Uli Hoeneß

  • Ob Bernat Scheißdreck spielt und uns ALLEINE das Weiterkommen gekostet hätte ( in einem Mannschaftssport!) oder ob Hummels und Boateng "Altherrenfußball" spielen, da sehe ich beim Thema Antasten der Würde keinen Unterschied. Und wenn man unsere Innenverteidigung anschaut in dieser Saison, hat Thon doch völlig Recht. Gerade Boateng merkt man doch an, dass er viel lieber in Paris oder sonst wo wäre.

    Naja, ein paar Aussetzer hatten sie, Hummels führt sogar in der Unforced Error-statistik, aber ansonsten sind alle IVs, insbesondere Süle, stabil in dieser Saison. Man darf nie die Gegner, das tun die Fans immer noch zu oft. Sie haben zwar den größten Respekt, aber suchen dennoch ihre kleine Möglichkeiten, wie WOB beim 1:2.
    Plötzlich schieben sie einen Angriff ein, wie es unter PEP nicht besser hätte gestaltet werden können. Leider hat dort Kimmich etwas zu spät gehandelt und zu spät antizipiert.

    Mein Verein - Mein Leben - Kämpfen für den Erfolg -

  • Zu spät antizipiert. Ist das semantisch eigentlich möglich? Ist wohl ein ähnliches Phänomen wie mit dem aufsteigenden Ast. Werd ich auch nie verstehen.

    Breitner mag vielen jetzt mal genau ins Konzept passen. Man wird sich schlussendlich aber doch darin einig werden müssen, dass er seit jeher eher opportunistisch veranlagt ist und seine Aussagen auch jetzt entsprechend zu werten sind.

  • Zu spät antizipiert. Ist das semantisch eigentlich möglich? Ist wohl ein ähnliches Phänomen wie mit dem aufsteigenden Ast. Werd ich auch nie verstehen.


    Breitner mag vielen jetzt mal genau ins Konzept passen. Man wird sich schlussendlich aber doch darin einig werden müssen, dass er seit jeher eher opportunistisch veranlagt ist und seine Aussagen auch jetzt entsprechend zu werten sind.

    Viele Äste steigen auf, also vom Boden weggerichtet.


    Und man kann ja Dinge zu spät für eine Sache antizipiert haben, aber grundsätzlich antizipiert haben. Ich kann ja etwas voraussehen, aber für eine bestimmte Sache zu spät.


    Aber egal.


    Zu Breitner: Nicht nur, dass auch ein Blinder mal ein Korn findet, sondern ich finde das extra-peinlich, weil er mit völligem Überschwang jahrelang wie ein FCB-Cheerleader agierte und man schon damals auch in jene Richtung seine Worte nicht ernstnehmen konnte.

    FC Hollywood 2.0


    Est. 25.11.2016

  • In seinem BR Auftritt hat Breitner wieder einiges geschwurbelt, vor allem, was die Taktik betrifft. Aber - ob man ihn jetzt mag oder nicht - mit Anderem hat er absulut Recht: „Ich muss Respekt vorleben, Achtung vor den Menschen vorleben, Höflichkeit und Fairness vorleben, dann kommt auch einer zurück“, lautete seine Empfehlung. „Das wäre eigentlich die oberste Aufgabe der Führung des Klubs FC Bayern.“


    Das finde ich ich die Kernaussage. Wenn ich mir als Verein noch auf dem Podium widerspreche, indem ich von den Medien Objektivität und Achtung einfordere, dann aber einen Ex-Spieler, der sich nichts zu Schulden hat kommen lassen, an die Wand nagle, er habe "Scheißdreck" gespielt, weshalb man ihn verkauft habe, dann zeigt das ganz klar, wie tief das Niveau in dieser Führung, vor allem bei Uli Honess, inzwischen gesunken ist.


    Man könnte Breitners Satz anders sagen, nämlich: "Man muss Offenheit und Neugierde für neue, innovative Konzepte zeigen, um qualifizierte Personen für den Verein zu gewinnen." Und genau das passiert null. Tuchel wird offen als linker Stinkstiefel disqualifiziert, eine Legende, die Aki Watzke mit der BILD beim BVB in die Welt gesetzt hat. Bei Nagelsmann heißt es: "Er ist zu jung!" - für uns...muss man hinzufügen, nicht für Real Madrid, die auch bei ihm angefragt haben und auch nicht für RBL, die ihn verpflichtet haben. Lahm verliert man an den DfB, Kahn ans ZDF, obwohl beide einen Riesenstatus weltweit haben und sicher mehr Struktur in den Verein bringen würden als "Gas geben!"-Brazzo. Mit Eberl, einem der größten Manager Talente der Bundesliga und als Ex-Bayern München Spieler sogar ins enge "Stallgeruch"-Korsett passend, einigt man sich nicht. Warum? Vermutlich, weil er eigene Ideen hatte...zu viele eigene Ideen!


