Pep Guardiola

  • und die werden sicher nicht so aussehen, dass nur neue kommen. da werden auch welche gehen müssen.
    ich wäre für einen top-IV. am liebsten wäre mir piqué, aber geht wohl nicht, oder david luiz.
    und dann einen top-ZM. nicht der ersatzgedanke, nein. einen echten topspieler. kann dann ja ersatz sein, aber ich will, dass spiel er gekauft werden, die erstmal als stammspieler gesehen werden.


    wenn kein top-ZM zu finden ist, lieber rode den vorzug geben und so oder so BS31-kroos auflösen.

    FC Hollywood 2.0


    Est. 25.11.2016

  • Einen viel besseren Kader wird man nicht zusammenstellen können. Das war eine perfekt funktionierende Mannschaft die zudem taktisch sehr variabel spielen konnte. Bin mal gespannt was passieren wird......ich hab scho die Abgänge von Gomez und Gustavo nicht gerne gesehen, aber das ist wohl der Lauf der Dinge.

    0

  • ich kann bis heute nicht verstehen, warum gomez gehen musste. und der gustavo-abgang ist auch fragwürdig. gut, beide wollten einfach mehr spielen. bei unserer eunuchen-offensive hätte aber zumindest gomez eine höhere wichtigkeit erlangen müssen.


    viel würde ich auch nicht machen. das fängt ja beim ribery-bashing an. ja, bis zu einem gewissen maß berechtigt, er spielt unterirdisch. aber da fordern ja manche einen verkauf. unglaublich.


    jetzt soll alles weggeschmissen werden.
    wir brauchen in der IV neben badstuber einen weiteren, starken konkurrenten. einen wirklich starken.
    und wenn es sich gut ergibt, kann man im zentrum einen spieler austauschen. sehr schwierig.


    taktisch kann man an vielen schrauben drehen, aber vom kader herverstehe ich die panik nicht.
    ob jetzt montoya statt contento bei uns landet, ja das ist auch interessant, aber erstmal kann man das hinten anstellen.


    ich würde sofort 30 mio. für pique bezahlen bspw.
    man hat doch mit lewa einen riesen-transfer. wenn man rode als RV möglich sieht, ist auch montoya statt contentok überflüssig, da kann man ausdünnen.
    man muss nicht 7 spieler holen.


    bei uns hat aber keiner die eier, schweinsteiger die tür zu zeigen. blöd ist halt: thiago hat eingeschlagen, damit war nicht fix zu rechnen. wir bräuchten dann aber eine sichere sache und da gibt es nicht viel auswahl.


    letztlich glaube ich, dass bei uns der vierte IV neben lewa DER transfer werden muss.

    FC Hollywood 2.0


    Est. 25.11.2016

  • das dachte ich vor der saison auch, aber wie man sieht, gibt es immer wieder mal veränderungen auf dem platz, wo bestimmte spieler an ihre grenze kommen und da nützt es auch nichts, die vorhandene individuelle spielerqualität verkapselt für sich stehend zu beurteilen...
    entscheidend ist, wie die spieler das im kollektiv umsetzen und nach einer gespielten saison merkt man dann doch, woran es dem ein oder anderen fehlt...


    da heißt es dann... der spieler muss in der lage sein sich anzupassen und da fällt mir spontan ein lahm ein, oder auch ein robben, der hier vor der saison schon als einer der ersten angezählt war...


    zugegeben, habe ich robben auch auf der liste gesehen, sofern er zu viel gemeckert hätte, aber rein sportlich war doch im grunde immer klar, dass das ein spieler ist, der, wenn er nicht beim trainer auffällt durch zickereien, in jeder mannschaft der welt eine bereicherung ist...


    wer sich aber nicht anpassen kann, oder aus diversen anderen gründen nicht an sein persönliches leistungsniveau kommt, darf dann aber eben auch nicht mehr unumstößlich sein...

    -> Becks84 ( TM ) - USER, BAYER, LEGENDE! <-

  • Montoya hat doch ohnehin verlängert, oder sehe ich das falsch?


    Davon abgesehen hätte uns ein Gomez in dieser Saison absolut nichts genutzt. Im Gegenteil. Vermutlich hätte noch eher Lahm im Sturm gespielt als Gomez. Bei Gustavo sieht die Sache anders aus. Ich glaube, sein Abgang hätte nicht sein müssen, denn Lahm war doch auf der Sechs auch nur eine Notlösung. Sollte Pep Martinez auch weiterhin nicht auf der Sechs sehen, dann wäre Gustl zwar eh überflüssig geworden, aber ich denke er hätte in dieser Saison durchaus eine gute Rolle einnehmen können.


