Uli Hoeneß

  • soweit ich weiss muss man sowas aber auch beweisen können . sprich wie will man denn bitte nachweisen , dass man uli hoeneß gewarnt hatte ?! Die Tatsache , dass erst ein halbes jahr später ein verfahren eingeleitet wurde , sagt da doch noch gar nichts. ausserdem sagen andere wieder uli hätte den tip aus der schweiz bekommen und die anzeige gemacht bevor überhaupt ermittelt wurde - also ich bin ja mal gespannt wer am ende richtig lag

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  • ja wenn das wahr ist, dann siehts sehr schlecht aus


    ich halte auch zu Uli, aber es sieht immer schlimmer aus...der audi vorstandsvorsitzende rueckt oeffentlich schon von uli ab


    http://www.sport1.de/de/fussba…liga/newspage_710458.html


    ich finde grundsaetzlich auch das uli praesident bleiben soll, aber wenn die anschuldigungen wirklich stimmen, dann siehts ziemlich nach knast aus und dann waere uli als praesident nicht mehr zu halten....von zumwinckel z.b. hatte damals ja 'nur' eine steuerschuld von ner knappen million....bei uli scheint das wesentlich mehr zu sein :(

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  • sollte uli in den bau müssen - ist er sowiso kein Präsident mehr des FCB - aber eins ist klar ob präsident oder nicht - er wird trotzdem beim fcb weiter die strippen ziehen

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  • Derweil hat sich Audi-Vorstandsvorsitzender und zugleich Stellvertreter von Hoeneß im Aufsichtsrat Rupert Stadler in der "Bild" klar von Hoeneß distanziert: "Audi ist der Überzeugung , dass nachhaltiger wirtschaftlicher Erfolg nur sichergestellt werden kann, wenn Regeln und Normen konsequent befolgt werden. Wir stehen für ein achtbares, ehrliches und regelkonformes Verhalten im Geschäftsalltag."


    Wenn ich so eine Aussage von einem Menschen höre, bei dem es nur um Kohle geht, dann könnte ich echt abkotzen.

  • [ ... ] der audi vorstandsvorsitzende rueckt oeffentlich schon von uli ab [ ... ]????,...für mich persönlich, Uli ist und bleibt in unsere FC BAYERN familie...:8

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  • Genauso,es gab mal einen VW Vorstandsvorsitzenden Namens Hartz und was dieser gute Mann auf den Weg gebracht hat wissen wohl alle und später hat sich dieser noch um die Bedürfnisse der Betriebsräte gekümmert.Tja,so ist das halt alles" scheinheilige"

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  • Was heißt "fallen lassen"? Es ist doch nicht so, dass ihm jetzt alle die Tür vor der Nase zuschlagen und sagen "Hau bloß ab...".


    Das wäre dann fallen lassen.


    Ihn "abzusägen" würde in dem Fall erstmal bedeuten, ihn seiner Ämter zu entheben, um den FC Bayern - soweit das möglich ist - von der Geschichte um die Steueraffäre zu befreien. Uli würde damit doch kein Stück stärker in Not geraten als er das ohnehin schon ist.


    Unterstützung "seiner Familie FC Bayern" braucht er letztlich als Mensch, aber nicht in seiner Funktion als Präsident oder Aufsichtsrat.


    Im Grunde stellen doch diese Ämter in der momentanen Situation eher eine Belastung für ihn dar und Zweifel daran, ob er diese Ämter derzeit überhaupt noch adäquat ausüben kann, seien zumindest erlaubt.


    Ich sage nicht, dass er gehen MUSS (dafür liegen mir bisher weiterhin zu wenig Fakten auf dem Tisch), aber jede Überlegung in diese Richtung als "Frevel seiner Familie" zu verteufeln ist völlig Fehl am Platz und geht an der Sache vorbei.

    "Eines Tages werden wir alle sterben, Snoopy."

