Karl Hopfner

  • Uli will mehr Sitzplätze verhindern? Okay, das dürfte in die alte Grundsatzdiskussion über Hoeneß hineingehen, und dass wir beide die nicht führen brauchen, sollte klar sein.;)


    :::::::::::::::::::::::::


    OK.
    Nur soviel: Er ist doch immer der, der betont, dass "man" dafür gesorgt hat, dass die Fans die Spiele auch günstig sehen können (7€ und so - hat er jetzt bei Phoenix nochmal herausgestellt). Zumindest das sagt er immer und daher denke ich, dass es für ihn sehr schwierig wäre, von dieser Aussage abzukehren und die SK plötzlich in eine Sitzplatzkurve (bei entsprechender Preissteigerung) umzuwandeln.
    Ich hatte da immer eher "Angst" vor KHR, dem ich diese Denke nicht so wirklich zutraue. Ist allerdings auch rein subjektiv und auf keinerlei Fakten begründet.



    Aber ein Finanzvorstand ist doch eine Führungsperson. Vorstand eben. Mit entsprechenden Befugnissen und entsprechender Macht.

    Dafür weiß ich zuwenig darüber, wie das tatsächlich abläuft bei den Entscheidungen, um beurteilen zu können, wieviel "Macht" er wirklich hat.


    Vielleicht bin ich da auch einfach zu sehr davon beeinflusst, dass man öffentlich so gar nichts von Hopfner hört. Ich sehe ihn da eher als den Finanzjongleur im Hintergrund, der das dann auf solide wirtschaftliche Füße stellt, was die Großkopferten so an Ideen haben. Sicherlich auch mal ab und an "Veto" sagt, wenn irgendwas nicht geht. Aber jetzt nicht derjenige ist, der die Deals vorschlägt. Jedenfalls nicht außerhalb des reinen Investitionsgedankens, der uns Fans ja nur am Rande betrifft.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • OK.
    Nur soviel: Er ist doch immer der, der betont, dass "man" dafür gesorgt hat, dass die Fans die Spiele auch günstig sehen können (7€ und so - hat er jetzt bei Phoenix nochmal herausgestellt). Zumindest das sagt er immer und daher denke ich, dass es für ihn sehr schwierig wäre, von dieser Aussage abzukehren und die SK plötzlich in eine Sitzplatzkurve (bei entsprechender Preissteigerung) umzuwandeln.
    Ich hatte da immer eher "Angst" vor KHR, dem ich diese Denke nicht so wirklich zutraue. Ist allerdings auch rein subjektiv und auf keinerlei Fakten begründet.


    Ich glaube, Du verdrehst da was. Mein Beispiel bezog sich auf mehr Stehplätze, nicht auf die Abschaffung derselben. Und da wird Uli nicht der größte Fan von sein. Und Dreesen wäre eben von den finanziellen Folgen betroffen. Auch, wenn da oben irgendwer den äußerst originellen Ansatz entwickelte, das über Bier und Bratwurst auszugleichen, die in den Augen manch eines Users offensichtlich ausschließlich von Stehplatzfans in Massen vertilgt werden...:-O

  • Oh, sorry, da habe ich dich falsch verstanden.


    Ok, da hast du sicherlich recht. Bin allerdings auch nicht sicher, ob du da mit Hopfner einen "Verbündeten" gehabt hättest...

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • @ eddiedean


    Ich verstehe deine Art, mit dieser Personalie umzugehen, nicht. Wenn du es fair findest, unmittelbar nach der Bekanntgabe einer solchen Personalie zu mutmaßen, es würde vielleicht nicht mehr lange dauern, bis man "Gazprom" als Sponsor hat, wenn du es fair findest, der "Süddeutschen Zeitung" vorzuwerfen, sie würde "Engelchen malen", nur, weil sie in einem zugegebenermaßen nicht investigativen Artikel Jan-Christian Dreesen näher beschreibt, dann ist das deine Sache. Ich finde das übertrieben. Für mich liest sich das, als wenn der Mann hier nicht bei 0, sondern bei - 10 startet.


    Sechs Jahre lange bin ich jetzt im Forum. Und ich habe in dieser Zeit unzählige Male Kritik daran gelesen, dass der FC Bayern München wesentliche Positionen (unter anderem im Scouting oder in der Nachwuchsförderung) mit Leuten besetzt, die früher viel für unseren Verein geleistet und getan haben. Diese Kritik teile ich absolut. Es geht nach Kompetenz. Aber: Jetzt geht es nach Kompetenz, dann sind sich sogar alle einig, dass es nach Kompetenz gehen muss, und schon wird hinterfragt, wo die Nähe zu den Fans ist. Natürlich kann man das hinterfragen - aber wo beispielsweise ist die Nähe von Matthias Sammer zu den Fans? Wo ist die Nähe von Jérôme Boateng zu den Fans, wo ist die Nähe von Javi Martínez zu den Fans?


