Pep Guardiola

  • "erfolgreich" waren gegen uns aber dieses Jahr eher Manschaften die durchaus mitgespielt haben und gepresst haben, wie Nürnberg, Stuttgart, Freiburg im Hinspiel oder Mainz. Allein mit Bus im Tor parken kommt man uns Gott sei dank momentan nicht mehr bei.

    Da kommt ihr nie drauf!

  • Ein Trainer der eher defensiv denkt, der wird auch defensiv gegen uns auflaufen. Angriffstrainer wie Guardiola oder Rod Steward aus Nürnberg suchen ihr Heil in der Offensive.


    Gegen uns fuhr Nürnberg ganz gut damit, gegen Dortmund haben sie Chancen am Fliessband zugelassen. Da könnte man auch sagen sie hätten doch aus einer kontrollierten Defensive kommen und ihr Spiel umstellen müssen. Haben sie aber nicht. Ein Trainer wird immer so aufstellen wie er sich am wohlsten fühlt. Geht ein Experiment in die Hose, dann gegen uns richtig und das Medienecho vertrag erst mal.


    Die Aufstellung von Schalke war so schlecht nicht. 3 6er, schnelle Flügelspieler, ein Strafraumstürmer. Nur haben wir den Schalkern nie den Zugriff zum Ball erlaubt und durch unser fluides System fortwährend für Verwirrung gesorgt.


    So schauts aus.

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  • Das kann man aber auch netter ausdrücken - solch ein Umgangston sollte hier nicht salonfähig werden!


    Viele Beiträge von jarlaxle sind auch sehr lesenswert!


    Die "ja, aber der Gegner hat uns über 60 Min. taktisch dominiert" Beiträge sind jedoch in der Tat manchmal nur schwer zu verdauen. Aber auch hier gilt das Recht auf freie Meinungsäußerung!

  • Ja, weil wir in Nürnberg oder auch in Stuttgart nicht mit der gleichen Konzentration, Wucht und Laufbereitschaft ins Spiel gefunden haben wie z.B. am Samstag oder auch in der Hinrunde in Leverkusen oder Manchester. Mit der Spielweise von Samstag hätten wir auch in Nürnberg oder Stuttgart deutlicher gewonnen bzw. anfangs keine Torchancen des Gegners zugelassen.

  • Habe ich bereits relativiert.


    Das ist zum grossen Teil Jammern um des Jammerns willen. Zu Beginn der Saison hat er Untergangsszenarien in allen Farben gemalt und uns einen Gegentorerekord prophezeit. Sukzessive gingen ihm die Kriegsschsuplätze aus und jetzt sind fehlendes Umschaltspiel a la Dortmund und Nörgelei sein Steckenpferd.


    Das hat was von Simply, der einen Robben kritisiert, auch wenn er drei Tore schiesst.

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  • Es gab mal ein Zitat von van Bommel nach dem 0:4 gegen Barca, auf die Frage warum sie den nicht in die Zweikämpfe gingen. Van Bommel antwortete, weil man gar nicht in die Zweikämpfe kommen konnte, weil da der Ball schon wieder weg war. So ergeht es vielen Gegner momentan gegen uns

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  • Grundsätzlich ist das durchaus richtig.
    Aber genau wie damals kann man es dann aber selbst trotz der hervorragenden Leistung der Gegner (also in dem Fall uns) und trotz teilweise extremer individueller Unterlegenheit einfach besser machen.


    Die Spielverlagerung hat zum Schalke-Spiel mE ziemlich genau das gesagt, was ich auch sage: Man kann eigentlich individuell kaum einem Schalker einen Vorwurf machen weil sie es mannschaftstaktisch einfach völlig in den Sand gesetzt haben. Mit der Taktik war ein Erfolg gegen uns in dieser Form/Spielweise/Klasse einfach völlig unmöglich.


    Genau deshalb kann eben für mich in so einem Fall kein Granatenspiel entstehen, weil dazu einfach eine gewisse Schwierigkeit bei der Aufgabe gehört. Ich kann ja auch nicht von einem Granatenspiel sprechen, wenn man in der ersten Pokalrunde Borussia Banana mit 33:0 nach Hause schickt. Und viel mehr Gegenwehr war das von Schalke in den ersten 40 Minuten eben nicht.


