• was dir eigenkapital bringt?…simpel ausgedrueckt: es gehoert dir und nicht jemand anderes, sprich du kannst frei entscheiden was du damit machen willst, musst niemanden etwas zurueckzahlen etc

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  • hab ich vergessen zu erwaehnen: ulli spricht immer vom festgeldkonto…aber ich glaube so ein richtiges festgeldkonto gibts ja gar nicht mehr bei uns…ich glaube er meint damit nur geld was in der bank angelegt ist und auf das wir kurzfristig zurueckgreifen koennen, sprich es ist nicht langfristig gebunden


    obs jetzt eigen oder fremdkapital ist, ist ne bilanztechnische frage (dazu muss man die bilanz analysieren)
    an sich sollte aber teil des eigenkapitals sein (wenn es nich eigenkapital ist koennen wir nicht frei entscheiden was wir damit tun wollen)…es kann aber auch fremdkapital sein sein bzw ne mischung aus eigen- und fremdkapital


    ;-)

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  • klar koennte man die freie liquiditaet verringern und was vom stadion abbezaheln…allerdings ist das ne sehr komplizierte entscheidung und bedarf ner sehr tiefgehenden bilanzanylse und planung ueber die jahre hinaus


    man muss da szenarien planen (best-base-worst case szenario) um zu wissen welche zahlungen und ausgaben werden oder koennenten auf uns zukommen im besten-wahrscheinlichsten-schlimmsten fall…und an hand dessen entscheidet man wieviel liquiditaet man behaelt


    je hoeher die freie liquiditaet ist, desto schwieriger kann man in nen zahlungsengpass geraten…ich denke das unser finanzvorstand einfach relativ sicher und vorsichtig geplant hat was auch gut ist um in keine fianziellen schwierigkeiten zu geraten


    und fuer die freie liquiditaet bekommen wir ja auch zinsen bezahlt ;-)


    wenn man die frei e liquiditaet verringert dann kanns event. auch schwriegier sein von heute auf morgen einfach mal so nen 40 mio transfer zu machen



    aber wie gesagt, das sind alles bilanzpolitische entscheidungen und da gibts hunderte von betriebswirtschaftsbuecher die sich damit beschaeftigen ;-)

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  • andik hat das ja schon ganz gut zusammengefasst.


    Im Prinzip ist es so, dass du - jetzt mal stark vereinfacht - eine Firma mit einem kleinen Grundkapital eröffnest. Dann musst du dir alles Geld leihen und hast nur Fremdkapital (FK).


    Jeden Gewinn, den du ab dann machst, benutzt du, um dein Eigenkapital zu erhöhen. Hast du also irgendwann sehr viel Eigenkapital (und wir haben eine Quote von 75%, das heißt, 75% von allem, was dem FcB ist, gehört eben auch dem FcB und nicht der Bank/Anteilseignern, etc), dann zeugt das von Erfolg.


    Gewinn und das Festgeldkonto sind eigentlich 2 Dinge, die nichts miteinander zu tun haben. Gewinn ist das von den Einnahmen, was übrig bleibt, wenn alle Ausgaben (inkl. Steuern) bezahlt wurden. Das ist idR ein rein bilanziell ausgewiesener und ausgerechneter Wert und hat nicht wirklich etwas mit echten Euro zu tun, die man auf die Bank trägt.


    Einfaches Beispiel: Wir haben für Martinez zwar 40 Mio Euro + Gehalt hingelegt (sprich unser Festgeldkonto wurde um 40+Gehalt weniger), unser Gewinn wurde für aber vermutlich nur mit 8 + Gehalt verringert.



    Die BWLer mögen mir diese stark vereinfachte Darstellung verzeihen, man könnte es natürlich auch weit genauer und detaillierter ausdrücken, aber ich glaube nicht, dass @eternal eine BWL-Vorlesung hören wollte...



    PS da es natürlich die 11/12 Bilanz war, dürfte Martinez da noch gar nicht auftauchen.
    Dann eben Neuer mit 25, der aber den Gewinn nur um 5 verringert...

