Taktik des FCB

  • Mal ganz ehrlich: Ich bin nicht Bayernfan, weil wir gewinnen. Ich bin Bayenfan, weil ich's von meinem Alten geerbt hab. Und ich bin ein Zirkusfussball-Fan. Macht einfach mehr Spaß, Titel hin oder her.


    Lieber mit so einem Fussball nie irgendwas gewinnen, als mit der Mourinho-Taktik (hinten dicht und vorne hilft der Zufall für's 1:0) die CL gewinnen. Man muss als Sportfan dem Spiel doch auch was abgewinnen können, jenseits der 3 Punkte...

    ME geht es grundsätzlich um das Erreichen der Ziele.
    Den schönsten Fußball, den wir je gespielt haben, haben wir mE in der ersten Saison mit Ballack und Ze und dann wieder unter Klinsmann gespielt.
    Für mich ein traumhafter Fußball, den ich aus neutraler Sicht toll fand. Als Fan hat mich das aber in den Wahnsinn getrieben, wenn man gegen Hansa Rostock 4 Stück von irgend einem Durchschnittskicker gefressen hat, nur weil der schnell rennen konnte.

    Daher muss für mich immer der Anspruch an den Fußball sein, dass er ermöglicht, dass die Mannschaft ihre PS auf die Piste bringt. Das klappt nicht immer, wie man zB unter Jupp gg Real gesehen hat, aber zumindest die Option muss da sein.

    Denn nur dann ist „schöner“ Fußball für mich auch „guter“ Fußball.

    Und diese Option war eben in dem einen Jahr OH oder unter JK nicht gegeben. Auch nicht unter Pep.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Ich denke er will weder nur das eine noch das andere.

    Er will spiel und situationsbedingt das eine oder das andere.

    Das Passspiel war ja schon verbessert vor dem Rückfall im letzten Spiel.

    Wie gesagt dazu wird der Ball auch manchmal zu lange gehalten bzw. zu lange getrieben.

    Bin mir da wirklich nicht sicher... Wenn man sieht das Spieler wie tolisso, costa, etc immer wieder längere Einsätze kriegen aber Spieler wie musiala oder roca meistens nur kurz zum Einsatz kommen glaube ich nicht wirklich dran das Flick viel ballbesitz haben möchte, zumindest nicht im Mittelfeld.


    Ein endgültiges Urteil will ich mir da aber erst nach dem nächsten Transferfenster fällen. Da wird man sehen was man im Mittelfeld plant und wie Flick nächste Saison spielen lassen wird.

    rot und weiß bis in den Tod

  • Bin mir da wirklich nicht sicher... Wenn man sieht das Spieler wie tolisso, costa, etc immer wieder längere Einsätze kriegen aber Spieler wie musiala oder roca meistens nur kurz zum Einsatz kommen glaube ich nicht wirklich dran das Flick viel ballbesitz haben möchte, zumindest nicht im Mittelfeld.


    Ein endgültiges Urteil will ich mir da aber erst nach dem nächsten Transferfenster fällen. Da wird man sehen was man im Mittelfeld plant und wie Flick nächste Saison spielen lassen wird.

    Ich glaube, dass Flick den Ballbesitz ähnlich wie Jupp nur am Rande mitnimmt. Dass das nicht grundsätzliches Ziel ist, sondern nur ein Abfallprodukt einer dominanten Spielweise.
    Sieht man mE schon an seiner Ideal-Formation aus einem einzigen guten Fußballer im MF und dazu mit Müller und Goretzka 2 Spielern, die in anderen Bereichen als dem Passspiel ihre größte Stärke haben. Und selbst Kimmich ist ja keiner für lange Ballstaffetten, wobei er das sicher auch könnte.

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  • War das gegen City, als wir lange mit zehn Mann spielten und die trotzdem haushoch dominierten? Ein unfassbares Ereignis, was mich mit offenem Mund zurückließ.

    Ist Nagelsmann wirklich so lernresistent?!

  • War das gegen City, als wir lange mit zehn Mann spielten und die trotzdem haushoch dominierten? Ein unfassbares Ereignis, was mich mit offenem Mund zurückließ.