    Was nun die Kritik an den Spielern angeht... bei Schweinsteiger schrieb ich vor Monaten schon, dass der Geist vielleicht willig ist, der Körper aber schwach und dazu stehe ich. Er passt absolut nicht mehr in diese Mannschaft. Einzig seine Führungsqualitäten sind es, die ihm hier noch einen gewissen Status verschaffen, aber spielerisch reicht das einfach nicht mehr. Allein nach der WM wird er wieder bis zum Winter brauchen bis er halbwegs fit ist. Das hat schon etwas von Ballack, der auch immer ein halbes Jahr angeschlagen agierte, aber als Führungsspieler gebraucht wurde.


    Bei Ribery bin ich zwiegespalten. Tatsache ist, dass er gerade international seine Nerven nicht im Griff hat. Gegen Real hätte er fliegen können, gegen Dortmund im letzten Jahr hätte er fliegen können und gegen Inter vor 3 Jahren fehlte er, weil er vorher flog. Dazu nimmt er sich einfach verdammt oft Auszeiten. Ich verstehe, dass er gerne Weltfußballer geworden wäre, aber auch hier muss man ganz klar sagen, er wurde es zurecht nicht. Er war in der letzten Saison nicht einmal eindeutig unser bester Spieler und ist es seit einem halben Jahr definitiv auch nicht.


    Ich sehe in ihm einfach nicht diesen unersetzbaren Weltklassespieler. Wenn es in der Mannschaft läuft, dann bei ihm auch und läuft es nicht, dann fällt auch er nicht auf und wenn, dann negativ. Inwiefern er mit zunehmendem Alter auch von seiner Hauptwaffe, dem Tempo Gebrauch machen kann, wird man auch abwarten müssen. Ich würde nicht ausschließen, dass er über kurz oder lang auf die Acht rückt.


    Sollte es aber, aus welchen Gründen auch immer, ein Angebot für Ribery geben, dann würde ich mir wirklich sehr genau überlegen, ob man das wirklich ablehnt. Wie auch bei Schweinsteiger kommt eben irgendwann der Punkt, wo die Luft raus ist und während man Schweinsteiger als Vizekapitän durchaus für die Bank behalten könnte, so wäre ein Ribery bei fehlender Spielzeit und Wertschätzung eher Ärger machen.


    Ich will ihn nicht vom Hof jagen, aber er ist nicht der Superstar zu dem er gerne gemacht wird. Den Status hat er inne, weil die, die ihm diesen zusprechen, dies tun, damit er gute Laune hat. Der echte Weltklassespieler in unserer Offensive ist Robben. Er hat auch seine Macken, aber er ist für die Mannschaft aufgrund seiner Torgefahr deutlich wertvoller als Ribery. Wo sich Robben gegen eine Niederlage stemmt und mit dem Kopf durch die Wand will, dreht Ribery durch, oder winkt vorher ab.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Bei Gomez: D'accord! Dass er a) bei Pep keine Chance gehabt hätte und das b) zurecht, weil er bei diesem Fußball seine größten Stärken überhaupt nicht einbringen kann, ist völlig logisch, daher war auch der Abgang einfach nur folgerichtig.
    Für viele Systeme gibt es kaum bessere Stürmer als Gomez. Für Peps System fällt mir kaum ein denkbar schlechterer Spitzenstürmer ein.



    Bei Gustl gilt aber für mich das Gleiche. Martinez ist doch ein technisch stärkerer Gustavo mit mehr Spielintelligenz. Und der wird schon auf der 6 nicht berücksichtigt. Was das mit Gustavo unter Pep geworden wäre, ist daher doch logisch, daher war auch der Abgang folgerichtig. Gerade angesichts der sehr stabilen Ablösesumme, die er noch generierte (und mit der wir vllt den Thiago-Transfer ermöglichten). Die einzigen Rollen, die ich ihm unter Pep zugetraut hätte, wären die gewesen, für die ihn auch vG vorsah: LV und IV. Und da haben wir jeweils deutlich bessere Spieler.



    BS habe ich ja in dessen Fred schon dazu geschrieben, dass es für mich nicht erkennbar ist, dass es an der Fitness hapert. ME wird er einfach nur katastrophal falsch eingesetzt von Pep. Das ist wie wenn ich einen Mandzukic ständig auf Außen schicke und mich wundere, dass er dort keine Beckham-Flanken schlägt. Seine Laufwerte, Scorerwerte usw. zeigen jedenfalls keine Fitnessprobleme an.
    BS größte Schwäche war immer die Geschwindigkeit. Daran hat sich auch nichts geändert. Spielt man aber ein vernünftiges Spielsystem, dann passiert die ganze Action nie allzu viele Meter von ihm entfernt. Und das heißt dann, dass er mit seiner Laufstärke und seinem Willen immer mittendrin ist.
    Stelle ich ihn als Ballack-Kopie an den gegnerischen 16er, dann ist er oft nur dabei, wenn die gegnerische Post in seinem Rücken abgeht, weil er nicht schnell genug ist um hinterherzukommen. Das hat aber nichts mit fehlender Fitness zu tun, sondern mit einer grundsätzlichen Schwäche, die ein guter Trainer eigentlich durch sein System kaschieren sollte.


