Kalle Rummenigge

  • Schöne Aussagen von Kalle. Als Fan vom FCB kann man nur hoffen, dass man bei dieser klaren Haltung bleibt. Ich habe wirklich keine lust dass der FCB international wieder an Boden verliert, nur damit die teils komplett beschissen geführten Erst- und Zweitligisten weiter fröhlich Geld ausgeben können.

  • Und das änderst du durch eine Umverteilung der Fernsehgelder.

    Und wenn diese Pandemie zu Ende ist, hat der FCB immer noch knapp 300.000 Mitglieder und jedesmal die Hütte voll.

    Und der BVB spielt wieder vor 80.000.

    Und das gilt bei den meisten Top-Mannschaften. Ein FC Köln hat immer die Hütte voll und selbst S04 und der HSV.

    Und andere Mannschaften werden schon wegen dem fehlenden Umfeld nie nach oben kommen.

    Und das ist keine neue Erkenntnis! Das war schon immer so.

    Wenn ich in meinem beschaulichen 30.000er Stadion nicht einmal beim ersten CL-Auftritt gegen Barcelona den Laden voll bekomme, sagt das schon eine Menge aus. Tut denen aber nicht weh, weil sie VW haben.

    Hoffenheim gleiches Spiel.

    Leverkusen dito, in der Gegend ist man entweder FC-Fan oder Gladbach-Fan.

    Freiburg kommt immer gut durch, aber hat eben auch das fehlende Umland.

    Im großen Ruhrpott gibt es S04 und BVB, der Rest unter ferner liefen. Bochum, die Graue Maus - waren die schon vor 50 Jahren. Duisburg, Essen dito

    Denen wurden schon immer die guten Spieler weggekauft - früher genauso wie heute. Bielefeld, Paderborn - außer Gegend ist da nicht viel.

    Glaubst du dass ein SV Sandhausen durch mehr Geld es weiter bringt, als bisher, wo sich dann beim Spitzenspiel 4.000 Nasen im Stadion treffen.

    Und dann noch all die, die sich selbst ins Elend gebracht haben, wie ein KSC, ein FCK, und wie sie alle heißen.

    Die Großmannssucht eines Wildmoser, der unbedingt mit dem FCB mithalten und die Allianzarena bauen wollte, hat die 60er dahin gebracht, wo sie heute sind.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Geld schießt bekanntlich keine Tore. Die traurige Wahrheit ist: Eine spannende Liga wird es nur geben, wenn sich die Cracks nicht ausschließlich bei uns tummeln. Auch für mich schmerzhaft, dass meine Vorstellungen einer gerechteren Liga zwangsläufig bedeuten, dass das spielerische Niveau d. FCB sinken wird.

    Tut mir leid, aber dir tun sich einfach Abgründe auf. Auch mit mehr Geld werden andere Mannschaften nicht von heute auf morgen einen oder mehrere Cracks in ihrer Mannschaft haben. Sich das Standing zu erarbeiten, dass eben jene Torleute bei einem anheuern, gelingt nicht von heute auf morgen und ja, ERARBEITEN oder nur mit massivsten Investitionen durch einen Scheich oder Oligarchen und selbst bei diesen Vereinen wächst dauerhaft kein Mannschaftsgefüge, keine Bruderschaft wie es Kimmich beschrieben hat.


    Solange sich die Prozesse und die Qualität der Arbeit bei anderen nicht ändern, so lange ist jeder Euro mehr an diese Vereine eine reine Schwächung des FC Bayern und das auch international mit allen hier dutzendfach beschriebenen Effekten. Vor allem werden zusätzliche Gelder erst mal genutzt um Löcher zu stopfen, nicht aber um spannenderen Fussball zu zelebrieren.

    Nicht polemisch gemeint. Es ist schlicht so, dass gutes Wirtschaften und sportlich richtige Entscheidungen dir leider nicht helfen, wenn du nach ganz oben willst.

    Wie schön, dass gerade der FC Bayern hier genau das Gegenteil bewiesen hat und es sich mit Dortmund, Gladbach und Leipzig wohl ähnlich anstellt.

    Wenn es sportlich und wirtschaftlich geschickt agierenden Konkurrenten möglich ist, ganz oben mitzuspielen, bestünde kein dringender Handlungsbedarf mehr. "Totale Gleichheit" ist eine Illusion. Möchte ich auch gar nicht.

