Neues Trainer Team: Fakten und Gerüchte

  • Es ist ja sehr schwierig, über 'Sympathie' zu streiten. Das ist eine Emotionsebene, die kann man nicht erklären oder verteidigen; man kan sie aber ehrlicherweise auch nicht kritisieren.
    Man kann sich wundern, wenn man das, was man an einem Menschen sieht und hört, für sich selber sehr unangenehm bewertet - wie kann ein anderer den sympathisch finden. Das bleibt ein Rästel.
    Aber sich das gegenseitig sagen kann man schon.


    Und das wolllte ich tun.
    Als JK - Trainer in Mainz - als Fernsehexperte aufrat, fand ich das sehr positiv und frisch.
    Da war er selbst aber auch sachlich und emotional unbeteiligt, distanziert.


    Verhaltensweisen erkennt man am besten in schwierigen Phasen, bei Niederlagen.
    Als Trainer in Dortmund - nach den grandiosen Erfolgen - hat er das erleben müssen.
    Und seinen Umgang damit fand ich unglaublich schwach.
    Es bekam dann auch ausgesprochen unangenehme, für mich: unsympathische Züge.


    Niederlagen konnte er nicht annehmen; er stellte eine irreale Schuldfrage.
    Dann war es der SR oder das Geld der Bayern oder was auch immer.
    Mit seinem widerlichen Chinesenspruch bewertete er sich selbst als den Erfinder eines völlig neuen Spielsystems, das andere nun boshafterweise mit mehr Geld kopieren.
    Da fing es an, pathologisch zu werden.


    Ich mag solches Verhalten nicht und wünsche mir im Blick auf einen Trainer des FCB niemals solches Verhalten. Ich will ihn nie bei uns erleben müssen (und dies war auch mein Hauptgrund gegen TT, der sich das irgendwann auch zu eigen machte - ich meine: unsouveränen Umgang mit Niederlagen!)


    Vielleicht bin ich verwöhnt: aber den Umgang von Pep mit Niederlagen fand ich immer vorbildlich und souverän. Das hat Stärke und Größe - in der Niederlage.
    Aber den kriegen wir ja leider nicht mehr wieder!

    0

  • @blacky1958 Wenn jemand den Charakter eines Mannes anpreist, der sich so über unseren Verein ausgelassen hat, darf man das sehr wohl kritisieren. Zumindest wenn diese Person auch noch behauptet Fan von unserem Verein zu sein.

  • Falls du mich meinst - ich habe nicht ein Wort zu seinem Charakter verloren. Dazu habe ich mich auch nicht mal ansatzweise intensiv genug mit Klopp beschäftigt.


    Er ist mir - wie vielen - sympathisch. Punkt.

    Uli. Hass weg!

  • Falls du mich meinst - ich habe nicht ein Wort zu seinem Charakter verloren. Dazu habe ich mich auch nicht mal ansatzweise intensiv genug mit Klopp beschäftigt.


    Er ist mir - wie vielen - sympathisch. Punkt.

    Müssen wir es jetzt wirklich auf die Goldwaage legen ob du seinen Charakter magst oder ihn sympathisch findest?


    Selbst wenn ich mich da falsch ausgedrückt habe, kommt es aufs selbe raus.

  • Scheint für dich ja kein Unterschied zu machen.


    Aber es ist, wie @blacky1958 schreibt. Ob man jemand sympathisch findet oder nicht, ist unwillkürlich.


    Allgemein wird Klopp wohl als sympathisch empfunden. Frage mal in der Werbebranche nach!


    Aber ob das nun alles Fassade ist- wer weiß? Meine Hand würde ich für ihn nicht ins Feuer legen.

    Uli. Hass weg!

  • und wieder will einer hier dem simply den Forumskasper Titel streitig machen :thumbsup:

    Die Forumskasperwahl wird nochmal richtig spannend :D


    Übrigens finde ich Jupp sympathisch - und jetzt kommt's: Ganz bewusst! Pep Guardiola auch! Total bewusst! Und Klopp ist ein Anti-Bayern-Prolet und deshalb ganz bewusst sowas von unsympathisch!

    FC Hollywood 2.0


    Est. 25.11.2016

  • Auch wnen ich positiv zitiert wurde: dazu muss ich was sagen:
    1. Sympathie ist genau das Gegenteil, nämlich 'willkürlich'; dafür gibts nicht wirklich sachliche Gründe, das ist eine Sache der Empfindung.
    2. 'Allgemeine' Sympathie ist für mich ohne Aussage, das interessiert mich gerade nicht. Allgemein sind auch Helene Fischer oder Mario Barth beliebt und nach irgendwelchen Untersuchungen der BVB. Das ist ziemlicher Kokolores.
    3. Die Werbebranche interessiert mich schon mal vorneweg Null. Ich mag ihn trotz (oder wegen?) Opel nicht.

