Kalle Rummenigge

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    • aurelion wrote:

      Auf mich wirken solche Aussagen überhaupt nicht souverän. Man kann sich grundsätzlich nicht auf einen Domino-Effekt verlassen. Man sollte immer vorher einen Plan haben. Ich muss genügend Spieler auf einer Liste haben. Bei uns hat man den Eindruck, es konzentriert sich alles auf Sane und wenn das nicht klappt, schauen wir mal weiter. So kann man doch keine seriöse Kaderpolitik betreiben.

      Natürlich wäre es besser wenn man zum Trainingsstart auch schon den ein oder anderen Offensivspieler mehr am Start hätte. Dort startet schon die Integration in die Mannschaft. Aber klar, alles Taktik, zur Not erst kurz vor dem ersten Spieltag.

      Welche Taktik?
      Den Ball nach vorne schlagen?
    • Gut gebräunt erscheint Karl-Heinz Rummenigge zum einstündigen Interview für das SPORT1 Bundesliga Sonderheft. Hinter ihm liegen anstrengende Bayern-Monate mit zahlreichen Höhen und Tiefen, die nicht nur den Verein geprägt haben, sondern auch den Vorstands-Boss des Rekordmeisters. Rummenigge wäre aber nicht er selbst, würde er nicht bereits nach vorne blicken.
      Die klare Botschaft, obwohl der Verein noch im Transferstau steckt: Die Bayern wollen in der Champions League angreifen. Im besten Fall mit konstant attraktivem Fußball.

      SPORT1: Niko Kovac hat in einem schwierigen ersten Jahr das Double eingefahren. Wie bewerten Sie seine bisherige Leistung?
      Rummenigge: Niko ist ein relativ junger Trainer. Die abgelaufene Saison war sicher nicht immer einfach für ihn, aber bestimmt sehr lehrreich. Und am Ende hat er das Double gewonnen. Wie heißt es so schön: Ende gut, alles gut.

      SPORT1: Geht Kovac mit zwei Titeln gestärkt in die neue Saison?
      Rummenigge: Ja, denn Titelgewinne helfen natürlich.

      SPORT1: Das 3:3 in der vergangenen Hinrunde gegen Fortuna Düsseldorf galt als Wendepunkt der Saison. Fortan lief es. Stand Kovac nach diesem Spiel vor der Entlassung?
      Rummenigge: An diesem Samstag bestand in der Kabine Explosionsgefahr. Wir haben dann aber richtig entschieden, indem wir alle nach Hause gefahren sind und uns erst am Montag darüber beratschlagt haben, wie wir mit der Situation umgehen. Es wurde dann intern Klartext gesprochen. Mit dem Ergebnis, dass man danach wieder gemeinsam die Kurve gekriegt hat. Uns war klar: Es muss jetzt sofort eine Reaktion der Mannschaft kommen ­– in Form von Ergebnis und Spielkultur. Glücklicherweise ist dieses Kalkül aufgegangen.

      SPORT1: Was braucht es, um die Champions League zu gewinnen?
      Rummenigge: Es ist der Mix. Ich bin auch kein Freund des Jugendwahns, da bin ich ganz ehrlich. Das wird in Deutschland so langsam überstrapaziert. Wir sollten nicht immer nur 18- oder 19-Jährige verpflichten, denn am Ende des Tages spielt Erfahrung eine große Rolle. Schauen Sie sich nur das DFB-Pokalfinale an. Das haben zwei Männer entschieden: Manuel Neuer im Tor und Robert Lewandowski, der aus dem Nichts zwei Tore gemacht hat. Das sind zwei Spieler, die vorne eine "3" stehen haben. Man braucht eben auch die erfahrenen Spieler, die wissen, wie man in solchen Spielen als Sieger vom Platz geht.

