Thomas Müller

  • Liechtenstein, Armenien, Island - also wenn die NM das nur wegen Müller nicht schafft, können sie es gleich lassen.

    Da soll der sich lieber in München zusammen mit Upamecano und Tolisso auskurieren.

    Kann uns nur recht sein.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Liechtenstein, Armenien, Island - also wenn die NM das nur wegen Müller nicht schafft, können sie es gleich lassen.

    Da soll der sich lieber in München zusammen mit Upamecano und Tolisso auskurieren.

    Kann uns nur recht sein.

    Haben wir endlich das Prinzip Reus durchschaut?

    MINGA, sonst NIX!

  • Mit 32 Jahren heiß auf Liechtenstein und Co. Der Typ ist so bekloppt, Wahnsinn! 😄💪💪💪

    Ich kann alles! Ich kann aber auch alles nicht! - Thomas Müller

  • Da ist er wieder……


    SPORT BILD: Herr Müller, wie geht es Ihnen mit Ihrer Adduktorenverletzung, derentwegen Sie vom DFB abgereist sind? Sind Sie fit für das Topspiel in Leipzig?

    Thomas Müller (31): Die Probleme kamen aus dem Nichts. Wir schauen von Tag zu Tag, es sieht nicht nach einer gravierenden Geschichte aus. Grundsätzlich bin ich guter Dinge!

    Im Sommer haben sich einige Fans Sorgen um Ihre Zehennägel gemacht, von deren ramponiertem Zustand Sie ein Foto bei Instagram gepostet hatten, garniert mit dem Spruch: „Ich muss wohl dringend zum Nagelsmann.“ Werden Sie von den Teamkollegen in der Dusche nun auch immer drauf angesprochen?

    Das war eine lustige Geschichte, ein Urlaubsflachs. Und ich kann alle beruhigen: Die Zehen schauen mittlerweile wieder besser aus, der blaue Anteil ist nicht mehr da. Dadurch, dass wir viele Zweikämpfe haben und mir sprichwörtlich oft ein Gegenspieler auf dem Fuß steht oder man mit dem langen Bein nach einem Ball stochert, schauen die Zehen halt schnell mal so aus.

    Sie und Robert Lewandowski „stochern“ außergewöhnlich erfolgreich, um bei Ihrer Formulierung zu bleiben. Was macht Ihr Zusammenspiel aus?

    Es haben sich im Laufe der Jahre wiederkehrende Abläufe und Vertrauen aufgebaut, wir sind sozusagen ein eingespieltes Duo. Wir wissen beide, wie Toreschießen im Strafraum geht. Es gibt nicht mehr so viele offensive Topspieler, die im Strafraum gern den „klassischen“ Kopfballzweikampf suchen. Die gerne ein Spitzel-Tor im Fünfmeterraum machen. Der elegante Dribbler hat den Ball früher im Spiel am Fuß und kommt während seiner Ausbildung gar nicht so oft in diese Situationen, um zu lernen, wie er in der Box die Treffer macht: mit einer Kopfballverlängerung, mit einer kleinen Richtungsänderung.

    Können Sie noch mehr ins Detail gehen?

    Dadurch, dass wir beide schon immer im Strafraum zu Hause waren, ist klar: Wir wissen beide, wo der gefährliche Raum ist. Als Spieler mit dem Ball am Fuß kann man sich in den Gedankengang des anderen während der Freilaufbewegung hineinversetzen, weiß genau, wo man ihn selbst gerne hinbekommen wollen würde. Wir sind beide reaktive Spieler, das passt einfach. Das ist immer mehr zu einem Miteinander geworden.

    Lewandowski kam 2014 vom BVB. War das zu Beginn noch anders?

    In den Anfangsjahren bei Bayern standen wir gemeinsam auf dem Platz, aber jeder hat ein bisschen sein Ding gemacht. Das ist aber ganz normal, dass so eine Entwicklung einfach Zeit und gemeinsame Erlebnisse braucht.