    Stattdessen treiben Hoeness Bruder und sein Neffe im ineffizienten Nachwuchs-Leistungszentrum ihr Unwesen, werden jene Ex-Spieler mit Stallgeruch für wichtigste Posten eingesetzt, bei denen es am wahrscheinlichsten ist, dass sie keine eigene Meinung haben und bloss nichts verändern. Mit einer derartigen Politik und Öffentlichkeit schottet man den Club unbewußt effizient gegen Toptrainer und Topspieler ab, gegen zukunftsfähiges Personal. Denn die Lachnummern und Tiraden sind international abrufbar. Umgekehrt kann jeder sehen, was ein Tuchel mit PSG macht, den Hoeness für unqualifiziert hält. Jeder kann sehen, wie ein Bernat bei PSG aufspielt, dessen Spiel bem FCB Hoeness "Scheißdreck" nennt. - Wir machen uns zunehmend lächerlich!


    Es gibt ein Wort dafür: "Realitätsverlust!"

  • „Ich muss Respekt vorleben, Achtung vor den Menschen vorleben, Höflichkeit und Fairness vorleben, dann kommt auch einer zurück“, lautete seine Empfehlung. „Das wäre eigentlich die oberste Aufgabe der Führung des Klubs FC Bayern.“


    Dafür ist Uli aber in der Tat der falsche Mann. Aber das war schon immer so. Da war ein Franz Beckenbauer natürlich völlig anders gestrickt. Dafür hat UH andere Qualitäten.


    Vielleicht wäre es aus formalistischer Sicht umgekehrt besser - KHR als Präsident und AV, Uli als VV. An der öffentlichen Wahrnehmung würde sich dadurch allerdings rein gar nichts ändern. An den Machtverhältnissen auch nichts.

  • Dafür ist Uli aber in der Tat der falsche Mann. Aber das war schon immer so. Da war ein Franz Beckenbauer natürlich völlig anders gestrickt. Dafür hat UH andere Qualitäten.


    Vielleicht wäre es aus formalistischer Sicht umgekehrt besser - KHR als Präsident und AV, Uli als VV. An der öffentlichen Wahrnehmung würde sich dadurch allerdings rein gar nichts ändern. An den Machtverhältnissen auch nichts.

    Mir geht's nicht (nur) um die Personen. Sondern um deren Entscheidungen.


    Man gibt Bernat an den direkten CL Konkurrenten PSG ab, für 5 !!! Millionen, an einen Scheichclub !!! und brüstet sich noch damit, schickt ihm weltweit noch Grüße hinterher, er habe "Schaissdreck" in einem !!! Spiel gespielt und deshalb habe man ihn verkauft. Und dann geht man mit einem deutlich über 30-jährigen Backup für beide Seiten in die Saison, bei dem das Verletzungsrisiko statistisch einfach deutlich größer ist als bei einem Jüngeren und der in den vergangenen Jahren ordentlich gespielt hat aber sicher keine Bäume ausgerissen hat, ja, der beim Ausscheiden im Spiel gegen Real Madrid mindestens einen solchen "Schaissdreck" gespielt hat wie Bernie gegen Sevilla.


    Das ist einfach das komplette Schildbürgertum. Charme-Offensive, Trainer-"Findung", Kaderpolitik (teilweise muss man ehrlich sagen, denn hier wurden auch richtige Entscheidungen getroffen) und vor allem Öffentlichkeitsarbeit und Management im Bereich Sportdirektor sind extrem "verbesserungswürdig", um mal einen Euphemismus zu benutzen.


    Ein Unternehmen in der Industrie, das wie der FCB 600 Mio. Umsatz macht, könnte sich eine derart bier- bzw. weinselige Politik (Re: Raimund Hinko) nicht leisten! Und auch bei uns steht das dann eben dem Erfolg in der nahen Zukunft im Weg. Verstehe nur nicht, wie man den hervorragen Weg der Jahre 2010 bis 2016 so gezielt verlassen konnte. Das ist einfach dumm.

  • Ein Unternehmen in der Industrie, das wie der FCB 600 Mio. Umsatz macht, könnte sich eine derart bier- bzw. weinselige Politik (Re: Raimund Hinko) nicht leisten! Und auch bei uns steht das dann eben dem Erfolg in der nahen Zukunft im Weg. Verstehe nur nicht, wie man den hervorragen Weg der Jahre 2010 bis 2016 so gezielt verlassen konnte. Das ist einfach dumm.


    Deine generelle Kritik ist ja bekannt. Teilweise teile ich sie, teilweise nicht.


    Die Analogie zu anderen Wirtschaftsunternehmen derselben wirtschaftlichen Größenordnung ist dennoch unzulässig, weil die Voraussetzungen andere sind. Denn unser "Produkt" ist eben nicht nur der Fußball, den wir Woche für Woche abliefern. Wir sind nicht aus dem Geschäft, bloß weil wir mal auf´s falsche Pferd setzen und weiter Röhren-Fernseher herstellen wollen, während die Konkurrenz längst Flachbildschirme produziert.


