wimper zucken würden! Zum Thema Solidarität gibt es auch noch einiges zu sagen, Stichworte wie Pauli, Dortmund, Halle oder gar Lautern sollten aber vielleicht reichen. Ach und da gab es ja auch noch einen riesigen Corona-Millionenbetrag für andere Vereine vom FC Bayern, liegt aber schon wieder einige Monate zurück, also kann man das ja mal vergessen.

    Puh, okay.

    Ich finde, du wirfst da nun viel zu viele Themen in einen Beitrag - noch dazu lässt er sich recht unübersichtlich lesen.

    Wo soll ich da anfangen?

    Das Thema TV-Gelder oder die Verteilung dbzgl. möcht ich eigentlich recht ungern hier reinpacken, sprengt sonst meiner Meinung nach auch den Threadrahmen und darum geht es ja grad auch garnicht.


    Wer pisst hier wem ans Bein?

    Ich denke,

    die aktive Fanszene oder auch die Fankurve im Ganzen der Fussballclubs hat schon auch die Aufgabe über Umstände aufmerksam zu machen.

    Insbesondere im eigenen Verein.

    Der Fußball gehört nunmal allen und ich nehme mir raus, dass ein Verein immer noch den Mitgliedern gehört oder der Fußball auch den Fans - was ich auf jeder Jhv Jahr für Jahr auch suggeriert bekomm.


    Ich könnte den Funktionären insbesondere der AG ja ebenso unterstellen, was "die" sich im Thema x oder y einbilden und rausnehmen oder auf welcher Weise man am Ende des Tages den Verein repräsentiert - womöglich wird man sich da auch auf "geleistetes" berufen.

    Tue ich aber nicht,

    jeder leistet seinen Anteil.

    Für den FC Bayern.


    Deshalb ist der Dialog miteinander und gemeinsam unumgänglich und wichtig, was ja mittlerweile auch beide Seiten eingesehen haben.

    Das bedeutet aber nicht, dass man immer mal wieder die Wirksamkeit der Öffentlichkeit oder auch Medien ausnutzt - auch wenn ich selbst nicht wirklich ein Freund davon bin.

    Dass der Respekt untereinander hier und dort auf der Strecke bleibt,

    mal von der einen Seite, mal von der anderen ist natürlich richtig.

    Triffts nun vielleicht nicht perfekt, aber "wo gehobelt wird, fallen Späne" - beiden Seiten ist bewusst, dass der Dialog miteinander mal besser läuft und mal wieder nicht so gut - aber er ist da und beide Seiten sehen einen Sinn darin dass man miteinander spricht und darum geht es.


    Um dein Thema nochmal kurz aufzugreifen,

    es ist halt immer eine Frage des Blickwinkels oder auch Sichtweise.

    Ohne die 17 anderen Bundesligisten würde es keine Bundesliga geben, ohne den FC Bayern aber schon.

    Ich mein,

    du musst mir hier auch nicht erklärn was der FC Bayern alles schon getan hat.

    In erster Linie hat man das aber ALLES eben ua(!) auch für den deutschen Fußball getan, um den es schlussendlich bei einer zu überdenkenden TV-Gelderverteilung auch geht.


    Folgenden Link kann ich hier nur jedem hier empfehlen:

    SWR Sport BW mit Cem Özdemir, Helen Breit und Robin Dutt.

    Die Corona-Krise hat die Probleme wie durch ein Brennglas aufgezeigt. Fans, Finanzprobleme, Verantwortung des Fußballs. Michael Antwerpes hat dazu den Bundestagsabgeordneten der Grünen, Cem Özdemir, Ex-Fußballtrainer und Sportdirektor Robin Dutt und Helen Breit, Vorsitzende der Fan-Initiative "Unsere Kurve", zu Gast.

  • Mich könnte die Kurve nicht weniger interessieren und ich finde Ultras im Allgemeinen häufig mehr als peinlich in ihrer Selbstdarstellung. Aber finde jetzt die Reaktionen gegen die ‚fehlbaren‘ Fans auch reichlich überzogen. Letzten Endes sind sie bloss dafür, dass wir mehr von unseren Einnahmen abgeben. Da kann man zustimmen oder anderer Meinung sein. Aber letztlich geht es nur um Fussball.


