Ehemalige Spieler, Trainer usw...

  • Struth zu den Verhandlungen mit KHR und UH bzgl Kroos


    Mein Freund Micky wollte wissen, was alle wissen wollen. „Wie ist es denn, mit Uli Hoeneß zu verhandeln?“

    „Ich habe keine Ahnung, Micky.“

    „Wie meinst du das?“

    Ich habe nie mit Uli Hoeneß verhandelt. Vielleicht lag es daran, dass ihm die operative Rolle seit seinem Aufstieg vom Manager zum Präsidenten des FC Bayern einfach nicht mehr zufiel. Jedenfalls war Karl-Heinz Rummenigge mein Ansprechpartner beim FC Bayern.

    Im September 2013 saßen wir uns wieder einmal in seinem Büro an der Säbener Straße gegenüber. Toni Kroos’ Kontrakt lief in 20 Monaten aus. Bayern wollte verlängern, Toni war nicht abgeneigt zu verlängern. Dummerweise hatten wir völlig unterschiedliche Vorstellungen von seinem Gehalt. Sechs Millionen Euro brutto pro Jahr bot der FC Bayern. Hatten sie vergessen, dass ich wusste, was sie Mario Götze bezahlten? Zehn Millionen verlangte ich.

    Niemand wurde laut, niemand war unterschwellig beleidigt. In aller Sachlichkeit glaubten sowohl Rummenigge wie auch ich, dass der andere eben keine Ahnung von Toni Kroos hatte. „Dann noch einen schönen Tag“, wünschte ich Rummenigge und flog wieder nach Köln. Unser Austausch hatte nur 30 Minuten gedauert.

    Bayerns Trainer Pep Guardiola kämpfte um Toni, als er hörte, die Vertragsgespräche stockten. „Ich brauche dich hier“, sagte er zu Toni.

    Ich gehe davon aus, dass Guardiola das auch Rummenigge vermittelte. Davon war allerdings nichts zu spüren, als ich im November 2013 für ein zweites Gespräch nach München kam.

    „Sechs Millionen Euro sind ein faires Gehalt für Tonis Stellenwert“, argumentierte Rummenigge.

    „Das sehe ich anders.“

    „Das weiß ich.“

    „Toni ist für Guardiolas Spiel genauso wichtig wie Lahm, Robben oder Ribéry. Er gehört in ihre Gehaltskategorie.“

    Ich würde sagen, diesmal dauerte das Gespräch höchstens 29 Minuten.

    Ich versuchte, es Karl-Heinz Rummenigge im Januar 2014 ein drittes Mal zu erklären. „Also gut, als eine Geste, um unsere Wertschätzung für Toni Kroos auszudrücken, sind wir bereit, ihm etwas entgegenzukommen. 6,5 Millionen Euro brutto können wir ihm anbieten.“

    „Herr Rummenigge, wir rücken nicht von den zehn Millionen Euro ab.“

    Ich hatte keine Stoppuhr dabei, aber war ich diesmal nach 28 Minuten aus dem Büro?

    Das war der Moment, in dem sich Uli Hoeneß auf seine Art in die Verhandlungen einschaltete. Am 2. Februar 2014, nach einem 5:0-Sieg im besten Guardiola-Stil über Eintracht Frankfurt, war Toni Kroos auf dem Weg in die Umkleidekabine. Mit hochrotem Kopf marschierte Hoeneß auf Toni zu und rief ohne jegliche Einleitung: „Fang mal deinen Berater ein! Du kriegst hier nie zehn Millionen!“

    „Ich brauch den nicht einzufangen“, antwortete Toni. „Wir sind da einer Meinung.“

    Dann würde Toni Kroos nächstes Jahr wohl eher nicht mehr für Bayern spielen.

    Wir informierten die großen Vereine Europas: Toni Kroos war auf dem Markt. Ich hatte das Gefühl, die wollten uns das zuerst gar nicht glauben. Wie, Bayern ließ Toni Kroos gehen, den perfekten Mann für Guardiolas Fußball? Irgendwann glaubten sie es doch. Im April 2014 schickte Manchester United Toni Kroos einen unterschriftsreifen Vertrag. Ich schickte Uniteds Geschäftsführer Ed Woodward ein Päckchen Klüppelberger Törtchen aus der Kölner Traditionskonditorei.