    Uli ist nicht nur irgendein Aufsichtsratsvorsitzender, der auch mal auf´s falsche Pferd setzt - er ist TEIL des Produkts. Wird leider gerne übersehen.

  • Komisch, das Produkt funktionierte hervorragend als er nicht ein Teil davon in Ämtern war. Und es würde auch in Zukunft ohne ihn funktionieren, wahrscheinlich sogar besser.


    Früher oder später werden wir´s erfahren. Wenn´s nach mir geht: später.

  • Hoffentlich sehr bald !

    absolut! UH ist nur noch erbärmlich, seine ganze Art ist mMn selbstherrlich, altertümlich und eines modernen Vereins unwürdig. Wird Zeit das er endlich geht, was hatten wir eine Ruhe im Verein als er nicht da war, seitdem er wieder in Funktion ist, ist alles ins schlingern geraten. Er duldet niemanden neben sich, ist für innovative Dinge absolut nicht zu haben. Seine transferpolitik ist mMn eine Katastrophe. Er hockt lieber auf der Kohle. Erst wenn der bvb oder ein anderer Verein uns wieder mal eine Saison vermiest, dann und nur dann wird er aktiv, kennen wir ja aus der Vergangenheit.
    UH tu uns einen gefallen und erkläre auf der JHV das du aufhörst, damit endlich jüngere ran können.

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  • Haben wir doch schon erlebt, wie hervorragend der Verein ohne Hoeneß funktioniert. Das waren in allen Bereichen hervorragende 3 Jahre.

    Stimmt ich erinnere mich sehr gern an die seriöse und sehr angenehme aussendarstellung, man hat uns damals den Erfolg gegönnt ohne dass es Neid und Häme gab und vorallem wir sind sehr respektvoll mit den Gegnern umgegangen

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  • Uli ist nicht nur irgendein Aufsichtsratsvorsitzender, der auch mal auf´s falsche Pferd setzt - er ist TEIL des Produkts. Wird leider gerne übersehen.

    In den 80er und 90er Jahren, teilweise in den Nuller Jahren hat UHs Strategie gut funktioniert. Und keiner behauptet, er habe nicht einen Riesen Anteil am Erfolg des Vereins. Es ist richtig: Uli Hoeness IST der FC Bayern.


    Nur hat sich die Welt des Fussballs genauso verändert wie die Gesellschaft, die ihn konsumiert. Und so wie die CSU - trotz aller Verdienste in der Vergangenheit - nicht kapiert, wie sich Bayern demoskopisch und in seinen Bedürfnissen verändert, so ist auch UH teilweise blind dafür, was im Fussball passiert bzw. im Rahmen von dessen Vermarktung. Er klopft seine Sprüche wie eh und je, egal ob sie stimmen oder nicht. Bei Tuchel, Bernat, Özil liegt er einfach falsch bzw. überzieht krass, was dem Ansehen des Vereins maximal schadet.


    Seine Alleingänge in Bezug auf den Trainer, den Sportdirektor und bestimmte Transferaktivitäten führen dazu, dass sich die sportliche Situation, die bereits vor einem Jahr nicht rosig war, nicht stabilisiert. Dass man nicht mit dem besten Personal in die schwierige Phase des Umbruchs geht, sondern mit Angestellten, die qua mangelnder Autorität oder Sachverstand oder beidem wenig Widerspruch leisten können, ist allein UHs "Verdienst". Die Herren, die bei uns für alle möglichen Positionen im Gespräch waren, leisten überall gute Arbeit, nur eben leider nicht für uns.


    Erstaunlich, dass gerade Niko Kovac in dieser Phase noch den besten Eindruck in der Außendarstellung abgibt. Trotzdem fehlt ihm das Kernvertrauen der Mannschaft. Denn, wenn Süle sagt, die Stimmung sei jetzt "besser" als vor drei Wochen, dann heißt das im Umkehrschluss, dass sie da schlecht war. Und sicher nicht nur wegen der Niederlagen. In der jetzigen Situation muss man ihm indes das Beste wünschen. Weil ein Einbruch und Wechsel auf Hasenhüttl - und auf niemand anderen dürfte man hoffen - akut so gut wie nichts verbessern würde.


    Wie einige andere glaube ich, dass der Großteil der FCB Klientel rückwärts gewandt ist und denkt, mit dem "Mia san Mia", dem Uli und dem Raimund von der BILD werde man auf Ewigkeit auf der Erfolgsspur surfen können. Und die anderen kanzelt man regelmäßig ab. Es benötigt dann wieder Korrektursaisons, in denen uns der BVB was vormacht oder wir international marginalisiert werden, um aufzuwachen. Eine "Transferoffensive" wird dieses Mal aber nicht reichen. Trainer, Sportdirektor und auch Vorstand müssen da ebenso auf den Prüfstand.