Uli Hoeneß

  • Und solange das nicht möglich ist, wird kein seriöser Investor big bucks reinlegen.

    Dieses blödsinnige Gedaddel wie beim VFB Hertha HSV S04 etc tun die sich nicht an.

    Das ist der Punkt, glaube ich. Dieses 50+1-System zieht allenfalls fachfremde Investoren wie Ismaik, Kühne, Windhorst, Ponormjow, Roth oder Kind an, und die Zeit solcher Investoren ist vorbei. Es ist mittlerweile klar, dass solche Investoren, die auch gar nicht über genügend Geld verfügen, den Clubs in der Regel mehr geschadet als genutzt haben. Weil die jeweiligen eV-Mitglieder und -Funktionäre das auch wissen, sind sie meist von Beginn an misstrauisch, was der Sache auch nicht hilft.


    In diesem Jahrzehnt kommen als Investoren eigentlich nur noch professionelle Sportvermarktungsunternehmen aus den USA oder Österreich oder, es tut mir leid, von der arabische Halbinsel in Frage, die in der Lage sind und die Mittel dazu haben, einen Club zu professionalisieren. Diese Profis tun sich aber 50+1 nicht an, und selbst wenn es wegfiele, bin ich unsicher, ob sie sich für die Bundesliga erwärmen könnten. Für den FCB mit Sicherheit, aber dass wir in den nächsten Jahren übernommen werden, sehe ich in der Tat noch nicht, weil der Club es jedenfalls bis auf Weiteres gut gelöst hat.

  • Oder in anderen Worten, die Verzwergung der Bundesliga schreitet voran.
    Schon widersprüchlich, das man einerseits felsenfest die Verzwergung gut heißt, andererseits mehr Konkurrenz und Vernarktungseinnahmen fordert.

    Und gleichzeitig Kritik an den pösen Investoren in anderen Ligen, die dann Spieler holen die die Bundesliga sich nicht mehr leisten kann.


    Erinnert an die reflexartige Kritik als Mateschitz bei RBL Darlehen in EK wandelte.

  • Das ist doch eine gute Ausgangslage.

    50+1 abschaffen, und jeder Club kann frei und selbst entscheiden was er macht. Und dann wird man sehen was passiert.

    Warum sollten ausländische Investoren, die momentan in großem Stil in anderen Ligen investieren nicht in der Bundesliga einsteigen?


    Genau das ist das Argument von ua UH KHR Hainer und vielen anderen. Let it go

    Das Problem ist aber doch, dass ein Klub das nur ein einziges Mal entscheiden kann. Wenn der Klub dann irgendeinem Milliardär gehört ist er den Mitglieder für immer entglitten. Mag ja sein, dass sich die Mitglieder breitschlagen lassen an einen seriösen Konzern/Milliardär zu verkaufen. Danach entscheidet aber nur noch einer wie es weiter geht und das ist der, der den ganzen Bums gekauft hat.

    Was ist wenn der Millardär nach 10 Jahren keinen Bock mehr hat oder krank wird oder was weiß ich was und dann entweder alles in die Hände seines unfähigen Sohnes gibt oder an den Meistbietenden Depp verkauft? Ob man sich dann noch auf die Schulter klopft weil man einem 100 Jahre alten Verein 10 sportlich erfolgreiche Jahre ermöglicht hat aber der Preis dafür halt ist, das der geliebte Verein überhaupt nichts mehr mit dem zu tun hat wofür er mal stand?

  • Letztlich landet man aber immer bei der Vereinsführung.

    Bestes Beispiel gerade wieder S04. Da wirtschaften sie sich über Jahre erfogreich fast zugrunde und steigen dann verdientermassen ab mit schlappen 200+ Mio Miesen. Holen sich vorher noch einen neuen Trainer, den sie dann in der 2.Liga wieder vor die Tür setzen.

    Aber der Gute wird zwar freigestellt, hat aber einen gültigen Vertrag. Und auch das Beispiel eines HSV, der ja nun schon das 4. Jahr mit diversen Trainern in der 2.Liga feststeckt, hindert die Vereinsführung nicht, dem Kameraden Grammozis in den Vertrag zu schreiben, dass sich der bei Aufstieg automatisch um ein Jahr verlängert.

