Kalle Rummenigge

  • und SPORT1 zitiert weiter


    Rummenigge habe sich an der Trainersuche bewusst nicht mehr beteiligt und wollte den neuen Coach auch in seinem ersten halben Jahr nicht noch begleiten. Denn: "Dann hätte hinter Oliver Kahn immer noch ein Schatten gelauert, der am Ende noch irgendetwas hätte besser wissen wollen oder müssen", stellte der Ex-Profi klar.

    Und weiter: "Das tut niemandem gut, schon gar keinem neuen, jungen Trainer. Das ist doch das Schöne an meiner Position: Ich muss nichts mehr beweisen. Saniert werden muss bei Bayern auch nichts. Aber renovieren und neu einrichten, das tut ja immer der, der neu einzieht."


    Rummenigge wundert sich über Struth

    Rummenigge forderte außerdem für die Zukunft "einen Kulturwandel, hin zu mehr Rationalität und weg von einem völlig überhitzten, emotionalisierten Markt". Dabei äußerte er auch Kritik an den Spielerberatern - und konkret an Volker Struth.

    "Ich erinnere mich noch genau wie Volker Struth zu Beginn der Pandemie gesagt hat, man müsse in Zukunft kleinere Brötchen backen. Das war eine bemerkenswerte Aussage. Bei den Verhandlungen zu Upamecano wurden daraus aber schnell wieder eher ausgewachsene Baguettes", so Rummenigge.

  • Gar nichts wird sich ändern, mach der Pandemie gehts dort weiter wo davor aufgehört wurde

    Genau genommen ändert sich doch selbst in der Pandemie nix großartig.

    Außer dass es den ein oder anderen Transfer weniger gibt.

    Die Gehälter, die bezahlt werden, sind immer noch jenseits von gut und böse und zahlst du es nicht, dann machen die Spieler den Alaba, heucheln sich einen Scheiss von wegen Wertschätzung zusammen und verpissen sich dorthin, wo es zwar sicher keine Wertschätzung, aber eben ne Menge Euro gibt.

    Coman ist der Nächste und weitere werden folgen.

    Weil eben Finanzhasardeuren wie Perez oder Laporta kein Riegel vorgeschoben wird und das FFP die wohl lahmste Ente ist, die es je gegeben hat. Bei Paris, City und Chelsea (3 der letzten 4 CL Finalisten) lachen sie sich bis heute nen Ast.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Genau genommen ändert sich doch selbst in der Pandemie nix großartig.

    Außer dass es den ein oder anderen Transfer weniger gibt.

    Die Gehälter, die bezahlt werden, sind immer noch jenseits von gut und böse und zahlst du es nicht, dann machen die Spieler den Alaba, heucheln sich einen Scheiss von wegen Wertschätzung zusammen und verpissen sich dorthin, wo es zwar sicher keine Wertschätzung, aber eben ne Menge Euro gibt.

    Coman ist der Nächste und weitere werden folgen.

    Weil eben Finanzhasardeuren wie Perez oder Laporta kein Riegel vorgeschoben wird und das FFP die wohl lahmste Ente ist, die es je gegeben hat. Bei Paris, City und Chelsea (3 der letzten 4 CL Finalisten) lachen sie sich bis heute nen Ast.

    faktisch falsch.

    Seit Einführung des verschärften FFP haben sich die Verluste bzw Finanzverbindlichkeiten der Clubs bis zur Corona-Krise drastisch reduziert.


    Man kann es nachlesen wenn man will oder eben weiter einfach etwas loslassen das faktisch falsch ist.

    Natürlich geht immer etwas besser aber zu sagen es hätte nichts bewirkt ist nicht richtig

  • Genau genommen ändert sich doch selbst in der Pandemie nix großartig.

    Außer dass es den ein oder anderen Transfer weniger gibt.

    Das ist doch auch kein Wunder, weil absehbar ist dass hier nur temporäre Einnahmeausfälle entstehen. Da verschiebt man dann eben den ein oder anderen Großtransfer für 1-2 Jahre, wenn die finanzielle Lage wieder besser ist. Und wenn's nicht anders geht macht man halt Schulden. Ist im Fussball auch nichts neues.

