Carlo Ancelotti

  • Die Kritik war unterm Strich absolut berechtigt.


    Unterm Strich war sie unberechtigt, weil ihr Kern war, Carlo habe die Fähigkeit der Mannschaft zerstört, schönen Fußball zu spielen. Weil sie auf die Souveränität des Trainers zielte, dessen Qualität in Zweifel zog und sein Verbleib bei uns infrage stellte. Damit wurde das Geschäft des Gegners betrieben.


    Gleichwohl sollte man aber auch die Klappe halten, wenn wir mit dem aktuellen attraktiven Fußball in den Pokalwettbewerben ausscheiden.


    Niemand soll die Klappe halten. Es reicht völlig aus, nicht maßlos übers Ziel hinauszuschießen. Scheint aber ein Phänomen dieser Tage zu sein. Weit über den Sport hinaus: Medien machen keine Fehler - sie sind Lügenpresse. Politiker treffen keine falschen Entscheidungen - sie sind Volksverräter.


    Hop oder Top. Schwarz oder Weiß. Wo sind die Grautöne hin?

    Uli. Hass weg!

  • absolut.Wäre aber halt schön gewesen und hätte viel böses Blut hier vermieden, wenn exakt diese Ruhe auch damals von allen praktiziert worden wäre, als zwar die Ergebnisse gestimmt haben und nur die Ästhetik des Spiels nicht für alle gepasst hat.

    In einem Forum gibt es verschiedenste Ansichten, jeder hat andere Vorstellungen und Erwartungen bzw. Ansprüche. Für einen ist Kritik berechtigt während die für den anderen nicht nachvollziehbar ist.
    Haben Guardiola und Heynckes und wie sie alle heißen auch erfahren müssen!
    Und zur Kritik bis Spieltag 20 stehe ich weiterhin!

    #KovacOUT

  • absolut.Wäre aber halt schön gewesen und hätte viel böses Blut hier vermieden, wenn exakt diese Ruhe auch damals von allen praktiziert worden wäre, als zwar die Ergebnisse gestimmt haben und nur die Ästhetik des Spiels nicht für alle gepasst hat.

    das musst gerade DU schreiben, der bei jeder noch so absurden Gelegenheit hier gegen Pep und seinen erfolgreichen Fussball gestänkert hat. Unfassbar, ganz ehrlich !

  • In einem Forum gibt es verschiedenste Ansichten, jeder hat andere Vorstellungen und Erwartungen bzw. Ansprüche. Für einen ist Kritik berechtigt während die für den anderen nicht nachvollziehbar ist.Haben Guardiola und Heynckes und wie sie alle heißen auch erfahren müssen!
    Und zur Kritik bis Spieltag 20 stehe ich weiterhin!

    Absolut! Die Kritik war definitiv angebracht, wenn auch ab und an mal etwas überzogen. Aber wie du schon sagst empfindet das eben jeder anders. Ich habe diese überzogene Kritik halt nicht verstanden, denn es ist schon einiges auf CA eingeprasselt, auch unter der Gürtellinie. Trotzdem war die überwiegend sachliche Kritik angebracht.

  • Unterm Strich war sie unberechtigt, weil ihr Kern war, Carlo habe die Fähigkeit der Mannschaft zerstört, schönen Fußball zu spielen. Weil sie auf die Souveränität des Trainers zielte, dessen Qualität in Zweifel zog und sein Verbleib bei uns infrage stellte. Damit wurde das Geschäft des Gegners betrieben.

    Nein, das war nicht der Kern. Absolut nicht. Es wurde kritisiert, dass entgegengesetzt der Ankündigungen, er wolle nicht viel verändern, sondern nur Kleinigkeiten einbringen, etwas ganz anderes zu sehen war, das unter dem Strich sehr gut erkennbar nicht zu der Mannschaft passte und an dem zu lange festgehalten wurde. An den generellen Qualitäten von Ancelotti wurde nie gezweifelt, eher im Gegenteil. Man wunderte sich, dass ein Trainer von dieser Qualität Woche für Woche den gleichen Stiefel spielen gelassen hat, obwohl der Anzug der Mannschaft nicht passte. Da war die Frage nach dem Warum mehr als nur berechtigt. Es wäre auch nicht das erste Mal gewesen, dass es einfach nicht gepasst hätte. Das spricht aber weder für noch gegen die Qualität eines Trainers.


    Genauso ist es jetzt angebracht, Ancelotti für seine Arbeit zu loben, weil er (endlich) erkannt hat, dass die Mannschaft im 451 bzw. 4321 am Besten funktioniert. Dazu hat er seine Idee vom Fußball, nämlich das konsequentere Vertikalspiel, wunderbar in diese Basis integriert. Er hat also genau das gemacht, was er bei seinem Amtsantritt gesagt hatte, nur mit über einem halben Jahr Verspätung.