    Und so dürfen sie jetzt den schon im März entlassenen noch ein Jahr länger fürs Nichtstun bezahlen.

    Aus den Fällen der Vergangenheit - von di Matteo über Weinzierl bis heute hat man offensichtlich keinerlei Lehren gezogen.

    Wenn du dir sowas in einer Firmaa leistest, bekommst du recht zügig die Papiere.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Das Problem ist aber doch, dass ein Klub das nur ein einziges Mal entscheiden kann. Wenn der Klub dann irgendeinem Milliardär gehört ist er den Mitglieder für immer entglitten. Mag ja sein, dass sich die Mitglieder breitschlagen lassen an einen seriösen Konzern/Milliardär zu verkaufen. Danach entscheidet aber nur noch einer wie es weiter geht und das ist der, der den ganzen Bums gekauft hat.

    Was ist wenn der Millardär nach 10 Jahren keinen Bock mehr hat oder krank wird oder was weiß ich was und dann entweder alles in die Hände seines unfähigen Sohnes gibt oder an den Meistbietenden Depp verkauft? Ob man sich dann noch auf die Schulter klopft weil man einem 100 Jahre alten Verein 10 sportlich erfolgreiche Jahre ermöglicht hat aber der Preis dafür halt ist, das der geliebte Verein überhaupt nichts mehr mit dem zu tun hat wofür er mal stand?

    Diese validen ernstzunehmenden Punkte müssen eben berücksichtigt werden, und klar eine Entscheidung an einen Investor zu verkaufen beinhaltet natürlich Risiken.


    Persönlich würde ich auch nie für einen Verkauf an Araber Russen Chinesen oder Leichtgewichte wie Kind Windhorst stimmen. Das müssen die Mitglieder und der Club eben intensiv evaluieren und abwägen. Aber wie gesagt, denke ich schon das man einerseits einen knallharten KYC der DFL einführen und gleichzeitig ein Investoren freundlicheres Umfeld schaffen kann. Das eine schließt mMn das andere nicht aus. Aber klar, es darf nicht zu Wildwest führen und Typen wie Ismaik etc die Türen öffnen.

  • P.S.: Wenn die Liga insgesamt mehr Geld braucht um wettbewerbsfähig zu bleiben, was ich durchaus auch so sehe, muss man einen anderen Weg gehen, nämlich intensiv die Auslandsvermarktung angehen. Dann gibt's wesentlich mehr TV-Kohle, die auch nachhaltiger ist als das Geld das irgendein Investor einmalig reinpumpt.

    Nur macht das in Deutschland fast keiner. Wenn die Kasse leer ist, schreien sie alle nach mehr Umverteilung. Der FC Bayern hat ja genug.

    Wenn das die Lösung für „mehr Geld“ ist, dann gehe ich da vollkommen mit.. müssen aber alle mitmachen und sich nicht wieder hinter dem FC Bayern und mit Abstrichen Dortmund verstecken.. nachhaltige Kohle ist auf jeden Fall besser als unseriöse Investoren !!!



    Ich würde mir wünschen das der FC Bayern sich selber vermarkten könnte was TV betrifft. So wie in Spanien z.b. Ich habe alle Abos aber würde lieber exclusiv dem FCB das Geld geben denn die anderen Vereine auf der Welt oder Liga schaue ich eh nie.

    Nein.. sehe ich überhaupt nicht so.. im US-Profisport und insbesonderem in der NFL funktioniert das auch als Gruppe am besten.. da bekommen alle gleich.. sonst würde die Parität auseinander fliegen (Cowboys viel, Bengals wenig).. da es aber ein komplett anderes System ist (Ownership, kein Absteiger) kann man es nicht 1:1 auf die Buli übertragen.. der Proporz in Deutschland sollte schon sein..(also Bayern mehr, da auch das größte Zugpferd).. aber nicht Einzelvermarktung.. dann kannst du Clubs wie Union Berlin, Freiburg oder Hertha gleich zusperren.. das ginge nur in einer europäischen Superliga.. die wir aber aus den verschiedensten Gründen nicht wollen

    Ein Sieg der Bayern und der Tag ist mein Freund

  • Die Vergleiche mit den Profiligen der USA funktionieren nicht, weil da völlig andere Systeme herrschen. Da fehlt nicht nur der Auf- und Abstieg - weil es eben keinen entsprechenden Unterbau wie in Europa gibt.

