• So langsam beschleicht mich das Gefühl, dass einigen hier das Verhältnis zu Zahlen und ihrer Bedeutung völlig abhanden gekommen ist...ganz schön heftig.


    Und, @matze: Ich kann nicht entdecken, dass ich mich über etwas beschwert hätte. Ich gehöre nicht zu den Beschwerern- das sind eher Leute wie Du, die dann ganz komische Gründe finden, großartige Briefe zu verfassen. Ist aber okay, jetzt setzt seine Prioritäten anders. Nur pinkel mir nicht ans Bein, wenn Du trotz wiederholter detaillierter Schilderung der Motivation für meine Beiträge nicht verstehst, um was es mir geht.


    @jarlaxle: "Unter dem Strich" ist auch hier wieder nicht alles, was zählt. Dass ausgerechnet unseren Leuten so etwas passiert, ist schon krass. Und auch hier gilt, ähnlich wie im sportlichen Bereich: da sieht man mal, was möglich wäre, wenn man wirklich das Optimum heraus holen würde...

  • Wenn du Entscheidungen für die Zukunft treffen musst und quasi vorherahnen musst, wie sich bestimmte Dinge entwickeln, dann machst du Fehler. Das lässt sich nicht vermeiden.


    Für mich zählt da immer nur das, was "unter dem Strich" herauskommt. Es gibt sowohl im sportlichen als auch im finanziellen bereich niemanden, der immer alles richtig macht.


    Natürlich wäre mit optimaler Ausbeute in allen Bereichen mehr drin. Die Frage stellt sich mir aber: Kann man wirklich das Optimum verlangen?
    Und ich finde eben einfach: Nein.


    Man sollte vernünftige Messzahlen/Grenzen/Ziele setzen, die zu erreichen sind und die eine zufriedenstellende und gute Leistung widerspiegeln.


    Das ist eben im sportlichen Bereich für mich die Tabelle mit dem Punkteschnitt (und das internationale Abschneiden) und im finanziellen Bereich die schwarze Null.


    Alles was über diese "Vorgabe" hinausgeht, ist mE mehr als zufriedenstellend. Optimal ist es nicht, das ist klar. Das wären 102 Punkte, der CL Sieg und ein Gewinn von 100 Mio jedes Jahr.

    give a man fire, he'll be warm for a day
    set a man on fire, he'll be warm for the rest of his life

  • Richtig, ich vermute wenn es andersrum wäre, würde man sich hier auch beschweren.


    Andersrum hieße, kein Swap wurde abgeschlossen und die Zinsen steigen und steigen, dann hätte es genauso schnell geheißen, warum hat man nicht so einen Swap abgeschlossen?


    Das 17 Mio. viel Geld sind, sehe ich auch so, aber dramatisch finde ich das eben auch nicht, die Zahlen sehen gut aus, was will man mehr.

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  • Es wurde offen kommuniziert, man hat die Reißleine gezogen als es zu einem Fass ohne Boden wurde und man wird in Zukunft prinzipiell wohl eher wenig mit Kreditabsicherungsgeschäften zu tun haben. Wenn wir uns von Sponsoren oder Spielern über den Tisch ziehen lassen würden, dann würde mir das viel viel mehr Sorgen machen. So kann man nicht mehr als Mund abputzen und weiter machen. Oder hätte man lieber Hopfner noch dafür feuern sollen??

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  • So ein Unsinn. Die Schweiz hat vor langer Zeit versichert, dass man den Kurz nicht unter 1,20 fallen lassen werde, weil man ansonsten den Euro-Raum für Exporte verlieren würde, weil schweizer Produkte/Dienstleistungen aller Art zu teuer für Euro-Länder wären.


    Daran hält man sich bis heute und ich habe in der Familie auch so einen Kredit in CHF, den wir nicht auf EUR wechseln werden. Die Schweiz garantiert das, es wird sich daran gehalten (um es nochmal zu verdeutlichen).


    Zum Zeitpunkt des Einsteigens war es absolut kein Risikogeschäft, das war sehr klug und der sicherste Weg der "Spekulation", wenn man da ein bisschen mitmischen wollte. Die Zeitungsartikel sind eh doof, die Leute dahinter kennen sich nicht aus. Da ging es nie darum, mit dem Wechsel Geld aufgrund von Währungsverlusten des CHF zu machen, sondern einzig und allein um Zinsgewinne, nicht mehr und nicht weniger.


