Joshua Kimmich

  • Stimmt. Aber ich behaupte, dieselben Spieler in einer anderen Mannschaft wären nicht vergleichbar mit diesen Spielern beim FC Bayern - und grade das macht uns aus!

    Definitiv. Die letzten wichtigen Prozent kommen auch aus dem Umfeld. Bei uns herrscht ein anderer Anspruch, an dem die Spieler sich orientieren müssen, daran aber auch wachsen.


    Mit einer Loser Mentalität im Verein bleibt der Schritt zur Weltklasse (oder int. Klasse) eben aus. Die Spieler stehen aber genauso in der Verantwortung. Manch einer geht lieber den gemütlichen Weg und sieht sich am Ziel, wenn er in der Bundesliga angekommen ist.


    Brandt ist hier für mich ein prägendes Beispiel. Unfassbar talentiert, aber zu wenig Ehrgeiz. Ich behaupte, er könnte sich den Verein aussuchen wenn er nur die Hälfte des Ehrgeizes eines Kimmichs hätte. Stattdessen war er zulange in der Wohlfühloase Leverkusen und hat sich mehr oder weniger die nächste ausgesucht.

  • Mit einer Loser Mentalität im Verein bleibt der Schritt zur Weltklasse (oder int. Klasse) eben aus. Die Spieler stehen aber genauso in der Verantwortung. Manch einer geht lieber den gemütlichen Weg und sieht sich am Ziel, wenn er in der Bundesliga angekommen ist.

    Hat der Nübel doch auch imInterview gesagt. Der Unterschied zu Schalke sei das selbst im Training jeder das Lattenschiessen gewinnen will. Bei Schalke scheint hin und wieder die Power im Training zuu fehlen.Das ist eigentlich bei allen Vereinen zu sehen.


    Dabei sollte solch ein Mentalitätsproblem doch für jedes Team am leichtesten zu kompensieren sein.

    0

  • Auf der anderen Seite überrascht es mich dennoch, wie krass die Mentalitätsunterschiede da offenbar sind. Immerhin reden wir auch bei den anderen Vereinen von hochbezahltem Leistungssport. Wenn man das mit diversen Einzelsportlern vergleicht, die sich fürn Appel und nen Ei mit ganzer Leidenschaft ihrem Sport hingeben, ist es schon traurig, was da im Profifußball weithin für eine Mentalität herrscht.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Auf der anderen Seite überrascht es mich dennoch, wie krass die Mentalitätsunterschiede da offenbar sind. Immerhin reden wir auch bei den anderen Vereinen von hochbezahltem Leistungssport. Wenn man das mit diversen Einzelsportlern vergleicht, die sich fürn Appel und nen Ei mit ganzer Leidenschaft ihrem Sport hingeben, ist es schon traurig, was da im Profifußball weithin für eine Mentalität herrscht.

    Wobei diese Sattheit erst spät eintritt. Die ganze Kindheit bis ins Erwachsenenalter ordnest du alles dem Ziel Profifußball unter. Man verzichtet auf eine „normale“ Kindheit, während andere auf Partys sind musst du am Sonntag Morgen früh raus weil ein Turnier 300km entfernt stattfindet.


    Vielleicht erklärt es das auch ein wenig. Wobei selbiges natürlich auch für Leichtathleten gilt. Allerdings hat man dort wohl bessere Chancen es nach oben zu schaffen bzw. auf ein gewisses Niveau.

  • Definitiv. Die letzten wichtigen Prozent kommen auch aus dem Umfeld. Bei uns herrscht ein anderer Anspruch, an dem die Spieler sich orientieren müssen, daran aber auch wachsen.


    Mit einer Loser Mentalität im Verein bleibt der Schritt zur Weltklasse (oder int. Klasse) eben aus. Die Spieler stehen aber genauso in der Verantwortung. Manch einer geht lieber den gemütlichen Weg und sieht sich am Ziel, wenn er in der Bundesliga angekommen ist.

    Aogo hat die Tage gesagt, dass er es oft erlebt hat, dass sich Spieler relativ schnell in genau diese Richtung verändern, nachdem sie zu uns wechseln!

  • Aogo hat die Tage gesagt, dass er es oft erlebt hat, dass sich Spieler relativ schnell in genau diese Richtung verändern, nachdem sie zu uns wechseln!

