Pep Guardiola

  • memmy :
    Da möchte ich, auch wenn es nicht zum Thema gehört, doch glatt noch kurz widersprechen. Es liegt nicht an der Moderation. Die ist seit vielen vielen Jahren unverändert und hat früher sehr gut funktioniert. Es liegt viel mehr an einer neuen Generation von Usern, die weder mit der langen Leine umgehen können, noch die kleinste Pöbelei verkraften. Es ging hier früher teilweise schon noch härter zu, war aber in den meisten Fällen kein Problem. Ein Fußballforum halt. Nun gibt es hier immer mehr Leute, die zwar gerne mal provozieren (siehe gewisse Klinsmann/Guardiola-Vergleiche...), dann aber beim geringsten Hauch von Gegenwind anfangen zu heulen, als hätte man ihnen einen halben Hoden rosa lackiert...


    Ich weiß sowieso gar nicht, warum man nun anhand des Schmidtlein- oder des Bartlett-Interviews wieder krampfhaft irgendwelche Argumentationsketten pro/contra aufbauen muss. Beide haben nie wirklich mit Pep gearbeitet, beide beurteilen die aktuelle Situation aus der Ferne. Daraus nun irgendwas ableiten zu wollen, wird den aktuell verantwortlichen Personen, die die Problematik ja wohl durchaus erkannt haben und gegensteuern wollen, einfach nicht gerecht.

  • @coma


    Erstmal freut es mich, dass mein Beitrag nicht als Kritik an euch Mods, sondern an dem momentanen System aufgenommen wurde.
    Ich kenne die Problematik der fairen Moderation eines sehr aktiven Forums sehr gut, denn ich betätige mich selbst in einem, welches mit den Besuchen und der Anzahl der Beiträge mit diesem hier durchaus mithalten kann.


    Auch dort herrscht aufgrund des Umfeldes der meisten User ein kerniger Ton, der mitunter richtig hart werden kann. Wir Mods akzeptierten das sehr lange als gegebenen Umstand, was sehr schnell ausgenutzt wurde und bald in ständigen Zankereien mündete, die kaum noch einzudämmen waren.
    Wir entschlossen uns schlussendlich zu einem Cut, drehten das bis dahin Geschehene auf Null und wärmten keine alten Kamellen auf. Achteten aber viel mehr auf die Netiquette und auf unterschwellige Provokationen. Wurde etwas erkannt, gab es eine Verwarnung. Drei davon und der User durfte für drei Tage zugucken. Unbelehrbare wurden natürlich gebannt und erkannte Fake-Accounts umgehend gelöscht. Nach zwei Wochen war unser Forum nahezu komplett sauber.


    @eddi


    Natürlich hat sich das "Klientel" verändert. Der Respekt auf der Straße tendiert gen Null und die Anonymität des Internets verschärft das noch. Wirkliche Strafen im eigentlichen Sinne sind hier nicht zu erwarten und somit benehmen sich viele daneben.
    Aber so, wie entsprechende Instanzen auf der Straße darauf reagieren, muss das dann auch hier geschehen.


    Wir alten Hasen hier hatten uns alle irgendwann mal in der Wolle und sagten uns ordentlich die Meinung. Dann ging man sich ein paar Tage aus dem Weg und wenig später war alles vergessen.
    Aber dieses Gehabe hier mittlerweile erinnert mich ein bisschen an eine Kneipenschlägerei. Früher gab man sich Eine und dann war es vergessen. Heute wird vernichtet, getreten, gestochen, platt gemacht.
    Auch hier kann man einfach keine Ruhe geben.


    Und solange man diese Leute weiterhin mit Zuckerbrot füttert, statt die Peitsche mal auszupacken, wird es sich verschlimmern.

  • Schlagt mich, aber ich persönlich finde, dass das Thema Pöbeleien, etc. viel zu heiß diskutiert wird. Klar nervt es manchmal, wenn es nur noch um Persönliches geht und sich wieder und wieder hochschaukelt.


    Auch ich habe mich daran schon beteiligt, wenn ich grad entsprechend drauf war.


    Aber letztlich ist es doch immer die selbe Hand voll Leuten, die ihren Spaß vorwiegend daran hat, durch, ich sag mal, abwegige und gebetsmühlenartig vorgetragene Argumentation zum "gegen den Strom schwimmen" andere Leute auf die Palme zu bringen - und sich dann lauthals darüber zu beschweren, dass sie von der ominösen "Gruppe" solange attackiert werden, bis sie verschwinden.:D


    Damit sollte man umgehen können. Klar müssen die Mods eingreifen - insbesondere wenn hier einige ernsthaft jammernd geltend machen, beleidigt worden zu sein (was ich extrem lächerlich finde, aber wer es braucht...) - aber ich glaube, dass Ganze würde sich weniger hochschaukeln, wenn wir alle ein wenig entspannter wären und nicht aus jeder Entgleisung ein Drama machten.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Sicherlich hat jeder Mensch eine andere Reizschwelle - mal höher, andere niedriger.


    Und da bringe ich gerne wieder die Kneipe oder Disco ins Spiel.


