Gewalt, Randale und Ausschreitungen

  • Man könnte mal eine sachliche Diskussion über die leider sehr negative Entwicklung in unserer Fussballszene führen, bzw explizit das verhalten von sogenannten "Fans" in letzter Zeit!!

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  • wie schon im stimmungsthread gepostet macht mir die entwicklung in letzter zeit große sorgen.
    wir haben anscheinend immer mehr gewaltbereite gruppierungen die unseren sport dazu nutzen ihren frust vor in den stadien sowie an gegnerischen fans auszulassen.
    mich würde im besonderen auch die meinung von fans intressieren die live in den stadien sind und vor allem auch unterklassige spiele besuchen

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  • die situation in den stadien spiegelt die gesellschaftliche situation wider. ich denke, dass dieser satz eine fruchtbare diskussion einleiten kann.

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  • Danke, skalle!


    Ich war gerade am Überlegen, ob ich diese Diskussion auf diese Schiene leiten soll, denn ich wollte auch vorschlagen, dass man hier jetzt nicht nur auf die "Fans" der Vereine, die in dieser Gewaltszene auffällig und involviert sind, einhaut und sich empört und die üblichen Strafen fordert - das alles ist bekannt und nichts Neues.
    Man sollte mal darüber hinaus nachdenken, welche Auslöser es für solch ein Verhalten gibt! Z.B. soziales Umfeld, gesellschaftliche Situation, aber auch hinterfragen, wie der Staat/die Polizeit (speziell USK, was in anderen Bundesländern außer Bayern vielleicht anders heißt, aber ich meine damit die schwarz gekleideten Kampf-Trupps) da eventuell anders damit umgeheh könnte oder wo sonst die Gründe liegen könnten.


    Bin mal gespannt, was da an Meinungen so kommt!

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  • </span><br>-------------------------------------------------------Pro Gewalt!<span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">


    schliesse mich an :8 </span><br>-------------------------------------------------------

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  • ich tu mich damit bissl schwer da ich die gesellschaftliche situation nicht definieren kann...
    bei uns in berlin ist sie mit sicherheit anders als z.B. in bayern,nrw oder baden wttbg....aber die krawalle finden ja überall statt(siehe gestern heilbronn und uerdingen) das mag schon sein,dass es damit zu tun hat, aber dazu müßte man erst mal eine definition für diese gesellschtliche situation finden.
    haben denn diese gruppierungen nix in der birne? sind es menschen aus allen schichten? was treibt sie an wildfremde menschen anzugreifen und zu glauben dass sie sich alles erlauben dürfen >:| >:|

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  • als minimakonsens sollte man nicht übersehen das es definitiv zu einer Verrohung gekommen ist.
    Mal weg von den Fussball bezogenen Krawalle kann ich hier vor Ort beobachten das die Übergriffe anderer, schlimmerer Natur als früher sind.
    Das Demütigen des Gegners ist wichtiger Bestandteil des Überfalls.


    Auch die Tatsache das man es nicht dabei belässt eine Opfer eine mit zu geben, und wenn dieser zu Boden geht ists gut.
    Es wird mittlerweile immer nachgetreten, auch gegen den Kopf.
    Der übliche Ansatz das nun nur auf Computerspiele und Filme zurück zu führen ist mir zu simpel.


    Mit Sicherheit steuert der Konsum gewisser Medien dazu einen gehörigen Teil bei, dch gab es solche Filme auch schon vor 30 jahren und der Kodex des Strassenkampfes war ein anderer. Waffen sogar absolut verpöhnt, während es heute dazu gehört das Messer und nun auch Pistolen dabei im Spiel sind.


    Es gibt Ansätze die von einer gesamtgesellschaftlichen Tendenz ausgehen die die Grundlage für all das darin sehen, das es zu einer kompletten Werteverlagerung kam, hin zum rein materiellen Denken und dem Strebe danach diesesn Status der unbewusst gefordert wird unbedingt, mit allen Mitteln erreichen zu wollen, wenn nicht gar müssen.
    Und dieses mit allen Mitteln ist dann wörtlich zu nehmen.


    Dieser Kampf, alle gegen alle ist also ursprünglich im sozialpsychologischen Bereich an zu siedeln und findet damit auch im gewaltbereiten Umfeld von Fans und Hooligans statt.
    Der Hooliganism der 80er und 90er Jahre hat mit diesem "Kampf" heute nichts mehr zu tun.