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  • Sehr vereinfacht dargestellt :)


    So kurios sich das ganze auch aber Spieler müssen bilanziell auch noch "abgeschrieben" werden, das fällt auch noch an. Also müssten bei einem Martinez nicht nur Gehalt, sondern auch noch 8 mio an Abschreibung anfallen, bei einer Ablösesumme von 40 Mio € und einer Vertragslaufzeit von 5 Jahren, aber natürlich erst in der nächsten Saison.

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  • Das war ja, was ich meinte. Daher auch dass Neuer zwar 25 kostete (oder so in etwa), aber den Gewinn nur um 5 verringerte - wg der Abschreibung.


    Ich weiß nur nicht, wann Fußballvereine die Abschreibungen geltend machen können.


    Wenn es so ist, wie ich vermute, dann müsste Neuer aktuell noch mit einem Wert von 20 Mio in der Bilanz stehen und 5 Mio abgeschrieben worden sein.


    Oder halt dementsprechend jeweils weniger, wenn die Ablöse unter 25 lag.

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  • Ich meine mal gelesen zu haben, dass über die Vertragslaufzeit jährlich abgeschrieben wird. Neuer würde dann mit 5 mio € abgeschrieben + eben sein jährliches Gehalt, was auch noch gewinnmindernd sich auswirkt

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  • Jein, du kannst jederzeit Firmen-Anteile veräußern, und das Geld, was du dafür bekommst, als Eigenkapital in die Firma einbringen, oder es auch für dich behalten, wenn es deine Firmen-Aneile waren. Das Geld, was also Adidas und Audi für ihre 8,% bezahlt haben, ist nun vom Verein, der diese Anteile verkauft hat, in die AG eingebracht worden, und ist nun Eigenkapital der AG. Fremdkapital heißt, dass ich das Geld irgendwann zurückzahlen muss (Tilgung), und in der Regel auch Zinsen auf dieses Geld zahle. Also eigentlich nur bei Krediten, Darlehen, Wechseln und dergleichen der Fall.


    Was die Spieler anbelangt: Die Ablöse wird über die Vertragsdauer abgeschrieben, bei 40 Mio für Martinez und einem 5-Jahres-Vertrag schlägt die Ablöse also mit 8 Mio. pro Jahr zu Buche, dazu kommt jedes Jahr noch sein Gehalt, wenn das 5 Mio sind oder so, macht das für ihn also 13 Mio pro Jahr.

  • OK, Teil 1 hast du recht, selbst in einer stark vereinfachten Aussage hätte man das so erwähnen müssen.


    Teil 2 (also mit den Abschreibungen) ist mir schon klar, die Frage war nur, WANN die erste Abschreibung erfolgen darf.


    Da Fußballvereine - vermute ich mal - ihre Bilanz zum 30.6. und nicht zum 31. 12. machen, müsste Neuer derzeit also eine Abschreibung "erlebt" haben. Richtig?

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  • Von Neuer wurde bislang 1/5 der Ablöse und ein Jahresgehalt abgeschrieben, richtig. (Zumindest wenn es sich um die gängigste lineare Abschreibung handelt, ich kann mir nicht vorstellen, dass man die degressive bei Spielern nimmt, wenngleich sie bei älteren logischer wäre, sprich man schreibt erst mehr ab, hinterher weniger);-)

  • erstmal VIELEN DANK für die mühen an alle beteiligten! :|



    das weiß ich ja, aber wird das eigenkapital nicht generell nur als absicherung genutzt? z.b. banken gehen da ja immer bis zur grenze runter und die liegt ja (hab ich mal gelesen) GLAUBE ich irgendwo bei 2% oder so und soll auf 7% angesteigert werden (vlt. war das auch nur eine idee von einem politiker, habs vergessen).


    und beim fc bayern, wenn die dann von hunderten millionen eigenkapital sprechen: ist dann tatsächlich verfügbares geld da, womit man etwas tun kann? es ist ja wohl kein ausdruck des wertes also eine bemessung sondern ECHTES geld, was da ist.


