Pep Guardiola

  • Das einzige Spiel, welches wirklich nicht gut war, war gegen die Zecken. Der Telekom Cup war 1A mit * und auch der Audi Cup war gut. Es kann doch keiner erwarten, dass wir gegen ein Team, wie gegen ManC keine Tore kassieren bzw. dass sie keine Torchancen kreieren. Das war ein sauberer Sieg.
    MMn haben wir in der Vorbereitung sehr wohl überzeugt.

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  • Ist ja schön, aber wenn ich mich recht erinnere, wurden van Gaals Torwartentscheidungen auch öffentlich mehr als nur hinterfragt, der Einsatz von Donovan bei Klinsmann komplett lächerlich gemacht, ständig werden Spieler von den Bossen öffentlich gelobt bzw. abgewatscht, so dass Druck auf den Trainer entsteht, Gomez wurde von Hoeneß zum größten Volldeppen abgestempelt...

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  • Erläuter' das doch einmal näher, bitte. Inwiefern hat es Sammer gestunken, dass Heynckes Lorbeeren bekommen hat? Vor den Spielen gegen Juventus hat doch keine Sau nach Heynckes in den Medien gekräht, erst danach wurde er quasi heilig gesprochen. Sammer hat sich auch nicht unnötig in den Vordergrund gedrängt bei den Erfolgen, er hat sich nicht auf Schultern tragen lassen oder vor der Fankurve gefeiert, wo ist also das Problem?
    Und laut Medienberichten ("die 'seriöse' Zeit" :D ) macht Sammer ja angeblich den ganzen Tag sowieso nichts. Sammer war noch gar nicht beim Verein als man bei Guardiola angefragt hat, das kann man ihm nicht wirklich ankreiden. Das solltest du wohl einsehen.


    Zu den Äußerungen der Bosse zu Trainerentscheidungen: Jeder Depp hat gesehen, dass van Gaal aus Trotz Kraft zum Bauernopfer gemacht hat. Donovan war der einzige Wunsch von Klinsmann und der war totaler Käse, das hat man allerdings erst im Nachhinein so geäußert. Und Gomez wäre schon im Sommer 2010 weg gewesen, hätte Hoeneß nicht die Hand über ihn gehalten. Also immer schön den Ball flach halten.

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  • Man hat schon eine Ahnung, dass dies und das in die Hose gehen könnte, weist sich aber in die Schranken.
    Nur nicht zagen oder zweifeln, hinterher ist Heulerei immer noch früh genug.


    Der wesentliche Punkt ist wohl,meiner Meinung nach, den großen Kader bei Laune zu halten und das ist die schwerste Aufgabe für den Trainer, der die verschiedenen Mentalitäten noch gar nicht kennt und darüber hinaus auch sich selbst nicht total überfordern darf.


    "Bei Bayern muss man ja immer mindestens 7 - 0 gewinnen, war ein Auspruch von ihm in Osnabrück!

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  • Ich glaube, dass Sammer einer der erfolgsgeilsten Menschen überhaupt ist.
    Und einer der Kritischsten. (was beides keine negativen Eigenschaften für einen SpoDi sind).


    Und daher gehe ich einfach davon aus, dass er mit keinem Trainer - der ja immer auch noch andere Ansätze verfolgt - wirklich auf einer Wellenlänge liegt. Ich gehe stark davon aus, dass es auch da ab und an ein wenig rauschen wird. Ist aber mE auch nicht schlimm. Ich persönlich fand ja Uli dahingehend schon ein wenig zu aggressiv, Sammer toppt das Ganze, aber bevor wir da einen 08/15-Manager wie Nerlinger haben, der alles, was der Trainer entscheidet, geil findet, ist mir das schon die liebere Variante.


    Gerade die Aussage vor dem Rehden-Spiel spricht doch Bände. War es letzte Saison das Offensivspiel, das er ab und an monierte, bin ich mir ziemlich sicher, dass er dieses Jahr zu irgendeinem Zeitpunkt wegen des Defensivspiels den Motzki auspacken wird.


    Wenn das erneut mitten in einer Übersiegesserie passiert und die Mannschaft danach alles weiter wegfidelt, soll mir das sehr recht sein.


    Wenn es nicht läuft, wird sich Sammer mE eher - ähnlich wie Uli aber natürlich nur bis zu einem gewissen Grad - vor Mannschaft und Trainer stellen.


