Stimmungsthread

  • ...am interessantesten fand ich diesen Abschnitt:
    Was bleibt, ist eine neue Episode der Konfrontation. Auf beiden Seiten herrschen offenbar Lust und Drang, sich gegenseitig zu provozieren und auszutesten, wer der Stärkere ist. Manches grenzt auf beiden Seiten an Hysterie. Warum sonst überrumpeln die Münchner "unter Aufsicht des DFB" die Frankfurter Fans mit dieser Maßnahme, die sogar unter Juristen umstritten ist? Wieso müssen Verein und Staat derart Stärke zeigen, statt den Dialog zu suchen? Warum reisen Frankfurter Fans mit Schlagstöcken und Spraydosen zum Auswärtsspiel? Wer bringt ein Messer mit ins Stadion? Und warum boykottieren die Fans die Maßnahme und gehen nicht lächelnd rein, um der Polizei zu verdeutlichen, dass nichts zu befürchten ist?

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  • "Jacke aus, Pullover aus, Schuhe aus, Gürtel aus. Sämtliche Taschen ausleeren. Und dann intensives abtasten."


    ok, bis hierher sind wir an vielen Flughäfen. Und noch nicht mal am EL AL Gate...:-)


    Weiteres Ausziehen ist sicher kein Spaß, verstehe ich. Wonach die Beamten das dann im Einzelfall entscheiden werden, weiß ich nicht. Aber da ist Verhältnismäßigkeit dann sicher ein -auch rechtlich überprüfbares- Thema.


    Und es kann dann trotzdem auch sein, dass sich Hardcore-Pyromanen völlig "zivil" kleiden und andere Eingänge nehmen. Natürlich.
    Nur: wenn es dann durch solche Leute wieder zum Pyro-Einsatz kommt, was würde wohl die Reaktion vom Polizei/Vereinen sein ??? Noch härtere Kontrollen.
    Und das Argument, dass man durch eine bestimmte Kontrollart nicht jeden Täter im Vorfeld erwischt, ist doch keines. Soll man zB Überwachungskameras an U-Bahnhöfen etc komlpett abschaffen, weil ich nicht ALLE Straftaten erfasse, sondern nur die Hälfte ? Jede verhinderte, gebremste oderwenigstens noch später bestrafte Straftat rechtfertigt solche Maßnahmenl.


    Es gibt aber doch zu diesem Thema die denkbar simpelste Lösung: die Ultras und anderen nahestehenden Gruppierungen erklären einfach ihren Verzicht auf Pyrotechnik. Also nicht mehr als die EInhaltung der bestehenden Gesetze. Und über die Gruppenhierarchie -Stichwort Selbstreinigung- ja angeblich realisierbar. Wenn die Leitwölfe das wollten. Wenn.....
    Wäre das zuviel verlangt ??????
    Finde ich nicht.


    Aber eine Vorleistungspflicht der Vereine /Behörden besteht ganz sicher nicht.

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  • Du sollst gar nichts herauslesen. Ich habe nicht von Strafe gesprochen und Ausgangspunkt der Diskussion waren die aus meiner Sicht unverhältnismässigen Kontrollen. Eigentlich ganz einfach.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Beitrag aus der AZ:


    http://www.abendzeitung-muench…87-8073-b64ff92a963d.html


    Zitat:


    21.02 Uhr: Herrmann schimpft, bevor Fragen aus dem Publikum gestellt werden, über die Schickeria des FC Bayern, die laut ihm bei einer Zugreise nach Mainz vor drei Jahren mehrere Beamten krankenhausreif geschlagen hätten. Herrmann ruft: "Lebenslang! Da muss eine lebenslange Stadionsperre her!" Schneider beruhigt: "Das Thema ist wie eine heiße Kartoffel. Wir dürfen es nicht zu einem Verschiebebahnhof über die Finanzierung der Sicherheit werden lassen." Herrmann wütend: "Ich erwarte von den Vereinen, dass sie ein Konzept vorlegen, wie Stadien sicher gemacht werden können. Die Vereine müssen mehr Geld in Fanbetreuung investieren. Das erwarte ich von diesen ganzen großen und reichen Vereinen." Schneider kontert lässig: "Da gehören wir nicht dazu."


    Natürlich hat er inhaltlich Recht, aber muss man das auf diese populistische Art und Weise sagen? Strafen sind (hoffentlich) gesprochen worden. Als Innenminister von Bayern sollte man da doch etwas seriöser an die Sache rangehen.


    Michael

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  • Die "Thema des Tages" Seite im Münchner Teil der Süddeutschen Zeitung von heute sollte sich der Verein einrahmen und an die Wand hängen.

