Nachfolge von Jupp

  • 1. Ich gebe dir mit der Sprache Recht, aber diese würde er, so er sich denn für uns entschieden hat, doch schon seit einem Jahr lernen. Abgesehen davon glaube ich einfach nicht, dass ein Mann, der mehrere Sprachen spricht, hier scheitern sollte, weil er kein Deutsch kann. Auch andere Trainer in Deutschland haben Erfolg, obwohl ihre Sprachkenntnisse eher dürftig waren. Zudem spricht Pep doch bereits Spanisch, Katalanisch, Französisch, Italienisch und Englisch... hat so jemand dann Probleme Deutsch zu lernen?


    2. Du gehst immer davon aus, dassGuardiola = Tiki Taka ist. Kommt es dir nicht in den Sinn, dass er bei seiner Trainerausbildung auch andere Dinge gelernt hat und Tiki Taka bei Barca spielen ließ, weil er es dort konnte? Bei uns würde er schon einiges anders machen.


    3. Zu sagen, dass Guardiola der teuerste Trainer der Klubgeschichte würde, finde ich gewagt. Vorallem dann, wenn du lieber den aktuell teuersten Trainer der Klubgeschichte halten willst. Man hat in zwei Jahren 100 Millionen in die Mannschaft investiert, damit Heynckes Erfolg haben kann. Wenn du damit zufrieden bist, warum stört es dich dann, wenn ein anderer Trainer ähnlich viel investieren möchte? Sofern er das überhaupt will. Es weiß auch niemand, ob Pep überhaupt diese Machtfülle will, die er in Barcelona hatte. Kann es nicht auch einfach sein, dass er ein Jahr Pause machte, weil ihm das zuviel wurde? Kann es nicht sein, dass er am Ende gar froh wäre, wenn er jemanden wie Sammer an seiner Seite hätte, der ihm diese Dinge abnimmt?



    Deine Zukunftsplanungen finde ich zudem auch sehr... blauäugig. Mit Jupp verlängern, das kann man machen. Ich wäre nicht glücklich darüber, aber das kann man machen. Aber Jupp ist keine langfristige Lösung und ich sehe die Alternativen für die Zeit danach nicht. Du sagst, gestandene BuLi Trainer könnten es machen. Wer denn? Ich sehe da maximal Slomka und der hat gerade verlängert. Würde man ihn wollen oder hätte man ihn oben auf der Liste, könnte man ihn längst haben.


    Einen Mann wie Scholl mit Stallgeruch. Bei allem was Recht ist, zu Scholl sage ich mal nichts, aber etwas was wir nicht noch mehr gebrauchen können ist Stallgeruch. Davon haben wir schon viel zu viel


    Was Klopp angeht, darfst du dir wirklich keine Hoffnungen machen. Weder ist Klopp der Typ, der direkt nach dem BVB bei uns anheuert, noch sind wir so verzweifelt, dass wir ausgerechnet dem direkten Titelkonkurrenten den Trainer abspenstig machen. Davon abgesehen gehe ich felsenfest davon aus, dass Klopp 2014 Kandidat Nummer 1 für die Löw Nachfolge sein wird. Er oder Slomka machen das Ding unter sich aus, denn spätestens dann ist für den Schal dort eh Schluss.


    Mehr Kandidaten gibt es in Deutschland schon gar nicht, so dass wir ohnehin mal in Richtung Ausland schauen müssen, was Trainer angeht, ob die Deutsch können, oder nicht.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Das sehe ich einfach anders. Wir hatten am Ende unter van Gaal viel mehr Quer- und Rückpässe dabei. Barca spielt diese ''ellenlangen Ballstaffetten'' wirklich auf einem anderen Level. Dieses Stilmittel ist kein Selbstzweck, sie lassen Ball und Gegner laufen, um dann irgendwann blitzschnell zuzuschlagen. Außerdem bleibt das perfekte Pressing, das ich gerne mal beim FC Bayern sehen würde, für mich der Grundstock für ihre absolute Dominanz.


    Bei der Sprache stimme ich dir zu. Eine lückenlose Verständigung muss schon möglich sein. Ansonsten schätze ich Guardiola klug genug ein, um zu wissen, dass er hier keine Barca-Kopie installieren kann. Das heißt doch nicht, dass er unseren Fußball nicht trotzdem weiter optimieren könnte. Wieso soll er nur den Tiki-Taka im Kopf haben? Als Toptrainer muss man pragmatisch sein und sich umstellen können.

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  • 0) Schaiß Zitatfunktion!


    1) Ja! Weil die Sprachen - außer Englisch - alle verwandt sind. Das ist, wie wenn du bei einem Holländer aufzählst, dass er Deutsch und Luxemburgisch kann.
    Das sagt noch nicht allzu viel darüber aus, ob er in der Lage ist, Französisch oder Latein zu lernen.


    Davon ab, dass ich nicht weiß, wie gut er die jeweilige Sprache spricht.
    Und die in Deutschland erfolgreichen Trainer, die keine Deutsch-Muttersprachler oder zumindest Holländer waren, musst du mir aufzählen.
    Mir fällt da nur Trap ein und der ist u.a. an der Sprache gescheitert.
    Ansonsten gibt es einige durchaus renommierte Trainer, die hier sicherlich auch aus Sprachgründen kein Bein auf den Boden brachten. Nevio Scala zB.