    Da gibt es die Profiligen und darunter den College-Sport. Ende!

    Nicht umsonst ist man ja in der DEL wieder von dem System weggegangen, weil eben dem Unterbau jegliche Perspektive genommen worden ist.

    Wer arbeitet sich denn mit entsprechendem finanziellen Einsatz in der 2. Liga auf, wenn er weiß, dass außer dem Titel Zweitligameister nichts zu holen ist.

    Und wenn eben die 36 Vereinsbesitzer dafür sorgen, dass die Profiliga einigermassen spannend bleibt, wohl wissend, dass man sowieso weiter in dieser Liga bleibt, dann macht das aus deren Sicht ja Sinn. Wobei man ja da auch noch die Entfernungen mit berücksichtigen muss.

    Da spielt gerade in der HHL Colorado Avelange gegen Tampa Bay- das sind mal eben schlappe 2500 km und da reden wir von der nationalen Meisterschaft.

    Da wären noch mal 400 km mehr als ein Playoff-Endspiel Bayern gegen Helsinki. Und im Extremfall sind es da in der liga auch mal schlappe 3500 km.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Lothar Matthäus:


    "Wenn am Sonntagmorgen das Handy klingelt und auf dem Bildschirm „anonym“ steht, ist klar: Das kann nur Uli sein! Weil er hat ja Samstagabend das Spiel verfolgt, das ich als Experte begleitet habe. Und wenn die Bayern dann verloren haben, wird es kritisch. Dann schimpft er erst mal fünf Minuten. Da komme ich nicht zu Wort, da redet nur Uli Hoeneß. Das ist unglaublich. Er schimpft und schimpft. Und wenn Uli Hoeneß die Luft ausgeht, sagst du: Uli, kann ich auch mal was dazu sagen? Dann geht es noch mal eine Minute weiter und irgendwann kommst du zum Gespräch. Nach 15, 20 Minuten sagt er: Komm doch mal zum Tegernsee vorbei und lass uns ein Glas Wein trinken."

  • Falls Lothar von derlei Anrufen genervt ist, gibt es dafür doch eigentlich eine simple Lösung. Oder...?

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • War zu erwarten, dass er sich zu Wort meldet...


    Uli Hoeneß und Hans-Joachim Watzke sind überaus uneins darüber, wie mit der 50+1-Regel umgegangen werden soll. DFL-Aufsichtsratschef Watzke, auch Geschäftsführer von Borussia Dortmund, schließt jede Diskussion über ein Fallen der Regel jedoch aus. Den alten Konkurrenten Hoeneß kanzelt er ab.


    https://www.n-tv.de/sport/fuss…ente-article23423962.html


    Emotional. Mitreißend. Offensiv.

  • Ironischerweise liefert er damit eigentlich kein einziges Argument pro 50+1, denn was wir oder Real machen, können alle anderen natürlich auch machen. Oder auch der BVB, denn die sind ja auch so strukturiert, dass die Geschäftsführung in jedem Fall vom Verein bestimmt wird obwohl der so gut wie keine Aktien mehr hält.


    Die Debatte wird hier immer so geführt, als würden bei einem Wegfall von 50+1 sofort die Investorenhorden in Deutschland einfallen und die Clubs einfach stehlen...

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  • Sie wird aber auch so geführt, als gäbe es da draußen ein Heer von Superhirnen, die die Vereins-Deppen von jetzt auf gleich ersetzen könnten.

    "Jeder I.diot kann einen Krieg beginnen, aber es braucht 100 Genies, um ihn zu beenden."

  • Sagt derjenige dessen eV nur noch 5 % der Anteile an der KGaA hält, die an der Börse notiert ist, und sich frisches Kapital durch Kapitalerhöhungen reinholt um die Verluste auszugleichen. Wie ist die Steigerung von Heuchler?