    Es geht immer darum, wie sehr sich ein Fußballer wertgeschätzt fühlt. Manchester Uniteds Trainer David Moyes hatte Toni persönlich besucht, sein Werben und Uniteds handfestes Vertragsangebot waren eindeutige Liebessignale. Toni Kroos sagte Manchester United zu.

    Ich legte meine Kopie von Uniteds Vertrag in den Bürosafe. Und da liegt sie noch heute, ohne Unterschrift von Toni. Am 22. April 2014 wurde David Moyes als Trainer von Manchester United entlassen. Wir konnten mit der Vereinssuche für Toni Kroos von vorne beginnen.

  • und zu Götze

    - der Teil mit der beleidigten Lebwrwurst Klopp wegen Pep ist köstlich


    Matthias Sammer rief an und sein erster Satz klang, als wolle er nur mal mit mir Kaffee trinken. „Volker, könntest du dir vorstellen, dass wir uns mal zusammensetzen?“, sagte er. Und dann: „Ich würde mich mal gerne über Mario mit dir unterhalten.“ Sammer arbeitete als Sportvorstand für Bayern München. Etwas explodiert jedes Mal wieder vor Freude in mir, wenn ich meinen Spielern so eine Nachricht überbringen kann: „Bayern München rief gerade an!“

    Matthias Sammers Anruf machte mich allerdings nur halb glücklich. Zweifel drückten auf die Euphorie. Bevor ich diesen Satz aufschrieb, habe ich meine Erinnerungen mehrmals hinterfragt: Kam mir die Skepsis wirklich sofort, bei Matthias Sammers erster Anfrage? Ich bin sicher: Ja, das war so. Denn ich wusste ja, was passieren würde.

    Einen Monat zuvor, im Januar 2013, war bekannt geworden, dass Pep Guardiola den FC Bayern ab Sommer trainieren würde. Da würde Mario sofort hinwollen; nicht zum FC Bayern, aber zu Guardiola. Und ich fragte mich, ob das gut gehen konnte. Wo war der Platz für Mario in Guardiolas Bayern-Elf? Doch der Name Guardiola machte blind.

    Ich versuchte, mich selbst zu überzeugen. Marios Talent konnte niemand aufhalten. Er spielte in Dortmund schon im dritten Jahr auf höchstem Niveau, Bundesliga und Champions League, er hatte mit 20 schon mehr Erfahrung als die meisten 25-jährigen Profis.

    Ich musste Borussia Dortmund informieren. Ihr Sportdirektor Michael Zorc meldete sich sachlich, freundlich; offensichtlich völlig unvorbereitet. Es war März 2013 geworden. Nichts war bislang durchgesickert.

    „Michael, ich muss dir etwas sagen. Mario hat sich dafür entschieden, im Sommer nach München zu wechseln. Wir werden die Ausstiegsklausel ziehen.“

    Nichts. Borussia Dortmunds Sportdirektor sagte einfach nichts. Die Stille verweilte. „Ich ...“, begann Zorc, „ich muss jetzt erst einmal schlucken. Lass uns in fünf Minuten wieder telefonieren.“ Fünf Minuten später rief er wieder an. Er warf mir alle Beleidigungen an den Kopf, die die deutsche Sprache hervorgebracht hat, eine nach der anderen, minutenlang. Ich sagte nur einen Satz. „Ich kann deinen Zorn verstehen. Aber ich kann es nicht ändern.“

    Ich glaube, dass Mario Götze 2013 nicht zum FC Bayern gewollt hätte, wäre nicht Guardiola gewesen. Aber ich weiß, dass diese Unterscheidung für die Dortmunder auch keine Rolle spielte. Einen Tag später rief Michael Zorc wieder an. Seine Stimme klang gespielt sachlich. „Hier herrscht Schockstarre. Wir müssen uns treffen, alle zusammen. Am besten am Sonntag, nach dem Spieltag.“

    Wir trafen uns im Piazza Navona, einem Restaurant in Dortmund, das extra für uns geschlossen oder eigentlich Ruhetag hatte. Alle waren da, Trainer Jürgen Klopp, Michael Zorc, der Geschäftsführer der Borussia, Hans-Joachim Watzke. Mein Geschäftspartner Dirk Hebel und ich nahmen instinktiv auf der Seite von Mario und seinem Vater Platz. Ich ertappte mich dabei zu hoffen, dass Borussias Trainer Jürgen Klopp den Jungen zum Bleiben überreden würde. Klopp hat eine sensationelle Art zu werben.