    2) Du verstehst mich da falsch. Ich habe nie geschrieben, dass es für mich FAKT ist, dass Pep das nicht kann. Es ist eben nur eins der vielen Risiken bei ihm. Jede Trainerentscheidung ist eine Abwägung der Unwegbarkeiten. Und bei ihm ist mE nunmal eine, dass er Zeit seines Lebens für Tiki-Taka stand und sowohl als Spieler als auch als Trainer praktisch nichts anderes erlebt hat. Da liegt zumindest die Vermutung nahe, dass er mit anderen Systemen Schwierigkeiten haben würde.


    3) ME ist es völliger Quatsch zu Jupp die Transfersummen aufzurufen. Sowohl sind das völlig normale Ausgaben (der SH gab knapp 90 in 2 Jahren aus, plus den ablösefreien Olic und die Rückkehr von Kroos, OH gab in einer Saison 70 aus und das, obwohl Klose und Toni gemessen an ihren Marktwerten eher günstig waren) als auch ist es ja nicht so wie wenn diese Ausgaben nur für Jupp zählen würden. Auf der einen Seite behauptest du, man hätte Martinez unter anderem als Pep-Lockvogel verpflichtet, auf der anderen rechnest du ihn aber - als größten Batzen dieser 100 - voll auf Jupp an. Irgendwie unlogisch, oder?
    Worum es mir aber ging, ist das Gehalt und somit Kosten, die nicht in die Mannschaft fließen. Wir werden vllt nicht das Angebot ManCitys oder so halten müssen, aber allzu weit davon entfernen werden wir uns auch nicht dürfen und die haben ihm - habe ich mal gelesen - 25 Mio pro Jahr geboten.
    Lass es bei uns mal knapp die Hälfte sein, dann landet er mit einem 4 Jahresvertrag irgendwo zwischen 50 und 60 Mio Euro.
    Und das bei den ganzen Risiken, die eben auch dafür sorgen könnten, dass man ihn nach einem Jahr wieder rauswerfen muss, weil er nicht funktioniert. Dann hat man sich aber auf Jahre finanziell blockiert. Mit einem günstigen Trainer, der auch bereit ist, nur einen 2 oder 3-Jahresvertrag zu unterschreiben, hat man dieses Risiko schon mal nicht, oder lange nicht so extrem.


    Und zum Thema Macht: Das glaubst du doch selbst nicht. Dass er "nur" den Trainer machen würde. Dass er ähnlich wie in Barca hier mit Sicherheit auch kaderpolitische Entscheidungen hauptverantwortlich treffen will, ist doch logisch. Oder glaubst du, dass er sich einen Gomez aufschwatzen lassen würde?


    4. Langfristigkeit: ME sind 2 Jahre im Fußball langfristig. Länger zu planen ist eh quatsch. Sieht man sich die Trainer bei Spitzenclubs an, dann sind die derzeit 2 Jahre von Jupp schon recht lang, sollte er nochmal um eins oder 2 verlängern, wäre das richtig langfristig (klammert man den ewigen SAF aus).
    Länger als 4 bleibt auch ein Pep im Leben nicht. Warum sollte er, wenn er in Barca schon - trotz ziemlich idealen Voraussetzungen - nur 4 machen wollte?


    5. Aktuelle BuLi-Trainer. Da gibt es so viele, die interessant sind. Slomka, Tuchel, Streich, das Leverkusener Duo, Favre, selbst Hecking... Im Endeffekt kommt es immer kurzfristig darauf an, wie sie mit ihrem Team abschneiden. Das geht im Fußball so schnell, siehe Magaths Weg nach oben oder auch nach unten.
    Kloppo wäre da nur meine persönliche (wenn auch unrealistische) Wunschlösung, da ich ihn schon 2008 gerne hier gehabt hätte und mich maßlos geärgert hat, dass man so eine Chance verstreichen ließ.
    6) Ich sage nicht, dass Scholl mein Wunsch ist. Er wäre bei mir irgendwo auf ca. Platz 5-8 der Wunschtrainer. Aber eben nicht auf Platz 100 wie ein Guardiola. Und was gegen Stallgeruch einzuwenden ist, das werde ich nie verstehen. Bei ihm weiß man, dass man - ähnlich wie Pep bei Barca - jemanden hat, der schonmal das grundsätzliche Bayernumfeld kennt, mit den Granden gut umzugehen weiß und den man jetzt lange beobachten konnte.
    Natürlich besteht auch bei ihm ein Risiko. Aber zumindest der Bereich Bayern - der für alle anderen als Risiko gewertet werden muss - passt bei ihm schon.
    Dafür ist eben das Risiko die fehlende Erfahrung und die fehlenden Erfolge als Trainer.
    Wie gesagt, den perfekten Trainer gibt es eh nicht.

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  • 1. Was die Sprache angeht, berufe ich mich da einfach auf verschiedene Quellen. Wie gut er sich tatsächlich verständigen kann, steht auf einem anderen Blatt. Es gab und gibt aber Trainer, die auch mit gebrochenem Deutsch hier gearbeitet haben. Ob sie erfolgreich waren steht auf einem anderen Blatt, aber Misserfolg muss ja nicht zwangsläufig eine Folge der fehlenden Sprache sein. van Gaal ist sicher nicht an der Sprache gescheitert, ebenso wenig Scala, der IMHO perfekt Deutsch sprach. Trap scheiterte am FC Hollywood und auch Trainer wie Stevens, Solbakken, oder Stepanovic haben in Deutschland gearbeitet. Wir sind doch nicht der einzige Klub, der weiß wie wichtig Deutsch ist. Alle anderen versuchen es auch hin und wieder, haben dabei Erfolg oder eben nicht, aber das liegt doch nicht an der Sprache.


