Philipp Lahm

  • Was ist an der aussage falsch ?? er hat doch recht nur stimmt seine leistung im moment auch nicht davon abgesehn das er links spielen muß.

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  • Keine Frage, Lahm ist ein sehr guter LV, aber als Rechtsfuß sollte er auch annährend so gute Leistungen als RV zeigen können, anstatt gefühlte 99,5 Prozent seiner Flanken zu versemmeln! Da liegt doch der Hase im Pfeffer - selbst Braafheid schlägt bessere Flanken als PL...


    Es ist und bleibt nicht die Hauptaufgabe eines LV, nach innen zu ziehen und den Abschluß zu suchen!

  • ob er recht hat oder nicht, wenn die spieler eh schon verängstigt spielen, mit dem rücken an der wand stehen und den druck haben gewinnen zu müssen, dann ist es nicht hilfreich, wenn nen mannschaftskamerad sagt,, um die cl zu gewinnen....

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  • Ja, RTL...Es ist irgendwie süss, wie eine Antwort "Wir brauchen eine Mannschaft, die im vergleich mit den Spitzenmannschaften in Europa auf mindestens sieben bis acht positionen top besetzt ist." auf die Frage: "Was muss passieren damit sie mit Bayern einmal die CL gewinnen" plötzlich: "Lahm fordert 6-7 neue Stars" heisst. Und noch süsser ist es, dass manche die RTL Version noch glauben und Lahm dadurch verurteilen :D [/code]

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  • wer regelmäßig den RTL-Videotext durchliest, erkennt schnell, dass dort bei RTL jemand das Sagen hat, der einen ziemlichen Hass auf den FCB hat...


    selbst bei Themen, die nichts mit dem FCB zu tun haben, bekommt man oftmals einen Seitenhieb gegen den FCB zu lesen...


    also -> nichts was da drin steht ernst nehmen, die reissen alles bewusst aus dem Zusammenhang !!

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  • frag mich nur warum wir mit görlitz nen rv haben der net randarf sondern unser bester av von links auf rechts gezogen wurde nur weil dieser meinte er will lieber rechts spielen. also meinetwegen göritz rein und lahm wieder auf links

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  • berechtigte Frage, auch wenn Braafheid aktuell nicht so schlecht ist, in den letzten Wochen war das anders


    ich denke es ist so, dass man ihm (Görlitz) klarmachen will, dass er hier keine Zukunft mehr hat und um das zu erreichen, setzt man ihn lieber gar nicht mehr ein...

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  • Angesichts der jünsten Misserfolge des FC Bayern hat Nationalspieler Philipp Lahm offensiv eine radikale Wende in der Personalpolitik des Rekordmeisters gefordert. "Ich glaube, in der Vergangenheit lief das mit den Transfers nicht immer glücklich", sagte der 26-jährige Verteidiger der Süddeutschen Zeitung (Samstags-Ausgabe): "Man darf Spieler nicht einfach kaufen, weil sie gut sind."


    Lahm verwies auf die Personalstrategien der führenden europäischen Klubs. "Vereine wie Manchester oder Barcelona geben ein System vor - und dann kauft man Personal für dieses System. Man holt gezielt Spieler - und dann steht die Mannschaft", sagte Lahm und ergänzte: "So etwas gibt es bei uns nicht." Dies sei auch ein Grund für die derzeitigen Probleme im Mittelfeld.


    http://www.sueddeutsche.de/sport/353/493698/text/



    Hoffentlich lesen das die Leute im Vorstand ebenfalls. Das trifft es so ziemlich auf den Kopf.

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  • ABER er muß sich auch mal hinterfragen. sein spiel auf rechts, ist nach vorne so schwach, das es zeit wird, das er wieder die seite wechselt. wie reif es gesagt hat, rechts ein guter abwehrspieler, links war er weltklasse. das sollte ihm auch langsam mal zu denken geben.
    wenn der das mit der personalpolitik so gesagt hat, gebe ich ihm recht. es wird zeit, das endlich strategisch eingekauft wird, u. nicht weil einem der spieler o. der name gefällt.

