Uli Hoeneß

  • Ich hab dich schon vermisst Gerd.


    Nein - so ist das nicht.
    Aber wenn du meine Post's gelesen hast (was ich nicht glaube, dafür sind sie zu umfangreich :D ), dann weißt du, dass ich ein Fan von UH bin und van Gaals Fussballphilosophie genieße.


    Aber: Wenn ein Trainer seine Mannschaft nicht mehr erreicht, dann muss er gehen.

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  • Die Entlassung von vG war sicher zu Recht, leider nur viel zu spät.
    Und diesen Fehler muss sich der vorstand halt anlasten lassen.
    Wie den gesamten umgang mit der vG Thematik.


    Ich sehe nicht ein, weshalb der Vorstand und auch die sportliche Leitung (der im Übrigen auch klotzig Geld verdient) hier aus dem obligo und der Verantwortung heraus gelassen werden sollte.


    In der freien Wirtschaft würde ein solcher Vorstand , der derarig viele Fehlentscheidungen ( ständige Auswechslung des Trainers, katatstrophale Transferpolitik, furchtbare scouting Abteilung) trifft schon längst nicht mehr im Amt sein.

  • ganz schwach uli. zuerst verpasst er den zeitpunkt louis vor die tür zu setzen und dann tritt er auch noch nach. mal zur info: louis hatte noch 4 spiele in der liga, nachdem se ihm gesagt ham, dass er zum saisonende gegangen wird. aus denen wurden 10 punkte geholt. und wer übernimmt? der CO vom louis. jez wird sich natürlich alles ändern.


    nicht falsch verstehen: louis musste weg. der mann drehte ja zum schluss völlig durch. nächstes spiel hätt er bestimmt mit kroos und schweinsteiger in der IV begonnen. is ja auch nachvollziehbar, schließlich ham se die bessere spieleröffnung. 8-)


    und dann noch zum thema badstuber/breno: die beiden werden ja oft kritisiert. aber ich sag euch eins: bei dem (nicht vorhandenen) defensivkonzept sieht jeder IV dumm aus. vorallem, wenn man sich nicht einspielen kann.


    naja, nächste saison kommt ja der jupp, der alte revolutionär, und rockt die europa-liga. da hat sich der uli mal wieder was einfallen lassen. da zaubert er aber einen ausm hut. das is mal wieder ne entscheidung mit perspektive. 8-)


    und als sportmanager/everybodys darling ham ma noch den nerlinger gebraucht, den ja-sager. auch einer, der für frischen wind steht. traurig.


    wennde nen tipp brauchst uli dann ruf mich an. meine nummer is die 118000.

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Die Entlassung von vG war sicher zu Recht, leider nur viel zu spät.
    Und diesen Fehler muss sich der vorstand halt anlasten lassen.
    Wie den gesamten umgang mit der vG Thematik.


    Ich sehe nicht ein, weshalb der Vorstand und auch die sportliche Leitung (der im Übrigen auch klotzig Geld verdient) hier aus dem obligo und der Verantwortung heraus gelassen werden sollte.


    In der freien Wirtschaft würde ein solcher Vorstand , der derarig viele Fehlentscheidungen ( ständige Auswechslung des Trainers, katatstrophale Transferpolitik, furchtbare scouting Abteilung) trifft schon längst nicht mehr im Amt sein. </span><br>-------------------------------------------------------


    Gerade der letzte Punkt ist mE völlig verkehrt.


    In der freien Wirtschaft wird ein Vorstand vor allem nach dem finanziellen Ergebnis beurteilt.
    Das finanzielle Ergebnis des FcB ist nach wie vor hervorragend!


    Keiner würde den Mercedes-Benz-Vorstand herauswerfen, weil Mercedes die F1 nicht gewinnt. Sondern wenn da auf Dauer kein Erfolg kommt, wird es Hauck erwischen. So einfach (wenn auch natürlich ein deutlich hinkender Vergleich, schon klar).
    Vor allem würde niemanden einen Vorstand wegen einer Entscheidung entlassen.


