Gewalt, Randale und Ausschreitungen

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    • hab nicht soviel einblick also bitte gnädig wenn ich da auch hin und wieder bissl müll verzapfe,aber ich kann das nur aus der entfernung beurteilen....
      ich finde nicht dass man die momentane entwicklung dieser vermummten kreaturen mit den uns bekannten hools gleichsetzen sollte,oder kann....
      eher gruppierungen die man genauso in der u.bahn,am bahnhof,vor schulen,an tankstellen,bushaltestellen antrifft und die den fussball im moment als sprungbrett benutzen um aufmerksamkeit zu erregen.
      ob das im ursprung wirklich was mit fussball zu tun bezweifle ich schwer...
    • Der Gewalt-Wahnsinn im deutschen Fußball hat eine neue Dimension erreicht. Erstmals ist ein Profi von vermummten Hooligans direkt an der eigenen Haustür bedroht worden.

      Donnerstagabend, 21 Uhr: Bei Daniel Bauer (29) vom Viertligisten FC Magdeburg klingelt es. „Pizza-Service“, quäkt es aus der Sprechanlage. Bauer geht die Stufen von seinem Dachgeschoss in der Magdeburger Altstadt hinunter. Als er die Haustür öffnet, sieht er sich zehn mit blau-weißen Sturmmasken Vermummten gegenüber. Die bedrohen ihn unverhohlen: „Wir wissen jetzt, wo Du wohnst, und wenn ihr Sonntag gegen Halle nicht gewinnt, kommen wir vorbei und packen Dich!

      http://www.bild.de/sport/fussball/gewalt/hooligans-bedrohen-fussballer-an-haustuer-20728568.bild.html
    • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">ob das im ursprung wirklich was mit fussball zu tun bezweifle ich schwer... </span><br>-------------------------------------------------------

      der Fussball wird immer mehr zur Bühne des persönlichen Frustabbaus.
      Das ist im Osten aber wahrscheinlich verbreiteter als im Westen.
      Die Story da aus Magedburg spricht Bände.
      Und Magdeburg -Chemie Halle, das ist echte Hardcore-Brisanz.
      Da trifft so einiges aufeinander. ;)
      Neulich wars gestern mehr als draussen
    • Gewalt gibt es immert beim Fussball, nur wird derzeit wieder alles von den Medien hochgespielt.
      es ist doch immer so, bild und co fixieren sich wochenlang auf ein thema, wenns zu langweilig wird müssen andere schlagzeilen her. in drei wochen redet keiner mehr über fussball-randale obwohl es sie weiterhin geben wird.
    • klar ist das ein aspekt den man immer bedenken sollte. in den unterklassigen ligen, insbesondere den regionalligen ist das gang und gäbe.
      das die presse das gerne aufgreift muss man sehen.
      die ursprüpngliche fragestellung ist aber auch immer noch die ursachenforschung, und darauf hat die sensationsjournaille mit sicherheit keine antwort.
      Neulich wars gestern mehr als draussen
    • Die Engländer haben ihr übles Hoologen Problem weitgehen gelöst und zwar nicht mit mehr Fanbetreung,also keine leute die so Pyro und anderes in den Block schmuggeln.Sondern einfach durch abschreckung,hohe Gefängnissstrafen usw. wenn man sich wie ein Wilder aufführt und dafür mehrere Monate ins Gefängniss muß dann kommt man ins grübeln ob man da nicht was falsch gemacht hat
    • also ich hab ja auch selber aktiv bis zur landesliga gespielt und wir waren als kreishauptstadt wenn wir auf's land gefahren sind auch nicht gerne gesehen und es waren da schon richtig heisse duelle dabei,auch kamm es dann schon mal vor dass n opi dir seinen krückstock vor die beine warf,oder dass de nach dem spiel mal blöd angemacht wurdest....
      auch war mal die eine oder andere keilerei dabei....

