Kalle Rummenigge

  • Auch wenn er medial weit weniger präsent war, den Abgang von KHR werden wir wohl sehr viel deutlicher spüren als den von UH.


    Man muss sich das mal vor Augen führen: De FIFA kürt nach vorheriger Absage den Weltfussballer und veranstaltet die Klub-WM nachdem Kalle "mal eben" zum Handy gegriffen und seinen Kumpel Gianni angerufen hat. Klar kann er Kahn dann nächstes Jahr sein Telefonverzeichnis überlassen, aber es bringt halt wenig die Mächtigen der Fußballwelt auf Kurzwahl zu haben wenn die im Zweifelsfall nicht drangehen.


    Das wird für den Titan vermutlich die größte Aufgabe in seinem neuen Job und Corona macht das natürlich nicht leichter diesen Übergang jetzt vorzubereiten. Ich hatte echt ein bisschen Hoffnung das KHR seinen Abgang auf Grund der aktuellen Entwicklung noch ein Jahr nach hinten verschiebt, aber das scheint alles in Stein gemeisselt wenn man ihn am Sonntag gehört hat ;(

  • KHR hat jegliche Funktion in DFB DFL UEFA FIFA etc kategorisch ausgeschlossen .


    Denke auch nicht das er zumindest operativ jemals für einen anderen Club arbeiten würde.


    Wenn es aber jemals zu einer privatwirtschaftlichen Form einer Superleague kommen sollte wäre ich mir nicht sicher ob er eine CEO Funktion ablehnen würde.


    Ansonsten kann ich mir sehr gut als Berater für diverse Organisationen vorstellen.


    Den AR beim FCB tut er sich MMn deshalb nicht an weil er seinen Tete a Tete mit UH nicht fortsetzen möchte.

  • Auch wenn er medial weit weniger präsent war, den Abgang von KHR werden wir wohl sehr viel deutlicher spüren als den von UH.


    Man muss sich das mal vor Augen führen: De FIFA kürt nach vorheriger Absage den Weltfussballer und veranstaltet die Klub-WM nachdem Kalle "mal eben" zum Handy gegriffen und seinen Kumpel Gianni angerufen hat. Klar kann er Kahn dann nächstes Jahr sein Telefonverzeichnis überlassen, aber es bringt halt wenig die Mächtigen der Fußballwelt auf Kurzwahl zu haben wenn die im Zweifelsfall nicht drangehen.


    Das wird für den Titan vermutlich die größte Aufgabe in seinem neuen Job und Corona macht das natürlich nicht leichter diesen Übergang jetzt vorzubereiten. Ich hatte echt ein bisschen Hoffnung das KHR seinen Abgang auf Grund der aktuellen Entwicklung noch ein Jahr nach hinten verschiebt, aber das scheint alles in Stein gemeisselt wenn man ihn am Sonntag gehört hat ;(

    Puh.

    Darüber lässt sich aber streiten.

    Ob das sooo toll ist, dass der Vorstandvorsitzende mit dem FIFA-Präsident ein freundschaftliches Verhältnis pflegt und es sich dabei auch noch um den Infantino handelt.

    Ich finde nicht.


    Mich nennt man hier einen Wichtigmacher, muss man sich im Live-TV ständig selbstbeweihräuchern, was man alles so tut und kann?

    Wenn ein einzelner Funktionär den Weltverband FIFA dazu bringen kann, die FIFA-Wahlen oder auch die Klub-WM doch stattfinden zu lassen - dann läuft ja wohl gewaltig was schief, das sowieso, aber das hätte ich nicht für möglich gehalten und begrüße ich natürlich nicht wirklich.

    Da brauch man sich dann nicht wundern, wenn von Mafia im Bezug auf Fußballverbände gesprochen wird, wenn sich solch Szenen abspielen und die auch noch der Wahrheit entsprechen.

    Wobei ich das nicht wirklich glaube, dass das wirklich so ablief und nur weil da ein KHR irgendwo anruft findet keine Klub-WM statt oder nicht.


    Ob wir den Abgang deutlich zu spüren bekommen, wird man abwarten müssen.

    Keiner weiss so recht wie Oliver Kahn in der Position wirklich tickt, kann Fluch oder Segen eintreten.