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  • natürlich muss er sich hinterfragen.


    allerdings finde ich seine aussagen schon bemerkenswert. habe ich nicht mit gerechnet

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  • Das wirst du beim FCB so schnell nicht erleben. Ds ist nicht die Philosophie von UH und wird sie niemals werden. Mit Nerlinger wird sich da bestimmt nicht viel verändern. UH will immer einige Stars haben, möglichst the best of Bundesliga und dazu paar Talente, Shootingstars und das wird schon klappen. Hat in den letzten Jahrzehnten häufig geklappt, aber er wird davon nicht abrücken.
    Es ärgert ihn zu sehr, wenn er in Stuttgart einen Gomez stürmen sieht und beim FCB sitzt Poldi, ehemaliger Shootingstar des deutschen Sturms auf der Bank.
    Das braucht er für sein Ego diese Einkäufe.
    Man hat nun aber endlich die Chance, da mit vGaal ein Trainer am Werk ist, der eine Philosophie mit dem 4-3-3 hat und das endlich genutzt werden sollte, um den FCB in die Moderne zu führen.
    Schiebt man ihn im Winter wieder ab. Werden wir erneut das Problem haben, dass auch der nächste Trainer wieder keinen Einfluss auf die neuen Transfers haben wird und die Bosse kaufen wieder zur Egobefriedigung ein.
    Aber versuche mal einen Menschen zu erklären, dass er nur Egoeinkäufe tätigt. Dann auch noch einen UH. Das wirst du nicht mehr schaffen.

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  • zurzeit darf er vielleicht nicht links spielen weil es für rechts mal so agr keien alternative gibt.


    immerhin erfährt man mal was über nerlinger
    er scheint wohl doch kein mitläufer zu sein aber auch ein lahm kann sich ihren.


    und so langsam scheinen wir wirklich in dem entwicklungsprozess weiter zu kommen.
    da einige jetzt doch realisieren was los ist und ich hoffe das es so weitergeht und es nich eine kleine phase is.

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  • er will rechts spielen..
    Lahm macht gerne die Klappe auf auch wenn er selber keien Leistung bringt, das ist kritik am Vorstand,da wird er sicherlich zurück gepfiffen

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  • Eines der besten Interviews seit langem.
    Tip an so manche Forumsklugsch.eißer: Lesen, schämen für des eigene dumme Gesülze, Kla.ppe halten...


    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">
    "Ja, der Trainer hat recht!"


    Nationalspieler Philipp Lahm über die Kritik an Louis van Gaal, unglückliche Transfers - und seine Forderung nach einer sportlichen Identität des FC Bayern



    SZ: Herr Lahm, Sie könnten jetzt beim FC Barcelona spielen, haben aber im Frühjahr 2008 die Offerte ausgeschlagen und beim FC Bayern verlängert. Bereuen Sie die Entscheidung inzwischen?



    Philipp Lahm: Bereuen mit Sicherheit nicht, weil ich immer noch der Meinung bin, dass hier bei Bayern etwas entstehen kann. Und warum soll ich gehen, wenn ich glaube, dass ich es hier haben kann, zu Hause, bei meinem Verein, bei dem ich groß geworden bin? Aber man muss die Lage natürlich kritisch analysieren.



    SZ: Die Lage ist in der Tat seit dieser Woche kritisch: Es droht das vorzeitige Aus in der Champions League.



    Lahm: Wenn man unsere Mannschaft mit anderen Topteams aus der Champions League vergleicht, dann sind diese eben auf sieben, acht Positionen strategisch erstklassig besetzt - und das fehlt uns. Wenn man sich mit Barcelona, mit Chelsea, mit Manchester United messen will - dann braucht man als FC Bayern eine Spielphilosophie. Das muss auch das Ziel des Vereins sein.