    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Juristisch ist es natürlich von großer Bedeutung, ob und wann er gewarnt wurde. Aber wer zeigt sich denn selber an, weil er plötzlich und aus freien Stücken moralische Skrupel bekommt? Die Motivation wird schlichtweg die Angst vor Entdeckung gewesen sein.


    Das gescheiterte Abkommen mit der Schweiz war da Warnung genug.

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    "Stimmt. Aber an allen anderen Tagen nicht."



  • Ich drücke ihm menschlich alle Daumen, dass er irgendwie glimpflich aus der Sache kommt. Und ja, so lange diese Vorwürfe im Raum stehen ist er FÜR MICH nicht als Präsident und ARV tragbar. Er sollte bis zur endgültigen Klärung die Ämter ruhen lassen, da immer der FCB damit in Verbindung gebracht wird. Er schadet momentan empfindlich dem Ansehen des FC Bayern.

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  • falls Uli hinter schwedische Gardinen geht, müssen "wir" eben zwangsläufig ohne ihn auskommen - eine Standleitung mit dem Knast halte ich für einigermassen unwahrscheinlich...


    mit der sich andeutenden Situation sollte man sich schon mal "anfreunden"...

  • Es mag ja sein, dass man sich den FC Bayern ohne Hoeness schwer vorstellen kann. Das ist immer so, wenn einer so viele Jahre der Chef war.


    Aber es wäre schon traurig, wenn es beim FC Bayern ohne ihn nicht ginge. Ein echte Armutszeugnis wäre das.


    Ich glaube aber auch nicht daran. Der FC Bayern ist auch ohne Uli stark genug. Schließlich wird irgendwann unweigerlich der Moment kommen, wo es gehen muss ohne ihn.

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  • des ist ja schlimm, dann ist der FCBM in ca 20 - 30 Jahren nicht mehr existent, oder was noch schlimmer ist, wenn die jetzt feststellen, das die Selbstanzeige zu spät kam und er doch den Breno Gesellschaft leisten muss, lösen wir dann den Verein auf, oder führt er ihn dann von Stadelheim weiter und die Aufsichtsräte kommen ihn immer besuchen!!


    sorry den FCBM gibt es seit 1900, da war der Uli noch nicht auf der Welt und der FCBM wird es auch geben wenn der Uli weg ist!

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  • Uli H. musste es nicht wissen, das gegen ihn ermittelt wird, also rechtlich gesehen, wenn es bekannt war in den zuständigen Ämtern dann ist die Selbstanzeige zu spät, egal ob sich das zufällig überschnitten hat oder ob er gewarnt wurde!!

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  • Langsam reichts!


    Was weiß die Öffentlichkeit: Ulli hat eine Selbstanzeige gemacht! - Nicht mehr und nicht weniger!


    Alles andere sind Vermutungen, Annahmen und Meinungen - in der Luft-Herumgestochere!


    Warum warten diese "Experten" (Politiker, Manager und sonstige Gutmenschen) nicht einfach ab, bis Ulli zu seiner Selbstanzeige Stellung nimmt ?


    Zur Erinnerung: wenn ich mir die Lebensleistung dieser oben genannten Wadenbeißer betrachte, hat Ulli im Verhältnis mit seiner Lebensleistung die Welt alleine erschaffen!

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  • Das ist doch relativ einfach zu erklären. Hoeness hat einfach eine sehr starke Position im Verein. Ohne ihn wäre ein KHR gar nicht da. Da wird er natürlich so lange es irgend geht öffentlich an seiner Seite stehen.


    Man hält halt seine Leute solange man sie halten kann. Das läuft in der Politik doch genauso.


    Mit ein paar Rolex-Uhren hat das nichts zu tun. Diese "Story" wäre doch ohne die Vorgeschichte Hoeness auch gar keine Meldung Wert gewesen. So passte sie halt ganz gut ins Fahrwasser. Es handelt sich auch "nur" um eine Ordnungswidrigkeit, wie zu schnelles Fahren.

