Uli Hoeneß

  • Und genau deswegen hätten die es heute schwer, wei diese Spielweise heute oft schon vor der Halbzeit mit gelb-rot oder rot enden würde.

    Völlig klar, mein Beitrag war eher humoristisch gemeint. Dass diese langsamen Treter (bis auf Förster, Kohler und Sebert) heute Probleme hätten, auch nur Regionalliga zu spielen, versteht sich.

  • Völlig klar, mein Beitrag war eher humoristisch gemeint. Dass diese langsamen Treter (bis auf Förster, Kohler und Sebert) heute Probleme hätten, auch nur Regionalliga zu spielen, versteht sich.

    Sehe ich auch so, wenn ich gerade an Förster denke, der hat im Schnitt pro Spiel zwei Gegenspieler aufgearbeitet. Kannst du dir so heute auch nicht mehr erlauben.

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Ich denke da eher an "die Axt" Uli Borowka. Der würde heute direkt an der Flasche landen.


    https://de.wikipedia.org/wiki/Uli_Borowka


    Der als „Eisenfuß“ bekannte Abwehrspieler – oder auch „die Axt“ genannt – war als besonders schuss- und zweikampfstark geschätzt und gefürchtet. Auch wenn sein fußballerisches Talent eher begrenzt war, galt er als einer der besten und im Zweikampf härtesten Verteidiger seiner Zeit. Borowka war auch für seinen Trash-talk bekannt. Gegenspieler von Olaf Thon bei dessen Bundesligadebüt 1984 gegen Mönchengladbach, woran sich dieser erinnerte: „Mein Gegenspieler war Uli Borowka und er empfing mich mit den Worten: ,Heute brech’ ich Dir beide Beine.'“ Derartiges ist aber nie eingetreten. Von seinen Fußballerkollegen wurde er einige Jahre hintereinander bei der "kicker"-Wahl zum unbeliebtesten Spieler der Liga gekürt.

  • Sehe ich auch so, wenn ich gerade an Förster denke, der hat im Schnitt pro Spiel zwei Gegenspieler aufgearbeitet. Kannst du dir so heute auch nicht mehr erlauben.

    Das stimmt und war damals eine echte Qualität. Bei der WM '86 hat keiner von Försters Gegenspielern das Spielende auf dem Platz erlebt. Der konnte, anders als Schlindwein, Dickgießer und Quaisser, zudem auch einen Ball über mehr als drei Meter passen und war schnell. Erstklassiger Verteidiger in den 80ern.

  • Ich höre auch den Podcast 11 Leben und finde ihn ganz großartig, weil er mMn die Balance zwischen kritischer Distanz und Lobhudelei findet.


    Man erfährt viel über den Fußballer, Manager und den Menschen U.H.


    Sein Leben, seine Verdienste, sein innovatives Denken - nicht nur für/um den FC Bayern, sondern auch um den Profisport/die Bundesliga allgemein, aber auch seine "Abgründe" - ein Mensch (insbesondere wahrscheinlich dieser Mensch) ist immer vielschichtig.


    Ferner erfährt man (und auch das macht den Podcast großartig) als jüngerer Mensch viel über die Historie des FC Bayern/der Bundesliga und als älterer Mensch (also ich) wird man an vieles erinnert, was man vergessen/verdrängt hat und dies gelegentlich vor/in einem gesamtgesellschaftlichen Kontext.


    Klar sind die Folgen lang und nicht alle sind gleichermaßen interessant, aber insgesamt ist der Podcast absolut hörens- und empfehlenswert.

  • Da sagst du was. Wenn man sich Spiele von früher anschaut, sieht das teilweise wie in Zeitlupe aus. Wahnsinn, was da heute für ein Tempo drin ist.


    Wäre wirklich spannend, die Legenden von damals im heutigen Fußball zu sehen. Da würde vermutlich mancher nicht so eine Karriere hingelegt haben.

    So unsinnig dieser Generationenvergleich ist: Die spieler damals hatten auch einfach nicht die Trainingsmethoden von heute und da geht es eher um statistische/sportmedizinische Möglichkeiten, auf allen Ebenen bis ins kleinste Detail professionalisiert. Hätten die Spieler von einst diese Möglichkeiten, wäre das Spiel auch dynamischer gewesen.