    Es ist müßig, über das Warum zu sprechen bzw. wieso er so lange daran festgehalten hat. Niemand hier hat ihm nicht die Zeit zugestanden, etwas auszuprobieren. Die Kritik kam erst auf, nachdem trotz mehrerer Vorführungen nichts geändert wurde. Wir sollten froh und dankbar sein, dass Ancelotti die Fähigkeit besitzt, nicht stur die eigenen Ideen umzusetzen, koste es, was es wolle. Menschlich passt er sowie hervorragend zu unserem Verein, vor allem aufgrund seiner Außendarstellung, auch wenn er mir manchmal etwas zu viel erzählt. Aber wir wissen auch, dass er das macht, damit die Journalisten ihren Seelenfrieden haben. Er ist, was das betrifft, einfach ein eiskalter Profi. Jetzt passt es seit Wochen auch sportlich in allen Belangen. Man kann sagen, wir haben einen perfekten Nachfolger, der die Arbeiten von van Gaal, Jupp und Pep wunderbar fortführt und weiter entwickelt. Daran würde auch nichts ein Ausscheiden gegen Real ändern, zumindest bei mir. Zum einen ist es Real und eine KO-Runde, zum anderen bin ich mir sicher, dass sich die Mannschaft von ihrer besten Seite präsentieren wird. Rufen wir alles ab und scheiden aus, dann muss man das sportlich anerkennen. Es ist nunmal immer noch ein Sportwettbewerb.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Die Kritik war unterm Strich absolut berechtigt. Die Kritik wäre auch dann die gleiche geblieben, wenn man mit dem Ergebnisfußball das Triple geholt hätte.


    Gleichwohl sollte man aber auch die Klappe halten, wenn wir mit dem aktuellen attraktiven Fußball in den Pokalwettbewerben ausscheiden.

    Ich bin Bayernfan, kein Erfolgsfan. Dementsprechend sehe ich das entspannt. Wenn wir dem Kader würdig auftreten, passt das. Es ist nicht alles planbar, aber wir gehen einen tollen Weg. Und nur das ist wichtig.


    Ach und Titel kommen dann über kurz oder lang sowieso und die Chancen stehen jetzt sichtbar besser. Wer gut spielt, wird zudem wahrscheinlicher am Ende weiter kommen. Da geht's auch gar nicht um "Schönheit". Z.B. Atletico spielt nicht schön, aber sehr gut, holt fast konstant das Maximum aus den Vorzügen deren Kaders. Und das machen wir jetzt auf unsere Art auch. Das Potenzial wird ausgeschöpft.

    FC Hollywood 2.0


    Est. 25.11.2016

  • das musst gerade DU schreiben, der bei jeder noch so absurden Gelegenheit hier gegen Pep und seinen erfolgreichen Fussball gestänkert hat. Unfassbar, ganz ehrlich !

    Bei jeder Gelegenheit ?
    Na ja, wenn man die K.o Phase der CL und die dort kritisierte Abwehrstrategie als JEDE Gelegenheit betrachtet, dann ist das halt so . Und wenn hier dauernd darauf herumgeritten wird, wie sachlich und berechtigt die Kritik an CA war, dann war es diejenige an PG milndestens genau so. Noch dazu durch Zahlen und Fakten untermauert.


    Vielleicht solltest du dir von der Sängerin aus dem DOPA den Schuh aufblasen lassen, möglicherweise entspannt dich das etwas.
    :D:)

  • Dazu hat er seine Idee vom Fußball, nämlich das konsequentere Vertikalspiel, wunderbar in diese Basis integriert. Er hat also genau das gemacht, was er bei seinem Amtsantritt gesagt hatte, nur mit über einem halben Jahr Verspätung.


    Es ist müßig, über das Warum zu sprechen bzw. wieso er so lange daran festgehalten hat

    Möglicherweise hat er solange daran festgehalten, weil er nur so auch seine Ideen vom Fussball in die Mannschaft implementieren konnte.
    Vielleicht war es einfach eine Notwendigkeit, dass die Spieler auf dem Platz durch diesen Rückschritt gehen mussten, um dann die neuen Ideen von CA in das bereits bestehende Gerüst zu integrieren. Eben so, wie wir es jetzt sehen und was du ja auch angesprochen hast (z.B. schnelleres Vertikalspiel).
    Manchmal muss man einen Schritt zurück machen, um zwei nach vorne machen zu können.
    In diesem Fall hat es halt leider etwas länger gedauert, als wir es uns alle erhofft hatten.