    Bezogen auf den ersten oder den zweiten Absatz? Also das der Ehrgeiz gar noch größer wird oder man sich damit zufrieden gibt? Beispiele gibt es ja für beide Seiten und gerade der ein oder andere junge Spieler hat es zu spät (Weiser) oder bis heute nicht (Kurt) verstanden, dass es mit dem Wechsel zu uns nicht getan ist.

  • Bezogen auf den ersten oder den zweiten Absatz? Also das der Ehrgeiz gar noch größer wird oder man sich damit zufrieden gibt? Beispiele gibt es ja für beide Seiten und gerade der ein oder andere junge Spieler hat es zu spät (Weiser) oder bis heute nicht (Kurt) verstanden, dass es mit dem Wechsel zu uns nicht getan ist.

    Dass der Ehrgeiz größer wird und sie sich charakterlich verändern. Also selbstbewusster und mit einem ganz anderen Selbstverständnis jedes Spiel zu gewinnen.

  • Kann mir gut vorstellen, dass das so ist. Bei sowas kommt dann halt auch einfach mal die Historie und damit verbundene Selbstverständlichkeit ins Spiel. Das werden Vereine wie RBL in 100 Jahre nicht haben.


    Zeigt aber auch, dass man einen Trainer braucht, der genau diese Mentalität vorlebt und keinen Underdog-Schlaffi. Sonst stört man diese natürliche Eigendynamik erheblich.

  • Offensichtlich spielt das "Umfeld" eine viel größere Rolle, als man denkt. Gestern gab es wieder einmal die Diskussion über den "vermutlichen Bayern-Jäger" und da konnte man schon wieder Rückschlüsse ziehen. Ein Rose von Gladbch sagt: wenn alle fit sind, sind wir gut. Und ein Favre hat gleich abgewunken.

    Wenn schon der Trainer nach außen hin vermittelt, dass man soieso keine Chance hat, dann darf man sich unterm Strich nicht wundern.

    Und wenn das Umfeld inclusive des gesamten Staffs dieses "Wir wollen unbedingt gewinnen und wir schaffen das auch" vermittelt, dann überträgt sich das.

    Und dann kommen eben plötzlich die Musialas, Zirkzees, Davies steil aus dem Gebüsch, weil ihnen direkt vermittelt wird - wir machen das!

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Eines der besten Interviews, die ich seit langer Zeit gelesen habe. Einfach ein super Kerl. Wenn er so beschreibt, wie das Verhältnis in der Mannschaft und zwischen Trainer und Mannschaft ist, habe ich das Gefühl, dass da wir da gerade etwas ganz Besonderes miterleben.


    Stichwort Ära: Vielleicht war das jetzt auch der Vorteil gegenüber der Triple-Mannschaft von 2013: Lahm, Robbery, Schweini, die waren damals Ende 20. Jetzt sind die Kimmichs, Süles, Goretzkas Mitte 20. Das passt schon eher, wenn man eine richtige Ära prägen will.

    Ich freue mich auf die nächsten Jahre. In der Spitze ist das ein super Kader. Das Gerüst steht und man wird zwar hier und da immer mal nachjustieren müssen, aber das ist normal. Die Gesichter der nächsten Jahre sind aber jetzt eigentlich schon in Stein gemeißelt. Da ist nicht nur viel Talent, sondern auch sehr, sehr viel Mentalität.

    Auch mit dem Kader 2013 wäre eine Ära gut möglich gewesen.

    Denn auch da waren die Leistungsträger alle nur auf dem Zenit und dahinter viele Spieler noch am Aufsteigen.


    Jetzt ist die Perspektive allerdings ungleich größer, das stimmt. Da eben kein Philosophiewechsel ansteht.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Bezogen auf den ersten oder den zweiten Absatz? Also das der Ehrgeiz gar noch größer wird oder man sich damit zufrieden gibt? Beispiele gibt es ja für beide Seiten und gerade der ein oder andere junge Spieler hat es zu spät (Weiser) oder bis heute nicht (Kurt) verstanden, dass es mit dem Wechsel zu uns nicht getan ist.

    Ich glaube, dass es 2 entscheidende Punkte gibt:

    1) der erste gut dotierte Vertrag

    Du hast alles auf das Ziel ausgerichtet, hast auf vieles verzichtet und dann kommt der große Zahltag. Dann fällt bei manchen vieles ab und sie lassen es schleifen.
    zB Kurt, Arp, ...