    Es gibt keine klar aus zu machende Abgrenzung, ein gemeinsdamer Kodex liegt nicht vor.Es ist quasi alles erlaubt, was nutzt dem "gefühlten" Gegner eines rein zu brezzeln und das dann mit Schmackes.
    Italien lässt grüssen.


    Dazu kommen dann auch politisch motivierte Gedankengänge ( im Osten sehr verbreitet ).
    Lokalpatriotische Ansätze sind auch heran zu führen als letztes Mittel einer verloren gegangenen Identifikation, da das grosses Ganze immer undefinierbarer wird ( gefühlte Auflösungserscheinung des Nationalstaates, aufgehen des selbigen im Wirr Warr Europa ).


    Ergo: Rückbesinnung auf das greifbar nächste: Strasse, Viertel, Stadt.Dieses Gangdenken ist in den USA weit verbreitet und hat genau in diesem erlebten Kampf um gesellschaftliche "Anteile" ihre Ursache.

    Neulich wars gestern mehr als draussen

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">wie der Staat/die Polizeit (speziell USK, was in anderen Bundesländern außer Bayern vielleicht anders heißt, aber ich meine damit die schwarz gekleideten Kampf-Trupps) da eventuell anders damit umgeheh könnte oder wo sonst die Gründe liegen könnten. </span><br>-------------------------------------------------------


    das wollte ich gerne separat beantworten.
    Dieses Phänomen liegt in einer Verschiebung von Autoritäten begründet.
    Der Polizist des SEK etc. ist der greifbarste Gegner, den ma findet wnn man mit dem System nicht konform geht.
    Das übliche pubertäre aufbegehren ist nicht nehr in dem Maß gegeben wie früher, weil die familären Strukturen längst andere sind.
    Die Welt an sich wird als ungerecht empfunden und ist sie auch teilweise.
    Im soziale Sektor un im wirtschaftlichen Sektor wird der Staat als Repräsentant eines maroden Systems, welches oft als Basis fürs eigene Unglück empfunden wird.
    Der Versuch diesem "Übel" eins aus zu wischen ist dann die direkte Konfrontation mit der Polizei, die sich ja auch als tatsächlicher Gegener so präsentiert.Der martialische Aufzug an sich ist schon Reizpunkt genug um quasi schon bildhaft den Drachen dar zu stellen den es nieder zu strecken gilt.
    Die soziale Struktur bei Hooligans heutiger Zeit, wird in Studien belegt ist mittlerweile eher durchzogen mit den eher benachteiligten Teilen der Bevölkerung als früher wo es stinknormale Bürohengste waren die am Wochenende ihr kleines Abenteuer mit "Gleichgesinnten" suchten.
    Das ist heute eine völlig andere Zusammensetzung der Gangs.
    Dieser Kampf findet auf mehreren Ebenen statt.
    Der Fussball und das Umfeld bleibt dabei aber stärkerer Aufhänger als früher.Hier war er nur Bühne, heute ist er gefühlter Inhalt, der mit Stolz und Ehre gleichgesetzt wird.
    In diesem Maß wird der Kampf auch bedeutend härter geführt.

    Neulich wars gestern mehr als draussen

  • Also ich würde die Soziale Situation nicht unbedingt verantwortlich machen. Denn die hat sich seit Jahren nicht verändert. Auch das viel gescholtene Hartz4 hat auf dem 2. Blick nicht so fürchterlich viel zu tun. Denn die Menschen denen es wirklich geschadet hat und nach Jahrelanger Arbeit ihren Job und ihre Ersparnisse verloren haben befinden sich sehr sehr selten unter solchen gewaltbereiten Gruppierungen.


    Ich denke eher dass wir mittlerweile die Auswirkungen sehen die das Bildungssystem bei uns hinterlassen hat. Umso geringer die Bildung desto höher die Gewaltbereitschaft. (daher auch dr Fokus auf den Osten der Jahre gebraucht hat um an das westliche Niveau überhaupt aufzuschließen) Hier hat man einfach vor langer Zeit nicht dagegengesteuert. Zum einen fehlt denen meistens die Qualifikation für den Arbeitsmarkt und zum anderen die Bereitschaft geringere Jobs anzunehmen oder umzuziehen. Diese Situation bei uns ist komplett verschieden zu denen in den USA wo einfach die Stellen fehlen.
    In Deutschland geht es den betroffenen Menschen gut genug, dass sie es sich leisten können solche Berufe z.b. Bäcker (und einen evt. Umzug) nicht anzunehmen. Und natürlich nicht gut genug um daher mit ihrem Leben und ihrer Situation zufrieden zu sein.