    Und was die visuelle Umsetzung anbelangt: Ich würde die Entrüstung verstehen, hätten sie einen KHR mit Fadenkreuz oder am Galgen gezeigt. Aber Kalle als Pipi Langstrumpf ist es jetzt also echt noch im Rahmen.

    Magst du denn näher ausführn, was genau du bei Ultras im Allgemeinen häufig mehr als peinlich in ihrer Selbstdarstellung findest?

    Finde ich dem Thread passend, darüber zu diskutieren bzw auszutauschen.


    Letzten Endes sind sie bloss dafür, dass wir mehr von unseren Einnahmen abgeben.

    Nein.


    Echt noch im Rahmen hast du aber schön gesagt.

    Ich kann schlecht sagen, was KHR dazu denkt, zumindest für mich ist es unterm Strich bayrischer Humor - was ein wichtiger Teil der bayrischen Identität ist.

    Heißt also, ich hoffe, dass er das eher mit Humor nimmt.

    Im Umkehrschluss nahm ich einige Aussagen von ihm die in den letzten 12 Monaten gefallen sind persönlich.

    Aber beides ist wie so oft auch eine Frage des Blickwinkels.

  • Wahnsinn

    Wie kann man sich von dieser anti SK Kampagne als FCB Fan vor den Karren spannen lassen.

    Genau wie bei den anti Hopp Aktionen

    zur Klarstellung


    Das Bündnis
    „Fanszenen Deutschland“ ist eine antiFCB Kampagne


    Dieses Poster und die Unterstützung der Forderungen dieses Bündnisses ist sich vor den Karren spannen lassen.

  • Mich könnte die Kurve nicht weniger interessieren und ich finde Ultras im Allgemeinen häufig mehr als peinlich in ihrer Selbstdarstellung. Aber finde jetzt die Reaktionen gegen die ‚fehlbaren‘ Fans auch reichlich überzogen. Letzten Endes sind sie bloss dafür, dass wir mehr von unseren Einnahmen abgeben. Da kann man zustimmen oder anderer Meinung sein. Aber letztlich geht es nur um Fussball.


    Und was die visuelle Umsetzung anbelangt: Ich würde die Entrüstung verstehen, hätten sie einen KHR mit Fadenkreuz oder am Galgen gezeigt. Aber Kalle als Pipi Langstrumpf ist es jetzt also echt noch im Rahmen.

    Man muss unterscheiden

    Das Poster an sich sollte man nicht so ernst nehmen sondern mit Humor.


    Aber die Message dahinter eben nicht. Die Forderungen dieses Bündnisses sind antiFCB. Letztlich eine Kampagne gegen die Interessen des FCB, gegen alles wofür der FCB steht, nämlich Erfolg durch Leistung. Dieser Erfolg kommt ua durch höhere TV Einnahmen zum Ausdruck.

    In Spanien haben sich Real und Barca jahrzehntelang selbst vermarktet, genau wie Juve Milan etc.

    Diesen Schritt sind wir nie gegangen, aus Solidarität. Solidarität heißt aber nicht Gleichmacherei.

    Auf die anderen Themen dieses Bündnisses die alle unterm Strich gegen die Interessen des FCB stehen mal nicht zu sprechen

  • zur Klarstellung


    Das Bündnis
    „Fanszenen Deutschland“ ist eine antiFCB Kampagne


    Dieses Poster und die Unterstützung der Forderungen dieses Bündnisses ist sich vor den Karren spannen lassen.

    Du siehst aber auch hinter jeder Ecke nur Kampagnen. Ich teile das Statement vom Club Nr. 12 inhaltlich auch nicht. Was hier teilweise aber geschrieben wird, nur weil man es nicht aushält, dass andere Fans eine andere Sicht auf die Dinge haben ist schon ziemlich drüber.
    Man kann das gerne für naiv halten und das inhaltlich anders sehen (das tue ich ja auch) aber jetzt wieder eine Generalabrechnung mit der Südkurve zu veranstalten ist doch Käse.

  • Magst du denn näher ausführn, was genau du bei Ultras im Allgemeinen häufig mehr als peinlich in ihrer Selbstdarstellung findest?

    Finde ich dem Thread passend, darüber zu diskutieren bzw auszutauschen.