    Der FC Bayern München ist - womöglich mehr als jeder andere Verein in Deutschland - verpflichtet, erfolgreich zu sein. Das ist das Selbstverständnis des FC Bayern München. Die Identität unsers Vereins ist zunächst einmal der Erfolg - hast du keinen Erfolg, passt du nicht zum FC Bayern München. Und genau das muss man dann auch zunächst bewerten. Alles Andere wächst mit der Zeit oder eben auch nicht. Wenn es schon da ist, ist das super (wie bei Thomas Müller, Uli Hoeneß oder Philipp Lahm), wächst es mit der Zeit, wird man auch hier eine Kultfigur (wie zum Beispiel Bixente Lizarazu oder Oliver Kahn) - und wächst es nicht, dann muss man wenigstens alles für den Erfolg des Vereins tun. Das gilt aber meiner Ansicht nach nicht nur für Spieler, sondern auch für alle Verantwortlichen im Vorstand.


    Hinterfragen und wissen wollen, wer demnächst bei uns Verantwortung übernimmt, ist völlig legitim, aber unmittelbar Vermutungen über irgendetwas Zukünftiges zu äußern oder direkt nach der Nähe zu den Fans zu fragen, ohne den Mann wirklich zu kennen, das braucht es aktuell meiner Meinung nach nicht. Lassen wir den Mann hier erstmal ankommen, alles Andere zeigt sich später.

    0

  • Der FC Bayern München ist - womöglich mehr als jeder andere Verein in Deutschland - verpflichtet, erfolgreich zu sein. Das ist das Selbstverständnis des FC Bayern München. Die Identität unsers Vereins ist zunächst einmal der Erfolg


    Dieser Verein und seine Identität sind weit mehr als Erfolg.


    Wenn es schon da ist, ist das super (wie bei Thomas Müller, Uli Hoeneß oder Philipp Lahm),


    Hoeness passt eher in den Bereich Kahn/Lizarazu

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  • patella :
    Finde ich recht witzig, mir unfaire Gedanken zu unterstellen. Immerhin bist Du es, der Dinge aus dem Zusammenhang reißt. DAS finde ich dann unfair. Aber der Reihe nach:
    Mein Kommentar zu Gazprom war keine Mutmaßung, sondern eine überspitzt formulierte Befürchtung. Jemand, der so gut mit Worten umgehen kann wie Du, sollte das auseinander halten können.
    "Engelchen gemalt" hat die sz für mich nur, weil vorher jemand anregte, nicht den Teufel an die Wand zu malen. DAS war der direkte Bezug. Der Zusammenhang, aus dem Du es gerissen hast eben. Mir hier etwas zum Vorwurf zu machen, was woanders und unter anderen Leuten geschrieben wurde, die meist wissen, worauf ich hinaus will, ist ziemlich komisch. Kenne ich von Dir eigentlich nicht so.


    Ich habe oben nochmal betont, dass er natürlich eine faire Chance bekommt und seine Arbeit ohnehin erst langfristig beurteilt werden kann. Was willst Du denn mehr?


    Die Beurteilung, ob "es das braucht", was ich hier geschrieben habe, überlässt Du bitte mir. Es waren meine Gedanken, die mir zu dieser Verpflichtung durch den Kopf gegangen sind, die ich geäußert habe. Dafür ist das Forum meines Wissens da.


    Nähe oder Distanz von Spielern oder Funktionären im Verein diskutiere ich da, wo sie hingehören. Hier geht es um Hopfners Nachfolge, und die habe ich diskutiert. Aus meiner Sicht.
    Warum ich bei Dreesen nach der Nähe zu den Fans gefragt habe, habe ich ebenfalls oben nochmal begründet. Wenn schon die Frage danach nicht mehr legitim ist, weiß ich es auch nicht mehr.


    Zum Punkt Erfolg hat delle bereits alles geschrieben, was es zu schreiben gibt.

