Uli Hoeneß

  • Wenn es egal ist kann man 50+1 ja abschaffen. Oder?

    Von mir aus gerne, ja. Wird nur nix ändern.


    Wenn du in Deutschland 50+1 abschaffst, wird daraus nicht die PL. Das ist immer noch Deutschland, immer noch mit den selben Leuten in der Verantwortung, da wird exakt null komma nix passieren.

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  • Wenn ein Club mit schlechter Führung übernommen würde, wäre die erste Maßnahme die diese auszutauschen. Genau darum geht es doch beim 50+1. Meute sollen investieren, und das schlechte Management darf weiterhin die Kohle sinnlos verbraten. Ein seriöser Investor wird sich völlig ohne 50+1 verhalten.
    Zu dem eigentlichen Problem, der Rekapitalisierung aufgrund der aufgelaufenen Verluste, wird wenig gesagt. Sondern nur ideologisch argumentiert. Natürlich gibt es auch schlechte Beispiele, aber das sind idR eben nicht die seriösen Investoren, um die es eigentlich geht.

  • Wenn ein Club mit schlechter Führung übernommen würde, wäre die erste Maßnahme die diese auszutauschen. Genau darum geht es doch beim 50+1.

    Äh, nein, das ist komplett irrelevant.

    Die meisten Fussballvereine, die Mordsprobleme haben, haben diese Probleme letztendlich mit dem gewählten Präsidium verursacht, das immer wieder gewählt wird.-


    Du siehst das aus der Perspektive eines event-driven Hedgefonds: Firma aufkaufen, Management rausschmeissen und durch ein besseres ersetzten, schon sind die Aktien 50% mehr wert.

    Geht nur nicht bei Vereinen; weil die dir schon nicht erlauben werden, die Anteile zu kaufen, geschweige denn irgendwas zu ändern. Und falls doch, dann ohne Mitbestimmunsgsrechte. Das ist nicht 50+1, sondern das ist die Vereinsstruktur der deutschen Clubs.

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  • Sorry dann hast Du 50+1 nicht verstanden.

    Erklär mir mal bitte, wie ein Investor bei irgendeinem Verein wie bspw. VfB Stuttgart die Anteile bekommen soll. Das ist völlig unmöglich, weil die Mitgliederversammlung dem niemals zustimmen wird.

    Und das ganze Schrottpersonal das die Vereine in den Ruin reitet, wird ebenso gewählt, wie bspw. der Gegenbauer bei der Hertha.


    Was ändert sich da ohne 50+1? Es werden die selben Filz-Affen gewählt, die jetzt auch gewählt werden. Warum soll sich daran irgendwas ändern, nur weil man es könnte?


    Ich hab manchmal den Eindruck dass die Leute denken dass ohne 50+1 alle Vereine verpflichtet wären sich Investoren zu suchen....

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  • Abwarten! Wenn Ismaiks Millionen erstmal ordentlich investiert werden, schaut ihr euch noch um!

    Der sucht immer noch nach geeignetem Baugrund in Giesing für ein 50.000er-Stadion mit angeschlossenem Löwenzoo ^^

    Aber dann, dann kann man endlich das Problem CL-Sieg angehen... !!!!

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  • Das entscheidet jeder Club selbst.
    Der Unterschied zu heute, er kann es dann selbst entscheiden, natürlich gibt es da kein Automatismus. Den gibt es aber nirgendwo auf der Welt.

    Wenn der Club VFB entscheiden würde seine Anteile an der AG zu 100% an einen Investor zu verkaufen, dann bestimmt ohne 50+1 der Investor wer im AR und VS sitzt und nicht irgendwelche verfilzten Bärte.
    Und solange das nicht möglich ist, wird kein seriöser Investor big bucks reinlegen.


    Dieses blödsinnige Gedaddel wie beim VFB Hertha HSV S04 etc tun die sich nicht an.

    Warum auch, wenn man in allen anderen Ligen die Mehrheit übernehmen kann, und zwar von A-Z

  • Wenn der Club VFB entscheiden würde seine Anteile an der AG zu 100% an einen Investor zu verkaufen

    Ernsthaft, für wie wahrscheinlich hältst du das? Da sind wir wieder bei meinem Ausgangspost: Ich würde sagen eher friert die Hölle zu.


    Aber, von mir aus gerne, weg mit der Regel, die eigentlich nur die Entscheidung von selbstbestimmten Vereinsmitgliedern einschränkt...