      Aber diese auswüchse wie sie jetzt vorkommen sind nicht mit früher vergleichbar...da macht man es sich zu einfach!!

      kleine gewaltbereite gruppierungen die schlecht zuzuordnen sind mischen sich unter die große gemeinschaft der fans, haben nix anderes vor als krawalle zu inszenieren,fühlen sich groß und stark dabei,bedrohen nun sogar spieler an der eigenen wohnung...sorry,aber wo kommen wir denn hin wenn wir so etwas als "das gab es immer schon" oder" das sind emotionen" abtun würden??

      Auch bin ich nicht der meinung dass das nur von den medien hoch getragen, sondern es entwickelt sich in eine sehr gefährliche richtung und wenn man da nicht aufpasst und vor allem auch gesetzesänderungen was das strafmaß betrifft vornimmt wird man dem nicht herr werden.....der film "die welle" ist ein gutes beispiel...

      die große masse der fans, fanclubs,dazu zähle ich auch gewaltfreie ultras sollte diese gruppierungen ausfindig machen(oft sind das doch nur einzelne) die das anzetteln.. ihnen zeigen dass sie nicht dazu gehören..nur innerhalb der masse kann man das meiner meinung nach wirkungsvoll bekämpfen....

      auch wären aktionen von fanclubs gegen gewalt und randalle ein erstes gutes mittel....
    • Ich bin diesmal recht früh dran gewesen und in der Studentenstadt zufällig in einen Sonderzug der U-Bahn mit Nürnberg-Ultras und jede Menge SEK gestiegen.
      Das war irgendwie seltsam. Null, absolut Null Gesänge während der Fahrt, absolute Stille in der U-Bahn, so als ob jemand gestorben wäre. Ich hatte auch das Gefühl dass man untereinander kaum redet und man sich nicht kennt. Echt komisch. So ruhig hab ich noch nie einen Zug zum Stadion erlebt.
      In Fröttmanning wurde dann der Bahnsteig vorne mit zwei Reihen Polizei abgesperrt und man schickte den gesammten Inhalt hinten raus Richtung P&R-Terminal. Wir sind natürlich zielgerichtet der Menge entgegengelaufen und man lies uns mit unser deutlich gekennzeichneter Bayernzugehörigkeit durch die Absperrung.
      Seltsam aber dass am Bahnsteig es auch mux Mäuschen still war, wir wurden von der uns entgegenlaufenden Menge zwar angeglotzt aber niemand pöpelte uns an. Und ein großer Teil der Leute ist mir dadurch aufgefallen dass er sehr jung zwischen 16-20 Jahre war und keinerlei Fanartikel trug. Eher weißer Pulli wenn ich das richtig in Erinnerung habe.
      Wenn das wirklich der Teil der Szene war die sich durch Aufstachelung dann daneben benehmen, so ist das seltsam.

      Jedenfalls wurde ich als Zuschauer auch bei diesen Spiel unberechtigterweiße quasi mitbestraft. In der Arena wurde nur Leichtbier ausgeschenkt. obwohl ich mir sicher bin das kein einziger dieser Jugendlicher überhaupt vor hatte im Stadion Bier oder Spezi zu kaufen. Was soll denn das?
      Ich bin gespannt wleche Strafe man all den Dresdner Fans jetzt aufbrummt. Das können denn die anderen 30.000 dafür, wenn der Staat sein Gesellschaftsproblem nicht lösen kann?
      Außerdem muss man sich schon fragen wenn nicht mal Dortmund mit Erfahrung von 1. Liga, Derbys und Europacupspiele für Ruhe in und um das Stadion sorgen kann, dass man dann von einem Zweiligisten Wunder bei der Bekämpfung des Krawallproblems erwartet.
      Auch die Aufforderung von Rummenigge sich gegen gewaltbereite Ultras zu stellen finde ich ein hilfloses Zeichen. Nachdem gleichgesinntes unter sich bleibt kommt doch gar kein Kontakt zu stande. Und wenn ja per Zufall dann ist man froh dass man aus der Nummer wieder raus kommt. Genau auf diese Zwischenfälle warten ja die Erlebnis-Touristen!
    • Manchmal habe ich das Gefühl, dass bei dieser ganzen diskussion zu wenig über den tellerand hinausgeschaut wird.

