Kalle Rummenigge

  • morri

    Mein Versuch mit dem anderen Foristen in den Dialog zu kommen bezog sich auch auf die Aktivitäten des Club Nr.12 und deren Forderungen. Und natürlich habe ich nicht unterstellt das man den Präsidenten ersetzen will etc sondern abstrakt gefragt was man denn anders bzw besser machen würde wenn man den Präsidenten stellte. Abstrakt!!!!

    Denn unsere Vereinsführung insbesondere KHR wird ja nun immer wieder kritisiert.

    Also was macht unsere Vereinsführung falsch und was würde man anders oder besser machen wenn man bestimmen könnte?

  • das erscheint mir das Kernproblem zu sein.


    Aber wie kann man als Fan des FCB diesen Forderungen irgend etwas abgewinnen die ja zum Ziel haben den FCB zu schwächen.

    Merkwürdig!!

  • morri

    Mein Versuch mit dem anderen Foristen in den Dialog zu kommen bezog sich auch auf die Aktivitäten des Club Nr.12 und deren Forderungen. Und natürlich habe ich nicht unterstellt das man den Präsidenten ersetzen will etc sondern abstrakt gefragt was man denn anders bzw besser machen würde wenn man den Präsidenten stellte. Abstrakt!!!!

    Denn unsere Vereinsführung insbesondere KHR wird ja nun immer wieder kritisiert.

    Also was macht unsere Vereinsführung falsch und was würde man anders oder besser machen wenn man bestimmen könnte?

    Was du schreibst ist einfach nicht richtig. Der Club Nr. 12 ist ein Verein, Grundgedanke ist es die Interessen der Fans gegenüber den Verein und in der Öffentlichkeit zu vertreten. Darüber hinaus organisiert er oft die Choreos oder die Auswärtsfahrten. Oberstes Ziel ist es immer den FCB zu unterstützen. Wenn Seitens des des Club Nr. 12 Kritik geübt wird ist das auch keine Generalkritik an der Vereinsführung sondern immer sachverhaltsbezogen.

  • Was du schreibst ist einfach nicht richtig. Der Club Nr. 12 ist ein Verein, dessen oberstes Ziel es ist die Interessen der Fans gegenüber den Verein und in der Öffentlichkeit zu vertreten. Darüber hinaus organisiert er oft die Choreos oder die Auswärtsfahrten. Oberstes Ziel und Grundgedanke ist es immer den FCB zu unterstützen. Wenn Seitens des des Club Nr. 12 Kritik geübt wird ist das auch keine Generalkritik an der Vereinsführung sondern immer sachverhaltsbezogen.

    OK akzeptiert und verstanden.

    Was ist denn aber jetzt die sachbezogene Kritik an unserer Vereinsführung (außer Qatar und dem ungeklärten Vorgang bzgl des einen Mitglieds der ausgeschlossen wurde).

    Bin weit entfernt den Club Nr.12 als Ganzes infrage zu stellen oder generell zu kritisieren aber es muss doch möglich sein als Fan Aktivitäten einiger Fans zu kritisieren ohne gleich abgestempelt zu werden man sei kein richtiger Fan.

  • OK akzeptiert und verstanden.

    Was ist denn aber jetzt die sachbezogene Kritik an unserer Vereinsführung (außer Qatar und dem ungeklärten Vorgang bzgl des einen Mitglieds der ausgeschlossen wurde).

    Bin weit entfernt den Club Nr.12 als Ganzes infrage zu stellen oder generell zu kritisieren aber es muss doch möglich sein als Fan Aktivitäten einiger Fans zu kritisieren ohne gleich abgestempelt zu werden man sei kein richtiger Fan.

    Ich verstehe ehrlich gesagt überhaupt nicht wo du hin willst. Du hast hier plötzlich den Club Nr. 12 ins Spiel gebracht und gefragt was er anders machen würde, wenn er den Präsident stellen würde. Wie du darauf plötzlich gekommen bist habe ich noch nicht verstanden, deshalb solltest du vielleicht erstmal aufzeigen welche Kritik vom Club Nr. 12 du genau meinst, vielleicht erklärt sich dabei ja ganz automatisch was kritisiert wird.

  • Also Anlass ist das Interview von KHR .

    Du schreibst selbst das es ärgerlich sei das KHR die Initiative Unser Fußball zum Anlass nimmt auf (unsere?) Fans zu schießen. Andere Foristen schreiben KHR hätte nicht viel dazu gelernt und würde die Anliegen der Fans nicht verstehen. Andere verweisen auf die alten Vorgänge.