    Sieht man das Ganze ausschließlich auf unsere Leistung bezogen, dann war das alles natürlich ein hervorragendes Spiel. Denn besser kann man das zumindest 40 Minuten lang nicht machen und für das Gang herausnehmen danach sollte bei einem 4:0 auch jeder Verständnis haben.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • Man kann so anfangen wie Arsenal, Nürnberg oder der BVB im CL-Finale, aber das hält man halt nur 15/20 Min. durch. Wenn man in dieser Phase kein Tor erzielt, baut man körperlich enorm ab und ist eine leichte Beute für uns. Und selbst wenn man mit 1:0 in Führung geht, der Kraftverlust ist so enorm, dass man diesen Vorsprung kaum halten kann. Wir haben einfach eine Perfektion erreicht, die man nur schwer besiegen kann. Höchste Passsicherheit im Mittelfeld, optimale Raumaufteilung, überragendes Gegenpressing, dazu noch ein Kader, der seinesgleichen sucht. Pep hat es geschafft, dass kein Bruch einsetzt, wenn rotiert wird, weil alle die Automatismen verinnerlicht haben. Das finde ich faszinierend, ganz große Trainerkunst.


    Wichtig ist, dass die Spannung weiter hochgehalten wird, denn die Meisterschaft ist durch. In der CL dürfen auch nicht mal 1-2 Gänge herausgenommen werden, weil man den Gegner vermeintlich im Griff hat. Aber hier wird Pep schon ansetzen.

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  • und dennoch müssen einfach legenden gestrickt werden...


    hatte am we wieder ein tolles gespräch über unser spiel gegen schalke...
    da war natürlich allen mal wieder klar, dass schalke in halbzeit 1 nichts gemacht hat und in halbzeit 2 WESENTLICH besser im spiel war... da hatten sie uns dann eben auch im griff...


    nun ja... die tatsache, dass wir auch nicht immer unsere volle ps über 90 minuten "ausfahren", wurde einfach mal wieder konsequent ignoriert...


    nein, wir haben in halbzeit 2 genauso gespielt, wie in der ersten und im grunde spielen wir ohnehin IMMER ein und dasselbe niveau über 90 minuten gegen jeden, aber als schalke ( die, wie alle anderen bulimannschaften, außer uns natürlich, unkonstant sind über 90 minuten, vor allem gegen uns natürlich ) dann mal im spiel war, war´s ja schon quasi augenhöhe...


    ich schaue mir jetzt seit über 2 jahrzehnten unsere spiele an und ich behaupte einfach mal, dass ich durchaus erkennen kann, wann unsere spieler den gang rausnehmen und das haben sie fast immer gemacht, seit ich denken kann...


    aber hey... man muss es wohl akzeptieren... würde der gegner sich nicht wieder vor angst auf den rücken legen und endlich mal konstant fußball spielen, bräuchten wir nicht mehr auf den platz, weil wir dann alle spiele verlieren würden...

    -> Becks84 ( TM ) - USER, BAYER, LEGENDE! <-

  • Ein gutes Beispiel war doch das 3:0, als Alaba die wunderschöne Flanke auf Mandzu schlagen konnte. Da nörgelte Effe sofort rum, dass Höwedes ihn doch einfach angreifen müsse und nicht zum Flanken kommen lassen könne. Davon, dass wir aber einfach schnell und präzise gespielt haben und außen auch deshalb soviel Platz war in der Szene, weil Schalke die Mitte zumachen musste, war keine Rede. Alles ist immer nur auf die Schwäche des Gegners zurückzuführen. Ja, wenn nur der Gegner seinen Job machen würde, wäre die Welt in Ordnung. Und all unsere Spiele würden dann 0:0 ausgehen...

  • Hat sich Effenberg da nicht erstmal vor allem über das Defensivverhalten von Farfan aufgeregt? Da war er richtig sauer...


