Ehemalige Spieler, Trainer usw...

  • Hallo,

    Plötzlich wurde diese Entscheidung aber gekippt, nachdem Kalle mehrfach sagte, es stünde fest, dass Lahm es machen wird. Dann war Uli wieder voll im Saft und Lahm war raus

    die Vermutung, dass einzige und allein Uli Hoeneß den Einstieg von Philipp Lahm bei uns verhindert hat, liegt sehr nahe bei den bekannt gewordenen Fakten. Ich glaube in diesem Fall auch, dass es so war. Wenn bei einem professionellen Verein eine Person, die noch dazu gar nicht zuständig war, solch wesentliche Entscheidungen alleine treffen kann, ist dies natürlich extrem fragwürdig und zu kritisieren.


    Ich hoffe aber, und bin auch optimistisch, dass wir Philipp Lahm hier in der Zukunft noch in einer sehr wichtigen Funktion erleben werden. Und ich glaube, dass ihm der Abstand zum Verein nach seiner aktiven Zeit gut tun wird. Für mich ist Philipp Lahm der ideale Nachfolger von Kalle als Vorstandsvorsitzender.


    Ralf

  • Diese durchaus ausführlichen Erklärungen darauf herunter zu brechen, dass er den Robben-Kauf kritisierte, ist...puh...falsch? Das war nicht einfach nur dahingerotzte Kritik. Das war fundiert, durchdacht, argumentiert. Dafür muss man ihn nicht heroisieren (wer tut das eigentlich), aber es gibt doch einfach einen guten Einblick, wie übergeordnet er schon damals dachte - und das muss man dann auch nicht kleiner machen, weil es einfach deutlich aus dem herausragt, was Spieler sonst so sagen.
    Und nein, mit dem Interview begründet man keinen Vorstandsposten. Aber es hat halt ungefähr 1000% mehr Substanz als alles, was ich jemals von Brazzo über Fußball gehört habe.

    Aber es war doch alles erst, nachdem alle Tatsachen geschaffen waren, und nicht zuletzt war der Tymo-Kauf doch noch Klinsmann geschuldet, und der von Gomez dem 442, von dem selbst van Gaal zuerst noch gesagt hatte, dass er das spielen lassen wolle, weil es traditionell das System des FCB war/ist. Demnach hätte man sich also den Robben-Kauf sparen können/müssen, oder man hat irgendwann da wohl doch gesehen, dass 433 in seinen Variationen dem 442 überlegen und die Zukunft beim FCB ist. Dann erübrigt sich aber die Kritik, denn dass so ein Übergang von einem System zu einem anderen, noch dazu von einer ((nicht vorhandenen) Klinsmann-Wir-überrrennen-den-Gegner-einfach-)Trainer-Philosophie zu einer anderen, klar durchdachten, nicht reibungslos abläuft, sollte jedem klar sein, erst recht, wenn die ganzen Planungen noch auf das alte System gemünzt waren, und erst der letzte Last-Minute-Transfer perfekt auf das neue zugeschnitten war.

  • Du kapierst es nicht, oder? Genau diesen Zickzack-Kurs, den du da wunderbar skizzierst, hat Lahm doch bemängelt. Robben oder Tymo waren lediglich Beispiele und nicht die ausschließlichen Gründe seiner Kritik. Es fehlt(e) eine klare sportliche Ausrichtung des Vereins, die sich auf die Trainerwahl und letztlich auch Spielerwahl auswirkt. Im einen Jahr so, im nächsten so, im Winter da so. Das kritisierte Lahm....

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Aber es war doch alles erst, nachdem alle Tatsachen geschaffen waren,

    Philipp Lahm war hier Fußballspieler und zu dem Zeitpunkt auch noch weit weg vom Kapitänsamt. Was hatte er mit der Kaderplanung zu schaffen? Wissen wir, was er intern bereits angesprochen hatte?

    Dann erübrigt sich aber die Kritik, denn dass so ein Übergang von einem System zu einem anderen, noch dazu von einer ((nicht vorhandenen) Klinsmann-Wir-überrrennen-den-Gegner-einfach-)Trainer-Philosophie zu einer anderen, klar durchdachten, nicht reibungslos abläuft, sollte jedem klar sein, erst recht, wenn die ganzen Planungen noch auf das alte System gemünzt waren, und erst der letzte Last-Minute-Transfer perfekt auf das neue zugeschnitten war.

