Javier Martínez

  • 12.55 Uhr: Javi Martinez war einer der Grundsteine für Bayerns Erfolg in dieser Saison. Das sieht nach SPOX, nun auch die "Sportbild" so und tituliert den Spanier als "leisen Giganten". Was ihn so wertvoll macht: Enorme Ballsicherheit und Passstärke (Im Finale spielte Martinez nicht einen einzigen Fehlpass!). Mit Martinez verlor Bayern in dieser Saison kein einziges Spiel. Schlechte Karten für den VfB im Finale.
    Auch in der Mannschaft scheint Martinez inzwischen voll integriert zu sein: "Wir machen ja in der Kabine gerne eine Schlacht mit unseren Stutzen, die wir zuvor in Wasser eintauchen. Einmal habe ich Franck (Ribery) damit ordentlich erwischt. Er hat sich nichts anmerken lassen. Als ich die Kabine verlassen wollte, hat er mich voll getroffen. Ich war von oben bis unten nass", so Martinez in der "Sportbild". Leg dich nicht mit Franck "The Prankster" Ribery an, Javi!

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  • Genau das habe ich gemeint. Heynckes wollte wohl schon in der Vorsaison Vidal haben, leider wurde dann kein anderer Spieler verpflichtet, der grundsätzliche Bedarf war bereits vorhanden.


    Ich denke schon, dass er den Namen ins Spiel gebracht hat, weil er sich im spanischen Fußball enorm gut auskennt (und speziell in Bilbao). Er war wohl der erklärte Wunschspieler fürs defensive Mittelfeld. Natürlich wird das vorher mit den Verantwortlichen abgesprochen.

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  • Das Beste in meinen Augen ist nicht mal der Ballgewinn oder die Behauptung, sondern wie er dann instinktiv den linken Fuß hernimmt, um in den freien Raum zu passen.

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  • http://www.merkur-online.de/sp…lack-moderne-2934138.html


    Ein Ballack der Moderne


    Berlin – Als die Kabine in der Londoner Wembley-Arena am vergangenen Samstag einen siegreichen Bayern-Profi nach dem nächsten ausspuckte, war jedes Detail interessant – so ein Champions League-Finale gewinnt man ja nicht alle Tage.


    Dante trug ein kleines Radio auf der Schulter, voll aufgedreht. Er sah lustig aus. Bastian Schweinsteiger hatte eine Flasche Champagner in der Hand, gut geleert. Er sah partydurstig aus. Javi Martinez hatte den Spielball unterm Arm. Er sah stolz aus.


    Diese Saison, der große Erfolg in dieser Saison, hat viele Gesichter. Jupp Heynckes, der sein Spätwerk krönt. Arjen Robben, der seinen finalen Frieden gefunden hat. Schweinsteiger und Philipp Lahm, die endlich Titeltauglichkeit bewiesen haben. Ein Gesicht des Erfolges ist aber auch das schmale Antlitz dieses Javi Martinez aus dem 1500-Einwohner-Ort Ayegui im spanischen Baskenland. Der 24-Jährige ist den Bayern im Sommer die Rekordsumme von sagenhaften 40 Millionen Euro wert gewesen. Und viele fragten sich: Warum? Franz Beckenbauer fragte: Martinez, was ist das – eine Kaffeesorte? Heute sind keine Fragen mehr offen. Inzwischen weiß man, warum Heynckes so darauf gedrängt hatte, den Nationalspieler nach München zu holen.


    Als hätte es noch einen letzten Beweis für Martinez’ außergewöhnliche Fertigkeiten als Balldieb, Zweikämpfer und Räumeverdichter gebraucht, schwang sich der Spanier im Finale gegen Borussia Dortmund zum wertvollsten Münchner auf. In der ersten Hälfte rief er neben Torsteher Manuel Neuer als Einziger seine Extraklasse ab, am Ende verzeichneten die Statistiker unter anderem keinen einzigen Fehlpass und 72 Prozent gewonnene Duelle Mann gegen Mann – Werte mit enormer Aussagekraft. „Javi weiß immer, was zu tun ist“, sagte Neuer. Eine Gabe .


    Eine Gabe , die sich nicht auf den Platz beschränkt. In seiner Heimat sprudelt aus dem Dorfbrunnen Rotwein statt Wasser, weil die örtliche Bodega die Pilger auf dem Jakobsweg auf diese Art stärken möchte. Nach dem Finale in London hat auch Martinez gefeiert, ja klar. Aber während der Saison gab es Anekdoten wie diese: Einmal besuchte er das „Cavos“, einen Schwabinger Szene-Griechen. Er trank nur Wasser, und zum Zapfenstreich verabschiedete er sich – obwohl es um diese Zeit in dem Lokal gerade erst lustig wird.