    würde das nicht heißen, dass der fc bayern eigenkapital + freie liquidität jetzt um die 400 millionen da hätte, wovon man also z.b. mal eben einen spieler für 150 + gehalt millionen aus der portokasse bezahlen könnte? nur so eine idee, natürlich bin ich nicht für so etwas und will das hier auch nie sehen, es sei denn die geldentwertung läuft so, dass jeder maurer 6000 € netto verdient und ein brötchen 1,20 € kostet. auch wieder mehr science-fiction als sonst etwas. also bitte nicht so ernst nehmen..


    würde mich aber mal wirklich interessieren.
    wird festgeldkonto jetzt also freie liquidität genannt? wusste nicht, dass mit festgeldkonto gemeint war, dass man nicht darauf zugreifen könne für eine bestimmte zeit (verzinsung oder so etwas). aber so in etwa hat es (glaube ich) ja einer hier beschrieben.


    in jedem fall verstehe ich jetzt:
    wir haben über 120 Mio. freie liquidität, d.h. das geld ist vereinfacht ausgedrückt in der geldtasche und wird für keine geplante aufwendung und in keinem budget benötigt.
    hinzu kommen budgets, einnahmen und ausgaben, die geplant sind und mit denen man z.b. spielertransfers durchführt. bspw. sommer 2013 70 Mio. verfügbar für transfers (inkl. bruttogehalt, handgeld, was auch immer).
    d.h. die freie liquidität ist für sonderausgaben, die absolut nicht in planung waren bzw. für notfälle da.


    könnte man theoretisch also vom eigenkapital mal eben 150 mio. auf das konto mit der freien liquidität überweisen bzw. wie auch immer es auch technisch funktioniert: könnte man da einfach direkt was bezahlen, ohne jeglichen nachteil (von risiko will ich bei 77,5% eigenkapital erstmal nicht sprechen!).


    verstehe das so, wenn die sagen, das eigenkapital wurde in 1-2 jahren um ca 80 millionen (habe das vor 2h gelesen, man mag mir fehler erlauben) gesteigert, dass sie eig. hätten dieses geld als "gewinn" verbuchen können.
    hätte das nachteile gehabt? hätten sie dann steuern/mehr steuern zahlen müssen oder wie läuft da der hase?



    wie das jetzt mit dem stadion ist, würde mich später auch genauer interessieren, ich würde nach meinem eher zurückhaltenden finanzverständnis einfach mal das stadion abbezahlen und damit ruhe für den kopf schaffen, was aber anscheinend aufgrund einiger dinge, die ich ohne spezielles vorwissen glücklicherweise teilweise gut begreifen habe, eher suboptimal wäre. lohnt sich wohl, das ganze langsam angehen zu lassen.


    frage mich dann aber, warum hoeneß immer wieder darauf wartet, dass das stadion abbezahlt ist, der wert des vereins steigt und man wohl de facto mehr geld hätte. und jetzt auch diese investor-gedanken. ist ja wohl doch etwas positives dran, das abzubezahlen. warum geht das denn nicht direkt mit dem eigenkapital? ich habe das mit dem EK immer so verstanden, dass das eben keine vorstellung vom wert oder etwas ist, sondern eben echtes geld, was da ist. echtes hinterlegen von geld, was man nutzen kann. wozu dann investoren, wenn man ja in den letzten jahren so viel wie ein investor reinschmeißen würde, an EK angespart hat? warum dann anteile verschenken?

  • Ne, es ist definitiv linear.
    Ich hab das mal irgendwann gelesen, entweder dürfen oder wollen sie sie nicht degressiv abschreiben, wobei wollen keinen Sinn ergäbe, daher wird es wohl dürfen sein.



    Ansonsten ist das mit der Abschreibung ja eh recht unlogisch, da sie sich ja eigentlich über die "Nutzungsdauer" eines Anlageobjekts geht.
    So stehen dann nach einer Vertragsverlängerung (und bei Ablauf des ersten Vertrags) alle Spieler vermutlich nur noch mit 1 Euro in der Bilanz.


    Ob das vor Bosman anders war?

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  • Ja gewollt hab ich schon gemocht, aber gedurft haben sie mich nicht gelassen;-)


    Nach Verlängerung kassieren sie eben mehr Gehalt, das wieder über die Vertragsdauer linear abgeschrieben wird.