    Also weil es eh passiert ist und man recht orientierungslos durch die Gegend eiert, sagt man lieber gar nichts?
    Für mich war es recht deutlich, dass Lahm mit der Arbeit von van Gaal erstmals die Chance sah und die Entwicklung mit seinem Interview fördern wollte. Und so, wie sich Uli heute darstellt, glaube ich nicht, dass er oder auch Kalle damals tatsächlich aktiv diesen Philosophiewechsel wollten. Das war eher Zufall. Und hätte van Gaal sich damals nicht quasi im letzten Moment gegen Juve gerettet, wer weiß, ob das dann überhaupt fortgesetzt worden wäre...

  • Also weil es eh passiert ist und man recht orientierungslos durch die Gegend eiert, sagt man lieber gar nichts?

    Jedenfalls nicht mehr, wenn eh alles bereits vollendete Tatsachen sind. Im Nachhinein die Fehler sehen kann jeder. Und so orientierungslos war es eben nicht, sondern wie bereits gesagt, dem Umstand geschuldet, dass die Planungen noch auf ein Klinsmann-442 gemünzt waren. Tymo wurde relativ frühzeitig für die neue Saison perfekt gemacht, Gomez gar erst kurz nach van Gaal. Alles noch auf 442 ausgelegt. Erst Robben war dann der perfekte Transfer für ein 433, nur hatte man damit dann natürlich zu viele Stürmer, und mit der Doppelsechs war Tymo überflüssig geworden.

    Für mich war es recht deutlich, dass Lahm mit der Arbeit von van Gaal erstmals die Chance sah und die Entwicklung mit seinem Interview fördern wollte. Und so, wie sich Uli heute darstellt, glaube ich nicht, dass er oder auch Kalle damals tatsächlich aktiv diesen Philosophiewechsel wollten. Das war eher Zufall. Und hätte van Gaal sich damals nicht quasi im letzten Moment gegen Juve gerettet, wer weiß, ob das dann überhaupt fortgesetzt worden wäre...

    Der Zufall war die Gelegenheit des Robben-Kaufs. Wenn alle fit sind, spielt man mit James im Kader wohl auch anders als ohne, weil man letztlich die stärkste Mannschaft aufs Feld schicken will. Letztendlich hätte es wieder vom Nachfolger abgehangen, keine Ahnung, wer das gewesen wäre. Die üblichen Ottmar und Jupp waren jedenfalls nicht willens (glaube kaum, dass Ottmar nochmal zurückgekehrt wäre), oder nicht verfügbar.

  • Lahm kritisierte damals zu Recht den fehlenden Plan im Verein, das fehlende Konzept wie sich der Verein aufstellt. Durchgehend von der Jugend bis zur 1. Mannschaft. Genau in die gleiche Kerbe schlägt nun übrigens auch Tim Walter. (sport.de)


    Schade das man die Leute die Ihre eigene Meinung vertreten und nicht alle nach Ulis Mund labern hier nicht sehen will.


    Immer nur back to the roots wird dann bald wieder zum Libero führen. Uli pack deine Sachen und lass Leuten den Vortritt die den Verein nach vorn bringen wollen und neue Ideen mit einbringen. Dann hast du den Verein bis heute zu einem der besten und größten Vereine geformt und übergibst diesen kerngesund und finanziell bestens aufgestellt . Besser kann man nicht abtreten! DANKE....

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  • "verschiedene Auffassungen von der Tätigkeit, von Verantwortungsbereichen und von der Strukturierung der Verantwortlichkeiten"


    ...d.h. wohl, er wollte mehr, als das was man ihm anbot...

    manchmal ist ein pferdekopf zu klein...


    was glaubt ihr eigentlich hätte lahm als sportvorstand hier so bahnbrechendes im alleingang entscheiden können, hm?...


    was konnte sammer denn hier alleine entscheiden?... welchen "stallgeruch" hatte der denn eigentlich?...


    brazzo ist jetzt "nur" sportdirektor hat aber genauso wenig plan vom tuten und blasen... darf dann aber dennoch wohl selbstständige entscheidungen treffen, die vermutlich auch im "kleinen" nicht geringer schwerwiegend falsch sein könnten...
    uli ist nun auch keine 24 std bei ihm und hält ihm die nüsse, damit sie nicht runterfallen...


