Stimmungsthread

  • Jawoll, packt die Arena voll mit Eventpuplikum.


    Wir haben teures Geld bezahlt, wir haben Anspruch auf 5 Tore und gegen die Tabellen unteren auch auf 8 Tore, sonst fangen wir an zu pfeiffen.

    Das braucht der Fußball.

    Wer braucht den Fans die durch Idealismus und Liebe zum FcB durch ganz Europa tingeln um den Verein, die Mannschaft zu ünterstützen.

    Eventfans sind das Erfolgsrezept.


    "Subventionieren" der Kurve wird abgeschafft, da gibts dann Platz für eine gediegene Kaviarhütte.


    Dann noch eine schöne Weihnachtszeit und gute Nacht die Herren.


    Ich geb mein Herz für Dich , für Bayern lebe ich, ich lass dich nie im Stich

  • Die Argumente von cafegisela kann ich durchaus nachvollziehen, auch wenn ich manches anders sehe. Aber das hingegen ist einfach Stammtischgeschwurbel.


    Und tatsächlich sind die Eventfans sehr wichtig. Diese zahlen teures Geld für gute Plätze und Logen und kaufen überteuerte Fanartikel. Ich sehe es aber auch gar nicht als negativ, Teil des Eventpublikums zu sein. Fussball und der FC Bayern sind für mich Unterhaltung und somit ein Event. Ich lebe nicht für den FC Bayern und fände das ehrlich gesagt auch nicht sehr schön, wenn es so wäre. Wenn ich ins Stadion gehe oder mir nur schon im TV ein Spiel kaufe, dann tue ich das, weil es mir Spass bereitet. So, wie wenn ich an ein Konzert oder ins Kino gehe.


    Nochmals in aller Deutlichkeit: Wir sprechen hier von Fussball, einem Spiel. Ist es für dich absurd, wenn der Besuch eines solchen von vielen Menschen als Event gesehen wird?

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  • Ich habe in keinster Weise geschrieben dass das Event- und Logenpublikum nicht wichtig sind.

    Ganz im Gegenteil, in den Logen findest du Bayern Fans genau wie in der Kurve, halt auf einem anderen Level, aber eben auch waschechte Bayern Fans.

    Ich bezog mich nur auf Deine Äusserung, dass man die Kurven deiner Meinung nach nicht brauch und alles zum Event erklärt.

    Für dich möge dass so sein wie du es beschrieben hast, für andere hingegen ist es eine Erfüllung und eine Aufgabe, die diesen Menschen aber genauso Freude bereitet wie Dir.

    Einen kleinen Unterschied gibt es da, die Kurve wird immer hinter dem Verein und der Mannschaft stehen, "in guten wie in schlechten Zeiten", denn "zusammenhalten, dass ist unser Ziel" und "rot wie Blut und weiß wie Schnee" ist deren Erfüllung.

    Den Eventfan, den wirst du nur in guten Zeiten sehen.


    Aber nix für Ungut, es ging mir hier nur um die oben erwähnte Aussage.

    Man könnte jetzt noch mal auf die "Scharmützel un Pöpeleien" vor und nach dem Spiel kommen, aber ich ich denke mal dass du da eine ganz andere Sichtweite hast als ich. Ist auch nicht weiter schlimm. Jeder schaut durch seine Brille, die eine ist schärfer, die andere weniger scharf.

    Jeder sieht das was er sehen will und alles ist gut.


    Die Baaaayern

    Ich geb mein Herz für Dich , für Bayern lebe ich, ich lass dich nie im Stich

  • Kann jemand zur angeblich fixen Neuverteilung der Gelder eigentlich genaueres sagen? Laut Kicker wurde die letzte Woche fixiert und wir erhalten 104,xx Mio. ? Haben wir uns da verschlechtert? Wie ist der alte zum neuen Verteilungsschlüssel?

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  • Nochmals in aller Deutlichkeit: Wir sprechen hier von Fussball, einem Spiel. Ist es für dich absurd, wenn der Besuch eines solchen von vielen Menschen als Event gesehen wird?

    Nein, ist es nicht. Ohne die Fans, die man deiner Meinung nach nicht braucht, wäre es aber auch für deutlich weniger der anderen Fans ein Event.

  • Man sollte auch den Nachhaltigkeits-Faktor nicht vergessen.


    So prägend es sein kann, mit seinem Vater hin und wieder ein Fußballspiel zu besuchen - wesentlich prägender ist die anschließende "Fan-Kariere". Die Stimmung in der Kurve, evtl. die Gemeinschaft im Fanklub. Die Fahrten zu den Auswärtsspielen.