    Natürlich könnte man hier wieder die Diskussion starten mit zu hohen Managergehältern und den rießen Unterschieden. Aber selbst wenn diese angepasst werden würden gäbe es für die gering bezahlten Berufe keinen Unterschied.


    Wenn man jetzt noch einen Blick in die Schulen wirft. Muss man auch recht schnell zum Schluss kommen, dass vielen der Respekt vor anderem (sei es nun fremdes Eigentum oder einer Anderen Person fehlt)
    Für mich sind die Gründe so vielschichtig. Dass man sich bei diesem Thema auch nicht einfach wahllos einen Pseudoschuldigen rausgreifen kann wie z.b. bei der "Euro-Krise" und die Regierungen und die Banken als das unsagbar Böse hinstellen kann.

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Denn die hat sich seit Jahren nicht verändert</span><br>-------------------------------------------------------


    das meinst du nicht ernst der? :-O

    Neulich wars gestern mehr als draussen

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Denn die Menschen denen es wirklich geschadet hat und nach Jahrelanger Arbeit ihren Job und ihre Ersparnisse verloren haben befinden sich sehr sehr selten unter solchen gewaltbereiten Gruppierungen.</span><br>-------------------------------------------------------


    Nö die selbst nicht aber deren Nachwuchs, der dem Erfolgs und Geltungsdruck genau so ausgesetzt ist und damit in den Strudel reingerissen werden.
    Wenn dazu etwas Labilität dazu komm hast du den perfekten "Schläger".

    Neulich wars gestern mehr als draussen

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">dass wir mittlerweile die Auswirkungen sehen die das Bildungssystem </span><br>-------------------------------------------------------
    das Bildungssystem ist Teil des sozialem Gesamtsystems.
    Die Auswirkungen mangelhafter bildung sind ein Teilaspekt, der im Hinblick auf berufliche Qualifikation den Anfang bildet.

    Neulich wars gestern mehr als draussen

  • Bei sozialer Situation bin ich von den ehemaligen sozialhilfeempfängern ausgegangen. Da hat sich in der Grundsicherung nichts geändert.


    Und der Nachwuchs der 2. Gruppe ist wohl zum größten Teil noch nicht in dem Alter.


    Dass sich die Situation im Bereich Arbeitsmarkt geändert hat sollte jedem klar sein. Heutzutage muss man für viele Berufe deutlich mehr mitbringen als noch zur Zeit der reinen Fließbandarbeit und der Familienbetriebe. Hier ist dann auch das Netz für die schlecht ausgebildeten Menschen nicht mehr so groß.

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  • Bei Hooligans handelt es sich vorwiegend um junge Männer um die 20 Jahre, die ein starkes Bedürfnis nach Stimulation haben, kaum Partnerschaften eingehen und sich nach eher problematischen Vorbildern richten. Man ist sich einig, dass eine Kombination von Faktoren, die aus der Situation erwachsen, und einer von vornherein erhöhten Gewaltbereitschaft vorliegen muss, dass es zu Hooliganismus kommt. In ihrer überwiegenden Mehrheit lassen sich die Fans von der Stimmung während eines Fußballspiels, von Emotionen, Lärm und Menschenmassen keineswegs zu Aggressionen hinreißen, die in Tätlichkeiten münden. Zusammenhänge zwischen dem Alkoholausschank und Schlägereien unter den Zuschauern konnten nicht nachgewiesen werden, jedoch breiten sich die Aktionen von Hooligans zunehmend auf das weitere Umfeld von Großveranstaltungen aus.


    Systematische Studien zu den Persönlichkeitsmerkmalen derer, die zur Gewalt bereit sind, Gewalt anwenden oder auch nur fasziniert dabeistehen, fehlen weitgehend, und die vorhandenen Untersuchungen liefern unterschiedliche Befunde.


    Britische Hooligans kommen aus sozial schwachen Schichten, sind häufig arbeitslos, trinken fast immer Alkohol, ehe sie bei Fußballspielen zuschlagen.


    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Aus Deutschland stammen Ergebnisse, nach denen Hooligans sich eher aus gut ausgebildeten und sozial abgesicherten Schichten rekrutieren und neben der "bürgerlichen Alltagsidentität" eine "jugendkulturelle Hooligan-Identität" aufweisen, die ihnen Abwechslung und Aufregungen verschafft (Ärzte, Juristen, Kaufleute, Ingenieure). Darunter sind viele, die während der Woche normal arbeiten und am Wochenende am Fußballplatz ihren Aggressionen freien Lauf lassen. Gewalt ist für sie eine Art Droge, sie brechen aus den Zwängen des Alltags aus.</span><br>-------------------------------------------------------
    ->
    veraltet!
    Tendenz geht in Richtung England / Italien.