    Meine Fragen gehen dahin zu verstehen was denn nun konkret an KHR oder der Vereinsführung kritisiert wird.

    Den Club Nr.12 hatte ich überhaupt nur erwähnt weil eine Politikerin sich damals nach Hoffenheim als Vermittlerin angeboten hatte ( und sich ja als Mitglied des Club Nr.12 bezeichnet hatte).

    Und die Überspitzung des Beispiels des Präsidenten( lassen wir es wenn es so emotional ist) diente einzig und allein zu erfahren was man anders oder besser machen würde wenn man selbst entscheiden könnte- sonst nichts.


    Meine Kritik am Club Nr.12 ?

    Wenn überhaupt das man sich nicht klarer von den Chaoten distanziert die mit den Aktionen wie in Hoffenheim mMn den FCB diskreditieren.


    Ansonsten versuche ich hier nur zu verstehen warum bzw woher die Ressentiments gegenüber KHR bzw der Vereinsführung herrühren- denn das scheint ja tief zu sitzen wenn man hier einige Beiträge sieht.



  • Fußballvereine produzieren aber keine Fernseher oder Autos. Ihr Produkt ist erst in zweiter Linie der eigene Fußball. In erster Linie sind es die Wettbewerbe. Wer als Fußballverein nachhaltig wirtschaftet, müsste als also sagen: One for the Club. Two for the Liga.


    Wenn aber Vereine "ganz normale Wirtschaftsunternehmen" sind, dann bitte auch vollständig mit allem belasten, das derzeit die Gesellschaft trägt!

  • Ich glaube, mit Deinem Post bringst Du ganz gut - wenn auch ungewollt - zum Ausdruck, warum es diesen Konflikt zwischen Teilen der organisierten Fans und der Vereinsführung gibt:


    Du verstehst nicht, wie jemand auf die Idee kommen könnte, Profifußball sei etwas anderes als Business. Auch KHR scheint da seine Probleme zu haben. Aber guess what: Es existieren tatsächlich Menschen auf diesem Planeten und in unserer Anhängerschaft, die da abweichende Vorstellungen haben und die mindestens den Grad der Kommerzialisierung kritisch betrachten. Das mag vielleicht ein wenig (oder ziemlich viel) naiv sein, ist aber deren gutes Recht.


    Ich bin übrigens inhaltlich ziemlich nahe bei Dir (und vermutlich auch bei KHR). Ich habe längst aufgegeben, daran zu glauben, dass man die Spirale der Kommerzialisierung zurückdrehen könnte. Wir befinden uns in einem europaweiten Wettbewerb, und zwar mit Clubs, deren Eigentümer über jegliche Versuche in diese Richtung herzlich lachen - siehe gerade erst wieder ManCity. Entweder wir möchten uns weiter mit diesen Clubs messen, dann müssen auch wir weiter auf dem Weg der Kommerzialisierung marschieren - oder wir sagen "nö, das geht uns zu weit", dann werden wir künftig halt deutlich kleinere europäische Brötchen backen müssen. Ich weiß, welchen Weg ich gehen möchte, und finde, dass unsere Vereinsführung unter diesen Rahmenbedingungen sogar noch halbwegs mit Augenmaß agiert.


    Aber das heißt doch nicht, dass ich alle (und damit auch und gerade Teile meiner Fans) als weltfremd behandele (oder wie Du als "benebelt" bezeichne), bloß weil sie eine andere Meinung haben. Ich bin sowieso ganz intensiv dafür, Dialog gerade mit Leuten zu führen, die eine andere Meinung als ich haben. Wenn ich das nicht tue und mich nur in einer Blase von Menschen bewege, die meine Meinung teilen, werde ich keine externen Impulse, keinen Anlass, über meine Meinung nachzudenken, erhalten. Daher täte unser Verein nach meiner Meinung sehr gut daran, sich gerade mit den Einwänden und Ideen der Fans auseinanderzusetzen, die den Weg des Vereins kritisch betrachten.


    Ich kann mir gut vorstellen, dass das gerade KHR sehr schwerfällt. Und die betreffenden Teile der Fans machen es ihm auch wirklich nicht leicht. Ich kriege regelmäßig einen Hals, wenn ich Statements aus der organisierten Fanszene lese. Die meisten dieser Statements haben einen Duktus, der mich nervt. Ich weiß, dass man nicht generalisieren soll, aber gefühlt in jedem Statement aus dieser Szene wird die Fomulierung "wir fordern" inflationär verwendet. Da spricht ein Selbstverständnis raus, das mich irritiert. Das ist nach meinem Verständnis auch Teil der jetzt von KHR geäußerten Kritik. Aber da muss man halt auch mal drüberstehen, über diese Formulierungen hinweglesen und mich mich den Inhalten auseinandersetzen, selbst wenn man sie nicht teilt.