    SZ: Massiv investiert hat der Verein ja in den vergangenen Jahren durchaus.



    Lahm: Aber ich glaube, in der Vergangenheit lief das mit den Transfers nicht immer glücklich. Sicher lag es auch daran, dass wir in den letzten Jahren verschiedene Trainer mit verschiedenen Vorstellungen hatten. Aber man muss auch ganz klar feststellen: Vereine wie Manchester oder Barcelona geben ein System vor - und dann kauft man Personal für dieses System. Man holt gezielt Spieler - und dann steht die Mannschaft.



    SZ: Und der FC Bayern?



    Lahm: Wir haben zum Beispiel Arjen Robben geholt, weil er ein sehr guter, internationaler Spieler ist. Aber wir haben ihn nicht geholt, weil wir gesagt haben: Okay, wir spielen jetzt künftig im 4-3-3-System. So etwas gibt es bei uns nicht: Dass der Verein etwas vorgibt und alles darauf aufgebaut wird.



    SZ: Ihnen fehlt bei Bayern eine Philosophie, eine fußballerische Identität?



    Lahm: Ja, denn genau so muss es doch gehen: Man sagt, okay, wir spielen jetzt 4-3-3 in den nächsten Jahren, und dann überlege ich: Welche drei Spieler hole ich dafür im zentralen Mittelfeld? Die zwei offensiven haben wir mit Sicherheit mit Ribéry und Robben, und einen richtigen Stürmer, der vorne drin ist, haben wir auch. Sogar mehrere.



    SZ: Woran hakt"s dann?



    Lahm: Wir brauchen im Mittelfeld Spieler, die man aus der Abwehr immer anspielen kann. Das muss gar nicht jemand sein, der auch mal einen ausspielt, wie Xavi oder Iniesta beim FC Barcelona. Schauen Sie Chelsea an: Ein Frank Lampard, ein Michael Ballack, die spielen auch nicht wirklich einen aus - aber sie interpretieren so routiniert ihre Position, dass du sie immer anspielen kannst. Ich glaube einfach, unser größtes Problem liegt im Mittelfeld. Man macht uns ja den Vorwurf, dass wir zu viel hinten herum spielen . . .



    SZ: . . . was der neue Trainer Louis van Gaal vorgibt, er verlangt Ballkontrolle.



    Lahm: Ja, und das ist auch wichtig, aber jetzt müssen wir anfangen, mehr nach vorne spielen. Nur: Wen soll man denn anspielen? Wo ist jemand, der mal was bewegt, der den Ball zur Seite mitnimmt, nach vorne schaut und irgendwie den Ball durchsteckt, dass man nachrücken kann? Das passiert bei uns kaum.



    SZ: Das berüchtigte Kreativloch im Zentrum des FC Bayern, das schon seit Jahren klafft.



    Lahm: Und dann holt man zum Beispiel Anatoli Timoschtschuk, eine Art zweite Nummer sechs - aber dann spielt man nach Robbens Transfer plötzlich wieder nur mit einer Nummer sechs!



    SZ: Demnach wäre der teure Timoschtschuk plötzlich überflüssig.



    Lahm: Oder er spielt wirklich auf der Sechs und nicht rechts im Mittelfeld.



    SZ: Mit anderen Worten: Die ständigen Ballstaffetten sind auch Ausdruck einer gewissen Ratlosigkeit?



    Lahm: Wie gesagt, Ballbesitz ist sehr wichtig. Auch Barcelona hat sehr, sehr viel Ballbesitz - aber sie haben eben auch Spieler, die sagen: ,Okay, jetzt geht"s nach vorne." Das ist das, was uns fehlt. Ich sehe unsere Spiele der letzten Wochen und frage mich: Wer soll das denn machen bei uns? Und jetzt haben wir ja nur über eine Position geredet. In der Bundesliga reicht es vielleicht, wenn du dort gut besetzt bist. Aber international brauchst du eben mindestens acht Spieler, die auf ihrer Position ausgebildet sind, Sicherheit haben und damit konkurrenzfähig sind. Ich sehe diese acht Spieler bei uns nicht, und das liegt nicht an den Spielern, sondern an der fehlenden Philosophie über die letzten Jahre.