    Im Grunde können die da im Fernsehen dann aber auch quatschen, was sie wollen. Die müssen unsere Leistungen ja fast schon relativieren, um dem neutralen (also anti-FCB-eingestellten) Betrachter die Hoffnung, dass gegen uns was zu holen ist, nicht komplett zu nehmen.
    Ganz nach dem Motto: Wenn da mal ein Verein kommt, der über 90 Minuten alles auspackt, dann wird der FCB ganz sicher auch mal verlieren...blöd nur, dass wir im Moment auf wirklich alles eine Antwort haben, die oftmals sogar wirklich eindrucksvoll ausfällt.
    Traurig finde ich nur, wenn diese Relativierung immer noch und bei dem derzeitigen Erfolg vielleicht sogar verstärkt aus den eigenen Reihen kommt. Wenn immer wieder dieses fast schon obligatorische "aber, der Gegner" kommt, statt einfach mal den Moment zu genießen und freudestrahlend, teilweise ehrfürchtig ob dieser unglaublichen Monstermannschaft des FCB da zu stehen und zu sagen: Meine Fesse, ist das geil, dass ich diese Phase miterleben darf.
    Aber gut, irgendwas ist ja immer...manche motzen auch noch, wenn sie mit 17 Frauen im Bett liegen, dass keine Rothaarige dabei war...

  • Unsere aktuelle Stärke ist schon enorm, darüber bestehen grundsätzlich kaum Zweifel. Dass das noch stärker zum Ausdruck kommt, wenn der Gegner - wie Schalke am Samstag - suboptimal spielt, ist auch klar. Die Frage, ob wir wirklich schlagbar sind, wenn wir unsere (optimale) Leistung abrufen, ist die große Frage. Ich hab vor einigen Tagen (im Taktik-Thread) mal Links zu Analysen der Veränderungen unter Pep eingestellt. Auf Abseits.at hat Rene Maric - der Hauptautor von Spielverlagerung für FCB-Spiele dazu nen Artikel geschrieben. Ich zitiere hierzu mal Auszüge aus dem Artikel:


    "Bekanntlich hat jede Mannschaft ihre Schwächen, sogar die Bayern. Wobei bei ihnen die Schwächen so klein sind, dass sie bei manchen Mannschaften wohl sogar noch überdurchschnittlich wären. Bei ihnen sind diese Schwächen auch sehr punktuell und äußern sich nur in einzelnen, schwer isolierbaren Aspekten. Das Schwierige ist es jedoch diese Schwächen miteinander zu verbinden, um ordentliche Spielzüge oder erfolgreiches Pressing zu fahren, ohne währenddessen unterbrochen zu werden bzw., banal gesagt, um nicht in mit einer der Stärken der Bayern zu geraten und in deren Balleroberungs- oder Ballzirkulationsstrudel zu geraten...


    ...Im Rahmen der Möglichkeiten der meisten Mannschaften und im aktuellen Fußballkontext ist das System aber zurzeit wirklich nahezu unschlagbar. Ein Punkt ist die Taktik, ein Punkt ist die individuelle Stärke inklusive Kaderbreite auf hohem Niveau und ein anderer Punkt ist Guardiola, welcher im Spiel auf taktische oder personelle Probleme reagieren kann und dies hervorragend tut. Es müssen schon Guardiola und das Team gleichzeitig ausfallen bei starker gegnerischer Tagesform, um einen Sieg einplanen zu können."


    Und mE trifft es das schon sehr genau zur Zeit. Pep ist unglaublich clever, mit genügend Vorlauf (und dank unserem Kader dem richtigen Spielermaterial) hat er die richtige Antwort auf (fast) jede Taktik. Ich finde das Spiel von Samstag auch ein wenig bezeichnend im Vergleich zu den Spielen der letzten Wochen. Wir hatten mal wieder eine Woche Zeit, uns vernünftig auf den Gegner vorzubeereiten und der hat kein "überraschendes" Konzept gespielt. Dann hast du gegen uns derzeit einfach keine Chance.
    Selbst, wenn wir zu Beginn mal nicht die richtigen Anworten haben, findet entweder Pep sie, oder die Mannschaft selbst.
    (Richtige) Schwierigkeiten kriegen wir eigentlich nur, wenn der Gegner extrem überdreht (Arsenal/Nürnberg), was aber fast notwendigerweise einen Niveauabfall in der 2. Halbzeit nach sich zieht, oder wenn wir nicht unser Niveau abrufen können (etwa Stuttgart). Solange unsere Spieler die richtige Einstellung zum Spiel haben, wird es für jeden Gegner einfach extrem schwer, weil unser Kader für alles Antworten parat hat und wir einen Trainer haben, der diese Antworten finden und umsetzen kann.