    Ich habe aber leider das Gefühl, dass das Verhältnis unserer Vereinsführung zu Teilen der organisierten Fanszene völlig zerrüttet ist. Da wird immer nur das von der jeweils anderen Seite gelesen / gehört, was meine Vorurteile bestätigt. Leider ist es auch so, dass unsere Vereinsführung einen ziemlich "guten" Beitrag dazu geleistet hat, dass das Verhältnis so schlecht ist. Ich glaube, eddiedean hat ein paar Posts zurück einige sehr "schöne" Beispiele dafür genannt, wie die Einschaltung dieses unsäglichen Beraters Salewski. Oder auch ganz aktuell das Vorgehen gegenüber dem Fan, der bei einem Spiel unserer Amas ein nicht genehmes Plakat gezeigt hat. Kein Ruhmesblatt für den Verein... Auf der anderen Seite hat sich auch die Fanseite häufig nicht von ihrer besten Seite gezeigt, zuletzt im Spiel gegen Hoffenheim. Daher sind für das schlechte Verhältnis (wie eigentlich immer) beide Seiten mitverantwortlich.


    Sorry für den langen Rant, der vermutlich auch nur sehr oberflächlich ist und sein kann. Was ich eigentlich nur sagen möchte ist: Der Verein und KHR sollten diesen Fans zuhören und sie nicht einfach abbügeln - selbst wenn sie letztlich die Meinung dieser Fans nicht teilen.

    0

  • roadrunner158

    MMn ein sehr guter post. Das kann man mMn sehr gut so stehen lassen. Mit der Ergänzung vielleicht am Ende dieses Satzes. ......und anders herum genauso.


    Der Verein und KHR sollten diesen Fans zuhören und sie nicht einfach abbügeln - selbst wenn sie letztlich die Meinung dieser Fans nicht teilen.

  • Man kann ja stundenlang über Sinn und Unsinn diskutieren, aber irgendwo sollte man doch auch einmal die Realität zumindest zur Kenntnis nehmen.

    Zitat:

    "Nach dem Einzug ins DFB-Pokalfinale hatten wir in einem offenen Brief DFB-Präsident Fritz Keller an seine Worte erinnert, dass es "im Fußball um viel mehr als Geld" ginge und nach spanischem Vorbild eine Verlegung des Pokalfinals gefordert, bis wieder mit Fans und voller Zuschauerauslastung gespielt werden könne."


    Und man stelle sich vor, das hat der DFB einfach abgelehnt!


    Da frage ich mich allerdings allen Ernstes, ob hier einige noch ganz richtig im Kopf sind oder nebenbei Wahrsagerei betreiben!

    Es gibt von allen möglichen Protagonisten des Fußballs Aussagen, dass sie hoffen, die Politik werde in absehbarer Zeit wieder Zuschauer zulassen.

    Dabei bewegen sich die Vorstellungen von viertem Quartal 20 bis zum Sommer 21 als Zeitrahmen und von teilweise bis vollständig.

    Und das alles unter der Prämisse, dass die Politik irgendwann am besten möglichst bald in diesem Sinne entscheiden möge.


    Und da passiert dann genau das, was die diversen Fangruppierungen sich vorwerfen lassen müssen - es interessiert die überhaupt nicht, dass zur Zeit offensichtlich eine Ausnahmesituation mit besonderen Vorgaben auch hinsichtlich der Terminerfüllung der UEFA und FIFA herrscht.

    Es interessiert auch offensichtlich nicht, dass der "Herrscher des Verfahrens" hier die Politik und nicht der DFB ist. Offenbar hat man bei der Entscheidung der französischen Regierung in Sachen Saisonende gerade mit dem Gesicht zur Wand geschlafen. Die Nummer des Präsidenten von Union Berlin, der glaubte, dass ein Gesundheitsminister ihm sowieso nichts zu sagen hat, ist wohl auch verschlafen worden.

    Die Tatsache, dass im Worst Case dieses Pokalfinale gegebenenfalls dann im Oktober 2021 gespielt werden würde - wen interessiert das!