    Wie schon gesagt, jeder sollte frei entscheiden können, und nur das hat UH auch gesagt (der FCB hat freiwillig entschieden nicht über 30 % zu verkaufen), und deshalb muss 50+1 abgeschafft werden, um das zu ermöglichen.


    Watzke ist derjenige, der Angst vor Konkurrenz hat, erst vor Hopp dann vor Mateschitz.

  • Und genau deshalb hat der liebe ja so gegen die gepoltert, und poltert weiter.


    Wenn es die 50+1 Regel nicht mehr gäbe, wäre der BVB ratz fatz ein Übernahmekandidat und das durch 50+1 geschützte kuschelige KGaA Sofa, auf den es sich Watzke und co so schön gemütlich gemacht haben, schnell vor die Tür zum Sperrmüll gestellt.


    Davor hat der liebe DFL AR natürlich Schiss in der Hose, weil er weiß welchen Mist er und Kollegen die letzten Jahre verzapft haben.


    Leute wie Boehly würden die in Sekundenschnelle vor die Tür setzen.

  • Wenn es die 50+1 Regel nicht mehr gäbe, wäre der BVB ratz fatz ein Übernahmekandidat und das durch 50+1 geschützte kuschelige KGaA Sofa, auf den es sich Watzke und co so schön gemütlich gemacht haben, schnell vor die Tür zum Sperrmüll gestellt.

    Nö, wäre er eben nicht. Genau wie für alle anderen Vereine würde sich auch für den BVB exakt gar nix ändern.


    Die einzige Ausnahme sind die depperten Möwen, die ihrem Investor eine Kaufoption für die Geschäftsführungs-GmbH gegeben haben für den Fall dass 50+1 fällt. Da hätte der Verein dann überhaupt nichts mehr zu melden; jedenfalls nicht mehr als jeder andere Minderheitsaktionär auch.

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  • Nö, wäre er eben nicht. Genau wie für alle anderen Vereine würde sich auch für den BVB exakt gar nix ändern.


    Die einzige Ausnahme sind die depperten Möwen, die ihrem Investor eine Kaufoption für die Geschäftsführungs-GmbH gegeben haben für den Fall dass 50+1 fällt. Da hätte der Verein dann überhaupt nichts mehr zu melden; jedenfalls nicht mehr als jeder andere Minderheitsaktionär auch.

    Im Grunde ist 50+1 nichts anderes als Selbstschutz und selbst damit bekommen es Vereine gebacken, sich a) irgendwelche Kasper als Investoren ins Boot zu holen und/oder b) mit dem Geld schlicht nichts anzufangen.


    Teilweise kommt es so rüber, als wäre der Wegfall von 50+1 gleichbedeutend damit, dass sich die Vereine dann abh. von einem Investor machen. Niemand zwingt einen Vereinen, mehr als 49% seiner Anteile zu "vermachen". Wie es sinnvoll gehen kann, zeigen wir...


    Mir konnte auch noch niemand schlüssig erklären, wieso ein seriöser Investor plötzlich in Vereine wie Arminia Bielelfeld investieren sollte. An der Attraktivität der Standorte ändert sich ohne 50+1 herzlich wenig. Einzig Vereine mit dem entsprechenden Einzugsgebiet, die weit unter ihren Möglichkeiten spielen (Köln, Hamburg, Schalke...) könnte da interessanter werden.

    Oh Well. Whatever. Nevermind.

  • Einzig Vereine mit dem entsprechenden Einzugsgebiet, die weit unter ihren Möglichkeiten spielen (Köln, Hamburg, Schalke...) könnte da interessanter werden.

    Richtig, und das sind genau die, die sich eh keinen Investor holen; jedenfalls keinen nach englischem Modell, der dann die volle Kontrolle hat (alles andere könnten sie auch jetzt schon machen, sofern sie es irgendwann gebacken kriegen ihre Profifussballer in eine Kapitalgesellschaft auszugliedern; oft scheitert es ja schon daran).

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