    Das Gesamtbild und die Gesamtergebnisse unseres Vorstands in den letzten 10 Jahren sind immer noch richtig gut!
    Auch wenn mal das ein oder andere schiefgeht, (dieses Jahr eher mehr, auch alles klar), dann ist unter dem Strich das Allermeiste positiv!
    Wirtschaftlich top, die Bilanz in der Liga ist richtig gut, das neue Stadion inklusive Finanzierung steht, der Kader gehört trotz dieser finanziellen Hürden sicherlich zu den Top8 Europas (bzw. wird mit ein paar notwendigen Defensivverstärkungen wieder dahin gehören). Und ist dort vermutlich der einzige, der unter wirtschaftlich richtigen Gesichtspunkten dahingebracht wurde.


    Daher: Natürlich ist das aktuelle Jahr schwach!
    Auch und gerade vom Vorstand, die sich teilweise verhalten haben wie ein Absteiger (Hallo, wieso verlängert man einem schwachen Trainer den Vertrag, wieso schmeißt man einen schwachen Trainer nicht endgültig raus, sondern wählt die Lame-Duck-Lösung, wieso vertraut man jetzt einer "Billiglösung"). Dazu die extrem armselige Außendarstellung.
    Nächstes Jahr muss gerade in der Außendarstellung da erhebliches verbessert werden.


    Aber ihre Gesamtleistung anzuzweifeln und ihren Rauswurf zu fordern, das ist mE bei aller berechtigten Kritik ca. 7 Schritte zu weit gedacht.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • in den letzten 10 jahren war tepco auch ein tolles unternehmen, bringt ihnen jetzt aber auch nichts....


    in den letzten 5 jahren hat bayern 3 mal nicht die meisterschaft geholt und läuft gefahr das zweite mal el spielen zu müssen. und das bei wirklich keinem konkurrenten, der annähernd auf augenhöhe ist, was die im fussball extrem wichtigen finanzen angehen! klar, man kann nicht immer meister werden, aber ich sehe ein tendenz nach unten bei uns. und hoeness ist der trend ja immer sehr wichtig. ich kann in den letzten jahren keine positive entwicklung feststellen und das liegt nicht an den trainern, die reheinweise gewechselt wurden, sondern an den personen, die für die trainer verantwortlich sind.


    das wir fianziell gut dar stehen, steht ausser frage, mir geht es nur ums sportliche. da macht der vorstand, meiner meinung nach, viel zu wenig aus den zur verfügung stehenden mitteln!

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  • jarlaxle,


    leider bist du bei deiner Kritik an meinem posting nicht in der Lage gewesen, den logischen Schluss zwischen einem Wirtschaftsunternehmen und dem FCB herzustellen.
    Was in der freien Wirtschaft ALLEIN der wirtschaftliche Erfolg ist, das ist beim FCB der sportliche Erfolg und erst in 2ter Linie der wirtschaftliche Erfolg.Auch UH hat das immer wieder betont, dass der sportliche Erfolg die entscheidende Prämisse ist.


    Dann kommt noch dazu, dass der FCB mittlerweile wirtschaftlich ein Selbstläufer ist.
    Der derzeitige Vorstand profitiert immer noch von dem grandiosen Fundament der ERfolgsmannschaft der 70er Jahre und dem damaligen Glücksfall Olympiastadion.


    Der Nimbus FCB wurde in dieser Zeit geprägt, durch Leute wie den damaligen Präsidenten Neudecker, Manager Schwan und die Mannschaft um Beckenbauer, Müller,Meier,Hoeness, Breitner.


    Daran anschließend ist es hauptsächlich UH zu verdanken, dass dieser Erfolg auf dem Fundament dieser Historie in sportlicher Hinsicht zumindest auf nationaler Ebene konserviert werden konnte (international haben wir in der Ära UH 4 CL Endspiele verloren und nur eines gewonnen in über 30 Jahren) und sogar in wirtschaftlicher Hinsicht noch ausgebaut werden konnte.


    Der jetzige Vorstand um KHR und der Sportdirektor CN haben daran wenig bis gar keinen Anteil nach meiner Meinung.


    Der jetzige Kader gehört entgegen deiner Ansicht sicher nicht zu den Top 8 Mannschaften in Europa. Not even close.


    Die Jugend und Amateurabteilung ist ausgetrocknet.


    Keinerlei Kontinuität im Traineramt. Ständig werden neue Experimente gestartet und nach kurzer Zeit für gescheitert erklärt.