    Und dann wundert man sich allen Ernstes und ist beleidigt, dass der DFB da nicht mitspielt.


    Da ist doch ganz offensichtlich auch der letzte Rest von Realitätssinn völlig auf der Strecke geblieben und dan wird sich gewundert, dass man nicht ernst genommen wird.


    Und ehe sich jetzt wieder die üblich n hier fürchterlich aufregen, bitte ich doch von ihnen um eine definitive Zeitangabe, ab welchen Datum denn die Politik Fußballspiel bei voller Zuschauerauslastung zulassen wird.





    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Wenn nun alle Fußball-Puristen aller Vereine an einem Strang ziehen, dann soll bitte WAS dabei herauskommen?


    WIE kann denn der Kommerzialisierung entgegen getreten werden?


    Mir persönlich ist es schahis-egal, ob bei Sky die Vermögensberatung oder Opel die Halbzeitanalyse von Meyer, Müller oder Co. präsentiert. Mir ist es auch latte, dass, wenn ich zum Auswärtsspiel zum HSV (hahaha) fahre, dann nun KöPi statt Holsten (eine Ewigkeit) trinken muss.

    Wenn Neururer mit fünf Batches verschiedener in Bochum angesiedelter Pommesbuden auf dem Pullover sitzt, dann nehme ich das kaum zur Kenntnis. Von mir aus könnte die Arena in München auch BMW-Palast heißen.


    Was habe ich mich gefreut, als Zirkzee zum zweiten Mal nach seiner Einwechslung getroffen hat (Gänsehautmoment) oder als Phonzie durchgestartet ist. DAS ist für mich Fußball. Und das wird eher nicht mehr OHNE einen bestimmten Grad an Kommerzialisierung gehen.

    Bitte denken Sie scharf nach, was Sie in eine Signatur schreiben.

  • ich finde, das ist ein richtig guter Beitrag roadrunner158 !

    Ich glaube, dass sich Kalle da grundsätzlich mit schwer tut, die Belange der Fans nicht zu ignorieren. Ich glaube, da hatte Uli ein weit offeneres ohr.

    Ich hoffe, dass unser Verein in Zukunft wieder etwas mehr Dialog in das Verhältnis Fan/Vorstand bringt. Dazu wäre es allerdings auch hilfreich, wenn die von dir beschriebene Ausdrucksweise ein wenig heruntergefahren würde.

    Ich denke, dann hätte man vielleicht weit eher die Möglichkeit, etwas zu bewegen.

    So liest Kalle: „Wir fordern“ und denkt völlig zurecht: „Sag mal, habt ihr se noch alle?“.

    Dass es dann natürlich schwer ist, mit dieser Einstellung im Text vernünftige Begründungen zu suchen, ist leider auch klar.
    Ich glaube, es wäre hilfreich, wenn die Fans gewisse Hierarchien verstünden. Die Kurve steht ganz am Ende der Nahrungskette, hat für den Verein eigentlich rein überhaupt keine Bedeutung. Dennoch wird recht viel für sie gemacht (inklusive einem sehr deutlichen Verzicht auf Geld).
    Daher wäre es passender, wenn man etwas mehr als Bittsteller, denn als Forderer aufträte.

    Wenn das dann so gar nicht fruchtet, dann kann man immer noch einen Gang hochschalten.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Der Senf der Realität


    „Ich bin immer für Kooperation, aber auch die Ultras müssen wissen, dass der Fußball auch ohne Ultras möglich ist."


    "Damit haben sie für mich bewiesen, dass es ihnen gar nicht so sehr um den Verein geht, sondern um sich selbst und sich auch selbst darzustellen"

  • Sehr dünnes Eis, auf dem da ein Mann steht, der sich selbst hat im Stadion mit "Mia san Uli" feiern lassen.....


    Vielleicht sollte man einfach mal mehr miteinander, als über die Presse reden. Nur so eine Idee....

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Sehr dünnes Eis, auf dem da ein Mann steht, der sich selbst hat im Stadion mit "Mia san Uli" feiern lassen.....


    Vielleicht sollte man einfach mal mehr miteinander, als über die Presse reden. Nur so eine Idee....

    Das Fan-Bündnis "Unser Fußball" wies die Kritik zurück. "Fußballfans geben sehr viel - vor allem Zeit und Leidenschaft, alles das, was den Fußball zu mehr macht als nur zu einem Sport", sagte Sprecher Jan-Henrik Gruszecki. "Wer das macht, der darf auch durchaus mal auf Dinge aufmerksam machen."