    Zu den Offensivspielern wurde ja schon viel gesagt. Die meisten Experten behaupten ja auch, Gerd Müller würde heute noch mehr Tore erzieen, weil es keine Manndeckung mehr gibt und weniger (versteckte) Tritte.

    Man fasst es nicht!

  • Bei Gerd Müller bin ich mir nicht sicher. Ich hab ihn ja nicht selbst erlebt, aber das, was ich von ihm gesehen habe, weckt in mir die yvermutung, dass er genau in seine Zeit gepasst hat.

    Denn ich glaube, er war kein Einstellungsmonster, das gearbeitet hat bis zum Umfallen (kann natürlich falsch liegen), sondern lebte eher von seinem unglaublichen Torriecher und dem Talent - sowie dem Willen - aus allem ein Tor machen zu können.

    Ich glaube, der würde heute sehr stark an seiner Einstellung arbeiten müssen, um überhaupt in der Liga Fuß zu fassen. Wenn er das natürlich hinbekommen hätte, dann wäre das auch heute eine Granate.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Es sind unvergleichbare Zeiten. Vermutlich ist Gerd Müller in der ganzen Saison so viel gelaufen, wie Joshua Kimmich heute in einem Spiel. Ein bißchen übertrieben, aber die Richtung stimmt. Man könnte mit einem damaligen Gerd Müller heute gar kein Pressing oder Gegenpressing spielen. Oder wäre ein heute aktiver Gerd Müller wesentlich laufstärker als damals? Weiß keiner. Wäre er dann auch so torgefährlich wie damals? Weiß keiner.


    Man denke nur an die Siebziger Jahre und an "Buffy" ("jugoslawisch" für Dickerchen) Ettmayer, der beim VfB und beim HSV gespielt hat. Laut Wikipedia 85 kg bei 1,72 m Größe. Als Mittelfeldspieler. Immerhin 128 Bundesligaspiel eund 37 Tore in 6 Jahren. Der würde es heute nicht einmal mehr auf den Trainingsplatz schaffen. War aber ein guter Spieler. Heute trotzdem undenkbar. Hätte er auch so einen gefürchteten, weil harten, Schuss gehabt mit einem BMI von 22 und dafür besseren Ausdauerwerten? Weiß keiner. Deshalb sind solche Vergleiche über die Jahrzehnte immer windschief. Auch bei "kleines dickes" Müller.

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  • Hoeneß: Spieler sollen bei Verhandlungen dabei sein


    Uli Hoeneß plädiert dafür, dass Fußballprofis bei Transfer- und Vertragsverhandlungen mit Vereinsverantwortlichen selbst anwesend sind und nicht Berater die gesamte Arbeit machen lassen. "Heute gibt es kaum mehr einen Spieler, der selbst verhandelt, der bei diesen Gesprächen überhaupt dabei ist! Es wäre doch angebracht, wenn auch die Spieler dabei sind. Damit sie selbst merken, was läuft", sagte der Ehrenpräsident des FC Bayern München in "Für die Helden von morgen", einem Buch von Ex-Ski-Star Felix Neureuther.

    "Ich sehe das Problem bei den heutigen Spielern vor allem darin, dass sie durch ihre Berater ein bisschen und immer mehr fremdgesteuert werden. Die Beraterhaben leider nicht immer den Vorteil der Spieler im Auge, sondern viel mehr den eigenen", so Hoeneß.


    da hat Uli absolut recht !

  • Da hat Uli definitiv recht. Ich finde es auch etwas befremdlich, dass die Spieler ihr komplettes (berufliches) Leben in die Hände der Berater legen. Bei solchen grundsätzlichen Entscheidungen möchte ich doch mit am Tisch sitzen und alles mitbekommen.

  • Ich halte es für völlig normal, dass sich Klienten oder Mandanten, Rat bei Experten suchen.

    Dafür gibt es Steuerberater, Rechtsanwälte oder auch Spielerberater.

    Wenn mein Steuerberater eine Betriebsprüfung mit dem Finanzamt durchführt, muss ich da auch nicht dabeihocken.