    Bei Ribs bin ich komplett anderer Meinung. ME ist Ribery der stärkste Offensivspieler unseres Kaders. Auch noch eine Klasse stärker als Robben. Man muss es allerdings verstehen, Ribery Situationen zu erschaffen.
    Was Ribery braucht, sind mE 2 Dinge: a) Maximal 1:2-Situationen, bei denen der eine Verteidiger aber noch irgendwie gebunden ist. Anders als Robben kommt er durch ein echtes 1:2 auch nicht gegen Kackverteidiger durch, weil er sie im Gegensatz zu Robben nicht einfach überlaufen kann.
    Im 1:1 jedoch gibt es bei uns mE keinen stärkeren Spieler. Weil er anders als Robben 2 starke Füße hat und dadurch nicht ausrechenbar ist. Das macht ihn auch gegen starke Verteidiger nicht zu stoppen, was für Robben nicht gilt. Den kann ein guter Mann im 1:1 ausschalten, weil man weiß, dass er immer nur mit seinem linken Fuß agieren kann.
    b) Ribery braucht Optionen. Er hat nicht ganz so viel Zug zum Tor wie der ein oder andere, dafür hat er aber auch in engsten Situationen immer den Kopf oben und sieht freie Mitspieler.


    Der Schlüssel zu Riberys - und damit dem Mannschafts- - Erfolg ist mE daher die Zentrale. Kommt aus dieser mehr (und da sind wir wieder bei BS, der mE einfach woanders hingehört) dann wird es für die Gegner weit schwerer, Ribs zu doppeln. Und dann hat er am 16er auch immer eine sichere Anspielstation in Form eines starken ZMs oder OMs.
    Solange man aber wie aktuell Kroos im Mittelfeld als Parkuhr aufstellt und ihm die Bewegungen zum 16er untersagt, wird es für die Gegner immer ein Leichtes sein, Ribs auszuschalten. Und damit unser Spiel fast vollständig auf rechts festzulegen und uns dadurch komplett einfach ausrechenbar machen.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • Zu Schweinsteiger habe ich an anderer Stelle schon geschrieben, dass ich für ihn bestenfalls noch eine Rolle als Libero sehe, falls wir dann doch mal mit einer 3er Kette agieren sollten. Ja, er hat den Willen, das spreche ich ihm nicht ab, aber weder ist er schnell, noch kann er jemanden ausdribbeln, noch spielt er tödliche Pässe, noch ist er aus der Distanz gefährlich und als Sechser ist er überfordert.


    Schweinsteiger ist in einer Doppel-Sechs gut aufgehoben, wenn die ganze Mannschaft defensiver ausgerichtet ist und er die Kommandos gibt. In unserem Spiel aber, passt er doch überhaupt nicht ins Angriffsspiel.


    Bei Ribery stimme ich dir sogar zu. Er hat seine Stärken im 1:1 und ist ein grandioser Vorbereiter, aber diese Szenen gibt es doch bei uns nicht mehr wirklich, die er braucht. Das liegt auch nicht an der aktuellen Formschwäche der anderen. Ribery funktionierte immer nur dann, wenn er mit Lahm, später dann mit Alaba einen starken LV hinter sich hatte, der ihn absicherte und der gleichzeitig einen Verteidiger gebunden hat. Nur muss ich da mal die Frage stellen, wer der eigentliche Star auf der linken Seite ist, wenn im Grunde der LV die ganze Arbeit machen muss? Ich weiß, das ist überspitzt formuliert, aber Ribery allein hebt unser Spiel eben nicht auf ein anderes Level. Ein Grund, warum Ronaldo und auch Messi bei der Wahl vor ihm lagen.


