Herbert Hainer

  • Jetzt hast du so viel Mühe in den langen Beitrag gesteckt und der hat rein gar nichts mit dem zu tun was ich anspreche.

    Ach ja?

    "Besonders der letzte Halbsatz ist der Knaller "damit der Sport überleben kann". Da weiß ich gar nicht ob ich lachen oder weinen soll. "Der Sport" wird überleben, dass einzige was gefährdet sein könnte ist das Fußball dauerhaft zur Gelddruckmaschine wird und man das Rad immer weiter drehen kann."

    Hast du doch geschrieben!

    Der Sport überlebt auch außerhalb des Profisports schon seit Jahren nur noch da, wo es die entsprechenden Geldgeber gibt.

    Und wenn es die nicht mehr gibt, dann geht der Verein über den Deister!

    Das kann man sogar nachlesen, wieviele Vereine in den letzten 30 Jahren - und nein, es geht nicht nur um Fußball - verschwunden sind.

    Und wenn gerade in kleineren Orten, der Verein verschwindet - dann verschwindet auch der Sport mit.

    Und wenn es im Umkreis von 100 km keinen Verein mehr gibt, der bestimmte Sportarten für den Nachwuchs anbietet - dann gibt es diesen Sport da nicht mehr. Und das haben wir heute schon. Der Sport ohne Geld überlebt nicht - das bildest du dir vielleicht ein!

    Mach dich doch mal schlau, was so in der ein oder anderen Sportart alleine das nötige Equipment kostet - und dann frag mal nach, wer das denn bezahlt!

    Wo die Sonne der Erkenntnis tief steht, werfen auch Zwerge lange Schatten.

  • Jetzt schalt mal ein paar Gänge zurück. Glaubst du wirklich Hainer hat bei der Aussage den Dorfverein im Kopf der der sich keine Trikots oder Bälle mehr leisten kann? Das ist doch albern. Dieses Geld reinpumpen im Amatuerbereich ist doch auch eher Teil des Problems als Lösung. Hainer spricht von Investoren, Renditen und Wachstumsmöglichkeiten ihm geht es rein um den Profisport.

  • In vielen kleinen Vereinen liegt es auch weniger am , als vielmehr an der Tatsache, das es immer weniger Leute gibt die noch Lust haben sich da zu engagieren.


    Ständig neue Regeln und Verordnungen im Jugendbereich häufig Eltern die alles besser wissen.......

  • Hier gehts wieder rund.


    Von Hainer weiss ich gar nicht mehr was ich halten soll. Eine Aussendarstellung, die größtenteils zwischen inhaltsleeren Phrasen und neuem Gejammer vom FC Kirchenmaus pendelt und hie und da mal Kracher liefert a la salary cap, weil sonst "der Sport" (*lach*) nicht überleben kann.


    Wohl eher ist die Befürchtung, dass das Business und die Filterblase Profifussball nicht überlebt, wenn man die Geldspirale an allen Ecken und Enden weiter nach oben treibt und die Kunden .... ääääh Fans das nicht mehr mitmachen. Ein Trikot kostet mit Flock mittlerweile deutlich über EUR100, von Eintrittspreisen gar nicht zu sprechen. Vermarktet wird, was und wer nicht bei drei auf dem Baum ist. Usw. Usw.


    Down to earth ... da war mal was.

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  • In vielen kleinen Vereinen liegt es auch weniger am , als vielmehr an der Tatsache, das es immer weniger Leute gibt die noch Lust haben sich da zu engagieren.


    Ständig neue Regeln und Verordnungen im Jugendbereich häufig Eltern die alles besser wissen.......

    Und die lustigen Diskussionen um "warum muss ich mein Kind testen lassen?". "Wollt ihr das jetzt allen ernstes heimschicken?"

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  • Von Hainer weiss ich gar nicht mehr was ich halten soll. Eine Aussendarstellung, die größtenteils zwischen inhaltsleeren Phrasen und neuem Gejammer vom FC Kirchenmaus pendelt und hie und da mal Kracher liefert a la salary cap, weil sonst "der Sport" (*lach*) nicht überleben kann.