    Gerne, ja. Das bezieht sich indes keineswegs auf die Ultras des FCB‘s im Speziellen sondern auf die Ultraszene im Allgemeinen. Peinlich/schädlich finde ich insbesondere Folgendes:


    - Dass sich die Ultras gerne das ganze Spiel über mit sich selbst und den eigenen Gesängen beschäftigen (als Capo gerne auch mit Rücken zum Spielfeld), es dann aber so hinstellen, als würden sie das nicht für sich sondern den Verein tun.

    - Bei den Märschen zum Stadion führen sich viele Ultras gerne wie Barbaren auf und geniessen die Aufmerksamkeit bzw. Furcht, die sie erzeugen. Da werden die bereitgestellten Fanzüge demoliert, Abfall und Flaschen werden massenhaft in Vorgärten und der Innenstadt liegen gelassen. Falls es die Polizei zulässt, marschieren je nach Verein hunderte betrunkene und teils vermummte (vorwiegend) junge Männer singend und pöbelnd durch die Stadt und sorgen für eine bedrohliche Atmosphäre.


    - Idiotische und häufig diskriminierende Fangesänge, auf die ich sehr gut verzichten kann.


    - Regelmässige Scharmützel mit Polizei und gegnerischen Fans nach den Spielen, welche Ungemach für alle Unbeteiligten (jeder der mal als unbescholtener Zuschauer in so einen Tumult mit Gummischrot und Tränengas geraten ist, weiss wovon ich rede) und grosse Kosten mit sich bringen.


    - Unsachgemässe Anwendung von Pyros und Knallpetarden, welche die meisten Zuschauer nur nerven oder sogar gefährden, wenn sie dummerweise mal als Wurfgegestände verwendet werden.


    - Zum Schluss ist noch die Überhöhung der eigenen Bedeutung zu nennen. Nur weil sie ihre Freizeit für den Verein ‚opfern‘, haben gewisse Ultras das Gefühl, Spielern und Vereinen vorschreiben zu können, wie sie sich zu verhalten haben. Man denke an die lustigen Bilder, wenn Ultras die Spieler nach schlechten Spielen auffordern, ihre Shirts abzugeben.


    Ich verstehe, dass vielen die Choreos, die Fackelmeere und die Fangesänge gefallen. Ich brauche das nicht und verzichte sogar nur allzugerne darauf, wenn die obgenannten Nachteile dafür wegfallen.

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  • ... Man denke an die lustigen Bilder, wenn Ultras die Spieler nach schlechten Spielen auffordern, ihre Shirts abzugeben.


    ...

    Genau das ist für mich das Allerschlimmste überhaupt. Als Spieler würde ich den Scheiß gerade noch mitmachen.


    Und das scheiß Megaphon kotzt mich an. Ich kann es nicht mehr hören. Gut, momentan ist Ruhe. Gut so.

  • Du siehst aber auch hinter jeder Ecke nur Kampagnen. Ich teile das Statement vom Club Nr. 12 inhaltlich auch nicht. Was hier teilweise aber geschrieben wird, nur weil man es nicht aushält, dass andere Fans eine andere Sicht auf die Dinge haben ist schon ziemlich drüber.
    Man kann das gerne für naiv halten und das inhaltlich anders sehen (das tue ich ja auch) aber jetzt wieder eine Generalabrechnung mit der Südkurve zu veranstalten ist doch Käse.

    Also zur Klarstellung:

    Sollte keine Generalabrechnung mit der SK sein. Generalisieren ist auch nie richtig und gut. Selbst im Club 12 gibt es ja so viele unterschiedliche Sichtweisen das man auch ziemlich oft davon ausgehen kann das sehr viele Stellungnahmen nicht immer zumindest von allen geteilt werden.


    Zur TV Verteilung ist es aber schon sehr sehr merkwürdig das so viele FCB Fan Clubs bei dieser Kampagene der Fanszene unterschrieben haben. Das steht doch 100% konträr zum FCB. Jeder soll ja seine Meinung haben, die habe ich aber auch, und die ist nicht eine allgemeine Abrechnung oder so mit der SK oder Club12.

    Würde mir wünschen wenn man bei Themen, die gerade bei der TV Geschichte von anderen initiiert wird und unseren Interessen widersprechen nochmal gründlich nachdenkt bevor man sich mit denen solidarisiert. Und wenn man es macht nicht im Namen aller FCB Fans, denn sehr oft entsteht der Eindruck das nur diese einige Gruppen sich als wahre Dans verstehen und wissen was richtig/falsch oder gut/schlecht für unseren Club ist.

