Kalle Rummenigge

  • Ich freue mich schon auf den Tag wenn Matteschitz ein neues Spielzeug will, dann können die da gut gearbeitet haben wie sie wollen und es gehen trotzdem die Lichter aus.
    Ich bin da eher altmodisch und fahre 10 mal lieber zum Auswärtsspiel auf Schalke als zur Fußballmannschaft des Konzerns. Sportlicher Reiz hin oder her, die Emotionalität geht mir da komplett ab und die ist für mich wesentlicher Bestandteil des Fußballs.

    Fehlende Emotionen den Leuten in der Region Leipzig vorzuwerfen stimmt einfach nicht.

    #KovacOUT

  • Fehlende Emotionen den Leuten in der Region Leipzig vorzuwerfen stimmt einfach nicht.

    Hat er auch überhaupt nicht. Es geht um die Emotionalität der Partie an sich, weil sich für die Fans genauso wenig jemand interessiert wie für Markranstädt an sich.

  • RBL und Uerdingen in einem Atemzug......

    Da war schon Schluss

    Du erkennst das strukturelle Problem nicht- was soll’s.

    Davon abgesehen wenn es so einfach wäre dann könnte man 50+1 auch streichen oder?

    "Nur werden die meisten Top Leute wie Mateschitz Hopp etc durch das leidige 50+1 abgeschreckt."


    Hahaha - wer ist denn RB Leipzig? Was hat dieses 50+1 den Mateschitz abgeschreckt! Aber sowas von abgeschreckt!

    Das geht dem am selbigenen vorbei! Dem BVB gehören noch 5,7% seiner Profis - na und, wen interessiert's denn?

    Hopp, Bayer, Wolfsburg ist das sowieso völlig wurscht.

    Aber solang solche Deppen wie ein Rettig und Co in der DFL die Mehrheit haben, bleibt eben 50+1. Dem FCB kann es egal sein.

    Und wer will sich denn solche Kirmesvereine wie Köln, S04 oder den HSV antun. Und was willst du als Investor in Bielefeld oder Paderborn.

    Mainz - auch ganz toll. Was bleibt - Augsburg, Freiburg, Union Berlin, wobei Berlin noch am ehesten eine Chance bieten würde. Stuttgart und Frankfurt schaffen es trotz des Standorts seit Jahren nicht, die Großen mit ins Boot zu holen.

    Und stattdessen hat man dann solche Komiker wie den Möwenbesitzer oder den Insolvenzkönig Windhorst.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Hier werden mal wieder völlig verschiedene Herangehensweisen und Gefühlswelten zum Thema Fußball deutlich. Aber genau in diesem Spannungsfeld bewegt sich eben der Moderne Fußball. Rein wirtschaftlich kann Fußball als Event zumindest vordergründig auch ohne aktive Fans gut leben und die dahinter stehenden Unternehmen haben es noch leichter, wenn sie diese kritischen Geister entsorgt haben.


    Dass der Brausekönig nicht nur mit Geld um sich schmeißt, sondern zum Wohle seines Produktes auch darauf achtet, sportlich mehr als konkurrenzfähig zu sein, kann man nicht bestreiten. Die Arbeit die sportlich geleistet wird ist sicherlich beispielgebend - und das liegt eben nicht nur am Geld, das dahinter steckt.


    Das ändert für mich aber nichts daran, dass das Ganze ein Konstrukt ist, das es überhaupt nur gibt - eben auch nicht zufällig im vom Spitzenfußball ausgehungerten Osten -, um das Unternehmen vom Brausekönig zu Promoten. So fehlt es diesem Verein einfach an der Seele, die Fußballvereine wie Schlacke selbst in der Kreisklasse noch hätten - entsprechende Fanbasis inklusive - und die eben aus einer Zeit kommt, wo es noch mitgliedergeführte Sportvereine waren. Das war RB zu keiner Zeit und wird es nie sein.


    Deswegen kann man sich als Fan eben auch an Schlacke und dessen Fans reiben, während RB sportlich sicherlich die größere Konkurrenz ist, aber deren Meisterschaft wäre in etwa so interessant wie die vom VfL Wolfsburg. Ungeachtet dessen, dass Leipzig natürlich schon wegen der Größe der Stadt ein größeres Umfeld hat. Grade gemessen daran, verbunden mit den schon beachtlichen Erfolgen, ist die Resonanz meines Erachtens aber eher mau. Das sähe wohl völlig anders aus, ginge es hier um LOK oder Chemie Leipzig.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Danke morri ,sehr schön zusammengefasst!