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  • Den Rest unterschreibe ich. Hier muss ich aber anmerken, dass "interessanter" wäre, mal die Reaktion bzw die Spielweise von uns zu sehen, wenn die Gegner wie Nürnberg, Arsenal, aber auch Stuttgart und Dortmund auch mal in ihren Drangphasen treffen. Was wäre, wenn Dortmund oder Arsenal in Führung gehen - vllt. sogar mit 2:0? Dann wären sie auch beflügelt.


    Bisher habe ich eben "nur" diese Schwäche - vor allem in den ersten 15-35 Minuten - ausmachen können. Diese Phasen sind brandgefährlich für uns.


    Gegen Real und Barca dürfte man das in der Form nicht zulassen. Wenn ich die Maschinen wie Ronaldo, Bale oder Messi vorm Tor sehe, dann kann auch Neuer nicht immer so bravourös helfen.

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  • Sicherlich wird es schwer, wieder zurück zu kommen, wenn man erstmal 1:0 oder 2:0 hinten liegt. Liegt in der Natur der Sache. Aber selbst dann ist unser System das denkbar geeignetste, um zurückz zu kommen.
    Das Bemerkenswerte ist doch aber bisher auch, dass außer Dortmund im Supercup und Chelsea im europäischen Supercup eigentlich keiner seine Sturm- und Drangphase anfangs ausnutzen konnte. Mainz und Stuttgart noch, die danach aber merklich eingebrochen sind bzw. durch Taktikänderungen einfach bezwungen werden konnten.


    Und da kommt mE auch ein wenig der typische Charakter der Aufstellungen gegen uns zum tragen. Spielen die Gegner mit einem 4-5-1 oder 4-4-1-1 sehr kompakt, haben sie oftmals nicht die Möglichkeiten (Anspielstationen im Offensivspiel, mitaufgerückte Spieler), genug Spieler vor unser Tor zu kriegen, um richtig klare Chancen zu erspielen. Meist (oder oft) sind das so "abgedrängte" Halbchancen, bei denen Neuer den Winkel leicht verkürzen kann oder Schüsse vom 16er. Es sind fast nie diese klassichen Großchancen, bei denen ein Ball von einem Spieler im 16er zurückgelegt wird und dann ein freistehender Spieler aus wenigen Metern quasi frei vorm Tor schießen kann. Dann ist idR immer noch einer unserer Mitspieler da zum stören. Der Gegner schafft es so gut wie nie Überzahl vor unserem Tor zu erzeugen oder so schnell zu spielen, dass die Unterzahl wegen unserer Unordnung ausgenutzt werden kann. Das defensiv stabile System gegen uns führt fast zwangsläufig zu offensiven Problemen.
    Wollen die Gegner dem entgegenwirken müssen sie eben extrem mit allen Mannschaftsteilen verschieben. Klar kann man versuchen, uns so zu überrennen. Aber das Ergebnis war bisher nur, dass der Gegner trotzdem das Tor nicht getroffen hat und in der 2. Halbzeit müde wurde. Fahre ich diese Schiene, muss ich mir sehr sicher sein, dass ich treffe. Und welche Mannschaft kann das? Zumal sie damit defensive Lücken lassen würden, die unsere schnellen Spitzen ausnutzen können. Mit der Rückkehr von Schweinsteiger werden wir dann 5 Spieler haben (Schweinsteiger, Kroos, Thiago, Boateng und Dante), die solch einen weitaufgerückten Gegner mit punktgenauen Pässen vor massive Problem stellen können.
    Zumal ich denke, dass Pep aus dem europäischen Supercup gelernt haben dürfte. Ich denke, gegen Mannschaften die ein schnelles Umschaltspiel (Real) oder eine sehr kompakte Defensive (Chelsea) spielen können, werden wir nicht so offen spielen, wie gegen andere Teams.