      Wir reden doch hier nicht nur über ein Fußball - Problem. Natürlich beschäftigt es uns hier aus diesem Grund, aber es geht doch um ein problem in der Gesamten gesellschaft!!

      Man kann ganz einfach einen Vergleich zu Demonstrationen sehen! Wenn man sich anschaut, gegen was heute alles protestiert wird bzw. wie oft es bei Demonstrationen zu ausschreitungen kommt und sich anschließend damit beschäftigt wie viele der Demonstranten sich überhaupt mit dem Thema (Thema der Demo) befasst haben, dann ist es schon erstaunlich!

      So muss das Problem aus meiner Sicht auch angegangen werden. Das muss auch der DFB endlich mal verstehen. es nützt nichts die Vereine zu bestrafen, da sich viele gar nicht für die Vereine interessieren!!!
    • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Die Engländer haben ihr übles Hoologen Problem weitgehen gelöst und zwar nicht mit mehr Fanbetreung,also keine leute die so Pyro und anderes in den Block schmuggeln.Sondern einfach durch abschreckung,hohe Gefängnissstrafen usw. wenn man sich wie ein Wilder aufführt und dafür mehrere Monate ins Gefängniss muß dann kommt man ins grübeln ob man da nicht was falsch gemacht hat </span><br>-------------------------------------------------------

      Wohl eher über die Eintrittspreise als zweiter großer Hebel. Das hat ja auch schon der Kind im Doppelpass gesagt: "Eintrittspreise drastisch erhöhen."

      Ist natürlich von daher eine feige Lösung, weil sich das Problem dann garantiert von den Profiligen in die unterklassigen Ligen und den Amateurbereich verlagert. Das kennen die Engländer ja auch schon. ;)
    • Nein steph das war schon vor den hohen Eintrittspreisen so, die Stehplätze kamen nach der Katastrophe von Sheffield weg, nach Brüssel und den drakonischen Strafen gegen englische Vereine ( 6 jahre Eurocup sperre ) ging man mit voller Härte gegen Hooligans vor.Da gibt es auch nette Dokus darüber wo die Anführer der jeweiligen Gruppen darüber berichten wie sie auf einmal für 4 wochen ins Gefängiss mußten und so den Job verloren oder einer sogar für 2 jahre in den Bau mußte
    • Zu den möglichen Hintergründen der Gewalttäter ist bereits einiges gesagt worden. Ich tue mich mit den soziologischen Erklärungsmustern immer sehr schwer, weil man damit leicht in eine Täter-Opfer-Umkehr hineinrutscht. Ich sage mal so: Praktisch alle, die auf Polizisten einprügeln, Spieler bedrohen oder das Spiel stören, wissen, dass es falsch ist, was sie machen. Wir leben in Europa. Hier weiß selbst der dümmste Vollidiot, dass Gewalt gegen Unschuldige von den Normen einer zivilisierten Gesellschaft abweicht. Insofern spielt es in meinen Augen keine Rolle, ob jemand Hartz IV bezieht oder 8000 Euro im Monat verdient - jeder ist für seine Handlungen selbst verantwortlich.

      Nun zu den möglichen Lösungen: Auch wenn ich kein Freund von Martin Kind bin, so muss ich doch sagen, dass seine Ansätze bisher die besten gewesen sind, die ich vernommen habe. Leider sind sie auch die ungerechtesten, wenn man bedenkt, wie viele Leute davon betroffen wären, die einfach nur Fußball im Stadion erleben wollen. Ohne Gewaltfantasien, ohne Pyro-Ambitionen. Die einfach nur ihr Bierchen trinken möchten, sich über diese oder jene Entscheidung des Schiedsrichter empören und jubeln, wenn die eigene Mannschaft ein Tor schießt.

