Finanzen

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    • Das Gehalt wird nicht linear absgeschreiben, sondern die tatsächlichen Gehaltskosten p.a. werden direkt eingebucht. Abgeschrieben werden können nur die AHK (in diesem Fall die Ablösesumme). Wenn der Vertrag beendet ist, ist der Spieler auf einen Restwert von 1 Euro abgeschreiben.
      Werner + Draxler ... nach Kovac passend der Weg zum Mittelmaß!
    • Die Abschreibung auf Restwert 1 € macht egtl nur Sinn, wenn ein Vermögensgegenstand betriebswirtschaflich abgeschrieben, aber noch nutzbar ist. Wenn der Vertrag mit einem Spieler beendet ist, existiert der immaterielle VG in diesem Sinne nicht mehr, daher würde ich eher eine Abschreibung ohne Restwert unterstellen.
    • Was machst du aber, wenn der Spieler zu dem Zeitpunkt bereits voll abgeschrieben ist?
      Sprich seine VVL erst wirksam wird, wenn der alte Vertrag ausläuft?

      Dann steht er eben mit 1€ in der Bilanz, oder nicht?

      Selbst in deinem Fall entsprechen die Werte der Spieler doch in keinster Weise den tatsächlichen Werten.

      Ein Ribery bsplsweise verlängerte seinen Vertrag - wenn ich es richtig weiß - 1 Jahr vor Vertragsende.
      Hatte also damals noch einen Restbuchwert von ca. 6,25 Mio.

      Oder ist da wieder ein Denkfehler?

      Hat dann einen neuen 5-Jahresvertrag abgeschlossen und dürfte dann also jetzt mit grob gerechnet 3,8 Mio in der Bilanz stehen.
      Wie gesagt, ist halt alles irgendwie fragwürdig (und zwar rein aus BWL-Sicht, die moralische Sicht lässt man dabei am Besten völlig außen vor), ein Modell, das für Maschinen gedacht ist, auf Personen anzuwenden.
      give a man fire, he'll be warm for a day
      set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life
    • Der Begriff "Abschreiben" war natürlich, was das Gehalt angeht, falsch gewählt.

      Auch wenn Gehälter - genau wie Abschreibungen auch - zu den Aufwendungen gehören und daher in der GUV den Verlust erhöhen/Gewinn schmälern.
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    • Bilanzergebnisse der AG seit Gründung
      Geschäftsjahr Umsatz Gewinn / Verlust* Spielergehälter
      1998/1999 127,7 Mio. Euro 12,3 Mio. Euro
      1999/2000 144,7 Mio. Euro 8,7 Mio. Euro
      2000/2001 173,2 Mio. Euro 16,5 Mio. Euro
      2001/2002 176,0 Mio. Euro 9,8 Mio. Euro
      2002/2003 162,7 Mio. Euro 0,4 Mio. Euro 46 Mio. Euro
      2003/2004 166,3 Mio. Euro 3,4 Mio. Euro 50 Mio. Euro
      2004/2005 189,5 Mio. Euro 6,6 Mio. Euro 60 Mio. Euro
      2005/2006 204,7 Mio. Euro 4,8 Mio. Euro 60 Mio. Euro
      2006/2007 225,8 Mio. Euro 18,9 Mio. Euro 84 Mio. Euro
      2007/2008 286,8 Mio. Euro 2,1 Mio. Euro
      2008/2009 268,7 Mio. Euro 2,5 Mio. Euro
      2009/2010 312,0 Mio. Euro 2,9 Mio. Euro
      2010/2011 290,9 Mio. Euro 1,3 Mio. Euro
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    • Gelesen habe ich das auch, aber solche Swapgeschäfte als reine Spekulation zu bezeichnen wie in dem Artikel geht mir zu weit. Das ist eine Zinsabsicherung normalerweise, natürlich kann man dabei verlieren, man kann aber auch gewinnen.

      In unserem Fall konnten damals als die Swaps abgeschlossen wurden, wohl noch keiner mit der Finanzkrise rechnen, man hat das Problem nun beseitigt und gut ist.
    • Swaps sind nichts anderes als der Tausch von Zahlungsforderungen oder -verbindlichkeiten, also ganz allgemein. Nichts anderes geschah hier. War halt doof, wie du richtig sagtest, dass dann die Währungskrise kam. Konnte man nicht damit rechnen, aber als Absicherung hätte da auch den einen oder anderen Swap gegeben :D
      #nichtmeinpräsident
    • Ja aber lies mal den Sportbildartikel dazu, da meint man die hätten das Geld der AG auch gleich zum abwischen nehmen können, das ist aber eben mitnichten so.

      Swaps nerven mich zwar tierisch, weil man die in der WP dann immer bewerten muss zum Jahresende, aber grundsätzlich schlecht sind sie halt nicht. Die Frage ist immer steigen oder fallen die Zinsen.
    • Ich habe unsere Vereinsführung lange Zeit für unantastbar gehalten, was finanzielle Dinge angeht. Scheinbar sind das aber nicht. Ich würde ja nix sagen, wenn es sich um einen Verlust von ein oder zwei Millionen Euro handeln würde- aber hier ist es eine ganz andere Hausnummer.
      Das ist nicht abzuhandeln mit "jeder macht mal Fehler". Das ist grob fahrlässige und leichtsinnige Zockerei.
      Vor diesem Hintergrund klingen Hoeneß' Worte, wie schlimm die ganze Zockerei an den Börsen doch ist, wie blanker Hohn.
    • Man hat eben das Abschmieren des Euros nicht kommen sehen, sondern nur den Ist-Zustand zu optimieren versucht, und da war dieses Vorgehen eben ein gewinnbringendes Geschäft.
      Wie bereits gesagt wurde, hätte man sich auch noch gegen die Wechselkurs-Risiken absichern müssen, das hätte dann zwar wieder etwas Geld gekostet, aber eben bei Weitem nicht so viel, wie nun an Verlust verbucht werden muss.

    • Solch ein Geschäft schließt eigentlich jeder ab, der langfristig etwas finanzieren muss in der Wirtschaft.

      Das Problem ist doch das ist ein Investment das geplant bis 2020 oder ähnlichen Jahreszahlen hätte abbezahlt werden sollen, die Zinsentwicklung auf einen so großen Zeitraum ist schlicht Wahrsagerei.

      Man hat es versucht, das ist schiefgegangen, schon letztes Jahr waren die Verluste im Lagebericht dargestellt, offensichtlich hat es sich verschlimmert, die haben reagiert.

      Das es ziemlich teuer geworden ist, ist klar, aber vieles konnte man halt nicht wissen, eventuell hätte man früher reagieren können, aber auch das kostet Geld, wenn man da reagiert.