Kalle Rummenigge

  • Die Unterschiede sind ebenso fundamental wie zu vernachlässigen:


    Wir brauchen den wirtschaftlichen Erfolg, um guten Fußball bieten zu können.

    RB braucht guten Fußball für den wirtschaftlichen Erfolg.


    Aber ganz praktisch sind die Unterschiede dann doch zu vernachlässigen, weil BEIDES sich längst verselbständigt hat.

  • Manche scheinen ja auch das Gefühl zu haben, ein Verein sei kein Konstrukt, sondern etwas Gottgegebenes oder organisch Gewachsenes.


    Das war doch noch der echte Fussball, als es keiner Vereine und eingetragener Gründungsjahre bedurfte! Und auch noch keine Bälle aus Leder, da reichten ein paar zusammengeklebte Lumpen.

    Es lässt sich immer etwas finden, um andere Fans, Vereine, Konstrukte etc. schlecht zu reden bzw. sich selbst über die andern zu heben. Wem es damit besser geht, soll es gerne machen, viel Sinn sehe zumindest ich persönlich nicht darin.


    dreydel hat es m.E. schon richtig dargestellt. Der FC Bayern München hat doch mit dem Verein, der er mal war, rein gar nichts mehr zu tun. Verein, AG oder was auch immer ist bloss eine juristische Hülle, ein abstraktes Konstrukt, wenn man so will. Entscheidend ist doch bloss der Inhalt.

    Für mich ist z.B. RB Leipzig ein "Konstrukt", weil sie zunächst mal den "Fußballverein" nicht vorrangig aus sportlichen Gründen, sondern eben mindestens zu gleichen Anteilen zu Werbezwecken aufgezogen haben. RB Leipzig ist nicht in erster Linie ein Fußballverein aus Leipzig und RB Salzburg ist nicht in erster Linie ein Fußballverein aus Salzburg. Beide sind in erster Linie "RB". Die Stadt dahinter ist völlig zweitrangig, denn es hätte auch jede andere Stadt sein können. Hauptsächlich ist es zusätzlich jedoch so, dass durch die Organisation dieser Vereine eine Wettbewerbsverzerrung stattfindet. Das ist natürlich clever eingerührt, verfälscht den Fußball jedoch noch wesentlich schärfer, als die Unmengen an Geld, die Investoren in ihre Plastikvereine pumpen.


    RB kann Vertragsregelungen umgehen (so auch schon Geschehen) oder Reserven für den Kader "parken", die dann ausgetauscht werden können.

    Genau deshalb war lange unklar, ob RB Salzburg und RB Leipzig beispielsweise in die gleiche CL- Gruppe können, weil es eben nicht um Leipzig und Salzburg geht. Sondern um RB und RB. Absolute Sonderstellung. Das hat auch nichts mehr mit Invest oder Sponsoring oder Tradition und Nicht- Tradition zu tun.

  • Manche scheinen ja auch das Gefühl zu haben, ein Verein sei kein Konstrukt, sondern etwas Gottgegebenes oder organisch Gewachsenes.


    Das war doch noch der echte Fussball, als es keiner Vereine und eingetragener Gründungsjahre bedurfte! Und auch noch keine Bälle aus Leder, da reichten ein paar zusammengeklebte Lumpen.

    Es lässt sich immer etwas finden, um andere Fans, Vereine, Konstrukte etc. schlecht zu reden bzw. sich selbst über die andern zu heben. Wem es damit besser geht, soll es gerne machen, viel Sinn sehe zumindest ich persönlich nicht darin.


    dreydel hat es m.E. schon richtig dargestellt. Der FC Bayern München hat doch mit dem Verein, der er mal war, rein gar nichts mehr zu tun. Verein, AG oder was auch immer ist bloss eine juristische Hülle, ein abstraktes Konstrukt, wenn man so will. Entscheidend ist doch bloss der Inhalt.