    2. Ich finde es dennoch vermessen zu glauben, dass Pep nur Tiki Taka könnte. Immerhin steht er für etwas, was man von Scholl nicht behaupten kann, den du ja lieber sehen würdest. Ich sehe einfach das Problem nicht. Da ist ein Trainer, der in 4 Jahren 12 Titel gewonnen hat und du magst ihn nicht, weil du befürchtest, dass sein Stil hier nicht funktionieren könne. Ein wenig eindimensional und sehr simpel diese Denke.


    3. Du rechtfertigst die Ausgaben unter Jupp mit der Notwendigkeit diese zu tätigen, aber wirfst Pep vor teuer zu sein? Man hat ihm bei Barca ein Budget zur Verfügung gestellt und im Rahmen dessen hat er eingekauft. Ob der Klub das verkraften kann, oder nicht, ist doch nicht sein Problem. Ich bin sicher, der wird bei uns auch mit einem bestimmten Budget ausgestattet werden, so er denn kommt und wird sich im Rahmen dessen bewegen. Aber anzunehmen, dass er hier durchgehend 100 Millionen aus dem Fenster wirft, aber dieselben Summen bei Jupp zu rechtfertigen, ist einfach unfair.


    Was Martinez angeht, so ist das reine Spekulation von mir, ändert aber doch nichts an den Tatsachen. Jupp ist derzeit der teuerste Trainer der Vereinsgeschichte, inklusive eines angeblichen Jahresgehalts von 6 Millionen. Er wurde auch nie müde zu betonen, dass Martinez sein Wunschtransfer sei.


    4. Langfristig ist in der Tat relativ. Du hast auch Recht, wenn du auf andere Spitzenklubs verweißt, die ihre Trainer ähnlich schnell wechseln, aber haben diese denn damit auch Erfolg? Doch eher weniger. Ich denke auch Sammer verfolgt ein langfristiges Konzept was den strukturellen Aufbau des FCB angeht und ich vermute dazu gehört auch, dass man Trainer auch mal 4, 5 Jahre behält und eben nicht nur anderthalb, wie es bei uns in den letzten 20 Jahren im Schnitt der Fall war. Du sagsgt ja selbst, dass selbst Jupps zwei Jahre bei uns schon bemerkenswert sind und spricht nicht allein das schon Bände? Wie soll hier denn langfristig Erfolg einkehren, wenn du alle paar Monate den Trainer feuerst? Das kann nicht funktionieren und das scheint man bei uns begriffen zu haben, denn der Dortmunder Höhenflug konnte mit altbekannten Mitteln nicht gestoppt werden. Auch da mussten wir mal über den Tellerrand hinaus schauen.


    5. Du glaubst doch nicht wirklich, dass Hecking bei uns je Thema wird? Selbst Tuchel dürfte das nicht, auch wenn der fachlich sehr viel drauf hat. Slomka hat in Hannover eben erst verlängert und das sicher auch erst jetzt, weil er seit einem halben Jahr auf ein Signal gewartet hat. Slomka ist doch nicht dumm. Im Gegenteil, selbst unser Hannoveraner Freund einroter bestätigt immer wieder, dass Slomka sehr genau seine Optionen prüft und wenn er nach einem halben Jahr zu dem Schluss kommt, in Hannover zu bleiben, dann sicherlich, weil von uns keinerlei Signal ausging. Hätte man ihn auf dem Zettel, hätte man ihn das auch wissen lassen. Über Streich oder das Leverkusener Duo müssen wir uns auch nicht unterhalten. Beides ist utopisch.


    6. Ich akzeptiere, dass Scholl bei dir nicht erste Wahl ist, verstehe aber dennoch nicht mit welcher Berechtigung du ihn hier lieber sehen möchtest als Pep. Du sprichst von einem angeblichen Risiko welches dir bei Pep zu groß sei, plädierst auf der anderen Seite aber für jemanden, der selbst bei der zweiten Mannschaft Probleme hat und bis dato nur als TV Pausenclown aufgetreten ist. Guardiola ist sicherlich in einer glücklichen Situation gewesen bei Barca arbeiten zu können, aber man gewinnt in 4 Jahren nicht einfach mal zufällig 12 Titel, nicht zufällig dominiert man 3 Jahre lang Real Madrid und nicht nur durch Glück und Messi allein gewinnt man 2x die CL. Pep hat in 4 Jahren als Trainerneuling das 2x geschafft, was bei uns weder van Gaal, noch Heynckes geschafft haben. Er hat bewiesen, dass er mit Stars umgehen kann und er hat bewiesen, dass er die CL gewinnen kann. Ob er das bei einem anderen Klub auch kann, wird sich zeigen. Aber grundsätzlich sind das erst einmal Fakten und wenn der, neben Mourinho, erfolgreichste Trainer der Neuzeit, bei dir noch hinter einem absoluten Niemand wie Scholl rangiert, dann fehlt mir dafür einfach jedes Verständnis. Das ist für mich nicht zu erklären. Selbst Cleansman, den ich ja nun wirklich nicht abkann, hatte mit der WM deutlich mehr in seiner Vita stehen als unser ewig lächelndes Maskottchen, denn mehr ist Scholl bisher nicht.