    Ich habe ja absolut kein Problem damit, wenn Ribery bleibt, aber ich persönlich halte ihn für den falschen Spielertypen, wenn es darum geht die gegnerische Abwehr wirklich durch Dribblings zu zerlegen bzw. wenn es darum geht, vermehrt Torgefahr zu erzeugen. Es mag sein, dass Robben nur einen Fuß hat, mit dem er abziehen kann, aber immerhin kann er abziehen. Ribery hat, dafür dass er ein wirklich toller Offensivspieler ist, einen wirklich furchtbar schwachen Schuss. IMHO ist auch das der Grund, warum er sich vermehrt auf Assists beschränkt. Das ist schön und gut, aber wenn es wie bei uns an Torgefahr mangelt, dann nützen dir Assists in dem Moment auch nichts, weil der Gegner dir gar keinen Raum dafür lässt. Der Gegner weiß doch mittlerweile auch, dass Ribery nicht selbst abschließt und davon auch keine große Gefahr ausgeht. Bei Robben musst du sowohl auf einen Pass, als auch auf den Abschluss gefasst sein. Das macht ihn so stark.


    Zudem muss ich einfach sagen, dass es in diesem Kader nur wenige Positionen gibt, auf denen man sich wirklich verbessern kann. Dazu gehört Ribery vielleicht nicht zwingend, aber aufgrund seines Alters und seiner Unpässlichkeiten, würde ich persönlich in ihm schon einen Kandidaten sehen, den ich zumindest in seiner Rolle als Stammspieler beschneiden würde. Einfach um auch ein Zeichen zu setzen.


    Ich denke, es wäre ein guter Ansatz Ribery wirklich in die Mitte zu ziehen. Spielmacherqualitäten hat er ja. Wenn ich seine Aussagen nach dem Spiel richtig deute, hat er ja selbst angemerkt, dass das Alter ihm langsam zu schaffen macht und es ihm schwer fällt, immer wieder 100% zu geben. Das ist legitim. Aber als Verein sollte man dies vielleicht nutzen, um einen wirklich effektiven Linksaußen zu suchen, der zudem Torgefahr ausstrahlt und der vielleicht auch mit links flanken kann. Ribery kann sich doch im Zentrum wunderbar mit Götze und Thiago abwechseln , während Robben und Mister X die Außenbahn beackern.


    Selbst Müller sehe ich bei uns künftig eher auf einer der 8er Positionen, denn vom Flügel aus ist er mittlerweile ineffektiv wie nur sonstwas. Eben weil auch ihm die Technik abgeht, um sich dort durchzusetzen.


    Ich denke, dass das mittelfristig eine mehr als vernünftige Maßnahme wäre Ribs ins Zentrum zu stellen. Die Frage wird nur sein, wer dieser Mister X sein soll... Hazard wäre sicherlich die Premiumlösung, aber da stehen die Chancen wohl bei 5%. Mir persönlich fällt da ehrlich gesagt, zwar niemand ein, aber ich verfolge den internationalen Fußball jetzt auch nicht so intensiv. Generell scheint mir aber auch ein wenig Flaute zu herrschen, was international hoch gehandelte Talente angeht. Gerade bei den Talenteschmieden aus Holland und Frankreich scheint diesbezüglich ja ein ganz großes Loch zu bestehen, oder gibt es da Spieler jenseits der 30er um Robben, van Persie, Ribey und co, die auf sich aufmerksam machen?

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Hat man ja eindrucksvoll gegen den BVB in CL-Finale gesehen......das ist absoluter Quatsch den Du da verfasst hast.....


    Ribery war in der letzten Saison der Ausnahmespieler, Robben war ja nicht mal Stammspieler bis Kroos sich verletzt hat......und zudem auch lange verletzt.

    0

  • 1) Was ich glaube recht ausführlich in dem Beitrag erläutert habe ist, dass ich unter taktischer Flexibilität nicht verstehe, dass wir in einem Spiel als Ballbesitz- und in nem anderen als Kontermannschaft antreten. Wenn das die einzigen taktischen Anpassungen sind, bewegen wir uns auf Kreisliga-Niveau. Das ist nämlich - wie jemand danach schön schrieb - eine reine Systemfrage, keine der taktischen Flexibilität.


    Mir ging es - und das habe ich doch eigentlich in dem Beitrag recht deutlich herausgearbeitet - um die mikrotaktischen Anpassungen. Laufwege bestimmter Spieler, Aufbauwege, Staffelungen im ZM, Rochaden, wer fungiert als Breitengeber etc. Alles sehr ausführlich dargestellt.


    Derartige Anpassungen gab es selbstverständlich auch unter JH, insbesondere in der 2. Saison - ich hätte nie etwas anderes behauptet. Eine komplette Systemumstellung wie oben beschrieben, gab es aber nur in dem Barca-Spiel und das hatte Gründe. Auch unter JH hätten wir gg. Real keine Systemumstellung erlebt. Wir haben auch vor 2 Jahren versucht, gegen Real das Zentrum zu dominieren, was uns auch weitgehend gelungen ist - und das ist nunmal in der Regel der erste Schritt, erfolgreichen Ballbesitzfußball zu spielen. Nicht umsonst haben hier viele gedacht, wir könnten Real wieder auf ähnliche Art den Zahn ziehen.