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  • Deiner Logik nach kann man 50+1 also abschaffen, weil die Mitglieder sowieso nie für einen Investor stimmen, der 50+1 der Stimmenmehrheit verlangt.

    Also wozu sträubst Du/man sich?


    Es gibt mMn genug Clubs wo die Mitglieder mehrheitlich genau das wollen, lieber einen seriösen Investor, der nachhaltig in großen Stil investiert, ein gutes Management installiert, als mit den verfilzten Bärten weiter zu machen.

    Warum will man das weiterhin künstlich verhindern?


    Davon abgesehen, würden mMn auch Leute wie Mateschitz Hopp anders agieren, wenn es diese (Neid) Debatte nicht mehr gäbe, alles natürlich innerhalb des deutschen/ europäischen FFP. Würden evtl Bayer WOB ihre Clubs an namhafte Investoren verkaufen.

  • Deiner Logik nach kann man 50+1 also abschaffen, weil die Mitglieder sowieso nie für einen Investor stimmen, der 50+1 der Stimmenmehrheit verlangt.

    Also wozu sträubst Du/man sich?

    Ich sträube mich nicht, im Gegenteil, ich halte 50+1 für komplett irrelevant. Und bin schon alleine deshalb für die Abschaffung, weil es nicht angehen kann dass irgendein Verband sich über den Willen der Vereinsmitglieder stellen will. Soll doch jeder selbst entscheiden, was das Beste ist.


    Ich glaube nur nicht, dass ohne 50+1 der deutsche Fussball auf einmal auf wundersame Weise international der Killer wird; weil sich einfach nichts ändern wird.

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  • Ich sträube mich nicht, im Gegenteil, ich halte 50+1 für komplett irrelevant. Und bin schon alleine deshalb für die Abschaffung, weil es nicht angehen kann dass irgendein Verband sich über den Willen der Vereinsmitglieder stellen will. Soll doch jeder selbst entscheiden, was das Beste ist.


    Ich glaube nur nicht, dass ohne 50+1 der deutsche Fussball auf einmal auf wundersame Weise international der Killer wird; weil sich einfach nichts ändern wird.

    Das ist doch eine gute Ausgangslage.

    50+1 abschaffen, und jeder Club kann frei und selbst entscheiden was er macht. Und dann wird man sehen was passiert.

    Warum sollten ausländische Investoren, die momentan in großem Stil in anderen Ligen investieren nicht in der Bundesliga einsteigen?


    Genau das ist das Argument von ua UH KHR Hainer und vielen anderen. Let it go

  • Deiner Logik nach kann man 50+1 also abschaffen, weil die Mitglieder sowieso nie für einen Investor stimmen, der 50+1 der Stimmenmehrheit verlangt.

    Also wozu sträubst Du/man sich?


    Es gibt mMn genug Clubs wo die Mitglieder mehrheitlich genau das wollen, lieber einen seriösen Investor, der nachhaltig in großen Stil investiert, ein gutes Management installiert, als mit den verfilzten Bärten weiter zu machen.

    Warum will man das weiterhin künstlich verhindern?


    Davon abgesehen, würden mMn auch Leute wie Mateschitz Hopp anders agieren, wenn es diese (Neid) Debatte nicht mehr gäbe, alles natürlich innerhalb des deutschen/ europäischen FFP. Würden evtl Bayer WOB ihre Clubs an namhafte Investoren verkaufen.

    ich denke jetzt aus dem Bauch mal total unlogisch, ehr praktisch für mein einfaches Gemüt.


    Wenn man also Geldtechnisch mit den Scheichtruppen mithalten will, dann muss also als Bedingung laut Einiger hier 50+1 fallen (es muss zwar dann niemand seine Anteile verkaufen), damit große Investoren überhaupt in der Buli die Schatulle öffnen.


    Wenn ich aber Psg, City und so Konsorten sehe, dann muss der neue Investor hier in einen Buli Verein aber erstmal die entsprechenden Kontakte in die Uefa mitbringen, damit man das FFP auch ungestraft umschiffen kann, und man sich gegebenenfalls energisch in der Schiedsrichter Kabine beschweren kann ohne Konsequenzen.


    Für mich muss dann auch dieses lächerliche FFP fallen, man muss den Kapitalismus für alle gleich machen, erst dann kommen Investoren, wenn es nur noch darum geht, wer die meiste Kohle hat.