    Ich kann einfach nicht verstehen, warum man einen Mann mit den Erfolgen ablehnt, in der Hoffnung, dass wir das gleiche mit Scholl auch so durchziehen können, oder eben einem anderen Bundesligatrainer. Da ändert es auch nichts daran, dass Scholl nicht deine Nummer 1 ist, aber wenn Pep bei dir die 100 und Scholl zumindest die 99 ist, dann verstehe ich das einfach nicht.

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  • Dein letzter Satz bringt es doch auf den Punkt. Stallgeruch schön und gut, aber ein Trainer, der im Profifußball überhaupt keine Erfahrung vorweisen kann, ist für den FC Bayern ein unkalkulierbares Risiko. Jeder Name (egal wie realistisch) in deiner Auflistung hat sich schon in der Liga bewiesen. Theoretisch kann es natürlich auch funktionieren, aber darauf würde ich in diesem Fall nicht wetten. Scholl wäre vllt. als Co-Trainer denkbar, um von einem Topmann zu lernen, der Schritt zur Nr.1 wäre mir zu groß.

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  • wo ich ein bissel bammel habe,wäre die tatsache das man sich verpokert .. und am ende kein pepp,kein favre,kein slomka und auch kein weiteres jahr von jupp bekommt .. der jupp lässt mir persönlich zuviel zeit,egal wie es weiter geht ... Toptrainer wie ein pepp der wartet nicht bis Jupp seine entscheidung sagt .. Außer man hat im vorfeld schon mit pepp geredet und ihn gesagt wie es ab Sommer 2013 läuft,ohne das man es öffentlich bekannt gibt ob Jupp geht oder bleibt .. Sollte Pepp bei einen anderen Verein unterschreiben,werden wir ihn nie bekommen das ist eine einmalige chance,und da kann man dann auch fest davon ausgehen das jupp bleiben wird .. ob dies dann wirklich so positiv ist wie vielleicht alle es meinen bzw. sagen sei erstmal dahin gestellt ..

  • favre slomka und veh haben nicht mal ansatzweise das zeug zum bayerntrainer. bei aller liebe aber wenn man guardiola nicht bekommt sollte entweder jupp weitermachen oder man holt barca-like jemanden aus dem verein hoch...bzw. jemand der den verein kennt...sammer, scholl evtl. effenberg...ansonsten sehe ich wirklich niemanden. kein villas boas oder di mateo auch nicht hiddink...für mich alles unrealistisch. löw und klopp sowieso. auf klopp hab ich eh keinen bock mehr.

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  • favre ist ein 0815 bundesligatrainer der letztes jahr von reus, neudstätder und dante gelebt hat, diese spieler waren weit über gladbach niveau...dieses jahr sieht man das favre eben kein zauberer ist und auch oft extrem falsche taktische entscheidungen getroffen hat, zudem ist favre eine zumutung in sachen öffentlichkeitsarbeit...sorry aber der redet aufgrund der sprachbarriere manchmal puren nonsens. slomka wäre an sich der beste kandidat und hat auch ein bayerntaugliches auftreten...allerdings hat er nicht wirklich was vorzuweisen an titeln und hat hannover zu ner 1.drittel-bundesligateam geformt...nur, ob das die anspruchsvollen bayernspieler beeidruckt bezweifel ich. dazu hat slomka seinen vertrag verlängert, wenn er den dann aufeinmal brich...sorry dann wäre das charakterlich so dermaßen schwach...und veh? das ist ein provinztrainer und mehr nicht. der fc bayern muss in anderen kategorien denken...van gaal und heynckes waren die richtige richtung...renomierte trainer. der fc bayern ist nicht mehr der fc bayern von 2005 wo man mit einem favre zufrieden wäre. der fc bayern muss entsprechend seinem status anfangen auf der trainerposition groß zu denken und jetzt nicht wieder in durchschnitt zu verfallen aus lauter selbstzufreidenheit.

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  • 1) Ich glaube, dass gerade an der Sprache viele Ausländer scheiterten. Weil es eben schwierig ist, jede Medienfalle zu umgehen, jede spitzfindig gestellte Frage als solche zu identifizieren. Bestes Beispiel doch die "nicht meine Spieler" Aussage. Ich denke, das war ein ganz normales Statement, wurde allerdings als Runtermachen interpretiert.
    Dadurch hast du schon direkt Unruhe in der Mannschaft.
    Und das war ein Trainer, dessen Muttersprache sehr nah am Deutsch war. Hört man sich Traps PKs an, dann muss man sich schon die Frage stellen, wie wohl die SPieler auf so einen Trainer reagieren, der eine solche Kabinenansprache hält. ME ist das mittlerweile undenkbar.


    2) Das ist so nicht korrekt dargestellt: ICH befürchte! Nicht ich denke. Es ging mir nur um das Darlegen von Risiken, eben genau das, was dann weiter unten auch für einen Scholl gilt. Auch er hat Risiken. Deutlich andere - weil eben kein Erfolg - aber auch Risiken.
    Und wenn ich eben die unterschiedlichen Risiken der beiden Trainer auf eine Waage lege, dann komme ich dahin, dass die bei Pep weitaus größer sind. Und auch größer als bei sehr vielen anderen Trainern.


    3) Nochmal: Es geht mir hauptsächlich um das Gehalt. Pep würde sicherlich Spitzenverdiener bei uns, nicht nur unter den Trainern sondern absolut. Und das mit eienm langen Vertrag.