    Klopp legte los. Was sie gerade in Dortmund erlebten – Wahnsinn! Absolut glückliche Einheit mit dem Publikum, Mario erst am Anfang, die Liebe einer ganzen Stadt, Wahnsinn! Ich versuchte, in zurückhaltenden Worten Marios Entschluss zu verteidigen. Aber das war gar nicht nötig. Mario sprach klar und ohne zu zögern für sich selbst. „Ich möchte das einmal erleben, für Guardiola zu spielen. Das bedeutet nicht, dass mich irgendetwas in Dortmund stört. Ich weiß bloß, das ist eine Chance, die nie mehr wiederkommt und die ich nutzen will.“

    In solch einer Stresssituation hatte ich Mario außerhalb des Fußballplatzes noch nie so selbstsicher, so emotional im Gleichgewicht erlebt. Ich staunte. Ich war beeindruckt. Mensch, wenn er so cool war, würde das doch was werden in München!

    Nach gut zwei Stunden schlugen die Emotionen um. Die Dortmunder Delegation merkte, dass all ihr Bezirzen und Buhlen ins Leere lief. Ihre Wut traf mich. Denn ich hatte doch sicher Mario eingeimpft, was er zu sagen hatte, oder wieso trat der so unfassbar entschieden auf? Aber auch gegenüber Mario hielten die Dortmunder ihre Enttäuschung nicht mehr zurück.

    „Hab schon verstanden, Mario, ich bin halt kein Guardiola“, sagte Klopp und machte mit grimmig zusammengepressten Lippen ein paar komische Geräusche, pfff, phhh, paah, „ist halt der Guardiola, der spielt ja auch dieses Tikitaka.“ Es war alles gesagt. Marios Entscheidung stand fest wie vor dem ersten Wort im Piazza Navona.

    In der Nacht lag ich wach. Mensch, ich hatte Mario doch heute Mittag erlebt, so entschlossen unter Druck – der packte das mental in München! Ich schaffte es nicht, daran zu glauben. Nicht nachts wach in der Dunkelheit. Ich glaube an zwischenmenschliche Energien, und Guardiola hatte während der Verhandlungen nicht einmal bei Mario persönlich angerufen. Natürlich, er lebte noch in New York, er war Guardiola, er hatte es nicht nötig, irgendwo anzurufen. Aber machst du das nicht trotzdem, wenn du einen Spieler unbedingt willst?

    Mann, hör auf, Volker! Ich sollte endlich schlafen. Aber es war ein Scheiß. Es war einfach ein Scheiß.

    Es schien mir wichtig, auch für mich, das zumindest einmal ganz offen auszusprechen. Am Abend, bevor Mario zum Medizincheck der Bayern flog, sah ich in meinem Büro erst ihn, dann seinen Vater an. „Es ist eure Entscheidung. Aber als Berater muss ich es so klar sagen: Ich habe Bauchschmerzen bei diesem Wechsel.“ Sie warteten, dass ich noch etwas sagte, etwas, was den Satz abmilderte.

    „Du bist dir sicher, Mario?“, sagte ich. „Ihr seid euch sicher?“

    „Ganz sicher.“

  • Das ist der Klopp, den ich mir immer vorgestellt habe und warum ich ihn nicht mag. Und genau das ist auch der BVB. Und Zorc ist ja ein Vogel. Wahrscheinlich erst einmal Klopp und Watzke angerufen und dann hatte er den Mut die Klappe aufzureißen.

    Aber passt auch ins Bild, da die Bombe kurz nach den Liebesbekundungen platzte und der BVB überall gefeiert wurde und sich feiern ließ, dass man Götze halten konnte und er garantiert nie zum FCB geht.

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  • und zu Götze

    - der Teil mit der beleidigten Lebwrwurst Klopp wegen Pep ist köstlich

    Vor allem wenn man sich erinnert wie eloquent und locker er das dann nach der Verkündung in der PK dargestellt hat. Was für ein Heuchler...


    Die angeblich schlaflosen Nächte von Struth find ich sehr dick aufgetragen. Ziemlich durchsichtiger Versuch sich da selbst in ein allzu fürsorgliches Licht zu stellen.


    Bzgl Kroos wäre ich voll mit KHR und UH auf einer Linie gewesen. Es gab wenig was dafür sprach das Kroos nochmal einen derartigen Sprung machen würde. Da hat man einfach eine Fehleinschätzung getroffen.

  • Bzgl Kroos wäre ich voll mit KHR und UH auf einer Linie gewesen. Es gab wenig was dafür sprach das Kroos nochmal einen derartigen Sprung machen würde. Da hat man einfach eine Fehleinschätzung getroffen.

    Ich finde hier hätte man ruhig auf Pep hören sollen. Ein Spielertyp wie Kroos war nun mal perfekt für sein damaliges System.

    Solche einsamen Entscheidungen der Bosse trugen sicher auch (aber nicht nur) dazu bei, dass Pep hier nicht verlängert hat.

  • Ich finde hier hätte man ruhig auf Pep hören sollen. Ein Spielertyp wie Kroos war nun mal perfekt für sein damaliges System.

    Niemand bestreitet das, aber das rechtfertigt nicht, dass Kroos hier zum Spitzenverdiener aufsteigt. Er ist kein Führungsspieler, weder von Leistung noch Führungsqualität her. Er ist ein idealer Mann für Kaderplatz 8-10, und so sollte er auch bezahlt werden.

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  • Ich finde hier hätte man ruhig auf Pep hören sollen. Ein Spielertyp wie Kroos war nun mal perfekt für sein damaliges System.

    Solche einsamen Entscheidungen der Bosse trugen sicher auch (aber nicht nur) dazu bei, dass Pep hier nicht verlängert hat.

    Die Entwicklung von Kroos war doch vorherzusehen. Das war das größte Talent in Deutschland, dann noch im Zentrum und er wurde von wirklich allen Trainern gelobt, nicht zuletzt Jupp und Pep. War zudem bei beiden Trainern gesetzt.
    Er war Kalle und UH nicht mehr wert, weil man glaubte noch paar Jahre mit Schweinsteiger den besseren ZM zu haben. Da hat man sich komplett verschätzt. Aber Kroos nicht als künftigen Weltklassespieler zu sehen, war schon eine heftige Fehleinschätzung. Denn da wettete man komplett gegen den Kurs.

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  • Jo, genau so stellt man sich den Klopp vor. Die geistige Reife eines Zwölfjährigen. Sehr souverän, Jürgen. Ich glaube der würde mir als Spieler unglaublich auf den Keks gehen.

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  • Niemand bestreitet das, aber das rechtfertigt nicht, dass Kroos hier zum Spitzenverdiener aufsteigt. Er ist kein Führungsspieler, weder von Leistung noch Führungsqualität her. Er ist ein idealer Mann für Kaderplatz 8-10, und so sollte er auch bezahlt werden.

    Kroos war sicher nicht Nr. 1-3 der Hierarchie, aber ganz sicher auch nicht nur Kaderplatz 8-10. Dafür war er doch zu wichtig für Peps Spielsystem, welches auf ein sehr starkes MF setzt.

    Beim Gehalt ging es ja auch um den Vergleich mit Götze, und da muss man schon verstehen, dass sich ein Kroos dann auch einen größeren Schluck aus der Pulle gönnen wollte.

  • Ich finde hier hätte man ruhig auf Pep hören sollen. Ein Spielertyp wie Kroos war nun mal perfekt für sein damaliges System.

    Solche einsamen Entscheidungen der Bosse trugen sicher auch (aber nicht nur) dazu bei, dass Pep hier nicht verlängert hat.

    War sicherlich einer der, wenn nicht der Grund, das denke ich auch. Er hat halt gesehen das er hier auf Dauer nicht so agieren kann wie er sich das vorstellt.