    Hoeneß schaut da nur durch die Vereinsbrille. Viele Spieler sind in der heutigen Zeit dankbar wenn sie Spielerberater haben, weil Vereine sie auf Gehaltsverzicht oder ähnliches drängen. Das Beispiel Adam Szalai zeigt ja, wie skrupellos da zum Teil von Vereinsseite vorgegangen wird. Ich bin mir sicher, dass der z.B. froh ist einen Spielerberater zu haben.


    Es ist nicht so, dass bei den Vereinen die Guten sitzen und bei den Beratern nur die Bösen.

  • Da hat Uli definitiv recht. Ich finde es auch etwas befremdlich, dass die Spieler ihr komplettes (berufliches) Leben in die Hände der Berater legen. Bei solchen grundsätzlichen Entscheidungen möchte ich doch mit am Tisch sitzen und alles mitbekommen.

    wir leben 2021, Spieler sind in Wahrheit selbstständige Angestellte. Ab nem gewissen Einkommen völlig alternativlos, da braucht ein Spieler einem Berater einfach

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  • hier geht es aber darum, dass der Spieler mit seinem Berater am Tisch sitzt und nicht nur den Berater vorschiebt ..

    Dann soll Hoeneß doch Ross und Reiter nennen und nicht irgendwas Verallgemeinerndes dahinschwurbeln.

    Er meint doch konkret Alaba und Zahavi.

    Glaubt er ernsthaft, wenn Alaba mit am Verhandlungstisch sitzen würde, dass der dann seine Gehaltsforderungen runterschraubt und lieber beim FCB unterschreibt als bei Real ?

  • Zumindest bei den Hauptverhandlungen würde ich als Spieler mit am Tisch sitzen, schließlich geht es da um meine Karriere und damit auch um mein Leben.

    Bei den ganzen kleinen Feinheiten kann dann gerne der Berater allein hin und mir später davon berichten.

    rot und weiß bis in den Tod

  • Zumindest bei den Hauptverhandlungen würde ich als Spieler mit am Tisch sitzen, schließlich geht es da um meine Karriere und damit auch um mein Leben.

    Bei den ganzen kleinen Feinheiten kann dann gerne der Berater allein hin und mir später davon berichten.

    als Spieler maximal bei einem quasi letzten Treffen zum absegnen ok, sonst nicht. Oder soll der Spieler, der eventuell am nächsten Tag spielen muss nen gemütlichen Abend im Lokal verbringen.
    Hiet ist Hoeneß altbacken mit seiner Einstellung wie vor 20-30 Jahren

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  • Dann soll Hoeneß doch Ross und Reiter nennen und nicht irgendwas Verallgemeinerndes dahinschwurbeln.

    Er meint doch konkret Alaba und Zahavi.

    Glaubt er ernsthaft, wenn Alaba mit am Verhandlungstisch sitzen würde, dass der dann seine Gehaltsforderungen runterschraubt und lieber beim FCB unterschreibt als bei Real ?

    warum so aggressiv? alaba steht jetzt als gierig da, weil sein Berater ne Menge Kohle gefordert hat... wobei Zahavi bestimmt auch an sein Honorar gedacht hat...

  • Vor allem würde ich wie im Fall Alaba als Alaba zu UH oder KHR gehen und Klartext reden. Ohne Vater und Berater.

    Ich bin schon enttäuscht das ihr mir ein so niedriges Angebot gemacht habt. Ich komme mit Salihamidzic nicht klar. Ich möchte wirklich gern für Real spielen bitte gebt mich frei.

    Was auch immer aber nicht dieses Rungeeiere.

    Denn dafür ist nur Alaba selbst als Prinzipal verantwortlich.

  • Ich denke, in solchen verhandlungen geht es nicht ausschließlich um Geld, sondern auch darum, dem Spieler eine Perspektive aufzuzeigen. Zumindest macht man das bei Neuzugängen ja auch so, wenn man sie überzeugen will.


    Daher fände ich es eigentlich schon sinnvoll, wenn der spieler zumindest dabei ist.

    Man fasst es nicht!