    SZ: Ein anderes Thema wäre in diesem Zusammengang die zweite Außenverteidiger-Position neben Ihnen, sie ist im Grunde vakant, seitdem sich Willy Sagnol verletzte - 2007.



    Lahm: Ja, es kam jetzt Edson Braafheid, Massimo Oddo wurde mal ausgeliehen, Marcell Jansen war kurz da, Christian Lell kam hoch und Andreas Görlitz aus Karlsruhe zurück. Doch es kam seitdem kein Spieler mehr, dem das Vertrauen ausgesprochen wurde oder der seine internationale Klasse bereits unter Beweis gestellt hat.



    SZ: Sie spielen zurzeit auch deshalb auf rechts, weil es dort keine hochwertige Alternative gibt. Wollen Sie das wirklich, wie es sich zuletzt anhörte?



    Lahm: Rechts oder links, darüber lasse ich mit mir diskutieren - man sollte sich nur mal auch für die nächsten Jahre festlegen, wo ich spielen soll. Ich traue mir zu, auf beiden Seiten den Anforderungen des FC Bayern mehr als zu genügen. Dass man bei 50 Spielen rechts oder links auch mal ein paar schlechte macht, ist ganz normal. Aber ob Philipp Lahm beim FC Bayern links oder rechts spielt, hat nichts mit der momentanen Situation zu tun.



    SZ: Woran liegt es Ihrer Ansicht nach, dass die Elf so unrund aufgestellt ist? Gibt es ein Scouting-Problem, liegt es am Trainer, fehlt der Mut? Oder fehlt ein klassischer Sportdirektor, weil Uli Hoeneß diesen Bereich wegen der gewachsenen Aufgaben im wirtschaftlichen Bereich zwangsläufig nicht mehr allein abdecken kann?



    Lahm: Nochmal: Der Verein muss sagen, wenn ein Trainer kommt: So spielen wir. Bei Barcelona kommt doch keiner mehr auf die Idee, dass sie 4-4-2 spielen. Der FC Barcelona ist 4-3-3 - das ist einfach so! Wir dagegen haben jetzt viele Spieler, für die es in einem 4-3-3, das unser Trainer gerne spielen möchte, gar keine Position mehr gibt. Zum Beispiel unsere Stürmer. Wir haben wirklich gute Stürmer - aber beim 4-3-3 sitzen zwei, drei immer auf der Bank. Wenn ich einen Mario Gomez kaufe, muss ich sagen: Okay, dann spielen wir mit zwei Spitzen. Und wir haben ja auch in der gesamten Vorbereitung nur 4-4-2 gespielt. Und dann kommt plötzlich Robben, ein toller Spieler, der zu uns passt - und der am liebsten im 4-3-3 spielt.



    SZ: Fazit: Der FC Bayern muss anfangen, eine Mannschaft zu entwickeln?



    Lahm: So ist es, das ist meine Meinung, ganz klar. Man darf Spieler nicht einfach kaufen, weil sie gut sind . . .



    SZ: . . . oder weil sie mal zwei Tore gegen den FC Bayern schossen, eine beliebte Münchner Strategie.



    Lahm: Genau, und nochmal das Beispiel FC Barcelona: Die hätten neben Ibrahimovic den Eto"o ja auch behalten können. Haben sie aber nicht, weil sie genau wussten: Bei uns spielen vorne Henry und Ibrahimovic, und ein Dritter von diesem Kaliber sorgt nur für Ärger, wenn einer immer auf der Bank sitzt.



