Matthias Sammer

  • sammer nicht emotional?... u.a. hat er sich beim dfb noch emotional in den ein oder anderen rausch geredet...


    also emotionen zeichnen sich ja, soweit ich weiß, nicht nur in purem enthusiasmus aus und selbst das hat er schon gezeigt...

    -> Becks84 ( TM ) - USER, BAYER, LEGENDE! <-

  • Das hatte ich nicht geschrieben.


    Eddie sagte aber, er sei emotional das Beste auf diesem Posten.


    DAS ist mir zu deutlich. Natürlich ist er ein sehr guter Rhetoriker. Ob er fachlich gut ist, wird man sehen, noch hat er ja herzlich wenig von dem gemacht, was einen SpoDi eigentlich auszeichnet. Da gehen wir aber mal einfach von aus.


    Aber emotional ist er vllt seinem direkten Vorgänger überlegen. Aber ihn da mit Uli auch nur zu vergleichen, finde ich nicht ganz fair.


    Sammer ist kein Fan des Vereins. Er ist Fan des Erfolgs, aber ich bin mir sicher, dass er 0,0 anders arbeiten, handeln und sich freuen würde, wenn er die CL mit Dortmund, Schalke oder Barfuß Bethlehem gewonnen hätte.
    Das ist auch völlig ok so, genau dafür wurde er schließlich geholt.


    Aber rein emotional hatte das bei Uli doch schon eine deutlich andere Qualtät.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • Dummerweise aber in beide Richtungen. Sammer scheint das besser kontrollieren und eben gezielt einsetzen zu können. Deshalb meine Einschätzung. Soll aber gar kein Vorwurf sein. Uli hatte dafür eben andere Qualitäten.


    Aber bei Sammer, gerade was seine Eloquenz, seine Fähigkeit, einen Gesprächspartner mal zappeln zu lassen, Pausen einzustreuen, Dinge in den Vordergrund zu stellen, angeht, da geht mir das Herz auf. Hat lange gedauert, bis ich wieder eine "öffentliche" Person gefunden habe, die mir als Vorbild dienen kann, wo ich mir was abschauen will und die geradezu erstrebenswerte Fähigkeiten auf diesen Gebieten hat. Aber Sammer ist genau dieser Mensch, von dem man noch viel lernen kann, glaube ich.

  • Ok, wenn du das auf öffentlichkeitswirksame Emotionen beziehst, dann kann ich das nachvollziehen.


    Ist nicht so ganz meine Denke, ergibt aber definitiv Sinn.


    Mir war ein etwas derberer Polterer einfach lieber, auch wenn er des Öfteren über's Ziel hinausschoss.


    Denn eins befürchte ich bei Sammer schon. Anders als bei Uli ist er keiner, dem man nach einem Streit gerne wieder die Hand gibt. Ich glaube, wenn Sammer einem eine überbrät, dann weiß man eben, dass es nicht aus dem Affekt und auch nicht aus einer Laune oder einfach der Verteidigungshaltung ggüber dem Verein passierte, sondern eiskalt und berechnend war.


    Das könnte auf Dauer schon für einige Abkühlungen in den Verhältnissen sorgen. So wie es eben aktuell mit Dortmund passiert (woran die natürlich auch einen gehörigen Anteil haben). Zumal auch Kalle eher einer ist, der da mit Sammer auf einer Wellenlänge liegen dürfte.

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  • Auf die Zusammenarbeit mit Guardiola darf man richtig gespannt sein. Solche Szenen wie mit Heynckes wild diskutierend im Sommertrainingslager wird man nicht mehr sehen. Vielleicht wird er sich etwas mehr in der Außendarstellung zurücknehmen, intern bleibt er natürlich ein wichtiger Ansprechpartner, aber er hat eigentlich auch andere Aufgaben (v.a. die Optimierung der Jugendarbeit und Infrastruktur).

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  • Da stimme ich einfach zu !
    Wenn ich an die Gurkenpfeife 2001 denke, was die nach wenigen Minuten für einen S.cheiß und das Spiel kaputt pfiff und dann vergleiche, was der Rizziminilini für ein geiles Spiel zuließ, Kompliment.:8
    Natürlich bleiben die Diskussionen um Ribery und Dante - doch beides wurde im Sinne des Fußballspiels entschieden. Für mich war der Herr L. aus D. an der Ribery-Szene nicht ganz unbeteiligt und Francks Zucker daher keine "einseitige" Aktion - schon gar keine Tätlichkeit, wie es der kicker beurteilte und dem ital. Referee eine 4,5 ins Spielzeugnis schrieb !

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  • Wie schonmal geschrieben, der Kicker verkommt immer mehr.


    Das war früher wirklich ein Fachblatt. Mittlerweile hat man das Gefühl, dass da irgendwelche Fuzzis die Artikel schreiben, die noch nie einen Ball von nahem gesehen haben.