    Wohl eher ist die Befürchtung, dass das Business und die Filterblase Profifussball nicht überlebt, wenn man die Geldspirale an allen Ecken und Enden weiter nach oben treibt und die Kunden .... ääääh Fans das nicht mehr mitmachen. Ein Trikot kostet mit Flock mittlerweile deutlich über EUR100, von Eintrittspreisen gar nicht zu sprechen. Vermarktet wird, was und wer nicht bei drei auf dem Baum ist. Usw. Usw.

    Tja, wir haben halt keinen Scheich/Oligarchen und auch nicht so einen TV-Vertrag wie in England, oder dass bei uns der Staat aushilft, wenn es klamm wird. Insofern ist das doch nachvollziehbar, dass er dafür plädiert, dass es Grenzen gibt.

    Letztlich wäre mir am liebsten, wir verkaufen keine weiteren Anteile, selbst wenn das bedeutet, künftig kleinere Brötchen backen zu müssen. Diesen Gehälter- und Provisionswahnsinn sollten wir nicht über solides Wirtschaften hinaus mitgehen. Aber trotzdem steigen die Gehälter munter weiter, wie man an den Vertragsverlängerungen von Kimmich & Co. sehen kann. Irgendwo werden wir das dann einsparen müssen, und da bleibt dann nur noch die zweite Reihe, für die wir nicht mehr viel ausgeben werden.

  • Tja, irgendwann muss man eine Entscheidung treffen. Weiter mit den großen Jungs spielen oder zurück zur regionalen Erscheinung. Die Spirale wird sich nie nach unten drehen. Und was soll denn ein Salary Cap gekoppelt an den Umsatz bringen? Bei Umsatz geht es ja schon los, wenn dann ein Trikotsponsor 200 Mio. im Jahr auf den Tisch legt und andere Vereine mit 30 Mios. arbeiten müssen. Oder die Gehälter: zahlt man halt weniger und besorgt einem Spieler lukrative Werbedeals mit Fremdfirmen. Der Trickserei ist doch Tür und Tor geöffnet. Letztendlich heißt es nur: Friß und spiel mit oder stirb. (Hart ausgedrückt)

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  • Tja, irgendwann muss man eine Entscheidung treffen. Weiter mit den großen Jungs spielen oder zurück zur regionalen Erscheinung.

    Anteile verkaufen, um das Geld für Spielermaterial zu verpulvern, da hat der BVB ja mal eindrucksvoll demonstriert, wohin das führen kann. Ansonsten sollten wir erst mal abwarten, was der Campus so abwirft. Tolisso und Hernandez, damit zwei der bislang vier teuersten Transfers der Vereinsgeschichte, floppten total, bzw. haben noch überhaupt nicht Fuß gefasst, und mit Sané und Upamecano haben die anderen beiden auch noch nicht voll eingeschlagen. Deshalb wäre es eventuell gar besser, sich aus diesem Segment zu verabschieden.

  • Ich verstehe irgendwie auch nicht so recht, was der salary cap bringen soll. Die Spielergehälter sind halt (vor allem in Deutschland) ein populäres Thema, aber faktisch sind die doch sowieso an den Umsatz gekoppelt, denn niemand kann bis in alle Ewigkeit mehr ausgeben als er einnimmt. Es gibt dazu auch jetzt schon ein recht umfangreiches Regelwerk, so zB in Deutschland dass der Schuldenstand nicht zu hoch sein darf weil man sonst die Lizenz verliert. Wenn diese Regeln konsequent umgesetzt werden, braucht's keinen salary cap. Und wenn nicht ist es sowieso egal, weil die neue Regel dann auch nicht umgesetzt wird.


    Dazu kommt dann noch dass die Probleme in der Gehaltsstruktur bei uns nicht vom Markt verursacht werden sondern hausgemacht sind. Das Problem sind ja aktuell nicht die 20-30 Millionen die ein Lewandowski kostet, sondern eher dass man den Sarrs und Arps Verträge anbietet die offensichtlich so gut dotiert sind dass die Spieler hier im Zweifel auf der Tribüne den Vertrag aussitzen weil sie bei keinem anderen Club auch nur annähernd so viel Kohle verdienen würden. Vielleicht sollte man da mal zuerst ansetzen bevor man sich über die drei Scheichclubs aufregt die Mondpreise bezahlen können.

