Gewalt, Randale und Ausschreitungen

  • Es kann schließlich nicht sein was nicht sein darf. :D
    Mal ehrlich: Wenn diese Leute Geld für karitative Zwecke spenden würden hättest du sogar daran irgendwas auszusetzen.


    Ich glaub du hast ein großes Problem, welches nur oberflächlich mit Fußballfans zu tun hat.

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  • Gar nicht auszudenken, wenn ein Ultra oder ein Club Nr.12 Mitglied einer alten Oma über die Straße hilft. Dann ruft bayoraner bestimmt die Polizei wegen Nötigung und versuchter Entführung.

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  • Immer mehr Gewalt in deutschen Fußballstadien


    Viele Fangruppierungen bezweifeln, dass es heute zu mehr Gewalttaten in deutschen Fußballstadien kommt als früher. Dieses Argument ist nun offiziell entkräftet: Die Tendenz ist Besorgnis erregend.


    Dass das Opfer mittlerweile außer Lebensgefahr ist, ist die einzige gute Nachricht im "Fankrieg", der zwischen Hertha BSC und Hansa Rostock tobt. Am Wochenende wurde ein Rostocker Fan auf dem Berliner Hauptbahnhof niedergestochen. Dass er überlebte, war Glück – mehr nicht.


    Es ist der traurige Höhepunkt einer Gewaltspirale. Zwar bezweifeln diverse Fangruppierungen, dass es heute zu mehr Vorfällen kommt als früher. Doch das Argument ist nun offiziell entkräftet. Die "Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze" (ZIS), die bundesweit Gewalttäter rund um Sportereignisse beobachtet, hat nun ihren Bericht für die Fußballsaison 2011/12 fertiggestellt.


    Danach gab es bei Spielen der ersten vier Ligen 1516 Verletzte, diese Zahl liegt um 120 Prozent über dem Durchschnittswert der vergangene zwölf Jahre. Auch die Anzahl der Straftaten stieg an, mit 8143 Vorfällen lag der Wert um 40 Prozent über dem der Vorsaison. 16.479 Hooligans hat die ZIS erfasst – auch diese Zahl liegt über den Vorjahreswerten.


    Vor diesem Hintergrund kommt dem Projekt "Sicheres Stadionerlebnis" der Deutschen Fußball Liga (DFL) eine noch größere Bedeutung zu. Auf Druck der Innenminister hatte der Ligaverband ein Konzept entwickelt, das die Gewalt einschränken soll. Dagegen waren Fangruppen Sturm gelaufen, und einige Vereine wie Union Berlin, Hertha BSC und der VfL Wolfsburg hatten sich öffentlich dagegen ausgesprochen. Nun hat die DFL eine entschärfte Version herausgegeben und zur Diskussion gestellt.


    Am 12. Dezember müssen die Profiklubs auf ihrer Mitgliederversammlung über das Konzept abstimmen. Sollten sich die Vereine nicht auf eine gemeinsame Lösung einigen, droht dem Fußball der Verlust seiner Autonomie. Dann könnte die Politik einschreiten, und die drohte bereits mit Geisterspielen, Spielabsagen und die Abwälzung der Polizeikosten auf die Klubs.


    "Im Grundgesetz wird den Verbänden und Vereinen garantiert, dass sie ihre Angelegenheiten selbst regeln können. Hier stehen wir in der Verantwortung. Diesen Spielraum dürfen wir nicht verlieren, darum müssen wir den schmalen Grat finden, der uns das Einverständnis der Innenminister und gleichzeitig die Autonomie des Sports sichert", sagte Ligapräsident Reinhard Rauball der "Welt".


    Die Polizeigewerkschaft GdP fordert mit Blick auf die alarmierenden ZIS-Zahlen derweil ein konsequenteres Vorgehen gegen die Täter. "Die Rädelsführer der Fußballgewalt müssen isoliert und es muss ihnen das Handwerk gelegt werden", sagte der GdP-Bundesvorsitzende Bernhard Witthaut. "Wenn der Gewaltspirale die Spitze gebrochen werden soll, müssen sich Vereine und Sicherheitsbehörden auf diejenigen konzentrieren, die besonders innerhalb der 'Ultra'-Gruppierungen die Aggressivität anheizen."


    http://www.welt.de/sport/fussb…chen-Fussballstadien.html


    Eine sehr traurige Entwicklung. Ich hatte immer die Idee, dass es in Deutschland ein friedliches Miteinander gab. :-S