    Zurzeit begeistert einer die Fans, der vor 20 Jahren noch gar nicht geboren war: Jamal Musiala. Kann er Ihr Kronprinz bei Bayern werden?

    Jamal hat jetzt, mit gerade 18 Jahren, Qualitäten, die wir direkt gebrauchen können. Das ist auf diesem Niveau, welches wir als FC Bayern in jedem Spiel zeigen müssen, außergewöhnlich. Er bewegt sich super im Zwischenraum, behält den Ball im Dribbling. Er ist fleißig, lernbereit und trotzdem selbstbewusst. Seine Art, wie er vom Kopf her mit dem Fußballalltag umgeht, lässt es zu, dass er immer wieder in die engen Dribblings und in entscheidende Situationen geht. Und das nicht dumm oder naiv, sondern immer mit einem Ziel und mit Zug zum Tor, ohne Angst zu scheitern. Es macht einfach Spaß, ihm beim Fußballspielen zuzuschauen. Das kommt bei den Fans natürlich gut an. Er wird für die Zukunft des FC Bayern ein wichtiger Spieler.


    Sie haben von Anfang an Leroy Sané unterstützt. Was macht Sie zu seinem großen Fürsprecher?

    Ich mag ihn und gewinne liebend gerne Fußballspiele. Leroy kann uns mit seinen Fähigkeiten dabei enorm weiterhelfen. Er braucht dafür das absolute Vertrauen, den Mut, den Abschluss zu suchen. Wie bei seinem 2:0 gegen Liechtenstein, über das ich mich sehr gefreut habe. Gerade für Eins-gegen-eins-Spieler ist das Selbstvertrauen elementar.

    Mark van Bommel grüßt in der Bundesliga von der Tabellenspitze. Haben Sie Angst, dass er das Bayern-Gen mit nach Wolfsburg gebracht hat?

    Angst habe ich nicht, aber als alter Kumpel freut es mich, wenn es für Mark gut läuft. Wir hatten immer Kontakt, auch als er in Eindhoven Trainer war. Wolfsburg als Mannschaft zu sehen macht Spaß: Sie sind eingespielt, kompakt. Worauf ich gespannt bin, ist, wie die Mannschaft die Doppelbelastung wegsteckt. Vergangene Saison konnte sich das Team die ganze Woche auf einen Gegner vorbereiten, die erste Elf wurde selten verändert. Aber natürlich ist es unser Anspruch, bald an Wolfsburg vorbeizuziehen.

    Vom nächsten Gegner RB Leipzig kamen mit Julian Nagelsmann, Dayot Upamecano und Marcel Sabitzer drei tragende Säulen, zudem drei Co-Trainer. Zerstört Bayern mal wieder einen Ligakonkurrenten?

    Auf keinen Fall. Es hat ja kein Verein eine Verkaufspflicht, siehe Paris und Mbappé. Der FC Bayern hält wie jeder Verein nach Qualität Ausschau, die ins entsprechende Budget passt. Vereine, die uns in der Tabelle über Jahre gefährlich werden, haben zwangsläufig gutes Personal. Da ist es normal, sich in der gleichen Liga bei diesen Vereinen umzuschauen, da braucht man keine Eingewöhnungsprobleme fürchten. Transfers, über die heiß diskutiert wird, hat es schon immer gegeben. Und das ist auch gut so.

    Spielt der FC Bayern beim Spitzenspiel auch für seinen neuen Trainer?

    Nicht unbedingt. Aber wir spielen unter seiner Flagge.


    Wie nehmen Sie Nagelsmann bisher wahr?

    Wir sind mit einer guten ersten Periode in die Saison gestartet. Gerade im letzten Spiel gegen Hertha BSC konnte man schon einige Dinge erkennen, die er mit uns erarbeitet hat. Zwischenmenschlich gibt er sich so, wie man ihn kennt. Somit ist alles in der Spur.

    Kann der FC Bayern mit ihm in der Champions League angreifen?