    Der eine oder andere findet sich später als ganz normaler Zuschauer auf der Gegengerade wieder oder gar als VIP. Der Punkt ist: Er ist geprägt. Nachhaltig. Er bleibt seinem Verein und dem Fußball insgesamt treu.


    Der reine Event-Fan hingegen mag für den Verein kurzfristig vorteilhaft sein. Denn er ist pflegeleicht und zahlt gut. Aber er ist eben auch ratzfatz weg, sobald ein anderes Event für ihn interessanter wird.

  • Das ist die typische Argumentation der Anti-Bayern-Fraktion. Der Event-Fan. der Erfolgsfan - die sind ja nur Fan, weil der Verein so erfolgreich ist.

    Und was soll der Fan, der seit Jahrzehnten Mitglied des FCB ist und seit zig Jahren Dauerkarteninhaber ist, jetzt machen? Seine Mitgliedschaft kündigen, weil er ja nur Erfolgsfan oder Eventfan ist - denn wenn er "richtiger Fan wäre, würde er ja in der Südkurve stehen. Und dafür, dass sein FCB so erfolgreich ist, kann er ja auch nichts.

    Den gleichen Scheixx hat mal dieser Bürki beim BVB erzählt, dass man von er Haupttribüne und Gegengerade ja kaum Unterstützung erhält. Dass da die Masse der Dauerkarteninhaber und Vereinsmitglieder sitzen - geschenkt.

    Ich stell mich auch keine 2 Stunden mehr in die Südkurve, das hab ich in den 70ern und 80ern im Oly gemacht. Heute sitze ich lieber.

    Und deshalb zähle ich jetzt zu den Eventfans?

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Das ist die typische Argumentation der Anti-Bayern-Fraktion. Der Event-Fan. der Erfolgsfan - die sind ja nur Fan, weil der Verein so erfolgreich ist.

    Und was soll der Fan, der seit Jahrzehnten Mitglied des FCB ist und seit zig Jahren Dauerkarteninhaber ist, jetzt machen? Seine Mitgliedschaft kündigen, weil er ja nur Erfolgsfan oder Eventfan ist - denn wenn er "richtiger Fan wäre, würde er ja in der Südkurve stehen. Und dafür, dass sein FCB so erfolgreich ist, kann er ja auch nichts.

    Den gleichen Scheixx hat mal dieser Bürki beim BVB erzählt, dass man von er Haupttribüne und Gegengerade ja kaum Unterstützung erhält. Dass da die Masse der Dauerkarteninhaber und Vereinsmitglieder sitzen - geschenkt.

    Ich stell mich auch keine 2 Stunden mehr in die Südkurve, das hab ich in den 70ern und 80ern im Oly gemacht. Heute sitze ich lieber.

    Und deshalb zähle ich jetzt zu den Eventfans?


    Irgendwie hast du meinen Beitrag nicht gelesen.


    Mit dem, was du beschreibst, bist du doch geradezu der Beleg für Nachhaltigkeit. Früher in der Kurve, dem Verein für immer treu.

  • Nein, ist es nicht. Ohne die Fans, die man deiner Meinung nach nicht braucht, wäre es aber auch für deutlich weniger der anderen Fans ein Event.

    Das kann schon sein. Sicher gibt es auch viele ‚Event-Fans‘, welche die Arbeit der Kurve gerne erleben. Ich bin mir aber sicher, dass wir auch ohne Ultras nie Mühe hätten, das Stadion zu füllen. Ich glaube eher nicht, dass sehr viele Leute wegen der krassen Stimmung in die Allianz-Arena kommen.


    Aber ich stimme durchaus zu, dass es sehr gut und wichtig ist, genühend langjährige, treue Fans zu haben. Aber diese Attribute treffen ja keineswegs nur auf die Ultras zu. Es gibt auch sehr viele treue Fans, die nie bei den Ultras waren (Fussballfans gibt es ja durchaus auch schon länger als die Ultrakultur) und trotzdem seit Jahren oder gar Jahrzehnten ins Stadion gehen.

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  • Das kann schon sein. Sicher gibt es auch viele ‚Event-Fans‘, welche die Arbeit der Kurve gerne erleben. Ich bin mir aber sicher, dass wir auch ohne Ultras nie Mühe hätten, das Stadion zu füllen. Ich glaube eher nicht, dass sehr viele Leute wegen der krassen Stimmung in die Allianz-Arena kommen.


    Aber ich stimme durchaus zu, dass es sehr gut und wichtig ist, genühend langjährige, treue Fans zu haben. Aber diese Attribute treffen ja keineswegs nur auf die Ultras zu. Es gibt auch sehr viele treue Fans, die nie bei den Ultras waren (Fussballfans gibt es ja durchaus auch schon länger als die Ultrakultur) und trotzdem seit Jahren oder gar Jahrzehnten ins Stadion gehen.