    Die wie üblich genannten Mannschaften stehen in den Top 3-5. Mannschaften wie Gladbach kosten uns auch regelmäßig Punkte. Oft verlieren sie aber gegen die sog. kleineren Vereine und bauen so den Rückstand auf. Wie gesagt. Ein entsprechendes Mindset vom Busfahrer bis zum CEO muss durchgängig wachsen und gepflegt und eingefordert werden. Auch hier leben wir wieder einen relativen Optimalzustand derzeit vor.

    Darum geht es doch, um das HEUTE! Wir konnten noch aus eigner Kraft groß werden. Heute faktisch nicht mehr möglich.

    Dortmund hat das geschafft. Leipzig is in kurzer Zeit auf gutem Weg. Gladbach ebenso. Was willst du uns eigentlich weiss machen?

    Dass Bayern unter den aktuellen Bedingungen nicht mehr einzuholen ist, ist eigentlich Konsens.

    Ja, wirtschaftlich sind wir einfach zu lange zu gut unterwegs. Das wird nicht klappen. Aber auch wir werden wieder Schwächephasen haben. Die Trainerentscheidungen pro Ancelotti und Kovac hätten uns noch viel mehr gekostet, hätten wir nicht auf eine Mannschaft zurückgreifen können, die nicht nur gut kicken kann, sondern genaue Parameter hat welchen Fussball sie spielen will und wie intensiv das zu leben ist. Ancelotti hatte keinen Bock uns ist gescheitert und Kovac hat alles und jeden angepisst, hatte keine Ahnung und ist daran gescheitert, dass er sich für besser und schlauer hielt als unsere Truppe. Und das sind Werte und Eigenschaften, die du nicht mit Geld ausgleichen kannst. So etwas muss wachsen und sich verfestigen. Das ist die Bayern DNA von der du vielleicht schon mal gehört hast.

    0

  • Und was kommt dabei raus? Letztlich weniger Geld. Oder hältst du die Verhandlungspartner der Fernsehanbieter für blöd.

    Ja aber das ist doch nicht unser Problem.

    Die Vereine jammern doch das sie zuwenig Geld bekommen und wir mehr umverteilen sollen.

    Das was wir aktuell an TV Gelder bekommen würden wir mit der 50% + Topf Regelung locker reinbekommen.

    Und mehr können die anderen Vereine einfach nicht erwarten das wir abgeben wenn die es darauf anlegen.

  • Das mit der Bayern-DNA versteht der nicht.

    Ein Goretzka wollte nicht zum FC Bayern, weil der mehr Geld geboten hat. Ein Sane hätte, wenn es nur ums Geld ginge auch bei ManCity bleiben können.

    Die wollen alle guten Fußball spielen, weil sie wissen, dass sie es können.

    Goretzka - dann hätte er bei S04 für das gleiche Geld seit seinem Wechsel 2013 jetzt schon unter dem 8. Trainer spielen dürfen und wäre 2x knapp dem Abstieg entgangen.

    Stattdessen hat er mit dem FCB einmal das Double und einmal das Triple geholt. Das ist es, was Spieler wollen.

    Ein Kimmich, ein Süle, ein Gnabry die wollen jedes Spiel gewinnen und nicht mit dem wievielten Trainer die Klasse verteidigen.

    Und das war beim FCB schon immer so - auf dem Feld und neben dem Feld.

    Ein Hoeneß hasst nichts mehr als 2.Sieger zu sein. Und dem wurde alles untergeordnet.

    Und das geht eben vom Präsidenten bis zum letzten Spieler so und wird auch so eingefordert.

    Ein Flick hat es sehr passend auf den Punkt gebracht: Erfolg ist nur gemietet, und die Miete ist jeden Tag fällig.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Klingt so, als wenn man seinem Sohn beim Anblick des Hafens von Monaco sagt: Wenn du hart arbeitest, kannst du dir auch so eine Yacht leisten... :)

    Das nicht.

    Um mal wieder von den Beispielen wegzukommen:

    Freiburg kann noch so hart arbeiten, die werden nie in unsere Sphären kommen.
    Aber Hamburg schon.
    Dortmund.

    Schalke.

    ...

    Und auch alle mit Großkapital wie Loserkusen, Golfsburg oder Rote Pisse Leipzig.


    Die könnten sich alle mit guter Arbeit so ne Yacht leisten. Das sie das nicht können, ist doch nicht unsere Schuld. Und ob mehr und vor Allem geschenktes Geld tatsächlich einen Umschwung bewirkt, ick weeß et net.

    In Hamburg und Schlacke haben die ein schwarzes Loch. Da ist es völlig egal, wieviel man da reinpumpt, es kommt nix dabei raus.


