Uli Hoeneß

  • Nun wissen wir alle, daß es falsch war. </span><br>-------------------------------------------------------


    Genau so ist es.


    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Aber wundersamerweise ist hierfür dann nicht Gaal verantwortlich sondern ALLE. </span><br>-------------------------------------------------------


    Es ist der schuld, der es verbockt und es sind die schuld, die es ihn verbocken lassen.

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  • Naja, es wäre doch schwachsinnig, gerade bei einem Trainer wie LvG Spieler zu holen, die er nicht will. Sie hätten ihn deshalb feuern können, aber nach dem Erfolg der letzten Saison hätten dann alle ihnen den Vogel gezeigt (ich auch).

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  • Wenn der Vorstand ernsthafte Bedenken hat und der Trainer absolut nicht kompromissbereit ist, dann muss man ihn feuern. Stattdessen ist der Vertrag verlängert worden und auch die nächste Gelegenheit, ihn zu entlassen (Winterpause), wurde verpasst.


    Und darum sehe ich eine Mitverantwortung der Vereinsführung.


    Diese Diskussion könnte übrigens genauso im KHR oder Nerlinger Thread stattfinden.

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  • Es sind immer dieselben Mechanismen bei der Troika und allen Leuten, die ihr brav folgen.


    Da war mal der Chefkritiker Paule, der hat in der Bild ständig gegen die Bayern geschossen. So einem empfindsamen Gemüt wie Hoeneß war das zu viel, so dass der sich den nervigen Kritiker einfach ins Boot geholt hat, damit endlich Ruhe ist.
    Es ist noch nichtg einmal 2 Monate her, da war Paul Breitner im Blickpunkt Sport Studio eingeladen und hat noch alle Kritik an Van Gaal abgewehrt. Da pflegte er die Lesart: Jaja, gegen Dortmund kannste halt doch mal verlieren, wenn nicht alle Spieler über 90min 100 Prozent geben, so phänomenal, wie Dortmund ja grad drauf sei; da war der Chefanalytiker Breitner noch ganz auf der Wellenlänge von Gaal und suchte den Grund für die derzeitige Tabellensituation des Vereins bei den Spielern, Paul Breitner sprach da ausdrücklich von den verfluchten individuellen Fehlern, die so viele Punkte gekostet haben und auch die Niederlage gegen Dortmund verschuldeten.


    So war das mit dem Paule, aber auch ihn interessiert das Geschwätz von gestern nicht. Bei ihm darf das aber nicht verwundern. Der ist so.


    Auffällig sind immer dieselben Verhaltensmuster, wenn sich die Bayernverantwortlichen vorzeitig von ihren Trainern trennen. Das war bei Magath so, bei Klinsmann war es ganz Übel, und die Trennung von Van Gaal steht dem in nichts nach. Es wird nachgetreten und verleumdet, bis dem neutralen Beobachter das Essen hochkommt. Da ist ja auch keiner mehr, der sich wehren kann.
    Ich behaupte einmal, dass Van Gaal das auch nicht nötig hat, wie will man den CL-Gewinner von 1994/95 noch diskreditieren, der im Vereinsfussball so gut wie alles gewonnen hat und dabei stets für eine attraktive Spielweise stand? Schwer machbar, auch trotz der jüngsten Misserfolge.
    Aber in Zeiten des Misserfolgs sieht man, aus welchem Holz ein Mensch geschnitzt ist. Wie schnell der Hoeneß seine Nerven verliert und unter die Gürtellinie schießt, hat man nun häufig genug gesehen, um ein negatives Urteil über seinen Charakter zu fällen. Breitner ist ein Mitläufer, der redet je nachdem, in wessen Boot er sitzt.
    Nerlinger hat sich charakterlich eigentlich ganz gut verhalten, da er wusste, dass der ganze Erfolg der Vorsaison schließlich auf Van Gaals Arbeit und nicht auf seiner Arbeit gründete, Van Gaal machte Badstuber und Müller zum Stammspieler, Schweinsteiger schulte er so fort, dass dieser zum Weltstar avancierte, auch zur Robben-Verpflichtung trug er seinen entscheidenden Teil bei, und das vielleicht Wichtigste, er ließ die Bayern endlich mal attraktiven Fussball spielen, für den der Verein selbst von den Gegnern Respekt erntete.
    Kurzum: Nerlinger wäre selten blöd gewesen, diesem Trainer nicht den Rücken zu stärken. Und so glaubte er bis zum Schluss an den Trainer, aber nach der Entscheidung mit Kraft - so Nerlinger - kam es zu einem Bruch, der nicht mehr zu kitten war, denn mit dieser Entscheidung stellte sich Van Gaal gegen den Vorstand. Und Nerlinger weiß auch, dass er Arbeitnehmer dieses Vorstands ist. Mag auch sein, dass er aus persönlichen Gründen von Van Gaal enttäuscht war. Aber den fachlichen Kompetenzen Van Gaals vertraute Nerlinger bis zum Schluss. Er als derjenige, der am engsten mit dem Trainer zusammenarbeitete, vermied es auch, gegen den Trainer noch so billig nachzutreten. Das erwartet man aber auch von einem soliden Charakter.