      SPORT1: Wünschen Sie sich für die Zukunft das erfolgreiche oder das schöne Spiel beim FC Bayern?
      Rummenigge: Den Anfang mit diesem "schönen Spiel" hat Louis van Gaal 2009 gemacht. Die des Ballbesitzes, die der Spieleröffnung von hinten, des Positionsspiels. Das war für Deutschland eine neue Fußball-Kultur. Dann kam Jupp Heynckes, dessen Mannschaftsführung überragend war und der wahrscheinlich der empathischste Trainer ist, den diese Welt je gesehen hat. Jupp hat mit den Spielern eine so unglaubliche Einheit gebildet. Danach kam Taktik-Papst Pep Guardiola zu uns. Wir haben mit diesen dreien höchst erfolgreiche Jahre erlebt und darüber hinaus einen modernen und attraktiven Fußball zelebriert.
      SPORT1: Trauen Sie Kovac zu, mit seinem Spielstil dauerhaft erfolgreich zu sein?
      Rummenigge: Ich glaube erstmal, dass sich ein Trainer der Spielkultur eines Klubs anpassen muss – und nicht umgekehrt. Ansonsten hat man auf dem Platz permanent einen Wechsel des Personals. Jeder Trainer hat seine Präferenzen darüber, wie ein Spieler in seinem System spielen soll. Nur: Am Ende des Tages muss es ein Bayern-System geben, wie es ein Barcelona-System gibt. Das System, mit dem wir über Jahre und mit unterschiedlichen Trainern sehr erfolgreich waren und welches spektakulärsten Fußball beinhaltete. Wir haben damit die Champions League gewonnen, standen damit dreimal im Finale und quasi immer im Halbfinale. Es wird jetzt eine wichtige Aufgabe von Niko Kovac sein, diese Spielkultur mit unserer verjüngten Mannschaft weiter zu kultivieren.

      SPORT1: Wird Hasan Salihamidzic eigentlich unterschätzt?
      Rummenigge: Ich glaube jedenfalls, dass man ihn nicht unterschätzen sollte. Wenn er loslegt und Fährte aufgenommen hat, dann lässt er nicht so einfach locker. Dabei begleiten wir ihn, denn der Transfermarkt muss ja auch in einen finanziellen Kontext passen.


      hier das ganze interview sport1.de/fussball/bundesliga/…nigge-ist-jeder-ersetzbar
      rot und weiß bis in den Tod
    • Na guck, alles in bester Ordnung. Warum und worüber diskutieren wir hier eigentlich?

      Junger krisenfester anpassungsfähiger Trainer, blutleckender beißender SpoDi, eine Mannschaft die sich auch am Riemen reißen kann und ihre Spielkultur selbst bestimmt, es kommen rosige Zeiten auf uns zu...............
    • Richtig Kalle...am Ende des Tages würde diesem Klub und vor allem auch dem Umfeld ein Stück mehr Gelassenheit und Rationalität auch ganz gut zu Gesicht stehen. Man darf auch ruhig mal wieder mit einem Double zufrieden sein, selbst um eines das mal etwas mehr erkämpft werden mußte.

      Ein noch so gutes Ergebnis in einer sportlich etwas schwereren Phase zu erzielen ist sehr beachtlich, das ist eben halt der FC Bayern.
      „Let's Play a Game“
    • Das macht eben auch mit den Unterschied, zwischen den FC Bayern und anderen Vereinen... man gibt sich eben nicht mit dem Erreichten aus der Vergangenheit zufrieden...aber wenn es sportlich mal etwas schwerer ist, ist man auch bereit Ziele etwas mehr mit Kampf zu erreichen und man verteidigt damit seinen Status. Das eben gelingt dem FC Bayern nun über Jahrzehnte erfolgreich fast immer wieder falls erforderlich.

      Aber das es gar schon so schlimm um den FCB steht das er sogar mit dem Pleitegeier kämpfen muß...das ist natürlich eine ganz andere Dimension und schockierend... :rolleyes:
      „Let's Play a Game“