    Das ehrlichste System wäre die Einzelvermarktung. Wir sind doch schon extrem solidarisch und verzichten mal eben locker auf 100 Mio pro Jahr (denn das würden wir Einzel vermarktet mit Sicherheit mehr erhalten als aktuell). Irgendwann ist es auch mal gut.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Auch wenn du RB nicht magst - ein Mateschitz käme im Leben nicht auf die Idee, sich in die sportlichen Dinge einzumischen, dafür bezahlt der seine Spezialisten, die davon etwas verstehen.

    Aber der Oberlogistiker Kühne, und davon hat er ja offensichtlich Ahnung, meint, dass er beim HSV die sportliche Oberaufsicht hat. Und der Metzger aus Rheda-Wiedenbrück ist auch so einer. Und dann - siehe schwarzes Loch.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Es ist schlicht so, dass gutes Wirtschaften und sportlich richtige Entscheidungen dir leider nicht helfen, wenn du nach ganz oben willst.


    Wenn es sportlich und wirtschaftlich geschickt agierenden Konkurrenten möglich ist, ganz oben mitzuspielen, bestünde kein dringender Handlungsbedarf mehr. "Totale Gleichheit" ist eine Illusion. Möchte ich auch gar nicht.

    Was denn nun? Du scheinst auch schnell zu vergessen, was du vorher geschrieben hattest.

    Und die gilt es zu ändern!

    Aber sicher nicht dadurch, dass man den erfolgreichen Teams Geld weg nimmt und den kleineren gibt. Damit wird der internationale Erfolg gefährdet, was wiederum den Verlust von CL und EL Plätzen bedeutet und wieder weniger Geld bringt. Zudem bringt eine international weniger erfolgreiche Liga auch weniger TV Einkommen im internationalen wie im nationalen Bereich.


    Einzig 50+1 zu kippen, könnte da etwas bewegen.

    0

  • Er wird es nicht einsehen, weil er es nicht einsehen will.

    Gerechigkeit ist das eine und Bestrafung derer, die gut arbeiten ist das andere.

    Dann nimm doch dem FCB und dem BVB 10 Millionen weg - das spielt bei deren Umsatz aber nur eine untergeordnete Rolle . Kann man sogar nachlesen.

    Nimmst du aber den eigentlich seriös arbeitenden Mönchengladbachern 10 Mio weg, tut das denen richtig weh und du bestrafst die, die gut arbeiten.

    An der Ligastruktur wird das überhaupt nichts ändern.

    Wer seriös und gut arbeitet, wird langsam aber sicher nach oben kommen. Und wer nicht, den werden auch die Fernsehgelder nicht helfen.


    Auch 50+1 würde absolut nichts ändern. Wenn der FCB noch 10% Anteile verkauft, hat er immer noch 65%. Denen kann es völlig egal sein, ob 50+1 oder nicht.

    Und wenn du Investor wärst, würdest du natürlich sofort dein Geld bei Mainz05 reinhauen - oder doch eher nicht.

    Da darf man sich doch nicht allen Ernstes einbilden, dass morgen die Investoren hier Schlange stehen.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Lange Rede kurzer Sinn

    50+1 abschaffen!

    Simpel

    Und dann? Stehen die Investoren bei Bielefeld, Köln, Paderborn, Mainz, Augsburg und vor allem Sandhausen, Regensburg, Würzburg und Co. sofort Schlange?

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Und dann? Stehen die Investoren bei Bielefeld, Köln, Paderborn, Mainz, Augsburg und vor allem Sandhausen, Regensburg, Würzburg und Co. sofort Schlange?


    Ach was, die Großsponsoren stehen Schlange um bei wirklich renommierten Clubs wie Rot-Weiß Fallingbostel, Eintracht Hundeluft und Querkariert Katzenelnbogen einsteigen zu können.


    Es ist mir ein Rätsel, wie immer noch diese Mär von 50+1 als Rettung herbeigeredet wird.

    Selbst, WENN sich etwas ändern würde, wären wir immer noch die absolut schärfste Braut auf dem Heiratsmarkt.

    Und wenn dann jemand mit sagen wir mal 400 Mios bei Mainz einsteigen würde, würden uns wahrscheinlich 5 Milliarden geboten.


    Ja, die Spannung die dann in der Buli herrschen würde wäre unfassbar....


    50+1 würde nur dazu dienen, daß mittelschlechte bis ganz schlechte Fußballer noch mehr Kohle verdienen würden, und natürlich ihre Piranhas......

  • Woher kommst du denn, dass du Katznelnbogen kennst?:D


    Ich denke aber schon, dass zumindest ein bis drei Mannschaften durch den Wegfall von 50+1 die Chance hätten wenigstens näher an uns rankommen könnten.