    2) Dass wir nunmehr genauso spielen wie Pep das will ist doch komplett albern. Solche Sprüche kann ich ja bei einigen der Forums-Saisonarbeiter hier ernst nehmen, aber doch nicht bei dir. Dafür bist du viel zu intelligent. Erinnere dich mal an das Trainingsvideo, dass ich hier mal reingestellt hatte mit den Erläuterungen dazu, was diese Übungen bezwecken wollten/sollten. Da warst du selbst noch begeistert, wie gut Pep die individuelle Klasse einzelner Spieler in kollektive Bewegungsmuster einbinden wollte. Der Fokus lag da eindeutig darauf, Gefahr über die Flügel und das Zentrum zu erzeugen. Allein, dass wir über das Zentrum kaum mehr Gefahr erzeugen spricht dagegen, dass das Pep momentan so will.


    Das was wir momentan spielen hat nicht viel mit Peps Idealvorstellung zu tun. Auch wenn er das immer wieder sagt, bin ich mir sehr sicher, dass er sich da eher vor seine Spieler stellen und die aus der Schusslinie nehmen will. Was wäre denn hier los, wenn er nach nem CL-Halbfinale in die Kameras posaunen würde: meine Spieler sind zu dumm, das umzusetzen, was ich will?
    Dass wir plötzlich gestern mal wieder nen ziemlich guten Konter gespielt haben, mag reiner Zufall sein. Da ich mir aber sicher bin, dass gestern und nächste Woche als Generalprobe fürs Pokalfinale dienen und Pep sehr genau darauf achten wird, wer wie spielt, glaube ich kaum, dass die Spieler in diesen beiden Spielen "bewusst" gegen seine "Anweisungen" verstoßen.




    3) Jetzt die entscheidenden Frage, die ich mit meinem von dir zitierten Beitrag ja eigentlich aufwerfen wollte. Warum hatten wir in der Hinrunde genau diese Flexibilität, die ich (und viele andere) fordern, können das aber in der Rückrunde nur noch sporadisch umsetzen (Mainz, Wolfsburg etc.).


    Ich weiß es ehrlich gesagt nicht, hab aber so eine Vermutung, dass das eine Kombination aus Überforderung und mentaler Müdigkeit ist. Ich hatte das schon mal angesprochen und denke einfach, dass wir nach 3 Jahren Daueranspannung einfach an nem Punkt sind, in dem die Spieler ganz automatisch nicht mehr die mentale Frische haben können, die notwendig ist. KHR hat in seiner Rede am Freitag gesagt, wir wären das Team mit den meisten CL-Einsätzen in den letzten 3 Jahren. Das hinterlässt Spuren.


    Das was Pep will, erfordert aber enorme Aufmerksamkeit von den Spielern. Eine sehr gute Entscheidungsfindung, sehr "intelligente" Entscheidungen. Jeder kennt das von sich selbst - wenn man müde ist, erschöpft, aber trotzdem noch Leistung bringen muss/soll, spult man Automatismen ab. Bspw. das Einrücken der AV. Da gibt es dann eben kaum noch eine bewusste, situative Entscheidung, sondern es wird einfach ein Programm abgespult. Ich halte es fast nicht für Zufall, dass wir mit Rafinha die besten Spiele diese Saison gemacht haben - der war mental noch wesentlich frischer, hatte dadurch eine "bewusstere" Entscheidungsfindung als andere, die seit Jahren auf voller Umdrehung fahren. Auch, dass Robben momentan vielleicht stärkster Spieler ist, halte ich nicht für Zufall - der hatte verletzungsbedingt immer genug Auszeiten. Gleiches gilt für Thiago. Nicht, weil er als Spielertyp so eminent wichtig ist, sondern weil er einfach mental frischer ist, als der Kern der Mannschaft, der seit 3 Jahren fast im Sa-Mi-Sa-Rhythmus spielt


    Ist natürlich nur reine Spekulation. Aber das würde auch ein wenig erklären, warum es auch in den wichtig(er)en Spielen nicht wirklich viel besser gelaufen ist (ManU, Dortmund, Real) - dort ist die Anspannung noch höher, die "Gefahr", auf Automatismen zu setzen, statt situativ intelligente Entscheidungsfindung noch höher. Und es würde das verstärkte Loch seit Gewinn der Meisterschaft erklären - weil da sicherlich erstmal ne Menge Anspannung abgefallen ist. Das wieder hochzufahren ist bisher offenbar nicht gelungen. Vielleicht - hoffen wir drauf - tut es uns daher ganz gut, jetzt mal 2 Wochen zu haben, mit einem großen Ziel am Ende und dazwischen der Möglichkeit, sich warm zu spielen/hochzufahren.