  • Klub-WM: Hat Kalle im Dopa gesagt. Mannschaft und Trainer sind direkt nach dem Supercup auf ihn zugekommen und haben darum gebeten das er "seinen Freund Infantino" anruft und darum bittet dass das Turnier stattfindet damit wir den historischen sechsten Titel holen können. Die Durchführung stand bis in den November hinein in Frage weil der Terminplan das eigentlich nicht hergibt. Wenn der FCB gesagt hätte: Freunde, zwei Wochen später ist CL-AF, ihr tickt ja nicht sauber, dann würde es wohl keine Klub-WM 2020 geben.


    Weltfussballer: War im Sommer eigentlich groß in allen Medien nachdem France Football den Ballon d'Or abgesagt hat:

    Vor dem Anruf:

    https://www.rtl.de/cms/weltfus…wissen-reden-4585268.html

    Nach dem Anruf:

    https://www.kicker.de/lewandow…020-werden-790261/artikel


    Darüber lässt sich aber streiten.

    Mit irgendwem bestimmt, aber nicht mit mir, denn deine moralgeschwängerte Dauerentrüstung über alles und jeden sind mir Einerlei.


    Infantino ist nun mal FIFA-Präsident, das kann man finden wie man mag. Ob ein gutes Verhältnis zu ihm "toll" ist weiss ich nicht, beeindruckend ist es allemale und hilfreich sowieso, wie man sieht.

  • My humble opinion:


    Das sind so Diskussionen, bei denen man über das Politikverbot froh ist (oder wäre, wenn es konsequent durchgesetzt würde). Aber wie auch in den meisten anderen, politischen Themen liegt das Problem hier in erster Linie darin, dass die meisten Leute einfach nicht mehr dazu in der Lage sind, vernünftig zu diskutieren.


    Ich schließe mich da selbst nicht mal aus, die Web-Diskussions"kultur" hat mich zu einem Zyniker gemacht, der eigentlich gar nicht mehr diskutieren sondern sich nur noch über Idioten lustig machen will. Schönes Ventil für die persönliche Frustration, aber völlig nutzlos. Vor allem wenn das alle so machen.



    Was das Thema selbst angeht: Ich glaub Kalle hat einfach das Ausmaß der Hysterie nicht erfasst. Mangels Medieninfo (glaubt ihr, der liest jeden Tag die Zeitung wo drin steht was für ein Fussballzerstörer er ist, seit 30 Jahren), vielleicht wegen seinem Alter. Gilt auch für Reif, der den Shitstorm auch gerade abbekommt. Früher hiess es dass die Alten mit Lebenserfahrung gute Mediatoren zwischen den Jungen sind, die nur Extreme kennen. Heute macht man die Alten fertig und ersetzt sie mit Gesinnungsgenossen, bis alles ideologisch-mehrheitlich durchverblödet ist und der Bürgerkrieg ausbricht. Halleluhja.

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  • Was das Thema selbst angeht: Ich glaub Kalle hat einfach das Ausmaß der Hysterie nicht erfasst.

    Richtig.. Denn das was eddiedean hier nach dem Paris-"Skandal" geschrieben hat bzgl wer darüber entscheidet was Rassismus ist und was nicht, das mag in der Filterblase von Twitter, den Kommentarspalten von taz und ZEIT und einem Teil des bürgerlichen Milieus gelebte Realität sein, gesellschaftlicher Common Sense ist es aber nicht und das gilt zB auch für viele Dinge rund um den Gender-Themenkomplex. Geh mal raus auf die Straße und frag 100 Leute was "Manplaining" ist...zwanzig hauen dir direkt eine aufs Maul, fünfzig drücken dir nen Euro in die Hand und wünschen gute Genesung und fünfzehn tun so als hätten sie dich nicht verstanden.


    Die breite Masse hat vielleicht so gerade mitbekommen das man Neger nicht mehr sagen soll, also zumindest öffentlich, aber wer seinen Lebensmittelpunkt im realen Leben und nicht in Social Media oder auf einem Campus hat, der hält "People of Color" vermutlich für eine VillagePeople-Coverband.


    jarlaxle2002 hat das schon richtig geschrieben, gerade bei diesen Leuten sorgt man mit dieser völlig überzogenen Hysterie letztlich nur für Ablehnung statt Akzeptanz und schadet damit der eigenen Sache mehr als das es nützt.