    Diese Hooligans sind meist gut organisiert, denn schon Wochen vor Beginn einer Veranstaltung verabredeten sie über Internet, Mobilfunk und Telefax, wann sie auf welchem Platz sein werden. Das im Grunde unauffällige Äußere in T-Shirt, Jeans und Turnschuhen gleicht einer Uniform im Tarnlook und gehört zu ihrem Konzept. Sie wollen aus dem anonymen Nichts auftauchen, wahllos oder zielgerichtet prügeln und dann wieder verschwinden, heimkehren in die Familie. Es ist ihnen offensichtlich wichtig, von möglichst wenigen Seiten akzeptiert zu werden.


    In Italien wurden Gewalttäter dagegen vorwiegend im Milieu von Arbeitslosigkeit und niedriger Bildung gefunden.


    Der amerikanische Ethnologe Bill Buford, hat viele Jahre lang ein Doppelleben geführt. Während er unter der Woche eine Londoner Zeitschrift für Literatur herausgab, begleitete er an den Wochenenden die Fans von Manchester United auf ihren Kriegszügen durch Europa. Der Cambridge-Absolvent kroch mit den Hooligans in Pubs und betrank sich mit ihnen bis zur Besinnungslosigkeit. Penibel zeichnete er seine Erfahrungen im Buch "Geil auf Gewalt" (Hanser-Verlag) auf.


    Belgische Studien wiederum führten zu einer Differenzierung in einen harten Kern von strafrechtlich bereits aufgefallenen Tätern, die Aktionen eingehend planen und das Medienecho verfolgen, und in Jugendliche, die die Anerkennung dieses Personenkreises suchen und gerade darum oft besonders schnell zuschlagen. Eine dritte Gruppe, die Mitläufer, liefert verbale Unterstützung, wird aber selbst nicht handgreiflich.


    Viele Fragen aber bleiben offen. Die soziale Herkunft ist ebensowenig systematisch erfaßt wie das Sozialverhalten in anderen Zusammenhängen oder die psychische Gesundheit.


    etwas veraltet aber mit immer noch interessanten Infos ( war im Vorfeld 2006 verfasst worden )
    http://www.bpb.de/publikatione…r_Fans_und_Hooligans.html
    +++


    http://paedpsych.jk.uni-linz.a…TE97/THEMA09/Thema09.html


    Thema Fanprojekte:
    http://www.sgbviii.de/S24.html


    Buchtipp:/Studie: ->
    Hooligans - Gewalt in Fußballstadien von Marjan Rosetz
    http://books.google.de/books?i…AEwCQ#v=onepage&q&f=false



    Hooliganism und Gewalt- Die Subkultur der Hooligans von Patrick Seigerschmidt
    ->
    http://books.google.de/books?i…AEwCA#v=onepage&q&f=false

    Neulich wars gestern mehr als draussen

  • Gewalt ist eine Lösung: Morgens Polizist, abends Hooligan - mein geheimes Doppelleben


    Autor: Stefan Schubert
    Verlag: Riva
    Format: Gebundene Ausgabe
    Seiten: 336
    Preis: EUR 19,90
    http://www.amazon.de/Gewalt-is…creativeASIN%3D3868830642


    Polizist als Hooligan entlarvt - diese Schockmeldung erschütterte 1996 die ganze Nation. Nach einem Fußballspiel hatten Hooligans in der Bielefelder Innenstadt eine Straßenschlacht mit 55 Verletzten angezettelt - an vorderster Front dabei: Stefan S., Polizist. Acht Jahre lang hatte der Polizeiobermeister in zwei Welten gelebt: Während er unter der Woche in Uniform auf Streife ging, zog er am Wochenende deutschland- und europaweit durch die Stadien. Hart und ehrlich berichtet Stefan Schubert von dem süchtig machenden Rausch der Gewalt und deckt zugleich das Versagen der Polizei auf, die ihn unbehelligt ließ, obwohl sie von seinem blutigen Hobby wusste. Nach einem geheimen Deal zwischen Staatsanwaltschaft, Gericht und Polizeiführung schied er aus dem Polizeidienst aus - jetzt packt er aus.


