Uli Hoeneß

  • Nee. Dass man nach deiner Aussage in eurem Haus offenbar Probleme hat, Sachen auf den Punkt zu bringen.

    Das ist kein Problem, sondern Absicht. Solltest Du als Jurist doch kennen. :D

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Der unbestreitbare Erfolg gibt UH natürlich auch noch Recht, bestärkt ihn darin, dass seine Entscheidungen das Beste für den FCB sind und auch sein werden.

    Den bisherigen Erfolg automatisch auf die Zukunft zu projizieren, wie Du das im Schlussteil Deines Satzes machst, hat angesichts der aktiv betriebenen Verweigerung gegenüber jeglicher sportlicher Modernisierung sowie der Abschottung gegenüber allen innovativen Kräften (mit dezidierter eigener Meinung) keine kausale Grundlage mehr. [Ich weiß, Du beziehst Dich damit auf Hoeness' Sichtweise; aber Du argumentierst ja ähnlich.]


    Die Prämissen im internationalen Fußball haben sich aber radikal verändert. Mit Sprüchen, wie es vor 40 Jahren war, ist dem nicht mehr beizukommen. Auf diese Veränderungen aber mit gemütlicher, selbstherrlicher Ignoranz zu reagieren, jede Art von Planung beinahe blind zu unterlassen (Stichwort: "Charme-Offensive") und international renommierte Fachleute öffentlich zu diskreditieren ("...allen Unkenrufen und Schlaumeiern zum Trotz, die uns einen Thomas Tuchel oder wen auch immer als Wunschtrainer einreden wollten..." [zu denen übrigens auch sein "Freund" Jupp Heynckes gehörte]) muss deshalb fast zwangsläufig zu einer schlechteren Gesamt-Performance führen. (Zumindest vorübergehend).


    Wenn das dann passiert, wird vermutlich erstmal der Defence-Modus eingeschaltet. A., Entlassung und Erneuerung des key personals (Kovac, Brazzo) ersetzt durch (?, Hasenhüttl - denn Nagelsmann trainiert dann wahrscheinlich einen anderen Topverein o.ä.). B., Verweis darauf, dass man aktuell mit dem vielen Geld aus Katar undsoweiter eben nicht mehr mithalten kann, dass sich das aber wieder verspielen werde.


    Es geht in diesem Verein wohl aktuell nur noch darum, dass der Präsident der "glücklichste Mensch der Welt" ist. Und das ist er, wenn keiner widerspricht. Mit dem Verweis auf die glorreiche Vergangenheit kann die Zukunft deshalb schon nicht so schlimm werden. Ein Wirtschaftsunternehmen, das so denken würde, wäre - gerade in der heutigen Zeit - schnell weg vom Fenster.

  • @dodgerram


    Wobei ich aber noch mehr das Gefühl habe, dass wir wieder in der Zeit angekommen sind vor Beckenbauer und KHR beim FCB. Nun ist das wirklich wieder eine one man show.
    Da sehe ich auch die Gefahr, denn auch in jungen und frischen Jahren, hat Uli damals den Überblick verloren und brauchte Hilfe, da seine one man show nicht mehr funktionierte und den FCB sogar zurückwarf.

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  • Aber es gibt diese Welt ja auch noch, nicht nur in Hoeness' Hirn oder am Stammtisch, sondern auch im populärsten Blatt Deutschlands:


    Zitat von heute:
    "...Es ist doch auch wurscht, wen Bayern kauft. So blind werden Niko Kovac und Hasan „Brazzo“ Salihamidzic (macht echt 'nen guten Job) schon nicht sein, um irgendwelche Flaschen zu kaufen, irgendwelche abgewrackten Typen aus der Premier League. Klar sympathisiere auch ich wie insgeheim auch Karl-Heinz Rummenigge mit so grandiosen, aber auch launischen Typen wie Antoine Griezmann von Atlético Madrid oder Paulo Dybala von Juventus Turin.
    Ganz abgesehen davon, dass Uli Hoeneß – wie in den letzten Jahrzehnten schon öfter mal – alle köstlich verarscht, wenn er sagt, er wolle keinen 100-Millionen-Mann, gar keine Stars..." - und kauft sie dann doch: Zum Beispiel den Abwehrspieler Hernandez von Atletico :D


    Quelle:


    Dumm nur, dass sich Hinkos Mutmaßungen bis jetzt immer bewahrheitet haben. Denn, er hat wahrscheinlich den kürzesten Draht zum Bayern-Boss. Den Rotwein- und Würstl-Draht.

  • Unser Sonnenkönig ist also "der glücklichste Mensch der Welt".