  • Was das Thema selbst angeht: Ich glaub Kalle hat einfach das Ausmaß der Hysterie nicht erfasst. Mangels Medieninfo (glaubt ihr, der liest jeden Tag die Zeitung wo drin steht was für ein Fussballzerstörer er ist, seit 30 Jahren), vielleicht wegen seinem Alter. Gilt auch für Reif, der den Shitstorm auch gerade abbekommt. Früher hiess es dass die Alten mit Lebenserfahrung gute Mediatoren zwischen den Jungen sind, die nur Extreme kennen. Heute macht man die Alten fertig und ersetzt sie mit Gesinnungsgenossen, bis alles ideologisch-mehrheitlich durchverblödet ist und der Bürgerkrieg ausbricht. Halleluhja.

    Ich glaube, Kalle weiß genau, was er tut! In Zeiten von Internet und Social Media gibt es keine Diskussion mehr, sondern nur noch Rechthaber.

    Und dank Internet findet jeder, auch wenn er von den komplexen Dingen keinerlei Ahnung hat, immer genug, die seine Meinung teilen und ganz toll finden.

    Ob die nun richtig oder völlig daneben ist - egal. Man ist sich einig - und wer das anders sieht, muss ja Unrecht haben.

    Twitter und ähnliche Dinge regieren die Welt. Damit kann man sogar amerikanischer Präsident werden.

    Nimmt man sich die Komplexität der Fußballregeln, der Stukturen von Fifa, UEFA und den nationalen Verbänden und all ihren Bestimmungen, dann braucht es schon ausgebildete Juristen, die das alles noch durchschauen. Das gleiche hat man beim Vertragsrecht, beim Wirtschafts- und Aktienrecht, beim Vereinsrecht und Finanzrecht. Und seltsamerweise "umgeben" sich die diversen Vorsitzenden/ Präsidenten/ Geschäftsführer mit genau den Spezialisten, die sich mit all diesen Paragraphen auskennen.

    Und deshalb ist dem guten Kalle nach all den Jahrzehnten diese ganze Hysterie ziemlich wumpe! Er hat seine Spezialisten, seine Juristen, seine Finanzexperten und ob das den ganzen Herrschaften, die über gesundes Halbwissen verfügen, gefällt, ist ihm völlig egal - denn, um es mit seinem Lieblingszitat zu sagen, am Ende des Tages hält er als Vorstandvorsitzender gegenüber dem Aufsichtsrat oder dem Verein den Kopf hin. Und kein anderer!

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Ich glaube, Kalle weiß genau, was er tut!

    Nein, glaub ich nicht. Kalle ist ein exzellenter Fussballmanager, aber letztendlich auch so ne Art Fachidiot. Der auch - am Ende des Tages - keinen großen Wert auf Rhetorik legt. Er hat ja selbst gesagt, beim selben Doppelpass, dass er nie für einen Verband arbeiten könnte weil ihm der Politik-Krampf auf den Keks geht.


    Und davon hat er jetzt eine Dosis bekommen; als Manager beim DFB geht's nur um Sprache, darum, dass niemand sich angepisst fühlt. Und genau deshalb macht Bierhoff den Job, denn der kann das wie kein anderer. Der könnte sofort als Merkel-Nachfolger kandidieren und würde wahrscheinlich gewählt werden. Gott bewahre. Hauptsache nach aussen alles korrekt, dann kann der Schädel auch gerne hohl sein.

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  • suedstern80 : ich bin etwas schockiert, dass ich da jetzt reingezogen werde. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich damals festgestellt, dass es SO SEIN SOLLTE, dass Opfer darüber entscheiden, was sie als rassistisch empfinden - nicht, dass es so ist.

    Mit Kalle und seiner völlig unnötigen Querverbindung dagegen habe ich tatsächlich einfach gar nichts zu schaffen.?(

  • Nein, glaub ich nicht. Kalle ist ein exzellenter Fussballmanager, aber letztendlich auch so ne Art Fachidiot. Der auch - am Ende des Tages - keinen großen Wert auf Rhetorik legt. Er hat ja selbst gesagt, beim selben Doppelpass, dass er nie für einen Verband arbeiten könnte weil ihm der Politik-Krampf auf den Keks geht.


    Und davon hat er jetzt eine Dosis bekommen; als Manager beim DFB geht's nur um Sprache, darum, dass niemand sich angepisst fühlt. Und genau deshalb macht Bierhoff den Job, denn der kann das wie kein anderer. Der könnte sofort als Merkel-Nachfolger kandidieren und würde wahrscheinlich gewählt werden. Gott bewahre. Hauptsache nach aussen alles korrekt, dann kann der Schädel auch gerne hohl sein.