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Dem Vorstand rauschten darauf die $-Zeichen in die Augen und nahmen wie schon zu Klinsmann überaus dankbar an. </span><br>-------------------------------------------------------


    Bei Klinsmann gebe ich dir recht. Da war aber nach der vorangegangenen Saison auch wirklich kein Bedarf, eben mit Ausnahme des alleinigen 6ers, auf der Pos bekam man aber keinen der Wunschspieler, also musse man ein Jahr auf Tymo warten.


    In dieser Saison stimmt das mit Sicherheit nicht!
    Der Vorstand war sich offensichtlich der Problemzone ZM mehr bewusst als wir alle (da ja Tymo diese Rolle von vG anscheinend nie zugetraut wurde) und war dementsprechend an Khedira dran.


    Auch die Problematik AV war bekannt und sollte durch vdW behoben werden.


    Alles das hat vG abgelehnt! Und zwar mit teilweise kolossalen Fehleinschätzungen!


    Ich bin mir sicher, dass auch weitere Transfers machbar gewesen wären, wenn vG darauf bestanden hätte, bzw. erkannt hätte, wo die offensichtlichen Schwachstellen sind.


    Özil ist ein weiterer Spieler, der sicherlich realisierbar gewesen wäre, wenn man erkannt hätte, was Kroos kann und vor allem, was er nicht kann.
    Dazu bedarf es ca. 5Minuten intensives Fußballgucken, etwas, was vG anscheinend in seinem Häuschen in Portugal nicht nötig hatte.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Alles das hat vG abgelehnt! </span><br>-------------------------------------------------------


    Und zum 100sten Mal: der Vorstand hat das zugelassen und damit anteilig zur jetzigen Situation beigetragen !!!


    @jarlaxle: übrigens sehr "raffiniert", wie du deinen Liebling Kroos hier wieder mit eingebaut hast ;-)

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  • Kirche im Dorf lassen!
    Das wäre eine Lebensweisheit, die hier dem ein oder anderen manchmal gut zu Gesicht stehen würde.
    Es ist durchaus richtig, dass man beim ein oder anderen Trainer vonseiten des Vorstandes ein Nachtreten hätte vermeiden sollen, es ist sicher auch der Gegenseite einzuräumen, dass van Gaal durchaus seine Erfolge und Qualitäten hat.


    Der natürliche lauf der Dinge vereinfacht nunmal die Bewertung von Sachverhalten in der Retrospektive, deshalb ist es müßig, die Entscheidungen der letzten Jahre in schwarz und weiß abzuhandeln!


    LvG ist ein Top-Trainer mit einer Vielzahl an Qualitäten. Offensichtlich ist er aus bei Betrachtung seiner Zeit in Barcelona und in München nicht in der Lage, seine Qualitäten an die Anforderungen des Vereins anzupassen.
    Es ist nur mit Ego und Sturrheit zu erklären, dass er sich möglichen Neuzugängen wie Vidic oder Coentrao verwehrt, weil er glaubt, er könne über den Dingen und den Gestzmäßigkeiten des Fußballs stehen (zu kleiner Kader und fehlende Blutauffrischung nach einer Erfolgssaison).