    Sollte das alles so sein, ergibt es in der Tat Sinn, den Kader für nächste Saison um mehr als 2, 3 Spieler zu ergänzen. Einfach um auch bei verletzungsbegingten Ausfällen - die in der Nach-WM Saison definitiv kommen werden - noch mehr bewusste Pausen geben zu können.

    0

  • In verschiedenen Spielen hatte dieses Team absolute Weltklasse unter Pep bewiesen und ich denke, dass das wieder so werden kann und werden wird. Pep wird da sicherlich drueber nachdenken und naechste Saison duerfen wir uns wieder auf Spiele wie gegen Manchester City und viele andere freuen.
    Pep wird wohl auch einsehen dass das Hinterlaufen der AV eine wichtige Waffe ist und das genauso erlauben wie Schuesse aus der zweiten Reihe von Toni und einigen anderen.
    Dass man jetzt nach der Meisterschaftsansage den Hebel so schnell nicht mehr umlegen kann macht mir wenig Sorgen. Pep will Erfolg haben und er wird Erfolg haben der ueber eine Deutsche Meisterschaft hinaus geht.
    Also bitte alles etwas optimistischer sehen.

    0

  • Es obliegt aber auch dem Trainer das beste System für den vorliegenden Kader zu finden und zu entwickeln. Die Stärken der einzelnen Weltklasse Akteure zu unterstützen und auszuspielen. So hat Pep es auch angekündigt, anscheinend stört es keinen wenn er jetzt mal irgendwie anders vorgeht, denn ich bleibe dabei, so ein Kader sucht seines Gleichen und da ändert die mangelnde Systemkompatibilität einiger Akteure nichts, da muss ich das System entsprechend modifizieren, anstatt mich vorschnell von einigen Akteuren zu trennen, denn wer sagt mir, dass das System auch den entsprechenden Erfolg bringt?


    Ich mag Pep und stehe auch hinter ihm, aber hier hat er nicht das Optimum rausgeholt.

    0

  • Wenn Guardiolas System und Taktik solcher Müll sind und nichts mehr über die Flügel kommt,wobei der FCB den Bestwert mit 20 Toren nach Flanken hat, dann solltet ihr den 17 anderen Vereinen jeweils ein riesiges Faß Bier schenken und denen dafür danken,dass sie 93 Eigentore für uns geschossen haben.Denn irgendwoher müssen die Tore kommen und auch das Endergebnis,was nämlich die DM 2014 ist und das mit 19 Punkten Vorsprung auf die selbternannten Erfinder des Fußballs...

    0

  • So spontan fällt mir da nur Sanchez ein, wäre denke ich nach Hazard der beste den man bekommen könnte. Man hört ja, dass er wohl wechselwillig ist. Ob er natürlich die Freigabe von Barca bekommt ist ne andere Frage.
    Ich finde ihn einer der meist unterschätzten Spieler. Er steht bei Barca halt einfach im Schatten von Messi und Neymar, wobei ja viele Fans von Barca sagen, dass sie Sanchez Neymar vorziehen würden.

    0

  • Ok, erstmal zu den ersten 2 Teilen, da das 3. ja das wirklich Interessante ist (das zitier ich dann auch richtig):


    1) Wie du es gemeint hast, war mir schon klar und dass Pep "mikrotaktisch" (gutes Wort übrigens, gefällt mir) viel variiert und auch flexibel ist, dem habe ich nie widersprochen.
    Was ich nur ausdrücken wollte, war, dass ich mir wünschen würde, dass auch makrotaktisch das ein oder andere passiert.


    Wie ich eben der Meinung bin, dass wir es unter Jupp durchaus nicht nur gg Barca gezeigt haben.
    Wie es Ancelotti speziell im Hinspiel gg uns gemacht hat oder Klopp bei Dortmund vor der WP.
    Diese Trainer gingen alle auch in der gesamtmannschaftlichen Taktik auf die Probleme des eigenen Teams (Ancelotti/Klopp) bzw. die großen Schwächen der Gegner (Ancelotti, Jupp) ein und ließen für ihr Team an sich eher ungewohnte Taktiken spielen.