    Solche Aussagen lassen mich einfach nur kopfschüttelnd zurück. Fremdschämen pur.

    Emotional. Mitreißend. Offensiv.

  • Auch wenn ich sie größtenteils für unberechtigt halte - Kritik an Uli ist ja legitim.


    Denke aber, dass ihr euch verrennt, wenn ihr versucht, das auf die Organisations-Strukturen runterzubrechen. Sinn der AG ist es ja nicht, dem Verein den Zugriff auf den Profikader irgendwie zu erschweren. Dass der Präsident als exekutives Organ des Vereins die Linie vorgibt, ist ausdrücklich so gewollt. Die AG ist kein Selbstzweck, sondern Mittel zu Zweck. Stichwort: Kapitalgesellschaft.

    Weil ich das mit den Strukturen angesprochen habe, nehme ich das nochmal auf.
    Es gibt ja viele Situationen, in denen man feststellt, dass Strukuren gewollt und sinnvoll sind, weil sie das Zueinander und Miteinder der Gremien regeln und Kompetenzen beschreiben.
    Allerdings auch, wer wen kontroliiert.


    Wenn eine Struktur dafür verwendet werden kann, dass im Grunde ein Mensch in diesem Unternehmen entscheidet, ob überhaupt Spieler verpflichtet werden, ob Spieler abgegeben und wenn ja, zu welchem Preis.
    Wenn es niemanden gibt, der STOP ruft und es wird angehalten und das Sytem auf seine Tauglichkeit untersucht.
    Wenn niemand sagt, dieser Bereich ist zunächst Aufgabe des SP und des Vorsitzenden.
    Die sollten (im Stillen!!!) ihre Arbeit tun können, ohne dass der Vors. des AR öffentlich schon absteckt, was geht udn was nicht.
    Wenn im AR lauter Wirtschaftler sitzen und einer, der mal Fußball gespielt hat und darum der einzige ist, der von sich behauptet, er habe sachlich Ahnung, die anderen billigen ihm das zu, schweigen und nicken ab, was er sagt, dann finde ich, ist das System missbraucht und ausgehöhlt.
    Dann stimmt etwas an DIESEN Strukuren, die das ermöglichen, nicht.
    Da nutzt jemand die rechtlichen Möglichkeiten bis zum letzten Grashalm aus und alle, die dazu etwas zu sagen hätten, schweigen und lassen gewähren.


    Es tut mir leid, auf der politischen Ebene sehe ich solches Verhalten eines Einzelnen in Ungarn, der Türkei, in Russland und in China.
    Und der Kommentar: die Leute haben sie doch gewählt und wollen es nicht anders.
    Wahrscheinlich überziehe ich maßlos.


    Aber mir gefällt das strukturell nicht!

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  • Unsere Strukturen halte ich im Hinblick auf 50+1 ohnehin für fragwürdig.


    Sie sind zulässig, das stelle ich nicht in Frage. Aus meiner Sicht hat die DFL/der DFB aber einen Fehler gemacht, als etwas anderes als GmbH, GmbH und Co. KG(aA) oder KGaA zugelassen hat.


    50+1 sollte den Vereinen den Zugriff auf die ausgegliederte Profiabteilung erhalten. Das ist bei einer AG nur indirekt gegeben - direkte Einflussnahme ist nicht wirklich gegeben, sondern nur indirekte über den Aufsichtsrat und dessen Wahlmöglichkeit des Vorstandes.



    Kurios und ungewöhnlich ist halt, dass wir mit UH einen Vereinspräsidenten haben, der so stark ist, dass sich das im Tagesgeschäft nicht bemerkbar macht, obwohl er rein formal dort eigentlich wenig zu sagen/entscheiden hat.

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  • Kurios und ungewöhnlich ist halt, dass wir mit UH einen Vereinspräsidenten haben, der so stark ist, dass sich das im Tagesgeschäft nicht bemerkbar macht, obwohl er rein formal dort eigentlich wenig zu sagen/entscheiden hat.


    Ich denke, das sieht KHR am Ende des Tages auch so...

  • Dass er selbst enttäuscht war, hat ja jeder erleben können. Und dass das für die Fans keine gute Nachricht war, erklärte er ebenfalls.


    Er sprach von einer glücklichen Fügung insofern, als "der Neue" nicht ganz mit leeren Händen nach München kommt.


    Eigentlich wenig Raum für Spekulationen, möchte man meinen... :)

    Uli. Hass weg!

  • meint man aber auch nur....


    Viele ärgert es jetzt auch massiv das NK die gleichen Erfolge wir der "Super Thomas T." vorzuweisen hat.


    schaaaaadeeeeeee

    Auf gehts ihr roten