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    Einführung:
    Fußballfans und Hooligans. Warum Gewalt?
    Autor: Hauke Wagner
    Verlag: Wagner Verlag
    Format: Broschiert
    Seiten: 71
    Preis: EUR 4,90


    Es geht in diesem Buch nicht nur über Krawalle und Ausschreitungen von Fußballfans - sondern es wird auch über deren Ursachen, Hintergründe und über die Geschichte des Fußballs ein umfassender Einblick gegeben. Des weiteren werden Möglichkeiten aufgezeigt, wie man Ausschreitungen und Gewaltanwendungen verhindern kann. Es wird aber auch auf die Problematik eingegangen, dass immer mehr Jugendliche in unserer Gesellschaft Gewalt ausüben - in ihrer Freizeit und in den Schulen. Dabei wird der Frage nachgegangen, woher das kommt und was man dagegen unternehmen kann. Da ein jeder von uns alltäglich mit Gewalt konfrontiert werden kann, wird darüber hinaus in diesem Buch aufgeführt, wie man sich in solchen Situationen verhalten sollte. In diesem Zusammenhang wurden Möglichkeiten zur Gewaltvermeidung erarbeitet, die mit Erwachsenden als auch mit Kindern eingeübt werden können und dafür sorgen können, dass man sich in solchen Situationen nicht mehr ausgeliefert fühlt, sondern selbst die Initiative übernimmt.


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    Die Subkultur der Hooligans. Merkmale, Probleme, PräventionsansätzeAutor: Ina Weigelt
    Verlag: Tectum-Verlag
    Format: Broschiert
    Seiten: 277
    Preis: EUR 25,90


    http://www.amazon.de/Subkultur…3828886795/ref=pd_sim_b_3


    Thomas Putz, socialnet.de, 9/2004
    "Trotz einiger kleiner Schwächen gibt das gut lesbare Buch einen Überblick über die Gewaltproblematik beim Fußball und die verschiedenen Aspekte der Hooligan-Subkultur. Es ist für Mitarbeiter in Fan-Projekten und der Jugendarbeit, aber auch für interessierte Laien empfehlenswert."
    Kurzbeschreibung
    Ina Weigelt beschäftigt sich mit dem "Problem" Hooligans. Dabei versucht sie nicht, sich an gängigen Klischees entlang zu hangeln, sondern vielmehr durch Zusammentragen unterschiedlichster Quellen ein wahrheitsgemäßes Bild der Subkultur zu zeichnen. Die besonderen Spezifika und Verhaltensweisen der "Hools" (u. a. äußerliche Erscheinung, Hierarchisierung, Alkohol- und Drogenkonsum, Männlichkeit und Körperlichkeit, Freund- und Feindschaften etc.) werden - frei von Vorurteilen -ausführlich beschrieben. Die besonderen Probleme dieser Subkultur werden ebenfalls angesprochen, so z. B. das Bild der Frau innerhalb der Szene, die Rolle der Medien bei der Gewaltentstehung und die politische Orientierung der Hools. Des Weiteren werden die Geschichte und Entwicklungen der Subkultur näher beleuchtet; einschließlich eines Ost-West-Vergleiches. Bei der Ursachenforschung trägt die Autorin die verschiedensten Expertenmeinungen zusammen, um der Bandbreite der möglichen Gründe für Zuschauerausschreitungen bei sportlichen Großereignissen auf die Spur zu kommen. Schließlich werden die Präventionsmaßnahmen - praktiziert durch die Sozialarbeit, die Polizei, den Staat, die Ordner und die Vereine/den DFB - einer Analyse unterzogen. Für alle, die sich mit dem Phänomen Fußballausschreitungen beschäftigen wollen (oder müssen), ist dieses Buch eine gelungene Zusammenstellung der Aspekte der Subkultur.


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    In kleinen Gruppen, ohne Gesänge: Unterwegs mit den Hamburg Hooligans
    Autor: Alexander Hoh
    Verlag: Trolsen Communicate
    Format: Broschiert
    Seiten: 413
    Preis: EUR 14,90
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    Geil auf Gewalt: Unter Hooligans
    Autor: Bill Buford
    Verlag: Goldmann Verlag
    Format: Taschenbuch
    Seiten: 368
    Preis: EUR 9,95
    http://www.amazon.de/Geil-auf-…creativeASIN%3D3442156289


    Radikaler Nationalismus, organisiertes Massenrandalieren, eskalierende Gewalt, Angst und Schrecken. Mit Sportbegeisterung haben die brutalen Exzesse im Fußballstadion oft nicht mal mehr am Rande zu tun. So packend wie ein Krimi, manchmal so bedrückend wie ein Alptraum in Zeitlupe: Bill Buford schildert seine Erlebnisse mit den gefürchteten englischen Hooligans auf den Fußballplätzen Englands und Europas.