    PS dass solche Motzki-Auftritte dem Trainer nicht unbedingt gefallen, dürfte auch klar sein. War ihm aber auch letztes Jahr ziemlich egal, daher passt das schon. Wie Rehhakles schon sagte, man muss wissen, was man tut, wenn man bei Bayern einen Vertrag unterschreibt ;-)

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • Ich finde 39-7 Tore in 10 Vorbereitungsspielen, ich habe die 2 Traumspiele mal rausgenommen, nicht grade Mittelmass und es war ja nicht nur Laufkundschaft unter den Gegnern ;-)

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  • Guardiola ist einfach zu alt für den Job. Der kennt sich doch mit der Playstation gar nicht richtig aus.
    Kein Wunder, dass er nicht weiss, wie die Mannschaft eigentlich spielen müsste...

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  • Uli wird in nächster Zeit ganz andere Sorgen haben um sich einzumischen und Kalle ist da rationaler.
    Pep ist auch nicht so blöd, irgendwas durch setzen zu wollen,was er mit diesem Spielermaterial nicht machen kann.
    Also abwarten und Tee trinken und die Erwartungen realistisch ansiedeln. So eine Saison wie die letzte hat es in 113 Jahren FCB auch nur einmal gegeben.

  • Ich kann dir hier nur zustimmen. Die Spieler dürfen natürlich nicht überfordert werden. Gleichwohl bin ich der Meinung, dass man einem neuen Trainer auch gewisse taktische Spielräume zugestehen muss. Wenn man einen Guardiola holt, dann muss man einfach damit rechnen, dass er an ein paar Stellschrauben dreht. Sonst hätte man Heynckes behalten müssen.


    Der Grundgedanke ist doch nachvollziehbar. Solange wir den Ball haben, kann der Gegner nichts machen. Bei diesem System ist eine extreme Ballsicherheit enorm wichtig. Bei Ballverlust muss sofort das Gegenpressing einsetzen. Gegen Teams, die sich nur hinten reinstellen, hält sich die Gefahr in Grenzen. Da sollte man immer genügend Spieler hinter den Ball bekommen. Viel interessanter wird sein, wie wir mit offensivstarken Gegnern zurechtkommen werden.


    Gladbach wird mMn ein spannender Test sein. Die haben zuletzt in München immer ganz gut ausgesehen. Favre wird sich etwas einfallen lassen.

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  • Meiner Meinung nach verändert Guardiola taktisch gar nicht so furchtbar viel. Zwei Dinge stellt er gegenüber Heynckes um: die Position des Mittelstürmers wird um die Alternative der "Falschen Neun" ergänzt; und im zentralen Mittelfeld wird mit lediglich einem "Kupplungsspieler" zwischen Innenverteidigung und offensivem Mittelfeld agiert.


    Ersteres wird teilweise durch die Talententwicklung im Spitzenfussball der letzten paar Jahre bestimmt. Klassische Mittelstürmer mit dem Potential für den FC Bayern gibt es im Spitzenfussball immer weniger und im deutschen Spielermarkt eigentlich so gar nicht. Die "Falsche Neun" ist lediglich ein Weg, zukünftigen Personalmiseren zuvorzukommen und unseren Offensivkader balanciert zu beschäftigen.


    Die Position im Mittelfeld wiederum ist Guardiolas Plan geschuldet, unsere Mannschaft noch offensiver agieren zu lassen als sie es letzte Saison sowieso schon tat. Da dieser Sechser bei (logischerweise planmässig überbordendem) Ballbesitz als Aufbauspieler und Spielmacher fungieren soll, verringert sich die Zahl der Feldspieler mit vornehmlichem Defensivinstinkt von drei auf die beiden Innenverteidiger. Die Folge: akute Konteranfälligkeit. Diese Konteranfälligkeit ist aber nicht untrennbar mit dem Fehlen des zweiten Sechsers verbunden, sondern mit der generellen Positionierung der Mannschaft. Unter Klinsmann und vanGaal waren wir mit Ze Roberto/vanBommel und Schweinsteiger/vanBommel so konteranfällig wie seither nie wieder, eben weil die Mannschaft insgesamt viel zu offensiv stand und ein akkurater Pass des Gegners nach Ballverlust reichte um die Innenverteidigung noch vor dem eigenen Sechzehner blank zu stellen.
    Guardiola kann dies verhindern, indem er den alleinigen Sechser und die beiden nominellen Achter vor ihm ein paar Meter zurückzieht, die eigene Zentrale bei Ballbesitz also im Mittelkreisbereich stattfindet. Damit schiessen wir vielleicht nicht mehr Tore als letzte Saison (was an sich sowieso unnötig wäre) aber wir wären nach Ballverlust defensiv nunmal stabiler.
    In der Endphase der ChampionsLeague, denke ich, wird aber auch das ob der individuellen Klasse des Gegners nicht mehr ausreichen. Da stehen wir aber auch bei Ballbesitz (hoffentlich) um Einiges defensiver als in der Bundesliga.