    So ein Wagnis würde ich nur bei einem Trainer eingehen, bei dem es praktisch keine Risiken gibt. Der schon bei mehreren Vereinen Erfolg hatte und Deutsch als nahezu Muttersprache spricht. Sprich einem Mourinho aus Deutschland zB.


    Denn ansonsten besteht einfach aufgrund der doch nicht wegdiskutierbaren Risiken einfach die Gefahr eines vollkommenen Scheiterns. Und dann hat man sich ob des horrenden Vertrags entweder finanziell brutal ins Bein geschossen oder man nimmt sich die Handlungsfähigkeit und hält viel zu lange an ihm fest.


    4) Ich sehe das völlig anders. ME haben wir hier langfristigen Erfolg. Die Kurve des FcB zeigt doch stetig nach oben (mit ein paar Ausreißern nach oben wie rund um 2000) oder nach unten (wie unter Magath, JK oder dem SH).
    Sieht man sich an, wo wir vor 20 Jahren waren und heute sind, dann ist das eine klare und stetige Entwicklung. Und das trotz regelmäßiger Trainerwechsel.
    Weil eben die permanente und stetige Figur Uli Hoeneß war. Der eben in der Kaderplanung die Hauptrolle spielte.
    Jetzt wird diese Rolle Sammer übernehmen und hoffentlich die nächsten 20 Jahre für Kontinuität und durchgängigen Erfolg stehen. Da ist es dann auch egal, ob wir in der Zeit 2,3,5 oder 10 Trainer hier hatten.
    Entscheidend ist der SpoDi. Stellt der einen hervorragenden Kader zusammen, dann kann - laut vielen hier - doch sogar ein Durchschnittstrainer wie JH Erfolg haben.


    5) Wie lange dauerte es, bis Magath von einem für uns völlig uninteressanten Feuerwehrmann zu einem Wunschtrainer wurde? Wie viel Erfolg brauchte denn der SH, bevor er von einem permanent und seit Ajax überall gnadenlos gescheiterten Trainer zum Hoffnungsträger wurde?
    Wie lange dauerte es, bis Favre von einem absoluten Grottentrainer, den keiner hier mit der Zange angefasst hätte, zu einem Wunschtrainer wurde, den sehr viele gerne statt JH hier gesehen hätten? Das war ganz oft nicht viel mehr als eine gute Saison.
    Das geht so schnell im Fußball. Daher würde ich keinen der Genannten ausschließen.


    6) Nochmal: wie bei 3 beschrieben sehe ich eben bei Pep riesengroße Risiken. Das sind keine Fakten, das ist mir auch klar, aber eben potenzielle Stolpersteine.
    Die sehe ich bei Scholl auch, keine Frage, ich bin ja nicht völlig blind. Daher wäre er ja auch keine Wunschlösung.
    ABER: Scholl wäre eine deutlich günstigere Variante. UND eben ein Trainer, bei dem man schonmal einige der Stolpersteine, die einem Pep sehr groß im Weg liegen (Sprache, Umgang mit Uli/Kalle/Sammer, extreme Erwartungshaltung, Kulturschock, System) nicht gelten.
    Sein einziger, aber dafür natürlich riesengroßer, Stolperstein ist die Erfahrung.


    Im Endeffekt gäben da bei mir die Kosten den Ausschlag. Ich sehe beide Trainer als gleich risikobehaftet an. Beide könnten ein absoluter Glücksfall sein, beide könnten aber auch an einem der Stolpersteine scheitern.
    Der gewaltige Unterschied ist aber: Wenn Guardiola scheitert, kostet uns das geschätzte 50-60 Mio. Wenn Scholl scheitert, kostet das vllt 10-15. Dafür ist mir das Risiko des Scheiterns einfach viel, viel zu hoch.
    Hätte Pep seine Erfolge mit einem sehr guten aber nicht ganz so überragenden Team wie Barca gefeiert, sähe die Sache anders aus. Dann hätte ich auch keine Probleme damit, die Titel ganz nach oben in der Wertigkeit zu setzen.
    Aber so ist das, wie wenn man Magath zum herausragenden BuLiTrainer erklärt, weil er 2x mit uns das Double gewann.

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  • Wer sagt denn, dass Pep hier 50-60 Millionen kosten wird? Das sind doch nur Zahlen, die du als Vermutung in den Raum stellst. Unser Vorstand ist doch auch nicht mit dem Klammerbeutel gepudert und lässt sich kein Hintertürchen offen. Wenn es ums Geld geht, wird Guardiola sich sowieso für die Engländer oder gar die Russen entscheiden und ist dann auch nicht der richtige für uns. Da aber Jupp mit seinen 6 Millionen IMHO auch schon unter den Top 5 in Europa rangiert, rückt das auch einiges wieder gerade.


    Davon abgesehen hat unser Verein schon dermaßen viel Kohle für Spieler oder Trainer verbraten, es hat uns nie daran gehindert, noch einen drauf zu setzen. Warum sollte man jetzt ausgerechnet bei Pepp einen Rückzieher machen, wo man doch inzwischen in allen Belangen in der europ. Spitze angekommen ist?


    Was nun die potentiellen Alternativen angeht, unterschätzt du unseren Vorstand. Es gibt verbriefte Aussagen von Rummenigge, dass Favre hier bereits 2007 als Magath-Nachfolger gehandelt wurde. Nur die Tatsache, dass er damals noch in Zürich (?) angestellt war, hat verhindert, dass wir ihn geholt haben. Wäre Sammer nicht hier, würde es mich auch nicht überraschen, wenn Veh nach dieser Saison in Frage käme. Der würde prinzipiell auch in unser Beuteschema passen. Man darf gar nicht dran denken.