    Niemand hier hat ihm nicht die Zeit zugestanden, etwas auszuprobieren. Die Kritik kam erst auf, nachdem trotz mehrerer Vorführungen nichts geändert wurde.

    Das ist faktisch definitiv falsch.
    Die Kritik hat bei einigen bereits in den ersten Spielen der Saison begonnen, bei einem oder zweien sogra schon nach ein paar Minuten des super duper Cups.
    Das waren zwar nur vereinzelte Stimmen, aber es gab sie eben.
    Und das waren keine Trolle, sondern absolute 100%-ige Bayern fans.

  • Hab´ das auch anders in Erinnerung. Wenn ich so an den "Hosentaschentrainer" v. @torsten66 denke, hatte das mit sachlicher Kritik rein gar nichts mehr zu tun. Das zielte ausschließlich auf die Person.


    Was du über das von Carlo zunächst häufig gespielte System schreibst, @durex, gehe ich da ebenfalls nur bedingt mit.


    Es erklärt ja nicht, wenn selbst das Kurzpassspiel nicht mehr funktioniert. Das hat eben sehr viel mit der Einstellung der Mannschaft zu tun, die weiß, dass es "auch so" reicht - und dann den einen Schritt weniger macht, was wiederum der Mannschaft ihrer gesamten Dynamik beraubt.


    Bin einfach der Meinung, dass der Trainer das große Ganze im Blick haben muss. Hier wäre ein wenig mehr Vertrauensvorschuss bestimmt hilfreich gewesen.

    Uli. Hass weg!

  • Das ist faktisch definitiv falsch.Die Kritik hat bei einigen bereits in den ersten Spielen der Saison begonnen, bei einem oder zweien sogra schon nach ein paar Minuten des super duper Cups.
    Das waren zwar nur vereinzelte Stimmen, aber es gab sie eben.
    Und das waren keine Trolle, sondern absolute 100%-ige Bayern fans.

    Da sind wir wieder an dem Punkt, bei dem aus einigen schnell ein oder zwei Leute werden. Wir können uns natürlich gerne an Einzelpersonen aufhängen. Aber die entsprechenden Schreihälse gibt es hier bei jeder Personalie. Die sind aber nicht repräsentativ für den großen Teil der hier geäußerten Meinungen, auch wenn das gerne mal so suggeriert wird. Selbst unser lieber @torsten66 macht doch daraus keinen Hehl, dass er Ancelotti nicht gerade "super" findet, er aber die Leistung in den letzten Wochen anerkennen kann. Genau darum geht es doch: Wir können natürlich hingehen und einzelne Aussagen aus der Vergangenheit jetzt (!) hervorholen, um die Grabenkämpfe weiter aufrechtzuerhalten, oder wir lassen das und bewerten weiterhin das, was wir auf dem Platz sehen. Ich bin für zweiteres....

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Hab´ das auch anders in Erinnerung. Wenn ich so an den "Hosentaschentrainer" v. @torsten66 denke, hatte das mit sachlicher Kritik rein gar nichts mehr zu tun. Das zielte ausschließlich auf die Person.

    Das trifft es und jetzt nicht nur auf eine Person bezogen. Es ist ja schön das man jetzt auf Grund der Spielweise (endlich) mehr Respekt für die Person und die Arbeit des Trainers aufbringen kann, das sollte aber auch an schlechteren Tagen möglich sein indem man bei berechtigten Kritiken am Spiel nicht unter die Gürtellinie zielt.
    Nicht die Kritik war doch das eigentliche Problem oder die Ursache für so manche stressige Diskussion hier sondern doch wohl eher die Art der Kritik die primär den Trainer als Person treffen sollte und sich Threadübergreifend ausbreitete. Sowas kam zwar nur von einigen, war aber ausreichend für so eine Situation.


    Aber schön wenn die augenblickliche Spielsituation da was bewirken konnte und noch schöner wenn diese Entwicklung selbst nach einem durchaus möglichen CL-Aus nicht gleich wieder ihr Ende findet.

    „Let's Play A Game“

  • Es gab immer Respekt für die Person. So ziemlich niemand hat ein Problem mit der Person Ancelotti.


    Und diese Diskussion grad ist völlig sinnlos. Die hat noch nie zu etwas geführt. Alles, was du jetzt schreibst, @durex, hast nicht nur du schon 100x erklärt, und zwar auch noch aus anderen Perspektiven und mit viel mehr Erklärungen, und es hat trotzdem keinen Sinn. Du kannst noch 100x sagen, wie du und diejenigen, die deiner Meinung sind, es meinen, aber sie werden trotzdem etwas anderes verstehen wollen. Solche Leute hatten wir hier schon immer. Lass' es einfach.