    Mein Fazit: Dieser Vorstand und die derzeitige sportliche Leitung haben nicht annäherend die Qualität, die den FCB zu dem gemacht haben, was er (noch) ist.
    Die Herren KHR, Hopfner und CN müssen höllisch aufpassen, dass ihre Namen nicht mit dem Niedergang des FCB verbunden werden.

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">in den letzten 10 jahren war tepco auch ein tolles unternehmen, bringt ihnen jetzt aber auch nichts.... </span><br>-------------------------------------------------------
    Jetzt wird es aber bald Makaber, unangemessen und Geschmacklos die bilanzelle Situation mit der von Tepco zu vergleichen im Hinblick auf die Tragödie dort.... gehts auch ein biss'l niveauvoller?

    „Let's Play A Game“

  • Ich versuche mal, einige Dinge aus meiner Meinung heraus zu erläutern.


    Wir alle sind nicht zufrieden mit der Saison 2010 / 2011. Es ist nicht der Anspruch des FC Bayern München, am 29. Spieltag Vierter zu sein und keine realistisch Gelegenheit zu haben, auch in dieser Saison Deutscher Meister zu sein. Es gibt dafür verschiedene Aspekte, welche man erläutern kann - die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ist einer, Verletzungspech ein anderer, fehelnde Transfers sind genauso zu nennen wie Leistungsschwankungen bei Stammspielern wie beispielsweise Bastian Schweinsteiger oder Philipp Lahm. Das alles ist nicht weiter zu erörtern - so etwas passiert immer mal wieder und ich denke, dass niemand hier ein Problem damit haben sollte, dass wir in so einer Saison keinen Titel holen. Was man diskutieren sollte und sicher auch diskutieren muss, sind alle Dinge, die in letzter Zeit passiert sind - ich vertrete hierbei die These, dass die Aussagen von Uli Hoeneß heute so vielleicht nicht nötig, aber inhaltlich nicht völlig falsch waren - warum ich das so sehe, versuche ich mal zu erötern:


    Ich habe bisher im Forum häufig gelesen: "Der FC Bayern München hätte doch eigentlich auch wissen müssen, wen er mit Louis van Gaal als Trainer holt" - ich frage: Hätte Louis van Gaal nicht auch wissen müssen, zu welchem Verein er wechselt? Beim FC Bayern München ist es nunmal so, dass Leute wie Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge, Karl Hopfner und Franz Beckenbauer sehr viel Ahnung von Fußball haben - und dass diese Leute auch mit dem Trainer diskutieren. Ein Trainer, der in München alleine und ohne Diskussion mit dem Vorstand Dinge entscheiden möchte, wird in München immer scheitern. Es ist doch gerade das, was Louis van Gaal als "Philosophie" beschrieben hat und was er dann später kritisiert hat, nämlich, dass Uli Hoeneß eben ein Verantwortlicher des FC Bayern München ist, der für Spieler ein offenes Ohr hat, der seine Meinung deutlich äußert und der mit einem Trainer auch über Aufstellungen oder Transfers diskutiert. Wenn das alles so "falsch" ist - warum waren wir dann damit oft erfolgreich? Wenn Louis van Gaal das alles nicht "akzeptieren" kann - dann hat es keinen Sinn, langfristig und auch konstruktiv gemeinsam zu arbeiten, denn dann passt Louis van Gaal einfach nicht zum FC Bayern München - das ist nicht polemisch gemeint, sondern das soll einfach nur eine Feststellung sein.


    Uli Hoeneß hat im November jedoch auch mit seinem Auftritt bei "sky" das alles nicht verbessert - warum Uli Hoeneß solche Dinge öffentlich geäußert hat, weiß ich nicht. Das darf nicht passieren und sicher ist das einer der "Knackpunkte" in der Saison 2010 / 2011. Ich denke aber nicht, dass es Spieler in unserer Mannschaft gibt, welche das als "Alibi" angesehen haben - denn wenn Louis van Gaal die Mannschaft noch erreicht hat, wenn alle Spieler so "überzeugt" von Louis van Gaal sind, warum ignorieren sie dann diese Äußerungen nicht? Das ist doch eigentlich widersinnig - zumal Louis van Gaal vor dieser Saison viel eher den Spielern (gemeinsam mit dem Vorstand) mehrere Alibis gab - denn es war ja mehr oder weniger Einigkeit in der Meinung, dass durch die Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika ein guter Saisonstart schwierig werden würde - das wurde vom Vorstand und vom Trainer so dargestellt.