    Die Gründe, warum es bei uns derzeit nicht läuft, können sicherlich mannigfaltig sein. Aber DASS es nicht läuft, war relativ deutlich und dass man für Peps Fußball eben 100% braucht, damit man die Gegner vorne so bearbeiten kann, dass hinten nicht alles brennt, das ist doch auch klar.
    Daher hätte ich mir eben gewünscht, dass er auf diese so deutlich erkennbare Problematik reagiert hätte. Ob's dadurch gegen dieses starke Real gereicht hätte? Wer weiß das schon? Aber mir wäre zumindest viel wohler, wenn ich an die nächste Saison denke.


    2) hast ja recht, war überspitzt und sicherlich auch nicht wirklich fair.
    Und ich hoffe auch, dass du recht hast, dass das nichts mit seiner Idealvorstellung zu tun hat.
    Aber ich glaube schon, dass er Konter regelrecht verbietet oder zumindest dass das Verhalten in soclhen Situationen überhaupt kein Trainingsinhalt mehr ist.


    Letztes Jahr war unser Umschaltspiel das vllt beste der Welt, aktuell ist es erbärmlich. Es tut mE schon richtig weh, mit anzusehen, was wir aus Ballgewinnen mittlerweile produzieren. Das beste, was bei unserem Umschaltspiel derzeit (meistens) herauskommt ist ein Übergang zum Standard-Positionsspiel. Und das bei einer Mannschaft, die wie gemacht für's schnelle Kontern ist.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • Ich weiß nicht, ich tue mir schwer, dieser Argumentation zu folgen.


    Dafür gibt's mehrere Gründe:
    1) Die Jungs sind Mitte/Ende 20. (jedenfalls viele davon). Da tue ich mir schwer damit, mir mentale Müdigkeit vorzustellen. Klar hängen die zwischendrin mal durch, ist doch völlig normal. Aber wenn's um was geht, dann glaube ich nicht daran, dass sie nicht wieder hochfahren können.


    2) Die physische Belastung unter Pep und Jupp ist nicht so sonderlich hoch. Beide verstanden es durchaus, den Spielern regelmäßg Rotationspausen zu geben. Und da wir in der letzten Saison und auch über weite Strecken dieser Saison vieles gewannen, ist mE auch die mentale Belastung nicht sonderlich hoch. Denn zumindest mal in der Liga war jeweils sehr früh klar, dass Niederlagen kein Beinbruch sein würden und selbst in der CL gab es genügend Gegner, gegen die man sich auch problemlos die ein oder andere Auszeit nehmen durfte (so wie damals unter Jupp gg Basel).


    3) Barca konnte diese Belastungen auch zumindest in den ersten 3 der 4 Jahre Pep durchhalten. Daher würde ich das unserer Truppe durchaus auch zugestehen.


    Deine Vermutungen wären alles für mich plausible Gründe für ein nicht so überragendes Liga-Jahr. Dafür, dass man einfach im "Alltag" ein wenig herunterfährt und vllt im Gefühl des Triple-Siegers auch ein wenig arrogant zu Werke geht.
    Aber in der Liga passte doch bis zur Meisterfeier fast alles. Ok, die Spiele waren in der RR keine Offenbarungen mehr, aber zumindest mal die defensive (und damit konzentrationsabhängige) Leistung hat doch oft gepasst.
    Die Leistungen der CL dagegen sind ziemlich überschaubar. Also gerade in dem Bereich, in dem ich mir am schwersten damit tue, Probleme auf mentale Müdigkeit, Einstellung usw. zu schieben.


    Ich befürchte eher, dass sich die paar taktischen Unzulänglichkeiten, die sich inzwischen in unser Systm eingeschlichen haben auf höherem Niveau einfach deutlicher bemerkbar machen. Viele Liga-Gegner haben doch nicht mal das Niveau von ManUtd und haben einfach keine IV, die 160/180 Minuten lang jedes Kopfballduell gegen Mandzukic gewinnen können.
    Oder jedesmal richtig zu Robben/Ribery verschieben.


    Ich hoffe natürlich, dass du recht hast. Und dass 2-3 weitere Neuzugänge einen Schub in den Kader bringen.
    Aber auch da bin ich inzwischen ziemlich skeptisch. Denn wenn ich "recht" haben sollte, dann wäre es weitaus sinnvoller, den Kader nicht zu sehr in Peps aktuell gewolltes Schema umzumodellieren, sondern eher ihn davon zu überzeugen, seine Taktik an die aktuell vorhandenen Gegebenheiten besser anzupassen und lieber basierend darauf noch den ein oder anderen Neuzugang auszusuchen


    Ansonsten könnte (ist natürlich alles Spekulation) man sehr schnell in die selbe Systemfalle tappen, in der Barca derzeit feststeckt und eine Mannschaft bekommen, die nur noch ein System spielen kann. Egal ob dieses System noch zeitgemäß ist oder nicht.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • @jarlaxle