  • Und wenn man es macht nicht im Namen aller FCB Fans, denn sehr oft entsteht der Eindruck das nur diese einige Gruppen sich als wahre Dans verstehen und wissen was richtig/falsch oder gut/schlecht für unseren Club ist.

    Wieso im Namen aller FCB-Fans? Diejenigen, die mitmachen, haben doch unterschrieben. Wo bitte entsteht da der Eindruck, sie würden sich als wahre Fans verstehen, nur weil sie eine Meinung haben, die von der Vereinspolitik abweicht, und sie diese aktiv vertreten?

    Mir ist das Ganze ziemlich gleichgültig, und ob ihr Anliegen Berücksichtigung findet, gleichermaßen, aber aktiv vertreten darf jeder seine Meinung nur zu gerne. Kannst ja selbst Plakate malen, und damit für die Direktvermarktung eintreten.;)

  • Erstmal vielen Dank für deine Antwort.

    Ich akzeptiere natürlich voll und ganz deine jeweiligen geschriebenen Punkte und Meinung.


    Im Grunde fällt es auch schwer da nun groß irgendwas zu widerlegen, insbesondere weil ich dich ja gefragt hab was dich Allgemein an der Ultrabewegung stört.


    Bzgl. deiner ersten Anmerkung.

    Da tust du ihnen definitiv unrecht.

    Woran machst du das genau fest?

    Hast du dich je mit einem unterhalten?

    Ich ziehe vor dem Vorsänger meinen Hut, zum einen weil das alles andere als eine einfache Aufgabe ist und zum andern er tausende Kilometer auf sich nimmt um dann den Großteil des Spiels mit dem Rücken zur Wand steht.

    Verlangt von ihm keiner, richtig - er will dafür aber auch kein Danke.

    Sie behaupten, also die Ultras im Ganzen und auch der Vorsänger, dass sie es mit voller Leidenschaft für den Verein und auch für die Kurve im Ganzen tun, um den Verein und auch die Kurve würdig und repräsentativ dem Verein gerecht verteten - national und auch über die Landesgrenzen hinaus.

    Wie du darauf kommst, dass sie das nur für sich - also für die jeweilige Gruppe oder Fanclub tun ist nicht wirklich fair und finde das wirklich respektlos.

    Würd mich ja interessiern ob du dbzgl. ebenso kritisch mit den eigenen Spielern bist.

    Wie stehst du dazu?


    Zu Punkt 2 & 3.

    Nunja, von aussen wirkt das sicher manchmal so, insbesondere wenn man Richtung Balkan oder Südamerika blickt.

    Trotzdem sind es halt nunmal auch Menschen, ich mein was spielen sich für Szenen auf der Wiesn, auf Mallorca, bei Vatertagswanderungen oder in Skihütten ab.

    Denke dass das auch durchaus ein gesellschaftlichen Ding ist, nicht nur das jeweilige Verhalten sondern auch die Bewertung der Draufsicht auf das Ganze.

    Eine Bewegung ist eine Bewegung, sie hat positive aber auch negative Seiten.

    Bzgl idiotische und diskrimimierende Fangesänge, auch hier hab ich dich nach deiner Gesamtmeinung über Ultras gefragt,

    Insbesondere stört mich auch hier die Fokussierung auf DIE ULTRAS.

    Aus welchen Zeiten kommen denn die Gesänge bzgl. der U-Bahn die man nach A... bauen will als Beispiel?

    Da gab es noch keine Ultras in Deutschland,

    im Context dazu haben sie landesweit einen wahnsinnigen Verdienst geleistet, dass diese Gesänge nicht nur aus den Stadien sondern weitestgehend auch aus den Köpfen der Kurvenbesucher verschwunden sind.

    Aber natürlich stürzt man sich da womöglich wieder extrem auf das Thema Dietmar Hopp.


    Punkt 4.

    Belege dafür, dass da in der wie von dir geschriebenen Vielzahl und Regelmässigkeit auf Ultras zurück zu führen ist?

    Oder auch, dass überhaupt von Vielzahl oder Regelmässigkeit gesproche werden kann?


    Punkt 5.

    Belege für deine Meinung?

    Mein das absolut nicht böse, aber ich würde schon gerne mal ein paar Belege oder auch Gründe für deine Behauptungen sehn, die das bestätigen, dass der Umgang damit unsachgemäß ist oder der Großteil etwas gegen Pyrotechnik hat.