    Bei unserem Kredit bezahlen wir ca. 1,6% effektiv, was im Euro 3,3 % wären. Da muss man sehr dumm sein, um aus der Sache nach der Garantie der Schweiz auszusteigen. Das war der Fehler des Vorstandes, nicht das Einsteigen zuvor. Man ging raus, als der Käse gegessen war und bezahlt jetzt zu viele Zinsen. Selbst schuld, sag ich da nur. Es gibt wohl nirgendwo anders einen Bereich, wo man nach Kursverlusten sicher sein kann, dass es nicht weiter runtergehen wird.


    Das mit den 17 Millionen glaube ich übrigens nicht ganz, wenn es um vorher 20 Millionen ging. Das müsste durch den Ausgleich wegen der Zinsen ein besserer Betrag sein, es sei denn man war echt nur ganz kurz dabei, verlor und ging raus. Jetzt müsste man da wieder einsteigen und Geld sparen.


    Bei uns ist es zumindest so (Einstieg 2000), dass wir trotz der Kursverluste aufgrund der Gewinne durch weniger Zinsen immer noch ein deutliches Plus druch das EUR/CHF Kreditgeschäft haben, was Monat für Monat durch die halben Zinsen größer wird. Wenn man von 3% Zinsen ausgeht (Fantasiewert) bei einem Darlehen von 95 Millionen Euro, geht es um ca. 3 Millionen Zinsen im ersten Jahr, wo man sich durch den CHF die Hälfte sparen würde. Das geht jedes Jahr so, das ist hergeschenktes Geld, da die Garantie tatsächlich eingehalten wird und das logisch ist, da es für die Schweiz einfach total Sch**** wäre, würden wir uns im Ausland gar nichts mehr von ihnen leisten können. Kursgewinne kann man sich natürlich abschminken, weil die Währung konsequent auf 1,20-1,21 gehalten wird, auch wenn der Euro gegenüber allen anderen großen Währungen zulegt. So entlastet sich die Schweiz und gibt auch das Zeichen der Stabilität.

    FC Hollywood 2.0


    Est. 25.11.2016

  • Für „die Schweiz“ etwas garantieren, kann höchstens die Regierung der Eidgenossenschaft, aber selbst wenn man nicht mehr an das Märchen von der politischen Unabhängigkeit der Notenbanken glaubt, handelt es sich bei der Medienmitteilung (!) der SNB vom 6. September 2011 um eine scharf formulierte Absichtserklärung an die viel beschworenen Märkte, die 1,20 CHF-Grenze mit aller Konsequenz durchzusetzen.
    Selbst wenn sich das Wort Garantie darin finden liesse, wäre dessen Wert in Zeiten der mit einem Federstrich gebrochenen, umgangenen und zurechtgebogenen Gesetze und Verträge in Bezug auf Währungen mit Vorsicht zu geniessen.
    Fakt ist, die Maßnahme der SNB hat bisher Wirkung gezeigt und die Abwertung des Euro zum Franken gestoppt. Fakt ist aber auch, dass die wahre Nagelprobe erst mit einer Veränderung des Euroraums, also am wahrscheinlichsten dem Austritt Griechenlands bevorsteht.
    Ob und wann dieser kommt, kann wegen der politischen Unsicherheiten nicht seriös prognostiziert werden.
    Allein schon aufgrund dieser Gemengelage würde ich es begrüßen, wenn sich unser Verein aus damit tangierten Finanzspielereien zukünftig heraushielte.

  • War schon etwas riskant dieses Geschäft damals. Ich weiß aber, dass viele Unternehmen solche Geschäfte in der Zeit abgeschlossen haben. Es lockt halt u.a. auch das niedrige Zinsniveau. Das muss man auch dagegenhalten. Der Verein hat ja auch weniger Zinsen als damals üblich gezahlt. Das relativiert die 17 Mio. etwas.


    Passiert ist passiert. Fehler werden überall gemacht. Ich denke grundsätzlich hat Hopfner in der Vergangenheit meist die richtigen Entscheidungen getroffen. Bin gespannt ob Herr Dreesen in Summe auch so erfolgreich ist.

    Es wäre heute nicht so, wie es ist, wäre es damals nicht gewesen, wie es war.

  • jo alla.
    Dürfte ein ganz guter Deal sein. 10 Mio oder so von Gazprom und dafür dann 60 Euro weniger vom Bayernbauer.


    Kann man als FcB mit leben, denke ich.

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