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  • @jarl
    "6) Ich sage nicht, dass Scholl mein Wunsch ist. Er wäre bei mir irgendwo auf ca. Platz 5-8 der Wunschtrainer. Aber eben nicht auf Platz 100 wie ein Guardiola. Und was gegen Stallgeruch einzuwenden ist, das werde ich nie verstehen. Bei ihm weiß man, dass man - ähnlich wie Pep bei Barca - jemanden hat, der schonmal das grundsätzliche Bayernumfeld kennt, mit den Granden gut umzugehen weiß und den man jetzt lange beobachten konnte."


    Aha. Du verteidigst die Entscheigungen wie zB JAvi für 40 mio zu holen, als einen Emre - also einen eigenen Jungen mit Stallgeruch etc - einzubauen. Weil dir Jugendspieler als mögliche Stamm beim FCB zu gefährlich sind. Andererseits stellst du bei deiner Liste Scholl auf Platz 5-8 und Pep auf 100 (vor allem die Entfernung der Platzierung beachtend). Dabei ist doch ein unerfahrener Trainer, die Sprache hin oder her, viel gefährlicher als ein einzelner Jugednspieler. Oder nicht?


    PS: Ich möchte noch mal deutlich sagen, dass ich den Transfer von Javi nicht verurteile oder sonst wie schlecht finde...Es geht mir um den Widerspruch darin. Man könnte egtl noch besser Tymo und Emre nehmen...Du hältst nix davon solche Auslaufmodelle ohne Zukunftsperspektive auf Kosten eines eeigenen Jugendspielers abzuschneiden, weil es zu gefährlich wäre, wenn es drauf ankommt...aber ein unerfahrener Trainer wäre ok...

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  • Das ist eine Verzerrung und völlig falsche Vermischung.


    Spieler: Bei Spielern gehe ich nur nach Leistung. Weil man Spieler sehr gut vergleichen kann. Sie haben alle die gleichen Voraussetzungen, man sieht sie in einem Fußballspiel und kann sie daher beurteilen. Und da will ich eben einfach, dass immer der jeweils Beste spielt. Völlig unabhängig vom Alter.
    WENN Can gut ist, dann kommt er an Leuten wie Tymo, Gustl oder sogar BS/Martinez vorbei. Ist er nicht gut genug, soll er gehen. So einfach.
    Ich habe überhaupt nichts dagegen, junge / Jugend- Spieler bei uns einzubauen. Ich habe gar nichts gegen Spieler wie Alaba oder Müller und mittlerweile auch nicht mehr so sehr gegen Kroos und Badstuber. Genausowenig wie ich was gegen BS oder Lahm hatte.
    Solange sie sportlich besser sind als ihre Konkurrenz dürfen sie sehr gerne spielen. Ich halte nur nichts von diesem von dir geforderten Protektorat. Was ich will, ist Leistung. Bringt der junge Spieler die, soll er spielen. Bringt sie der Alte, dann eben der.


    Bei Trainern geht das mit dem Vergleichen nicht. Niemand kann mir schlüssig sagen, ob Pep ein besserer Trainer als Lothar Matthäus ist (um mal ein ganz extremes Beispiel zu wählen, bei dem eigentlich jedem klar ist, wie es tatsächlich ist).
    Weil man eben nicht den wirklichen Vergleich hat, dass Matthäus mal die Chance gehabt hätte, Barca zu trainieren oder Pep Ungarn oder so.
    Und selbst dann wäre der Vergleich schwierig.


    Ob Pep wirklich ein besonderer Trainer ist, das wird man sehen, wenn er ein weiteres Team als "nur" Barca zu hohen Zielen führt. DANN bin ich sehr gerne bereit, zu akzeptieren, dass er ein Toptrainer ist, der mit unterschiedlichen Situationen/Problemen usw. klarkommt.
    DANNN kann man ihn mE sehr gerne auch mal für den FcB ins Auge fassen.
    Aber noch sind mir die Risiken viel zu hoch.


    Nochmal: Ich glaube, du missverstehst da die Einordnung. Diese Kategorisierung Scholl als 5-8 und Pep als 100 heißt nicht, dass ich Scholl als besseren Trainer einschätze. Es heißt nur, dass ich glaube, dass es bei uns verdammt viele Faktoren gibt, die dazu führen KÖNNTEN, dass Pep seine Qualitäten nicht abrufen kann. Und deshalb ist mir das Risiko viel zu hoch.
    ME gibt es eine Vielzahl an besseren Varianten. Entweder Varianten wie Jupp zu behalten, Slomka oder Favre, die aufgrund ihrer bereits in der Liga bzw. bei uns gezeigten Erfolge eine höhere Erfolgswahrscheinlichkeit haben, oder eben eine Vielzahl an Trainern, die ähnlich risikobehaftet sind wie Pep, aber eben nur einen Bruchteil dessen kosten, was er aufrufen wird.

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  • Ich glaube nicht, dass sich unser Vorstand verpokert. Momentan haben wir doch die beste aller Ausgangspositionen. Jupp und Uli sind so dick, die Mannschaft ftritt richtig gut auf, dass sich für mich folgendes Szenario ergibt:


    Unsere Bosse haben mit Jupp ein Gentlemanagreement. Wir schauen nach unserem neuen Wunschtrainer, sollte dies nicht klappen hängt Jupp noch ein oder zwei Jahre dran. Somit könnten wir in aller Ruhe und Druck nach einem geeigneten Nachfolger suchen und müßten keine unüberlegten Sachen machen.