    Tja eben. Der „Inhalt“ der „Konstrukte“ ist entscheidend. Das ist aber mehr für mich, als das heutige Event, sondern die gesamte Geschichte. Für mich gibt das dem Ganzen erst die Seele, die es für mich wertvoll macht!


    Ich will mich dabei gar nicht über Eventfans stellen. Ich glaube aber, dass diese beliebig austauschbar sind und wir bzgl. Fußball ein Stück weit in verschiedenen Welten leben.


    Mir persönlich sind die Wurzeln des Vereins sehr wichtig für meine Art „Bayern-Fan“ zu sein. Deshalb bin ich den Leuten von der SM zum Beispiel sehr dankbar dafür, welche Arbeit sie leisten, damit diese von den heutigen Verantwortlichen bewusster gelebt werden müssen, und hoffentlich nie vergessen werden, auch wenn das Unternehmen dem Verein sicherlich mehr und mehr entrückt.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • RB hat vor vielen Jahren JaguarF1 von Ford gekauft die trotz Rieseninvestitionen und Berater Lauda erfolglos blieben.

    RB hat in kurzer Zeit mit einem guten Management und guten Leuten mit weniger Investitionen sehr viel Erfolg gehabt.


    Und genauso haben sie es mit RBL RBS und RBNY gemacht.


    Das alles auf Geld zu reduzieren ist Blödsinn denn sie kombinieren Investment mit sehr gutem Management.


    Genauso wie CFG.


    Mateschitz hätte in RBL sehr viel mehr investieren können bevor sie mit der EL Qualifikation unter das FFP gefallen sind.
    Er hat aber genau das nicht gemacht was die Eigentümer von PSG ManCity Chelsea gemacht haben.

  • Es stellt doch niemand in Frage das Mateschitz in Leipzig in Sachen Sportmanagement vieles richtig und besser als viele Konkurrenten macht. Es ist und bleibt trotzdem ein seelenloses Konstrukt. Man kann mit noch so viel Geld halt nicht alles kaufen...ihm wirds egal sein, ändert aber nix an den Tatsachen.

  • Es stellt doch niemand in Frage das Mateschitz in Leipzig in Sachen Sportmanagement vieles richtig und besser als viele Konkurrenten macht. Es ist und bleibt trotzdem ein seelenloses Konstrukt. Man kann mit noch so viel Geld halt nicht alles kaufen...ihm wirds egal sein, ändert aber nix an den Tatsachen.

    Das wird sich halt auch ändern, sollten sie große Erfolge mit großen Spielern und Trainern feiern. oder große Schlachten schlagen. Dann haben sie Dinge, auf die sie zurückblicken können, interessante Charaktere, Legenden des Klubs, international höheres Faninteresse. Von heute auf morgen geht das nicht. Aber sollten sie gut weitermachen, werden sie irgendwann mehr Profil haben.


    Nicht, dass ich das gut finde, dass die sich einfach mit an die Spitze des deutschen Fußballs kaufen können. Sie werden aber wohl mit der Zeit mehr Identität haben.


  • Und wieviel gutes, sinnvolles und langlebiges hätte er mit der Kohle tun können!

    Aber es scheint ihm lieber zu sein, sein Ego zu füttern.

  • Es stellt doch niemand in Frage das Mateschitz in Leipzig in Sachen Sportmanagement vieles richtig und besser als viele Konkurrenten macht. Es ist und bleibt trotzdem ein seelenloses Konstrukt. Man kann mit noch so viel Geld halt nicht alles kaufen...ihm wirds egal sein, ändert aber nix an den Tatsachen.

    mag sein das es für seelenlos ist, für einige Sachsen evtl nicht.


    Vielleicht kann man es ja auch als eine Herausforderung sehen das RB nicht einfach nur als seelenloser Sponsor engagiert sondern konkret Teams in diversen Sportarten erfolgreich zu managen.