    SZ: Es gibt ja im Verein inzwischen einen neuen Sportdirektor, Christian Nerlinger, der demnächst Manager Hoeneß beerben soll. Was bedeutet dieser Machtwechsel - Hoeneß soll an Stelle von Franz Beckenbauer Präsident des Vereins werden - für den FC Bayern?



    Lahm: Ich bin überzeugt, dass Christian ein guter Mann ist, der die Situation richtig einschätzt. Er wächst mit dieser Aufgabe, und er kann die Philosophie vorgeben. Und ich glaube, jetzt, mit diesem Trainer, wäre das ein guter Zeitpunkt, sich grundsätzlich auf eine neue Vorgehensweise festzulegen. Die Spieler sind sich bei Christian Nerlinger relativ einig, wir haben viel mit ihm geredet. Wenn er wirklich diese klassische Sportdirektorenstelle ausfüllen würde, wäre das gut. Die Frage wird sein, wie seine Position vom Vorstand gesehen wird.



    SZ: Schon jetzt muss sich der Vorstand mit Karl-Heinz Rummenigge und Uli Hoeneß positionieren - wegen des drohenden Aus in der Champions League steht der neue Trainer bereits heftig in der Kritik. Ist Louis van Gaal angesichts der beschriebenen Strukturprobleme überhaupt verantwortlich für die Krise?



    Lahm: Ich glaube schon, dass wir auch mit diesem Kader besser spielen müssen. Deshalb liegt es in erster Linie an den Spielern, um das hier mal klar zu sagen. Der Trainer mag zwei kritisierte Transfers getätigt haben, aber ansonsten hat er schon einen guten Blick dafür, was fehlt. Seine Experimente und die unterschiedlichen Aufstellungen zeigen doch, dass auch er noch auf der Suche ist. Mir gefällt aber, wie viel Wert er auf Taktik legt. Er ist einfach ein Lehrer, den ich so noch nicht hatte. Ich glaube schon, dass wir jetzt den Trainer haben, der den Bau einer Mannschaft hinbekommen kann.



    SZ: Es heißt, er verunsichere die Spieler mit seiner rauen Art.



    Lahm: Er ist sicher ein ganz anderer Trainer als diejenigen, die bisher hier waren. Er legt sehr viel Wert auf Disziplin, auf Genauigkeit, und er ist sicher auch manchmal schwierig im Umgang für viele Spieler. Aber er ist bestimmt kein Unmensch, er verlangt keine Undinge von uns. Es braucht noch Zeit, aber ich bin der Überzeugung, dass er ein guter Trainer ist. Sicher, er ist eigen, aber er ist auch ein Mann, der herzlich ist - auch wenn man das vielleicht nicht so mitkriegt. Wir führen ja einige Gespräche, und ich mag ihn als Typ. Aber ich weiß auch, dass viele mit dieser Art nicht zurechtkommen.



    SZ: Haben die Spieler Angst vor ihm?



    Lahm: Viele haben noch so eine Mischung aus Respekt und Angst. Und auch ich finde, dass ein Trainer nicht mit jedem Spieler gleich umgehen sollte, doch auch das lernt er gerade. Aber wir machen jetzt zum Beispiel nach jedem Spiel eine Analyse: Was haben wir gut gemacht, was nicht? Manche Spieler kommen damit nicht zurecht, dass sie vor der ganzen Mannschaft kritisiert werden: Warum spielst du diesen Pass? Warum hast du jene Entscheidung getroffen? Dabei finde ich das gut und ganz normal.



    SZ: Solche Analysen müssten Sie doch noch aus der letzten Saison kennen, von Jürgen Klinsmann.