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    Scally: Bekenntnisse eines Kategorie-C-Hooligans
    Autor: Andy Nicholls
    Verlag: Trolsen Communicate
    Format: Broschiert
    Seiten: 413
    Preis: EUR 14,90


    http://www.amazon.de/Scally-Be…creativeASIN%3D3981264916


    Andy Nicholls ist jedem szenekundigen Polizeibeamten beim Fußball in England bekannt. Für über ein Vierteljahrhundert war Nicholls einer der aktivsten Hooligans des Landes. Bei seinem Verein, Everton, galt er als führender Kopf des gewalttätigen Anhangs.
    Nicholls kassierte mehr als zwanzig Haftstrafen wegen fußballbezogener Delikte. Aus Belgien, Island und Schweden wurde er ausgewiesen, sein Fanzine "Get Into Them" wurde von den Behörden verboten, und er selbst hat mittlerweile Stadionverbot in allen Grounds Großbritanniens.
    In dieser autobiografischen Schilderung blickt er detailliert auf seine aktive Zeit zurück."Scally" sorgte für einen Sturm der Entrüstung, als das Buch in England erschien. Liverpooler Tageszeitungen verlangten sogar ein Publikationsverbot.


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    Der Hooligan: Fußballfan, Punker, Neonazi - eine wahre Geschichte aus Berlin-Köpenick
    Autor: Damaris Kofmehl
    Verlag: Brunnen Verlag
    Format: Taschenbuch
    Seiten: 288
    Preis: EUR 11,95


    http://www.amazon.de/Hooligan-…creativeASIN%3D3765540056


    Jan wächst in Ost-Berlin, in der ehemaligen DDR, auf. Schon als Vierzehnjähriger sorgt er mit seinem Irokesenschnitt für Aufsehen. Gleichzeitig lernt er ein paar Hooligans kennen und beginnt, sich nach den Fußballspielen mit den gegnerischen Fans zu prügeln. Die Kämpfe werden immer brutaler, und schon bald sind Jan und seine Freunde als die berüchtigtsten und verrücktesten Hooligans der ganzen Umgebung verschrien. Jan lässt keine Straßenschlacht aus und fürchtet sich nicht davor, mit zwanzig Hools gegen einen Mob von zweihundert anzutreten. Mit fünfzehn Jahren landet Jan wegen staatsfeindlicher Liedtexte in einer Jugendstrafanstalt, die seinen Hass gegen den Staat noch mehr schürt. Mit achtzehn versucht er, in den Westen zu flüchten, und landet im Stasi-Knast, wo er die ganze Härte des Systems erneut zu spüren bekommt. Am 9. November 1989 erlebt Jan live mit, wie die Mauer fällt. In der Hooliganszene herrschen jetzt beinahe kriegsähnliche Zustände. Die Polizei ist nicht mehr Herr der Lage. Und langsam verliert auch Jan die Kontrolle über sein Leben. Er schließt sich der Neonazi-Szene an und rutscht immer tiefer in den Sumpf aus Gewalt und Alkohol. Unaufhaltsam bahnt sich eine Katastrophe an. Doch Jan steckt schon zu tief drin, um auszusteigen. Ein anderer muss für ihn die Notbremse ziehen, ehe es zu spät ist...


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    HOOLIGANS: Britische Hooligans von A-Z
    ( extrem informativ, wer sch für die brit. Szene interessiert sollte es sich unter den Baum legen lassen ) ;-)


    Autor: Nick Lowles, Andy Nicholls
    Verlag: Kar-Verlag
    Format: Broschiert
    Seiten: 309
    Preis: EUR 16,90


    http://www.amazon.de/HOOLIGANS…creativeASIN%3D3981280105


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    The Boys from the Mersey: Unterwegs mit der Annie Road End Crew Liverpool sehr lesenswert!
    Autor: Nicholas Allt
    Verlag: Trolsen Communicate
    Format: Broschiert
    Seiten: 391
    Preis: EUR 13,90


    http://www.milobooks.com/files…/boys-from-the-mersey.jpg


    http://www.amazon.de/Boys-Mers…creativeASIN%3D3980906442


    Liverpools Mob aus dem Annie Road End des legendären Stadions an der Annie Road war nicht so sehr für seine Gewalttaten bekannt. Was die Jungs auszeichnete, war ihr Witz, ihre Unverfrorenheit und ihre Fähigkeit, mit wenigen Pennies in der Tasche durch ganz Europa zu reisen - immer ihren geliebten Redmen hinterher, der Mannschaft von Liverpool FC. Dieses Buch ist nicht nur lustige Freizeitlektüre, sondern vermittelt quasi nebenbei auch einen Zustandsbericht vom Liverpool in den Jahren der Thatcher-Regierung. Es setzt damit der Stadt und dem Verein Liverpool, vor allem aber seinen Fans ein Denkmal