    Die 2 Szenen von uns zu thematisieren aber die dreckigste Aktion des Finals, Lewas Tritt, nichtmal zu erwähnen...
    RehSpeck!

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  • Ich habe - wie wohl jeder FCB-Fan in nicht ausschließlich FCB-geprägtem Umfeld in den letzten Tagen auch einige Diskussionen über den Schiri führen dürfen.
    Letztlich läuft es für mich auf die folgenden Überlegungen hinaus:


    Wenn Ribery rot kriegt, darf und kann er sich nicht beschweren. Zwingend ist das aber für mich nicht. Der Schlag trifft nicht mit dem Ellbogen richtig im Gesicht, sondern geht eher mit dem Unterarm am Kopf vorbei und trifft diesen nicht besonders fest. Eine Befreiungsbewegung auf Grund des vorherigen Haltens von Lewandowski. Stellt man auf den "Versuch" ab, kann man rot geben - ein Schiri mit Fingerspitzengefühl gibt aber in so einem, ansonsten bis dahin weitgehend fairen Finale, in der Szene beiden gelb und lässt das Spiel 11gg11 weiterlaufen.


    Die beiden Szenen von Dante sind beide zwar mögliche, aber keine zwingenden gelben Karten - die 2. allerdings eher als die erste. Von daher war das etwas glücklich. Ich denke hier hat der Schiri auf Grund seines Gesamteindrucks entschieden: Die erste Szene war relativ kurz nach der Aktion von Ribery. Gelb gab es da vor allem, weil der Schiri das Spiel nicht eskalieren lassen wollte, nachdem er in der Ribery-Lewandowski-Szene beide Augen zugedrückt hat. Wäre die nicht gewesen hätte Dante wohl auch "nur" ne Verwarnung gekriegt, noch keine Gelbe. Das vorausgesetzt hat er das Foul selbst wohl nicht zwangsläufig als gelbwürdig gesehen und daher die Elferszene - auch wieder unter dem Eindruck eines ansonsten fairen Finales und weil Dante sich auch ansonsten nichts hat zu Schulden kommen lassen - auf die eigentlich fällige Gelbe verzichtet. In meinen Augen eine absolut vertretbare und im Hinblick auf den Gesamtverlauf des Spiels trotz aller Emotionen auch richtige Entscheidung.


    Wie gesagt, in beiden Szenen hätte es auch anders ausgehen können - und wir hätten uns in der Tat nicht unbedingt beschweren können, wenn es so gekommen wäre. Trotzdem empfinde ich - wenn ich mir die möglichen Gedankengänge des Schiris bei den Szenen vergegenwärtige - die getroffenen Entscheidungen als "richtig".

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  • Genau so sehe ich das auch, @brazzo.


    In den selben Kontext passt für mich auch Schmelzers "Notbremse" gg Müller. Auch die kann ein harter Schiri pfeifen, auch bei der hätten sich die Dortmunder über Rot nicht beschweren können, aber im Gesamtkontext dieses Spiels war es vertretbar, da weiterlaufen zu lassen.


    Die einzig wirklich falsche Entscheidung war eben Lewandowski. Die Aktion muss zwingend Rot sein. Hat er halt nicht gesehen, kommt vor. Dennoch eine gute Schiri-Leistung.


    Warum allerdings Lewa nicht nachträglich bestraft wird - denn im Gegensatz zu den anderen Szenen gab es eben keine Tatsachenentscheidung - das verstehe ich nicht.
    ME müsste er für so eine Aktion 4-6 Spiele gesperrt werden. Auch wenn das vermutlich eher uns als den Zecken schaden würde.

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  • Und mir ist es sowas von wurscht :D Ich habe schon vor dem Finale gesagt: Egal wie, von mir aus unverdient in der 94' Minute durch ein Abseitstor, dem ein Foul voran gegangen war...Völlig wurscht.


    Das Ding hat sich keine andere Mannschaft mehr verdient und einmal können wir in einem Finale auch mal Glück haben, zumal wir einfach auch die bessere Mannschaft waren. Da lasse ich mir von nix und niemanden iwas anderes einreden....verfalle auch in keine Diskussionen, sondern in ein zufriedenes, seelisches Lächeln - mag arrogant wirken, aber nach den Strapazen der letzten Jahre lege ich - gelinde gesagt - ein entspanntes Häufchen drauf.