    Lahm: Nein, da gab es so etwas nicht, da wurde nicht mal drüber gesprochen. Deswegen ist das jetzt auch eine große Umstellung. Und viele sagen sich vielleicht auch: Okay, lieber spiele ich jetzt einen Rückpass, bevor ich morgen wieder vor der ganzen Mannschaft für einen Fehlpass kritisiert werde. Was wir jetzt haben, ist das absolute Gegenteil von dem, was wir letztes Jahr hatten. Aber wenn ich selbst kritisiert werde und im Video sehe: Die Flanke hätte früher oder weiter nach vorne geschlagen werden müssen - dann muss ich sagen, ja, der Trainer hat recht! Der Trainer, das sagt er uns auch immer, kritisiert doch nur, damit es der Spieler besser machen kann. Und wir wollen doch besser werden! Alles muss besser werden.



    SZ: Haben Sie die Sorge, dass der Trainer, für den Sie sich hier offensiv aussprechen, nach einer Niederlage am Samstag gegen Schalke keine Zeit mehr erhält?



    Lahm: Klar ist, dass man bei Bayern Erfolg haben muss, das weiß auch der Trainer. Und in der Champions League schaut"s jetzt eng aus, im Pokal sind wir im Viertelfinale, und in der Liga sind die nächsten Spiele sicher mitentscheidend, ob wir vielleicht doch bald ganz vorne stehen oder eben nicht. Aber ich denke, dass wir trotz der bisherigen Ergebnisse auf dem richtigen Weg sind mit diesem Trainer. Im Vergleich zum letzten Jahr habe ich Hoffnung, weil ich Struktur erkennen kann. Man sieht eine Handschrift. Trotzdem muss sich natürlich einiges ändern.



    SZ: Zum Beispiel, dass der FC Bayern trotz der Forderung nach Ballbesitz wieder offensiver das Tor sucht?



    Lahm: Ja, wir müssen wieder offensiver spielen. Und was vorne im letzten Drittel passiert, ist zu wenig. Wir haben immer das Übergewicht, aber vier, fünf hundertprozentige Torchancen - das passiert bei uns eigentlich nie.



    SZ: Man hat das Gefühl, so dringend wie dieser FC Bayern hat selten eine Mannschaft ein frühes 1:0 gebraucht.



    Lahm: Stimmt, dann würden die Zuschauer unser Spiel auch besser finden und vielleicht wie in anderen Stadien bei Ballstaffetten mitgehen: Ooh-ooh-ooh!, und der Gegner läuft hinterher.



    SZ: Wenn alles ausbleibt, die Entwicklung einer Mannschaft, die Ergebnisse, die Geduld mit dem Trainer: Was würde das für Ihre Zukunft bedeuten?



    Lahm: Ich bin ein Eigengewächs, ich fühle mich sehr wohl, und mir liegt der FC Bayern am Herzen - deshalb spreche ich unsere Situation so offen an. Und ich denke, ich bin jetzt in einer Position, dass ich das so ansprechen kann. Wir wollen mit Bayern auch international erfolgreich sein und Titel gewinnen. Aber: Wenn ich merke, es tut sich nichts, es verliert sich irgendwie, dann will ich eingreifen und unangenehme Wahrheiten ansprechen. Man kann nie wissen, ob man die Champions League gewinnt, das ist schwierig. Aber man muss eine Entwicklung erkennen können: Sehen, dass man konkurrenzfähig ist.



    SZ: Wenn Sie schon mit Bayern nicht die Champions League gewinnen: Wird Deutschland dann wenigstens mit Ihnen 2010 Weltmeister in Südafrika?



    Lahm: Jetzt haben wir erstmal die Qualifikation geschafft, und in Russland, finde ich, haben wir auch eine ordentliche Leistung geboten. Nicht überragend, aber ordentlich. Aber auch da gilt, was für den FC Bayern gilt: Wir müssen um einiges besser spielen. Wir haben enorme Probleme gegen Teams, die hinten drin stehen. Wir können keine Mannschaft auseinandernehmen - das ist das Problem, bei der Nationalmannschaft wie beim FC Bayern.



    Interview: Andreas Burkert
    und Christof Kneer



    Quelle: Süddeutsche Zeitung
    Nr.257, Samstag, den 07. November 2009 , Seite 39 </span><br>-------------------------------------------------------

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