    Real dürfte zudem ein ganz massives Problem gegen uns bekommen: dass wir besser als vielleicht irgendein anderes Team sonst in der Lage sind, bestimmte Seiten zu überladen und freie Halbräume zu bespielen. Und von denen gibt es gerade hinter Ronaldo extrem viele.
    Hinzu kommt, dass ihnen ihr wohl defensivstärkster ZM mit Khedira derzeit fehlt - Illaramendi könnte das wohl auch, wenn man von dem Gezeigten während der U21-EM ausgeht, aber der scheint nicht unbedingt zur ersten Elf zu gehören. Zudem sind wir auch wie kaum ein anderes Team in der Lage, ein gegnerisches ZM vom Spielaufbau abzuhalten. Und da Real nicht die stärksten Aufbauspieler in der Abwehr hat, dürfte das ebenfalls problematisch für sie sein.

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  • Real hat gegen uns zudem ein psychologisches Problem. Wir sind ihr Angstgegner und Pep ist obendrein ihr Angstrainer. Wenn ich mir die Ergebnisse so ansehe, die er mit Barca gegen Real erzielt hat, würde es mich nicht einmal wundern, wenn wir die Königlichen aus dem Stadion schießen.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • SPOX: Es fällt auf, dass Pep Guardiola in solchen Fällen teilweise schon fünf Sekunden nach Anpfiff erste Anweisungen an einzelne Spieler gibt.


    Müller: Unser Trainer beobachtet sehr gut und reagiert schnell auf Veränderungen. Wenn sich zum Beispiel der Gegner anders verhält, als er vor dem Spiel gedacht oder geplant hat. Und entsprechend versucht er dann, auch verhältnismäßig früh Dinge zu korrigieren und die Mannschaft zu verändern. In fast jedem Spiel haben wir nach zehn Minuten irgendeine Umstellung, dass zwei Spieler die Position tauschen, weil der Trainer in dem Moment denkt, dass das besser passt. Er ist kein Trainer, der vor dem Spiel elf Namen hinschreibt und nach dem Spiel die Pressekonferenz gibt, sondern er versucht ständig aufs Spiel Einfluss zu nehmen, indem er taktisch etwas verändert. Das ist bewundernswert.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Alles das - inklusive des Lobs für Pep - sehe ich ja ganz genauso.


    Nur du schreibst ja selbst, WENN man kein Tor erzielt. Sprich da ist wenigstens eine Option dabei, Erfolg - auch wenn's in den meisten Fällen vermutlich nur ein psychologischer und kein punktemäßiger würde - zu haben.


    So wie Schalke aber auftrat, muss einem mE völlig klar sein, wie das aktuell ausgeht. Gerade wegen der ganzen richtigen Dinge, die Pep gemacht hat und natürlich auch wegen der immensen individuellen Qualität, die unser Kader inzwischen hat.
    Für mich bleibt es einfach ein absolutes Rätsel, wieso sich Schalke so präsentiert hat.
    Gerade angesichts der Tatsache, dass wir bald schwierigere und wichtigere Spiele haben und dass eh jeder mit einer weiteren Schlappe für sie gerechnet hat, müsste doch eigentlich eine: "Scheißegal, wir gehen drauf und probieren wenigstens was"-Stimmung einsetzen.
    Aber nööö, sie legen sich hin und warten darauf, so richtig schön durchge....schüttelt zu werden. Mehrfach.
    Kann ich einfach nicht nachvollziehen.


    Aber egal, mir soll's recht sein, wäre halt mE nur schön gewesen, in so einem Spiel ein wenig mehr gefordert zu werden als in einem Trainingsspiel. Aber da ist vermutlich jedes 5:2 im Training anspruchsvoller als dieses Schalke auseinanderzunehmen...