    Punkt 6.

    Ebenso sehr schwieriges Thema.

    Überhöhung der eigenen Bedeutung nennst du es, okay - akzeptiere ich.

    Womöglich könnt ich da nun 2-3 Seiten über die Ultras vom FC Bayern schreiben, aber es ging ja explizit um deine Gesamtmeinung.

    Unterm Strich, seh es halt klar anders wie du.

    Denke auch, dass sich der Durschnittultra weniger mit der Leistung der einzelnen Spieler befasst, wie die aktiven User in gewissen Foren oder Stammtischen.

    Was da Spieler zerrissen werden, regelrecht beleidigt werden - insbesondere die eigenen Spieler, empfinde ich selbst harmloser, wenn sich die Spieler der eigenen Kurve mal stellen.

    Insbesondere im Abstiegskampf.

    Nochmal, man sollte nicht vergessen dass da die Spieler der Part auf dem Platz ist, der Teil auf der Tribüne, in dem Fall die Südkurve immer bleiben wird.

    Ein Spieler kommt und geht wieder, was bleibt sind halt die Mitglieder und Fans.

    Ob man denen nun die Bedeutung gibt, die sie verdient haben - hat ja auch mehrere Gründe.

    Aber es ist wie es ist,

    auch ich finde da manches nicht okay.


    Punkt 7.

    Deine Meinung,

    überlasse ich dir selbstverständlich.

  • Auch dir danke für deinen Beitrag. Mir ist natürlich auch klar, dass Ultra nicht gleich Ultra ist und dass es darunter nette Typen und Idioten gibt. Es ging einfach um den Gesamteindruck, der bei mir vorherrscht.


    Punkt 1: Ich weiss, dass die Leute einen teilweise krassen Aufwand betreiben und kenne auch ein paar Personen, die zumindest früher auch an viele Auswärtsspiele gefahren sind. Selbst war ich auch beim Eishockey und Fussball bei einigen Auswärtsfahrten dabei. Da steht man dann auch zusammen mit Ultras in Gästesektor. Ich kenne jetzt niemanden persönlich, der wirklich in der Ultraszene richtig verankert ist, aber ich meine, mich zumindest ein bisschen auszukennen.


    Wie gesagt, der betriebene Aufwand ist beachtlich. Aber aus meiner Sicht ist das einfach das Hobby (teilweise auch mehr) der Leute. Die Emotionen zu erleben, die Freundschaften in der Kurve, das Erlbebnis, zu einer grossen, lauten Gruppe zu gehören, abenteuerliche Reisen in ferne Städte zu unternehmen etc. Natürlich und hoffentlich tun die Ultras das für sich, für wen denn sonst?


    Dad ist doch wie bei Paaren, die Kinder haben: Natürlich braucht die Gesellschaft Kinder (wie die Vereine Fans), aber niemand setzt Kinder in die Welt, um der Gesellschaft einen Gefallen zu tun.


    Die Ultras dürfen ihrem Hobby gerne nachgehen, aber dafür erhalten sie von mir nicht mehr oder weniger Anerkennung als jemand, der in derselben Zeit Städtetrips macht oder Wandern geht.

    Punkt 2 und 3: Ja, primitive Verhaltensweisen kann man natürlicht keineswegs nur bei de Ultras beobachten. Überall, wo sich viele betrunkene Männer in Massen tummeln, gibt es Pöbeleien und Gewalt. Aber Fussballspiele finden halt jede Woche statt und das Polizeiaufgebot, das bei vielen Spielen vonnöten ist, ist schon heftig und kaum mit anderen Events zu vergleichen (1. Mai, G-20 und dergleichen ausgenommen).


    Ich weiss auch, dass gerade in Mitteleuropa längst nicht alle Ultras rassistisch und sexistisch sind (Osteuropa lassen wir mal aussen vor). Dennoch ist es zumindest in den Fankurven, die ich betreten oder zumindest akkustisch wahrgenommen habe, völlig normal, die Gegner als Schweine, H*rensöhne, Ar.schlöcher usw. zu bezeichnen. Das ist kein Weltuntergang, aber meines ist es nicht und ich finde das absolut unnötig.


    Punkt 4: In München kenne ich die Situation nicht. Aber etwa in Zürich kommt es je nach Gegner sehr oft zu Scharmützeln: Bedeutet, dass die Polizei Gummischrot etc. einsetzt. Und Zürich ist jetzt wahrlich kein gefährliches Pflaster, aber dennoch ist das Stadionareal nach Spielen doch meist kein Gemütlicher Ort. ☺️ Da sind natürlich nicht nur Ultras vertreten, keine Frage. Da mischen auch gelangweilte Jugendliche und Krawalltouristen mit. Aber die Ultras sind schon immer zugegen. Aber natürlich ist das harmlos im Vergleich mit Ländern, die eine aktive Hooliganszene haben!

    Genaue Zahlen kenne ich jetzt indes nicht.


    Punkt 5: Also zumindest bei uns ist jeder Pyroeinsatz im Stadion unsachgemäss, da verboten. Aber das meinte ich nicht: Bei den Pyros magst du recht haben, dass es schon eher selten ist, dass diese geworfen werden. Bei den Knallpetarden finde ich es aber immer wieder krass, dass diese Mitten in den Leuten gezündet werden. Die Dinger sind extrem gehörschädigend, somit ist die Anwendung in Menschenmassen immer unsachgemäss m.E. Und dass die Feuerwerke, Fackeln und Böller in den Kurven und nicht im Familiensektor gezündet werden, ist ja offensichtlich.


    Ob das wirklich viele ‚normalen‘ Zuschauer stört, weiss ich natürlich nicht. Die Feuer gefallen sicher vielen (mir optisch auch), die damit verbundenen Rauchschwaden eher weniger. Bei den Knallpetatden habe ich aber noch nie jemanden getroffen, der davon nicht genervt gewesen wäre.


    Punkt 6: Hier haben wir halt ganz offensichtlich unterschiedliche Auffassungen. Fussball ist für mich reine Unterhaltung, ein Konsumgut wie Kinofilme etwa. Ich möchte das nicht kleinreden, Unterhaltung ist etwas sehr Wichtiges. Aber ob es dabei schöne Choreos und kreative Fangesänge gibt, ist mit völlig egal. Ich finde es super, dass es günstige Plätze für junge Leute gibt, aber für meinen Genuss braucht es die Kurven nicht. Von mir aus genügt ein reines Eventpublikuk vollends, da ich in erster Linie am Geschehen auf dem Platz interessiert bin.

    Der Fussball braucht die Ultras mE nicht mehr, das Geld bringen andere Zuschauer und die TV-Verträge. Das zeigt auch der US-Sport, der seit jeher ganz ohne Ultras auskommt.


    Ich respektiere den Wunsch der Ultras, sich zu treffen, Gesänge zu üben und vielleicht sogar politische Botschaften zu transportieren. Das alles kann sehr positiv sein, ist aber mE kein unverzichtbarer Teil des Fussballs. Deswegen behaupte ich auch, dass die Ultras das Ganze für sich machen (was ich nicht schlimm finde!), da weder der Sport an sich noch die Vereine die Ultras brauchen.


    Aus diesem Grund ist es für mich auch schwer zu akzeptieren, dass die Ultrakultur teilweise recht viel Aufmerksamkeit beansprucht (verstopfte Innenstädte, extra Fanzüge, Polizeiaufgebot, Müll in der Innenstadt etc).


    Vielleicht überschätze ich den negativen Einfluss der Kurven auch. Würdest du denn sagen, dass es die von mir beschriebenen Verbaltensweisen und Probleme auch ohne Ultras gäbe und allenfalls sogar andere Fans dafür verantwortlich sind?

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  • denkerundlenker Ich mische mich da einfach mal ein:)



    Wie gesagt, der betriebene Aufwand ist beachtlich. Aber aus meiner Sicht ist das einfach das Hobby (teilweise auch mehr) der Leute. Die Emotionen zu erleben, die Freundschaften in der Kurve, das Erlbebnis, zu einer grossen, lauten Gruppe zu gehören, abenteuerliche Reisen in ferne Städte zu unternehmen etc. Natürlich und hoffentlich tun die Ultras das für sich, für wen denn sonst?

    Dass diese Dinge auch eine große Rolle, für einige sicherlich auch eine größere als das Spiel an sich, spielen, dürfte unbestritten sein. Manche kommen halt aus Liebe zum Verein dazu, einige genießen es aber auch einfach Teil einer Jugendkultur zu sein und dort etwas identitästiftendes zu finden.


    Sie machen aber auch sehr viel für die Vereine. Abgesehen von der Unterstützung für die Mannschaft, sind doch auch die Eventfans gerade wegen der Stimmung im Stadion, es wird ehrenamtlich für die Vereine gearbeitet und die Vereine könnten sich ohne die aktiven Fans deutlich schlechter vermarkten.

    Punkt 2 und 3: Ja, primitive Verhaltensweisen kann man natürlicht keineswegs nur bei de Ultras beobachten. Überall, wo sich viele betrunkene Männer in Massen tummeln, gibt es Pöbeleien und Gewalt. Aber Fussballspiele finden halt jede Woche statt und das Polizeiaufgebot, das bei vielen Spielen vonnöten ist, ist schon heftig und kaum mit anderen Events zu vergleichen (1. Mai, G-20 und dergleichen ausgenommen).


    Ich weiss auch, dass gerade in Mitteleuropa längst nicht alle Ultras rassistisch und sexistisch sind (Osteuropa lassen wir mal aussen vor). Dennoch ist es zumindest in den Fankurven, die ich betreten oder zumindest akkustisch wahrgenommen habe, völlig normal, die Gegner als Schweine, H*rensöhne, Ar.schlöcher usw. zu bezeichnen. Das ist kein Weltuntergang, aber meines ist es nicht und ich finde das absolut unnötig.

    Die Gegner als Arschlöcher zu bezeichnen ist doch auf jedem Fußballplatz der Welt ganz normal und auch im Stadion in jedem Block. Es gibt sogar Gegenbeispiele. Zb. das berühmte Lied über die Mütter der Dortmunder Borussen hört man nicht aus dem Kern der Kurve, sondern eher von den Eventbesuchern.

    Punkt 4: In München kenne ich die Situation nicht. Aber etwa in Zürich kommt es je nach Gegner sehr oft zu Scharmützeln: Bedeutet, dass die Polizei Gummischrot etc. einsetzt. Und Zürich ist jetzt wahrlich kein gefährliches Pflaster, aber dennoch ist das Stadionareal nach Spielen doch meist kein Gemütlicher Ort. ☺️ Da sind natürlich nicht nur Ultras vertreten, keine Frage. Da mischen auch gelangweilte Jugendliche und Krawalltouristen mit. Aber die Ultras sind schon immer zugegen. Aber natürlich ist das harmlos im Vergleich mit Ländern, die eine aktive Hooliganszene haben!


    Genaue Zahlen kenne ich jetzt indes nicht.

    Dann scheint Zürich zumindest im Stadion aber schon ein gefährliches Pflaster zu sein. Ich war schon bei sehr vielen Spielen und verschiedenen Stadien in ganz Europa. Natürlich muss man schon manchmal aufpassen was man wo macht und ein paar mal gab es da ums Stadion auch Tumulte, aber noch nie so, dass Gummigeschosse oä. eingesetzt werden mussten.

    Ob das wirklich viele ‚normalen‘ Zuschauer stört, weiss ich natürlich nicht. Die Feuer gefallen sicher vielen (mir optisch auch), die damit verbundenen Rauchschwaden eher weniger. Bei den Knallpetatden habe ich aber noch nie jemanden getroffen, der davon nicht genervt gewesen wäre.

    Über Pyro kann man sich sicher streiten. Solange nichts auf irgendwen geschossen wird und es um farbliche Effekte geht, finde zumindest ich es gut. Wirklich lächerlich ist aber, dass auch in den Medien der Pyroeinsatz immer verteufelt wird, während man gleichzeitig mit der dadurch entstehenden Atmosphäre wirbt.

    Der Fussball braucht die Ultras mE nicht mehr, das Geld bringen andere Zuschauer und die TV-Verträge. Das zeigt auch der US-Sport, der seit jeher ganz ohne Ultras auskommt.

    Da sind wir auch wieder beim eben schon angesprochenen Punkt. Ohne aktive Fans würde sowohl die Nachfrage nach Tickets, als auch die TV-Erlöse deutlich sinken. Mit dem US-Sport kann man das ja gar nicht vergleichen, dafür sind die Kulturen einfach zu unterschiedlich. Außerdem ist den meisten Fans und auch Eventzuschauern nicht egal was außer dem Sport an sich passiert.