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  • @jarl


    Ich teile deinen Beitrag mal in drei Teile: 1. Spieler 2. Trainer 3. Zusammenfassung


    Zu Teil 1:
    Da gibt es schon mal Unterschiede in der Auffassung bei uns beiden. Natürlich muss sich ein junger Spieler auch durch Leistung zeigen und nicht nur spielen, weil er jung ist. Völlig klar. Allerdings - und das siehst du mMn anders -, wenn zwei Spieler (jung und alt) ungefähr auf einem ähnlcihen Niveau anzusiedeln sind, dann würde ich IMMER einen jungen Spieler bevorzugen. Auch wenn er minimalst schlechter ist als der alte Spieler, würde ich ihn aufgrund des Potenzials bevorzugen. Und ganz ehrlich: Welcher 18jähriger ist auf Anhieb besser als ein erfahrener Spieler? Das ist einfach unfair und verbaut womöglich die Entfaltung seines Potenzials, was ihn vllt in kürzester Zeit eben zu einem besseren Spieler machen würde.


    Findet man das am besten heraus bzw. lässt dieses Potenzial entfalten? Durch Minuten, Spielminuten unter richtigen Wettbewerbsbedingungen. Training allein reicht da mMn einfach nicht aus. (Exkurs: Nicht umsonst hat Jupp selbst vor der Saison sinnbildlich gesagt, dass Can ein riesiges Talent ist und man ihm für die Entwicklung wichtigen Einsätze geben muss und wird(!). Bisher nur Worte, keine Taten.) Es gab schon viele Trainingsweltmeister bei uns, die im Spiel untergingen...und genauso geht es auch andersrum.


    Um die beiden Teile zusammenzufügen: Jupp sagt, Can hält voll mit, er trainiert sehr gut. Jupp gibt ihm ein ganzes Spiel gegen Lautern. Can überzeugt voll und ganz - spielt also min so gut wie Tymo. Warum sollte man Can also nun nicht bevorzugen und ihm mehr Minuten zugestehen, indem man Tymo zB abgibt? Bevor du sagst: "Ja, das war nur ein Spiel". Richtig, mehr wurde ihm auch nicht wirklich zugestanden.


    Zu Teil 2:
    Wieso kann man Trainerleistung nicht sehen? Man kann doch z.B. Durch die Wechsel einschätzen, ob und wie ein Trainer auf den Spielverlauf reagieren kann (Schema F oder mal Foramtionsänderung? Bunkern oder Verteidigung durch Angriff etc. bspw. alles Dinge, die man von Außen her einsehen kann).


    Darüber hinaus kann man innerhalb des Spiels Variationen im Spiel beobachten. Versucht der Trainer, wenn Plan A nicht so ganz aufgeht irgendwas am Spiel zu ändern? Extremes klein-klein-Kurzpassspiel, auf einmal lange Bälle, Seitenwechsel, starr auf Positionen verharren und dann auf einmal rotieren lassen. Alles Dinge, die helfen die Trainerabeit einschätzen zu können.


    Ich kann Guardiola jetzt nicht 100%ig einschätzen, allerdings - wie ich hier schon mal iwo erwähnte - habe ich einige Spiele von Barca in seinem letzten Jahr sehen können. Und glaub mir: Das, was ich da gesehen habe, kam in keinster Weise nur weil "es Barca mit den Überspielern" ist.


    Zu Teil 3:
    Gucken wir uns den deutschsprachigen (denn das ist ja - durchaus richtig - dein größtes Risiko) Markt an - jetzt mal außerhalb Jupp (ich vermute eh, dass er aufhören will, aber gut):


    - (Scholl: ) Seeehr unerfahren
    - Favre: Im Sommer verlängert - vllt noch möglich dann eben ein Jahr später ihn rauszukaufen, ok.
    - Slomka: Vor ca. einem Monat verlängert - Den Mann schätze ich in keinster Weise als Charakterschwein ein, dass 96 nach gerade einem halben Jahr hängen lässt.
    - Klopp: Kann man vergessen (und sollte man mMn auch, der passt hier 0 her, so gut er als Trainer auch sein mag)
    - Wen gibts noch? Tuchel? Streich? Schuster?


    Da kommt man definitiv nicht auf 100 geeignetere Trainer - egal wie man es dreht und wendet. Also war es eine Übertreibung. Diese Übertreibung zeigt mir, dass es dir weniger um objektive Kriterien geht, sondern mehr um eine gewisse Abneigung...ich vermute: ..gegen den Spielstil, da die übrigen - von dir aufgezeigten Risikofaktoren neben der Sprache auf mich sehr an den Haaren herbei gezogen sind.