  • 1. auch wenn das hier etwas am Haupt- Thema vorbei geht..nur zur Info:
    AUtos verkaufen sich zu 90 % über Emotion. Sonst gar nichts. Das wird Dir jeder sagen, der mit der Branche zu tun hat. Warum zahlt wohl jemand mehr als das Doppelte für ein Auto, auf dem "xyz" steht als für nen technisch praktisch gleichwertigen Japaner ??? Die Autobranche ist mit DAS Beispiel für ein emotioonsgebundenes Produkt..
    An dem Vergleich hinkt auch sonst nichts, weil sogar Leute , die da arbeiten -völlig wurscht, ob bei Daimler, Apple oder Google - tatsächlich teilweise eine sehr emotionale Beziehung zu ihrem Arbeitgeber haben. Manche mehr , manche weniger...aber viele eben schon...soviel dazu



    2. Spieler mit gleicher Leistung von außen oder aus dem Verein?


    NAtürlich ist es toll, wenn ein Spieler von der F-Jugend bis in die Profimannschaft kommt. Warum sollte ich dann jemand von außen holen?
    Nur haben wir nicht so viele davon. Es gab hier zB bis zum Schluß Leute, die Ottl um jeden Preis behalten wollten, weil er ja aus der JUgend kam...da muß ich sagen: in so nem Fall ist es mir völlig wurscht, ob der an der Säbener Straße geboren und oder aufgewachsen ist. Wenn die Leistung nicht reicht für die erste Mannschaft - und das hat sie nie bei Ottl - dann will ich lieber nen guten Spieler von außerhalb sehen. Ganz einfach. Weil es um Spitzensport geht und weil hochklassiger Fußball ein -auch emotionaler- Genuß ist.Wenn ich in erster Linie Leute aus meiner Nachbarschaft kicken sehen will, muß ich halt zum Stadtteilsverein gehen.


    Und das gilt für nen Finanzvorstand alles gleich im Quadrat.

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  • @ eddiedean


    Gut, dann nehme ich das mit "Engelchen gemalt" zurück, ich hatte da nicht den gesamten Diskussionshergang verfolgt.


    Dennoch: Für mich ist das irgendwie wenig plausibel. Für mich braucht es das nicht, ich habe dir allerdings nirgendwo verboten, deine Meinung zu äußern. Schon komisch, dass einem das immer wieder die Leute unterstellen, denen man gerade widerspricht (was jetzt nicht auf dich bezogen ist, sondern darauf, dass man solche Unterstellungen hier öfter mal findet).


    Ich finde diesen Gedankengang letztendlich irgendwo nicht konsequent von dir. Als Matthias Sammer verpflichtet wurde, kamen von dir solche Fragen nicht. Warum nicht? Warum hinterfragst du den Bezug von Jan-Christian Dreesen zum FC Bayern München (was dein gutes Recht ist, überhaupt keine Frage), aber eben beispielsweise von Matthias Sammer nicht? Da waren alle begeistert, weil das ein kompetenter Mann ist. Und die Chance, das zu beweisen, sollte man Jan-Christian Dreesen auch erstmal geben (was du ja auch tust), bevor man seine Identifikation mit dem Verein beurteilt.


    Wie gesagt: Für mich liest sich das so, als ob der Mann hier nicht bei 0, sondern bei - 10 startet.


    @ delle


    Richtig. Der FC Bayern München ist mehr als Erfolg. Aber ohne Erfolg ist der FC Bayern München aktuell kaum vorstellbar. Erfolg ist das, wonach dieser Verein seit Jahrzehnten strebt. Der FC Bayern München hat sich ja nicht einfach nur so zum besten Fußballverein in Deutschland entwickelt und schaut jetzt mal entspannt, wie lange man das bleiben kann. Leute wie Uli Hoeneß, Karl-Heinz Rummenigge oder Matthias Sammer denken zunächst mal an Erfolg und tun alles, damit der sich (wieder) einstellt. Dass es darüber hinaus andere, womöglich genauso wesentliche Dinge gibt, die unseren Verein auszeichnen, habe ich ja nun auch nicht bestritten. Dennoch definiert sich der FC Bayern München selber ja darüber, was man erreicht hat und was man noch erreichen will.

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  • Weil ich Sammers Lebenslauf vielleicht entschieden besser verfolgt habe und weiß, woher er kommt??? Da brauche ich nicht groß fragen. Zudem gibt es über ihn ungefähr jede Info im Netz, und seine Tätigkeit als Sky-Experte hat durchaus auch dazu beigetragen, ihn einschätzen zu können. Gar kein Vergleich zu Dreesen also.
    Was der Schmarrn mit dem "-10" immer noch soll, weiß ich nicht. Weil ich Fragen über jemanden stelle, beginnt er weiter unten als jemand, zu dem ich viel weiß und keine Fragen stellen muss? Mhm, mhm, mhm...

