Uli Hoeneß

  • Ich halte es für völlig normal, dass sich Klienten oder Mandanten, Rat bei Experten suchen.

    Dafür gibt es Steuerberater, Rechtsanwälte oder auch Spielerberater.

    Wenn mein Steuerberater eine Betriebsprüfung mit dem Finanzamt durchführt, muss ich da auch nicht dabeihocken.

    Was für ein Vergleich...Dann hole ich mir jetzt auch einen Berater, der für mich Vorstellungsgespräche macht und mit meinen eventuellen zukünftigen Chefs verhandelt. Kann mir ja egal sein, wie es beruflich für mich weitergeht, der macht das schon. Also ernsthaft, manchmal...Da wird der Steuerberater mit einem Spielerberater verglichen, weil es ja auch um die selben Dinge geht.

    Live Life like it´s 4th and Goal

  • Ich denke, in solchen verhandlungen geht es nicht ausschließlich um Geld, sondern auch darum, dem Spieler eine Perspektive aufzuzeigen. Zumindest macht man das bei Neuzugängen ja auch so, wenn man sie überzeugen will.


    Daher fände ich es eigentlich schon sinnvoll, wenn der spieler zumindest dabei ist.

    oft sprechen die Spieler / Eltern /Berater vorher mit dem Trainer der diese Perspektive aufzeigt.

    Vwrtragsgespräche folgen ja später nachdem man grundsätzlich überhaupt will

  • Dann soll Hoeneß doch Ross und Reiter nennen und nicht irgendwas Verallgemeinerndes dahinschwurbeln.

    Er meint doch konkret Alaba und Zahavi.

    Glaubt er ernsthaft, wenn Alaba mit am Verhandlungstisch sitzen würde, dass der dann seine Gehaltsforderungen runterschraubt und lieber beim FCB unterschreibt als bei Real ?

    Geht wohl eher darum das er unterstellt das die Berater dem Spieler gegenüber bestimmte Sachverhalte aus den Gesprächen natürlich völlig anders gewichten kann als es faktisch gewesen ist und so die Entscheidung des Spielers manipulativ im eigenen Interesse beeinflussen kann.


    Nimm mal die vielzitierte Causa "Spielertausch gegen Sané". Vielleicht hat Brazzo es wirklch nur beiläufig erwähnt:


    ,,Ach übrigens, sie wissen ja wir verhandeln mit City wegen Sané, die haben jetzt angeboten das David im Tausch zu denen wechselt. Käme für uns eigentlich nicht in Frage es sei denn David wollte das so, aber das kommt für ihn ja wahrscheinlich auch nicht in Frage, oder? Nein? Ok, das haben wir City auch schon so gesagt dass das sehr unwahrscheinlich ist."


    Zahavi zu David:


    ,,David das glaubst du nicht was die vorgeschlagen haben. Die wollen ja unbedingt den Sané, jetzt wollen sie dich da hintauschen. Da siehst du mal was du denen wert bist, Junge. Nach zehn Jahren und allem wollen sie dich jetzt für den Bling-Bling-Eisbär verramschen. Du musst wechseln, David, ich habs dir immer gesagt. Für dich haben die keine Wertschätzung, aber ich bin dein Freund David, ich will nur dein Bestes..."


    Hätte Alaba mit am Tisch gesessen dann wüsste er wie es vielleicht wirklich gelaufen ist...

  • warum so aggressiv? alaba steht jetzt als gierig da, weil sein Berater ne Menge Kohle gefordert hat... wobei Zahavi bestimmt auch an sein Honorar gedacht hat...

    mich nervt das deswegen, weil Hoeness so tut als ob der Alaba gar nicht weiß, was der Zahavi da so tut in den Verhandlungen.

    Wenn David Alaba nicht den Grips eines Dreijährigen hat, weiß er genau, dass Zahavis Interesse darin liegt, den höchstbietenden Verein für sich selbst und David Alaba zu finden.

    Möglicherweise ist das gar nicht Real Madrid, die am höchsten bezahlen sondern Vorwärts Peking in China. Aber dann wird Alaba seinem Berater schon sagen, dass er lieber zu Real möchte.

    Da muss sich Hoeneß keine Sorgen machen. Und wenn Alaba tatsächlich so doof ist und dann doch nach Peking wechselt, dann würde es aus Sicht des FCB keinen Unterschied machen, ob er mit am Verhandlungstisch hockt oder nicht.


    Fazit: Entweder die Spieler haben mehr Verstand als ein Dreijähriger. Dann wissen sie was ihr Berater in den Verhandlungen tut.

    Oder eben nicht. Dann sind sie eben strunzdoof.

  • Uli weiß in dieser Thematik was er sagt.

    Und wenn er es so sagt dann nicht ohne Grund, denn dann wird Zahavi Spielchen gespielt haben die Alaba aber vor allem der alte Alaba nicht kapiert haben.


    Aber richtig ist natürlich das es dann die Aufgabe von Salihamidzic ist an den Spieler heranzugehen


    ich vermute das dies das eigentliche Problem ist. Salihamidzic ist nicht nahe an dem Spieler oder zu konfrontiv so das die Spieler keinen Bock haben mit ihm zu reden

  • Das ist ein durchaus vernünftiger Aspekt und als Spieler sollte ich dem Berater nicht völlig blind vertrauen.