    Es gibt jedoch zwei Dinge, die meiner Meinung nach vielmehr wichtig waren dafür, dass Louis van Gaal heute entlassen wurde - nämlich der Weggang von Mark van Bommel und der Torwartwechsel in der Winterpause.


    Mark van Bommel war für unsere Mannschaft als Führungsspieler wichtig - nach vielen Spielen war er es, der Dinge diskutiert hat und für eine "schwache Leistung" deutliche Worte fand. Mit seinem Wechsel zum AC Mailand wurden Spieler wie Bastian Schweinsteiger oder auch Philipp Lahm in seine Rolle "eingeführt" - das jedoch konnten beide bisher nicht so präsentieren, wie man es wohl gedacht hat. Auch das ist für mich ein Grund für viele schwächere Spiele während der Rückrunde 2010 / 2011.


    Der Torwartwechsel in der Winterpause ist für mich jedoch noch etwas "entscheidender". Damit ich nicht missverstanden werde, versuche ich, meine Meinung hierzu möglichst strukturiert zu erläutern:


    Die Position des Torwarts ist im Fußball einzigartig, weil ein Torwart mit der Abwehr eingespielt sein muss und weil eine Mannschaft einen Torwart (meistens) auch nicht wie einen Feldspieler wechselt. Es ist deshalb logisch, dass Louis van Gaals Entscheidung, Thomas Kraft in der Rückrunde zur "neuen Nummer 1" zu machen, nicht ohne Diskussion beim Vorstand bleiben würde. Der Torwart sollte eine Konstante in einer Mannschaft sein - und ich bin der Meinung, dass man diesen nicht "ohne Grund" wechseln sollte. Hans-Jörg Butt hat in der Hinrunde solide Spiele präsentiert, aus sportlicher Sicht gab es meiner Meinung nach "keinen Grund", ihn nicht weiterhin auch als "Nummer 1" zu präsentieren - Louis van Gaal hat sich jedoch anders entschieden und Thomas Kraft gegen den Willen des Vorstandes als neue "Nummer 1" für die Rückrunde präsentiert. Das ist nicht nur deshalb, weil es sportlich dafür kaum einen Grund gab, diskussionswürdig, sondern auch, weil der Verein auf der Position des Torhüters wahrscheinlich andere Pläne hatte. Eine Mannschaftsaufstellung ist natürlich auch eine Aufgabe des Trainers - wenn der Trainer sagt: "Für mich ist Thomas Kraft die neue Nummer 1 in unserem Tor und nicht Hans-Jörg Butt", dann ist das zunächst einmal so. Wenn der Vorstand jedoch sagt: "Wir möchten zur neuen Saison Manuel Neuer verpflichten - aber da für einige unserer Fans dieser Transfer auch jetzt schon kaum vermittelbar sein wird, ist es gefährlich, jetzt Thomas Kraft als Stammtorwart zu erörtern, wei das Konflikte fördert, sobald Thomas Kraft gute Leistungen zeigt", dann ist das ein Standpunkt des Vorstandes, den man verstehen muss. Ich bin - ähnlich wie Uli Hoeneß auch - der Meinung, dass wir heute ganz anders über Manuel Neuer als denkbaren oder möglichen Neuzugang diskutieren würden, wenn Thomas Kraft in der Rückrunde nicht unser Stammtorwart wäre. Damit möchte ich die oftmals guten oder sehr guten Leistungen von Thomas Kraft überhaupt nicht kritisieren, ich mache auch Thomas Kraft keine Vorwürfe oder wünsche ihm, dass er "kein gutes Spiel" macht - ich sage nur, dass man Torwart und Feldspieler nicht vergleichen kann. Ein Torwart sollte langfristig in einem Verein spielen - deshalb halte ich es auch für nicht unlogisch, dass auf dieser Position eine Meinung des Vorstandes wichtiger ist als bei der Diskussion über Feldspieler. Auch das entscheidet wirklich der Trainer - aber er muss natürlich dann auch ganz deutlich wissen, dass das Interesse des Vorstandes ein anderes ist.