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  • Ich verstehe nicht, wieso man das immer wieder heraushört.


    Ich frage mich, ob du (und sehr viele andere) ganz bewusst nur die Kritik (in dem Fall sogar die am Gegner) hören und die ganzen Lobeshymnen auf uns unbewusst ignorieren. Oder ob "ihr" die einfach nicht wahrnehmt, weil das ja eh selbstverständlich ist.


    In jedem einzelnen Spiel, das ich in dieser Saison von uns gesehen habe (und es waren fast alle) hat der Reporter uns über den grünen Klee gelobt. Hat ständig herausgestellt, welch überragenden Fußball wir spielen, wie technisch anspruchsvoll das Ganze ist, wie viel Guardiola richtig macht usw. usf.
    Das Gleiche gibt es von fast jedem einzelnen Experten zu hören.
    Natürlich nicht ständig, aber es wäre ja auch irgendwie langweilig, immer wieder das Selbe zu hören, oder etwa nicht?
    Dennoch wirst du von jedem, der sich mit Fußball beschäftigt und nicht völlig panne in der Birne ist, irgendwann mal die Wertschätzung ggü unserem aktuellen Team gehört haben.


    Aber wehe, einer wie Strunz zB mahnt mal an, dass man so wie Schalke nicht gegen uns zu spielen braucht (übrigens eine Einschätzung, die auch eine gehörige Portion an Wertschätzung beinhaltet, wenn eine bestimmte Taktik - die gegen viele Gegner wirksam ist - gegen uns von vorneherein als Mist deklariert wird). Dann ist er natürlich gleich ein Bayernhasser.
    Genau wie - wenn man die Kommentare hier liest - 80-90% aller Journalisten und 100% der Sky-Kommentatoren.


    Wenn man sich angesehen hat, wie Schalke gegen uns gespielt hat, dann war das eben schlicht und ergreifend lächerlich. Den Freiraum, den Alaba hatte, hatte er nicht, weil wir besonders viel richtig machen. Das war eine ganz normale Ballstaffette ohne besondere Aktionen unsererseits. Diese Besonderheiten haben wir auch drauf, das ist ja das tolle an Pep und unserer Mannschaft, aber das war gegen dieses Schalke überhaupt nicht vonnöten. Ein längerer Querpass, eine Flanke fast aus dem Stand und ohne jeglichen Druck und einen völlig freistehenden Kopfball.
    Das sind Aktionen, die man nunmal wirklich nicht besonders wertschätzen muss. Weil sie für Spieler mit ein wenig Qualität einfach nur simpel sind.


    Sondern da muss man als Kommentator und/oder Experte einfach hinterfragen, wieso die Spieler so viel Freiraum hatten.
    Genau deshalb haben sich Effe und Co bei der Szene nur am Rande mit uns beschäftigt. Sondern eben mit dem groben Fehlverhalten der gesamten Schalker Defensivabteilung.
    Was übrigens völlig normal ist. Die Anzahl der Tore nach denen starke Leistungen der Torschützen im Vordergrund stehen, ist sehr deutlich in der Unterzahl. Meistens wird mal zuallererst der Fehler der Defensive gesucht, bevor die starke Leistung der Offensive honoriert wird. Aber nur bei uns ist das natürlich Ausdruck des allgegenwärtigen Bayernhasses...

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  • Ich habe mich auf die generelle ''Überfalltaktik'' gegen uns bezogen und du hast gleich wieder das Beispiel mit Schalke gebracht.


    Es behauptet doch niemand, dass Schalke besonders selbstbewusst und taktisch clever aufgetreten wäre, aber man doch einfach mal sagen, dass wir es auch überragend gespielt haben. Da fällt kein Zacken aus der Krone. Ich verstehe diese Diskussion schon wieder nicht.


    Eine Niederlage hätte es für Schalke sowieso gegeben. Als wir kurz zwei Gänge heruntergeschaltet haben, hatten sie auch zwei Chancen. Sprich, es lag an unserem Tempo, unserer Performance, damit waren sie total überfordert.

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