    Vielleicht kann ja mal einer den Unterschied zwischen "auf Dinge aufmerksam machen" und "Mitbestimmung bei..... fordern!" erklären.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Ich finde es schön, wenn Ultras mal auf Dinge aufmerksam machen, da sind ja durchaus auch mal gute Ansätze darunter. Aber darüber hinaus geht ihre Rolle für mich nicht.


    Die grosse Unterstützung für den Club, die kräftezehrenden Fahrten an Auswärtsspiele, das Vorbereiten von Choreos ist aller Ehren wert, doch in erster Linie tun die Ultras dad für sich, weil es ihnen Freude bereitet. Daraus lassen sich aber weissgott keine Ansprüche ableiten.


    Und natürlich hat Uli in dem Punkt recht: Der Fussball oder ganz allgemein der Sport braucht keine Ultras. Das zeigen die amerikanischen Ligen, das zeigt die PL und das zeigt in Ansätzen auch unser FCB, der sicher nicht die feurigste aller Zuschauer hat.


    Das Stadion würden zumindest die grossen Clubs auch ohne Ultras locker voll kriegen und an die veränderte Stimmung im Stadion gewöhnt man sich. Ich habe auf jeden Fall noch nie ein NBA- oder NFL-Spiel abschalten müssen, weil mit die einstudierten Fangesänge gefehlt haben.

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  • Da sind wir halt genau bei dem Punkt, an dem sich die Thematik dann hochschaukelt. Natürlich braucht der Profi-Fußball vordergründig keine Ultras. Ja, er braucht nicht einmal Fans. Er braucht in erster Linie Konsumenten, damit das Produkt gekauft und horrende bezahlt wird. Das hat in der Tat nicht zuletzt England gezeigt.


    Wer allerdings früher mal von der Atmosphäre in englischen Stadien geschwärmt hat, der wird sich schwer wundern, was da heute los ist, oder besser nicht mehr los ist. Die Versitzplatzung und entsprechend hohe Preise hat die "Assis" erfolgreich aus dem Stadion gedrängt. Es ist aber eben genau die Frage, ob diese Entwicklung erstrebenswert ist - und da reicht es manchmal auch nicht auf Dinge "hinzuweisen". Es ist gut, da auch mal frech zu sein, damit das Thema nicht einfach zu Seite geschoben wird. Ich habe wirklich sehr lange gewartet, um mal die "legendäre" Anfield Road zu erleben. Letzte Saison war es dann soweit - und ich war von der Stimmung noch enttäuschter als von unserem Hasenfuß-Fußball. Das war unterer Durchschnitt für deutsche Verhältnisse - und dabei war Liverpool tatsächlich trotzdem noch mit das Beste, was ich in englischen Stadien bisher erlebt habe. Shitty oder auch Arsenal ist über weite Strecken Friedhof, wenn nicht grade ein Tor fällt.


    Natürlich gibt es eine Menge Leute, die damit nichts anfangen können. Geschenkt! Das muss aber nicht dazu führen, dass der Rest die Klappe hält.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Und natürlich hat Uli in dem Punkt recht: Der Fussball oder ganz allgemein der Sport braucht keine Ultras. Das zeigen die amerikanischen Ligen, das zeigt die PL und das zeigt in Ansätzen auch unser FCB, der sicher nicht die feurigste aller Zuschauer hat.


    Das Stadion würden zumindest die grossen Clubs auch ohne Ultras locker voll kriegen und an die veränderte Stimmung im Stadion gewöhnt man sich. Ich habe auf jeden Fall noch nie ein NBA- oder NFL-Spiel abschalten müssen, weil mit die einstudierten Fangesänge gefehlt haben.

    Ich habe es ja schon mal geschrieben. Mit dem Wort Ultras macht man es sich immer ganz einfach, auch Uli jetzt wieder. Was er aber höchst wahrscheinlich meint ist die aktive Fanszene, die Südkurve. Und wie es aussieht wenn die mal nicht den gewohnten Support bringt hat man ja vor einigen Jahren bei uns gesehen, als der Verein auf Konfrontation mit den eigenen Fans gegangen ist.
    Das der Verein dann eine Rolle rückwärts gemacht hat ist zumindest ein Indiz dafür, dass man in letzter Konsequenz doch nicht bereit ist Verhältnisse wir in amerikanischen Stadien zu haben. Denn wenn das alles so toll gewesen wäre und Stimmung im Stadion sowieso keiner braucht, hätte man sich ja diese bequeme Lösung „ins Haus holen“ können.