    In den 80ern tummelte sich manchmal Hinz und Kunz in der Südkurve.

    Ganz zu schweigen von der Tatsache, dass man oft sogar Karten für die Südkurve bekam.

    Das war ziemlich geil.


    Jetzt Karten für den Stehplatzbereich in der Südkurve bekommen? Utopisch.

    Und falls es doch klappt, dann lassen sich die "Stammgäste" ihr Standing schon irgendwie raushängen.

    Da wirst schon genau angeschaut, was da jetzt für einer kommt.

    Von daher will ich da schon gar nicht mehr stehen.

    Da würde mich das Drecks-Megaphon ja noch extremer nerven.

  • Dafür, dass das so utopisch ist, stand ich in den letzten Jahren aber ziemlich oft da...

    Schräg angeschaut wirst du maximal, wenn du tatsächlich in 112/113 stehst und 90 Minuten die Klappe hältst. Ich bin jetzt nicht der Mega-Supporter mit 90 Minuten Dauergesang, aber ich habe mich da immer wohlgefühlt...

    Direkt neben 112/113 steht übrigens tatsächlich einfach alles. Vom asiatischen Touri über das Gucci-Täschchen-Mäuschen bis zum Papa mit Kind.

  • Dafür, dass das so utopisch ist, stand ich in den letzten Jahren aber ziemlich oft da...

    Schräg angeschaut wirst du maximal, wenn du tatsächlich in 112/113 stehst und 90 Minuten die Klappe hältst. Ich bin jetzt nicht der Mega-Supporter mit 90 Minuten Dauergesang, aber ich habe mich da immer wohlgefühlt...

    Direkt neben 112/113 steht übrigens tatsächlich einfach alles. Vom asiatischen Touri über das Gucci-Täschchen-Mäuschen bis zum Papa mit Kind.

    Glaub ich Dir.

    In 112 und 113 war ich sowieso noch nie. Da hatte ich früher die Hoffnung, dass es mal zufällig klappt, war aber nix. Das müssen dann tatsächlich immer 111 und 114 gewesen sein.


    Vielleicht ist die Situation bzgl. der Tickets jetzt auch besser.

    Seit Arena-Eröffnung würde ich sagen war ich ca. ein halbes Dutzend mal "mittendrin" (nach meinem Empfinden).

    Versucht hab ich's wesentlich öfters.

    Wenn das jetzt einfacher ist, umso besser.


    Und das schräg anschauen war leider auch meine Wahrnehmung.

    Und ich würde behaupten, dass ich nicht nach Krawall oder sonstigen Zwielichtigkeiten aussehe.

    Vielleicht liegt's ja daran, dass ich bzw. wir einigen anderen Fans tatsächlich nicht genug mitgesungen habe bzw. haben.

    Aber erstens will ich nicht permanent singen und zweitens zieht mich das Geschehen auf dem Platz immer so in den Bann, dass ich automatisch mit dem Klatschen und Singen aufhöre. Multi-Tasking-Depp vielleicht?


    Aber ich hätte dazu schreiben sollen, dass das meine Wahrnehmung so bis ca. 2016 war.

    Seitdem nehme ich den Nachwuchs mit und versuche gar nicht erst mehr da hinzukommen, wo die Stimmung besonders laut und aufgeheizt ist.

    Man macht ja leider selbst auf "harmlosen" Plätzen manchmal Erfahrungen, die nicht kindgerecht sind.

    Die macht man aber natürlich selbst in der Kreisklasse, wenn man am Rand steht und zuschaut.

  • Wenn einen Megaphone stören und man nicht ständig singen will, macht es halt auch mal null Sinn in 112/113 zu gehen, sogar in 111 und 114 ist man da falsch;)


    Wenn man sich aber in die Bereiche begibt und nicht richtig mitmacht (oder im schlimmsten Fall noch sein Handy rausholt um Fotos zu schießen oder gar zu Filmen), ist es kein Wunder wenn man schief angeschaut wird. Das kann man halt eher in den wirklichen "Außenblöcken" oder im Norden machen.


    Dass sich viele für etwas elitäres halten und andere teilweise ablehnen, entspricht aber natürlich auch der Wahrheit.

  • Wenn einen Megaphone stören und man nicht ständig singen will, macht es halt auch mal null Sinn in 112/113 zu gehen, sogar in 111 und 114 ist man da falsch;)


    Wenn man sich aber in die Bereiche begibt und nicht richtig mitmacht (oder im schlimmsten Fall noch sein Handy rausholt um Fotos zu schießen oder gar zu Filmen), ist es kein Wunder wenn man schief angeschaut wird. Das kann man halt eher in den wirklichen "Außenblöcken" oder im Norden machen.