  • da bin ich absolut bei dir. geht mir genauso.


    was soll ich groß über sammer nachfragen? man kennt ihn sehr gut.


    aber dreesen ist total unbekannt. man muss abwarten..

    FC Hollywood 2.0


    Est. 25.11.2016

  • Da bin ich komplett deiner Meinung. Hopfner hat im Hintergrund hervorragende Arbeit geleistet und ist einer der Hauptverantwortlichen dafür das der FCB wirtschaftlich solide aufgestellt ist. Die Stelle des Finanzchefs ist von enormer Bedeutung. Das muss sitzen.


    Ich bin etwas skeptisch was Dreesen anbetrifft. Habe etwas Vorbehalte gegen Banker (Erfahrungen). Diese sind oftmals so stark gefangen in ihrem System, dass der Blick für die Realität aus den Augen verloren wird. Teilweise wirklich realitätsfremd. Ein Finanzchef mit Backround produzierendes Gewerbe wäre mir lieber gewesen. Aber gut, seine Chance hat er verdient.

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.

  • Lasst doch den Mann erstmal arbeiten, bevor ihr ihn beurteilt. Außerdem soll Hopfner ihm beratend zur Seite stehen als Vizepräsident des Finanzvorstands.

    Emotional. Mitreißend. Offensiv.

  • @ eddiedean


    Wenn ich deine Beiträge in diesem Thread zu dem Thema lese, kann ich mir kaum vorstellen, dass du ihm gegenüber nicht unvoreingenommen bist. Tut mir leid. Kann sein, dass ich deine Meinungen falsch verstehe, aber so richtig neutral kommt das nicht an.

    0

  • Warum eigentlich die Emotionen? Es ist doch den Vorstandsentscheidungen förderlich, wenn der Vorstand nicht homogen (d.h. nur mit großen Bayernfans und Exfußballern) besetzt ist. Wichtige Entscheidungen werden doch sowieso nicht von Dreesen alleine entschieden sondern vom Vorstand allgemein, bzw die ganz wichtigen Entscheidungen werden zudem noch vom Aufsichtsrat abgesegnet. Es wird doch innerhalb des Vorstandes diskutiert und da ist es doch förderlich, wenn es neben der rein sportlichenSicht (z.B. Sammer) eine komplett rationale finanzielle Sicht (Dreesen) gibt. Dann kann man alles genau abwägen und entscheiden.
    Im übrigen können wir doch froh sein, dass hier keiner von Audi oder Adidas den Job übernommen hat, sonst ginge das Geschrei von wegen "Jetzt übernehmen die Teilhaber nach und nach die Macht" los.

    Man fasst es nicht!

  • Dafür lege ich aber meine Hand in´s Feuer, dass eddiedean jedem, der sich in unserem Verein engagiert, unvoreingenommen eine faire Chance gibt durch Leistung zu überzeugen.
    Egal, ob es sich dabei um Neuer, Dreesen oder die Reinkarnation von König Ludwig handeln sollte.


    Gewisse Bedenken, da der Mann offenbar auschließlich in Banken tätig war und keinerlei berufliche Praxis in mittelständischen Unternehmen gesammelt hat, kann ich nachvollziehen. Hopfner wird darauf hoffentlich ein Auge haben.

  • Muhahaha....


    Manuel Neuer war doch für "eddiedean" nach eigenem Bekunden "der erste Spieler, von dem ich Weltklasse-Leistungen erwarte"...


    Unvoreingenommen, faire Chance... alles klar. :D


    :D

    0

  • Finanz-Experte zu sein, ist ja wohl mal das Mindeste, was an Qualifikation für die Nachfolge von Hopfner da sein muss.


    Diese Qualifikation haben Millionen von Mitbürgern weltweit. Es gibt schlechte, mittelmäßige, gute und sehr gute, wie auch bei Bäckern, IT-Beratern oder Autoverkäufern.


    Ich gehe einfach mal davon aus, daß Herr Dreesen ein guter Finanz-Experte ist. Ich persönlich kann nicht über ihn urteilen, da ich ihn nicht kenne.


    Der sogenannte Stallgeruch ist für diese erhabene Position eher zweitrangig. Es braucht keine emotionale Verbundenheit zum FCB, um einen guten Job im Sinne des FCB zu machen.

    Wenn mir Likes wichtig wären, wüsste ich, was zu tun ist.