    Erst einmal sollten wir mit Julian seinen ersten Meistertitel ins Visier nehmen. Schritt für Schritt, Freunde (lacht). Für uns als Verein ist der Henkelpott wieder ein großes Ziel. Unsere Erlebnisse in Lissabon vor einem Jahr machen einfach Lust auf mehr. Auf dieser Ebene kommt es aber wie bekannt auf viele Faktoren an. Es gibt enge Spiele. Es geht um Form und Fitness, um kleinste Details


    Uli Hoeneß träumte immer vom FC Bayern Deutschland. Ist die Nationalelf mit acht Bayern und Triple-Trainer Hansi Flick jetzt „DFBayern“?

    Vor aller Romantik geht es in beiden Lagern um Qualität. Der FC Bayern ist ein deutscher Verein und will, dass die besten Spieler des Landes hier spielen, bestmöglich auch tragende Rollen einnehmen. Das haben wir in den letzten Jahren immer wieder geschafft.

    Würden Sie verstehen, wenn andere Nationalspieler einen Bayern-Bonus fürchten?

    Hansi Flick kommt vom FC Bayern, er hatte zwei intensive und erfolgreiche Jahre bei uns: mit den Spielern, aber auch mit der Art und Weise, wie er den Fußball interpretiert . Dass er Spieler – von entsprechender Klasse – nominiert, die sein System kennen und erfolgreich umsetzen können, und diese Bausteine auswählt, ist verständlich. Aber man muss keinen Bayern-Bonus fürchten. Hansi Flick will Erfolg haben und keine Medaille, dass er möglichst viele Bayern-Spieler nominiert.

    Glauben Sie, dass Sie jetzt in der Nationalelf Ihre Bayern-Rolle bekommen?

    Man konnte in den ersten Spielen schon sehen, mit welcher Formation Hansi Flick beim DFB agiert hat (im 4-2-3-1-System; d.Red.). Ich gehe schon davon aus, dass ich ein Zentrumsspieler sein werde in ähnlicher Rolle.

    Flick kann sich Kai Havertz in der Lewandowski-Rolle vorstellen. Sie auch?

    Es ist ganz schwierig, Spieler mit Lewy zu vergleichen. Ich habe noch mit keinem anderen Stürmer zusammengespielt, der jedes Jahr 40 Tore und mehr erzielt. Kai ist zwar kein klassischer Mittelstürmer, bringt jedoch Stärken mit, die einen solchen auszeichnen. Wir haben ein gutes Zusammenspiel, verstehen uns ausgezeichnet. Ich kann mir beim DFB einige Varianten vorstellen, die funktionieren können.

    Sie haben Gerd Müller als Co-Trainer erlebt. Was genau konnte er Ihnen für Ihren Weg mitgeben?

    Gerd hat mir ganz wertvolle Einschätzungen gegeben: das Timing im Strafraum beispielsweise. Wann setze ich mich von einem Verteidiger ab, damit er mich nicht sieht? Wann habe ich die größte Chance, auf einen abgewehrten Ball bestmöglich reagieren zu können? Es gibt beim Fußball ja nicht wie beim Schach Spielzüge, die man immer anwenden kann, quasi: eine bajuwarische Eröffnung (lacht).

    Sind die unerklärlichen Thomas-Müller-Laufwege also kein Zufall?

    Es gibt keine unerklärlichen Müller-Laufwege, das muss ich betonen. Das wird vielleicht dann hervorgekramt, wenn sich Experten oder Journalisten meine Wege nicht erklären können …

    … aber steckt in diesen Wegen Gerd Müller?

    Ich denke, Gerd hat auch viele Wege gemacht, die ins Nichts führen. Aber wenn du pro Spiel 20 mal diesen Weg machst und 19 mal ist er umsonst, dafür beim 20. Mal mit einem Tor belohnt wird: Dann macht es Sinn! Beim Gerd waren es halt drei von 20 Laufwegen, die sinnvoll waren, und dementsprechend auch drei Tore. In meinem Spiel stecken sicher noch viele Elemente, die Gerd oder auch Hermann Gerland geprägt haben: Abpraller mit der richtigen Technik verwandeln. Im Strafraum gilt ab einer gewissen Distanz der Gerlandsche Ausspruch: „Genauigkeit vor Härte“.