    Dem Einen tritt man versehentlich auf die Füße, entschuldigt sich und nichts weiter passiert.
    Dem Anderen trittst du auf den Fuß und bekommst nicht mal mehr die Gelegenheit, dich zu entschuldigen, weil du gleich die Flasche im Gesicht hast.


    Solche Gäste will aber niemand in seiner Kneipe haben, und deshalb achtet die Security (Mods) auf solche Leute und sortiert sie aus, bevor sie extremen Schaden anrichten können.


    Ich für meinen Teil habe eine sehr hohe Reizschwelle und habe gelernt, Provokationen zu ignorieren, dem Beruf sei Dank. Das funktioniert hier auch sehr gut, aber nicht jeder Mensch ist so gepolt oder geschult.


    Stänkerer, Provokateure & Co. gehören aussortiert und seien die Botschaften auch noch so unterschwellig.

  • Also ich sehe das ähnlich wie morri. Wenn wir das ganze etwas entspannter angehen würden, wäre schon viel erreicht.


    Wenn einer pöbeln will, dann darf er das von mir aus. Der bekommt eine Antwort oder keine und damit hat sich das Ganze. Manchmal ist es sogar ganz lustig zu sehen, wie leicht man den einen oder anderen auf die Palme bringen kann.
    Ein User mit dem Nick a..........79 beherrscht die Technik aus dem effeff und ich verstehe nicht, warum immer die gleichen Leute darauf reinfallen.


    Ich denke die Mods machen das schon richtig und wenn dann ganze Seiten gelöscht wurden - who cares. Das Meiste wurde eh schon mal geschrieben und wird wohl noch einmal geschrieben werden.

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  • Danke für eure Beiträge zu diesem Thema, aber könnten wir diese Diskussion jetzt vielleicht im Feedback unter "Diskussionen zur Forumskultur" weiterführen? Hier geht's doch eigentlich um Pep. ;-)

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  • so schaut´s aus...


    sicherlich sollte man jetzt nicht arg aus der rolle fahren, aber den ein oder anderen spruch, muss man halt auch mal schlucken können...
    geil ist auch immer, wenn einige davon faseln, dass man sie "persönlich" beleidigt hätte...


    "persönlich" in einem fußballforum, wo jeder mitschreiben kann und mit einem phantasie-nick unterwegs ist... :D


    ganz ehrlich?... wenn mir da jemand "persönlich" wird, den lache ich aus... :)


    ps: yep sanna ... btt :8

    -> Becks84 ( TM ) - USER, BAYER, LEGENDE! <-

  • Vielleicht plant Pep mit Ulreich ja ein ähnliches Model wie bei Barca und Real? Kann mir aber nicht vorstellen, dass Neuer CL oder Ligaspiele abgibt. Vielleicht Pokal bis zum HF.

    Da kommt ihr nie drauf!

  • Hier widerspreche ich komplett, aber sachlich!
    :D
    Ich habe beide Interviews gelesen und fand die darin vorgestellten Zusammenhänge sehr interessant. Das Bartlett-Interview zeigt, dass eine enge Verzahnung mit der Sportphysiologie zu statistisch besseren Werten (Ist sowohl in Sachen BVB als auch Bayer Leverkusen zahlenmäßig belegt, was Bartletts Tätigkeit betrifft) in Sachen Fitness und - jetzt kommts! - Verletzungen führt.


    Nimmt man nun Schmidtleins Interview hinzu, dann ergibt sich ein deutlicher Interpretationsspielraum für die Causa Mull, der - und ich sage klar: AUS MEINER SICHT - darauf hindeutet, dass Pep hier ein Defizit ausgemacht hat. Sein Eingreifen hat also durchaus zum Wohl des Vereins geführt (...Umdenken; neues Physio- bzw. Medizinisches-Zentrum; Ärzteteam auf dem Gelände; kurze Entscheidungswege; bessere Kommunikation etc...) und nicht zu dessen Beschädigung.


    Für mich war diese Geschichte das einzige Fragezeichen bezüglich Pep. Und das halte ich - auch durch die beiden Interviews - für einigermaßen geklärt.

  • @mucki:
    Darauf ein ganz sachliches "Du bist doof!"...:D;-)


    Stimmt ja alles. Und natürlich halte ich die Argumentation auch für schlüssig. Ich wollte eigentlich darauf hinaus, dass diese ganze Ärzte-Geschichte für mich ein echtes Kuddelmuddel darstellt und ich es gern sähe, wenn man sich einfach auf die Fakten verlässt, die von den verantwortlichen Personen selbst vielleicht irgendwann klar gestellt werden. Ich finde es da einfach wenig hilfreich, wenn sich Personen äußern, die eben nicht unmittelbar beteiligt sind. Damit möchte ich die fachlichen Dinge, die beide gesagt haben, gar nicht in Frage stellen.

  • "Schuld" ist sicher zu hart. Mull hat gemacht was er immer gemacht hat und es ist wenig überraschend das sich jemand mit so einer Reputation, so viel Erfahrung und in diesem Alter nicht mehr reinreden lässt.