    Umgekehrt ist es natürlich auch nicht sinnig dem Vorstand Vorwürfe dafür zu machen, dass sie sich zwischen 2 Übeln, knapp für das falsche entschieden haben.
    Hätte man van Gaal 2 Spieler aufs Trainingsgelände gestellt, die er nicht will, hätte die Bild einen Monat nicht nach neuen Themen im Sportteil suchen müssen und auch der verpasste Termin der Entlassung LvG ist doch dem Faktum geschuldet, dass man sich keine Schnellschüße und Wankelmütigkeit nachsagen lassen wollte.


    Über Themen wie Klinsmann und Magath kann man an anderer Stelle reden.


    Fazit: Grundsätzlich kann jeder seine Meinung vertreten (besonders gerne, wenn er zum relevanten Zeitpuznkt der Enscheidung schon eindeutig Stellung bezogen hat), aber eine faire Zweikampfführung wäre schon wünschenswert.
    Und im Falle der Vorstandsentscheidungen erwarte ich von einem vernünftigen Fan, dass er sich ein wenig in Sachzwänge und Notwendigkeiten eindenkt.

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Der Vorstand war sich offensichtlich der Problemzone ZM mehr bewusst als wir alle (da ja Tymo diese Rolle von vG anscheinend nie zugetraut wurde) und war dementsprechend an Khedira dran. </span><br>-------------------------------------------------------


    Ohja, was sich unser Vorstand im ZM denkt, dass müsste mir mal jemanden erklären. Wenn wir den Faktor van Gaal weglassen, dann wären wir also mit folgender Konstellation in die Saison gegangen:


    Bommel
    Schweinsteiger
    Tymoschtschuk
    Khedira
    -
    Kroos
    Ottl


    Wo sollen die spielen? Oder hätte man Tymo gehen lassen?

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  • Hätte sich im Nachhinein nicht als ganz blöd erwiesen, weil Schweinsteiger ohnehin offensiv rumturnen mußte!
    Und Ottl hätte man dann bestimmt sein Köfferchen gepackt!


    Und aus dem Zusammenhang gerissen klingt das natürlich nicht so pfiffig, aber man kann mal davon ausgehen, dass neben Khedira noch 2-3 andere Spieler gekommen wären und das hätte die Saison durchaus retten können.
    Hat LvG ja auch mittlerweile als Fehler eingeräumt, die gegebenen Möglichkeiten auszulassen.

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  • Also Schweinsteiger auf die 10 ist ja so eine "No-Go-Idee" von van Gaal. Glaube kaum dass dies tatsächlich eine Rolle spielen sollte. Kroos war im Sommer zumindestens noch als 10er vorgesehen.


    Ja, Ottl weg. Ottl ist in der Konstellation das kleinste und unwichtigste Problem.

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  • <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">Und im Falle der Vorstandsentscheidungen erwarte ich von einem vernünftigen Fan, dass er sich ein wenig in Sachzwänge und Notwendigkeiten eindenkt. </span><br>-------------------------------------------------------


    Es besteht kein Sachzwang, sämtliche Verantwortung beim Trainer zu suchen und sich selbst von Fehlern reinzuwaschen.
    Es besteht kein Sachzwang und keine Notwendigkeit, gegen den Trainer unterhalb der Gürtellinie nachzutreten.
    Darum bin ich ein vernünftiger Fan, weil ich dieses Verhalten des Vorstands und Präsidenten nicht gutheißen kann, sondern kritisieren muss, und zwar aufs Schärfste kritisieren muss.

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  • Es geht darum dass sie doch "nur die Wahrheit sagen". Stil, Professionalität o.ä. darf man nicht einfordern. Zudem der van Gaal und seine Buchvorstellung natürlich... (er hat als erstes den Lutscher geklaut!!)