    ich kapiere bei manchen hier einfach nicht, wie sie auf dieses schmale brett kommen, dass alleine der unterschied zwischen "direktor" und "vorstand" so immens gewichtet ist, dass man dadurch gute potentielle leute vergraulen muss!?...


    das sind dann auch noch zumeist diejenigen, wenn ich das hier teilweise beobachte, die einem sammer den lieben lang tag lang unterstellt haben, er würde nur herumhocken und sich auf seinem posten ausruhen...
    ja, was denn nun?... ist es jetzt ein so wichtiger posten, dem man nur einem hochprofessionellen nichtsnutz geben kann, oder nicht?...


    also sorry, aber bei manchen frag ich mich ernsthaft... na ja, komm...

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  • ich kapiere bei manchen hier einfach nicht, wie sie auf dieses schmale brett kommen, dass alleine der unterschied zwischen "direktor[/i]" und "vorstand[/i]" so immens gewichtet ist, dass man dadurch gute potentielle leute vergraulen muss!?...

    Es ist - rechtlich - schon ein erheblicher Unterschied. Dadurch, dass wir eine AG sind, hast du als Vorstand - potentiell - eine nahezu unbegrenzte Entscheidungsbefugnis. Es gibt ein paar Einschränkungen durch die Satzung und natürlich noch durch die interne Abgrenzung der Aufgaben, aber in der Außenwirkung bist du erstmal "der starke Mann".


    Ein Sportdirektor ist erstmal eine "erfundene" Bezeichnung eines Postens, den es rechtlich gesehen so gar nicht gibt. Dementsprechend kann der durch die Stellenbeschreibung frei gestaltet (und eingegrenzt) werden und zwar jederzeit, nicht bloß durch eine Satzungsänderung oder durch einen Beschluss der Vorgesetzten/des Vorstandes. Demgemäß könnte auch die "Machtfülle" ziemlich einfach beschränkt werden, was bei einem Vorstandsmitglied nicht so einfach der Fall ist.


    Inhaltlich kann man das natürlich weitestgehend annähern, sodass es in den täglichen Abläufen keinen Unterschied gibt. Klar. Es ist aber im Hinblick auf das entgegen gebrachte Vertrauen und auch auf die Reaktionsmöglichkeiten bei Meinungsverschiedenheiten schon ein erheblicher Unterschied. Zumal man mit Sammer jemanden Externes direkt zum Vorstand gemacht hat, das aber bei Leuten wie Lahm nicht zugestehen wollte.

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  • Zumal man mit Sammer jemanden Externes direkt zum Vorstand gemacht hat, das aber bei Leuten wie Lahm nicht zugestehen wollte.

    und genau da beginnt nunmal ein problem, was sich nicht wegdiskutieren lässt, egal, wie es rechtlich aussieht...
    man überlässt also jemandem von extern direkt diese "entscheidungsgewalt", aber einem lahm... stallgeruch... kind des vereins... nennt es, wie ihr wollt, wird da ein @rschtritt verpasst!?...


    nein... das erschließt sich mir nicht und mir soll keiner kommen und erzählen, dass sammer ja die erfahrung hat und bereits wusste, was zu tun ist...
    ein aufgabenfeld beim dfb ist sicherlich auch nochmal was anders, als ein aufgabenfeld bei unserem verein und unabhängig davon, übergibt man so jemandem aber eben auch einen ziemlich großen kompetenzbereich ohne seine arbeit wirklich näher zu kennen, oder war uli auch ein paar jahre beim dfb vor ort und schaute sich die arbeit von sammer an?... :rolleyes:


    zumal ich einen lahm auch so einschätze, dass der, änlich wie uli früher, schon frühzeitig in derartige bereiche reingeschnuppert hat ( management etc. ) und sich freiwillig wissen angeeignet hat und weiterhin aneignet...


    natürlich kann man die situation vor ein paar jahrzehnten nicht mit denen von heute vergleichen, aber wer steuerhinterzieher und betrüger im vorstand und ar sitzen hat, soll sich bitte enorm zurücknehmen, wenn er davon spricht, dass nur bestimmte leute eingesetzt werden dürfen, weil ja ach so hochrangige leute im ar sitzen... dafür habe ich nur ein wort übrig: L Ä C H E R L I C H ! ! !...

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