    Kann erstmal nur kurz auf deinen (ersten) Beitrag eingehen:


    1) Selbst wenn man das Dortmundspiel dazu nimmt, haben wir zumindest eine ähnlich starke Anpassung ja in der Hinrunde gg. Dortmund gesehen. Da standen wir deutlich tiefer, haben viel mit langen Bällen gespielt und erst im Spiel dann auf unser "Standardspiel" gewechselt. Da war Pep durchaus zu entsprechenden - nennen wir es makrotaktischen ;-) - Anpassungen bereit. Man kann mit guten Gründen kritisieren, dass man gegen Real nicht etwas ähnliches gesehen hat. Nehmen wir aber die paar Szenen, in denen wir gg. Real mal etwas tiefer standen, konnte man z.B. auch gut sehen, dass sie eine ganze Reihe guter Fernschützen haben - Ronaldo, Modric, Alonso, di Maria etc. Wäre durchaus auch eine riskante Option geworden, zumal man dadurch wohl etwas mehr Standards in Strafraumnähe produziert hätte. Was uns dann letztlich im Rückspiel das Genick gebrochen hat. Das sind durchaus auch Stärken von Real, die neben der augenfälligen Konterstärke auch zu beachten sind.
    Da wird Pep wohl abgewägt haben, was er für besser verhinderbar hält und hat im Ergenbis daneben gelegen. Das kann man natürlich kritisieren, keine Frage. Ich gehe dennoch weiterhin davon aus, dass er aus dem Spiel die richtigen Lehren ziehen wird.


    2) Da gebe ich dir grundsätzlich recht - die Konter haben mir letztes Jahr wesentlich besser gefallen und ich würde sie dieses Jahr auch gerne vermehrt sehen, wenn sich denn mal die Gelegenheit dazu bietet. Wir haben das dieses Jahr vereinzelt sehr schön gesehen, dass es weiterhin ein probates Mittel sein kann - das eine Tor im Hinspiel gg. Dortmund oder gestern das 3:0 nur exemplarisch. Ich hab ähnlich wie du die Befürchtung, dass das in der Tat nicht gern gesehen ist. Ich hab dennoch ein bisschen die Hoffnung, dass das diese Saison noch daran scheitert, dass die Spieler sich zu sehr an Peps allgemeine Anforderungen halten wollen und das auch dann tun, wenn selbst Pep gerne ein schnelleres offensives Umschalten befürworten würde. Es gab da vor ein paar Spielen eine Szene, in der Robben lang geschickt wurde, den Ball aufnahm und ein paar Meter schnell dribbelte, sich dann nach links und rechts umsah und keiner hinterherkam, weil alle anderen augenfällig versuchten, ihre Positionen für ein etwaiges Gegenpressing zu besetzen. Robben brach dann relativ frustriert nach etwa 1/3 in der gegnerischen Hälfte den Konter ab und wartete auf den Rest der Mannschaft. Mein Eindruck war da - natürlich komplett subjektiv, ohne es belegen zu können - dass in der Szene für Pep ein Konter völlig ok gewesen wäre, viele aber verunsichert waren und darum lieber "auf Nummer Sicher" gehen wollten. Womit wir dann wieder bei dem von mir unter 3) angesprochenen Punkt wären - die fast schlafwandlerische Sicherheit, mit der unsere Spieler in der ersten Saisonhälfte noch geahnt haben, was in der jeweiligen Szene erforderlich ist, scheint irgendwie weg zu sein. Mentale Müdigkeit, mangelndes Selbstvertrauen auf Grund einiger Rückschläge, vielleicht auch Überforderung mit dem was Pep will. Ich weiß es nicht. Das kann durchaus auch mit der zuletzt etwas schwächer werdenden Sprache von Pep zu tun haben. Dann wäre es in der Tat etwas, was hoffentlich nächstes Jahr wieder besser wird.

    0

  • Ancelotti und Klopp in einem Atemzug und dann noch im Pep-Thread - das ist schon frech.....


    Du schwärmst immer noch von Dortmund vor der Winterpause - hatten wir schon einmal zum Thema.
    Miese Ergebnisse, miese Spiele (ja, mit einigen Verletzten) und du siehst hier taktische Brillanz von Jürgen Klopp....da kann ich dir nicht folgen.

    0

  • Klopp wird sogar dafür gelobt, dass er seine Taktik modifiziert hat. Dafür hat er nur (nett formuliert) gut ein Jahr gebraucht. Schon beeindruckend. Pep wird schon zerfetzt, wenn er innerhalb eines Monats nicht das System ändert und als halbblinder dargestellt, der nicht so genial ist wie Klopp.

    0