      Die Presseerklärung der "Fangemeinschaft Dynamo" z.B. war sicherlich ein Schritt in die richtige Richtung, aber ich bezweifle, dass "Fans, die ehrlich und offen sagen, was sie wollen und was nicht" wirklich Eindruck bei den Gewalttätern und Pyro-Selbstdarstellern hinterlassen. Von innen heraus wird es vermutlich zu keinem Selbstreinigungsprozess kommen, weil den Krawallmachern die Meinung der anderen Fans am Allerwertesten vorbeigeht.

      Wie Kind gestern im "Doppelpass" sagte: Bekommt jemand Stadionverbot erteilt, nimmt er sich einen Anwalt, der sich darauf spezialisiert hat, und klagt. Oft leider mit Erfolg. Das ist ja das Dilemma. Im Grunde braucht man sich im Stadion nur einen Schal vor das Gesicht ziehen, um vor allen drohenden Sanktionen geschützt zu sein, denn wer nicht zweifelsfrei identifiziert werden kann, der hat auch nichts zu befürchten.

      Wenn also die Justiz nicht weiterhelfen kann, bleiben dem Verein nur noch zwei Möglichkeiten: Schärfere Eingangskontrollen oder, wie von Kind in Erwägung gezogen, höhere Kartenpreise in den jeweiligen Blöcken. Das Problem, das ich hierbei sehe, ist jedoch folgendes: Zwar würden wahrscheinlich einige Störer aus dem Stadion getrieben, wenn sie plötzlich 30% mehr für ihr Ticket ausgeben müssten, allerdings dürfte dies bei den Unschuldigen ebenso der Fall sein. Wer will schon in Sippenhaft genommen werden?
    • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Nein steph das war schon vor den hohen Eintrittspreisen so, die Stehplätze kamen nach der Katastrophe von Sheffield weg, nach Brüssel und den drakonischen Strafen gegen englische Vereine ( 6 jahre Eurocup sperre ) ging man mit voller Härte gegen Hooligans vor.Da gibt es auch nette Dokus darüber wo die Anführer der jeweiligen Gruppen darüber berichten wie sie auf einmal für 4 wochen ins Gefängiss mußten und so den Job verloren oder einer sogar für 2 jahre in den Bau mußte </span><br>-------------------------------------------------------

      Der bessere Hebel ist aber der Eintrittspreis. Wenn du erst garnicht in das Stadion kannst, dann kommt es auch nicht zu Randalen. Und in der 2. Liga oder noch niedriger kommt es weiterhin regelmäßig zu gewalttätigen Ausschreitungen, da dort die Überwachung der Fanmassen nicht so gut gegeben ist und die drakonischen Strafen nicht greifen - da die Täter garnicht festgestellt werden oder ihnen keine konkrete Straftat nachgewiesen werden kann. Alle rechtlichen Maßnahmen haben den selben Effekt wie höhere Preise: Abdrängen des Problems in untere Ligen und weg vom Stadion.

      Das Problem selbst wirst du so nicht beseitigen (man denke nur an West Ham gegen Millwall).
    • Ne stimmt nicht ganz,es kommt auch im Umfeld der Stadions nicht mehr zu Randalen weil sich leute mit Stadionverbot dort nicht aufhalten dürfen da sie sonst verhaftet werden.

      http://www.zeit.de/2007/07/Fussball-Italien

      Es geht auch darum das die Karten nur an registrierte Fans verkauft werden.
      West Ham gegen Millwall kann man kaum verhindern da ist zuviel Hass im Spiel und es gab bis vor kurzem jahrelang keine derbys der beiden Mannschaften.Auch das Birmingham Derby ist gefährlich aber man hört kaum noch was von den ManUnited oder Liverpool Hools
    • ich glaub dass die Gewalt durch Hools nicht zugenommen hat, früher gabs mehr aggressive Auseinandersetzungen als heute ist mein Eindruck....und früher war das auch öffentlicher oder offensichtlicher...man hat sich da und dort nen Treffpunkt ausgemacht und schon gings los....kann mich auch täuschen....