  • Und dann? Stehen die Investoren bei Bielefeld, Köln, Paderborn, Mainz, Augsburg und vor allem Sandhausen, Regensburg, Würzburg und Co. sofort Schlange?

    Sofort mit Sicherheit nicht. Aber das könnte (!) mit der Zeit kommen.

    Wolverhampton war zu der Zeit, als die Premier League sich "öffnete" mit Sicherheit nicht sofort interessant für Sponsoren.

    Und 2016 stiegen doch die Chinesen ein.

    Gut, kein Premium-Scheich, aber immerhin.

    Fakt ist doch: Wenn wir die derzeitigen Strukturen beibehalten, werden die Ligen in Spanien und England weiterhin das Nonplusultra bleiben.

    Und wir bestenfalls als Dritter dahinter.

    Aber stets mit dem Risiko, dass Frankreich und Italien uns überholen.

    Und eigentlich sollte es ja der Anspruch sein, dass wir (Bundesliga) mindestens keinen Boden verlieren.


    Man muss halt einfach endlich seinen Frieden damit schließen, dass der Profifußball Kommerz pur ist. Wer Tradition und "ehrlichen" Fußball unterstützen will, kann immer noch seinen Dorfverein anfeuern. Aber selbst da spielt mittlerweile die liebe Kohle eine viel zu wichtige Rolle.

    Mir wär's auch lieber, wenn beim deutschen Klassiker elf waschechte Bayern gegen elf waschechte Ruhrpottler spielen würden, aber die Zeiten sind unwiederbringlich vorbei.

  • Und der ein oder andere Verein würde es auch mit dem Einsteigen des Großinvestors immer noch nicht schaffen, wenn er nicht gleichzeitig die absolut professionelle Führung installieren würde. Und da steht dann wieder das geschätzte langjährige Vereinsmitglied im Weg.

    Und das ist dann der Unterschied. Wir sind doch das Paradebeispiel!

    Natürlich hätte der Aufsichtsrat einen Phillip Lahm als Sportdirektor sofort akzeptiert. Aber eben nicht als Vorstand mit ganz anderen Befugnissen. Und Lahm wäre auch nach drei Jahren wie Brazzo Vorstandmitglied geworden.

    Aber eben nicht als Einstieg mit dem Vorlauf "verdienter Spieler des Vereins". Denn dieser Audsichtsrat hält auch den Kopf hin für eine AG, die zu dem Zeitpunkt einen Umsatz von über 700 Mio schreibt.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Chelsea ManCity Wolves Leicester Everton waren vor den Übernahmen und Investitionen im Niemandsland.

    Ohne diese würden die nicht den Hauch einer Chance haben top4 oder top8 in der EPL abzuschließen.

  • Chelsea ManCity Wolves Leicester Everton waren vor den Übernahmen und Investitionen im Niemandsland.

    Ohne diese würden die nicht den Hauch einer Chance haben top4 oder top8 in der EPL abzuschließen.

    Man sollte hier nicht vergessen, wie sich der Profifussball in England entwickelt hat.

    Mag sein, dass jetzt auch mal Leicester Meister werden kann oder wie jetzt gerade wieder die Tabelle anführt,

    Auf der anderen Seite hat der Fußball dadurch seine Kultur und Identifikation mit dem "kleinen" Fan verloren, weil der es sich nicht mehr leisten kann ins Stadion zu gehen.

    Das ist eine bedenkliche Entwicklung, die am Ende dazu führen kann, dass der Fußball kein Breiten- oder Volkssport mehr ist.

  • Optimal wäre

    Jeder vermarktet sich selbst und gibt 50% ab in den Ligatopf der dann zu gleichen Teilen unter allen 18 Vereinen aufgeteilt wird.

    Fairste Regelung.

    50% wäre etwas viel. 10-20% wären in Ordnung. Da hätten Bayern, Dortmund, Schalke, Bremen, HSV und noch eine Handvoll weitere Vereine aus erster und zweiter Liga vorne dabei. Aber mit Sicherheit nicht Mainz, die ja nach fairer Verteilung der Gelder rufen.


    Haiscores Beispiel mit den Plätzchen sehe ich eher so.

    Das Mädchen (Bayern oder Doofmund) verkauft zwar die meisten Plätzchen, aber viele aus der Klasse des Jungen wissen, Mädchen sind doof, Jungs sind toll. Also kaufen die Buben nur Plätzchen von ihm (Schalke). Das Nachbarskind (Mainz) verkauft am wenigsten, weil es sich unauffällig verhält.