Uli Hoeneß

  • Ein wenig mehr Gelassenheit täte einigen hier sehr gut.


    Ist doch nix wirklich Neues, daß sich Politiker gerne mit so prominenten Fällen wie jetzt mit UH profilieren wollen. Ob der eine Politiker-Depp in Gelsenkirchen wohnt oder der andere Depp in Dortmund, spielt überhaupt keine Rolle.


    Hier im Forum ist leider viel zu häufig eher fanatisches Denken angesagt, das dieser sehr ernsten Sache in keinster Weise gerecht wird.


    Heldenverehrung ist die eine Sache. Ein ungetrübter Blick darauf, wer hier Sh.ice gebaut hat, ist die andere Sache. UH scheint mit der Sache weitaus souveräner umzugehen als die meisten Fanatiker hier in diesem Forum.

    Wenn mir Likes wichtig wären, wüsste ich, was zu tun ist.

  • ...wenn ich heute wieder die Medienberichte betrachte muss ich wieder sagen..das ist Deutschland live!
    SPORT1 macht ein Fass auf die Super Partei SPD gibt ihren Senf dazu...die sollten sich mal alle selber um ihre eigenen Probleme kûmmern!
    ICH HOFFE FÜR ULI DAS ER GUT RAUS KOMMT, dann kommen alle AR****kriecher aus ihren Löchern!

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  • Es ist immer wieder erstaunlich, dass derart viele uninformierte und fachlich Unkundige meinen, sich zu populistischen Themen äußern zu müssen. Man stelle sich nur mal vor, bei einem Prozess über jemanden, der zu Unrecht Hartz4-Leistungen erhalten hat, würde jemand von "typischer Unterschichten-Schmarotzer-Mentalität" sprechen. Das mediale Echo wäre gewaltig. Aber "nach oben" darf man natürlich unsachlich und polemisch werden. Sei´s drum, wird den Prozess nicht beeinflussen. Und bevor das jemand in den falschen Hals kriegt: Das ist selbstverständlich kein Aufruf, solche polemischen Äußerungen zu tätigen. Es sollte nur ein Beispiel für die leider allzu oft vorherrschende Doppelmoral sein.


    Zur Entscheidung des Aufsichtsrats, UH keinen Rücktritt nahezulegen: So wie ich hier bereits vor einigen Monaten schrieb und wie es ja scheinbar auch jetzt in dem eingeholten Rechtsgutachten ausgeführt worden ist, ist diese Entscheidung mit derzeit geltendem Aktienrecht ziemlich sicher vereinbar. Wir sind nicht börsennotiert und selbst wenn es so wäre, wäre eine Abberufung wegen Corporate Governance Gesichtspunkten weder rechtlich zwingend noch die einzig vertretbare Entscheidung. Es müsste lediglich eine Erklärung darüber abgegeben werden, dass wir eben den Corporate Governance Kodex nicht vollumfänglich erfüllen. Da dieser aber kein zwingendes Recht ist, wäre selbst das noch (rechtlich) vertretbar, wenn wohl auch sehr ungewöhnlich.


    Auch die öffentlich vernehmbaren Aussagen zu der Entscheidung der AR-Mitglieder und dazu, dass sie eine solche Entscheidung angesichts ihrer Stellungen in ihren "eigenen Unternehmen" nicht hätten treffen dürfen, ist juristischer Unfug. Bei ihren Entscheidungen im Rahmen ihres Aufsichtsratsmandats haben sie einzig das Wohl der AG - in diesem Fall der FCB AG - zu beachten. Völlig irrelevant, was sie bei ihren anderen beruflichen Tätigkeiten machen dürfen/müssten/sollten. Sollte es zu Kollisionen mit anderweitigen Verpflichtungen kommen, haben sie im Zweifel ihr AR-Mandat (bei uns) niederzulegen, dürfen aber keine Entscheidung gegen das "Wohl der FCB AG" treffen.
    In Anbetracht von UHs Leistungen und Verdiensten sowie seiner Bedeutung als Repräsentant für den FCB dürfte es ziemlich unbestritten sein, dass es sehr gute Gründe gibt, die Entscheidung, ihn jedenfalls bis zu einer eventuellen Verurteilung als AR-Vorsitzenden zu behalten, als zum "Wohle der AG" zu beurteilen.



    Man mag zu der ganzen Angelegenheit aus moralischer Sicht denken, wie man möchte. Da kann man auch niemandem eine Meinung vorschreiben. Sofern man sich dann aber dazu äußert, sollte man schon klar deutlich machen, ob die Äußerung moralische oder rechtliche Einschätzungen betrifft. Diese Distanz oder besser Differenzierung scheint bei einigen Personen, die sich hierzu äußern, leider nicht gegeben.

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  • Hab' heute mal kurz bei Sport1 reingesehen. Da hab' ich dann auch mal die Sylvia Schenk im Bild gesehen und nicht nur ihre unsägliche Hetze gelesen.


    Das Bild hat dann doch einiges erklärt. Ich glaube, der könnte ein wenig Matratzensport helfen, mal wieder ein wenig lockerer zu werden ;-)

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • Dazu zwei Anmerkungen:


    Wenn du ganz unten auf der Leiter stehst und ein paar hundert Euro Hartz IV ergaunerst, hast du ratz fatz eine Haftstrafe, ohne dass auch nur jemand daran denken würde, daraus einen komplizierten Rechtsstreit zu machen und womöglich am Ende den BGH oder das Verfassungsgericht anzurufen. Und du hast auch nicht die Möglichkeit, durch eine Selbstanzeige straffrei zu werden. Und wie wir alle erleben durften, schützt auch Armut nicht davor, Ziel diffamierender Berichterstattung zu sein. Hoeneß kann sich wenigstens wehren.


    Im Übrigen bist du es, der offenbar nicht verstanden hat, das das mit dem CGK auf sich hat. Selbstverständlich DARF der Aufsichtsrat an Hoeneß festhalten. Kenne kaum jemanden, der eine "Ermessensreduzierung auf Null" in dem Sinne gesehen hätte, dass es eine gesetzliche Verpflichtung geben würde, Uli abzusetzen. Insofern solltest du vielleicht mal mitteilen, gegen wen du hier eigentlich anargumentierst - außer gegen Windmühlen.


    Eine ganz andere Frage ist, ob es auch dem GEIST (juristisch: dem Sinn und Zweck) des CGK entspricht, dass Uli ausgerechnet den Aufsichtsrat weiterhin leitet. Keine Frage: Im strafrechtlichen Sinne ist er unschuldig, bis er rechtskräftig verurteilt ist. Steuerrechtlich hingegen ist er schuldig. Das hat er mit seiner Selbstanzeige selbst eingeräumt.


    Fast noch bedenklicher ist allerdings, dass er über sich selbst sagt, er sei quasi süchtig gewesen, spielsüchtig. Mag sein, dass er heute cleen ist. Aber wissen wir das? Behautet das nicht auch jeder Abhängige von sich. Hat sich Hoeneß therapieren lassen? Für Ex-Junkies mag es viele Aufgaben in einer AG geben. Die des Aufsichtratsvorsitzenden gehört sicher nicht dazu.

    Uli. Hass weg!

  • man mag ja unseren @fan als "brandstifter" des threads bezeichnen, aber man muss leider zugeben, dass dort auch viel wahres drinsteckt und jeder sollte sich mal hinterfragen, ob er in selbigem falle beispielsweise bei einem watzke, das gleiche verständnis aufbringen würde, wenn sowas mal an die oberfläche gespült werden würde...

    -> Becks84 ( TM ) - USER, BAYER, LEGENDE! <-

  • Da hast du schon recht. Ich gebe zu, dass ich bei z.B. Watzke nicht so gnädig wäre. Jedoch würde im Fall Watzke das deutschlandweite Medieninteresse spätestens nach einer Woche nachlassen (und ab da wärs nur noch eine regionale Angelegenheit). Auf U.H. wird aber immer noch permanent von allen Seiten eingeprügelt. Was haben die Grünen zu fordern? Was hat ein Poß öffentlich zu Urteilen?

  • Was für eine populistischer Unsinn. Wenn man solche "Bedenken" anführt, würde das ja fast bedeuten das niemand der mal irgend ein Problem mit sich und einer Sucht hatte je wieder irgend einen Posten bekleiden dürfte der mit Verantwortung für andere oder für Werte verbunden ist. Zumal ein Suchterkrankter vermutlich erst dann den besten und nachhaltigsten Heilungserfolg hat wenn bei ihm selber die Eigenerkenntnis kommt das er süchtig ist/war....aber mit solchen "mahnenden Bedenken" wie oben wird der wichtigste Schritt zu einer Suchtbewältigung mal wieder gleich abgewürgt...welcher Betroffene möchte sich schon durch ein eigenes und womöglich noch öffentliches Suchtbekenntnis damit gleich seine noch möglich guten Zukunftsperspektiven verbauen? Und einen vielleicht Spielsucht erkrankten UH mit einem EX-Junkie zu vergleichen finde ich schon reichlich daneben, denn "Ex-Junkie" womit man allgemein hauptsächlich Drogensüchtige (Heroin u.s.w.) mit meint ist ein UH sicher nicht...aber das zeigt mir nur wofür so angebrachte "Bedenken" wie oben überhaupt erst geäußert werden...sie sollen vermutlich eine Person nur populistisch treffen.


    Aber mal weg von diesem Unsinn und noch mal zurück zu diesen Gutmenschen aus der Wirtschaft, Bankszene oder sonstwo oder redlichen Politikern wie Poß und Konsorten die nun Betreff UH ihre Entrüstung versprühen das so eine Person wie ein UH noch Solidarität erfährt, nicht gleich seines Postens enthoben wird obwohl er doch nach Poß das Beste Beispiel für Oberklassenkriminalität ist....wo bleibt der anklagende Kommentar dieses "ehrenwerten" Politikers bei diesem Thema: http://www.ndr.de/info/program…rtagen/aktiendeal101.html...wo es um einen Milliardenschaden für unseren Staat geht weil sich da einfach Banken kriminell verhalten und dafür sogar noch den Schutz genießen nur eine Gesetzeslücke auszunutzen...eine Gesetzeslücke die "ehrenwerte" Politiker wie Poß u.s.w. erst ermöglichten und trotz wissen dieser Lücke diese offensichtlich nicht schnell schließen wollen.


    Man habe nur eine Gesetzeslücke ausgenutzt, so das Argument, man beruft sich dabei auf von den Banken selbst beauftragte Gutachter. Die Politik sei selbst schuld, wenn sie so lange brauche, diese Lücke zu schließen.


    Das soll nun alles nicht das Vergehen von einem UH kleiner machen, aber es wird auch gerade beim Fall UH von diesen "ehrenwerten" Politikern argumentiert das durch UH oder vergleichbaren Steuersündern ein großer Schaden für den Staat entsteht... und das obwohl sie genau wissen das sie oft selber mit dafür verantwortlich sind und sogar dann noch stillschweigend weiter zulassen das dem Staat durch kriminelle Aktionen von Seiten der Banken oder anderen ein Millardenschaden entsteht.


    Diese ganzen "ehrenwerten" Politiker sollten einfach mal anfangen ihren eigenen Dreck zu beseitigen und die Rechtssprechung und eine mögliche Verurteilung denen überlassen die dafür legitimiert sind, das gilt auch für jene die Bedenken haben ob ein Suchtkranker der genesen ist jemals wieder einen verantwortungsvollen Job in der Gesellschaft ausüben darf oder ob man diesen Brandmarken muß?

    „Let's Play A Game“

  • In einem Punkt, henic , gebe ich dir Recht. Der Begriff "Ex-Junkie" ist unglücklich gewählt. Hoffe, dass aus dem Kontext klar wird, dass ich ihn mitnichten in Verbindung mit Drogen etc. bringen will. Es geht in der Tat nur um seine von ihm selbst angedeutete "Spielsucht". Ich weiß nicht, ob dir die Funktion eines Aufsichtsrats-Chefs ganz klar ist. Aber anfällig fürs Zocken sollte man in der Position explizit nicht sein.


    Ansonsten finde ich, dass du ziemlich relativierst. Man kann natürlich alles mit allem vergleichen. Nur wird Hoeneß nicht vorgeworfen, eine Gesetzeslücke ausgenutzt zu haben.


    Ich frage mich, warum man seine Position um jeden Preis zur Kampffrage erklären muss. Aufsichtratschef und Präsident können auch andere. Wichtig ist doch, dass Hoeneß als der starke Mann dem Verein erhalten bleibt. Egal in welcher Funktion. Wer weiß, wohin das führt, wenn man mit Uli dem "Gegner" weiterhin eine Zielschreibe präsentiert?

    Uli. Hass weg!

  • Der Begriff "Ex-Junkie" ist unglücklich gewählt.
    Ok, kann ja mal passieren.


    Ich weiß nicht, ob dir die Funktion eines Aufsichtsrats-Chefs ganz klar ist. Aber anfällig fürs Zocken sollte man in der Position explizit nicht sein.
    Kannst du bitte mal ein Beispiel nennen wo ein UH während seiner Zeit als Manager oder danach (also auch während seiner privaten Zockerei) Anfälligkeiten in Richtung "Zocken" zeigte die explizit den Verein FC Bayern München in Gefahr brachte oder auf eine wirtschaftliche negative Bahn?...ich kenne da eher nur durchweg positive Bilanzen unter der Verantwortung eines UH...wo also liegt bei einem UH nach seiner "Spielsucht" das Risiko für den Verein das man das nun so erwähnen muß?


    Man kann natürlich alles mit allem vergleichen. Nur wird Hoeneß nicht vorgeworfen, eine Gesetzeslücke ausgenutzt zu haben.
    Ich wollte mit meinem Beispiel nicht vergleichen oder das Steuervergehen eines UH kleiner reden, schrieb ich aber...mir ging es nur um diese "Gutmenschen" aus den politischen Reihen die sich nun beim Fall UH so resolut populistisch moralisch zu Wort melden obwohl es noch ganz andere Themen gäbe und wo noch mehr Schaden für den Staat entstanden ist weswegen sie ihrer Entrüstung freien Lauf lassen könnten ...negative Themen für deren Basis sie sogar oft selbst durch die Mitgestaltung an Gesetzgebungen mitgewirkt haben.

    „Let's Play A Game“

  • Nein. Und das möchte ich auch gar nicht. Wir hatten mit ihm den besten Manager, den man sich vorstellen kann. Ich mache mir auch keine Sorgen, dass er als Präsident oder Aufsichtsratsvorsitzender Mist bauen könnte.


    Mir geht es nur um die Gesetzmäßigkeiten des Geschäfts und darum, dass sich vermutlich auch ein FC Bayern den nicht auf Dauer wird entziehen können. Mir wäre es lieber, man würde Uli nicht unnötig verheizen. Er muss keine der beiden Funktionen innehaben, um für uns wirken zu können.


    Edit: Es scheint schon loszugehen. Offenbar zieht sich Hoeneß aus Allianz-Aufsichtsrat zurück. Den Quellen nach nicht völlig freiwillig.

    Uli. Hass weg!

  • Wie soll das gehen? Solange er als "starker Mann dem Verein erhalten bleibt", bleibt er auch Zielscheibe. Die geben erst Ruhe wenn er komplett raus ist und alle Ämter niedergelegt hat, da hilfts auch nicht wenn du ihn zum Grüßaugust aka "Ehrenpräsident" o.ä. abschiebst. Es geht halt letztlich auch darum, dass sich der Verein eben diese Entscheidungen nicht von ausserhalb aufdiktieren lässt von Leuten denen es völig offensichtlich erst in zweiter und dritter Linie um irgendwelche "Gerechtigkeit" geht, sondern um ihre persönliche Genugtuung den verhassten Hoeneß, als Symbol für den FC Bayern, in Sack und Asche durchs Schandtor gejagt zu haben.


    Es reicht nicht das er Ruf und Ansehen verloren hat und für seine Tat vor einem ordentlichen deutschen Gericht abgeurteilt wird. Nein, man will diese einzigartige Erfolgsgeschichte, Ulis Lebenswerk, zukünftig mit einem großen "ja, aber" beschließen...das würde für alles entschädigen, für all die Niederlagen, für alle weggekauften Spieler, für Lemke, für Daum, für jedes Tor in der Nachspielzeit und jeden Bayern-Dusel. Nicht wenige haben sicherlich auch die Hoffnung das uns ein vorzeitiger Uli-Abschied mittelfristig sportlich schwächt und damit den Geilen, Pillen und Orks nutzt.

  • Kann schon sein....aber:


    Bei einem Watzke würde ich umso mehr hoffen, das er an der Spitze von Schwachgelb bleibt. Meine Hoffnung würde darin bestehen, das sein PRIVATES Fehlverhalten auf sein GESCHÄFTLICHES übergeht und er den Club um x Millionen betrügt....


    Für mich ist es nach wie vor scheinheilig. Keiner von uns oder von den Personen, die sich in der Öffentlichkeit das Maul zerreißen, weiß, was andere Personen für Leichen in ihrem Keller verborgen haben. Nicht umsonst gibt es eine extrem hohe Anzahl an Selbstanzeigen nach dem Fall UH. Er hat nur leider das Pech gehabt, das das Steuergeheimnis nicht gewahrt wurde. Und auch das ist eine Straftat...

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  • Dass bei Watzke das mediale Interesse spätestens nach einer Woche nachlassen würde und auf UH immer noch permanent eingeprügelt wird liegt vielleicht auch daran, dass Watzke im Gegensatz zu Hoeneß nicht zu allem seinen Senf hinzugeben musste.


    Google mal ganz einfach nach, gegen wen Hoeneß schon alles wetterte und einschlug.


    Und da wunderst Du Dich ernsthaft, dass er nun heftig Gegenwind bekommt?


    So wie hier im Forum immer wieder (zu Recht) erwähnt wird, was UH in der Vergangenheit Alles für den Verein tat so vergessen eben sehr viele andere - und dazu zähle ich auch mich - auch nicht, dass er sich in der Vergangenheit aber auch immer wieder gerne als Moralapostel und Oberlehrer darstellte.


    Was an dieser ganzen Sache nicht korrekt ist ist die Tatsache, dass irgendjemand den Namen UH publik machte

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