    :x:8

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  • Da war er also, der „fuck ist das geil“ Moment für mich, auf den ich damals so lange gewartet hab. Der 2. Juli 2012. Der Tag, an dem Sammer zum Sportvorstand erhoben wurde.
    Ich muss gestehen, dass ich damals im Zusammenhang mit Bayern in einer Art Lethargie gefangen war. Dieses Chaos in den letzten vGaal Monaten waren wohl der Anfang davon, FC Hollywood reloaded. Nur diesmal waren es nicht die Spieler, sondern die Vereinsführung. Da hab ich schon diesen Verein nicht mehr ganz verstanden. Was dann in der ersten Jupp Saison war, hab ich schon im anderen Thread gepostet.


    Ich war einfach nur genervt...von Heynckes, Nerlinger, Lahm, Hoeneß...es hat in meinen Augen so vieles nicht gestimmt. Und natürlich war ich auch irgendwo verängstigt, weil ich absolut keinen Schimmer hatte, in welche Richtung man bei dem Duo Heynckes/Nerlinger gehen würde. Es gab sehr viele Rückschläge, darunter das CL-Finale. Dazu noch das Gefühl, dass unsere Spieler keine großen Titel mehr gewinnen konnten, auch bei der Nationalmannschaft. Auf der anderen Seite wurde von uns in jedem Interview erzählt, wie toll wir gespielt hätten und wenn dies und das nicht wäre, wir dann den Titel gewonnen hätten und bla bla...ich wusste einfach nicht, was ich davon halten sollte. Ich war komplett anderer Meinung und das hatte ich als Bayern Fan noch nie in so einer extremen Form gespührt. Es war einfach ein Komaähnliches Zustand in mir, keine Ahnung, wie die Zukunft aussehen sollte. Und dann BÄM, 2. Juli 2012. Das war für mich DER Arschtritt! Sammer wird Sportvorstand. Ich musste mir die Artikel 2-3 mal durchlesen, um es zu realisieren. Und dann die PK mit Hoeneß und Sammer. Ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte. Ohne zu übertreiben, aber das war für mich eine Art Befreiungsschlag. Egal, ob Sammer einschlagen würde oder nicht. Da wusste ich, dass man wirklich auf die letzte Saison reagieren wollte und es auch getan hat. Nicht nur im Spielerkader. Ab da hatte ich trotz der CL Niederlage wieder richtig Bock auf die neue Saison bekommen.


    Wie zu erwarten gab es Spannungen zwischen Sammer und Heynckes, die ihren Höhepunkt nach dem 1:3 gegen Borisow erreichte. Heynckes wollte einfach nicht als Lame Duck da stehen und etwas seine Zähne zeigen, was ja auch ok war, nur nicht über die Medien. Da hat man aber schon gemerkt, wie Sammer als Sportvorstand tickt und das auf seine Art versucht hat zu lösen. Ruhig und intern. Nach außen hin die Wogen glätten und alles runterspielen, das Thema bloß nicht weiter aufkochen lassen. Keine Abteilung Attacke, sondern die respektvolle Art, mit seinem Gegenüber umzugehen. Wie auch vor dem Finale gegen Dortmund zu sehen. Ich find das Klasse. Dazu noch seine Art, nichts schleifen zu lassen und solange zu ermahnen, bis man die Titel eingefahren hat. Wer immer noch glaubt, dass Sammer nicht der wichtigste Transfer der letzten Jahre war, der hat den Schuß nicht gehört. Er ist das fehlende Rad im großen Bayernpuzzle. Dank ihm konnte Heynckes in Ruhe seine Arbeit machen, auch weil er immer wieder mit den Spieler Gespräche geführt hat. Ein Strippenzieher im Hintergrund, der ein Auge für die Starspieler und für die Jugend hat. Der bestmögliche Nachfolger für Hoeneß in Sportlicher Hinsicht und zusammen mit Heynckes der Lenker des Triples. Auch an Sammer, DANKE für diese unvergessliche Saison!

  • Sport 1 schreibt:
    Von Christian Paschwitz und Mathias Frohnapfel


    München - Auch bei der großen Bayern-Sause gab sich Matthias Sammer pragmatisch und ein wenig nebulös.


    "Wir haben ein paar Dinge vorgeplant, im Ruhigen und im Verborgenen, so werden wir das auch in Zukunft handhaben", beschrieb Münchens Sportvorstand die Planungen für die kommenden Tage: "Ich hoffe, am Donnerstag zwei Wochen abdüsen und zwei Wochen verschwinden zu können."


    Was erwartet und da in den nächsten 2 Tagen?

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  • :8
    Würde doch passen. Man lässt heute Heynckes die Bühne für einen großen Abgang, ohne dass dieser von etwas anderem überlagert wird, verkündet dann morgen und am Donnerstag einige Sachen- was auch immer das sein mag- und verschwindet dann erstmal und lässt die Medien sich austoben.

  • klopp meinte gestern in einer fußball-doku, dass man eigentlich annehmen sollte, dass sich die sportbild mal dem kicker annähert, stattdessen verläuft es eher umgekehrt...



    wohl wahr...

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