    2) Ende 20, Anfang 30, wenn klar ist, dass es für nicht mehr reicht als das, was man bislang erreicht hat. Dann lassen es einige ausklingen.
    Basler, RSC zB wobei die Kategorie bei uns recht selten ist, finde ich.


    Andere geben halt konstant Gas und wollen immer mehr. Und dann gibt‘s noch so komplett verstrahlte wie Ronaldo, Ze oder mE auch Kimmich. Der wird auch mit 35 noch nicht nachlassen.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Dass der Ehrgeiz größer wird und sie sich charakterlich verändern. Also selbstbewusster und mit einem ganz anderen Selbstverständnis jedes Spiel zu gewinnen.

    Das ist dann halt auch das Trikot. Kenne das als ich in der Jugend von Tebe zu Hertha gewechselt bin.

    Tebe war schon gut aber mit hertha Trikot in Berlin aufzulaufen hat dich vom Kopf her schon viel stärker gemacht

    rot und weiß bis in den Tod

  • Starkes Spiel der neuen 6

    Die Trikot 6 ist neu, die Position 6 nicht. Das hat HF von vorneherein festgelegt.

    Gleich darauf einen RV backup gefordert, damit Kimmich nicht mehr RV spielen braucht.

    Dass mit Odriozola kein backup gefunden wurde, ist eher dem SD anzulasten.


    Kimmich ist nicht der schnellste, was ihm defensiv auf RV einen Nachteil gibt.


    Mit seiner Wahnsinnsübersicht, starken Pässen und intellegenter Antizipation ist er zentral noch wertwoller.


    Spielt immer Kimmich hat uns im DM nochmal richtig verstärkt.

    0

  • Damit war ja von mir auch nur die Nummer gemeint. Alles andere ist ja schon ne halbe Ewigkeit bekannt ;)

    rot und weiß bis in den Tod

  • Es mag zwar nur Schalke gewesen sein, trotzdem bin ich immer noch euphorisiert von dem, was Kimmich da mal wieder abgerissen hat. Wäre der Junge Spanier oder Brasilianer würde es wohl mittlerweile nur noch Bewunderung von allen Seiten ob seiner Genialität hageln... Traumpässe am laufenden Band wie man sie - in der Häufigkeit - auch von einem Xavi, Iniesta, Alonso, Pirlo, Scholes etc. kaum gesehen hat. Playstation-Modus quasi.


    Ich will ihn sicher nicht jetzt schon über diese Legenden stellen, denke aber auch immer wieder daran, dass er gerade mal 25 ist und als ZM wohl erst in drei, vier Jahren seine "Prime" erreicht uns bis dahin noch besser wird.


    Und das Beste daran ist, dass man sich keine Sorgen muss, dass - von Verletzungen abgesehen - irgendwas bei der Entwicklung schief gehen könnte. Dafür ist der Kopf viel zu klar. War er aber auch vor drei, vier Jahren schon, wenn er denn etwas Substanzielles von sich gegeben hat. So weit wie er war ich in dem jeweiligen Alter jedenfalls nicht...

    Nicht nur fußballerisch ein außergewöhnlicher Typ.

  • Bei aller Euphorie, wenn eine Mannschaft wie Schalke verteidigt, kann jeder Regionalliga Spieler solche Pässe spielen.


    Eine so hoch stehende langsame Verteidigung gegen schnelle Stürmer, 40 Meter grüne Wiese zur freien Verfügung wirst du in kaum einem weiteren Spiel bekommen...

    0

  • Starkes Spiel gestern. Unser aktuell wichtigster Spieler. Was mich an ihm nervt, ist sein ständiges Geschreie, das wirkt oftmals völlig drüber, auch wenn ich die Emotionen natürlich verstehen kann. Er gibt halt alles für den Erfolg. Soll jetzt auch nicht so aussehen, als würde ich Dinge suchen, die ich kritisieren will, mich persönlich nervt dieses Gebrülle nach Toren einfach irgendwie. Auf jedem Foto sieht man wie sich die Spieler freuen und dann steht er immer dabei und schreit da rum und jeden an. :thumbsup:


    Wie gesagt, ist eigentlich völlig unwichtig. Ich erwische mich nur bei jedem Spiel dabei, wie ich mir denke "alter, beruhig dich mal oder freue dich halt normal."