    Guardiola geht mit seiner Taktik hohes Risiko - nach den paar Testspielen kann ich mir totalen (und somit historischen) Erfolg nach wie vor ebenso vorstellen wie ein Versagen und eine titellose Saison. Klar ist aber auch, dass wir nach dem Triple taktisch etwas verändern mussten um als Titelverteidiger eine gewisse Unberechenbarkeit zu erzielen.


    Das geht nicht ohne Risiko.

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • mexicola


    das kann man alles so sehen und dass Guardiola das Recht hat, so zu spielen wie er will, ist ja auch eine reine Selbstverständlichkeit.


    Nur Deinen Schlußsatz muß man nicht - ganz - teilen:


    Als Barcelona überragend gespielt hat, haben sie auch niemals ihr System verändert. Auch nicht nach so vielen Erfolgen. Weil es DAS System für diese Mannschaft war. Letzte Saison waren sie in Europa damit aber vollständig durchschaut und sie waren nicht in Bestform. Sie hätten ja schon gegen PSG rausfliegen können und auch Milan hatte sie im HInspiel böse auflaufen lassen. Dann tarfen sie auf ne Mannschaft, die sie durchschaut hatte und die selber ein System hatte, das ihre personnelen Stärken 100%ig umsetzte.Und das war es dann endgültig.


    Damit will ich zwei Dinge sagen:
    a) wenn Du ein System so perfekt spielst wie Barcelona jahrelang und wie wir letzte Saison, kann das auch länger als ein jahr klappen.
    b) Andererseits ist es natütlich gut, flexibel zu sein. Keine frage.


    Nur: sind wir denn noch flexibel, wenn wir uns zu 100 % auf das 4-1-4-1 stützen ? Oder sind wir einfach Barcelona 2.0 und damit ja auch schon längst entschlüsselt ?
    Und dass man das 4-2-3-1- oder alles mit 4-2....überhaupt noch als Alternative einplant, bezweifle ich langsam. Der -sehr wahrscheinliche- Abgang von Gustavo ist dafür ein deutliches Zeichen.

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  • Bei Barca wusste jeder, wie sie spielen - und das über fünf Jahre. Verschiedene Mannschaften haben dann Elemente kopiert. Dortmund, Bayern etc. vor allem das Pressing. Das braucht man eben heutzutage und genau damit wurde Barca auch von Bayern geschlagen.


    Letztlich hängt es an Einzelspielern. Hat man Spieler wie einen Messi oder Iniesta in den Reihen, dann ist man kaum zu besiegen, solange es eine defensive Grundstruktur gibt, die allzu viele Gegentore verhindert. Dafür bedarf es aber auch guter Abwehrspieler.


    Will sagen: Ähnliches gilt auch für die Bayern, die mit Robben und Ribery immer noch die beiden besten Spieler der Liga haben (mit Lewandowski vielleicht). Die allein sorgen dafür, dass man von 80 Prozent der Gegner in der Liga nicht zu schlagen ist. Allerdings braucht es für die restlichen Gegner und in der CL sowieso mehr Flexibilität. Das hat Heynckes nach den verlorenen Dortmund-Spielen gut erkannt, als Flaschen wie Großkreuz und Schmelzer plötzlich Robben und Ribery ausschalten konnten, weil das Gesamtsystem funktionierte. Und diese Flexibilität hat Heynckes im letzten Jahr geschaffen, unter anderem auch weil neue Spieler hinzugekommen sind und andere sich noch einmal verbessert haben.


    Kurzum: Guardiola hat im Mittelfeld und in der Abwehr so viele Optionen, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass es bei Bayern noch einmal so ausrechenbar wie vor zwei oder drei Jahren zugeht.

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  • und dann nochmals die Frage, die hier im Forum doch eigentlich schon geklärt schien. Was schaut denn in unserem Spiel nach einer Barca-Kopie aus? Selbst die größten Skeptiker haben hier doch schon diese Sorge zu Grabe getragen.

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  • Hier sprichst du mir aus dem Herzen. Man sollte sich nie zu 100% und ohne Alternative auf ein System festlegen - aber eine taktische Flexibilität herzustellen und verschiedene Konzepte den Spielern einzuimpfen ist genau das, was ich von Guardiola langfristig erwarte. Das stellt dann wirkliche Unberechenbarkeit dar.
    Deswegen habe ich mich gegen einen Gomez-Abgang ausgesprochen und tue dies auch bei Gustavo.


    Bezüglich Obigem: wenn der Trainer es für nötig erachtet kann ich mir nicht vorstellen dass ein kurzfristiges Umstellen auf die Doppelsechs ein grosses Problem darstellen würde. Praktisch von der alleinigen Sechs in der Liga gegen Hoffenheim am Samstag (offensiv) auf die Doppelsechs am Mittwoch in Madrid (defensiv). Das meine ich mit Flexibilität.


    Der Trainer muss sie nur wollen.

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage