Uli Hoeneß

  • Van Gaal hat sicherlich einiges dazu beigetragen, daß der FCB jetzt ganz oben in Europa angekommen ist.


    Trotz allem war ich froh, als dieser Egomane wieder rausgeschmissen wurde. Solche Selbstdarsteller tun keinem Verein der Welt gut. Die meisten seiner Jobs sind unrühmlich im Streit zu Ende gegangen. Warum wohl?


    Man kann das höflich mit "schwierigem Charakter" umschreiben.


    Ein Sympathieträger für den FCB war er im Gegensatz zu Hitzfeld, Heynckes oder Guardioala nie.


    Eher ein Kotzbrocken, der in der Kabine vor versammelter Mannschaft seine Eier blank zog. Wahnsinn, daß der FCB ihn nicht viel früher wieder rausgeschmissen hat.


    Erst als er UH zu oft als dummen Jungen hingestellt hatte, war Schluß mit lustig. Eigentlich hätte er sehr viel früher gehen müssen.


    Die Niederlage im CL-Finale 2010 gegen Inter Mailand war größtenteils sein Verdienst. Das Erreichen des Finales auf der einen Seite und dann das grandios überflüssige Abschmieren auf der anderen Seite ...

    Wenn mir Likes wichtig wären, wüsste ich, was zu tun ist.

  • Tja, wenn man sich seine Stationen so anschaut, war er eigentlich immer einer, der einen Verein nach oben bringen konnte, nur um den Verein dann oben zu halten, dafür waren dann eher andere zuständig.
    Ansonsten war er mal erfrischend anders, als die Gentlemen a la Hitzfeld, Heynckes oder Guardiola, warum ihm das andauernd negativ angelastet wird, verstehe ich nicht.
    Um das CL-Finale 2010 zu gewinnen, hätte er seine gesamte Philosophie über den Haufen schmeißen müssen, denn selbst die damals beste Mannschaft der Welt in ihrer absoluten Hochzeit schaffte es gegen das von Mourinho perfekt eingestellte Abwehr-Bollwerk Inter nicht, es in zwei Spielen zu überwinden, und da sollten wir es schaffen, ebenso mit offensivem Fußball, aber weit schlechterer individueller Qualität? Das ist unrealistisch. Das hätten wir höchstens mit Kloppo-Fußball schaffen können, aber weder van Buyten noch Micho oder van Bommel wären je zu den Laufwundern mutiert, die es dafür gebraucht hätte.

  • Ich finde umgekehrt deine Darstellung, dass er nur an dem Scharmützel mit Uli gescheitert wäre viel zu positiv und polemisch.


    ME gab es das Scharmützel wegen der sportlichen Stümpereien und nicht die sportlichen Stümpereien wegen dem Scharmützel.
    Das Scharmützel mit Uli gab es doch erst als das Kind taktisch längst im Brunnen lag und wir die schlechteste Hinrunde seit ewigen Jahren spielten. Wie man dann behaupten kann, dass er an dem Scharmützel gescheitert ist, ist mir einfach ein Rätsel. Es ist doch nicht so, wie wenn wir erst nach Ulis Sky90-Auftritt angefangen hätten, Mist zu spielen.


    Außerdem ist mir einfach viel zu billig zu glauben, dass irgendein Toptrainer sich von äußeren Einflüssen dermaßen beeinflussen ließe, dass dadurch die Arbeit mit der Mannschaft derart leidet, dass so ein Murks dabei herauskommt. Wenn du dir nichts vorzuwerfen hast und die Mannschaft nach wie vor hinter dir weißt, dann kann doch der Präsident von außen labern, was er will.

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    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • Dass er nur daran gescheitert ist, habe ich nirgends geschrieben! Aber ein mit entscheidender Faktor war es allemal!


    Jedenfalls denke ich nicht, dass die Niederlage 2010 im CL-Finale größtenteils sein Verdienst war (wie der Rabe schrieb). Denn Louis konnte nichts dafür, daß ausgerechnet Ribery im Finale gesperrt war. Auch hatten wir in dem Jahr noch keinen überragenden 6er wie Martinez im Team, auch die IV war noch nicht so stark besetzt wie 3 Jahre später. Wir waren damals nicht am Ende einer Entwicklung, sondern am Anfang, das muss man sich einfach immer wieder vor Augen halten.


    Im Zuge dieser Entwicklung ist der Kader dann später massiv aufgerüstet worden, nahezu alle Baustellen wurden geschlossen und natürlich wurde auch die Taktik in einigen Punkten optimiert.

  • Das ist doch Käse. Wir befanden uns nach schwachem Start auf einem guten Weg als plötzlich Uli ohne Not Interviews gab und die Mannschaft daraufhin wieder patzte. Er gab den Spielern ein Alibi. Punkt. Ulis Kritik begann eben auch nicht erst mit dem Skyauftritt, das war nur der Höhepunkt. Hoeneß hat schlicht und ergreifend einen medialen Feldzug gegen den eigenen Trainer gestartet als Rummenigge und Nerlinger noch versuchten die Wogen zu glätten. Da kannst du van Gaal vorwerfen was du willst, aber da beißt die Maus keinen Faden ab. Uli hat eine Ego-Show abgezogen, während der Rest des Vereins um Ruhe bemüht war und an diesem Theater ist eben nicht nur van Gaal Schuld, der sich darauf eingelassen hat, sondern in erster Linie Hoeneß, der das ganze öffentlich ausgetragen hat und nicht intern.

    "When life gives you lemons, go murder a clown."

  • Aha...und das hat der sicher nur aus Langeweile und vollkommen Grundlos getan und vorher vermutlich auch keine Gespräche mit diesem Trainer gesucht?

    „Let's Play A Game“

  • Das (vom Raben) würde ich auch nicht unterschreiben. Er ist aus meiner Sicht taktisch hervorragenden Trainern wie Mou natürlich unterlegen, weil sein Fußball sehr einfach und damit sehr einfach zu durchschauen ist. Aber er ist eben auch in der Lage, eine Mannschaft überhaupt erst dahin zu entwickeln, dass sie diesen sehr einfachen Fußball so perfekt umsetzt, dass es sehr schwer ist, dagegen zu spielen.
    Daher hat er sicherlich ordentlichen Anteil am Einzug ins CL-Finale (auch wenn das mE ein wenig zu hoch gehangen wird, da wir doch recht extremes Losglück hatten, aber eine Klasseleistung war es schon) und ob es ein anderer Trainer geschafft hätte, mit dieser individuell noch mit Baustellen versetzten Mannschaft gegen eine Maschine wie Inter zu bestehen, das glaube ich dann eben auch nicht.


    Riberys Ausfall würde ich allerdings kaum Bedeutung beimessen. Dadurch, dass unsere Mitte damals nicht gerade optimal besetzt war (mit dem sehr biederen Olic dem im 1:1 schwachen Müller und dem nachlassenden vBo) war es für einen Toptrainer wie Mou recht einfach, unsere Außen zu isolieren und ihnen taktisch das Leben extrem schwer zu machen. Das wäre mE mit Ribery nicht nennenswert anders verlaufen.

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  • Finde ich eine falsche und auch ziemlich unfaire Aussage.


    Uli ging es dabei einzig und alleine um den Verein. Er sah, wo sich das Ganze hinbewegte und erkannte, dass man mit der Art und Weise Fußball zu spielen UND die Mannschaft zu behandeln, keinen Erfolg mehr haben würde.
    Also hat er eben laut eigener Aussage zuerst intern das Gespräch mit vG gesucht und dann es eben extern gemacht.


    Ob das der richtige und sinnvolle Weg war, darüber kann man gerne streiten. Bzw. sich gerne einig sein, dass ihm hätte schon klar sein müssen, dass man bei einem Sturkopf wie vG mit so einer Numme wenn überhaupt etwas, dann nur eine noch stärkere Sturheit erreicht.
    Und dementsprechend der Sky90-Auftritt einfach nur Blödsinn war.


    Aber eine Ego-Show war das mit Sicherheit nicht.

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  • Das ist doch völlig uninteressant. Rummenigge und Nerlinger haben den Vertrag mit van Gaal verlängert und waren die Verantwortlichen und eben nicht Hoeneß, der zum damaligen Zeitpunkt noch nicht begriffen hatte, dass er Präsident und nicht länger Manager war. Ich bin sicher, dass Uli sich mit van Gaal hat aussprechen wollen, aber nur weil dem Uli was gegen den Strich geht, muss er kein Erdbeben auslösen. Selbst als Hoeneß nach der Niederlage gegen Hannover schon tobte und quasi die Entlassung vorwegnahm, brachten ihn anschließend Nerlinger und Rummenigge wieder auf den Teppich und hielten an van Gaal fest!


    Es ist auch keine unfaire Aussage, wenn ich Hoeneß das vorwerfe. Wenn ein Präsident öffentlich den eigenen Trainer demontiert, gewisse Spieler protegiert und dem Trainer dann anschließend vorwirft, dass dieser die Mannschaft nicht im Griff habe, dann ist das einfach ein Unding. Es spielt doch keine Rolle, ob er gewisse Entwicklungen im Verein nich gutgeheißen hat. Die aktiven Personen, die handeln mussten und Entscheidungen zu treffen hatten, waren Nerlinger und Rummenigge und die hat Hoeneß permanent auflaufen lassen, weil er Alleingänge gestartet hat. Das Wohl des Klubs mag Hoeneß in der Situation ja durchaus im Blick gehabt haben, er hat aber komplett ausgeblendet, dass sein Kreuzzug den damals aktuellen sportlichen Erfolg extrem gefährdet hat. Es war nicht van Gaal, der uns damals zum FC Hollywood machte, es war Hoeneß, der an keiner Kamera vorbei gehen konnte, ohne gegen Gott und die Welt zu schießen und die größte Zielscheibe war der eigene Trainer.

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  • "Das Wohl des Klubs mag Hoeneß in der Situation ja durchaus im Blick gehabt haben,"


    Genau das bestreitest du doch aber mit der Aussage: "Ego-Show".

    dass sein Kreuzzug den damals aktuellen sportlichen Erfolg extrem gefährdet hat.

    DAS sehe ich komplett anders. Der sportliche Erfolg wurde eben durch die beschissene sportliche Arbeit des Trainers gefährdet. Durch ein sinnloses Festhalten an nicht funktionierenden Spielern in einem nicht mehr funktionierendem System.


    Uli stand doch bei den ganzen peinlichen Niederlagen und Punktverlusten davor nicht auf dem Platz. Das hat vG mit der Mannschaft schon ganz alleine hinbekommen, deutlich bevor Uli überhaupt erst lospolterte. Dass er es mit der Sky90-Aktion dem Trainer danach sicherlich nicht einfacher gemacht hat, ist klar, aber es war eben sein letzter - mE relativ verzweifelter - Versuch, in eine aus seiner Sicht völlig verfahrene Situation noch einmal Leben hineinzubringen.
    Noch dazu in eine Situation, in der KHR und vor allem CN völlig schwachsinnigerweise noch komplett zu einem Trainer hielten, der den Karren FcB mit gefühlten 180 in Richtung Wand fuhr.

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  • Wenn du nach dieser langen Schaffenszeit von UH beim FCB immer noch nicht richtig eingeordnet hast das sich ein UH beim FCB einen Status erarbeitet hat der ihm unabhängig von seiner derzeitigen Tätigkeit trotzdem ein gesprochenes Wort läßt was auch durchaus von einem KHR oder anderen Ämterträgern sehr ernst genommen wird, dann macht es auch wenig Sinn dir das zu versuchen näher zu bringen.


    Wir alle können nur vermuten was da tatsächlich die Gründe waren die ein UH dazu veranlasst hatten so öffentlich den Trainer vG zu kritisieren. Lag der Ursprung des Konflikts in der unseeligen Buchvorstellung von vG als er dort seinen Präsidenten und andere des Vereines öffentlich als Ahnungslose des Fußballs vorführen wollte, oder eben in der Unfähigkeit von vG Ratschläge anzunehmen weil das eben sein Ego nicht zuließ?
    Was man aber nicht vermuten muß sondern durch die jahrzehntelange Tätigkeit des UH für den FCB eigentlich wissen sollte, das ist das ein UH eigentlich nie Fahrlässig irgend etwas unternommen hat das dem FCB Schaden zufügen konnte, ob nun wirtschaftlich oder rein Image betrreffend. Außerdem weiß man von ihm das er sich stets loyal und Verantwortungsvoll gegenüber jedem verhalten hat der im Dienste des FCB steht oder stand, ja sogar darüber hinaus.


    Man muß nicht mit allem einverstanden sein was ein UH tat oder sagte und da gibt es auch hier und da Ansatzpunkte für berechtigte Kritiken, aber eines kann man dem Uli nicht vorwerfen, das er aus Ego-Gründen bereit war zuzulassen das sein FCB dadurch Schaden erleiden konnte...und darum vermute ich eher, wenn ich schon vermuten muß das im Falle vG einiges los gewesen sein mußte das einen UH dazu veranlasste seine massive Kritik zum Trainer über die Medien zu äußern...vielleicht war das ja zu dem Zeitpunkt die einzige Option einen vG wirkungsvoll zu erreichen. Nicht alles was da intern so abläuft kommt auch nach draußen...auch wenn einige das meinen.

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  • Die Buchvorstellung war hoffentlich nicht der Auslöser, denn das war süffisantes Kindergarten-Geplänkel.


    Was hat man Louis letztlich vorgeworfen? Beratungsresistenz! Und das ist sicher nicht von der Hand zu weisen. Andererseits hat er als Trainer eben das Sagen, was Mannschaft, Aufstellung, Taktik usw. angeht. Da mutet es dann in der Tat seltsam ein, wenn die handelnden Personen des Vereines seinen Vertrag verlängern, während der AR-Vorsitzende ihn dann anschließend medial enteiert. Ich glaube auch, daß Uli das zum Wohle des Vereines getan hat, aber korrekt bzw. der richtige Weg war das allemal nicht. Man hätte wirklich kollektiv versuchen müssen, auf Louis einzuwirken und, falls dieser wirklich nachhaltig beratungsresistent war, nicht mehr den Vertrag verlängern, sondern gleich auf Jonker setzen müssen! Aber das Theater, was sich bis weit in die Rückrunde hinzog, ist sicher nicht die optimale Lösung für den FCB gewesen. Da kann man dann auch nicht die alleinige Schuld bei Louis abladen, der eben ist wie er ist, ein schwieriger Charakter, der unter Druck eben nur noch sturer reagiert, als er ohnehin schon ist.

  • Die Vertragsverlängerung war doch Teil des Deals, das glaube ich bis heute. Es hat doch damals schon in der 1. Saison gekracht als sich van Gaal weigerte dem damaligen Sportvorstand auch nur zu erläutern was er sich bei der Aufstellung denkt. Ich glaube das kann man schon einfordern, erst Recht wenn es teilweise komische Aufstellungen sind und die Ergebnisse am Ende nicht stimmten. Dann kam die Sommertransferperiode bei der Totalstillstand war, wahrscheinlich weil sich alle gegenseitig einfach nur noch aus Prinzip blockierten. Dann kam die Vertragsverlängerung und plötzlich waren bestimmte Spieler wieder gefragt, die davor selbst bei Verletzungsproblemen keine Berücksichtigung fanden. Und es war nicht die sky90-Sendung die zur Entlassung führte, sondern die Kraft-Butt-Neuer-Problematik. Der Hauptteil der Kritik von Uli bei sky90, war ja zu dem Zeitpunkt bereits obsolet. Er kritisierte dass der dem Trainer zur Verfügung gestellte Kader nur unzureichend genutzt wurde, aber seit der Vertragsverlängerung lieft das ganze ja auf wundersame Weise plötzlich doch ganz gut. Unterstützt durch Verletzungs"pech". Das war eine mediale Retourkutsche Hoeneß, aber nicht der Anfang vom Ende. Ich denke die Vertragsverlängerung war eine Art Burgfrieden gewesen, indem man sich über gewisse strategische Fragen und über die Nutzung des Kaders verständigte. Als van Gaal dann doch wieder plötzlich gegen den Neuer-Transfer geschossen hat, den in der Mannschaft sehr beliebten Butt abgesägt hat und auch noch van Bommel unwürdig entsorgt hat, da war es nur die logische Konsequenz dass man die erstbeste Gelegenheit nutzte um den Burgfrieden wieder zu kündigen - sprich die Vertragsverlängerung wieder aufgehoben hat. Und van Gaal dann sogar noch die Chance gegeben hat die Saison zu Ende zu machen, eben weil es dabei um Vereinspolitik und nicht nur um sportliche Ergebnisse ging. Die Vertragsverlängerung war ganz einfach ein Deal. van Gaal war ja nicht blöd oder suizidal. Sein Vertrag lief aus und wenn er sich einfach weiter auf sturr gestellt hätte, dann hätte er garkeine Chance gehabt weiter beschäftigt zu werden. Also ist er dem Vorstand bzw. Hoeneß entgegen gekommen um die Verlängerung einzufahren, nur um sich dann aus dieser Sicherheit heraus wieder umzudrehen und dem Vorstand wieder das Messer in den Rücken zu rammen. Man muss sich nur anschauen wie selbst Nerlinger, der größte Befürwörter van Gaals, nach der Kraft-Nummer entsetzt war.

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  • Nach BILD-Informationen wird die Anklage gegen Bayern-Präsident Uli Hoeneß zugelassen! Mehr zum Thema in Kürze auf BILD.de


    Quelle: Facebook, offizielle Bild-Seite

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  • Erwartungsgemäß.


    Damit ist jetzt klar, dass Uli im Falle einer Verurteilung in der Tat eine Haftstrafe droht. Ob es zu einer Verurteilung kommt und ob am Ende die berühmte Millionen-Grenze überschritten sein wird, ist hingegen völlig offen.


    Gespannt darf man sein, ob der interne Druck auf Hoeneß weiter zunehmen wird. Die Hauptverhandlung würde in die entscheidende Phase in Meisterschaft und CL fallen. Ich hatte allerdings schon einen Rücktritt im Sommer erwartet, halte mich mit weiteren zeitlichen Prognosen daher zurück...

    Uli. Hass weg!