    Es ist deshalb auch nicht falsch, wenn Uli Hoeneß erörtert, dass damit auch einige Dinge in der Rückrunde zu erläutern sind. Ein Torwart ist nicht nur derjenige, der am Ende Bälle fangen soll, er ist auch derjenige, der für die Organisation der Abwehr mitverantwortlich ist, der Anweisungen geben muss, der absolut überzeugend wirken muss. Das kann Thomas Kraft noch nicht - das kann er noch nicht können, dafür ist er noch nicht erfahren genug, dafür fehlt ihm einfach eine nötige Souveränität - und das beeinflusst die Leistung von Abwehrspielern. Wenn ich mir anschaue, wie Holger Badstuber momentan spielt, dann denke ich, dass man schon Verunsicherung erläutern darf und kann - ich bin absolut davon überzeugt, dass das auch mit dem Torwartwechsel zu tun hat. Ob das auch mit Hans-Jörg Butt als Torwart so erläutert worden wäre, weiß ich nicht - aber besser gemacht hat uns dieser Torwartwechsel sicherlich nicht.


    Das alles ist jedoch trotzdem keine Diskussion, die jetzt dazu führen sollte, dass Uli Hoeneß öffentlich so deutliche Worte für Louis van Gaal findet, wie das heute war. Er hat in der Sache sicherlich nicht Unrecht - aber für unsere Außendarstellung ist das natürlich nicht schön. Ich denke dennoch, dass die Entlassung von Louis van Gaal nachvollziehbar ist, auch wenn ich nicht ganz weiß, warum man das nicht schon vor vier Wochen so erläutert hat.


    Louis van Gaal ist sicher nicht alleine dafür verantwortlich, dass das alles dann letztendlich so diskutiert wird. Auch der Vorstand hat während unserer Saison 2010 / 2011 Fehler gemacht, aber man sollte eines auch nicht völlig außerhalb jeder Diskussion lassen: Uli Hoeneß ist wesentlich näher am Tagesgeschehen dran als jeder in diesem Forum. Wenn man sich jetzt noch einmal daran erinnert, dass nichtmal Jürgen Klinsmann von Uli Hoeneß so kritisiert wurde, wie das Louis van Gaal heute verständlich gemacht worden ist, dann sollte man sich vielleicht auch fragen, ob es nicht etwas einfach ist, zu sagen: Uli Hoenß hat Langeweile und ist mit seinem Präsidentenamt nicht zufrieden, oder ob Louis van Gaal vielleicht doch nicht immer so ist, wie auch ich ihn häufig gesehen habe. Das rechtfertigt sicher nicht, dass man ihn so kritiisiert - aber inhaltlich sollte das schon für eine solche Diskussion relevant sein.

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  • Man wirft van Gaal noch heute vor, dass er vor fast zwei Jahren Lucio vergrault haben soll. Gleichzeitig verbittet man sich aber olle Kamellen, die Uli in diesem Winter bei Sky von sich gegeben hat. Aha. Wer den Fehler in der Logik findet, melde sich bitte per Handzeichen.


    Kommen wir mal zu van Gaals Lektüre... war es vermessen die Bosse so zu düpieren? Ja. Kann man so sehen. Rechtfertigt das aber, dass Uli sich Monate später als Revanche öffentlich äußert? Leute, das ist der Vorstand eines Millionenunternehmens und man trägt öffentlich seine persönlichen Geplänkel aus. Es ist völlig egal was van Gaal falsch gemacht hat. Das rechtfertigt nicht, dass sich der Vorstand aufführt wie eine Bande 5jähriger!


    Es spricht Bände, wenn Uli heute so dermaßen nachgetreten hat, dass man sich schämen muss. Vorallem wirft es aber die Frage auf, warum unser ach so sachverständige Vorstand nicht früher gehandelt hat, den Vertrag in dieser Saison gar erst verlängert hat.


    Es ist doch hanebüchen hier einzig auf van Gaal zeigen zu wollen, wenn unser Vorstand in dieser Saison so dermaßen planlos agiert, dass es nicht mehr feierlich ist. Erst verlängert man den Vertrag, dann entlässt man den Trainer nach dem Hannover-Spiel, hat aber keinen Nachfolger und belässt den Coach im Amt, nur um ihn dann als lame duck Wochen später doch zu entlassen. Es bedarf gar nicht des Blickes in die Vergangenheit um zu merken, dass unsere Führungsetage orientierungslos rumwurschtelt.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."