  • @eternal, dein Denkfehler ist, dass du Eigenkapital als Geld ansiehst.


    Vllt wird es durch ein Beispiel deutlicher:


    Du startest ein Unternehmen mit 10000 € aus eigener Tasche.


    Dann hast du zu Beginn eine freie Liquidität (FL) von 10.000 € UND Eigenkapital (EK) von 10.000 €.


    Nimmst du dir jetzt von einer Bank weitere 10.000€ auf, hast du FL von 20.000, immer noch ein EK von 10.000 und Fremdkapital (FK) von 10.000.


    Kaufst du jetzt für die 20.000 € Waren, dann hast du FL 0, aber weder an deinem EK noch deinem FK hat sich was geändert. Dafür hast du dann ein neues Konto Waren, das jetzt 20.000€ aufweist.


    Verkaufst du die Waren dann für 30.000 , dann hast du wieder FL und dein EK hat sich auf 20.000 erhöht (10.000 Start + 10.000 Gewinn). Steuern und sonstige Aufwendungen habe ich jetzt mal netterweise ignoriert ;-).



    Du siehst: EK ist kein Geld, das man abheben kann. Es bezeichnet einfach den Teil deiner Firma, der dir selbst gehört. Das kann das Geld sein, das du auf der Bank hast (muss aber nicht), kann Waren darstellen, Gebäude, oder was auch immer.

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  • Mal eine kurze Frage: Wieso schreibt ihr bei Gehalt immer was von abschreiben?
    Personalkosten sind doch "echtes" Geld, also betriebsbedingte Kosten, während Abschreibungen ja eher "virtuelles" Geld darstellen, anlagebedingte Kosten. Nicht umsonst gibt es ja genug Kennzahlen (CF usw.), die Abschreibungen rausrechnen, während Gehaltskosten als einer der größten, wenn nicht meistens sogar der größte, Kostenfaktor immer das tatsächlich vorhandene Geld schmälern

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  • Das Gehalt geht natürlich ab, was die meinen ist die Abschreibung auf die immateriellen WG und das sind die Spielerverträge.


    Die werden über die Laufzeit abgeschrieben, inklusive Transfersumme.


    Auf Gut deutsch


    Kauft man einen Martinez für 40 Mio. und hat der einen 5 Jahresvertrag ist der Vertrag linear gesehen Jahr für Jahr 8 Mio. weniger Wert, am Ende könnte der Spieler ja ablösefrei wechseln.


    Sollte nach 4 Jahren einer kommen und ein Angebot machen und würden wir ihn verkaufen, sagen wir für 20 Mio, würden aufgrund der restlichen 8 Mio. die der Vertrag noch Wert ist nur 12 Mio. Gewinn im Sinne der GUV darstellen.


    Um das besser darzustellen


    20 Umsatz oder eher sonstiger betrieblicher Ertrag, dem gegenüber 8 Mio, die beim ausbuchen des Vertrages aus der Bilanz aufwandswirksam sind.

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  • Würde mich auch irritieren, da a bei


    immateriellen WG nicht erlaubt und noch schlimmer, die degressive ist mittlerweile abgeschafft im EStG und letztlich ist das zwar für die Handelsbilanz egal, aber für die Steuerbilanz dann nicht.

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  • Da hast du einen Denkfehler drin. Mit einer Vertragsverlängerung nimmt die wirtschaft. Nutzungsdauer wieder zu und man muss dann außerplanmäßige bzw. außerordentliche (nenne es wie du willst) Abschreibungen bilanzieren.


    Sieh als Beispiel wegen mir eine Maschine die eine ND von 10 Jahren hat und 10000€ gekostet hast. Logischerweise wird sie dann mit 1000€ pro Jahr abgeschrieben. Nehmen wir mal an, dass plötzlich nach 5 Jahren ein nichtzureparierender Defekt autritt dann müssen eben diese Sonderabschreibungen gemacht werden. Genauso im umgekehrten Fall.



    Das ganze ist letztlich total verstrickt, dass du da als "Laie" eigentlich nicht mehr durchblickst.

    #nichtmeinpräsident