    Wenn man unbedingt jemandem die Schuld geben will, dann zweifellos der Vereinsführung, die es verpasst hat rechtzeitig den sanften Übergang einzuleiten und so diesen absehbaren Knall zu verhindern. Spätestens nach dem Drama mit Klinsmann (Rücktritt und Rückkehr) hätten da alle Alarmglocken läuten müssen, aber man hat ja lieber ausnahmslos alles was mit dem Namen Klinsmann zusammenhängt als Unsinn verteufelt.


    Mit etwas Abstand betrachtet war es wohl unvermeidlich das es mit dem ersten Trainer, der moderne Strukturen von anderen Vereinen gewohnt ist und hier einfordert, zum großen Krach kommt. Das hängt eher weniger direkt mit der Person Pep Guardiola zusammen.

  • Wir sind immer noch ein Fußballverein. Der Arzt ist keine Autoritätsperson für weitreichende Klubentscheidungen. Er ist kein strategischer Entscheidender. Er ist das wenn, dann nur in seinem ganz eigenen, sehr speziellen Bereich. Der Arzt hat keine Kompetenzen, die auf andere Bereiche als die Fitness der Spieler übergreifen. Der Arzt ist sehr einfach austauschbar.


    Pep, Sammer, Rummenigge und weitere Personen im Bereich der höchsten Vereinsverantwortung haben bemerkt, dass der FC Bayern medizinische Strukturen hat, die klar ersichtlich nichts, aber auch gar nichts mit 2015 zu tun haben, sondern total überholt und veraltet sind. Sie entscheiden natürlich zum Wohle des Vereins und nicht zum Wohle eines Arztes.

    FC Hollywood 2.0


    Est. 25.11.2016

  • ich finde die ganze Diskussion um MW mittlerweile, für total überflüssig.
    der FCB hat eine Entscheidung getroffen u. MW hat für sich eine Entscheidung getroffen.
    jetzt werden was die med. Versorgung angeht, neue Strukturen aufgebaut, die mMn zum wohle der spieler u. auch des vereins sind. mehr gibt es mMn dazu nicht mehr zu sagen.

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  • Das Kapitel MW ist abgeschlossen. Ich dachte ursprünglich, dass MW deswegen zurückgetreten sein könnte, weil es eine Szene beim Porto Spiel gab, bei der Pep anscheinend sarkastisch in seine Richtung geklatscht hatte. Das hatte sich aber im Nachhinein als falsch herausgestellt, MW saß auf der anderen Seite der Bank. Was da so noch hinter den Kulissen vorgefallen ist, weißt keiner, und Stand jetzt kann man Pep und dem Vorstand wirklich überhaupt keinen Vorwurf machen, dass MW gegangen ist mMn. Wenn man ehrlich ist, hatten wir dieses Jahr auch eine ungewöhnlich hohe Verletzungsquote und dafür ist die medizinische Abteilung sicherlich mitverantwortlich, obwohl MW bei uns jahrelang hervorragende Arbeit geleistet hatte.

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  • Meiner Meinung nach, ist es eine wesentliche Frage, ob in unseren Breiten, unseren klimatischen Verhältnissen die neue Spielweise nur dann wie jetzt aufrechterhalten werden kann, wenn jeder große Verein eine riesige medizinische Abteilung im Hintergrund aufbaut und hält. Die vielen Verletzten gab es ja nicht nur bei Bayern.
    Nach jedem Spiel und jedem Training jeder Spieler in die zuvor richtig diagnostizierte Tonne? Eis oder Hitze?
    Wir werden nicht an der Erkenntnis vorbei kommen, dass es ein Unterschied ist, ob in Spanien, Portugal oder Italien gespielt wird, oder in unseren kälteren Regionen, was die Gefahr von schwereren Verletzungen betrifft.
    Wo bleibt der Sport, wenn bei jedem Zwischenfall eine ganze Notfallstation parat stehen muß?
    Dass die spanischen Topvereine zwar alles haben und es dennoch auf Kosten der Steuerzahler im eigenen Land finanzieren, werfe ich auch noch in die Waagschale.
    Dass es dennoch blöd ist, weil wir dem nicht entkommen, wie es scheint, will ich nicht verschweigen.:(:(:(

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  • Und England? Gibt es dort viele Verletzte?


    Bzgl. Italien wäre mir jedenfalls nicht bekannt, dass sie weniger Verletzte hätten. Und das deutet einfach darauf hin, dass es mehr mit der medizinischen Abteilung als mit sonst etwas zu tun hat. In Italien ist ja auch ansonsten körperlich weniger Belastung.

    FC Hollywood 2.0


    Est. 25.11.2016

  • Gestern war die FCB-Busfahrerin Sarah König beim Lanz und hat erzählt, dass man seit einem Jahr mit einer Ernährungsberaterin zusammenarbeitet. Hätte da gedacht, dass es das hier schon viel länger gibt! So gerfolgreich die Strukturen hier auch in der Vergangenheit waren, scheinen sie doch auch arg alt und verkrustet gewesen zu sein! Höchste Zeit das alles auf den aktuellsten Stand zu bringen!

    Ich kann alles! Ich kann aber auch alles nicht! - Thomas Müller