    Er sei der deutscheste Spanier, sagte Martinez in dieser Saison mal. In der spanischen Nationalelf ist die Konkurrenz namhaft: Xavi, Andres Iniesta, Xabi Alonso, Sergio Busquets – er selber ähnele, fand er, aber am ehesten Stefan Effenberg. Der führte zuvor die Bayern 2001 zum letzten Mal auf Europas Thron. Martinez spult in einem Spiel viele Kilometer herunter, er grätscht auch mal, er macht, was man machen muss, damit die Balance zwischen Defensive und Offensive passt. „Ich bin der, der für das Gleichgewicht sorgt“, umschreibt er seine Stelle. Dass er gut zu Fuß ist, liegt unter anderem daran, dass er als kleiner Bub seiner Mutter davonlaufen musste, wenn sie ihn wegen seiner Streiche mit der Bratpfanne durch Ayegui jagte. Später rannte er, so ist es Brauch, mit den Stieren um die Wette. Es hat sich gelohnt. Heute trägt der Sportplatz in seinem Heimatort seinen Namen.


    Nicht einmal Franz Beckenbauer ist ein Stadion gewidmet. Das verdutzt Martinez, den sie zuhause früh auch „Kaiser“ gerufen haben. In München wird er rot, wenn er darauf angesprochen wird. „Beckenbauer ist eine Legende, er war der vielleicht beste Abwehrspieler der Welt. Ich wäre wunschlos glücklich, wenn ich eines Tages halb so gut wäre.“ Was ein Kaiser sei, wisse er nicht einmal so richtig. Recht drollig lautet seine Einschätzung so: „Ich denke, es ist etwas Gutes. So etwas wie ein König. Der Big Boss.“


    Nun, der eine oder andere Kaiser hat seine Macht vielleicht auch missbraucht, aber mit „Big Boss“, da ist schon etwas dran. Michael Ballack galt ein paar Jahre auch mal als großer Chef, Jürgen Klinsmann stilisierte ihn zum „Capitano“ hoch. Schweinsteiger zieht eine Parallele zum früheren Bayern-Kapitän: „Ich bin jetzt seit über zehn Jahren hier, und ich habe nur einen gesehen, der ein ähnliches Kopfballspiel hatte wie Javi: Ballack.“


    Es bleibt die einzige Parallele. Ballack verfehlte die internationalen Erwartungen, und Martinez’ Qualitäten reichen über das Kopfballspiel hinaus. Ein Ballack der Moderne. Einer, der die wichtigen Bälle erobert. Im Spiel – und offensichtlich auch nach dem Abpfiff in der Kabine.

  • Ich hab es damals schon gesagt, dass Javi DIE Verstärkung im MF sein wird!
    Jupp hat alles richtig gemacht mit seiner Eingewöhnung! Nicht gleich überfordert, nach und nach aufgebaut! Und jetzt kommt mit Pep jemand, der ihn perfektionieren kann! :)

  • Gestern hat Javi mir aber nicht so gut gefallen, eines seiner schwächsten Spiele im FCB-Trikot. Aber er ist eben keine Maschine, nach dem gewonnenen CL-Finale absolut menschlich, daß man da etwas nachlässt.

  • Ja, hatte ich auch so den Eindruck, wollte es aber nicht schreiben weil das Ergebnis ja stimmt und er wahrscheinlich was mitbekommen hat, zumindest hatte er heute noch einen Fuß verbunden.

    „Let's Play A Game“

  • War am Anfang etwas Skeptisch..
    Javi wer..???
    40 Mio. :x:x,brauchen wir nicht


    Aber heute einer meiner Lieblingsspieler und das nach einer Saison..


    Javi gibt immer 110 %,gewinnt die wichtigen Bälle,spielt Weltklasse pässe und ist einfach extrem Zweikampfstark!!


    Er ist erst 24 und wird eine Riesen Zukunft haben


    Und Sympatisch ist er auch noch,für mich die Neuverpflichtung der Saison :)

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  • War für mich von Anfang an klar dass er sich hier durchsetzen wird und es freut mich sehr für ihn.Ein ruhiger Typ der immer hellwach ist und weiß was zu tun ist. Ein unglaublich zweikampfstarker Spieler der eine Antizipation hat wie ich sie selten vorher gesehen habe. Rundum ein Vollprofi der jeden Cent Ablösesumme wert war. Ein Glücksgriff.

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  • Gehörte (leider) nicht zur Streichliste vom vorläufigen 25-Mann-starkes-Aufgebot für´s Konfed Cup. Gestrichen wurden Benat, Javi Garcia und verletzungsbedingt Xabi Alonso. Javi fliegt mit nach Brasilien.

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