    Der macht diesen Job, weil er erkannt hat, dass da viele Pappnasen sitzen, die überhaupt keinen Plan haben, aber an ihren Pöstchen kleben - schöne Reisen, tolle Hotels, immer freien Eintritt und noch ein bisschen Kohle - hat doch was.

    Und der in den Anfängen von allen als Frühstücksdirektor verlachte Manager, der als Laufbursche die Hotels resrvieren durfte, ist vor allem eines - völlig unterschätzt worden.

    Nach der letzten Reform des DFB gibt es das Präsidium und 4 Direktoren, die selbstverständlich auch Teil des Präsidiums sind.

    Und einer dieser vier Direktoren des DFB ist Bierhoff! Der kann sich praktisch nur noch selbst entlassen. Und wenn die EM über die Wupper geht, dann schmeißt Herr Direktor mal kurz den Jogi raus. Der Typ ist kalt wie ne Hundeschnauze.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • suedstern80 : ich bin etwas schockiert, dass ich da jetzt reingezogen werde. Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich damals festgestellt, dass es SO SEIN SOLLTE, dass Opfer darüber entscheiden, was sie als rassistisch empfinden - nicht, dass es so ist.

    Mit Kalle und seiner völlig unnötigen Querverbindung dagegen habe ich tatsächlich einfach gar nichts zu schaffen.?(

    Oh Pardon, ich wollte dich da in nix reinziehen sondern hatte nur noch im Kopf das du es halt sehr auf den Punkt formuliert hattest wie die (nach meiner Wahrnehmung) aktuelle Definition zu dem Thema bei denen ist, von denen jetzt die Kritik an dem KHR-Auftritt ausgeht. Das war jetzt eher wie ein Wikipedia-Verweis gemeint, so weit das da ja in dem Fall auch ein Name dranhängt hab ich nicht gedacht. Sorry dafür.

  • Nach dem Triple ist vor dem Triple: Das Corona-Jahr 2020 hat den FC Bayern gefordert – und der Klub hat alles gemeistert. Die Messlatte für die nächsten Monate ist nun hoch. Worauf kommt es 2021 an? Unsere Führungsfiguren schauen in der neusten Ausgabe des Vereinsmagazins „51“ nach vorne. Im ersten von sieben Teilen sprachen wir mit dem Vorstandsvorsitzenden Karl-Heinz Rummenigge.


    https://fcbayern.com/de/news/2…rummenigge?shortURL=h4QIu

    Danke Jungs, für ein unbeschreibliches Fußballjahr!

  • Rummenigge: Jürgen Klinsmann und der FC Bayern passten in unserer Klubkultur und unserer Philosophie leider einfach nicht wirklich zusammen. Er war ja kein Trainer im Sinne eines Trainers, er war eher ein Projektleiter. Er hat seinen eigenen Co-Trainer mitgebracht, das war leider sein großes Problem. Wir hätten ihm damals einen deutschen Top-Trainer an die Seite stellen müssen.


    Und was wäre dann die Aufgabe vom Diver gewesen? ^^

  • Rummenigge: Jürgen Klinsmann und der FC Bayern passten in unserer Klubkultur und unserer Philosophie leider einfach nicht wirklich zusammen. Er war ja kein Trainer im Sinne eines Trainers, er war eher ein Projektleiter. Er hat seinen eigenen Co-Trainer mitgebracht, das war leider sein großes Problem. Wir hätten ihm damals einen deutschen Top-Trainer an die Seite stellen müssen.


    Und was wäre dann die Aufgabe vom Diver gewesen? ^^

    Gute Frage.


    Klinsi war ja damals u. a. Wunsch von Kalle, uli wollte ja klopp.

    rot und weiß bis in den Tod

  • Klinsmann hat bestimmte Qualitäten. Diese liegen halt nicht im Bereich der Taktik, aber Veränderungen, die er angestoßen hat und die damals teilweise belächelt wurden, sind heute Standard - was man persönlich von ihm halten mag sei dahingestellt und dass sein Auftritt in Berlin peinlich war, ist nochmal ein anderes Kapitel.


    Auch bei der Nationalmannschaft war er ja, wie er selber sagt, eher "Supervisor" und Löw derjenige, der für die Taktik zuständig war. Damals haben aber auch viele schon vor Beginn der Amtszeit von Klinsmann den Finger genau in jene Wunde gelegt. Schade, dass wir das damals nicht einfach anders gelöst haben als mit Martin Vasquez, der leider nicht das Format hatte, einen Bundesligisten zu trainieren.

    Reiner Weltverein, ma' sag'n!