  • Und leider wereden auch nur absolute Zahlen genannt. Da es durch die Umstrukturierungen der dritten und vierten Liga sehr viel mehr Spiele gibt, wäre alles andere als ein Anstieg überraschend gewesen. Interessant wäre, wenn die einzelnen Ligen gesondert ausgewiesen würden. Dann hätte man einigermaßen vergleichbare Zahlen.
    Auch sollte man verschiedene Vergehen gesondert ausweisen, um sehen zu können, wo es Anstiege gab. Bei Körperverletzungen? Bei Pyro? Oder beim Aufkleber kleben?
    So kann doch nur wieder jeder rauslesen, was er will. Deshalb auch das bewußt verharmlosend gewählte Beispiel Aufkleber.
    Und natürlich sollte auch festgehalten werden, wo die Vergehen passiert sind. Um zu sehen, ob die Stadionsicherheit überhaupt die Stellschraube ist, an der gedreht werden muss.
    Eine Diskussionsgrundlage, auch über sinnvolle Gegenmaßnahmen, wird so nicht geschaffen.
    Schade.

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  • Innenminister Ralf Jäger (SPD) forderte, die Vereine müssten dafür sorgen, dass randalierende Fans das Spiel nicht im Stadion verfolgen dürften. Bundesweit leiteten die Ermittler 8.100 Strafverfahren gegen gewalttätige Fans ein, in der Saison 2010/11 waren es 5.800.


    Quelle: dapd

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  • Ok, ein Spiegel Reporter schreibt auf Twitter:
    44,7 % aller Ermittlungsverfahren wurden wegen Körperverletzung, Widerstand, Landfriedensbruch, Sachbeschädigung eingeleitet.


    Und zum starken Anstieg der Gesamtzahlen:
    Weitere ca. 27 % diese Zuwachses sind dem außerordentlichen Anstieg (+ 77 %) der eingeleiteten Ermittlungsverfahren wegen Verstoßesgegen das Sprengstoff-Gesetz zuzurechnen", schreibt die #zis. Soviel zur Erklärung der horrenden Ermittlungsverfahrenzahlen.


    Zumindest mal ein paar Zahlen, mit denen man etwas anfangen kann.


    So wie es aussieht wird man aber wohl nicht drum rum kommen, sich den Bericht selbst anzusehen und mit denen der Vorjahre zu vergleichen. In der Presse finde ich bisher zumindest nichts dergleichen.


    Falls das sonst noch jemand tun möchte, finden sich bei diesem Link die Berichte der letzten 12 Jahre als PDF:
    http://www.polizei-nrw.de/artikel__68.html

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  • Und das ist ja nun echt der Hammer. Auf der einen Seite soll verhandelt werden damit Pyro erlaubt wird und auf der anderen Seite wird laufend gegen geltendes Gesetz verstossen

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  • Ich warte gespannt auf den Artikel vom Rafael Buschmann (Spiegel). Der hat gestern nach eigenen Aussagen 14 Stunden recherchiert und die ZIS mit den Ergebnissen konfrontiert. Heute hat man noch kein Wort von ihm gehört, er ist wohl nur am schreiben. Da könnte was interessantes kommen. ^^

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  • Das Bündnis Aktiver Fußball Fans, kurz BAFF, hat eine Pressemitteilung zum ZIS Bericht mit ein paar Fragen an eben diese herausgegeben:


    http://www.fankultur.com/kurve…izei-ausser-rand-und-band


    Und bevor jetzt wieder das große Geschrei losgeht: ganz ernstgemeint ist die natürlich nicht. Ist eher der Versuch, die hysterischen PM's der Polizeigewerkschaften zu kopieren. Wobei die von der BAFF noch bei weitem nicht an das Vorbild heranreicht.
    Ein paar interessante Gedankengänge sind aber trotzdem dabei. Wäre wirklich interessant, woher der starke Zuwachs bei den verletzten Fans kommt.


    Für die Nicht-Stadiongänger:
    Die Polizei setzt seit etwa einem Jahr neue Pfeffer Sprays ein. Mit den kleinen "Deo-Spray-Dosen" haben die aber nicht mehr viel gemein. Die neuen sehen eher wie die Feuerlöscher aus, die man im Auto hat. Und sprühen auch genau so großflächig.

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  • Es liest sich ja toll das nur 0,00634 % der Besucher Verletzt wurden.


    Aber es wurden letztes Jahr auch nur 0.00111 % der Bevölkerung ermordet. Ist auch wenig.


    Ist zwar ein krasses Gegenbeispiel.


    Aber jeder Verletzte ist ein Verletzter zu viel. Und er Hinweiss das einige ja auch durch die Polizei verletzt wurden, den kann man sich getrost an die Backe schmieren.


    Sollen die Polizisten sich umdrehen und weggehen wenn sie wieder einmal an der Ausübung ihrer Arbeit gehindert werden ? Das dabei vielleicht Unbeteiligte Verletzt werden kann man nicht den Polizisten ankreiden

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