    0

  • Figure 8: most positive net balances for transfers, big-5 league clubs 2010-2019 2019 in Mio

    1 LOSC Lille (FRA) +249 +83

    2 AS Monaco (FRA) +215 -76

    3 FC Genoa 1893 (ITA) +193 +25

    4 Olympique Lyonnais (FRA) +174 +45

    5 Udinese Calcio (ITA) +169 +1

    6 TSG 1899 Hoffenheim (GER) +139 +94

    7 Athletic Club Bilbao (ESP) +114 -5

    8 Montpellier Hérault SC (FRA) +111 +22

    9 Atalanta BC (ITA) +109 +26

    10 RCD Espanyol (ESP) +95 +36

    11 Sevilla FC (ESP) +86 -52

    12 AS St-Étienne (FRA) +81 +45

    13 FC Girondins de Bordeaux (FRA) +77 +26

    14 Toulouse FC (FRA) +66 +2

    15 Villarreal CF (ESP) +65 +51

    16 Stade Rennais FC (FRA) +62 +8

    17 OGC Nice (FRA) +51 -31

    18 Angers SCO (FRA) +44 +23

    19 Real Sociedad de Fútbol (ESP) +37 -14

    20 1. FSV Mainz 05 (GER) +36 -7

  • Figure 9: most negative net balances for transfers, big-5 league clubs 2010-2019 2019 in Mio

    1 Manchester City FC (ENG) -1,091 -69

    2 Paris St-Germain FC (FRA) -901 -29

    3 Manchester United FC (ENG) -833 -61

    4 FC Barcelona (ESP) -720 -116

    5 Milan AC (ITA) -439 -153

    6 Real Madrid CF (ESP) -425 -175

    7 Juventus FC (ITA) -414 -1

    8 Chelsea FC (ENG) -395 +128

    9 Internazionale Milano FC (ITA) -391 -132

    10 Arsenal FC (ENG) -366 -81

    11 FC Bayern München (GER) -309 -83

    12 Everton FC (ENG) -297 -51

    13 West Ham United FC (ENG) -291 -33

    14 Liverpool FC (ENG) -285 +42

    15 Aston Villa FC (ENG) -269 -174

    16 Brighton & Hove Albion FC (ENG) -248 -87

    17 Wolverhampton Wanderers FC (ENG) -215 -81

    18 Bournemouth AFC (ENG) -212 -57

    19 Leicester City FC (ENG) -199 -12

    20 RB Leipzig (GER) -191 -67

  • Figure 3: transfer fee investments by club, € million (2010-2019)

    1 Manchester City FC (ENG)

    2 FC Barcelona (ESP)

    3 Chelsea FC (ENG)

    4 Paris St-Germain FC (FRA)

    5 Juventus FC (ITA)

    1,638 1,525 1,428 1,392 1,272

    6 Manchester United FC (ENG) 1,265

    7 Real Madrid CF (ESP) 1,236

    8 Club Atlético de Madrid (ESP) 1,110

    9 Liverpool FC (ENG) 1,075

    10 Internazionale Milano FC (ITA) 968

    11 AS Roma (ITA) 895

    12 AS Monaco (FRA) 862

    13 Milan AC (ITA) 853

    14 Arsenal FC (ENG) 830

    15 Tottenham Hotspur FC (ENG) 763

    16 Everton FC (ENG) 752

    17 FC Bayern München (GER) 727

    18 BV 09 Borussia Dortmund (GER) 702

    19 SSC Napoli (ITA) 693

    20 Valencia CF (ESP) 611

  • Figure 6: clubs having received the most transfer fees by big-5 league teams, € million (2010-2019)

    1,029

    2 Chelsea FC (ENG) 868

    3 Juventus FC (ITA) 787

    1 AS Monaco (FRA)

    4 SL Benfica (POR) 780

    5 Real Madrid CF (ESP) 763

    6 Club Atlético de Madrid (ESP) 754

    7 AS Roma (ITA) 726

    . FC Barcelona (ESP) 726

    9 Liverpool FC (ENG) 716

    10 BV 09 Borussia Dortmund (GER) 678

    11 FC Porto (POR) 592

    12 Sevilla FC (ESP) 582

    13 Valencia CF (ESP) 539

    14 AFC Ajax (NED) 513

    . Tottenham Hotspur FC (ENG) 513

    16 Olympique Lyonnais (FRA) 497

    17 Manchester City FC (ENG) 492

    18 LOSC Lille (FRA) 483

    19 FC Genoa 1893 (ITA) 472

    20 Paris St-Germain FC (FRA) 453

  • Liebe Fans des FC Bayern München,


    mit diesem Brief möchte ich mich als Vorstandsvorsitzender von Euch und von Ihnen verabschieden. 47 Jahre, nachdem ich als 18-jähriger Nachwuchsfußballer zum ersten Mal auf dem Trainingsplatz an der Säbener Straße gestanden bin, bin ich in Zukunft quasi hauptberuflich Fan dieses wunderbaren und niemals langweiligen Klubs. Wobei ich mich auch als Spieler und als Klubverantwortlicher immer als Bayern-Fan gesehen habe – der stets versucht hat, im Strafraum und später im Büro das Beste für den Verein zu erreichen. Ich hoffe, dass ich mehr richtig als falsch gemacht habe.

    1974 bis 1984: Bayern-Spieler

    47 Jahre, fast ein halbes Jahrhundert, von Udo Lattek bis Hansi Flick, von Gerd Müller bis Thomas Müller – ich habe das Gefühl, dass die Zeit wie im Flug vergangen ist. Mein erstes Tor für den FC Bayern werde ich nie vergessen. Es war der letzte Treffer beim 6:3 gegen den 1. FC Köln am 14. September 1974 im gut zur Hälfte gefüllten Olympiastadion. Das Kopfballtor war nicht allzu schwer - aber es war mein erstes. Ich war so unglaublich stolz.

    Weil ich damals noch kein Auto hatte, bin ich das erste halbe Jahr jeden Tag mit der Trambahnlinie 25 aus der Sportschule Grünwald, wo ich zur Untermiete gewohnt habe, zur Säbener Straße gefahren. Am Montag nach dem Spiel habe ich unterwegs alle Zeitungskästen geplündert und meiner Mutter die Münchner Zeitungen mit „meinem Tor“ geschickt. Sie hat die Berichte dann in halb Lippstadt verteilt – wo die meisten der Meinung waren, dass es der kleine Rummenigge in München eh nicht schafft, zwischen all den Weltstars. Aber das hat mich, wie später so oft, nur noch mehr angestachelt.

    Der schönste Beruf der Welt

    Bis 1984, bis zu meinem Wechsel zu Inter Mailand, sind dann ja noch ein paar Tore dazugekommen. Als Spieler auf dem Platz – das war die schönste Zeit. Dieses Glück, den Gegnern davonzurennen, ein wichtiges Tor zu schießen, mit der ganzen Mannschaft zu feiern, ist nicht zu überbieten. Pure Magie. Das habe ich auch immer unseren Spielern gesagt: Genießt diese 10, 15 Jahre als Fußballer! Denn das ist der schönste Beruf der Welt.

    Meine zehn Jahre als Bayern-Spieler waren eine wunderbare Zeit – wenn auch nicht immer von Erfolg gekrönt. Richtig durchgestartet sind wir mit der Meisterschaft 1980. Und wie! Damals war es ja üblich, dass die Fans bei der Meisterfeier den Platz stürmen. Ich hatte so etwas noch nie erlebt und blieb auf dem Rasen stehen, mitten unter den Fans. Irgendwann kam die Polizei und meinte, das ist lebensgefährlich, Sie müssen sofort hier raus. Aber ich bin dennoch geblieben, und schließlich trugen mich die Fans über den Platz, es war herrlich! Ich hab‘ nur gesagt, Ihr müsst aufpassen, dass mir nichts passiert, die EM steht an.

    Ich werde auch nie vergessen, wie ich mich nach unserem Pokalsieg 1984 Richtung Mailand verabschiedet habe, mit einer improvisierten Feier an der Säbener Straße. Es gab Bratwürste und Freibier, und es erschienen einige Tausend Menschen. Die Polizei musste die Säbener Straße sperren, da kamen keine Autos mehr durch. Und dann, mit einer Träne im Knopfloch: Ciao, grazie mille, FC Bayern – I’ll be back! Aber das wusste ich damals noch nicht.

  • 1991 bis 2021: Bayern-Funktionär

    Die zweite „Karriere“ beim FC Bayern war für mich viel schwieriger als die erste. Als Spieler, wenn du Talent hast und fleißig bist, hast du es relativ einfach. Die 105 x 68 Meter, die so ein Fußballplatz misst, sind eine überschaubare Welt. Der Job als Manager oder Vorstand ist komplizierter. Es geht um Sport, natürlich, das ist das Wichtigste. Aber es geht auch um Finanzen, Politik und so viel mehr. Und dich bereitet keiner darauf vor, es gibt kein Studium dafür. Da ist viel Learning-by-doing gefragt, das funktioniert nur im Team. Ich habe immer versucht, dazuzulernen. Hier muss ich mit Blick auf die wirtschaftlichen Fragen speziell Karl Hopfner und Jan-Christian Dreesen erwähnen, von denen ich mir viel abschauen konnte – und, mit Blick aufs große Ganze, natürlich Uli Hoeneß. In all den Jahrzehnten Seite an Seite haben wir alles gewonnen, was es zu gewinnen gab. Mehrfach. Wir waren vielleicht nicht immer einer Meinung – aber das ist die berühmte bayerische Streitkultur, die diesen Verein immer ausgezeichnet hat. Am Ende ging es uns immer um den FC Bayern München.

    Gemeinsam mit solch hervorragenden Kollegen (und ich könnte viele weitere nennen) einen Verein wie den FC Bayern zu führen, ist ungeheuer spannend. Wenn alles so klappt wie geplant, wenn Sport und Finanzen stimmen, ist das ein Super-Job. Bei uns hat das über die Jahrzehnte ja meistens top funktioniert. In dem nicht allzu schönen Wort „Funktionär“ steckt die „Funktion“ drin. Man sollte funktionieren. Man dient dem Verein und den Fans. Und man sollte sich keinesfalls zu wichtig nehmen. Irgendwann kommt für jeden der Tag, an dem er sein Büro räumt, so wie ich es gerade erlebe. Dann ist die Zeit als Funktionär vorbei – aber beim Verein geht es weiter, und das hoffentlich genauso erfolgreich.

    FC Bayern München: Der etwas andere Fußballverein

    Irgendjemand hat nachgezählt, wie viele Titel der FC Bayern und ich gemeinsam gewinnen konnten – und ist ausgerechnet auf 60 gekommen. Das ist für einen vom FC Bayern an sich keine schöne Zahl, die 61 hätte ruhig noch dazukommen können. Aber mehr als die Summe der Meisterschaften und Pokale macht mich stolz, wie wir sie gewonnen haben. Wir haben nie Verrücktheiten mitgemacht, wir haben immer mehr Geld verdient, als wir ausgegeben haben. Damit stehen wir im europäischen Spitzenfußball relativ alleine da. Unser Leitspruch war immer: Erfolg haben – aber solide und seriös finanziert.

    Das ist der wohl größte Unterschied zwischen uns und vielen Klubs in England, Italien und Spanien: Das „F“ in unserem Weltklasse-Namen FC Bayern München, für den ich unsere Gründerväter von 1900 bewundere, steht für Fußball. Der stand für uns immer an erster Stelle. Wir sind keine Bank, keine Investmentgesellschaft und kein Konzern – wir sind ein Fußballverein, und diesen Wurzeln muss man treu bleiben. Auch künftig muss der Fußball hier im Mittelpunkt stehen. Das haben wir zuletzt in Sachen Super League gezeigt, als wir so standhaft waren wie kaum ein anderer Verein. Und ich glaube, das beweisen wir auch Jahr für Jahr mit unserem Fan-Spiel im Sommer oder unseren Weihnachtsbesuchen bei den Fanclubs, die hoffentlich 2021 wieder möglich sein werden. Diese europaweit einzigartigen Aktionen gehören zur Seele und zur DNA des FC Bayern. Darauf sind wir stolz.

    Doppelpass mit den Fans: Ein gemeinsames Ziel

    Als erfolgreicher Fußballer hat man meistens ein wunderbares Verhältnis zu den Fans. Als Funktionär kann es komplizierter werden. Im Endeffekt hat man ein gemeinsames Ziel – Freude am Fußball und dem Verein sowie der Erfolg der Mannschaft. Und ich glaube, dass der allergrößte Teil unserer Fans in den vergangenen Jahrzehnten zufrieden war, wie wir das alle zusammen gemacht haben. Wie dieser Erfolg zu erreichen ist – das führt natürlich ab und an zu Reibungen. Wir als Klubführung müssen dafür sorgen, dass wir Jahr für Jahr eine qualitativ hochwertige Mannschaft auf dem Platz haben. Und das funktioniert nur, wenn auch die Einnahmen stimmen. Solche Mannschaften kosten gerade in der heutigen Zeit leider sehr viel Geld. Das sind Summen, bei denen auch mir manchmal noch schwindlig wird, das kann ich Ihnen versichern. Am schönsten ist jeder Sieg im Doppelpass mit den Fans.

    Fußball ohne Fans macht keinen Spaß

    Ich hätte mir keinen schöneren Abschied vom FC Bayern wünschen können als diese sieben Titel unter Hansi Flick in den letzten beiden Jahren. Wobei: Ein wesentlicher Teil fehlte enorm. Dass wir seit Frühjahr 2020 praktisch keine Fans mehr in unserer Allianz Arena begrüßen konnten, ist nicht nur ein Wermutstropfen – das sind ganze Flaschen Wermut. Fußball ohne Fans, ohne Atmosphäre, ohne Emotionen, das ist wie der FC Bayern ohne Franz und Gerd, ohne Lahm und Schweini, Arjen und Franck. Da fehlen das Herz und die Seele. Und das muss schnell wieder zurückkehren. Fußball ohne Fans macht keinen Spaß.

    Wenn wir Corona endlich überstanden haben, bin ich überzeugt davon, dass die Menschen wieder begeistert in unsere Allianz Arena strömen. Wir alle brennen auf Fußball, auf den FC Bayern, und wir wollen wieder unser normales Leben zurück. Wir werden wieder alle zusammen feiern. Darauf freue ich mich schon jetzt, denn nun folgt meine dritte Phase beim FC Bayern – als Fan, der einfach nur genießen möchte. Ich werde mich reinhängen, wenn die La Ola durch die Arena schwappt, und an Lautstärke wird es mir nicht fehlen. Ich bin ja als Zuschauer seit Jahrzehnten als unruhiger und kritischer Geist bekannt und berüchtigt. Jetzt bin ich selbst gespannt, ob ich mich mehr zurücknehmen und weniger aufregen kann, wenn ich nicht mehr in der Verantwortung stehe. Aber vielleicht sitze ich ja auch neben meinem Freund und langjährigen Weggefährten Uli Hoeneß – und wir zwei Alten schimpfen von oben wie Waldorf und Statler in der Muppet-Show. Das lasse ich entspannt auf mich zukommen.

    Am Ende des Tages: Letzte Wünsche

    Jetzt ist es für mich als Vorstandsvorsitzender also gekommen – das Ende des Tages, von dem ich in den vergangenen Jahrzehnten angeblich das eine oder andere Mal gesprochen habe. Ich habe gespürt, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, um an Oliver Kahn zu übergeben. Und er wird das im Zusammenspiel mit Herbert Hainer ausgezeichnet machen, davon bin ich fest überzeugt. Oliver trägt den FC Bayern genau wie ich im Herzen, er hat hier im Verein alle Höhen und Tiefen erlebt. Er hat das Bayern-Gen, das Bayern-Feeling – ohne das man diese Aufgabe gar nicht schaffen kann. Und er weiß genau wie ich: Wir sind schlussendlich Dienstleister, zum Wohle des Vereins und unserer Fans.

    Mein Wunsch an die Fans ist, dass sie uns treu bleiben – und auch der neuen Führung ihr Vertrauen schenken. Oliver Kahn, Herbert Hainer und alle Kollegen werden alles dafür tun, dass der FC Bayern Erfolg hat und Spaß macht. Das habe ich am Schluss zu Olli gesagt: „Bei allem Erfolgsdruck, der speziell beim FC Bayern herrscht, ist und bleibt Fußball ein Spiel. Und ein Spiel muss Spaß machen. Das gilt für die Spieler auf dem Platz, das gilt für die Fans auf der Tribüne und in der Kurve – und schlussendlich auch für das Management in den Büros.“

    Mir hat es ungeheuer viel Spaß gemacht beim FC Bayern, beim besten Fußballverein der Welt. Wir sehen uns – spätestens, wenn wir hoffentlich bald wieder alle zusammen die nächsten Erfolge feiern können.

    Euer und Ihr Karl-Heinz Rummenigge



    (Ex-Spieler, Ex-Funktionär und lebenslanger Fan des FC Bayern München)