    Aber in letzter Konsequenz entscheidet doch der Spieler, was sein Hauptziel ist.

    Hätte Alaba wirklich beim FCB bleiben wollen, dann läßt er sich nicht von Zahavi "umdrehen" zu wechseln.

    Nein. Er hat den Berater beauftragt und der schleppt ihm nun sein Gehalt und seinen neuen Verein an.

    Und ich behaupte, dass das genau das ist was David und George Alaba wollten.

  • als Spieler maximal bei einem quasi letzten Treffen zum absegnen ok, sonst nicht. Oder soll der Spieler, der eventuell am nächsten Tag spielen muss nen gemütlichen Abend im Lokal verbringen.
    Hiet ist Hoeneß altbacken mit seiner Einstellung wie vor 20-30 Jahren

    Sowas machst du ja nicht einen Abend vor einem Spiel. Ich kann da nur für mich sprechen aber ich war bei den Hauptverhandlungen immer dabei, auch wenn es bei mir nur Liga 3 war. Schließlich ging es da um meinen "Kopf"

    rot und weiß bis in den Tod

  • Sowas machst du ja nicht einen Abend vor einem Spiel. Ich kann da nur für mich sprechen aber ich war bei den Hauptverhandlungen immer dabei, auch wenn es bei mir nur Liga 3 war. Schließlich ging es da um meinen "Kopf"

    Shit, du warst ne Liga über mir. ;)

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  • Dann soll Hoeneß doch Ross und Reiter nennen und nicht irgendwas Verallgemeinerndes dahinschwurbeln.

    Er meint doch konkret Alaba und Zahavi.

    ...strunzdoof.

    Strunzdoof ist es mMn, indirekt hier einzufordern, das wenn UH sich dbzgl. äussert dann doch zum x-mal ordentlich austeilen, drauf haun, nachtreten und regelrecht mal wieder rumpoltern soll.

    Ich finde sein Standpunkt gut, auch wie er die Aussage im Ganzen aufs Papier bringt.

    Für seine Verhältnisse wirklich gut, weiter so Vereinslegende(!).

  • Natürlich ist es nicht abwegig, dass er Alaba und seinen Berater meint.


    Aber eventuell sieht er es auch als generelles Problem. Spieler legen früh ihr Leben - überspitzt formuliert - in andere Hände. Eigenverantwortung


    wird in vielen Bereichen nicht mehr gefordert und dies hat ja für viele auch - nach ihren Karrieren - nicht immer positive Aspekte.


    Und klar, kann ich mich im Berufsleben auch beraten lassen. Zum Beispiel durch einen Headhunter, der mich auch zum Vorstellungsgespräch begleitet,


    aber ich bin dann eben dabei(!) u. weiß die Situation selbst einzuschätzen und zu gewichten.

  • Also bin ziemlich sicher das Müller Neuer Thiago dabei sind

    Auch Kimmich und Goretzka sind jetzt in der Lage und von Typ her sich an den Tisch zu setzen

    Bei ausländischen Spielern kann es schwieriger aufgrund der sprachlichen Barriere sein

  • Ich möchte an der Stelle dann auch nochmal den Podcast 11 Leben von Herrn Ost empfehlen. Man kann da viel über U.H., die Liga, den Verein usw, erfahren.


    Ist natürlich zeitaufwendig, aber an der ein oder anderen Stelle bringt es eventuell auch Erkenntnisgewinne.

  • Strunzdoof ist es mMn, indirekt hier einzufordern, das wenn UH sich dbzgl. äussert dann doch zum x-mal ordentlich austeilen, drauf haun, nachtreten und regelrecht mal wieder rumpoltern soll.

    Ich finde sein Standpunkt gut, auch wie er die Aussage im Ganzen aufs Papier bringt.

    Für seine Verhältnisse wirklich gut, weiter so Vereinslegende(!).

    Wo fordere ich denn ein, dass Hoeneß draufhaut und nachtritt im Alaba-Zahavi-Fall ?

    Ich sage doch nur, dass Hoeneß dann auch konkret werden soll, wenn er solche Aussagen tätigt.


    Was jetzt passiert ist, dass das (fast) jeder auf Alaba bezieht und annimmt, dass der arme kleine David vom bösen Piranha falsch beraten wurde.

    Und suedstern80 hat es exakt so beschrieben, was mir auch durch den Kopf ging nach den Hoeneß-Äußerungen:

    wurde diese Tauschgeschichte Alaba-Sane eventuell völlig falsch durch Zahavi geschildert , woraufhin Alaba im Sky-Interview darüber in Tränen ausgebrochen ist ?


    So steht jetzt nach den verallgemeinernden Äußerungen von Hoeneß sowieso Alaba als Kleinkind da, das dem Berater blind vertraut, und Zahavi als der lügnerische und verschlagene Berater.


    Deshalb wäre es von Hoeneß meiner Meinung nach besser, wenn er hier konkrete Beispiele genannt hätte.