    The Men In Black: Manchester Uniteds Hooligans
    Autor: Tony O Neill
    Verlag: Trolsen Communicate
    Format: Broschiert
    Seiten: 261
    Preis: EUR 12,90


    http://www.amazon.de/Men-Black…creativeASIN%3D3980906493


    Von den frühen Achtzigern bis in das neue Jahrtausend hinein dominierte eine Fußball-Gang die Straßen und Tribünen Großbritanniens. Älter, härter und besser organisiert als ihre Gegner, tauchten sie überall auf und schienen niemanden zu fürchten. Nach einem spektakulären Auswärtsauftritt gab ihnen ein entnervter Heimfan den Namen "Die Männer in Schwarz"; "The Men in Black". Manchester Uniteds Mob hatte seit langem für Aufruhr gesorgt. 1989 jedoch sollte der harte Kern Gegenstand eines umfangreichen Undercover-Einsatzes der Polizei werden, die auf den Codenamen "Operation Mars" hörte. Sie zielte vor allem auf den berüchtigten "General" der United-Hooligans ab: Tony O`Neill. Als das danach folgende Gerichtsverfahren und die Anklagen jedoch in sich zusammenfielen, waren die "Men in Black" wieder da: klüger, gewitzter und organisierter als je zuvor.


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    Congratulations You Have Just Met The ICF: Die Geschichte der West Ham Inter City Firm
    Autor: Cass Pennant
    Verlag: Trolsen Communicate
    Format: Broschiert
    Seiten: 318
    Preis: EUR 14,90
    http://www.amazon.de/Congratul…creativeASIN%3D3980906426


    Die InterCity Firm war die sicher bekannteste Fußball-Gang im England der siebziger und achtzigerJahre.Bestseller-Autor Cass Pennant gehörte zum inneren Zirkel der I.C.F. Nur seine herausgehobene Position ermöglichte ihm, für dieses Buch Schilderungen aus der wilden Zeit der InterCity Firm zu sammeln, die bisher noch nie der Öffentlichkeit zugänglich waren: Die Rivalität mit West Hams Gegnern aus dem Südosten Londons, Millwall, die Erstürmungen des Sheds von Chelsea, die heftigen Aufeinandertreffen mit Liverpool an der Aneld Road.Auch Musik und Mode gehörte zum Lebensgefühl dieser Generation, die so gar nicht dem Klischee des arbeits- und hirnlosen Fußballschlägers entsprechen wollte.Pennant führt den Leser von den Anfängen der I.C.F. als noch minderjährige Heißsporne bis zur legendären Kanalfährenschlacht gestandener Männer gegen Manchester United.Die Geschichte der West Ham InterCity Firm untrennbarer Bestandteil des englischen Fußballs.
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    Millwall For Life: Lebenslang Millwall
    Autor: Barrie Stradling
    Verlag: Trolsen Communicate
    Format: Broschiert
    Seiten: 279
    Preis: EUR 12,90
    http://www.amazon.de/Millwall-…creativeASIN%3D3980906469


    England hat glorreiche Fußballvereine: Manchester United, Chelsea, Arsenal, Liverpool und viele andere.
    Und England hat Millwall.


    Wie kein zweiter Verein auf der Insel steht Millwall für Fußball als harte Arbeit, als Freizeitvergnügen des kleinen Mannes. Millwall ist ?working class?: Ein Verein, dessen Fans kein Problem mit einer Niederlage haben, wenn nur gekämpft wurde.


    Barrie Stradling ist seit knapp vierzig Jahren Millwall-Fan. Er hat alles gesehen: Die guten Zeiten mit seinem Klub (viel zu selten!) und die schlechten (viel zu oft!). Warum also jetzt noch etwas daran ändern?


    Barrie lässt den Leser teilhaben an den tausend kleinen Geschichten, die jeder Fußballfan und Auswärtsfahrer so oder ganz ähnlich selbst schon erlebt hat. Lustig. Authentisch. Erschreckend. Wahr.Denn wie heißt es doch? ?Millwall For Life? ? die ersten vierzig Jahre sind die schlimmsten...