    Dass sich viele für etwas elitäres halten und andere teilweise ablehnen, entspricht aber natürlich auch der Wahrheit.

    Ja, aber siehst Du, genau das habe ich früher im Olympiastadion komplett anders empfunden.

    Klar, da war ich zugegeben auch deutlich jünger und hatte vielleicht eine andere Sicht auf die Dinge.


    Meine Erinnerung an damals ist aber so, dass man ganz eindeutig viel einfacher "mittenrein" gekommen ist und natürlich waren dort auch viel weniger aus der Szene (wenn ich es so nennen darf) vor Ort. Dementsprechend mehr Normalos wie ich/wir (Kumpels) auch.


    Da bist du spontan (!) ins Stadion gefahren, hast oft doch ne Karte für die Südkurve bekommen, standest oft direkt hinter den Fahnen, manchmal sogar wirklich am Zaun und ab und an hast du sogar einen aus dem gleichen Sportverein oder aus dem Nachbardorf getroffen. "Ja wia, bist du aaa dooo, du oida Depp? (gröhl)"


    Außerdem gab es damals garantiert keinen "Mitmachzwang" wie Du ja quasi selbst zugibst. Betrifft mich aber eh nicht, weil ich ja mitmache. Zumindest so lange bis die Auge-Hand-Mund-Koordination den Betrieb einstellt, weil ich in erster Linie ein Fußballspiel verfolge.


    Mit der Arena ging - in meinen völlig subjektiven Augen - ein wenig die Unschuld in der Südkurve verloren.


    Und die Megaphone sind auch ein persönliches Ding. Ich hasse die Teile auch im TV. Früher kannte ich die Dinger nur aus dem italienischen Fußball und habe immer gehofft, dass es die nie bei uns gibt. Ich weiß, dass unsere Kurve lange dafür kämpfen musste und ich wünschte, sie hätten genau diesen Kampf nie gewonnen. Da zieht es mir immer die Ohren zusammen, wenn ich diesen Vorgröhler höre. Außerdem schaut der das Spiel gar nicht, das kann gar kein echter Bayern-Fan sein. 8o

  • Das Problem ist - und da will ich niemandem zu Nahe treten, dass es einfach mittlerweile zu viele Proleten und Wichtigtuer in den Kurven gibt. Das bedeutet nicht, dass ich die Szenen in den Blöcken blöd finde, ganz im Gegenteil sogar, aber dass eben einzelne Personengruppen so dermaßen aggressiv und verblödet sind und eigentlich nur auf Fehler anderer warten, dass es einfach für viele kaum Spaß macht in einem Fanblock zu stehen. Selbst hier oben bei mir in Kiel, in einer eher kleineren Ultra-Szene, wird man ständig angepöbelt, wenn man mal aufhört zu singen, weil einem der selbe Text seit 20 Minuten auf den Sack geht. Ja, aber wenn der Capo nicht checkt, dass die Mannschaft gerade andere Rufe benötigt, als dieses immer leiser werdende "vor-sich-hin-Gesinge", dann muss man sich in der Szene auch nicht wundern, wenn Leute da mal aussteigen. Und dann kommen mal laute Rufe anderer Tribünen und das wird dann auch ignoriert, weil man sich lieber in den Schlaf singt. In der AA ist es zum Beispiel "Immer vorwärts FCB", das wird ja teilweise gefühlt 25 Minuten gesungen und man merkt richtig, wie von Minuten zu Minute immer mehr aussteigen, bis dann noch gefühlt 10 Leute singen.

    Wenn irgendwelche wild gewordenen Halbstarken aus der Szene ausrasten, weil ein "normaler Fan" Fotos vom Stadion schießt, dann muss man sich ebenfalls nicht wundern, dass es Kritik gibt.


    Das klingt jetzt vielleicht nach großer Kritik, aber vielleicht nur, weil ich die positiven Dinge der Fanblöcke außen vor gelassen habe. Ich stehe gerne im Fanblock, habe hier oben ne Dauerkarte im Block, fahre ab und zu auf Auswärtsfahrten auch mit nem Sonderzug etc. Das sind tolle Erlebnisse. Aber ich kann es auch verstehen, wenn einem diese Welt nicht (mehr) gefällt, weil es wahrscheinlich in jedem Verein Fans gibt, denen man einfach nicht begegnen will. Es gibt Tage da merkt man die gar nicht, es gibt aber auch Tage, da denkt man sich, dass da nur Idioten stehen.