  • wir leben 2021, Spieler sind in Wahrheit selbstständige Angestellte. Ab nem gewissen Einkommen völlig alternativlos, da braucht ein Spieler einem Berater einfach

    Niemand will dem Spieler den Berater verwehren.

    Aber es geht doch darum, dass Spieler sich teilweise nur noch von ihrem Berater vertreten lassen. Das führt dann zu so absurden Stilblüten wie im Herbst, wo Alaba (angeblich) von durchaus wichtigen Details nichts wusste.


    ME müsste der Spieler in wichtigen Verhandlungen mit am Tisch sitzen. Dann könnte er auch selbst dem Verein sagen, was ihm quersteckt und man das dann ggf. ausräumen. Oder eben von vorneherein für klare Fronten sorgen.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Also bin ziemlich sicher das Müller Neuer Thiago dabei sind

    Auch Kimmich und Goretzka sind jetzt in der Lage und von Typ her sich an den Tisch zu setzen

    Bei ausländischen Spielern kann es schwieriger aufgrund der sprachlichen Barriere sein

    Ok, vielleicht war das das Problem bei Alaba 😀

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  • Wo fordere ich denn ein, dass Hoeneß draufhaut und nachtritt im Alaba-Zahavi-Fall ?

    Ich sage doch nur, dass Hoeneß dann auch konkret werden soll, wenn er solche Aussagen tätigt.


    Deshalb wäre es von Hoeneß meiner Meinung nach besser, wenn er hier konkrete Beispiele genannt hätte.

    Was tut er denn in dem Moment, wie er es eben im Doppelpass eindrucksvoll im negativen Sinne gezeigt hat, wenn er bewusst Alaba-Zahavi nennt?

    MMn drauf haun, nachtreten und rumpoltern, in dem Moment, wo er die beiden als konkretes Beispiel nennt.

    Hier forderst du es ebenso:

    Dann soll Hoeneß doch Ross und Reiter nennen und nicht irgendwas Verallgemeinerndes dahinschwurbeln.

    Er meint doch konkret Alaba und Zahavi.

    So steht jetzt nach den verallgemeinernden Äußerungen von Hoeneß sowieso Alaba als Kleinkind da, das dem Berater blind vertraut, und Zahavi als der lügnerische und verschlagene Berater.


    Deshalb wäre es von Hoeneß meiner Meinung nach besser, wenn er hier konkrete Beispiele genannt hätte.

    Seh ich genau umgekehrt, in dem Moment, wo er sich verallgemeinert äussert, spricht er einen Misstand an der ihm völlig zusteht - ohne, dass er da Namen nennt.

  • Mei, diese extremen Sichtweisen sind schon anstrengend hier.


    Hoeneß muss einen Scheißdreck, um es mal ganz deutlich zu sagen. Und natürlich spricht er aus Vereinssicht, was anderes erwarte ich von ihm auch nicht - bei aller Kritik, die es schon gegeben hat.


    Was ist denn so falsch daran? Man sieht ja jetzt wieder, was herauskommt, wenn der Berater alleine mit dem Verein verhandelt. In jedem Kommunikationsseminar lernst du etwas über das Vier-Ohren-Modell und wie wichtig es für die Kommunikation ist, dass sie direkt stattfindet und dann lässt man als Spieler, um dessen Geld, um dessen Zukunft es geht, nur eine mittelbare Kommunikation zu? Bei solchen Summen?


    Auch das Argument mit dem Steuerberater ist mehr als daneben, weil es eben mit einem Arbeitsvertrag so gar nichts zu tun hat. Es spricht doch gar nichts dagegen, sich einen Experten dazu zu holen und ihn zu den Gesprächen mitzunehmen. Von mir aus führen die auch mal Verhandlungsrunden alleine. Aber wie robbery2409 schon gesagt hat: Solche schwerwiegenden Entscheidungen treffe ich, nicht jemand anders. Und wie will ich dann eine Entscheidung treffen, wenn ich die Inhalte der Gespräche nur aus Erzählungen kenne? suedstern80 hat doch super beschrieben, wie das im Fall der Tausch-Gerüchte gelaufen sein kann und wohl auch gelaufen sein wird, wenn man den offiziellen Versionen der beiden Parteien glaubt.


    Nein, Alaba kommt aus der Nummer nicht raus. Entweder er ist mit seinen knapp 30 Jahren immer noch unmündig und fremdgesteuert oder er wollte den FCB von Anfang an verlassen und hat hier eine riesige Schmierenkomödie abgezogen. Beides absolut unterirdisch und der Grund dafür, dass er bei mir, trotz seiner Verdienste, nicht mehr als Vereinslegende geführt wird. Aber das ist ja nur meine bescheidene Meinung.


    Hoeneß hat für mich auch Recht. Er hat ja nicht gesagt, dass die Spieler sich keine Berater holen sollen, sondern dass sie sich um ihr Geld und ihren Vertrag auch selbst kümmern sollen. Gerade bei den Hauptrunden. Ich kann nicht von Familie und Herzensverein labern und dann andere vorschicken, die dann an meiner Statt den Verein finanziell ausbluten lassen sollen. Das ist erbärmlich.