    Auch mit Leipzig hast du recht, bei Lok oder Chemie sähe das doch ganz anders aus. RB Fans sind dann doch eher wie plötzlich aus dem Boden sprießende BVB Fans vor zehn Jahren oder Anja und Tanja wenn Schland spielt. Die Region lag halt bundesligatechnisch schon ewig brach und so wurden halt Fans abgegriffen die vorher andere Favoriten hatten, aber keine riesigen Fans waren und es jetzt genießen hochklassigen Fußball in der Nähe schauen zu können. Es braucht aber niemand zu erzählen die Fans (Kunden würde es in dem Fall ausnahmsweise tatsächlich mal treffen) hätten eine tiefgehende Verbindung zum Marketingkonstrukt.


    Vor ihrer Arbeit habe ich wirklich großen Respekt und da könnten sich fast alle Traditionsvereine was abschneiden. Deshalb lasse ich mich aber trotzdem lieber in Gelsenkirchen, Nürnberg oder Giesing von Assis anpöbeln, als zu diesem seelenlosen Konkurrenten zu fahren.

  • Das "Geschäftsmodell" hat wirtschaftlich und im "Wettbewerb" natürlich einiges für sich. Jeder der auf diesen Zug aufspringt darf sich dann aber mMn gerne als "Konstrukt" bezeichnen lassen. Die Folge ist, dass die Vereine noch weniger Vereine sind und noch mehr Konzerne/ Wirtschaftsunternehmen. Da geht der Fußball sowieso seit Jahren hin, aber als Fan kann man das nicht ernsthaft wollen.

  • Doch, aber genau so muss dann nicht im wöchentlichen Rhythmus Vereine Konstrukte wie Leipzig oder Hoffenheim angegangen und abgelehnt werden.


    habs ausgebessert.

    Alternative wäre der Tastencrash gewesen.

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Und wir sind mittlerweile kein Konstrukt? Bezogen auf die Herrenabteilung im Fußball? Wir machen im Normalfall 700-800 Millionen Umsatz und haben 300.000 Mitglieder auf der ganzen Welt, von denen am Ende niemand außerhalb der Region München Einfluss nehmen kann. Das hat doch mit einem handelsüblichen Verein, der aus Leuten aus dem lokalen Umfeld besteht, rein gar nichts mehr zu tun. Wir haben Vorstände und Aufsichtsräte aus Milliarden schweren Unternehmen und orientieren uns zunehmend am internationalen Markt.


    Wir, Dortmund oder nahezu jeder andere Erstligaklub sind nicht weniger ein Konstrukt, nur weil wir noch das e.V. im Wappen tragen.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Die Folge ist, dass die Vereine noch weniger Vereine sind und noch mehr Konzerne/ Wirtschaftsunternehmen.

    Die FC Bayern AG ist ein reines Wirtschaftsunternehmen und für den finanziellen Erfolg des Vereins verantwortlich. Ohne wirtschaftlichen Erfolg oder ohne Investoren ist man international doch nur Kanonenfutter.

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  • Und wir sind mittlerweile kein Konstrukt? Bezogen auf die Herrenabteilung im Fußball? Wir machen im Normalfall 700-800 Millionen Umsatz und haben 300.000 Mitglieder auf der ganzen Welt, von denen am Ende niemand außerhalb der Region München Einfluss nehmen kann. Das hat doch mit einem handelsüblichen Verein, der aus Leuten aus dem lokalen Umfeld besteht, rein gar nichts mehr zu tun. Wir haben Vorstände und Aufsichtsräte aus Milliarden schweren Unternehmen und orientieren uns zunehmend am internationalen Markt.


    Wir, Dortmund oder nahezu jeder andere Erstligaklub sind nicht weniger ein Konstrukt, nur weil wir noch das e.V. im Wappen tragen.

    Sorry, aber das ist doch Unsinn.


    Der FC Bayern wurde als Fußballverein gegründet, hat eine 120-jährige Tradition und macht den Kommerz mit um eine schlagkräftige Fußballmannschaft finanzieren zu können.


    RB ist ein Konzern, der sich einzig und alleine um Werbung zu machen ein paar Fußballmannschaften angeschafft hat. Um Fußball geht es da 0,0. Wäre Halma der populärste Sport der Welt, dann hätte RB halt mehrere Halmamannschaften.



    Für mich ist das ein ganz elementarer Unterschied.

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  • Und wir sind mittlerweile kein Konstrukt? Bezogen auf die Herrenabteilung im Fußball? Wir machen im Normalfall 700-800 Millionen Umsatz und haben 300.000 Mitglieder auf der ganzen Welt, von denen am Ende niemand außerhalb der Region München Einfluss nehmen kann. Das hat doch mit einem handelsüblichen Verein, der aus Leuten aus dem lokalen Umfeld besteht, rein gar nichts mehr zu tun. Wir haben Vorstände und Aufsichtsräte aus Milliarden schweren Unternehmen und orientieren uns zunehmend am internationalen Markt.


    Wir, Dortmund oder nahezu jeder andere Erstligaklub sind nicht weniger ein Konstrukt, nur weil wir noch das e.V. im Wappen tragen.

    Es wäre mir neu, dass der FC Bayern im Hinterzimmer einer großen Vertriebsgesellschaft entworfen wurde oder der Profilierungsneurose eines alten Milliardärs entsprungen ist.


    Natürlich schlachten wir unsere Tradition / Werte marketingmäßig bis auf das kleinste Detail aus. Ändert aber auch nichts daran, dass wir komplett unterschiedliche Fundamente haben.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Es wäre mir neu, dass der FC Bayern im Hinterzimmer einer großen Vertriebsgesellschaft entworfen wurde oder der Profilierungsneurose eines alten Milliardärs entsprungen ist.


    Natürlich schlachten wir unsere Tradition / Werte marketingmäßig bis auf das kleinste Detail aus. Ändert aber auch nichts daran, dass wir komplett unterschiedliche Fundamente haben.

    und ist sowas von egal... wir sind kein Folklore-, Trachten- oder Schützenverein, da mag dieses Fundament eventuell wichtig (gewesen) sein.

    alle Clubs spielen Fussball und haben eine Daseinsberechtigung. muss uns ja nicht gefallen.

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  • Völlig egal wie Leute es begrifflich benennen wollen.

    Einen größeren Wettbewerb in der Buli wird es mMn nur mit der Abschaffung dieser illegalen unseligen 50+1 Regel geben.


    Auch die Multi Club Strategie von CFG und RB wird mMn zunehmend Nachahmer finden. Die nächsten werden FSG sein die sich nach Verkauf von Minderheitsanteilen andere Clubs aufkaufen werden. Bin mal gespannt welchen US Club die kaufen werden. Auf Sicht werden wohl alle europäischen Top Clubs eine wie auch geartete Verbindung mit einem MLS Club haben.

    Kroenke und Blazers sollen ja auch dran sein.

  • Und wir sind mittlerweile kein Konstrukt? Bezogen auf die Herrenabteilung im Fußball? Wir machen im Normalfall 700-800 Millionen Umsatz und haben 300.000 Mitglieder auf der ganzen Welt, von denen am Ende niemand außerhalb der Region München Einfluss nehmen kann. Das hat doch mit einem handelsüblichen Verein, der aus Leuten aus dem lokalen Umfeld besteht, rein gar nichts mehr zu tun. Wir haben Vorstände und Aufsichtsräte aus Milliarden schweren Unternehmen und orientieren uns zunehmend am internationalen Markt.


    Wir, Dortmund oder nahezu jeder andere Erstligaklub sind nicht weniger ein Konstrukt, nur weil wir noch das e.V. im Wappen tragen.

    Naja, sicherlich sind es eben heute alles mehr Unternehmen als Vereine, was ja auch von vielen bedauert wird. Aber es geht doch bei der Frage nach "Traditionsvereinen" eben um deren Wurzeln. Menschen, die sich tiefer mit dem Fußball als "Kultur" auseinandersetzen, sehen dabei eben nicht nur das heutige Event.


    Das "Konstrukt", was etwa bei RB beschrieben wird, weicht eben deshalb von den anderen Vereinen bzw. Unternehmen ab, weil hier nicht ein Unternehmen einen Verein sponsert, um Profifußball zu bezahlen, sondern es wurde ein Verein gegründet, bzw. übernommen, damit dieser als Projektionsfläche für das Produkt steht. Der eigentliche Verein hat davon aber gar nichts, im Gegenteil gibt es ihn eigentlich gar nicht mehr.


    Ich würde RB da eben auch nicht mit Hoffenheim in einen Topf werfen. Denen fehlt die Fanbasis im Vergleich zu den großen "Traditionsvereinen", weil sie unnatürlich schnell in den Profifußball reingewachsen sind, eigentlich aber ein Dorfverein bleiben. Ich werfe Hopp sein Engagement da auch nicht vor. Dass Problem für mich ist, dass er ein Typ ist, der dafür gefeiert werden möchte und er sich darauf fußend einbildet, er hätte irgendwie das Recht erworben, den Fußball nach seinem Geschmack zu verändern.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Wie kommst Du darauf das er das will?


    Dass Problem für mich ist, dass er ein Typ ist, der dafür gefeiert werden möchte und er sich darauf fußend einbildet, er hätte irgendwie das Recht erworben, den Fußball nach seinem Geschmack zu verändern.

  • Nach meiner Auffassung wurde das bereits deutlich, bei seinen legendären Sport-Studio Auftritt, kurz nachdem Hoffenheim erstklassig wurde. Man kann zu den Anfeindungen und Beschimpfungen stehen wie man will. Aber das der Umgang im Fußballstadion traditionell ein rauer ist, aber früher noch wesentlich rauer war, ist nunmal eine Tatsache. Hopp passt da vielleicht besser zum Tennis.

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  • Die FC Bayern AG ist ein reines Wirtschaftsunternehmen und für den finanziellen Erfolg des Vereins verantwortlich. Ohne wirtschaftlichen Erfolg oder ohne Investoren ist man international doch nur Kanonenfutter.

    Deswegen schrieb ich ja, dass es wirtschaftlich was für sich hat. Profifußballvereine sind notwendigerweise Unternehmen. Alles ok. Aber warum die Spirale immer weiter drehen, bis es nur noch einige wenige echte Profivereine gibt, die den Markt nach Belieben bestimmen, während der Rest sich dann als "Farm" bewerben kann, oder im darunter liegenden Bereich um die goldene Ananas kämpft. Ich würde mich schwer tun das noch als Fußball zu bezeichnen. Und ganz ehrlich: die AG interessiert mich nicht. Ich bin nur Fußballfan. Alles andere ist ein notwendiges Übel, das ich akzeptiere, weil es natürlich Spaß macht Fußball auf hohem Niveau zu verfolgen. Die andere Seite ist: wäre der FC Bayern bettelarm, wäre ich trotzdem Fan, da man das im eigentlichen Wortsinn nicht ablegen kann. Und genau das ist der Unterschied zwischen der FC Bayern AG und dem Verein. Die AG gibt mir nichts, der Verein ist Herzblut.

  • Manche scheinen ja auch das Gefühl zu haben, ein Verein sei kein Konstrukt, sondern etwas Gottgegebenes oder organisch Gewachsenes.


    Das war doch noch der echte Fussball, als es keiner Vereine und eingetragener Gründungsjahre bedurfte! Und auch noch keine Bälle aus Leder, da reichten ein paar zusammengeklebte Lumpen.

    Es lässt sich immer etwas finden, um andere Fans, Vereine, Konstrukte etc. schlecht zu reden bzw. sich selbst über die andern zu heben. Wem es damit besser geht, soll es gerne machen, viel Sinn sehe zumindest ich persönlich nicht darin.


    dreydel hat es m.E. schon richtig dargestellt. Der FC Bayern München hat doch mit dem Verein, der er mal war, rein gar nichts mehr zu tun. Verein, AG oder was auch immer ist bloss eine juristische Hülle, ein abstraktes Konstrukt, wenn man so will. Entscheidend ist doch bloss der Inhalt.

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  • Nach meiner Auffassung wurde das bereits deutlich, bei seinen legendären Sport-Studio Auftritt, kurz nachdem Hoffenheim erstklassig wurde. Man kann zu den Anfeindungen und Beschimpfungen stehen wie man will. Aber das der Umgang im Fußballstadion traditionell ein rauer ist, aber früher noch wesentlich rauer war, ist nunmal eine Tatsache. Hopp passt da vielleicht besser zum Tennis.

    denke nicht das er denkt das er sich das Recht erworben hat den Fußball als Ganzes zu verändern.

    Aber natürlich hat er das Recht erworben die TSG so zu führen und managen lassen wie er es für richtig hält. Das ist nun einmal so wenn man Eigentümer ist.


    MMn hätten Mateschitz und Hopp sicherlich lieber einen Traditionsverein übernommen, was aber die 50+1 Regel praktisch unmöglich macht, da der Club nicht so geführt werden kann wie sie es heute mit RBL und TSG machen lassen.


    Wären HSV Köln und VFB mit den beiden besser dran gewesen? Sicherlich schon.