    - Geld? Dich interessiert nicht, dass man 40Mio für einen Spieler auf einmal hinblättert oder Jupp 100 Mio ausgeben darf. Und nun ollen 50-60 Mio für einen TRainer ein Problem sein.
    - Machtansprüche? Nur Vermutungen, außerdem ist er ein Mensch, der sich auch einstellen könnte.
    - Nur ein System spielen lassen? Auch nur Vermutung. Ich habe in den Spielen sher, sehr viele Varianten geshen - ja die Basis war ein gepflegtes Kurzpassspiel und Bunkern vermeiden - nicht deine bevorzugte Spielweise (auch Indiz für die bere These)
    - etc pp.(mache es gerade aus dem Gedächtnis, ich weiß nicht mehr genau, was du da alles aufgezählt hast)

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  • stunde_null


    Ach, das würde ich nicht sagen. Slomka, Favre und auch Tuchel sind durchaus interessante Namen. Gegen sie hätte ich nichts bei uns. Aber wenn eine Cahnce auf Pep besteht bzw. bestanden haben sollte (weil ich glaube, dass wegen der Sparchbarriere die Gescpräche schon längst geführt wurden), dann muss man versuchen den Mann hierhin zu holen - trotz allen Risiken (die es zweifelsohne gibt).

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  • Zuerst einmal muss erwähnt werden, dass Guardiola ohne vorherige Erfolge mit der zweiten Mannschaft wohl kaum Cheftrainer der Profis geworden wäre. Barcelona B ist in der Saison 06/07 in die 4. Liga abgestiegen und Guardiola hat die Möglichkeit bekommen sich auszuzeichnen.


    Dabei dürfte die Verantwortlichen die im übrigen auch mit Jose Mourinho Gespräche führten, diesen aber aufgrund seiner bekannten Außendarstellung nicht als Barca-like eingestuft haben, weniger das blanke Ergebnis sondern die Art und Weise beeindruckt haben wie er das Ziel erreicht hat.
    Man sagt, er habe die Mannschaft in der 4. Liga vorbereitet als ginge es um das Champions League Finale, als würde ein erfahrener Trainer seine Spieler auf Gegner wie Real, Manchester oder Bayern München vorbereiten, und die Spieler sind ihm gefolgt, haben seine Ideen umgesetzt. Am Ende wurde man Tabellenerster, dass anschließende Playoff wurde gewonnen, der sofortige Wiederaufstieg war perfekt.


    Er war als Spieler ein herausragender Stratege dessen Gehirn mit Höchstgeschwindigkeit lief, der mit 25 Jahren schon wusste das er irgendwann Trainer werden will, und aus meiner Sicht ist er ein noch besserer Trainer geworden, zumindest für Barca.


    Das er mit Stars umgehen kann ist denke ich ein Trugschluss, nicht jeder Star mochte ihn, es gab eine ganz bestimmte Gruppe von Spielern die keine Chance bei ihm hatten.


    Guardiola übernahm eine Mannschaft in einem Zustand wie van Gaal damals nach Klinsmann, die Atmosphäre in der Kabine war schlecht, Spieler wie Deco und Ronaldinho mussten den Verein sofort verlassen, sie waren schlechte Vorbilder insbesondere für Messi der mit den beiden befreundet war. Ein Jahr später folgten Toure und Eto'o, man holte Ibra aber auch er musste wieder gehen.


    Pep hat nach seinem Abschied gesagt das es in den 4 Jahren keinen einzigen Vorfall in der Kabine zwischen den Spielern gegeben hat, man kann das auf die Arbeit von Guardiola zurückführen, man könnte aber auch auf die Idee kommen, dass es niemanden mehr gab, der Probleme machen konnte, der dem Erfolg ihm Weg stand. Spieler wie Messi, Iniesta oder Xavi wie auch der Rest der LaMasia Schüler wurden nicht nur als Fußballer, sondern auch als Menschen gefördert, sie besitzen alle einen vorbildlichen Charakter, das ist auch ein Erfolgsgeheimnis von Barcelona.


    In München haben wir den einen oder anderen Spieler bei dem ich mir vorstellen könnte das es Probleme geben wird sollte Pep tatsächlich kommen, und ich weiß nicht ob Bayern, anders als Barcelona, bereit ist solch weitreichende Entscheidungen einer Person zu überlassen.


    Guardiola ist ein Architekt, er will an einem Projekt arbeiten und wäre da auch ganz gerne der Projektleiter, diese Freiheiten, so hat die Vergangenheit gezeigt, wird ein Trainer hier nicht bekommen. Hier kann ein Trainer einen Baum im Garten einpflanzen, ein Baumhaus bauen, meinetwegen auch das Haus neu Streichen, wer aber was richtiges großes planen und bauen will, der wird die Premier League bevorzugen, und da wird Guardiola am Ende vermutlich auch landen.

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  • @don: Guter Beitrag, der die wichtigsten Fragen aufschlüsselt. Kompliment dafür.;)
    Allerdings noch eine Ergänzung zur Can-Problematik: Hier muss man Jupp zugute halten, dass er Can seit Anfang November gar nicht mehr einsetzen konnte, da dieser verletzt ist. Bleibt also reine Spekulation, wenn man jetzt überlegt, wie viel er im fitten Zustand wohl gespielt hätte.

  • Zum Thema Leistung, du hast recht , dass man Trainer nicht nach Erfolgen vergleichen kann, aber ich vergleiche Trainer indem ich schaue ob er eine Mannschaft weiterentwickelt hat und sie verbessert hat. Dieses Risiko mit Pep würde ich nur nach persönlichen Gesprächen und Diskussionen zwischen ihm und dem Vorstand eingehen. Er muss sich bewusst sein das er nicht alle Macht hat, wie z.B van Gaal das wollte. Wenn es auf der menschlichen Ebene passt, würde ich Pep verpflichten, denn da Team und der Verein würden langfristig von einem Engagement von Pep profitieren.

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