    Persönlich finde ich den Ansatz spannend denn so ist das Risiko für RB viel höher

  • Das wird sich halt auch ändern, sollten sie große Erfolge mit großen Spielern und Trainern feiern. oder große Schlachten schlagen. Dann haben sie Dinge, auf die sie zurückblicken können, interessante Charaktere, Legenden des Klubs, international höheres Faninteresse. Von heute auf morgen geht das nicht. Aber sollten sie gut weitermachen, werden sie irgendwann mehr Profil haben.


    Nicht, dass ich das gut finde, dass die sich einfach mit an die Spitze des deutschen Fußballs kaufen können. Sie werden aber wohl mit der Zeit mehr Identität haben.

    Also in Vergleich zu PSG ManCity Chelsea haben sie sich nicht an die Spitze gekauft sondern auch über 10 Jahre konsequent erfolgreich sportlich entwickelt und peu a peu aufgestiegen

    Natürlich auch mit viel Investment aber bei weitem nicht so wie die anderen.

    Das ist der sehr viel unbequemere Weg der ja auch erfolglos enden kann

  • aha

    Stellst Du die Frage an alle Sponsoren und Investoren dieser Welt?


    Nein, nur Leuten, die nicht aufhören können sich bzw. ihr Produkt so ins Schaufenster zu stellen.

    F1 Team, noch ein F1 Team, Weltraumfallschirmspringer, Air Races, Fußball Team, noch ein Fußball Team, noch eines, noch eines und noch eines, Extremsportarten inkl. tödlicher Unfälle und was weiß ich noch alles.

  • Aber das ist doch das Konzept, um das Waschwasser an den Mann zu bringen...:?:


    Produktionskosten sind kaum vorhanden. Und der Vertrieb wird kaum die hohen Dosen-Preise auffressen. Kenne die Kalkulation nicht, aber ich schätze mal, dass Werbung der mit Abstand größte Kostenfaktor bei RB ist.

  • Bei allen Vorbehalten gegen RB muss ich allerdings anerkennen, dass die Strategie vom Brausekönig schon sehr gut durchdacht ist.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Nein, nur Leuten, die nicht aufhören können sich bzw. ihr Produkt so ins Schaufenster zu stellen.

    F1 Team, noch ein F1 Team, Weltraumfallschirmspringer, Air Races, Fußball Team, noch ein Fußball Team, noch eines, noch eines und noch eines, Extremsportarten inkl. tödlicher Unfälle und was weiß ich noch alles.

    frag mal die vielen vielen Breitensportler die immerhin von RB mehr bekommen als von irgend einem anderen was die von dem sogenannten Ego halten


    Keiner hat das bisher so gemacht

  • Das wird sich halt auch ändern, sollten sie große Erfolge mit großen Spielern und Trainern feiern. oder große Schlachten schlagen. Dann haben sie Dinge, auf die sie zurückblicken können, interessante Charaktere, Legenden des Klubs, international höheres Faninteresse. Von heute auf morgen geht das nicht. Aber sollten sie gut weitermachen, werden sie irgendwann mehr Profil haben.


    Nicht, dass ich das gut finde, dass die sich einfach mit an die Spitze des deutschen Fußballs kaufen können. Sie werden aber wohl mit der Zeit mehr Identität haben.

    Sicherlich, aber das hat Grenzen. Der Mythos, den die Traditionsvereine heute um ihre Legenden stricken, ist vor allem deshalb möglich weil die Wenigsten diese Zeit noch aktiv mitbekommen haben und wer doch dabei war, der war nicht Ansatz so nah dran wie es heute. Es sind eben Mythen, weil nicht alles haarklein belegbar (Quelle?!?!) ist und medial endlos zerredet wurde. Von den großen Namen der Vergangenheit, Rahn, Walter, Kuzorra, Seeler, Netzer, unsere goldene Generation, es bleiben von 10-15 Jahren Karriere und vielen hundert Spielen meist nur wenige Minute absolute Highlights, den Rest hat die Zeit verschluckt.