    0

  • Verhaltensweisen erkennt man am besten in schwierigen Phasen, bei Niederlagen.
    Als Trainer in Dortmund - nach den grandiosen Erfolgen - hat er das erleben müssen.
    Und seinen Umgang damit fand ich unglaublich schwach.
    Es bekam dann auch ausgesprochen unangenehme, für mich: unsympathische Züge.

    der hat sich aber auch bereits im erfolgsfall oft genug unsportlich und unsympathisch verhalten.
    z.b. nach dem pokalhalbfinale gegen greuter fürth. um mal nur ein beispiel zu nennen, das mir sofort einfällt.


    das kamel ist einfach ein charakterloser wiederwärtiger vollprolet.
    meine sympathiewerte sind bei ihn in etwa gleich hoch wie für den nudeligen 3fach cl-sieger.

    Boah, die Dortmunder, leck mich am Arsch!“ Das Kamel

  • @blacky1958


    Für Empfindungen gibt es sachliche Gründe, ist auch kein Hokus-Pokus. Aber lassen wir das. Für mich steht fest, dass man alleine schon wegen Klopps Verhalten gegenüber dem FC Bayern als Bayernfan gar nicht mögen kann. Da lügt man sich einfach selbst an, wenn man einerseits zum FC Bayern steht, andererseits so einen Bayerngegner als sympathische Person empfindet. Seine Taten machen ihn nun mal unsympathisch.


    Davon ab zeugt es meiner Meinung nach auch von einer besonders einfachen Art von Charakter, vom FC Bayern unabhängig auch das sonstige Verhalten des Kamels gut zu finden. Manche Dinge wurden ja hier angesprochen.


    Dein Mario Barth Vergleich passt da recht gut. Beliebtheit bedeutet ja nicht, dass etwas gut ist. Der trifft den kleinsten gemeinsamen Nenner in einem Bereich und ist dann eben damit erfolgreich. Die Dinge, die Klopp in den Augen mancher sympathisch machen, sind sehr oberflächliche, sehr einfache Dinge. Dazu kommt, dass eindeutig negative Dinge wie Verhalten nach Siegen ignoriert oder verdreht werden, um das Bild nicht zu zerstören. Es kann ja nicht sein, was nicht sein darf. "Der redet so ausm Bauch der sagt wies is" - Nein, der sagt nicht wie es ist, sondern der Mann hat einfach nur keinen Filter. Es gibt ganz andere Leute aus ganz anderen Bereichen, die ebenfalls mit Einfachheit Leute überzeugen, wie die genannten Barth und Co.


    Im Kern funktioniert das bei Trump auch nicht so anders. Der sagt auch nicht wie es ist, sondern das, was die laute Meute möchte, gibt einfache Antworten. Und Klopp ist auch so ein 0815-Typ, bei dem kommt eben das oberflächlichste Zeug raus, wirkt dabei so schön emotional und leidenschaftlich. Das kommt bei vielen Leuten an.


    Und da reden wir nicht mal über den FC Bayern, für den er wegen der direkten Kommentare einfach untragbar ist. Es ist aber zu befürchten, dass er eines Tages trotzdem hier landet, denn auch der einfach gestrickte Uli fährt genau auf solche Typen einfach ab und viele Fans auch. Man ignoriert das Schlimmste, um dieses oberflächliche, angeblich so geile an diesem Typen zu sehen. Und man ist auch immer noch neidisch auf das endgeile Echte-Liebe-Projekt da drüben. Und man glaubt insgeheim wohl selbst als Bayernfan nach jahrelanger BVB-Werbung in allen Medien und jahrzehntelangem FCB-Gehasse an diesen tollen Klopp, mit dem man sich ein neues Sommermärchen holen könnte. Feuchte Träume einfach gestrickter Fans.

    FC Hollywood 2.0


    Est. 25.11.2016

  • Es gibt diese Sendung im Aktuellen Sportstudio, in der Uli und Jupp mit Daum konfrontiert wurden, der damals medial ziemlichen Stunk machte, Jupp Schlaftablette nannte usw., bewusst unter der Gürtellinie. Im folgenden Spiel hat Köln dann einen von uns drüber gebraten gekriegt und die Meisterschaft verloren.


    Klopp erinnert mich oft an den Daum aus diesen Jahren. Laut und frech, und wenn's sein muss auch mal ein Witz auf Kosten anderer Leute. Politisch so schön unkorrekt. Authentisch halt. Und immer schön lustig sein. (Was Daum nie gelang - während der Pöhler in einer ekelhaften, Mario Barth-analogen Ebene unterwegs ist...)


    Ich mag lustige Leute, sehe das aber nicht als Bedingung für einen Trainer bei uns. Pep war nie lustig. Jupp ist auch kein Schenkelklopfer. Aber wenn man das Wort authentisch bemühen will, dann trifft das doch wohl auf die beiden zu. Die haben auch menschlich eine ganz andere Größe. Und sportlich sowieso. Ich weiß gar nicht, warum man den Namen Klopp hier überhaupt noch diskutiert.


    Für mich wäre er einer der ganz wenigen Trainer, die mein Verhältnis zum Club empfindlich stören würde, sollte man ihn holen (was nicht passieren wird). Ums mal wohlwollend zu sagen. Den Werbeclown will ich hier nicht sehen. Und seine flotten Sprüche kann er sich für seine Zeit als TV Experte sparen...

  • Daum und Klopp zu vergleichen, ist auch ´ne Leistung.


    Der eine mit nicht einmal einer Haarlänge Distanz zu sich selbst, der andere locker und selbstironisch.

    Uli. Hass weg!