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    Viel Spass.

    Neulich wars gestern mehr als draussen

  • Bei sozialer Situation bin ich von den ehemaligen sozialhilfeempfängern ausgegangen. Da hat sich in der Grundsicherung nichts geändert.</span><br>-------------------------------------------------------


    Oh doch jede Menge. Aber das soll hier nicht Thema sein.


    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Und der Nachwuchs der 2. Gruppe ist wohl zum größten Teil noch nicht in dem Alter.</span><br>-------------------------------------------------------


    ??? Kids mit Migrationshintergrund und Söhne von Langzeitarbeitslosenß
    Das Problem gibts ja nicht erst seit Einführung ALG II ( wann war das ? 2005? )


    egal btt.
    Sonst geht die Diskussion in eine zu einseitige Richtung.

    Neulich wars gestern mehr als draussen

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Belgische Studien wiederum führten zu einer Differenzierung in einen harten Kern von strafrechtlich bereits aufgefallenen Tätern, die Aktionen eingehend planen und das Medienecho verfolgen, und in Jugendliche, die die Anerkennung dieses Personenkreises suchen und gerade darum oft besonders schnell zuschlagen. Eine dritte Gruppe, die Mitläufer, liefert verbale Unterstützung, wird aber selbst nicht handgreiflich. </span><br>-------------------------------------------------------


    Das genau entspricht meiner Erfahrung. Ich wohne nun schon 10 Jahre in Dresden und es ist für mich vollkommen klar und logisch dass ein kleiner radikaler Teil der Szene ebenso im Türsteher- und Security-Milieu und darüber wieder im Rockermilieu mitmischen. Bei den letzten großen Ausschreitungen gegen Lok im Jahr 2007 gab es damals Prozesse gegen Leute die haben fast die Hälfte ihres Lebenszeit im Knast verbracht und fahren beim Prozess im neuen BMW vor. Von daher finde ich auch die Forderung nach "Selbstreinigung" etwas seltsam, denn das sind offensichtlich Personen mit denen sogar unsere Justiz überfordert ist.

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Bayern-Derby: 80 Fans in Gewahrsam


    Am Rande des 183. bayerisch-fränkischen Derbys zwischen Rekordmeister Bayern München und dem 1. FC Nürnberg ist es zu einigen Zwischenfällen gekommen.


    Die Polzei nahm dabei insgesamt 80 Fans in Gewahrsam, außerdem wurden zwölf Anzeigen erstattet.


    "Wir waren auf so etwas eingestellt, weil wir wissen, dass das kein alltägliches Spiel ist und die Fangruppen nicht unbedingt in inniger Freundschaft verbunden sind", sagte ein Sprecher der Münchner Polizei dem "SID".


    Anzeigen wurden ausgesprochen wegen: Beleidigung (4), Körperverletzung (3), Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz (zwei Tüten Marihuana), Widerstands gegen Vollzugsbeamte, Sachbeschädigung, versuchter Körperverletzung sowie gefährlicher Körperverletzung (jeweils 1).


    In der Innenstadt schlug ein unbekannter Fan einer Person ins Gesicht, am Busparkplatz vor der Arena warf ein Anhänger der Münchner eine Flasche, traf einen Club-Fan und verletzte diesen leicht.


    Im Rahmen von Personenkontrollen wurde ein Polizeibeamter von einem Nürnberger Fan geschlagen. Zudem versuchte während des Spiels, das die Bayern 4:0 gewannen, ein unbekannter Nürnberger, einen Polizeibeamten zu schlagen.


    Der Täter entkam unerkannt.


    Nur mit Mühe konnte die Polizei einen Versuch Nürnberger Ultras verhindern, eine Polizeiabsperrung an der Arena zu durchbrechen.


    Außerdem provozierten 80 Personen, unter ihnen nach Polizeiangaben auch Ultras des Zweitligisten 1860 München, beim ParkundRide-Parkhaus einige Bayern-Anhänger.


    Zu einer größeren Auseinandersetzung kam es laut Polizei nur deshalb nicht, weil die Bayern-Fans nicht gewaltbereit waren und "die aggressive Gruppe innerhalb kürzester Zeit durch starke Polizeikräfte abgesondert werden konnte".


    Die verhinderten Angreifer wurden bis nach dem Spiel in Gewahrsam genommen.</span><br>-------------------------------------------------------

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