    FC Hollywood 2.0


    Est. 25.11.2016

  • Hab´ das auch anders in Erinnerung. Wenn ich so an den "Hosentaschentrainer" v. @torsten66 denke, hatte das mit sachlicher Kritik rein gar nichts mehr zu tun. Das zielte ausschließlich auf die Person.

    Wobei man den Spruch mit den Hosentaschen auch kritisieren kann, ohne etwas gegen ihn zu haben. Sportlich habe ich ihn am Anfang auch stark kritisiert, aber an sich hab ich ihn immer gemocht. Die Aussge, die er damals getätigt hat war aber halt nun mal wirlkich dumm und es war klar, dass ihm das relativ schnell aus irgendeiner Richtung um die Ohren fliegt.

  • Wobei man den Spruch mit den Hosentaschen auch kritisieren kann, ohne etwas gegen ihn zu haben. Sportlich habe ich ihn am Anfang auch stark kritisiert, aber an sich hab ich ihn immer gemocht. Die Aussge, die er damals getätigt hat war aber halt nun mal wirlkich dumm und es war klar, dass ihm das relativ schnell aus irgendeiner Richtung um die Ohren fliegt.

    Bei mir gingen da nur die Alarmglocken an, weil sein Vorgänger etwas ähnliches gesagt hatte. Zwar war die BL zu diesem Zeitpunkt entschieden, aber wir wissen alle noch, wie die Spiele danach ausgesehen haben. Sowas dann direkt vom Start weg zu sagen, war in Anbetracht der jüngeren Vergangenheit halt diskutabel. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Und diese Diskussion grad ist völlig sinnlos. Die hat noch nie zu etwas geführt. Alles, was du jetzt schreibst, @durex, hast nicht nur du schon 100x erklärt, und zwar auch noch aus anderen Perspektiven und mit viel mehr Erklärungen, und es hat trotzdem keinen Sinn

    Weil es auch beim 1000sten Mal immer noch nicht wahr ist.

  • Was du über das von Carlo zunächst häufig gespielte System schreibst, @durex, gehe ich da ebenfalls nur bedingt mit.
    Es erklärt ja nicht, wenn selbst das Kurzpassspiel nicht mehr funktioniert. Das hat eben sehr viel mit der Einstellung der Mannschaft zu tun, die weiß, dass es "auch so" reicht - und dann den einen Schritt weniger macht, was wiederum der Mannschaft ihrer gesamten Dynamik beraubt.


    Bin einfach der Meinung, dass der Trainer das große Ganze im Blick haben muss. Hier wäre ein wenig mehr Vertrauensvorschuss bestimmt hilfreich gewesen.

    Das ist halt nur sehr oberflächlich betrachtet, denn, wenn wir uns dieses System mal genauer anschauen, fällt auf, dass wir da eine große Lücke zwischen Angriff und ZM haben/hatten. Die Folge war, dass Lewandowski regelmäßig in der Luft hing, wir kein frühzeitiges Pressing spielen konnten und der Gegner mit voller Wucht auf unser ZM, im Form des pressinganfälligen Alonsos, laufen konnte. Das heißt, wir standen häufiger und stärker unter Druck. Damit lässt sich zumindest mal teilweise erklären, dass man unter diesen Bedingungen schlecht ein qualitativ hochwertiges Passspiel aufziehen kann. Ebenso sahen wir, dass wir in der Defensive sehr wackelig waren. Die Einstellung der Spieler war dann quasi das berühmte i-Tüpfelchen. Aber ohne die entsprechende Einstellung funktioniert kein System der Welt. Das sollte klar sein. Jetzt kann man darüber reden, ob die Spieler sich in dem System einfach nicht wohlfühlen oder ob Ancelotti es einfach lockerer angehen lässt. Die Wahrheit wird, zumindest in der ersten Saisonhälfte, wohl irgendwo in der Mitte liegen.


    Natürlich muss ein Trainer das große Ganze im Blick haben. Das war ja auch der Grund, weshalb die Kritik geäußert wurde, weil viele dieses gefährdet sahen. Und einen Vertrauensvorschuss muss sich ein Trainer, wie Spieler, bei uns erarbeiten. Da interessieren mich seine Erfolge in der Vergangenheit herzlich wenig, weil das hier und jetzt entscheidend ist. Ein gewisses Grundvertrauen gibt es natürlich, aber das war aufgrund der Inkonsistenz zwischen Aussagen und Taten halt schnell aufgebraucht.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.