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  • Nun ja, die Frage ist, ob sie ihm nachweisen können, dass er bereits von der Entdeckung der Tat wusste. Das dürfte relativ schwierig sein. Nur, weil sein Name auf einer der gekauften CDs stand gilt insoweit jedenfalls noch nicht als Entdeckung.
    Der Ausschluss der strafbefreienden Wirkung der Selbstanzeige tritt unter folgenden Bedingungen ein:


    § 371 Abs. 2 AO: Straffreiheit tritt nicht ein, wenn


    1.bei einer der zur Selbstanzeige gebrachten unverjährten Steuerstraftaten vor der Berichtigung, Ergänzung oder Nachholung


    a) dem Täter oder seinem Vertreter eine Prüfungsanordnung nach § 196 bekannt gegeben worden ist oder
    b) dem Täter oder seinem Vertreter die Einleitung des Straf- oder Bußgeldverfahrens bekannt gegeben worden ist oder
    c) ein Amtsträger der Finanzbehörde zur steuerlichen Prüfung, zur Ermittlung einer Steuerstraftat oder einer Steuerordnungswidrigkeit erschienen ist


    all diese Ausschlussgründe können wir ausschließen.


    oder
    2. eine der Steuerstraftaten im Zeitpunkt der Berichtigung, Ergänzung oder Nachholung ganz oder zum Teil bereits entdeckt war und der Täter dies wusste oder bei verständiger Würdigung der Sachlage damit rechnen musste


    hier könnte es interessant werden, dazu weiter unten.


    oder
    3. die nach § 370 Absatz 1 verkürzte Steuer oder der für sich oder einen anderen erlangte nicht gerechtfertigte Steuervorteil einen Betrag von 50 000 Euro je Tat übersteigt.


    Dieser Punkt ist in Zusammenhang mit § 398a AO zu sehen:


    In Fällen, in denen Straffreiheit nur deswegen nicht eintritt, weil der Hinterziehungsbetrag 50 000 Euro übersteigt (§ 371 Absatz 2 Nummer 3), wird von der Verfolgung einer Steuerstraftat abgesehen, wenn der Täter innerhalb einer ihm bestimmten angemessenen Frist


    1. die aus der Tat zu seinen Gunsten hinterzogenen Steuern entrichtet und
    2. einen Geldbetrag in Höhe von 5 Prozent der hinterzogenen Steuer zugunsten der Staatskasse zahlt.


    Das dürfte auch gesehen sein, sofern die entsprechenden Beträge überschritten sind.




    Bleibt also § 371 Abs. 2 Nr. 2 AO, dass die Straftat bereits entdeckt war und UH das wusste. Da scheint im Moment ziemlich im Trüben gefischt zu werden. Wie bereits geschrieben, die bloße Auflistung auf der CD reicht als Tatentdeckung nach herrschender Meinung nicht aus.


    Selbst, wenn UH von einem seiner Kontakte gewarnt worden wäre und er erst dann die Selbstanzeige erstattet hätte, müsste genau das bewiesen werden.
    Er selbst wird sich nicht hinstellen und das zugeben - muss er auch gar nicht. Er selbst darf im Strafverfahren gegen ihn selbst lügen wie gedruckt. Bliebe also nur die Quelle, die ihm das gesteckt hat, die damit aber sich selbst der (versuchten) Strafvereitelung bezichtigen müsste, ggf. sogar Strafvereitelung im Amt. -> Sehr unwahrscheinlich, zumal sie sich auch nicht selbst einer Straftat bezichtigen müsste.
    Wenn ihm das jemand gesteckt hat, wird er es auch nicht über Telefon gemacht haben. Dass das jemand im Rahmen einer Telefonüberwachung mitgekriegt hat ist daher auch unwahrscheinlich.


    Ich könnte mir daher vorstellen (und das ist jetzt wirklich reine Spekulation!), dass genau das im Moment das Problem der Strafverfolgungsbehörden ist. Sie ahnen, dass UH von der Entdeckung wusste, können es aber nicht beweisen. Und wegen ne bis in idem und in dubio pro reo können sie nicht los legen mit der Anklage, bevor sie in der Hinsicht was sicheres in der Hand haben.

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