    Richtig, solche Mythen brauchen Zeit zum Wachsen, diese Zeiten waren bei vielen Clubs auch deswegen legendär weil davor und danach meist lange (in manchen Fällen für immer) ziemlich Ebbe war. Wie soll das heute funktionieren wo jeder Kirmescup der Next Big Shit ist und jeder Bauernlümmel, der dreimal den Ball hochhalten kann zum nächsten "Juwel" hochgejazzt wird?


    Man sieht es doch auch bei uns, auch hier im Forum. Es geht immer nur um den nächsten noch geileren Spieler und das nächste Topspiel. Wer blickt denn noch zurück oder weiß auch nur den Moment zu schätzen? Immer mehr, immer schneller, immer lauter, immer größer...das ist kein Biotop in dem Mythen wachsen. Nicht in Leipzig und auch sonst nirgends. Auch bei uns wurde ja zB die "Sinnhaftigkeit" des Abschiedsspiels von BS31 hinterfragt, schließlich war ja drei Tage später das enorm wichtige Punktspiel gegen den VfB Stuttgart von dem wohl niemand mehr aus dem Kopf sagen kann wie es ausgegangen ist...

  • Hatte mal Gelegenheit etwas länger mit Uwe zu reden. Der sieht das natürlich alles genauso wie Du das beschreibst aber trotzdem hätte er gerne gesehen das man Kühne die Kontrolle gäbe um den HSV zu sanieren und nach vorn zu bringen ( und gleichzeitig die Egos wie Hoffmann Huncke etcetcetc endgültig entsorgt denn die sind die wahren Totengräber des Clubs).


    Also nicht entweder oder sondern das eine mit dem anderen verbinden.

  • Manche scheinen ja auch das Gefühl zu haben, ein Verein sei kein Konstrukt, sondern etwas Gottgegebenes oder organisch Gewachsenes.


    Das war doch noch der echte Fussball, als es keiner Vereine und eingetragener Gründungsjahre bedurfte! Und auch noch keine Bälle aus Leder, da reichten ein paar zusammengeklebte Lumpen.

    Es lässt sich immer etwas finden, um andere Fans, Vereine, Konstrukte etc. schlecht zu reden bzw. sich selbst über die andern zu heben. Wem es damit besser geht, soll es gerne machen, viel Sinn sehe zumindest ich persönlich nicht darin.


    dreydel hat es m.E. schon richtig dargestellt. Der FC Bayern München hat doch mit dem Verein, der er mal war, rein gar nichts mehr zu tun. Verein, AG oder was auch immer ist bloss eine juristische Hülle, ein abstraktes Konstrukt, wenn man so will. Entscheidend ist doch bloss der Inhalt.

    Was, mit Verlaub, Käse ist. Wir reden hier über komplett verschiedene Dinge.


    Bei RB ist der Fußball das Mittel zum Zweck, nämlich der "Werbung", um das Unternehmen RB zu finanzieren. Bei uns ist "Werbung" das Mittel zum Zweck, nämlich um uns zu finanzieren. Zwei komplett verschiedene Sachverhalte.


    Oder anders Formuliert. Den FC Bayern München gäbe es auch ohne den ganzen Klamauk. RB Leipzig gibt es wegen des Klamauks. Ein kleiner, aber feiner, Unterschied.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • frag mal die vielen vielen Breitensportler die immerhin von RB mehr bekommen als von irgend einem anderen was die von dem sogenannten Ego halten


    Keiner hat das bisher so gemacht


    Das ist schön.

    Ich frage mich nur von welchem Breitensport Du redest?

    Ich habe kein Propellerflugzeug in der Garage stehen, besitze auch keinen Wingsuit, in ein F1 Cockpit passe ich nicht rein und auch ansonsten sind das wohl eher elitäre Sportarten die von Mateschitz unterstützt werden.


    Wenn er in den Breitensport hätte investieren wollen, dann wäre er besser beim ÖFV aufgehoben gewesen.

    Amateurvereine und Ehrenamtler unterstützen, die Basis fördern, Leichtathletik, Schwimmen, es gäbe so vieles an Breitensport.


    Nein, er unterstützt lieber den Breitensport Profifußball, Formel 1 und Weltraumspringer......