    Das Spiel mit der frühen roten Karte hatten wir verloren. Glaube du meinst den 3:1 Sieg ein Jahr zuvor, da gab es zwar auch ne rote Karte aber erst kurz vor Schluss

    rot und weiß bis in den Tod

    • Phrase
    • 00:36:05 Hollywood Bowl.
    • 00:36:08 That was a great gig.
    • 00:36:10 We never played the Hollywood Bowl.
    • 00:36:15 Didn't we?
    • 00:36:18 That's one of my most vivid memories!

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  • Interessanter Artikel dazu, wie sich das Pressing national und international durch die veränderten Bedingungen von letzter zu dieser Saison verändert hat:


    https://11freunde.de/artikel/w…/3481658?komplettansicht=

    Man sah deutlich, dass wir mit unseren Kräfte sparsam umgehen mussten und meistens die Pressingkeulevin den wichtigen Spielen rausgeholt haben. Flick hat keine nötige Kaderbreite für Rotation gehabt und musste das verändertes Verhalten zur Kenntnis nehmen.

    Die Wissenden reden nicht viel, die Redenden wissen nicht viel.

  • Was wir brauchen, ist ein erstklassiger DZaM als Spielmacher, der die Viererkette schützen und das Spiel auch von dort aus diktieren kann. Die Hauptpriorität der meisten Trainer scheint zu sein, "den Ball hoch oben auf dem Spielfeld zu gewinnen, direkt vor den Innenverteidigern". Das ist recht effektiv, denn so kann man gegen eine ungeordnete und schlecht organisierte Abwehr angreifen. Dazu muss man Druck auf den Mittelfeldspieler ausüben, der direkt vor den Innenverteidigern spielt. Ich denke, dass sich deshalb die Aufgabe des defensiven Mittelfeldspielers verändert hat. Es ist jetzt wichtiger, dass er den Ball nicht verliert, als dass er "Spielmacher" ist. Denn ein Spielmacher braucht normalerweise Zeit und Raum für den Ball. Und das bekommen sie nicht mehr. Das ist einer der Gründe, warum odet Coco nicht so gut als DM geeignet sind. Die Hauptaufgabe eines defensiven Mittelfeldspielers besteht heute darin, den verdammten Ball nicht zu verlieren. Schauen Sie sich Fabinho, Rodri, Jorginho, Casemiro und Busquets an. Keiner von ihnen ist ein Spielmacher. Sie spielen schnelle Pässe mit geringerem Risiko. Ein DM, der heute ein guter Passgeber ist, kann den Ball schnell an jemanden weitergeben, der kreativ sein kann.

    Die Wissenden reden nicht viel, die Redenden wissen nicht viel.

  • Was wir brauchen, ist ein erstklassiger DZaM als Spielmacher, der die Viererkette schützen und das Spiel auch von dort aus diktieren kann. Die Hauptpriorität der meisten Trainer scheint zu sein, "den Ball hoch oben auf dem Spielfeld zu gewinnen, direkt vor den Innenverteidigern". Das ist recht effektiv, denn so kann man gegen eine ungeordnete und schlecht organisierte Abwehr angreifen. Dazu muss man Druck auf den Mittelfeldspieler ausüben, der direkt vor den Innenverteidigern spielt. Ich denke, dass sich deshalb die Aufgabe des defensiven Mittelfeldspielers verändert hat. Es ist jetzt wichtiger, dass er den Ball nicht verliert, als dass er "Spielmacher" ist. Denn ein Spielmacher braucht normalerweise Zeit und Raum für den Ball. Und das bekommen sie nicht mehr. Das ist einer der Gründe, warum odet Coco nicht so gut als DM geeignet sind. Die Hauptaufgabe eines defensiven Mittelfeldspielers besteht heute darin, den verdammten Ball nicht zu verlieren. Schauen Sie sich Fabinho, Rodri, Jorginho, Casemiro und Busquets an. Keiner von ihnen ist ein Spielmacher. Sie spielen schnelle Pässe mit geringerem Risiko. Ein DM, der heute ein guter Passgeber ist, kann den Ball schnell an jemanden weitergeben, der kreativ sein kann.

    Das sind aber ´dammt viele Anforderungen für einen 6-er.
    Jeremies und Scholl in Einem.

  • Das sind aber ´dammt viele Anforderungen für einen 6-er.
    Jeremies und Scholl in Einem.

    Die Anforderungen sind gestiegen und man erwartet von einen DZM, dass er nebst der Zweikamostärke und Passsicherheit für die Spielkontolle, Intensität und viel Beweglichkeit im DZM sorgt.