    Auf der anderen Seite, hätte man auf Pep gehört, dann wäre hier womöglich ein Neymar aufgeschlagen. Da war es wiederum gut das der Verein da seinen eigenen Weg fortgeführt hat.

  • Kroos war sicher nicht Nr. 1-3 der Hierarchie, aber ganz sicher auch nicht nur Kaderplatz 8-10. Dafür war er doch zu wichtig für Peps Spielsystem, welches auf ein sehr starkes MF setzt.

    Beim Gehalt ging es ja auch um den Vergleich mit Götze, und da muss man schon verstehen, dass sich ein Kroos dann auch einen größeren Schluck aus der Pulle gönnen wollte.

    Wir hatten im Mittelfeld damals in 13/14 Alonso, Schweinsteiger, Thiago, Lahm und Kroos. In der Phase der Saison als Thiago und Schweinsteiger zurückkamen und nicht verletzt waren, war Kroos eben auch nicht gesetzt.


    September 2013, bei den ersten genannten Gesprächen - wir hatten das Treble in der Endphase der Vorsaison ohne Kroos gewonnen. Kroos war da übrigens noch immer ein Möchtegern 10er und wir hatten da jetzt ja nicht nur Müller, sondern dann auch Götze und auch Thiago.

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  • Alonso kam erst 2014, da Kroos eben zu Real ging.

    Und sehr seltsame Statistik, die du da zu Kroos in der Saison 13/14 hast. Er war zumindest lt. TM.de in fast allen Spielen der Saison, ob Liga oder CL in der Startelf und spielte gerade in der CL fast alle Spiele durch.

    Da du Alonso in der Saison 13/14 bei uns im Kader gesehen haben willst, hast du da wohl eher sehr freie Erinnerungen, die stark von Antipathie geprägt sind.

    Und wenn Kroos so unwichtig gewesen wäre und es für ihn keinen Platz gegeben hätte, hätten wir die folgenden Jahre nicht soviel Geld im Zentrum verballert.

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  • Kroos Abgang stand schon lange fest bevor Xabi kam. Der Grund für den last Minute Xabi transfer waren doch die Verletzungen von BS und Thiago, und dann obendrein die sehr schwere Verletzung von Javi.

  • Kroos Abgang stand schon lange fest bevor Xabi kam. Der Grund für den last Minute Xabi transfer waren doch die Verletzungen von BS und Thiago, und dann obendrein die sehr schwere Verletzung von Javi.

    So ist es. Ohne die Verletzung von Martínez hätten wir Alonso genauso wenig verpflichtet wie Benatia.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!

  • Niemand bestreitet das, aber das rechtfertigt nicht, dass Kroos hier zum Spitzenverdiener aufsteigt. Er ist kein Führungsspieler, weder von Leistung noch Führungsqualität her. Er ist ein idealer Mann für Kaderplatz 8-10, und so sollte er auch bezahlt werden.


    Kroos war sicher nicht Nr. 1-3 der Hierarchie, aber ganz sicher auch nicht nur Kaderplatz 8-10. Dafür war er doch zu wichtig für Peps Spielsystem, welches auf ein sehr starkes MF setzt.

    Beim Gehalt ging es ja auch um den Vergleich mit Götze, und da muss man schon verstehen, dass sich ein Kroos dann auch einen größeren Schluck aus der Pulle gönnen wollte.

    Ich würde Kroos auch eher auf Platz 5-8 sehen. Auch nach seiner wirklich großen Vereinskarriere. Ein wirklicher Führungsspieler war er nie. Bei uns musste er das (noch) nicht sein, bei Real konnte er das nie werden und in der Nationalmannschaft ist er an dieser Rolle sogar gescheitert.


    Aber gut, mehrfacher CL-Sieger mit 2 verschiedenen Vereinen, Weltmeister, etliche spanische und deutsche Titel. Und das stets unter jedem Trainer als Stammspieler.


    Kroos ist seinem Talent wirklich gerecht geworden.


    Trotzdem möchte ich die Flitzpiepe nicht mehr in München sehen und bin nach wie vor nicht traurig, dass er damals verkauft worden ist. Der soll weiter Podcasten.