    Dann kommen auch die im Ruhestand befindlichen und Eierkraulenden Multimilliardäre auf ihre Kosten und können mit Ü80 nochmal auf die Kacke hauen.

    :thumbsup:8)

  • Es gibt mMn genug Clubs wo die Mitglieder mehrheitlich genau das wollen, lieber einen seriösen Investor, der nachhaltig in großen Stil investiert, ein gutes Management installiert, als mit den verfilzten Bärten weiter zu machen.

    Welche sollen das sein?


    Wir reden hier nicht von Sponsoren und Anteilseignern, die eine Minderheit der Anteile haben wie beim FC Bayern. Das geht alles wie gesagt heute schon. Der Wegfall von 50+1 bedeutet ja, dass der Investor die Geschäftsführung übernehmen kann. Und ganz ehrlich, auch wenn ich in den Szenen anderer Vereine nicht drin bin, aber dass die das Wollen, halte ich für völlig ausgeschlossen.

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  • Die Diskussion um 50+1 ist jener um die Einführung eines Play-offs nicht ganz unähnlich.

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Die Diskussion um 50+1 ist jener um die Einführung eines Play-offs nicht ganz unähnlich.

    Mir wäre als erstes das Beispiel der Videobeweis eingefallen.... typisches Stammtischthema, da kann man jahrelang drüber labern ohne einen Milimeter weiter zu kommen....

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  • Davon abgesehen sehe ich das ähnlich wie du, dass ich mich nicht gegen 50+1 sträube. Für Konkurrenz in der Liga wäre ich bereit, die eine oder andere Kröte zu schlucken. Und wie der Konfuse nehme ich an, dass die Voraussetzungen für mehr Einnahmen geschaffen würden.


    Ob es eine gute Idee ist, ist eine andere Frage. Immerhin zeigt sich der Fußball in den letzten Jahren durchaus verwundbar. Stichwort Entfremdung. Und die Aufgabe von 50+1 dürfte diesen Effekt beschleunigen. Außerdem sollte man sich auch nicht der Illusion hingeben, dass die Investoren, die angeblich nur darauf warten, die BL zu erobern, ein Heer von Experten mitbringen, die die Weisheit mit Löffeln gefressen haben. Wo sollen die herkommen, aus irgendeiner Fernuni mit Nebenfach Profisport?


    Das eigentliche Problem, da beißt die Maus keinen Faden ab, sind die absurden, ja perversen Gehälter, Ablösen, Provisionen etc. An der Stelle muss man ansetzen!

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Gerade der FCB ist doch ein hervorragendes Beispiel, dass man sich sogar im Rahmen einer 70+1 Regel ausreichend von Investoren kapitalisieren lassen und damit dann entscheidende Entwicklungssprünge machen kann.

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Gerade der FCB ist doch ein hervorragendes Beispiel, dass man sich sogar im Rahmen einer 70+1 Regel ausreichend von Investoren kapitalisieren lassen und damit dann entscheidende Entwicklungssprünge machen kann.

    Und Red Bull Leipzig und SAP Hoffenheim sind der Beweis dafür, dass man auch mit 50+1 als Investor in den deutschen Fussball einsteigen kann.

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  • Und Red Bull Leipzig und SAP Hoffenheim sind der Beweis dafür, dass man auch mit 50+1 als Investor in den deutschen Fussball einsteigen kann.

    Man braucht eben nur gute Juristen, die das 50+1 mal ganz locker aushebeln.

    Das Paradebeispiel war doch Uerdingen. Die Profiabteilung gehört zu 97,5% einer Eventfirma. Der Verein hat noch 2,5% ABER natürlich die Mehrheit beim Stimmrecht! Damit war dann 50+1 erfüllt. Und der Vereinspräsident Ponomarev war der Eigentümer der Eventfirma.

    Und nachdem das dann doch nicht so klappte wie gedacht, hatte der Präsident dann irgendwann keine Lust mehr - und nun ist der Verein wieder da, wo sie schon vor 15 Jahren waren: in der Oberliga!

    Was hat der Investor gebracht?

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Gerade der FCB ist doch ein hervorragendes Beispiel, dass man sich sogar im Rahmen einer 70+1 Regel ausreichend von Investoren kapitalisieren lassen und damit dann entscheidende Entwicklungssprünge machen kann.

    Und der SC Freiburg mit 100% eV ist ein hervorragendes Beispiel, dass es auch heute noch anders geht.❤️❤️❤️