Jörg Wacker - Vorstand Internationalisierung & Strategie

  • bayernimherz :


    aber wenn die marke mehr gewicht bekommt als der VEREIN, dann ist es vorbei.


    Das ist doch schon längst passiert - und ist auch einer der Gründe warum wir nach Ende der Siebziger nicht abgeschmiert sind. Es geht eben immer nur eines: entweder heimatverbundenes Vereinsleben mit dem gemeinsamen Bier unter Spielern und Fans - oder die Konkurrenz mit den grössten Europas.

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • aber für mich ist der verein die marke und die marke der verein. das geht doch einher. wenn man sein herz an einen grossen verein verliert, dann verliert man sein herz auch an die marke. wenn man den persönlichen bezug ala meine freunde haben möchte, dann muss man sich an einen kleinen verein wenden. ein grosser klub ist nie so persönlich wie ein kleiner verein, wobei ich finde, das wir trotz der grösse immernoch "familiär" gebliben sind.

    0

  • das mag bei dir der fall gewesen sein.


    ich habe mich in einen verein verliebt. im olympiastadion.


    da waren sponsoring, merchandising, umsatz usw. noch diener für den sportlichen erfolg.
    heute scheinen diese parameter ein selbstzweck geworden zu sein.


    man will nicht nur deshalb mehr umsatz machen, damit man die besten spieler kaufen kann, sondern man will auch mehr umsatz machen, weil man in einer liste mit den größten umsätzen ganz oben stehen will.


    weil man als AG ständig seinen wert steigern will / muss, ungeachtet dessen, dass der sportlich maximale erfolg auch mit den gegenwärtigen größenordnungen schon erreicht werden kann.


    beweis dafür ist, dass wir uns weiter internationalisieren wollen, obwohl wir sportlich schon ganz oben sind.


    wo soll das hinführen?

    "Es zählt das, was bayernimherz sagt." (steveaustin10)

  • Ich denke das Ziel ist es langfristig wirtschaftlich (und damit dann auch sportlich) im Konzert der ganz großen Global Player (Real, Barca, Manu und ACM) mitzuspielen und nicht in die zweite Reihe (Juve, Inter, Chelsea etc.) abzurutschen.

    3

  • es soll in die zukunft führen


    da bei uns (gott sei dank) kein ölscheich oder sonstiger multimilliardär das sagen hat müssen wir unser geld auch weiterhin auf die ehrliche art erwirtschaften. und um weiterhin unter den top five in europa bleiben zu können muss man eben die märkte in asien oder amerikaauch erschließen.


    und dein argument sondern man will auch mehr umsatz machen, weil man in einer liste mit den größten umsätzen ganz oben stehen will ist doch - entschuldige bitte - einfach nur blödsinn.


    wir müssen eben weiterhin den umsatz steigern, um auch in zukunft transfers wie martinez oder götze stemmen zu können. wir erwirtschaften die transferablöse schließlich selbst und lassen uns diese nicht von irgendwelchen russen-multis finanzieren (oder von jordaniern:D)

    Boah, die Dortmunder, leck mich am Arsch!“ Das Kamel

  • Das ist genau der Punkt. Es ist ja OK wenn man von der konzernartigen Struktur unseres FC Bayern nichts hält, bzw die alten Zeiten vorzog.


    Aber dann sollte man auch bitte bitte keine negativen Energien entwickeln wenn wir irgendwann mal am 32. Spieltag nur auf Platz sechs stehen und das Saison für Saison...

    Es gibt zuviel Leute, die sagen zu wenig - die reden einfach zuviel!


    Klaus Lage

  • Dem stimme ich zu. Ich hoffe nur, dass wir bei der ganzen Professionalisierung und Streben nach wirtschaftlichem Gewinn nicht überziehen. Teilweise ist das für mich schon erkennbar. Aber da hat nun sicher auch jeder seine eigenen Grundsätze.

    @Johannes Bachmayr - Dank und Hochachtung!
    #Uliout - Schließt Euch an!

  • Würde mich interessieren an welchen Stellen du das so siehst. Bislang habe ich noch absolut das Gefühl dass das Streben nach wirtschaftlichen Erfolgen zu 100% der eigentlichen Sache, also dem Sport, dient.