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  • In dieser Diskussion kommen wir aber nicht zielführend weiter, da ja offensichtlich Fehler gemacht wurden, sonst wäre die Situation nicht so, wie sie ist.
    Es werden immer mehrere völlig unabhängige Situationen miteinander gemischt und in Bezug auf die jetzt nochmal aufgeführten Teilbereiche liegst Du sicher richtig.


    Und frag Hoenes in einem halben Jahr nochmal zu den Äusserungen rund um die Entlassungs-PK - da wird er der Erste sein, den die Weisheit des Alters und der nicht mehr aktuelle Unmut zu einer moderaten Verifizierung hinleitet.
    Er wird selber wissen, dass da weniger mehr gewesen wäre.

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  • Knallhart gedacht muss man sagen: Es ist ihr Job. Und nicht ihr Hobby, wo man mal ausrastet wenn was nicht funktioniert.


    Und wie man sowas macht ohne dass man viel sagen muss, hat man bei der Erklärung zu van Gaals Vertragsauflösung gesehen.


    Nein, wenn sich Vorstand+Präsident auf die Bühne setzen und auch noch Nachfragen durch Journalisten gestatten, dann ist das kein rein "spontaner" und "ungeplanter" Ausbruch. Sooo doof sollte man unsere Großkopferten dann auch nicht darstellen, nur weil es zu ihrem Vorteil ist.

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  • Wenn ich die ganzen Argumente gegen van Gaal lese, ist die Schuldfrage doch eindeutig geklärt : Schuld ist einzig und allein die Führungsetage des FC Bayern die nach Klinsmann zum zweiten Mal innerhalb kürzester Zeit den völlig falschen Trainer geholt hat !!! van Gaal passte zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd in das Profil eines Bayerntrainers, da hätte man lieber Otto Pfister, Rudi Guttendorf oder Erich Ribbeck holen sollen, aber nicht van Gaal.


    Ein Trainer des FC B muss:
    1. 110% kompatibel zu dem Machern des Clubs sein und ihre Philosophie voll unterstützen


    2. Er muss Spielerfreund und Versteher sein (am besten eine Art Spielerflüsterer, mit sozialer Kompetenz) und darf diese nur individuell angepasst kritisieren


    3. Sein fussballerisches Konzept darf keine zu hohen intellektuellen Anforderungen an das spielende Personal stellen, da es sich ansonsten auf dem Platz unter eine Art Zwang gesetzt fühlt.


    Wie kann einer fachlich derart kompetenten Führungstetage innerhlab so kurzer Zeit nur zweimal hintereinander so ein Fehler unterlaufen ? Ich weiss es nicht :(

  • Punkt 2 hat selbst Hitzfeld mal den Job gekostet. Dann war plötzlich Quälix gefragt...


    Das Problem bleibt, dass wir seit geraumer Zeit immer nur von hier bis zur Wand schauen. Wenn es läuft, haben wir den besten Trainer aller Zeiten, im Misserfolg sind sie zu weich, zu hart, zu unkommunikativ, zu sehr Mathematiker, zu schwach, zu stark, zu alt, zu jung, etc.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Das Problem bleibt, dass wir seit geraumer Zeit immer nur von hier bis zur Wand schauen. Wenn es läuft, haben wir den besten Trainer aller Zeiten, im Misserfolg sind sie zu weich, zu hart, zu unkommunikativ, zu sehr Mathematiker, zu schwach, zu stark, zu alt, zu jung, etc. </span><br>-------------------------------------------------------


    !! !!


    <span style="font-weight:bold; font-style:italic">Zitat:</span><br><span style="font-style:italic">1. 110% kompatibel zu dem Machern des Clubs sein und ihre Philosophie voll unterstützen </span><br>-------------------------------------------------------


    Welche Philosophie? :-S Alle 1-2 Jahre den Trainer wechseln und im Falle den Misserfolgs mal eben im Zweijahresrhythmus 50-70 Millionen Euro aufm Transfermarkt lassen?

    Oh Well. Whatever. Nevermind.