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  • Ich verstehe irgendwie auch nicht so recht, was der salary cap bringen soll. Die Spielergehälter sind halt (vor allem in Deutschland) ein populäres Thema, aber faktisch sind die doch sowieso an den Umsatz gekoppelt, denn niemand kann bis in alle Ewigkeit mehr ausgeben als er einnimmt. Es gibt dazu auch jetzt schon ein recht umfangreiches Regelwerk, so zB in Deutschland dass der Schuldenstand nicht zu hoch sein darf weil man sonst die Lizenz verliert. Wenn diese Regeln konsequent umgesetzt werden, braucht's keinen salary cap. Und wenn nicht ist es sowieso egal, weil die neue Regel dann auch nicht umgesetzt wird.


    Dazu kommt dann noch dass die Probleme in der Gehaltsstruktur bei uns nicht vom Markt verursacht werden sondern hausgemacht sind. Das Problem sind ja aktuell nicht die 20-30 Millionen die ein Lewandowski kostet, sondern eher dass man den Sarrs und Arps Verträge anbietet die offensichtlich so gut dotiert sind dass die Spieler hier im Zweifel auf der Tribüne den Vertrag aussitzen weil sie bei keinem anderen Club auch nur annähernd so viel Kohle verdienen würden. Vielleicht sollte man da mal zuerst ansetzen bevor man sich über die drei Scheichclubs aufregt die Mondpreise bezahlen können.

    Ja, das geht aktuell stark in Richtung von "wasch mich, aber mach mich nicht nass".. Der Versuch dem alten UEFA-Konstrukt mit 55 autarken, nationalen Mitgliedsverbänden ein derart restriktives Regelwerk überzustülpen kann und wird nicht funktionieren weil die Voraussetzungen in den Ländern zu unterschiedlich und die Zielsetzungen teilweise komplett gegensätzlich sind. So wird es immer Ungerechtigkeiten und Schlupflöcher geben, die den eigentlichen Wettbewerb massiv verzerren und mit Regeländerungen gefixt werden müssen, die dann wieder neue Löcher reissen.


    Ich bin gespannt wieviele Try & Error-Runden der europäische Fußball benötigt um zu erkennen das es ohne eine vom UEFA-Konstrukt unabhängige Liga oberhalb der Ligen-Pyramide nicht gehen wird. Closed Shop, ein einheitliches Regelwerk dem sich die Anteilseigner verbindlich unterwerfen samt völliger Transparenz aller Zahlungsströme, dann kann man all die Regeln einführen und auch durchsetzen die den US-Sport so ausgeglichen gestalten.


    Das Agieren der Superleague-"Gründer" war vor allem deshalb eine Katastrophe weil sie die im Grunde richtige Idee mit ihrer dilettantischen Umsetzung auf Jahre verbrannt haben. Mal schauen wieviele Sterne wir noch aufs Trikot bringen bis sich diese Erkenntnis durchsetzt.

  • Anteile verkaufen bringt nur 1 x Geld, bringt also nicht viel.

    Für ein strategisches Investment wie die Arena war das mE sinnvoll und i.O., aber nun wüsste ich nicht, wofür man noch Anteile verkaufen sollte.

    Die kursierenden Summen werden immer wahnsinniger, und ich unterstütze es absolut, dass der FCB es nur so lange mitmacht, wie es wirtschaftlich vertretbar ist, selbst wenn das heißt, dass man sportlich kleinere Brötchen backen muss. Andererseits macht es nicht den Eindruck, als würde das viele Geld sinnvoll in den Kader gesteckt bei den meisten Clubs.

  • Hainer hat total recht

    Es geht nicht ohne funktionierendes FFP und payroll cap


    Hainer über Gehälter-Explosion: "Das kann nicht gesund und gewollt sein"


    "Barcelona sollte uns allen ein mahnendes Beispiel sein, dass man versuchen muss, die Dinge besser zu regulieren, um auch die besondere Rivalität der Klubs langfristig sicherzustellen",


    "Ich bin der Überzeugung, dass durch die Corona-Pandemie das Problem noch mal deutlich offensichtlicher wurde. Wir alle reden über Barcelona, weil es dort so offensichtlich ist und öffentlich gemacht wurde. Es gibt aber sicherlich mehr Vereine, die finanzielle Schwierigkeiten haben. Und trotzdem steigen die Gehälter der Spieler und die Beraterhonorare werden immer größer. Das kann nicht gesund und gewollt sein."


    Man müsse daher jetzt und in Zukunft "alles versuchen, um die Klubs gesund zu halten", ergänzt Hainer - und sieht seinen Klub als Inspiration für andere: "Der FC Bayern München hat das in den letzten 20 Jahren gut geschafft, sportliche Ambitionen zu haben und trotzdem auch wirtschaftliche Stabilität. Aber das gelingt nicht jedem. Wir haben ja gesehen, dass trotzdem viel investiert wird in verschiedenen Klubs. Man muss darüber nachdenken, wie man das zum Wohle aller vernünftiger gestalten kann."


    Ein wichtiges Werkzeug für dieses Ziel ist laut Hainer das Financial Fairplay, das in der Vergangenheit von mehreren Topklubs umgangen wurde. Er sei "schon der Meinung, dass man versuchen muss, ein Financial Fairplay herzustellen und das dann auch konsequent durchzusetzen und zu sanktionieren", erklärt der Bayern-Präsident: "Es wurde in den letzten Jahren allerdings auch durch Covid aufgeweicht und teilweise außer Kraft gesetzt."

    Nun gebe es "neue Überlegungen. Das Gute ist, dass darüber gesprochen und nachgedacht wird. Ich bin der festen Überzeugung, dass es kommen wird. Wie schnell, das kann ich nicht sagen. Da spielen ja unter anderem auch die europäischen Gesetzgebungen mit rein."

  • Es wird aber beides entweder nicht kommen oder weiter.wie bisher nicht funktionieren

    Das sind einfach tot geborene Kinder.

    Give a man fire, he‘ll be warm for a day.

    Set a man on fire, he‘ll be warm for the rest of his life. - Rincewind

  • Post von Wagner. Da übertrifft sich mal wieder einer selbst ...:S


    Lieber Herbert Hainer,


    Sie waren ein deutscher Weltstar, CEO, Steve Jobs im Polo, drei Streifen Ihr Apfel. Nun sind Sie Präsident bei einem Verein. Dahoam statt Doha. Satzung, Ehrung, Wortmeldungen, Frechdachse statt DAX. An Ihrem Namen hängt nun ein Raus.


    Herzlichst, FJ Wagner


    Emotional. Mitreißend. Offensiv.

  • Also das es nicht clever wäre mit diesem Sponsor zu verlängern sollte jetzt eigentlich klar sein.


    Warum ersetzt man nicht QA mit Audi auf den Trikots, zB 30 Mio, und QA sponsort und zahlt dann Audi, zB auf den Audi Tours, es gäbe keine direkte Verbindung?


    Hainer in SB


    Der Präsident äußert sich in einem Interview mit der Sport Bild unter anderem zu Katar. 2023 läuft beim Rekordmeister der Vertrag mit Sponsor Qatar Airways aus. Über den Kontrakt gibt es viel Unmut an der Basis.

    Hainer dazu: „Es gibt auch viele Mitglieder an der Basis, die sagen: Wenn wir ganz oben mitspielen und die Champions League gewinnen wollen, brauchen wir auch die nötigen finanziellen Mittel. Dieses Thema ist komplex und muss insgesamt differenzierter betrachtet werden. Die Bundeskanzlerin hat vor drei Jahren zu mehr Zusammenarbeit und Partnerschaft mit Katar aufgerufen. Außerdem ist Katar ein Investor in der deutschen Wirtschaft, bei VW zum Beispiel, wo auch das Land Niedersachsen engagiert ist."


    „Es ist sicher keine leichte Aufgabe, der Erwartungshaltung unserer Fans auf der ganzen Welt gerecht zu werden, dass ihr FC Bayern international immer oben mitspielt – und gleichzeitig unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Das gelingt diesem Verein seit Jahrzehnten sehr gut. Aber wir wollen die Meinung unserer Mitglieder hierzu in der Zukunft noch intensiver einholen."

    Klar ist, dass es eine Entscheidung geben muss, inwieweit der FC Bayern weiter mit dem Thema umgeht. Hainer hat dazu ein Zeitfenster, sagt: „Wir beschäftigen uns in der Regel sechs bis neun Monate vor dem Ablauf eines Vertrags mit dem Sponsoring."