    Sicherlich sind wir aktuell in der komfortablen Lage das wir einerseits kurzfristig kaum was in den Kader stecken müssen, die Mannschaft aber andererseits Jahr für Jahr 50-80 Millionen einspielt. Mittel- und langfristig gibt es aber noch einiges zu tun was richtig Geld kosten wird, schließlich muss die Arena noch abbezahlt werden, das neue Vereinsgelände kostet 70 Mio. und wenn die Jugend an der Säbener Str. auszieht wird da bestimmt auch noch das eine oder andere verändert. All das ist wichtig um sich dauerhaft in der europäischen Spitze zu etablieren, einen Geldspeicher sehe ich aktuell noch nicht.


    Solange wir nicht jeden Sommer und Winter durch Asien tingeln und 08/15-Spieler unter Vertrag nehmen, nur um in Indien und China ihre Trikots zu verkaufen, mache ich mir noch keine Sorgen.

  • Keine Ahnung wie weit im Voraus diese Reisen geplant sind, aber wo wir jetzt zwei der größten und populärsten Stars Südamerikas unter Vertrag haben, sollte man die nächstes Jahr sicherlich wieder anstehende USA-Tour vielleicht mal etwas verkürzen und noch einen Abstecher nach Chile und Kolumbien machen. Kam bislang eh etwas kurz bei unserer Auslandsstrategie.


    Im Zuge dessen kann man direkt noch Pizza zum Markenbotschafter für den Bereich ranholen. Nicht das Werder sich den für die Zeit nach der Karriere angelt.

  • Keine Ahnung wie weit im Voraus diese Reisen geplant sind, aber wo wir jetzt zwei der größten und populärsten Stars Südamerikas unter Vertrag haben, sollte man die nächstes Jahr sicherlich wieder anstehende USA-Tour vielleicht mal etwas verkürzen und noch einen Abstecher nach Chile und Kolumbien machen. Kam bislang eh etwas kurz bei unserer Auslandsstrategie.


    Im Zuge dessen kann man direkt noch Pizza zum Markenbotschafter für den Bereich ranholen. Nicht das Werder sich den für die Zeit nach der Karriere angelt.

    Ich gehe mal davon aus, dass das Potential in Asien um soviel größer ist, dass man auf Chile und Kolumbien kaum angewiesen ist.


    Wenn man in Nordamerika sein sollte, dann sollte man aber einen Abstecher nach Südamerika definitiv machen.

    0

  • Keine Ahnung wie weit im Voraus diese Reisen geplant sind, aber wo wir jetzt zwei der größten und populärsten Stars Südamerikas unter Vertrag haben, sollte man die nächstes Jahr sicherlich wieder anstehende USA-Tour vielleicht mal etwas verkürzen und noch einen Abstecher nach Chile und Kolumbien machen. Kam bislang eh etwas kurz bei unserer Auslandsstrategie.

    Bayerns Strategie-Vorstand Jörg Wacker (49): „Nun ist mit der Verpflichtung von James Kolumbien im Fokus. Dieses Jahr bestreiten wir zwei Spiele in China und zwei in Singapur. Es ist gut möglich, dass wir im kommenden Jahr ein Spiel in Südamerika machen, sollte die Tour wieder in den Westen gehen.“

    rot und weiß bis in den Tod

  • https://www.bild.de/sport/fuss…bayern-56396588.bild.html
    Interview mit Jörg Wacker, Strategie-Vorstand des FC Bayern»James ist unsere
    Nummer 1



    BILD: Herr Wacker, warum hat Donald Trump noch kein Bayern-Trikot?
    Jörg Wacker (50): „Vielleicht hat er sogar schon eines – ich weiß es nicht.“
    BILD: 2016, bei der letzten USA-Tour des FC Bayern, war Trump noch nicht US-Präsident. Schicken Sie ihm doch ein Trikot. So wie Trump twittert, wäre er doch ein guter Multiplikator für die Marke FC Bayern, oder?
    Wacker: „Ich glaube, wir sollten uns ganz auf den Sport konzentrieren, weniger auf Politik.“
    BILD: Trotzdem und ernsthaft: Der FC Bayern verfolgt wirtschaftliche Interessen in den USA. Machen Sie sich Sorgen angesichts der politischen Entwicklungen?
    Wacker: „Ganz und gar nicht. Wir sind ein Fußball-Verein. Wir haben keine politischen Ambitionen.“


    BILD: 2014 hat der FC Bayern als erster europäischer Fußball-Klub ein Büro in New York eröffnet. Wie hat sich das Projekt entwickelt?
    Wacker: „Wir sind sehr, sehr glücklich mit der Entwicklung. 2014 hatten wir in den USA acht Fan-Klubs und keinen einzigen Partner mit Firmensitz in den USA. Heute haben wir dort 140 organisierte Bayern-Fan-Klubs mit mehr als 6500 Mitgliedern. Damals hatten wir laut Erhebungen 13 Millionen Sympathisanten in den USA, jetzt sind es 27 Millionen. Und wir haben mit sieben Unternehmen aus den USA eine Partnerschaft.“
    BILD: Die Geld an den FC Bayern bezahlen.
    Wacker: „Mit denen wir zusammenarbeiten, und die Geld an uns bezahlen. Wir haben uns top entwickelt. Es war damals die richtige Entscheidung im Vorstand, mit den USA und China zwei Fokusmärkte für die Internationalisierung zu definieren. Jetzt haben wir entschieden, die Fühler auch nach Südamerika auszustrecken.“


    BILD: Was bringt Ihnen die US-Tour in dieser Woche finanziell?
    Wacker: „Die Frage liegt auf der Hand, die Antwort auch. Natürlich ist die Reise wirtschaftlich attraktiv, aber über Zahlen reden wir nicht.“
    BILD: Lohnt es sich?
    Wacker: „Ja, es lohnt sich auch wirtschaftlich. Viel wichtiger ist aber der langfristige Effekt.“
    BILD: Sind Sie stolz darauf, dass der FC Bayern quasi der Bundesliga-Pionier auf dem Weg Richtung Internationalisierung war?
    Wacker: „Ein bisschen stolz kann man da schon sein. Es war Neuland, das wir damals betreten haben. Wir waren die Lokomotive, und wenn man sieht, wer jetzt alles auf den Zug aufgesprungen ist: Dortmund, Gladbach, Wolfsburg, Frankfurt, Leverkusen, Köln – alle sind im Ausland aktiv. Ich bin sehr erfreut, wie sie dort agieren, auch die DFL selbst. Alle haben erkannt, dass die Internationalisierung alternativlos für die Bundesliga ist. Die Wettbewerber sind die anderen großen Ligen in Europa, und je mehr wir innerhalb der Bundesliga an einem Strang ziehen, desto mehr profitieren wir alle davon.“


    BILD: Wann gibt es das erste deutsche Pflichtspiel in den USA? Zum Beispiel war Pokalsieger Eintracht Frankfurt jetzt auch in Philadelphia. Da hätte man doch gleich das Supercup-Spiel gegen Meister Bayern dort austragen können.
    Wacker: „Die Italiener haben ihr Supercup-Spiel mal in China gespielt. Ganz ehrlich: Für die Bundesliga sehe ich das aktuell nicht. So, wie wir es machen, mit Spielen gegen Top-Klubs wie jetzt in den USA gegen Juventus Turin und Manchester City im Rahmen des International Champions Cup, sollten wir es beibehalten.“
    BILD: Als der FC Bayern 2014 in den USA startete, herrschte im deutschen Fußball ein Boom. Das Triple 2013 war noch frisch, Deutschland war gerade Weltmeister geworden. Belastet die aktuelle Krise mit Misserfolg im Europapokal und bei der WM Ihre Auslandspläne?
    Wacker: „Was wir machen, ist langfristig und nachhaltig angelegt. Da ist man nicht von einem Großereignis abhängig. Grundsätzlich finde ich die Bundesliga enorm attraktiv, das zeigen auch die Zuschauerzahlen und Einschaltquoten. Und in den USA herrscht ein Fußball-Boom, Superstars wie Ibrahimovic und Schweinsteiger spielen dort, die Profi-Liga MLS wächst. Und: Die WM 2026 findet in den USA, Kanada und Mexiko statt. Wir werden uns bald zusammensetzen und unsere Amerika-Strategie für die nächsten Jahre ausrichten. Der nächste Boom steht vor der Tür.“


    BILD: Welche Rolle spielt Bastian Schweinsteiger?
    Wacker: „Als ehemaliger Bayern-Spieler und Weltmeister ist er in Chicago automatisch ein Botschafter für uns. Und es liegt auf der Hand, dass er als Superstar aus der Bayern-Jugend prädestiniert wäre, nach seiner Karriere mehr für den FC Bayern zu machen. Wir werden ihn jetzt eventuell in den USA treffen und freuen uns auf sein Abschiedsspiel gegen Chicago Fire am 28. August in München.“
    BILD: Mit Hinblick auf Ihre Südamerika-Pläne: Wie wichtig ist es, dass der Kolumbianer James beim FC Bayern bleibt?
    Wacker: „Es ist natürlich ein Glück, einen James zu haben, der ein überragender Fußballer ist und ein Markenbotschafter, von dem man nur träumen kann. Er hat 80 Millionen Follower, liegt weltweit auf Platz vier hinter Ronaldo, Neymar und Messi. Er ist bei unseren Trikotverkäufen Nummer 1 – international und national. Er ist natürlich ein Aushängeschild im südamerikanischen Markt, ein echtes Zugpferd. Er wird in Miami aus seinem Urlaub zu uns stoßen.“


    BILD: Juventus hat das größte Zugpferd verpflichtet: Gibt Ronaldo gegen Bayern sein Juve-Debüt?
    Wacker: „Er wird wohl nicht spielen, wahrscheinlich noch gar nicht dabei sein. Aber wir sind im Austausch mit Juve, um auf alles vorbereitet zu sein.“
    BILD: Neidisch?
    Wacker: „Nein. Wir sind sehr glücklich mit dem, was wir haben. Ronaldo ist ein außergewöhnlicher Fußballer, ein Superstar. Aber wir haben auch Superstars, wie James, wie Ribéry, Robben, Alaba, wie die Nationalspieler, die jetzt in den USA aus nachvollziehbaren Gründen nicht dabei sind. Aber: Es geht bei uns um die Marke FC Bayern München, und nicht um die Marke einzelner Spieler. Die Spieler sind Markenbotschafter und irgendwann auch mal nicht mehr da. Der Klub bleibt.“
    BILD: Juve hat am ersten Tag angeblich 500 000 Ronaldo-Trikots verkauft.
    Wacker: „Ganz sicher nicht! Man tauscht sich über Jahre hinweg aus mit anderen Klubs, mit den Ausrüstern. Deshalb hat man ein gutes Knowhow, weiß relativ genau, welcher Klub wieviele Trikots verkauft. Deshalb kann ich sagen, dass die Zahl für mich eine absolute Ente ist. Streichen Sie bei den 500 000 mal eine Null.“

    rot und weiß bis in den Tod

  • BILD: Juve hat am ersten Tag angeblich 500 000 Ronaldo-Trikots verkauft.
    Wacker: „Ganz sicher nicht! Man tauscht sich über Jahre hinweg aus mit anderen Klubs, mit den Ausrüstern. Deshalb hat man ein gutes Knowhow, weiß relativ genau, welcher Klub wieviele Trikots verkauft. Deshalb kann ich sagen, dass die Zahl für mich eine absolute Ente ist. Streichen Sie bei den 500 000 mal eine Null.“

    50 000 statt 500 000 wäre natürlich schon etwas ganz Anderes :D Aber ich glaube ihm das schon, weil man oft hört, dass diese ganzen Mythen um Trikotverkäufe total übertrieben sein sollen. Wie zB, dass Neymar oder Ronaldo ihre Ablöse allein durch Trikotverkäufe wieder reinholen. Wenn man sieht, wie wenig am Ende pro Trikot beim Verein bleibt, ist das eigentlich unmöglich.