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  • ich möchte mal drauf hinweisen daß man sich den ganzen Artikel der AZ durchliest.


    auch.... u.a. ...... die aussagen von schneider:


    20.37 Uhr: Schneider hakt ein: "Ich bin der lebende Beweis, dass man ein Spiel im Fanblock ohne Schaden überstehen kann." Doch er gibt Koch recht: Ich bin auch schon von Polizisten und Security-Leuten zur Seite geschickt worden, obwohl ich nur schlichten wollte. Ich habe tatsächlich auch die Beobachtungen gemacht, dass Sicherheitspersonal nur darauf wartet, jemandem im Stadion auf die Schnauze zu hauen. Wir sollten darauf achten, dass das Security-Personal nicht danach ausgewählt wird, dass es bilig ist und einen dicken Bizeps hat. Nein, wir brauchen keine Leute, die besser vor einem zweifelhaften Lokal als Türsteher aufgehoben wären. Ich weiß, wovon ich spreche, denn ich treibe mich da rum, wo es wehtut. Ich stehe nicht vor Promi-Eingängen. Deswegen weiß ich: Wir brauchen Qualifikationsmerkmale für die Deeskalationsfähigkeit von Sicherheitskräften. Wir dürfen nicht immer nur auf die Fans losgehen. Die andere Seite wartet auch manchmal nur darauf, mal richtig zuzulangen."


    u.a. stand ich selbst mal in der kurve als es damals es um die fahnenstangenlänge ging.
    irgendwer hatte eine fahne mit einer von den maßen her nicht zulässigen länge geschwenkt.


    klar, das war verboten, sehe ich auch ein (gsd ist das inzwischen wieder geändert)
    aber muß man da gleich mit 30 polizisten (es war nicht nur die "grünen", nein es kam die usk in voller kampfausrüsting) in den block? auf jeder 2.treppe stand dann einer der uskler......


    was ich damit darlegen will..... deeskalation sieht anders aus!!!
    hätte es nicht gereicht wenn man einen ordner und den fanbeauftragen geschickt hätte?


    war nur gut daß sich die fans in der kurve besonnen verhalten haben, denn es hätte auch zu schlimmen auseinandersetzungen mit den einmarschierten einsatzkräften kommen können.

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  • Liebe Bayern-Fans,


    die Verwendung von Pyrotechnik in Fußballstadien ist verboten: Ihr gefährdet mit Pyrotechnik die Sicherheit von Menschen - und auch Eure eigene.


    Der FC Bayern musste in der Saison 2011/2012 insgesamt 130.000 (!) Euro Geldstrafe für das Abbrennen von Pyrotechnik seiner eigenen Stadionbesucher bezahlen! 130.000 Euro - mit Abbrennen von Pyrotechnik schadet Ihr also auch dem FC Bayern.


    Dem FC Bayern ist es ein wichtiges Anliegen, die Fankultur in Deutschland, z.B. Fankurven mit Stehplätzen, zu bewahren: Dies wird uns allerdings nur gelingen, wenn Pyrotechnik in den Stadien keinen Platz hat.


    Wir hoffen, dass Ihr den FC Bayern beim wichtigen Auswärtsspiel in Nürnberg lautstark, aber ohne Pyrotechnik, ohne Gewalt und ohne Diskriminierungen unterstützen!


    Dafür danken wir Euch,


    Matthias Sammer & Philipp Lahm
    (im Namen der Mannschaft)


    http://www.fcbayern.telekom.de…tuell/news/2012/38206.php

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  • Finde ich gut. Auch wenn ich das mit dem Geld weggelassen hätte, oder zumindest weniger Raum eingeräumt hätte. So klingt der Text, als ob das mit dem Geld wichtiger wäre als die Gefährdung. Und das ist es doch hoffentlich nicht?

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  • Es ist aber schon richtig das sie das Geld auch erwähnen. Auch wenn es für den FC Bayern nur ein "Taschengeld" ist. 130.000 € sind ein Haufen Geld.

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  • Das wäre doch vielleicht die Lösung um die Pyrojungs zufriedenzustellen und die Sicherheit der Fans zu erhalten.:D:D:D


    Netter Aufruf, trotz des Hinweises auf das Geld. Aber das bringt eh nix, leider.:(

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  • Tja, wie zu erwarten haben die Ultras diese Chance nicht genutzt und schon wieder gefährliche Pyrotechnik im Block abgebrannt. Damit ist das Weiterbestehen der harten Kontrollen bei unseren Heimspielen jetzt erst recht gefestigt und alle Zuschauer müssen drunter leiden.


    Schönen Dank liebe Ultras und sonstige hirnlose Zündler!>:-|

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  • Oh yeah, im ganzen Gästeblock befanden sich also Ultras? Ja ne ist klar!


    Und auch NUR die Ultras haben gezündet, ist klar....

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