    Hansi Flick hat bis zur EM 2024 beim DFB unterschrieben? Würde das als Spieler Müller auch tun, damit er bei der Heim-EM 2024 seine Länderspielkarriere beenden kann?

    Step by step. Ich habe beim FC Bayern noch bis 2023 Vertrag. Ich bin mir schon bewusst, dass die Uhr nicht stehen bleibt. Es zählt für mich, dass ich für meine Mannschaften wichtig bin. Mein Fokus liegt darauf, Leistung zu bringen. Ich würde nicht ausschließen, dass ich 2024 noch professionell Fußball spiele. Bezüglich der Nationalelf ist mir das aber noch viel zu weit weg.

  • Gutes Interview, wie üblich. Müller ist ein sehr aussergewöhnlicher Fussballer, auf und neben dem Platz. Es gibt nur sehr wenige, sie einerseits so ehrgeizig und andererseits so entspannt und offen sein können. Der gute Mann hat wirklich seine Mitte gefunden.

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  • Er ist jetzt schon eine Legende bei uns! Ich hoffe, er bleibt uns nach seiner Karriere in irgendeiner Funktion beim FC Bayern erhalten.

    Emotional. Mitreißend. Offensiv.

  • Er ist jetzt schon eine Legende bei uns! Ich hoffe, er bleibt uns nach seiner Karriere in irgendeiner Funktion beim FC Bayern erhalten.

    Jap. Da er - wohl - den absoluten Großteil seiner Karriere hier verbrCht haben wird, zentraler Spieler vieler Erfolge war und vielleicht noch ist und extrem chlor in der Birne, sollte dieser Weg vorgezeichnet sein.

    Hängt halt davon ab, welchen Weg er selbst anstrebt.

    Ich würde ihm alle möglichen Rollen zutrauen. Nicht so der Exec wie Kahn, eher näher am Platz.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Jap. Da er - wohl - den absoluten Großteil seiner Karriere hier verbrCht haben wird, zentraler Spieler vieler Erfolge war und vielleicht noch ist und extrem chlor in der Birne, sollte dieser Weg vorgezeichnet sein.

    Hängt halt davon ab, welchen Weg er selbst anstrebt.

    Ich würde ihm alle möglichen Rollen zutrauen. Nicht so der Exec wie Kahn, eher näher am Platz.

    Stadionsprecher;);)

  • Ich halte Thomas für einen vergleichsweise recht intelligenten Spieler mit gesundem Menschenverstand.


    Dem traue ich sehr wohl eine tragende Rolle in der Vereinsführung zu.

  • Ich glaube, er wird sich erst mal eine Auszeit nehmen, und ob er dann noch irgendwann Lust hat zurückzukehren, wird man sehen müssen. Vielleicht frönt er auch nur noch dem Pferdesport als Zuschauer und Bezahler äh "Investor";)

  • Ich halte Thomas für einen vergleichsweise recht intelligenten Spieler mit gesundem Menschenverstand.


    Dem traue ich sehr wohl eine tragende Rolle in der Vereinsführung zu.


    „Thomas ist ein extrem wichtiger Spieler für uns, der auch für die Stimmung unglaublich wichtig ist - auf dem Platz, aber auch außerhalb. Er spielt unglaublich intelligent Fußball und kann auch die Vorgaben des Trainers als verlängerter Arm unglaublich intelligent umsetzen“, begründet Nagelsmann die Wichtigkeit Müllers.

    https://www.tz.de/sport/fc-bay…-bundesliga-90967621.html

    Ich kann alles! Ich kann aber auch alles nicht! - Thomas Müller

  • „vergleichsweise recht intelligent“.
    Also wenn das nächste Mal die Schwiegermama kocht, werde ich diese Formulierung verwenden: „also das Essen hat vergleichsweise recht gut geschmeckt“ 😀

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind