Kalle Rummenigge

  • Ich finde eher, dass Rummenigge hier das Anliegen bewusst falsch versteht, um die eigene Agenda unters Volk zu bringen. Er kassiert dafür ja nicht zu Unrecht mal wieder Kritik. Aber wenn du im eigenen Verein halt auch keine klare Stellung zu Katar beziehst, dann brauchst du dich über seine Erzählweise auch nicht wundern.


    Und was das Schwächen von Gegner angeht, hat Uli dass ja auch schon mal ganz anders dargestellt.

    So ganz unrecht hat er doch zum Teil nicht. Wie war das doch gleich vor kurzem.

    Da wird von den Fanclubs geklagt, dass der DFB nicht bereit war........!

    Und diese Klage kommt zu einem Zeitpunkt, wo KEINER weiß, ob und wann durch die Politik wieder Zuschauer in den Stadien zugelassen werden.

    Wer dann auch angesichts des Terminkalenders CL-/EL- Endrunde im August, Saisonbeginn 20/21, Nationsleague, DFB-Pokal 20/21 allen Ernstes vom DFB fordert, das Pokalendspiel zu verschieben, bis wieder Zuschauer zugelassen sind, der beweist doch mehr als deutlich, dass ihm die derzeitige Problematik - überhaupt so etwas wie einen geregelten Spielbetrieb organisieren zu können UND die Vorgaben der UEFA und der Politik einzuhalten- anscheinend völlig gleichgültig sind.

    Treiben wir es doch mal auf die Spitze des ersten Quartals, wo aufgrund der Entscheidung der Politik nichts, aber auch überhaupt nichts in Sachen Fußball stattfand. Wer garantiert denn, dass sich diese Verhältnisse nicht in absehbarer Zeit wiederholen.

    Und dann spielt eben wieder keiner Fußball, weil die Politik es so entschieden hat - Frankreich lässt grüßen - ob dann da irgendwelche Fanclubs vom DFB fordern, interessiert wen in Berlin und den diversen Ländervertretungen?

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Das ist eine unfassbare Frechheit. Sollen wir mal anfangen, aufzuzählen, wie unglaublich viele soziale Projekte durch Ultragruppen unterstützt werden? Gerade jetzt?

    Nur weil ich ne Initiative Gründe die alten Omis die Einkaufstaschen die Treppe hochträgt (überspitzt...) berechtigt mich das aber nicht zu Mitspracheforderungen in solchen Angelegenheiten.


    Einsatz für soziale Projekte sind ne super Sache, muss man mMn aber aus solchen Diskussionen raushalten.

  • Na da hat der Kalle sich mal wieder schön lächerlich gemacht wenn es um die aktive Fanszene geht. Ich glaube aber nichtmal, dass der das absichtlich falsch auslegt um seine Agenda durchzudrücken, der ist was Fans und ihre Belange angeht vollkommen Ahnungslos. Vernünftig wäre es dann natürlich, zu solchen Themen lieber zu schweigen statt wieder grundlos alte Gräben aufzureißen.
    Ich dachte eigentlich, man hätte aus den Fehlern der Vergangenheit in unserer Führungsetage etwas gelernt.

  • Nur weil ich ne Initiative Gründe die alten Omis die Einkaufstaschen die Treppe hochträgt (überspitzt...) berechtigt mich das aber nicht zu Mitspracheforderungen in solchen Angelegenheiten.


    Einsatz für soziale Projekte sind ne super Sache, muss man mMn aber aus solchen Diskussionen raushalten.

    Er wirft den Ultras vor, dass sie nie Verantwortung übernehmen würden.

    Ich habe Beispiele dafür genannt, dass sie es durchaus tun und dabei sogar dem Verein dienen.

    Also ist der Vorwurf von Rummenigge falsch, oder?

    Ab wann gilt denn "Verantwortung übernehmen"? Wenn Sie einen Vertreter in den AR klagen? Oder wie stellt man sich das vor?

  • Eine Fanorganisation kann sich nicht anmaßen an den Entscheidungen bzgl Verteilung der TV Einnahmen beteiligt zu werden.

    Das ist absolut lächerlich.

    Man kann in die Clubs eintreten Mitgliedsbeiträge zahlen und versuchen Mehrheiten für gewisse Entscheidungen zu erwirken.


    Viele sehr viele Forderungen dieser Szene wollen einen anderen Fußball der eher im Amateurfussball angesiedelt ist.
    merkwürdigerweise sind auch die meisten Organisationen gesellschaftlich im linken Spektrum angesiedelt was sie ja auch regelmäßig mit politisch angehauchten AaÄusserungen im und außerhalb des Stadions zum Ausdruck bringen.


    Man kann ja Dinge fordern und natürlich Stellubg beziehen und klare Meinungen äußern (das muss ein Club aushalten können) aber man bekommt immer wieder den Eindruck das sich da einige aufschwingen und meinen für die Mehrheit zu reden


    das nervt

  • Es wäre ja noch nachvollziehbar, würde er wenigstens verstehen, worum es hier eigentlich geht. Dann könnte er ja gerne dagegen argumentieren. Das ist sein gutes Recht als Vereinsfunktionär und es überrascht wohl auch niemanden, dass er da eine andere Haltung hat.


    Aber stattdessen wird blödsinnig auf "die Ultras" eingeprügelt, deren Standpunkt man offensichtlich gar nicht verstehen will und auch noch ausgeblendet, dass das Thema viel weitere Kreise innerhalb der Fan-Szene zieht.


    Aber das ist ja im grunde wie hier auch, wo immer wieder der C 12 mit "den Ultras" gleichgesetzt wird.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Aber das ist ja im grunde wie hier auch, wo immer wieder der C 12 mit "den Ultras" gleichgesetzt wird.

    Das wird aber glaube ich gemacht, weil sich auf "Ultras" leichter draufhauen lässt. Die Bezeichnung ist doch teilweise schon negativ behaftet, deshalb macht man es sich beim kritisieren gerne einfach und nutzt den Begriff Ultras. Dabei geht es dann inhaltlich oft gegen alle die sich aktiv in der Fanszene beteiligen.

  • Klar, ich finde das aber schon verwerflich, wenn man es sich so einfach macht. Wenn man sich denn schon dazu äußert, sollte man schon differenzieren können. So klebt man halt einfach das Label "Ultra" dran - und was die sagen ist ohnehin immer scheiße, wie man ja an den Beleidigungen gegen den Menschenfreund Hopp sieht...

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Kann man mal bitte einem Ahnungslosen erklären was man als FCB Fan mit der Unterstützung dieser nebulösen Forderungen erreichen will?


    https://unserfussball.jetzt/


    Was genau macht den der FCB falsch das das was hier steht stimmt?


    Weitermachen wie vor der Krise darf keine Option sein. Wir wollen nicht zurück zu einem kaputten System. Wir fordern Vereine und Verbände auf, vor dem Beginn der kommenden Saison zu handeln. Dazu braucht es einen glaubhaften Grundsatzbeschluss sowie die Einleitung konkreter Reformen: Die Zukunft des Fußballs muss grundlegend neu gestaltet werden – basisnah, nachhaltig und zeitgemäß.

  • Kalle ist ja der Auffassung, dass der Fußball zuallererst jenen gehöre, die Fußball spielen. Demnach gehört der Profifußball zuallererst den Profis.


    Ich fürchte, dass die Position der Profi-Vereine durch die Corona-Krise sogar noch gestärkt werden könnte. Denn es wurde der Beweis erbracht, dass es notfalls eben auch ohne Fans geht. Klar: Es ist nicht dasselbe. Mit Fans macht ist einfach mehr Glamour. ABER: Die Einschaltquoten sanken nicht ins Bodenlose. Es lässt sich notfalls auch ohne die Fans im Stadion Geld verdienen. Und darum geht es in dem Geschäft.

  • Kann man mal bitte einem Ahnungslosen erklären was man als FCB Fan mit der Unterstützung dieser nebulösen Forderungen erreichen will?


    https://unserfussball.jetzt/


    Was genau macht den der FCB falsch das das was hier steht stimmt?


    Weitermachen wie vor der Krise darf keine Option sein. Wir wollen nicht zurück zu einem kaputten System. Wir fordern Vereine und Verbände auf, vor dem Beginn der kommenden Saison zu handeln. Dazu braucht es einen glaubhaften Grundsatzbeschluss sowie die Einleitung konkreter Reformen: Die Zukunft des Fußballs muss grundlegend neu gestaltet werden – basisnah, nachhaltig und zeitgemäß.

    Geil, wie da reichlich Fanclubs vom 1. FCK unterschrieben haben. Nur Vollpfosten an der Vereinsspitze, aber nach Gleichberechtigung rufen. Und viele BVBler, die im Geld ihrer Aktionäre baden... und der immer so dicht an der Basis der Autostadt befindliche Fanclub der Weekend-Brothers... heilige Schaise.


    8|

    Bitte denken Sie scharf nach, was Sie in eine Signatur schreiben.

  • Ganz ohne Fans geht es nicht. Sponsoren zielen auf die Gunst der Fans ab, Adidas will sein Zeugs an uns los werden, der Fanshop natürlich auch usw.


    Da muss man KHR vielleicht mal daran erinnern, wer die Fußballer letztendlich mitfinanziert. Dann gehört zumindest der Fußballprofibereich zu einem gewissen Anteil auch den Fans.

    MINGA, sonst NIX!

  • Ganz ohne Fans geht es nicht. Sponsoren zielen auf die Gunst der Fans ab, Adidas will sein Zeugs an uns los werden, der Fanshop natürlich auch usw.


    Da muss man KHR vielleicht mal daran erinnern, wer die Fußballer letztendlich mitfinanziert. Dann gehört zumindest der Fußballprofibereich zu einem gewissen Anteil auch den Fans.

    Vor allem sind die Fans und die Stimmung im Stadion doch ein erheblicher Teil des "Produkts". Das merkt man doch aktuell besonders. Langfristig hätte die Branche doch ohne Fans und Stimmung überhaupt keine Überlebenschance.

  • Vor allem sind die Fans und die Stimmung im Stadion doch ein erheblicher Teil des "Produkts". Das merkt man doch aktuell besonders. Langfristig hätte die Branche doch ohne Fans und Stimmung überhaupt keine Überlebenschance.

    Zumindest in Deutschland. In England funktioniert das auch ohne Stimmung, die haben allerdings auch ein besseres Produkt.

    "Es gibt zuviel' Leute, die sagen zu wenig; die reden einfach zuviel."

    Klaus Lage

  • Ganz ohne Fans geht es nicht. Sponsoren zielen auf die Gunst der Fans ab, Adidas will sein Zeugs an uns los werden, der Fanshop natürlich auch usw.


    Der Profi-Fußball könnte sich aber durch die Erfahrungen der letzten Monate motiviert fühlen, sich "seine Fans" auszusuchen. Kunden eben, die zahlen, kommen und wieder gehen, ohne irgendwelche Forderungen zu stellen.