    Wir haben aber eher einen ZM oder ZOM bevorzugt für diese Position gesucht. Aber dabei kann man viel Geld verbrennen wie Barca mit Frenkie De Jong.

    Er hat keine Pre-Assists, Assists oder Tore, kann nicht pressen, hat kein weites Passspiel, um den Gegner zu destabilisieren, keine Körperkraft, keine Tacklings, keine Kopfballfähigkeiten, null Flanken, eher langsam. Er ist in einem Spiel unsichtbar. Ich kann mich nicht an einen brillanten Moment von ihm in all den Jahren bei Barcelona erinnern, er spielt wie eine sehr, sehr, sehr schlechte Version von Toni Kroos. Aber er kostet ca 85 Mio.


    Wir haben nur einen DZM Kimmich, der Rest sind ZM oder ZOM.

    Die Wissenden reden nicht viel, die Redenden wissen nicht viel.

  • Bayern are a different beast under Nagelsmann – they are stronger and more flexible


    How do you improve a team that had won every piece of silverware possible? And who have won nine Bundesliga titles in a row?


    Those were the types of questions posed to Julian Nagelsmann when he took over at Bayern Munich in July last year. Six months later, his Bayern team are six points clear at the top of the Bundesliga and have coasted through their Champions League group with six wins from six matches.


    There aren’t many of those questions anymore. Bayern haven’t just improved on a team level under Nagelsmann, their more dynamic structure has helped the players improve on an individual level too.


    Starting with their build-up play, Nagelsmann uses an asymmetric 4-2-3-1 shape, pushing the left-back higher up the pitch. However, the remaining defensive players organise themselves in what looks like a back three, with the left-sided centre-back occupying the half-space, the right centre-back in the central area and the right-back in the right-sided half-space. (More on what makes the half-spaces special here.) Depending on the pressing style of their opponent, the right-back stays on the same level as both centre-backs or even pushes forward next to Bayern’s pivot players in midfield.


    A small detail like the space of the right-sided full-back allows Nagelsmann to dynamically change his team’s build-up play from a 3+2 defensive structure into a 2+3, with that right-sided full-back joining the pivot players to make the three. This is problematic for the opposition while they try to press Bayern.


    (...)


    The final position that has been greatly improved by Nagelsmann is the left wing, which is now Sane’s domain. Sane’s had been misused on the right by the former manager Hansi Flick but now due to Bayern’s rotations, he can play in the left half-space, allowing him to receive passes in between the lines or attack the space behind the last defensive line.


    This has been a gamechanger for Sane, connecting him to the rest of the team and improving his angles for creating chances with his left foot. The 26-year-old has already matched his league goals scored from last season (six) and has seven assists too. In the Champions League group stage, he scored five goals and provided four assists.


    Restructuring Bayern seemed like an impossible task for Nagelsmann when he joined six months ago but, even while dealing with injuries and a COVID-19 outbreak, this team has evolved and become far more flexible.


    (...)

    https://theathletic.com/308864…ronger-and-more-flexible/ (€)

    Ziemlich detaillierter Artikel über Nagelsmanns System mit mehreren Grafiken. Bekommt man in den deutschen Sportmedien niemals auch nur annähernd so aufgeschlüsselt. Autorin ist Jasmin Baba. Die Besten hier im Forum würden das auch so beschreiben können, für die Allermeisten ist die Analyse aber vermutlich interessant. Leider mit Paywall.

  • So langsam befürchte ich, dass ich mir ein Athletic-Abo zulegen muss. Das ist ja eine ganz andere Galaxie als die deutschen "Fachmedien".

    Das lohnt sich eigentlich nur, wenn man sich für die PL und US-amerikanischen Sport interessiert, dann aber so richtig. Um nur den FCB zu verfolgen, lohnt sich The Athletic noch nicht. Ich verfolge das aber für Euch und poste alles, was bezüglich des FCB relevant ist.

  • Das lohnt sich eigentlich nur, wenn man sich für die PL und US-amerikanischen Sport interessiert, dann aber so richtig. Um nur den FCB zu verfolgen, lohnt sich The Athletic noch nicht. Ich verfolge das aber für Euch und poste alles, was bezüglich des FCB relevant ist.

    Es gab das Mal mit einem Lockangebot von 1 EUR für 6 Monate - das hatte ich da auch gemacht - aber gekündigt, als es dann auf Normalpreis anstieg.

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