Anti-Bullshit-Almanach: Hoffnung für den dt. Journalismus

  • Wenn ich auf die Tabelle schaue, dann sehe ich, dass wir 10 Punkte vor Dortmund liegen. Wie man da behaupten kann, eine Fehlentscheidung hätte die Meisterschaft entschieden ist schlicht nicht nachvollziehbar. Zudem müsste man dann ja mit Sicherheit sagen können, dass alle weiteren Spiele (zum Vorteil des BVB) ganz anders rausgekommen wären und Dortmund uns noch überholt hätte, was ebenfalls absurd und unmöglich vorherzusagen ist.


    Bullshit trifft diesen Blödsinn ganz gut.

  • Die Medien können uns doch gar kein größeres Kompliment machen. Als Kovacs hier noch sein Unwesen treiben durfte, wurde man ja nicht müde zu betonen, wie toll er ist etc. Wir waren eben wieder verwundbar und da haben einige eben Morgenluft gewittert.


    Jetzt haben wir wieder die dominanten Bayern, die einfach durch die Liga rasieren. Sportlich bieten wir keinerlei Angriffsfläche mehr und um sich irgendwie an uns abarbeiten zu können, müssen eben solche Nebelkerzen fabriziert werden, um die eigene Ohnmacht ob unserer Dominanz besänftigen zu können.


    Je mehr solcher Artikel erscheinen, desto besser sind wir.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Um der Wahrheit die Ehre zu geben, heißt es im Anschluss an die oben zitierte Passage des SZ-Kommentars:


    Geändert hätte so ein BVB-Elfmeter aber wohl auch nicht mehr viel, denn in diesen Zeiten ohne Gewissheiten braucht ein Klub einen Trainer, der Gewissheiten vermittelt. Und dies ist Hansi Flick besser gelungen als seinen Kollegen, die man sich für die Zukunft wieder angriffslustiger, risikofreudiger wünschen würde. (...)


    Der Trainer Flick steht nicht so sehr für die große Vision vom Spiel, die sich in der Ära des Pep Guardiola spiegelte. Der 55-Jährige liegt mehr auf der Traditionslinie von Pragmatikern wie Hitzfeld und Heynckes, die 2001 und 2013 mit den Bayern die Champions League gewannen. Deren Credo: An starken Tagen ein Spektakel, an schwächeren tut's auch ein 1:0.


    Ich habe allein in dieser Woche erheblich schlechtere Meinungsartikel über den FCB gelesen als den, an dem sich nun wieder das halbe Forum abarbeitet.

  • Wenn ich auf die Tabelle schaue, dann sehe ich, dass wir 10 Punkte vor Dortmund liegen. Wie man da behaupten kann, eine Fehlentscheidung hätte die Meisterschaft entschieden ist schlicht nicht nachvollziehbar. Zudem müsste man dann ja mit Sicherheit sagen können, dass alle weiteren Spiele (zum Vorteil des BVB) ganz anders rausgekommen wären und Dortmund uns noch überholt hätte, was ebenfalls absurd und unmöglich vorherzusagen ist.


    Bullshit trifft diesen Blödsinn ganz gut.

    Aber ohne unseren Sieg in Bremen und die damit perfekte Meisterschaft hätte Dortmund gegen Mainz doch gar nicht verloren. Das hättest du wissen können. Also: Indirekt ist diese Szene schon an der Dortmunder Niederlage Schuld, weil: Wäre da das 1:1 gefallen, hätten wir nicht sieben, sondern nur fünf Punkte Vorsprung gehabt, hätte Haaland sich vielleicht nicht verletzt, hätten wir in Leverkusen vor lauter Nervosität vielleicht verloren und gegen unseren Angstgenger Gladbach sowieso (ach: Da war ja noch dieses Tor von Gladbach, hätte man geben können!)


    Also, in Zukunft solltest du da etwas besser Bescheid wissen.


    Ich kann dir leider für den Beitrag kein like geben.



    Dieser Beitrag enthält Spuren von Ironie und Sarkasmus. Ich weiß, dass das so niemand wirklich geschrieben hat.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Du Troll ^^

  • Es ist absurd, wie sich Teile (!) der Medien die Wahrheit immer genau so formen, wie sie es brauchen, damit es in ihr teilweise völlig engstirniges Bild passt. Das macht keinen Spaß mehr.

    Nun ja, speziell im Fall der SZ kann man wohl sagen, dass du nicht der einzige bist dem das keinen Spaß mehr macht; deshalb bekommen die ihre Auflage inzwischen nicht mal mehr verschenkt. Immer wieder schön, wenn sich Probleme von selbst lösen.


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  • Der Trainer Flick steht nicht so sehr für die große Vision vom Spiel, die sich in der Ära des Pep Guardiola spiegelte. Der 55-Jährige liegt mehr auf der Traditionslinie von Pragmatikern wie Hitzfeld und Heynckes, die 2001 und 2013 mit den Bayern die Champions League gewannen. Deren Credo: An starken Tagen ein Spektakel, an schwächeren tut's auch ein 1:0.

    Meine Güte, was ein völlig sinnfreies Stammtischgeschwurbel. Und auch das bar jeglicher Fakten. Als ob wir mit Pep nie 1:0 gespielt hätten.

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  • Daraus spricht die pure Verzweiflung. Jedem klar denkenden Fußballfan der sich halbwegs mit dieser Saison beschäftigt hat ist klar, dass wir in deutlich mehr Szenen benachteiligt wurden als bevorteilt. Für diejenigen die eher nebenbei Berichte lesen ist das dann halt die Wahrheit. Bayern hat Dusel und Bonus. Ganz einfach. Statt selber besser zu werden sucht man nach Gründen für den unberechtigten Erfolg der anderen. Das Sinnbild des deutschen Michels. Dass sowas dann in scheinbar seriösen Medien geschrieben wird zeigt wie es um die Seriosität der SZ seit Jahren steht und erneut wie völlig verzweifelt man ist.


    Und dass strittige oder gar eindeutig für uns nachteilig beschiedene Pfiffe meist weder in bewegten Bildern noch in Spielberichten vorkommen (ganz vorne dran ZDF und kicker) ist ja alles nachweisbar. Die Berichte gibt es ja alle noch. Allein in den letzten Wochen war das eben komplett einseitig. Und an den wenigen klaren Fehlentscheidungen zu unseren Gunsten wird sich dann noch Jahre hochgezogen, siehe der Elfer gegen den FCA.

  • In den Medien ist es durchaus ein Ausdruck von Parteilichkeit, wenn nur auf die Schirifehler zu unseren Gunsten hingewiesen wird, während Fehler zu Gunsten Dortmunds oder zu unseren Ungunsten verschwiegen werden...

    Wobei ich glaube, dass Parteilichkeit das falsche Wort ist.

    Es geht dabei mE um Spannung.

    Es soll künstlich suggeriert werden, dass es knapp war, damit man auch nächste Saison wieder den deutschen Classico (würg) als das Supersupermeisterduell darstellen kann.


    Ich denke schon, dass denen durchaus bewusst ist, dass Dortmund es auch ganz alleine verkacken kann, auch ohne dass der Schiri nachhilft.

    Bzw dass wir unter dem Strich nicht besonders bevorteilt wurden.

    Aber so kann man halt dem normalen Nichtbayernfan suggerieren: „Hey, da hat nur ein wenig gefehlt und Dortmund wäre dran.

    Aber nächstes Jahr und mit ein, zwei Monstertransfers wie dem neuen (hier Spieler einsetzen) dann klappt‘s.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind